DE2217503C3 - Hochfrequenzschwingungsrüttler - Google Patents
HochfrequenzschwingungsrüttlerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Hochfrequenz-
schwingiingsrüttler mit einer von einem druckmittelbeaiifschlagicn.
in einein Gehäuse gelagerten Freistrahlluibinenläiiler
in Umdrehung versei/ten. auf einer Welle mit dem Turbinenliiul'er in dem Gehäuse
befindlichen Unwucht und mit einem Druckmittelaustritt am Gehäuse.
Aus der US-Patentschrift 29 bO JIb ist ein Hochlrequenzschwingungsrüitler
dieser Art bekannt, bei welchem das aus einer Düse gegen die Beschaufelung des
Tiirbinenläufers gerichtete Druckmittel aus dem Gehäuse
des I lochirequenzschwingungsriittlers über aiii
Gehäusemiil'ang vorgesehene, radiale Ausiritlsöffnungen
abgeleitet wird. Als Druckmittel zum Betrieb des bekannten Gerätes wird vorzugsweise Druckluft verwendet.
Wollte man aber als Druckmittel wegen des vorteilhaften, geringeren Volumendurchsat/es und der
sich daraus ergebenden, kleineren Leitungsquerschnitte und wegen der Geräuscharmut eine Druckflüssigkeit
verwenden, so müßten besondere Druckiblaufkanäle geschaffen werden, wobei trotzdem die Gefahr
bestünde, daß sich das Gehäuse zumindest zeitweise und teilweise mit Druckflüssigkeit so weit anfüllen würde.
daß der Turbinenläufer stark abgebremst würde und die angestrebten, hohen Drehzahlen beim Betrieb mit
Druckflüssigkeit von dem bekannten Gerät nicht erreicht werden könnten.
Aus diesem Grunde hat man vermutlich bisher 1 lochfrequen/schwingungsrüttler mit Freistrahlturbinenläufer
oder auch mit anderen, läuferartigen. beweglichen Organen, wie sie etwa aus der US-Patentschrift
3193 91] bekannt sind, vorzugsweise mit Druckluft
betrieben, welche man auslaßseitig in die freie Umgebung abströmen ließ, wobei man auf die Bildung
eines Druckmittelkreislaufcs und auf die ständige Schmierung der Lagerungen durch die Druckflüssigkeit
verzichtete.
Durch die Erfindung soll demgegenüber die Aufgabe gelöst werden, einen Hochfreqtienzschwingungsrüttler
der eingangs kurz beschriebenen, allgemeinen Art so auszubilden, daß beim Betrieb mit Druckflüssigkeit als
Druckmittel bei einfachstem Aufbau sehr hohe Drehzahk
u erreicht werden können und Planschverluste des
!•'reistrahlturbinenlätifers während sämtlicher Betriebsph.isen
sermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Druckmiitclaustritt als Druckflüssigkeitsablauf
dient, dem ein S>stern zum Absaugen der zum Betrieb
iles Tiirbinenläufers verwendeten Flüssigkeit nachgeschaliet
ist und daß das Gehäuse einen Entlüfterstutzen
aufweist. .
Bs hat sich gezeigt, daß beim Betrieb von Hoehlrequcnzschwingungsrüiilcrn
der eingangs beschrir-benen Art mil Druckflüssigkeit die Vorteile der Freistrahhurbinenbauart,
nämlich hohe Drehzahlen, einfacher Aufbau, geringer Wartungsaufwaiid sowie rasches
Hochlaufen und Abbremsen, bisher nich' ausgenützt werden konnten, da man in einem das Rüttlergehause
enthaltenden, geschlossenen Flüssigkeiiskreislaul das
ίο Gehäuse zum Schutz der Einrichtung und um einen
freien Flüssigkeitsstrahl auf den Läufer hin zu ermöglichen, vor Inbetriebnahme evakuieren mußte.
wobei eine beträchtliche Leistung für die Pumpen und ein großer Steuerungsaufwand zu erwarten waren.
Auch während des Betriebes ist es bei Hochfrequenzschwingungsrüttlern der eingangs beschriebenen An
notwendig,das Rütilergehäuse stets evakuiert zu hallen.
wobei die Pumpen gegen das Vakuum arbeiten müssen. um ein Planschen der Turbinenläuferbcschaufelung in
μ der sich anderenfalls im Rüttlergehäuse sammelnden
Flüssigkeit zu vermeiden.
Ein Hochfrequenzschwingungsrüttler der hier ungeschlagenen
Art gestattet jedoch ein Entleeren des Rüttlergehäuses von Druckflüssigkeit mit geringerer
*5 Pumpleistung bei Umgebungsdruck, dt LuIt über den
Entlüfterstut/en. welcher hierbei als Bclüftungsstutzen
wirksam ist. in das Gehäuse eintreten kann, wobei, wenn
der Entlüfterstutzen am oberen Teil des Gehäuses angeordnet ist. ein Austreten von Druckflüssigkeit über
den Entlüfterstutzen überraschenderweise während keiner Betriebsphase auftritt.
Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß das ständige Absaugen der Druckflüssigkeit aus dem
Rüttlergehäuse eine Füllung des Gehäuses mit Drtickflüssigkeit
verhindert und einen störungsfreien Anlaut auch dann ermöglicht, wenn der Rüttler gegenüber dem
Druckflüssigkeitsversorgungssystem auf tieferem Niveau, etwa in einer Grube, montiert ist.
Weiter sei bemerkt, daß die hier vorgeschlagene Ausbildung eines Hochfrequenzschwingungsrüttlers
eine außerordentlich geringe Bauhöhe desselben ermöglicht, ohne daß Planschverluste des Freistrahlturbinenläufers
in der Druckflüssigkeit zu befürchten sind.
Ein Ausführungsbeispiel eines Hochirequenzschwingungsrüttlers
wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es stellt dar
Fig. 1 eine perspektivische, teilweise aufgeschnitten
dargestellte Abbildung eines Hochfrequenzseliwmgungsrütllers
nach der Erfindung,
F i g. 2 eine im Vertikalschnitt gezeigte Seitenansicht des Rüttlers nach F i g. 1 und
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf den Rüttler gemäß F i g. 1 und F i g. 2.
Der Rüttler nach den Figuren 1 und 2 besitzt ein aus einem U-Profilabschnitt gebildetes Gehäuseunterteil 1
und ein damit verschweißtes Gehäuseoberteil 2 sowie
Seitenwandungen, von denen eine, welche in F i g. 3 mit 3 bezeichnet ist, als Befestigungsplatte ausgebildet ist.
Am Boden des Gehäuseunterteiles 1 ist ein Lagergehäuse 4 festgeschweißt, während in einem in einer
Flanschöffnung des Gelläuseoberteiles 2 befestigten Deckel 5 ein weiteres Lagergehäuse 6 ausgebildet ist.
Die Lagergehäuse 4 und 6 nehmen jeweils ein Kugellager 7 bzw. 8 auf, welche jeweils einen
Wellenstrumpf einer gedrungenen Welle 9 abstützen.
An der Welle 9 ist einerseits eine Läuferscheibe 10 eines Turbinen-Flügelrades 11 und andererseits eine
Unwucht 12 befestigt, welche axial unmittelbar neben
tier l.aulerscheibe des Turbinen-1 lugclrades gelegen ist.
IJMC mis I'ig. 2 /ti erkennende, konische Ausbildung
tier I.iiufeischeibe 10 gestaltet es. die el)enl;ills leicht
konisch gesiiillete Unwucht 12 nahe an die l.auiersclicihe
heranzurücken, so daIi die freie Lange der Welle 4 s
/wischen den Kugellagern 7 und 8 aulierordcntlich
jiering ist.
Am Außenumfang der l.aiilerscheibe IO sitzen mit der
l.aulcrscheibc verschweißte I liigel (der Schaufeln !J.
beispielsweise in einer Anzahl von viel /ihn Stück.
Der Deckel 5 besitzt eine koaxial /u dem Kugellagei
8 angeordnete Bohrung 14. welche den Imicnraum 15
ties Rüttiers in Verbindung mit einem l.niliifier 16 setzt,
welcher aus einem die Bohrung 14 umgebenden, am Deckel 5 festgcschweiUlen Rohrstutzen 17 und einer
«liese übergreifenden Kappe 18 gebildet ist. welche in
tier aus I- i g. 1 ersichtlichen Weise mit einem Schiit/ 14
versehen ist.
Der Lntlüfter 16 hat die Aufgabe. Jen Inuenraiim 15
von dem Druck /ti entlasten, welcher durch das
Umspritzen von Druckmittel gegen die l'lugel oder
I iirbinenschaiifeln 13 des 1111 binenroiors entsteht.
Durch die in den Ι·Ί g. I bis ί links liegende
Seilenw,mdurig des Gehauseunlciteiles I sind im
wesentlichen in langenlialer Richtung mit Bezug aiii die
l.auferscheibe 10 zwei Driickmitleleinspruzdiisen 20
(Hill 21 geführt, die über schematised iiiigegebene
Dnickmiltellcitungen 22 bzw. 21 sowie Steucrorganc 24
und 25 mit einer Driickmitielpumpe ρ in Verbindung
stellen. |e nach Linstellting der Sleuerorgane 24 b/w 25
wird die I insprit/diise 20 oder 21 mn Druckmittel
beaufschlagt, so daß eine Drehung des Ί urhmenrolors
entweder in der einen oder in (\ur anderen Kiclitung
erzeugt werden kann.
Das sich am Boden des Gedaiiseuuici teiles I
sammelnde Druckmittel wird über eine Abfuhrtingsoflnung
26 aus dem lnnenrai:m 15 des Rüttlers abgefuhii
und insbesondere übet eine leitung 27 abgesaugt
Die in bestimmter Lange ausgeführten Druckmittel
leitungen 22 und 23 haben die Wirkung, dall bei der öflnung der Steuerventile 24 bzw. 25 (las in den
Leilungsabschnitlen befindliche Druckmittel zunächst
beschleunigt werden muli, so dali ein rasches, jedoch verhältnismäßig weiches Anlaufen ties lurhmcnioiors
erreicht wird und keine Abnützung der I liigel oder Schaufeln Π des Rotors durch Kavitation auf I nt I.
In F-" i g. i ist angedeutet, daß die Befestigungsplatte J
mit Öffnungen zum Anschließen des Rüttlers an em Gestell oder an einen Rahmen versehen ist. Das
Ansetzen des verhältnismäßig schweren derates wird
durch einen von der Bcfestigungsplalle 3 wegstehenden
und mn dieser Platte fest verbundenen Bolzen 2H
erleichtert, der in eine Indcxoifrumg an dem betreifen
den Gestell oder Rahmen einführbar ist. wonach die Befestigungsmittel zwischen dem Rahmen oder Gestell
und der Platte ? fesfge/ogrrt werden konr.cn. l>rr
Bolzen 28 entlastet außerdem die Befestigungsmittel, so
daß ein Verrutschen und Lockerwciden des gesamten Gehäuses sie her vermieden ist
Gemäß einer in I 1 g. I durth gestrichelte Linien
angegebeneu Weiterbildung können Slcuci mittel vor
gesellen scm. welche ein kurzzeitiges Bcaufsi hlagen
einer Düse, beispielsweise der Düse 20 nach Abspemmg
der Druckmittelzufuhr zur jeweils anderen Düse, also
beispielsweise der Diise 21 ermögln hen. um den
Turbmeiirotor rasch von seiner Betnebsdn:h/,idl um
beispielsweise J(K)O IJ/min abzubremsen Au! diese
Weise lassen sich sein kurze Rütielzeiien genau
einhalten, ohne daß ein Verschleiß an Bauteilen de1. Riiltlers auftritt und ohne daß ein groHci Steuerung1,
aufwand erlordcrlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Hochfrequenzschwingungsrüttler mil einer von einem druckmittelbeaufschiagten. in einem Gehäuse gelagerten Freistrahlturbinenläufer in Umdrehung versetzten, auf einer Welle mit dem Turbinenläufcr in dem Gehäuse befindlichen Unwucht und mit einem Druckmittelaustritt am Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckmittelaustritt als Druckflüssigkeitsablauf (26) dient, dem ein System (27) zum Absaugen der zum Betrieb des Turbinenläufers verwendeten Flüssigkeit nachgeschaltet ist und daß das Gehäuse (1, 2, 5) einen Entlüftersiutzen( 16) aufweist.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722217503 DE2217503C3 (de) | 1972-04-12 | Hochfrequenzschwingungsrüttler | |
| AT294573A AT331170B (de) | 1972-04-12 | 1973-04-04 | Ruttler mit einer von einer turbine in umdrehung versetzten unwucht |
| CH503873A CH556195A (de) | 1972-04-12 | 1973-04-05 | Ruettler. |
| FR7313175A FR2180374A5 (de) | 1972-04-12 | 1973-04-06 | |
| IT2279973A IT983744B (it) | 1972-04-12 | 1973-04-10 | Vibratore ad alta frequenza |
| GB1707973A GB1425121A (en) | 1972-04-12 | 1973-04-10 | High frequency vibrators |
| BE129935A BE798128A (fr) | 1972-04-12 | 1973-04-12 | Vibreur a haute frequence |
| NL7305157A NL7305157A (de) | 1972-04-12 | 1973-04-12 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722217503 DE2217503C3 (de) | 1972-04-12 | Hochfrequenzschwingungsrüttler |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2217503A1 DE2217503A1 (de) | 1973-10-25 |
| DE2217503B2 DE2217503B2 (de) | 1975-11-20 |
| DE2217503C3 true DE2217503C3 (de) | 1976-06-24 |
Family
ID=
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