DE220131C - - Google Patents

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DE220131C
DE220131C DENDAT220131D DE220131DA DE220131C DE 220131 C DE220131 C DE 220131C DE NDAT220131 D DENDAT220131 D DE NDAT220131D DE 220131D A DE220131D A DE 220131DA DE 220131 C DE220131 C DE 220131C
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springs
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tempered
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eccentric
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DENDAT220131D
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C21—METALLURGY OF IRON
    • C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/02—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for springs

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18 c. GRUPPE
PIERSON &CO. in MALADRIE b. SAARBURG.
Verfahren und Vorrichtung zum Rauh- und Fertigbrennen.von Uhrfedern
auf maschinellem Wege.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Januar 1909 ab.
Das neue Verfahren zum Rauh- und Fertigbrennen der Uhrfedern hat gegenüber dem alten Handverfahren den Vorteil eines gleichmäßigen Nachlassens und einer absolut gleichen S Farbgebung und Elastizität der Federn bei schneller Fertigstellung einer größeren Anzahl Federn in einem einzigen Arbeitsgänge. Die zur Ausübung des neuen Verfahrens dienende Vorrichtung ist andererseits sehr einfach und ίο mit so geringen Mitteln herzustellen, daß nicht nur die Massenfabrikation, sondern auch kleine und kleinste Betriebe den größten Gewinn daraus ziehen können.
Die zur Ausübung des neuen Verfahrens dienende Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt und zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht desselben,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 einen Querschnitt,
Fig. 4 einen wagerechten Schnitt und
Fig. 5 die gemeinsame Federspannvorrichtung in geschlossenem und geöffnetem Zustande.
Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß die anzulassenden, vorher gehärteten Uhrfedern gruppenweise auf einem passend bewegten Zuggliede unter gleichmäßiger Anspannung aufgelegt und unverrückbar befestigt' werden, worauf das genannte Zugglied über einen dauernd auf gleicher Temperatur gehaltenen Metallblock langsam hinweggezogen wird; hierbei werden die einzelnen Federn durch das Gewicht des Zuggliedes an den erhitzten Metallblock unter gleichbleibender Spannung angepreßt. Dieses Verfahren hat vor älteren bekannt gewordenen, maschinell ausgeführten Verfahren den Vorzug, daß die Federn nur auf einer Seite gefärbt oder angelassen werden und somit das erzeugte Fabrikat vollständig demjenigen von Hand hergestellten gleicht. Ferner erfolgt die Erwärmung beim Anlassen nicht in einem Ofen über freiem Feuer, sondern durch Kontaktwirkung mit einer auf gleich hoher Temperatur gehaltenen erhitzten Platte. Zur Ausführung des neuen Verfahrens dient die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung. Die wesentlichen in Betracht kommenden Teile derselben bestehen in einem auf Rollen α laufenden Wagen b; letzterer wiederum wird durch einen Rahmen gebildet, an dessen Längsseiten Klemmvorrichtungen c bekannter Art vorgesehen sind, in die die ausgeglühten Federenden derart eingeklemmt werden, daß die zu einer bestimmten Gruppe gehörigen Uhrfedern d sämtlich gleich stark angespannt sind. Die Hauptspannung dagegen wird sämtlichen Federgruppen d durch eine an der einen Klemmvorrichtung c befindliche Spannschraube h mittels auf letztere wirkenden Handrades i erteilt. Der Rahmen oder Wagen b besitzt ferner an einer seiner Längsseiten eine Zahnstange e, in welche das Zahnrad f einer Handkurbel g eingreift, wodurch der Wagen bei Benutzung in seiner Längsrichtung verschoben wird. Seine Führung findet der Wagen b auf dem Tische oder Bockgestell k. An den
beiderseitigen Breitseiten des Bockgestells k sind durch einen Handhebel I manövrierbar je zwei Exzenterscheiben m angebracht, die unter sich durch Kette η und Kettenrad ο verbunden sind. Durch Drehen der Exzenter nt vermittels ihrer Handhebel werden die.Schienen, auf denen der Wagen b läuft, gesenkt, so daß letzterer nunmehr mit seinem gesamten Eigengewicht auf einem Metallblock f ruht, welcher
ίο durch einen untergesetzten Koksofen dauernd erhitzt und auf gleicher Temperatur erhalten wird. Hierbei gelangen die zwischen den Wagenteilen b ausgespannten Federgruppen d mit dem Metallblock in Berührung und werden durch die aufgenommene Wärme temperiert und angelassen.
Da das Anlassen nur an einer — nämlich an der der Luft ausgesetzten — Fläche der Federn stattfindet, so steht das Erzeugnis nach dem neuen Verfahren dem der Handarbeit in keiner Weise nach, vielmehr ist es ihm infolge der gleichmäßigeren Elastizität und Farbe weitaus überlegen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zum Rauh- und Fertigbrennen von Uhrfedern auf maschinellem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß die gespannten Federn gruppenweise über einen auf stets gleicher Temperatur gehaltenen Metallblock bewegt, dadurch temperiert und einseitig angelassen und gefärbt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, gekennzeichnet durch einen die Federn aufnehmenden Wagen, welcher vermittels Zahnstange und Trieb durch eine Handkurbel über einem durch einen Koksofen erhitzten Metallblock geführt werden kann, wobei durch vier untereinander durch Kettentrieb verbundene Exzenterscheiben in dem den Wagen aufnehmenden Bockgestell der Wagen nach Beendigung des Verfahrens vom Metallblock vermittels eines an die Exzenter angreifenden Abstellhebels abgehoben werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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