DE221981C - - Google Patents

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DE221981C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/06Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in pot furnaces
    • C03B5/08Glass-melting pots

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 221981 KLASSE 32a. GRUPPE
Abteilungen im Ober- und Unterhafen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1908 ab.
Die Erfindung betrifft einen Glasschmelzhafen mit je mehreren im Sinne der Glasbewegung hintereinandergeschalteten Abteilungen im Ober- und Unterhafen. und bezweckt eine raschere Bewegung des Glases durch den Hafen hindurch unbeschadet seiner Lauterkeit und Gleichmäßigkeit, also raschere Fertigstellung des Glases, als bei den bekannten Häfen möglich. Bisher wurde der Oberhafen lediglich
ίο duch eine Querwand in einen Frischgutraum und einen Sammelraum getrennt. Bei dieser Anordnung kann aber das geschmolzene Gut nicht rasch genug vom Frischgutraum in den Sammelraum übertreten. Bisher hatte außerdem der Unterhafen vor dem Arbeitsraum (Entnahmeraum) keinen mit besonderem Feuerzutritt versehenen Vorraum, sondern die Glasschmelze trat unmittelbar von dem Läuterungsraum in den Entnahmeraum, wodurch häufig noch nicht genügend flüssige Schmelze in den Arbeitsraum kam und eine ungleichmäßige Zähigkeit des zur Verarbeitung kommenden Glases bewirkte, was zu häufiger Rückgabe der Glasschmelze in den Hafen führte. Die bisherigen Versuche zur Erzielung einer hinreichenden Gleichmäßigkeit des zur Entnahme gelangenden Glases bestanden lediglich darin, den Entnahmeraum des Unterhafens durch eine Wand in zwei von außerhalb des Ofens zugängliche Abteilungen zu teilen, von denen die eine den eigentlichen Entnahmeraum darstellte, während die andere zur Aufnahme des zäh gewordenen, nicht zur Verarbeitung gelangten Glases diente.
Gemäß vorliegender Erfindung ist nun der den Glassatz aufnehmende Raum des Oberhafens auf mehreren Seiten von dem Sammelraum umgeben und mit diesem verbunden. Da dergestalt die Ausdehnung der Trennungswand zwischen den beiden Räumen vermehrt ist, können auch die Durchlässe vermehrt werden, so daß die Schmelze sehr rasch aus dem Frischgutraum in den Sammelraum übertreten kann, zumal die Wege zu den Durchlässen der umfassenden Trennungswand kürzer sind als bei einer Querwand. Außerdem besitzt gemäß vorliegender Erfindung der Unterhafen mehrere hintereinandergeschaltete Abteilungen, von denen nur eine als Entnahmeraum dient, und von denen die mittleren, die von außerhalb des Ofens nicht zugänglich sind, mit besonderen Feuerlöchern versehen sind, durch welche die Ofenhitze eintreten kann. Hierdurch wird eine äußerst gleichmäßige Zähigkeit des aus den mittleren Räumen in den Entnahmeraum übertretenden Glases erzielt.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen wagerechten Schnitt durch den Hafen nach Linie I-I der Fig. 3.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt durch den Oberhafen nach Linie IT-II der Fig. 3, und
Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Hafen nach Linie III-III der Fig. 1.
Der Oberhafen 1 besteht aus dem zur Aufnähme des Frischgutes dienenden Raum 2 und dem Sammelraum 3, der bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel den Raum 2
auf drei Seiten umgibt und mit diesem auch auf drei Seiten durch Öffnungen 4 verbunden ist.
Der Boden des Raumes 3 ist, wie die strichpunktierte Linie in Fig. 3 zeigt, in bekannter Weise gegen die Ausflußöffnungen 5 geneigt, von denen mehrere vorhanden sind. Letzteres ist besonders wichtig, weil es nur dadurch möglich ist, ein rasches Abfließen der Schmelze nach dem Unterhafen zu bewirken. Der Unterhafen besteht aus dem offenen Läuterungsraum 7, der durch eine oder mehrere öffnungen 8 mit einem Vorraum 9 verbunden ist, der eine oder mehrere selbständige Feuer-Zutrittsöffnungen 10 hat. Von dem Vorraum führen eine oder mehrere öffnungen 11 in den Entnahmeraum 12. Statt daß nur ein Vorraum 9 vorgesehen ist, können auch mehrere derartige Vorräume zwischen dem Läuterungsraum 7 und dem Entnahmeraum 12 liegen.
Es ist ersichtlich, daß die im Raum 2 sich
bildende Schmelze rasch und ohne Stauungen durch die öffnungen 4 in den Sammelraum 3
. übertreten kann und von diesem infolge des geneigten Bodens unverzüglich dem Läuterungsraum 7 zugeführt wird. Der Vorraum 9 ■ hat den besonderen Zweck, eine möglichst gleichmäßige Zähigkeit für das in den Entnahmeraum 12 übertretende Glas zu schaffen.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Glasschmelzhafen mit je mehreren im Sinne der Glasbewegung hintereinandergeschalteten Abteilungen im Ober- und Unterhafen, .dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelraum. (3) des Oberhafens den zur Aufnahme des Glassatzes dienenden Raum
(2) auf zwei oder mehreren Seiten umfaßt, so daß entsprechend der vermehrten Ausdehnung der Trennungswand die diese beiden Räume (2, 3) verbindenden Durchlässe (4) vermehrt werden können.
2. Glasschmelzhafen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterhafen drei oder mehrere hintereinandergeschaltete Abteilungen besitzt, von derlen nur eine (12) als Entnahmeraum dient, und von denen die mittleren (9) mit besonderen Feuerlöchern (10) versehen sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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