DE221940C - Schaltungsweise fuer den betrieb von bogenlampen - Google Patents

Schaltungsweise fuer den betrieb von bogenlampen

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DE221940C
DE221940C DE1909221940D DE221940DA DE221940C DE 221940 C DE221940 C DE 221940C DE 1909221940 D DE1909221940 D DE 1909221940D DE 221940D A DE221940D A DE 221940DA DE 221940 C DE221940 C DE 221940C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0042Mounting; Connecting
    • H05B31/0048Mounting; Connecting of plural lamps

Landscapes

  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JKl 221940.-' KLASSE 21/. GRUPPE
ARTHUR HEIMANN und WALTER SCHÄFFER
in BERLIN.
Schaltungsweise für den Betrieb von Bogenlampen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1909 ab.
Wenn man den Vorschaltwiderstand von Bogenlampen ganz oder teilweise durch Glühlampen ersetzen will, um — was namentlich für die modernen Ladenbeleuchtungen von Wichtigkeit wäre — die Energievergeudung zu vermeiden, die beispielsweise bei der Ein-■ schaltung von zwei Bogenlampen hintereinander oder gar bei der Einzelschaltung von einer Bogenlampe in no Volt-Netzen im Vorschaltwiderstand entsteht, so muß dafür Vorsorge getroffen werden, daß einerseits den Bogenlampen diejenigen Strom- und Spannungsschwankungen ungehindert zugeführt werden, die zur Einleitung und Vollendung der Regulierung notwendig sind, und daß andererseits die Glühlampen vor der Einwirkung der Energieschwankungen geschützt werden.
Für den letzteren. Zweck bietet sich das bekannte Mittel, den Glühlampen einen Widerstand vorzuschalten, dessen Größe selbsttätig mit der Stromstärke sich ändert (Variatoren, Eisendrahtwiderstände). Es geht aber nicht an, diese Variatoren nun zusammen mit den Glühlampen den Bogenlampen einfach vorzuschalten, weil alsdann die letzteren der Einwirkung der Stromschwankungen entzogen werden würden, die für die Regulierung notwendig sind. .
Nach der Erfindung soll daher die Aufgabe in der Weise gelöst werden, daß für die Zuführung der zur Regulierung erforderlichen Stromänderungen zu den Bogenlampen eine besondere Anordnung getroffen wird. Diese besteht in der Vorschaltung einer Polarisationsoder Akkumulatorenbatterie, in Parallelschal- tung mit einem die Variatoren Und Glühlampen enthaltenden Stromkreise, vor die Bogenlampen. Durch diese Batterie fließt bei normalem Brennen der Lampen kein bzw. nur sehr geringer Strom. Treten jedoch beim Regulieren der Bogenlampen Stöße auf, so finden die entsprechenden Stromänderungen im Batteriekreise statt und fließen durch diesen zu den Bogenlampen, ohne die Glühlampen zu zu beeinflussen.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsarten dargestellt. In Fig. ι sind α und e die Klemmen eines Leitungsnetzes; b ist eine Polarisationsbatterie; c und d sind Bogenlampen, f ein Glühlampen-Stromkreis, g ein Eisendrahtwiderstand oder sogenannter Variator. Es ist ersichtlich, daß die Batterie- und die Bogenlampen- in Hintereinanderschaltung liegen, und daß der Glühlampenstromkreis unter Vorschaltung des Variators an den Klemmen der Batterie liegt. Beträgt z. B. die vorhandene Klemmenspannung 110 Volt und gebrauchen die Bogenlampen je 40 Volt, so verwendet man eine Batterie, die eine gegenelektromotorische Kraft von 30 Volt hat, also z. B. 8 bis 12 Zellen, bestehend aus Bleiplatten in verdünnter Schwefelsäure.
Ist der innere Widerstand ein genügend kleiner, so ergibt sich, daß die Spannung an den Klemmen der Batterie einerseits ein gewisses Maß, das aus der höchsten erreichbaren gegenelektromotorischen Kraff, vermehrt um Strom mal innerem Widerstand, resultiert, nicht über-
steigt, und daß andererseits von diesem Höchstmaß nach unten die Polarisationszellenspannung außerordentlich labil ist. Bei auftretenden Änderungen im Lichtbogen kann nun den 5' Bogenlampen durch die Zellen ein beliebig starker Strom (bis die Netzsicherung durchbrennt) zufließen und so rapide das Einregulieren der Lampen veranlassen.
Ein Gleiches gilt für das Anlassen derselben,
ίο wobei ja naturgemäß die Bogenlampenkohlen·' einen Augenblick zusammenschlagen und demgemäß ein starker Stromdurchgang verursacht wird. Die zur Batterie parallel geschalteten Glühlampen wären hierbei natürlich nicht einem stärkeren als dem normalen Strom ausgesetzt. '
Gemäß Fig. 2 ist der Anlage ein Anlaßwiderstand h mit Schalthebel i vorgeschaltet, der ein besonders weiches Anlassen der Bogenlam-
ao pen ermöglicht. Derselbe Zweck könnte auch erreicht werden durch Einfügung eines besonderen Anlaßwiderstandes direkt vor die Bogenlampen. Die Schaltung wäre dann so zu treffen, daß beim Anlassen Polarisationsbatterie und Glühlampen nicht im Stromwege liegen.
Anstatt sämtlichen Glühlampen einen und denselben Variator vorzuschalten, kann man auch deren mehrere verwenden, die hintereinander oder parallel geschaltet oder einzeln jeder Glühlampe vorgeschaltet sind.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Schaltungsweise für den Betrieb von Bogenlampen, bei der der Vorschaltwiderstand der Bogenlampen ganz oder teilweise durch Glühlampen in Hintereinanderschaltung mit Variatoren gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,. daß . vor die Bogenlampen in Parallelschaltung mit dem Variatoren- und Glühlampenstromkreis eine Polarisationsbatterie geschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1909221940D 1909-01-14 1909-01-14 Schaltungsweise fuer den betrieb von bogenlampen Expired DE221940C (de)

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