DE2222693C2 - Vorrichtung zur Halterung von Abscheideelektroden in elektrischen Gasreinigern - Google Patents
Vorrichtung zur Halterung von Abscheideelektroden in elektrischen GasreinigernInfo
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Description
30
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halterung von Abscheideelektroden in elektrischen Gasreinigern
mit horizontaler Gasdurchströmung, mit an den Elektroden befestigten Aufhängelaschen, deren oberes
Ende eine Öffnung für einen Zapfen aufweist, über den die Elektroden an einem Tragbalken aufhängbar sind
sowie mit einer Einrichtung zum Reinigen der Elektroden mittels Schlag.
Bei Vorrichtungen dieser Art (vgl. DE-PS 4 50 391) ist
der Tragbalken in Form einer hochkant stehenden Leiste ausgebildet, während die Aufhängelaschen der
Elektroden eine etwa gabelartige Form aufweisen. Sowohl die hochkant stehende Leiste als auch die
gabelartigen Aufhängelaschen sind mit Öffnungen ausgestattet, in die der Zapfen eingeschoben werden
kann. Eine derartige Ausgestaltung hat den Nachteil, daß zur Befestigung der Abscheideelektroden an dem
Tragbalken die gabelartig ausgebildeten Aufhängelasehen zuerst von unten über den Tragbalken geschoben
und im Anschluß daran die drei öffnungen (zwei Öffnungen in den Aufhängelaschen und eine öffnung in
dem Tragbalken) genau fluchtend zueinander ausgerichtet werden müssen. Erst wenn dieser Ausrichtvorgang
abgeschlossen ist, können die Zapfen in die öffnungen eingeschoben werden. Die Zapfen müssen dann jeweils
in einem weiteren Arbeitsgang mittels spezieller Einrichtungen gegen Herausrallen gesichert werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Halterung von Abscheideelektroden in
elektrischen Gasreinigern mit horizontaler Gasdurchströmung derart weiterzubilden, daß das Einhängen und
Befestigen der Abscheideelektroden an den Tragbalken vereinfacht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Tragbalken rinnenförmig ausgebildet ist, wobei
eine der beiden vertikalen Rinnenwände eine erheblich
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geringere Höhe aufweist als die andere Rinnenwand
und die die vertikalen Rinnenwände verbindende Bodenwand mit Schlitzen ausgestattet ist, durch die die
Aufhängelaschen hindurchragen, und daß die Länge des Zapfens etwas geringer ist als der lichte Abstand der
vertikalen Rinnenwände.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist
es zum Befestigen der Abscheideelektroden an den Tragbalken lediglich erforderlich, die Aufhängelasche in
den Schlitz der Bodenwand des rinnenförmigen Tragbalkens einzuschieben und den Zapfen in die
öffnung der Aufhängelasche einzusetzen. Dieser Arbeitsgang ist gegenüber der bekannten Konstruktion
deshalb so einfach und problemlos durchzuführen, weil beim Einschieben der Aufhängelasche in den Schlitz der
Bodenwand keine vorgegebene Einschubhöhe eingehalten werden muß, beim Einsetzen des Zapfens keine
vorgegebene Einsciiubtiefe eingehalten werden muß, und Vorkehrungen, die ein Sichern des Zapfens gegen
Herausgleiten bewirken, nicht getroffen werden müssen.
1. das schwierige Ausrichten der öffnungen der Aufhängelaschen mit den öffnungen im Tragbalken, weil der Zapfen in jeder Höhe in die
öffnungen der Aufhängelaschen eingeschoben werden kann,
2. das Einhalten einer bestimmten Einschubtiefe, da der Zapfen mit seiner einen Stirnfläche an der
hohen vertikalen Rinnenwand 6d anschlägt, sobald er die richtige Lage eingenommen hat, und
3. die Anordnung von Sicherungselementen, da nach dem Absenken der Elektroden der Zapfen zwischen den vertikalen Rinnenwänden 6c und 6d
sicher gegen Herausrutschen gehalten ist.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion ist darüber hinaus die Tatsache, daß im montierten Zustand alle Befestigungsteile für die Elektroden innerhalb des Tragbalkens angeordnet, d. h.
von dem Tragbalken vollkommen umschlossen sind. Damit existieren bei der erfindungsgemäßen Konstruktion keinerlei hervorstehende Teile, die eine »Spitzen- wirkung« hervorrufen können, so daß die Gefahr von Überschlägen wesentlich herabgesetzt ist. Darüber
hinaus wird eine bessere Ausnützung der Volumens des
Gasreinigers erreicht, da die Rahmenteile des Emissionssystems höher angeordnet werden können.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist es zweckmäßig, daß flache Führungseisen vorgesehen sind,
die vorzugsweise neben den vertikalen Kantenlinien im Bereich des oberen bzw. unteren Endes der Abscheideelektroden
befestigt sind, und daß für die flachen Führungseisen im Tragbalken und in der Schlagstange
sich in Längsrichtung der Abscheideelektroden erstrekkende Schlitze angeordnet sind.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, die eine
Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung zeigen, und in denen
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen elektrischen Gasreiniger in der Ebene I-l der F i g. 2 darstellt,
Fig. 2 einen Querschnitt in der Ebene 11-11 der Fig. 1
zeigt, und
F i g. 2a in vergrößerten Maßstab die Vorrichtung zur Halterung der Abscheideelektroden zeigt.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen schematisch dareestell-
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen schematisch dareestell-
ten elektrischen Gasreiniger mit einem Einlaß 2 und einem Auslaß 4 für einen mit einem Pfeil und der Ziffer 3
bezeichneten horizontalen Gasstrom. Mit 5 sind Abscheideelektroden bezeichnet, die gemäß Fig.2 in
einer Anzahl zueinander paralleler Reihen angeordnet sind, und in den Zwischenräumen Emissionselektroden
20 aufweisen. Jede Reihe besitzt — wie F i g. 1 zeigt — eine Anzahl Elektroden, die mittels Aufhängelasch?n 7
an einem Tragbalken 6 aufgehängt sind. Der Tragbalken 6 ist rinnenfTrmig ausgebildet und besitzt zwei vertikale
Rinnenwände 6c und 6c/, die über eine Bodenwand 6a miteinander verbunden sind. Eine der beiden vertikalen
Rinnenwände (6c) weist eine erheblich geringere Höhe auf als die andere Rinnenwand (6d). Die Bodenwand des
Tragbalkens 6 ist — wie am deutlichsten aus Fig.2 '5
hervorgeht — mit Sa bezeichnet. 6b wiederum bezeichnet einen dem Querschnitt der Aufhängelasche 7
entsprechenden Schlitz in der Bodenwand 6a. Das obere Ende der Aufhängelasche 7 ist mit Ta bezeichnet und
weist eine Öffnung Tb für einen kurzen Zapfen 8 auf.
Der Zapfen 8 ist derart bemessen, daß seine Länge etwas geringer ist als der lichte Abstand zwischen den
vertikalen Rinnenwänden 6c und 6c/.
Die in Richtung des Gasstromes vorderen bzw. hinteren vertikalen Kantenlinien jeder Elektrode
besitzen die Bezeichnung 9 bzw. 10. Sogenannte Führungseisen für die Elektroden sind mit 11 bzw. 14
bezeichnet. Für das obere Führungseisen 11 ist ein Schlitz 15 im Tragbalken 6 und für das untere
Führungseisen 14 ein Schlitz 16 in einer Schlagstan^e vorgesehen. Die Schlagstange ist Teil einer Schlageinrichtung
12, die durch Schläge gegen die Elektroden diese von anhaftenden Staubteilchen befreit. Dieses
Reinigen der Elektroden durch Schlag muß in bestimmten Zeitabständen vorgenommen werden, da
sich auf den Elektroden eine allmählich wachsende, mehr oder weniger isolierende Staubschicht bildet, die
einen immer größeren Teil des Spannungsabfalles zwischen den Emissions- und den Abscheideelektroden
aufnimmt und dadurch dem Abscheidungsprozeß entgegenwirkt. Durch Änderung des Zeitraumes zwischen
den Schlagreinigungen läßt sich die Schichtdicke empirisch auf den für einen optimalen Abscheidungsgrad
geeigneten Wert regeln. 17, 18 bezeichnen Mittel zum Führen der Schlagstange. Die Schlagstange, die
von einem zugeordneten Schlaghammer während jeder Umdrehung desselben einmal durch Anschlag betätigt
wird, ruht auf den beiden äußersten Flacheisen 13 der Elektrodenreihe. Diese Flacheisen sind mit Splinten 13a
versehen, die die Schlagstange während inrer Bewegungen in Längsrichtung der Abscheideelektroden tragen.
19 bezeichnet eine sogenannte Staubtasche, in der abgeschiedener Staub gesammelt und von dort mittels
einer in F i g. 1 nicht gezeigten Förderschnecke wegtransportiert wird.
Beim Montieren werden die Abscheideelektroden 5 eine nach der anderen und Reihe für Reihe in gerader
Richtung gehoben, und zwar so hoch, daß die Öffnung Tb im oberen Ende Ta der Aufhängelaschen 7 oberhalb
der Rinnenwand 6c des Tragbalkens 6 liegt. Der Zapfen 8 wird dann in die Öffnung Tb eingeführt und bei dem
abschließenden Absenken der Elektrode 5 von den Rinnenwänden 6c und 6c/ des Tragbalkens 6 verriegelt.
Durch die mechanisch einfache und herstellungsmäßig billige Vorrichtung werden mehrere Funktionen
erfüllt. Der Schlitz 6b für die Aufhängelaschen 6 hält die Abscheideelektroden 5 genau auf ihrem vorgegebenen
Platz in Längsrichtung des Gasreinigers. Die entsprechenden Schlitze 15 für die Führungseisen 11 führen die
Abscheideelektroden in Querrichtung des Gasreinigers. Auch im Bereich des unteren Endes der Abscheideelektroden
bewirkt diese Ausführung mit dem Flacheisen 13 bzw. dem Führungseisen 14, daß während des Schiagens
eine vollkommene Führung vorhanden ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung bietet ferner den Vorteil, daß sie eine bessere und vollständigere
Ausnutzung des Volumens des Gasreinigers ermöglicht, da die Rahmenteile der Emissionselektroden 20 höher
angeordnet werden können. Die abgerundeten Kanten an der Bodenwand 6a des Tragbalkens 6 vermindern
nämlich die Gefahr von Überschlägen zwischen der Oberkante der Abscheideelektroden 5 und den Rahmenteilen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Halterung von Abscheideelektroden in elektrischen Gasreinigern mit horizontaler
Gasdurchströmung, mit an den Elektroden befestigten Aufhängelaschen, deren oberes Ende eine
öffnung für einen Zapfen aufweist, über den die
Elektroden an einem Tragbalken aufhängbar sind sowie mit einer Einrichtung zum Reinigen der
Elektroden mittels Schlag, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragbalken (6) rinnenförmig
(G) ausgebildet ist, wobei eine der beiden vertikalen Rinnenwände (6c, %d) eine erheblich geringere Höhe
aufweist als die andere Rinnenwand und die die vertikalen Rinnenwände verbindende Bodenwand
(6a) mit Schlitzen (6b) ausgestattet ist, durch die die
Aufhängelaschen (7) hindurchragen, und defl die Länge des Zapfens (8) etwas geringer ist als der
lichte Abstand der vertikalen Rinnenwände.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß flache Führungseisen (11 bzw. 14)
vorgesehen sind, die vorzugsweise neben den vertikalen Kantenlinien (10) im Bereich des oberen
bzw. unteren Endes der Abscheideelektroden (5) befestigt sind, und daß für die flachen Führungseisen
im Tragbalken (6) und in der Schlagstange sich in Längsrichtung der Abscheideelektroden (5) erstrekkende Schlitze (15 bzw. 16) angeordnet sind.
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