DE218230C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Ceramic Products (AREA)
- Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218230 KLASSE 49/. GRUPPE
WILLIAM SPEIRS SIMPSON in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. April 1907 ab.
Es ist bereits ein Lötverfahren bekannt, bei welchem die zu verlötenden Metallgegenstände
an den nicht zu verlötenden Flächen mit einer aus Kohle, verschiedenen anderen Stoffen und einem Bindemittel, wie Leim oder
Tropfbier, bestehenden Schutzmasse überzogen werden. Dieses Verfahren ist zwar zum Verschweißen
von Metallen mit verschiedenen Schmelzpunkten verwendbar, aber die Ver-
1Ό schweißung gibt hierbei insofern keine guten
Resultate, als die bei demselben verwendete Schutz- oder Reduktionsmasse die Metallgegenstände
in der Hitze nicht genügend zusammenhält und ein Verlaufen des geschmolzenen
*5 Metalles stattfindet. Die vorliegende Erfin-
■■·' dung hat dagegen eine Schutz- oder Formmasse
zum Gegenstande, welche zum Schweißen äußerst geeignet ist, und zwar dadurch, daß
dieselbe aus einem Gemisch von pulverisiertem oder gemahlenem Koks und einem stark
kohlenstoffhaltigen Bindemittel, wie Sirup, Zucker, Stärke u. dgl., besteht. Hierdurch soll
eine Schutz- oder Formmasse geschaffen werden, die in der Hitze fest zusammenbackt,
das geschmolzene Metall also fest zusammenhält, so daß dasselbe nicht in die Formmasse
überfließt.
Diese Formmasse wird vorteilhaft in allen den Fällen angewendet, in welchen es sich
darum handelt, Eisen oder Stahl, d. h. Metalle, welche bei hoher Temperatur schmelzen
und hier später als die »härteren« Metalle bezeichnet sind, mit Kupfer, Messing o. dgl.,
d. h. mit Metallen, welche bei niedriger Temperatur schmelzen und hierin später als die
»weicheren« Metalle bezeichnet sind, miteinander zu verschweißen.
Vor der Anwendung der Formmasse werden die Oberflächen der erforderlichen Stücke aus
härterem und weicherem Metall, welche miteinander verbunden oder verschweißt werden
sollen, in Berührung miteinander gebracht; z. B. wird ein Stahiblatt oder Platte mit
einem entsprechenden Blatt oder Platte aus Kupfer, Messing oder anderem Metall von der
erforderlichen Dicke in Berührung gebracht und dann dieselben in der gewünschten Lage
zusammengeklammert; in manchen Fällen werden zwei oder mehr Stahlplatten, bei denen
ein Blatt oder eine Platte des weicheren Metails, wie z. B. Kupfer, zwischen je zwei derselben
sich befindet, in den gewünschten relativen Lagen aneinandergefügt und fest durch
Klammern miteinander verbunden; die so zusammengeklammerten Gegenstände werden
dann auf allen Seiten in die Formmasse eingehüllt oder mit derselben bedeckt, welche
aus gemahlenem Koks, Holzkohle oder einer anderen, möglichst reinen und von Teer und
Schwefel möglichst freien Kohlenform besteht, die mit Wasser und einem stark kohlenhaltigen
Bindematerial, wie Sirup, Zucker, Stärke, Feinmehl oder anderem ähnlichen, in Wasser löslichen
Stoff, gemischt ist. Diese so zusammengesetzte kohlenstoffhaltige Formmasse ist imstände,
reduzierende Gase hervorzubringen und fest zusammenzubacken, wenn sie der Hitze unterworfen wird.
Diese Formmasse kann entweder in einer Form geformt werden, um Metallgegenstände,
welche für das Schweißen, während sie zu erhitzen sind, zusammengefügt sind, einzuschließen,
oder die Metalle können in einen entsprechenden Behälter, z. B. in einen feuerbeständigen
Schmelztiegel oder Metallkessel mit oder ohne Deckel, gelegt und die kohlenhaltige
Masse um dieselben von allen Seiten
ίο dicht herumgepackt werden, worauf die ganze
Metallmasse zusammen mit der kohlenhaltigen Decke oder Verpackung und der Behälter einer
hinreichenden Hitze in einem Muffel- oder anderen entsprechenden Ofen unterworfen werden,
um nur das weichere Metall zu schmelzen.
In der Hitze backt die so vorbereitete
Formmasse fest zusammen und bildet somit eine wirksame Form, welche das Entweichen
des weicheren Metalls während des Schmelzens verhindert. In den Fällen, in welchen zwei
oder mehr Platten, Stangen, Stäbe oder andere Gegenstände aus Eisen. oder Stahl zu einem
zusammengesetzten Ganzen vereinigt oder zusammengeschweißt werden sollen, können die-
selben in ihren gewünschten relativen Lagen aneinandergelegt, entsprechend verteilt und
zusammengeklammert werden; eine Menge des weicheren Metalls, die hinreicht, die gewünschte
Vereinigung oder Schweißung herbeizuführen, kann dann auf das obere Ende der zusammengefügten
Gegenstände gelegt werden, so daß, wenn letztere mit der Formmasse bedeckt und entsprechend erhitzt sind, das weichere
Metall beim Schmelzen nach abwärts fließen, die Zwischenräume der härteren Metallmasse
ausfüllen und so die gewünschte Vereinigung oder Zusammenschweißung der ganzen Teile
herbeiführen kann. .
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kohlenstoffhaltige Schutz- oder Formmasse zum Verschweißen zweier Metalle mit verschiedenen Schmelzpunkten, insbesondere von Eisen oder Stahl mit Kupfer, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe aus einem Gemisch von pulverisiertem oder gemahlenem Koks und einem kohlenstoffhaltigen, in Wasser löslichen Bindemittel, wie z. B. Sirup, Zucker, Stärke o. dgl., besteht.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218230C true DE218230C (de) |
Family
ID=479472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT218230D Active DE218230C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218230C (de) |
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