DE2220249A1 - 3-Halogenindazole und ihre Verwendung als Herbizide, Fungizide und Bakterizide - Google Patents

3-Halogenindazole und ihre Verwendung als Herbizide, Fungizide und Bakterizide

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DE2220249A1
DE2220249A1 DE19722220249 DE2220249A DE2220249A1 DE 2220249 A1 DE2220249 A1 DE 2220249A1 DE 19722220249 DE19722220249 DE 19722220249 DE 2220249 A DE2220249 A DE 2220249A DE 2220249 A1 DE2220249 A1 DE 2220249A1
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chloroindazole
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Pasquale Paul Woodside N.Y. Minieri (V.StA.)
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Tenneco Chemicals Inc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/54Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D231/56Benzopyrazoles; Hydrogenated benzopyrazoles

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

11 3-Halogenindazole und ihre Verwendung als Herbizide, Fungizide und Bakterizide "
Priorität: 10. Mai 1971, V.St.A., Nr. 141 999
Die Erfindung betrifft neue 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel I
(D
in der X die Gruppe -(CH2)n-(f -Y1, -SCY3 oder -CH2-Z bedeutet, , Y ein Halogenatom, Y1 ein niederer Halogenalkyl- oder Halogen-
phenylrest, Z ein Halogenatom, die Gruppe -SCN, -CH9OH,
0 r
-CH2Y, -0-C' -NHR, -NRNR2- oder -N=(CH2)m und R ein Wasserstoffatom oder ein niederer Alkylrest ist, m eine ganze Zahl mit einem Wert von 4 bis 8 und η den Wert 0 oder 1 bedeutet, und ihre Verwendung als Herbizide, Fungizide und Bakterizide.
Besonders v/irksame Pestizide sind diejenigen Verbindungen der allgemeinen Formel I, in denen Y ein Chloratom bedeutet. Spezielle Beispiele für diese bevorzugten Verbindungen sind
209848/1226
ORIGINAL INSPECTED
1 1 Xi
N -Trichlormethylmercaptomethyl-S-chlorindazol, N -(p-Chlor-
benzoyl)-3-chlorindazoi, N -(2,6-Dichlorbenzoyl)-3-chlorindazol, N1-(2,3,6-Trichlorbenzoyl)-3-chlorindazol, N1-(2-Hydroxy-
äthyl)-3-chlorindazol, N -Chlormethyl-3-chlorindazol,
1 1
N -Thiocyanatoraethyl-3-chlorindazol, N -Chloracetyl-3-chlorindazol, N -Chloracetoxymethyl~3-chlorindazol, 1-(3-Chlorindazolyl-N -methyl)-2,2-dimethylhydrazin, N-(3-Chlorindazolyl~ N -methyl)-hexamethylenimin und (3-Chlorindazolyl-N -methyl)-N-methylcarbamat.
Die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel T können nach üblichen Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise kann man das entsprechende substituierte Indazol mit einer Verbindung
1 unter Erhitzen umsetzen, die das entsprechende M -substituierte 3-Halogenindazol liefert. So kann 3-Chlorindazol mit Trichlormethylsulfenylchlorid unter Erhitzen zum N -Trichlormethylmercapto-3-chlorindazol und das N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol unter Erhitzen mit 1,1-Dimethylhydrazin zum 1-(3-Chlorindazolyl~ N -methyl)-2,2-dimethylhydrazin umgesetzt werden. Die Umsetzungen werden vorzugsv/eise in einem Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, ' Aceton, Pyridin, Chloroform, Äthanol oder Äthylendichlorid, bei der Rückflußtemperatur des Reaktionsgemisches durchgeführt.
Die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formol I körmen gegenüber den verschiedensten Pilzen, Bakterien und Pflanzen, zur Unterdrückung oder Hemmung Ihres Wachstums eingesetzt werden.
Vorzugsv/eise werden die 3-Halogenindazole der allgemeinen Forme.·! I zur Herstellung von Anstrichmitteln .auf Lösungsmittel- oder Wasserbasis verwendet, um diesen Beständigkeit gegen Befall von
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Pilzen und Bakterien zu verleihen. Diese Verbindungen sind besonders wertvoll als Biozide in Anstrichmitteln, die als harzartiges Bindemittel entweder ein Ölharz oder ein wasserunlösliches synthetisches lineares Additionspolymerisat enthalten.
Beispiele für Anstrichmittel, denen die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel I als Biozide einverleibt werden können, sind Anstrichmittel auf Basis organischer Lösungsmittel, die ölharzartige Bindemittel als trocknende Öle enthalten, wie Leinöl, Tungöl, Soyabohnenöl, dehydratisiertes Castoröl, Safloröl oder Fischöl, verdickte trocknende Öle, Gemische aus trocknenden Ölen oder verdickten trocknenden Ölen mit einer Harzkomponente, wie gekalktem Colophoniura, Esterharze, Phenolharze, Ölharzlacke, die durch Erhitzen der vorgenannten Harze' mit trocknenden Ölen oder verdickten trocknenden Ölen hergestellt worden sind, sowie Alkydharze.
Die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel I können auch als Biozide in wäßrigen Dispersionen verwendet werden, die etwa 10 bis 60 Gewichtsprozent eines wasserunlöslichen harzartigen Bindemittels enthalten.'Dieses Bindemittel kann ein ölharzartiges Bindemittel der vorgenannten Art und bzw. oder ein synthetisches lineares Additionspolymerisat sein. Die wäßrigen Dispersionen dor synthetischen linearen Additionspolymerisate werden gewöhnlich durch Emulsionspolymerisation von olefinisch ungesättigten Verbindungen, insbesondere monoolefinisch ungesättigten Verbindungen hergestellt. Es können in gewissem Ausmaß jedoch auch Butadien, Chlorbutadien und Isopren zu diesem Zweck verwendet werden. Spezielle Beispiele für synthetische lineare Additionnpolymerisate, die als harzartige Bindemittel
209 84 8/1226
in den Anstrichmitteln auf Basis wäßriger Dispersionen verwendet werden können, sind Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral Polyvinylchlorid, Copolymerisate aus Vinylchlorid und Vinylacetat, Vinylidenchlorid, Acrylnitril, Methacrylsäure und Methacrylsäureestern, Acrylsäure und Acrylsäureestern, Polyäthylen, Polyisobutylen, Polystyrol, Copolymerisate von Styrol mit Butadien, Acrylsäureestern, Methacrylsäureestern oder Maleinsäureanhydrid.
Die Anstrichmittel müssen nur eine geringe Menge eines 3-HaIo-genindazols der allgemeinen Formel I enthalten. Bereits 0,10 Gewichtsprozent eines oder mehrerer dieser Verbindungen, bezogen auf das Gewicht des Anstrichmittels, erhöhen ihre Beständigkeit gegen den Angriff von Mikroorganismen beträchtlich. Es können drei oder mehr Prozent verwendet werden, doch wird dadurch im allgemeinen keine weitere Verbesserung in den Eigenschaften der Anstrichmittel erzielt. In -den meisten Fällen werden die 3-Halogenindazole in einer Menge von etwa 1 bis 2 Prozent, bezogen auf das Gewicht des Anstrichmittels, verwendet.
Die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel I können auch als Fungizide in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Zu diesem Zweck können sie auf die Pflanzen oder auf den Boden aufgebracht werden, in welchem die Pflanzen wachsen, um die verschiedensten pflanzenpathogenen Pilze ohne Schädigung der Pflanzen zu bekämpfen. Ferner können die 3-Halogenindazole der allgemeinen Formel I als selektive Nachauflauf-Herbizide verwendet werden.
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Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
A) Ein Gemisch aus 45 g (0,296 Mol) 3-Chlorindazol, 11,1 g (0,369 Mol) Paraformaldehyd, 200 ml Äthanol und 2,3 ml 5prozentiger Natronlauge wird etwa 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt, sodann abgekühlt und filtriert. Das als Feststoff erhaltene N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol'wird mit Wasser gewaschen und getrocknet.
B) Ein Gemisch aus 36 g (0,2 Mol) N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol, 19 ml (0,25 Mol) Thionylchlorid und 250 ml Athylendichlorid wird 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt und sodann auf Raumtemperatur abgekühlt. Danach wird das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck auf einem Wasserbad erhitzt und das Athylendichlorid abdestilliert. Der Rückstand wird mit 250 ml Benzol versetzt und die erhaltene Lösung auf einem Viasserbad unter vermindertem Druck erhitzt, um das Lösungsmittel abzutrennen. Die Zugabe von Benzol und seine Abtrennung durch Erhitzen unter vermindertem Druck wird wiederholt, bis das Gewicht des Rückstandes konstant bleibt. Es werden 39,5 g N -Chlormethyl-3-chlorindazol vom F. 74 bis 82 C erhalten.
Beispiel- 2
Ein Gemisch aus 20,1 g (0,1 Mol) N1-Chlormethyl-3-chlorindazol, 9,7 g (0,1 Mol) Kaliumthiocyanat und 200 ml Aceton werden 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt, sodann auf Raumtemperatur abgekühlt und 16 bis 18 Stunden stehengelassen. Nach dem Filtrieren wird das Filtrat zur Abtrennung des Acetons eingedampft. Der beim Stehen auskristallisierende Rückstand wird
209848/1226
~ 6 ·■
in 100 ml Äthylacetat gelöst, die Lösung mit 25 ml Wasser gewaschen und anschließend zur Abtrennung des Lösungsmittels erhitzt. Es v/erden 20,3 g N -Thiocyanatomethyl-3-chlorindazol vom F. 40 bis 530C erhalten.
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 18,1 g (0,1 Mol) N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol, 1 ml.Triäthylamin und 150 ml Tetrahydrofuran wird mit 6*4- g (0,133 Mol) Methylisocyanat innerhalb 10 Minuten versetzt. Während dieser Zeit steigt die Temperatur von 22 auf 26 C. Danach wird das Reaktionsgemisch innerhalb 20 Minuten bis zur Rückflußtemperatur erhitzt und bei dieser Temperatur 75 Minuten gehalten. Sodann wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Hierauf wird das Gemisch in einem Eisbad abgekühlt und filtriert. Das Produkt wird bei 60°C unter vermindertem Druck getrocknet. Ausbeute 15,6 g (3-Chlorindazolyl-N -methyl)-N-methylcarbamat vom F. 161 bis 167°C. ('
Beispiel 4
200 ml durch azeotrope Destillation entwässertes Toluol werden unter Rühren mit 18,3 g (0,1 Mol) N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol sowie 6,6 g (0,11 Mol) 99prozentigem 1,.1-Dimethylhydra ζ in versetzt. Das Gemisch wird unter Rückfluß erhitzt, bis 1,8 ml Wasser aufgefangen worden sind. Danach wird das Gemisch weitere 30 Minuten erhitzt und anschließend 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen, hierauf in einem Eisbad abgekühlt und filtriert. Das Prodiakt wird bei 500C unter vermindertem Druck getrocknet. 'Ausbeute 9,9 g 1-(3-Chlor~ indazolyl-N -methyl)-2,2~dimethylhydrazin vom F. 145 bis
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15O0C.
Das Filtrat wird unter vermindertem Druck' auf einem Wasserbad zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird aus 35 ml Toluol umkristallisiert und "bei 50°C unter vermindertem Druck getrocknet. Es werden weitere 4,0 g Produkt vom F. 145 "bis 1500C erhalten.
Beispiel 5 '
Gemäß Beispiel 4 werden 18,3 g (0,1 Mol) N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol mit 10 g (0,1 Mol) Hexamethylenimin umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird unter vermindertem Lmck auf einem Wasserbad erhitzt, bis das Gewicht konstant bleibt. Ausbeute 27,7 g N-(3-Chlorindazolyl-N1-methyl)-hexamethylenimin. Das Produkt enthält 63,35 Prozent Kohlenstoff, 6,51 Prozent Viasserstoff und 15,62 Prozent Stickstoff (ber.: C 65,2 Prozent; H 6,52 Prozent; N 15,23 Prozent).
•Beispiel 6
Ein Gemisch aus 18,2 g (0,1 Mol) N -Hydroxymethyl-3-chlorindazol, 11,1 g (0,11 Mol) Triäthylamin und 200 ml Benzol wird tropfenweise mit einer Lösung von 12,4 g (0,11 Mol) Chioracetylchlorid in 25 ml Benzol versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 75 Minuten bei Raumtemperatur stehengelassen und anschließend 5 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Danach wird das Gemisch auf Raumtemperatur und hierauf in einem Eisbad abgekühlt. Nach der Filtration wird das Filtrat mit zwei Portionen von jeweils 100 ml V/asser gewaschen. Nach dem Trocknen unter vermindertem Druck auf einem Viasserbad werden 23,2 g N -Chloracetoxymethyl-3-chlorindazol erhalten, das /|5,A1 Prozent Kohlenstoff,
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3,10 Prozent Wasserstoff und 10,71 Prozent Stickstoff enthält (ber.: C 46,2 Prozent; H 3,09 Prozent; N 10,76 Prozent).
Beispiel 7 /
Ein Gemisch aus 18,1 g (0,1 Mol) 3-Chlorindazol, 7,9 g (0,127 Mol) Äthylencarbonat und 0,11 g wasserfreiem Kaliumcarbonat wird 5 Stunden auf 140 bis 1500C erhitzt und anschließend 16 bis 18 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Danach hat sich das Reaktionsgemisch verfestigt und wird mit 40 ml Benzol aufgekocht, bis alles in Lösung gegangen ist. Die Lösung wird abgekühlt und filtriert. Nach dem Waschen und Trocknen werden 7,0 g N1-(2-Hydroxyäthyl)-3-chlorindazol vom F. 113 bis 126°C erhalten.
Beispiele
Ein Gemisch aus 28 g 3-Chlorindazol, 17,7 g Triäthylamin und 250 ml Benzol wird unter Rückfluß erhitzt und innerhalb 40 Minuten mit 34,4 g Trichlormethahsulfenylchlorid versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 2 1/2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, sodann auf Raumtemperatur abgekühlt und filtriert. Das FiItrat wird mit zwei Portionen von jeweils 100 ml Wasser gewaschen und anschließend zur Abtrennung des Benzols erhitzt. Es wird das N -Trichlormethylmercapto-3-chlorindar',ol als Flüssigkeit erhalten. Die Verbindung enthält 33,0 Prozent Kohlenstoff, 1,48 Prozent Wasserstoff und 9,56 Prozent Stickstoff (ber.: C 31,7 Prozent; H 1,32 Prozent; N 9,22 Prozent).
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Beispiel 9
Ein Gemisch aus 15,3 g (0,1 Mol) 3-Chlorindazol, 15,2 ml (q,11 Mol) Triäthylamin und 150 ml Chloroform wird unter Rückfluß erhitzt und innerhalb.30 Minuten mit einer Lösung von 21,6 g (0,1 Mol) 3,4-Dichlorbenzoylchlorid in 25 ml. Chloroform Versetzt. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, sodann auf Raumtemperatur abgekühlt und etwa 60 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen. Danach wird das Gemisch in einem Eisbad abgekühlt. Die ausgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert und an der Luft getrocknet. Ausbeute 18,5 g N -(3,4-Dichlorbenzoyl;-3-chlorindazol vom F. 144 bis 146°C.
Die Mutterlauge wird zweimal, mit Wasser gewaschen und dann zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird aus Benzol umkristallisiert. Es werden weitere 6,8 g Rohprodukt erhalten. Dieses Produkt wird mit 5prozentiger wäßriger Natriumcarbonatlösung verrührt. Das Produkt wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Es werden 5,8 g Produkt vom F. 142,5 bis 145°C erhalten. Dieses Produkt wird mit der ersten.Kristallmenge vereinigt, und das Gemisch wird aui? Äthylacetat umkristal- ' lisiert. Das gereinigte N ~(3,4-Dichlorbenzoyl)-3-chlorindazol schmilzt bei 144 bis 145°C
Beispiel 10 v
Ein Gemisch aus 8,53 g (0,05 Mol) 3-Chlorindazol, 8 ml (0,05 Mol) Triäthylamin und 100 ml Benzol wird unter Rückfluß erhitzt und innerhalb 10 Minuten mit 4,5 ml (0,058 Mol) Chloracetylchlorid versetzt. Danach wird das Reaktionsgeraisch 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt und anschließend heiß filtriert. Das
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Filtrat wird unter vermindertem Druck bei 500C eingedampft. Nach dem Abkühlen wird der feste Rückstand in 200 ml Benzol gelöst und die Lösung zunächst mit Wasser und anschließend mit Tetrachlorkohlenstoff gewaschen. Nach dem Abdestillieren des
Benzols werden 12 g N -Chloracetyl-3-chlorindazol vom F. 74,0
bis 84,50C erhalten.
■ B e i s ρ i e 1 · 11"
A) Eine Emulsionsanstrichfarbe auf der Basis von Polyvinylacetat wird aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Gew.-Teile
Wasser 28.0
Kaiiumpyrophosphat 3
Calciummetasilikat 135
Titandioxid (Rutil) 220
2prozentige wäßrige Lösung von
Methylcellulose
200
Diäthylenglykoldiäthyläther 37
55prozentige wäßrige Lösung von Poly
vinylacetat
350
Proben dieser Anstrichfarbe werden entweder mit'2 Gewichtsprozent einer der Verbindungen der Erfindung oder mit 2 Gewichtsprozent eines bekannten Biozids zum Vergleich versetzt.
B) Eine Anstrichfarbe auf der Basis eines Polyacrylsäureharzes wird aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
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Gew.-teile
Wasser 250
Acrylsäureharz (100 Prozent Feststoffe; 385
Acryloid B-66)
Äthylenglykolmonoäthyläther 259
Titandioxid (Rutil) -143
Aluminiumsilikat - - .- 45
Magnesiumsilikat 98
Proben dieser Anstrichfarbe werden entweder mit 2 Gewichtsprozent einer der Verbindungen der Erfindung oder mit 2 Gewichtsprozent eines bekannten Biozids zum Vergleich versetzt. ·
C) Eine Außenanstrichfarbe wird aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Gew.-Teile
Basisches Bleicarbonat 288
Zinkoxid 232 Titandioxid (Rutil) · 149
Talcum 260
Leinöl . 242
verdicktes Leinöl 114
Testbenzin 114 Antihautmittel (Exkin 2) 2
Mangannaphthenat (6 Prozent) 2,27
Bleinaphthenat (24 Prozent) 11,3
Proben dieser Anstrichfarbe werden mit 2 Gewichtsprozent einer der Verbindungen der Erfindung oder mit einem bekannten Biozid als Vergleich versetzt.
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Beispiel 12
Proben der in Beispiel 11 hergestellten Anstrichfarben (A), (B) und (C) werden nach folgender Methode untersucht: / Proben von Abziehpapier werden in die Anstrichfarbe eingetaucht, 24 Stunden getrocknet und nochmals in die Anstrichfarbe getaucht. Nach einer 24stündigen Trocknungsperiode werden die beschichteten Papierproben in Quadrate mit der Kantenlänge 31,7 mm zerschnitten. Diese beschichteten Papierproben werden dann auf eine mit Malz und mycophilen Agar gefüllte Platte gelegt, die mit 1 ml einer Suspension des Testorganismus beimpft worden war. Die Versuche werden dreifach durchgeführt. Die Platten werden bei 28°C inkubiert und wöchentlich beobachtet. Das Wachstum wird nach folgender Skala bestimmt und die Ergebnisse der drei Parallelversuche werden gemittelt. In der folgenden Tabelle bedeuten
ZO - Hemmzone in mm
0 - keine Hemmzone
Tr - Spur einer Hemmzone
- nicht geprüft
- Bacillus subtilis Aerobacter aerogenes
- Pseudomonas aeruginosa
- Pullularia pullulans Penicillium crus'bosum
- Aspergillus niger
Die untersuchten Verbindungen und die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt:
Bakterien A
B
C
Pilze D
E
F
209848/1226
Te stve rb indung
P Tabelle I A biozide Aktivität C D 13 - F N)
N)
N)
O
Anstrich Geruch der ZO-2
Tr
Bakterien 0
Tr
0 0
farbe . Anstrich zo-5
ZO-3
B 0
0.
ZO-1
ZO-1
ZO-2
Pilze ZO-3
Tr
ZO-1
7,1
5,0
farbe Tr
0
Mf «Mft
0
Tr
ο .
0
• 0
0
0
' E ZO-7
0
0
B
A
C
8,2
7,2
gering 0
0
0
0
. Ό
0
.ZO-2
Tr ,
ZO-4
0 Tr t
ZO-2
B
A
C
9,3
7,4
stark
mäßig
gering
ZO-3
ZO-6
0
0
ZO-2
ZO-3
ZO-2
Tr
ZO-4
ZO-4
ZO-3
ZO-4
ZO-1
ZO-2
ZO-2
B
A- '
C
kein
kein
kein
ZO-3
ZO-1
0
0
•0
0
Tr
Tr
ZO-3
0
0
0
0
Tr
ZO-2
B
A
C
9,3
8,4
mäßig
mäßig
kein
0
0
ZO-1
ZO-5
0
0
0
Tr
ZO-3
ZO-7
ZO-5
ZO-5
0
■ 0
ZO-3
B
A
C
7,2
7,2
7,2
kein
gering
gering
0
ZO-1
. 0
. ο
«MM
0
0
ZO-3
ZO-3
ZO-2
ZO-3
ZO-6
ZO-5
ZO-3
ZO-3
ZO-3
B
A
C
8,9
7,3
mäßig
kein
keia
0
0
ZO-3
ZO-5
ZO-5
B
A
C.
7,2
6,5
kein .
gering
kein
0
0
0
0
ZO-6
. B
A
C
kein
kein
kein
ZO-2
ZO-2
ZO-2
Verbindung von Beisp.- 1 Verbindung von Belsp. 2
κ» Verbindung von Beisp. 3
**· Verbindung von Beisp. 4
Verbindung von Beisp« 5 Verbindung von Beisp. 6 Verbindung von Beisp. 7 Verbindung von Beisp. S
'Vergleichsverbindungen
Tabelle An Pu strich
farbe
8,4
9,2
7,3
I - Fortsetzung A - D 14 ^ F
B
A
C
B
A
C
Geruch ZO-9
ZO-10
ZO-8
ZO-8
biozide Aktivität ZO-9
ZO-17
ZO-8
ZO-13
ZO-13
ZO-12
ZO-10
ZO-13
ZO-10
ZO-6
ZO-6 ·
ZO-9
der An
strich
farbe '
Bakterien Pilze
kein
kein
kein
kein
kein
kein ·
B C • E
— ZO-6
ZO-2 ZO-7
0 0
P °
ZO-1
ZO-6
ZO-42.
ZO-7
ZO-10
ZO-10
Bis-(phenylmercuri) · dodecenylsuccinat ■ (Super Ad-it)
2,3,5,6-Tetrachlor-4-(methylsulfonyl)-pyridin (Dow 1013)
κ> κ> cn
Beispiel 13
N -Trichlormethylmercapto-3-chlorindazol wird als Nachauflauf-HerMzid untersucht, indem man die Sämlinge verschiedener Pflanzen mit einer wäßrigen Lösung spritzt, die 1000 ppm der zu untersuchenden Verbindung enthält. Die .Ergebnisse werden nach 43 Tagen festgestellt. In Tabelle II sind die Ergebnisse zusammengestellt. Die Zahlen haben folgende Bedeutung: 1 = keine Schädigung der Pflanzen, 2 geringe Schädigung, 3 mäßige Schädigung, 4 schwere Schädigung und 5 Abtötung.
Tabelle II
Wirkung von N -Trichlormethylmercapto-S-chlorindazol als
Nachauflauf-Herbizid
_Herbizide Aktivität
Dosis, kg/ha Klee Soyabohnen Zuckerrüben Baumwolle Mais
Hafer .
Senf Purpurwinde Buchweizen Ryegras Fingerhirse Fuchsschwanz
22,4 11,2 5,6
4 '3 2 -
3 2 2
4 4 3
2 2 2
2 2 2
VJl 2 1
5 3 1
2 2 1
5. 3 2
4 x 3 1
5 2 1
3 2 2
209848/1226
Beispiel 14 .
Sterilisierte Gartenerde wird mit den in Tabelle III aufgeführten Pilzen infiziert. Die infizierte Gartenerde wird in 125 ml fassende Behälter abgefüllt, und mit 30 ml einer wäßrigen Lösung von N -Trichlormethylmercapto-3-chlorindazol gegossen. Nach 2tägigem Inkubieren bei 21°C wird das Mycelwachstum an der Oberfläche der Gartenerde bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt. 1 bedeutet keine Wachst tumshemmung, 2 bedeutet etwa 25prozentige Wachstumshemmung, 3 bedeutet etwa 50prozentige Wachstumshemmung, 4 bedeutet etwa 90prozentige Wachstumshemmung und 5 bedeutet lOOprozentige Wachstumshemmung.
Tabelle III
Wirkung von N -Trichlormethylmercapto-3-chlorindazol als Bodenfungizid
Dosis, kg/ha Sclerotium ' Pythium - Rhizoctonia Pusarium rolfsii SJ3; sblani oxysporum
336 5 " 5 4 5
168 4 1 4 3
84 2 ■ 1 1 1
20984·/122S
ORIGINAL INSPECTED

Claims (1)

  1. in der X die Gruppe .-CpHg)11-C -Y*f -SCY^ qder -CH^-Z bedeutet, Y ein Halpgenatoin,. Y* ein niederer Halogenalkyl- oder Halogenphenylrest,. Z ein Halogenatom, die Gruppe -SCM, -CH2OH, -CH2Y, -Ö-if-KHR, -KR-KR0 Oc1^r -Ns(CH0 )m und R ein Wasserstoff atom oder ein niederer Alkylrest ist, meine ganze Zahl mit einem Wert von k bis 8 und η den Wert O oder 1 bedeutet.
    Z. .. .N -Trichlprraethylmercaptoniethyl-^-chlorindazol.
    4; ΠΝ -Chloracetöjcymethyl-S-chlorindaHol.
    5. -"■ 1 - (3-Chlorindazolyl-K -methyl)-2,2-dimethylhydrazin. 6« K-(3-Chlorindazoly1-N -methyl}-hexamethylenimin«
    7. ("5-Chiör^ndazoXyX-K -methyl )-K-methylcarbamät;
    8. N -Chlormethyl-S-chlorindazol.
    9. N - (3,4-Dichlorbenzoyl) -3-chlorir.d.azol.
    10. N -Chloracetyl-3-chlorindazol,
    11. Verwendung der 3-Halogenindazole gemäß Anspruch 1 als Herbizide, Fungizide und Bakterizide sowie in herbiziden, fungiziden und bakteriziden Mitteln.
    ORIGINAL INSPECTED
DE19722220249 1971-05-10 1972-04-25 3-Halogenindazole und ihre Verwendung als Herbizide, Fungizide und Bakterizide Pending DE2220249A1 (de)

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US14199971A 1971-05-10 1971-05-10

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