DE21732C - Umbiege-, Bügel- und Klebemaschine für Schäftefabrikation - Google Patents

Umbiege-, Bügel- und Klebemaschine für Schäftefabrikation

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Publication number
DE21732C
DE21732C DENDAT21732D DE21732DA DE21732C DE 21732 C DE21732 C DE 21732C DE NDAT21732 D DENDAT21732 D DE NDAT21732D DE 21732D A DE21732D A DE 21732DA DE 21732 C DE21732 C DE 21732C
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DE
Germany
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iron
machine
ironing
plate
edge
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Application number
DENDAT21732D
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English (en)
Original Assignee
O. KÜSTER in Neuenhaus, Reg.-Bez. Düsseldorf
Publication of DE21732C publication Critical patent/DE21732C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D100/00Setting or removing eyelets, buttons, lacing-hooks, or elastic gussets in shoes
    • A43D100/12Machines for inserting elastic gussets in shoes

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Schäftefabrikation ist es von Wichtigkeit, Oberstoff, Unterstoff (Futter), Gummizüge und Anziehbänder in der Weise für die Nähmaschine zu verbinden, dafs die Fertigstellung der Schäfte in kurzer Zeit zu vollziehen ist.
Der zugeschnittene Stoff und das Futter der Schäfte müssen an den oberen Rändern und in den seitlichen Ausschnitten, wohin die Gummizüge zu liegen kommen, ca. 1 cm breit umgebogen werden, damit diese Theile, so sie aus gewebtem Stoff bestehen, nicht ausriffeln können. Dies geschah bisher durch Umreihen' mit der Nähnadel oder durch Umbügeln mit einem einfachen Bügeleisen. Waren die betreffenden Ränder umgebogen, so wurden die Gummizüge und Anziehbänder zwischen Oberstoff und Futter gelegt, mit der Nadel geheftet oder vermittelst eines Klebstoffes so fest mit einander verbunden, dafs sie gemeinsam unter die Nähmaschine gebracht und fertiggestellt werden konnten.
Zu dem Umbügeln und Zwischenkleben der Gummizüge und Anziehbänder diente eine Umbügel- und Klebmaschine. Dieselbe besteht nur aus zwei Eisenplatten mit je einem Schlitz, einigen Schablonen und einem einfachen Bügeleisen. Die Eisenplatten sind durch ein Scharnier verbunden und können auf einander 'gelegt werden. Auf eine Platte wird der durch die vorläufige Naht verbundene Oberstoff und auf die andere das Futter gelegt. Ist dies geschehen, so wird auf jeden Theil eine Schablone gelegt, dann mit einem einfachen Bügeleisen! der Rand um die Schablone herum, dem Rande entlang umgebügelt. Nach Wegnahme der Schablone werden Gummizüge, die an ihren Rändern mit Klebstoff versehen sind, auf den Oberstoff ger legt und nun die andere Platte mit dem Futter darauf geschlagen. Nach einigen Augenblicken werden alsdann die zusammengeklebten Theile, für die Nähmaschine vorgerichtet, herausgenommen.
Um nun eine Anzahl Handgriffe und Verrichtungen zu ersparen, das jedesmalige Warten des Arbeiters beim Kleben zu umgehen, alle gangbaren Nummern auf derselben Maschine umbiegen und kleben zu können und eine durchaus feine, correcte Arbeit zu liefern, ist folgende Maschine construirt worden.
Fig. ι zeigt die obere Ansicht, Fig. 2 den Schnitt A-B und Fig. 3 den Schnitt C-D.
Die ganze Maschine bildet, von oben gesehen, eine aus vier gleichen Theilen bestehende Platte, auf welcher zwei rechteckig geformte Bügeleisen stehen. Zwei dergleichen '"Theile sind mit w bezeichnet, Fig. 1. Diese sind mit • dem Rahmen, auf welchem die Bügeleisen stehen, fest verbunden. Die Bügeleisen sind mit P bezeichnet. Die anderen zwei gleichen Theile W1 und W2 sind durch die Scharniere F mit dem festliegenden Theile in Verbindung gesetzt. Der Theil W1 sowohl als W2 kann auf den entsprechenden Theil w herübergeschlagen werden, Fig: 1 und 3. In Fig. 1 ist die Maschine der Breite nach an beiden Enden verkürzt gezeichnet; dagegen sind in Fig. 2 und 3 die Längen- und Breitenschnitte vollständig sichtbar. An alle Theile der Maschinenplatte sind Fufsleisten angegossen, auf welchen die Maschine steht. Die Maschine kann beim Gebrauch auf einen Tisch gestellt werden.
Die Bügeleisen P sind durch die Griffe G seitlich mit einander verbunden und können vermittelst derselben auf der Maschinenplatte über alle vier Theile hin- und hergeführt werden. Damit dieselben eine gerade Führung haben, ist zwischen den Bügeleisen der feste, vorstehende Leisten g angebracht. Auf den vier Theilen vertreten die Scharniere F denselben. Durch u, Fig. ι und 3, ist ein Scharnier bezeichnet, welches verhindert, dafs die Bügeleisen unten aus einander weichen können. Jedes Bügeleisen ist hohl und durch einen Deckel, welcher vermittelst des Griffes G1 abgehoben werden kann, verschlossen. Die Seitenwände und die Deckel der Bügeleisen sind hohl und mit Holzasche ausgefüllt. In die Bügeleisen kann man nach Belieben erhitzte Bolzen W, Fig. 2, einstellen und wieder herausnehmen. An jeder Seite der Bügeleisen (Längenseite) sind Lappen L angegossen. Unter diese werden die Bügeleisenspitzen S geschoben und durch Schrauben befestigt. Die Grundflächen der Bügeleisen und der Bügeleisenspitzen bilden eine Ebene.
In die Platten«/! w und W2, Fig. 1, 2 und 3, ist an vier Stellen ein horizontal liegender, kantiger, gebogener Eisenstab m eingelassen. Derselbe bildet mit der oberen Fläche der Platten eine Ebene und wird durch die Feder r, Fig. 3, in dieser Lage zu erhalten gesucht. Dieser Stab steht in der Vertiefung υ vor und ruht auf k, Fig. i, 2 und 3, den Köpfen der Nägel i.
Die Nägel i sind durch die Bohrung der Brust b gesteckt und haben darin ihre Führung. H bezeichnet einen zweiarmigen Hebel. Drückt man auf diesen Hebel H, der in den Lagern / drehbar ist, so hebt sich dessen kürzerer Arm η, drückt unter den Nagel i und dieser mit seinem Kopfe k unter den horizontalen Stab m. Der Stab m tritt dann gleichmäfsig aus der ganzen Ebene hervor. Hebt man IT, so tritt m wieder in seine vorige Lage zurück. Der gebogene Stab m hat dieselbe Breite, Länge und Form als der umzubiegende Rand am Oberstoff und Futter der Schäfte; die Flächen sind congruent.
Die Arbeit, die mit dieser Maschine zu verrichten ist, wird auf folgende Weise ausgeführt:
Auf m der Platte w einerseits, Fig. 1, wird der umzubiegende Rand des Oberstoffes gelegt. Der untere Theil desselben wird dabei einmal zusammengefaltet und in den Schlitz q gesteckt. Auf den Stoff wird eine Schablone Sch von dünnem Stahlblech, Fig. 2, gelegt, welche überall bis an den gebogenen Eisenstab m reicht und den umzubiegenden Rand vorstehen läfst. Die Schablone hält überall den Stoff bis an den Stab m fest. Drückt man nun auf H, so wird mit einem Druck der ganze Rand an der Schablone empor senkrecht gestellt. In Fig. 2 und 3 zeigt χ den aufgerichteten Rand. Der Stab wird nicht höher gehoben, als die Dicke der Schablone und des.Stoffes reicht. Ist auch der Rand des zugehörigen Futters senkrecht gestellt, so zieht man vermittelst des Griffes G beide Bügeleisen in einem Zuge, über die Schablonen, die Oberstoff und Futter halten. Die Bügeleisen biegen selbst vermittelst der besonders dazu geformten Spitzen S, Fig. 1, die Ränder nach der richtigen Seite um und zwingen dieselben durch ihr Gewicht und ihre Wärme, in der gegebenen Lage zu verharren. Der Arbeiter läfst nun die Bügeleisen hier stehen, legt auf die Platte w andererseits den Stoff und auf w2 das Futter, legt die Schablone darauf und stellt hier die Ränder senkrecht. Jetzt zieht er mit dem anderen Griff G die Bügeleisen nach der entgegengesetzten Seite. Nun werden auf der ersten Seite Gummizüge und Anziehbänder auf den Stoff gelegt und das Futter durch die Platte W1 darauf geführt. Während der nöthigen Ruhe der Platte W1 auf w beim Kleben zieht der Arbeiter die Bügeleisen auf den mittleren Rahmen und klebt an der anderen Seite Gummizüge und Anziehbänder zwischen Oberstoff und Futter. Dann wird auf der ersten Seite der Schaft herausgenommen, dort neu aufgelegt und umgebügelt, danach an der anderen Seite und so fort.
Zieht es der Schäftefabrikant vor, die Ränder der Schäfte ohne heifse Bügeleisen, d. h. kalt umzubiegen und zu kleben, so kann dies leicht geschehen, indem er die senkrecht stehenden Ränder an einer Seite mit Klebstoff bestreicht, mit den kalten Bügeleisen darüber fährt, die Schablonen wegzieht und dann die Sache an den betreffenden Stellen die nöthige Zeit ruhen läfst. Der Arbeiter hat ja dann an der anderen Seite Beschäftigung.
Will der Fabrikant umbügeln, ohne heifse Bolzen einzulegen, so kann er unter den mittleren Rahmen Gasflammen oder auch Petroleumfreibrenner anbringen.
Bei der Benutzung heifser Bügeleisen ist der Arbeiter vor' der Hitze der Bügeleisen durch die Wände derselben, die mit schlechten Wärmeleitern versehen sind, geschützt. Es wird auch durch das Zusammenhalten der Wärme das häufige Wechseln der Bolzen vermindert und Brennstoff erspart.
Um alle Nummern der Schäfte mit dieser Maschine umbügeln zu können, ist man in der Lage, die' Scheiben w W1 und W1 von den Platten abnehmen zu können und mit anderen zu wechseln. Durch die Schrauben ο mit den Flügelmuttern, Fig. 1 und 3, · sind diese Scheiben befestigt. Die Stäbe m sind durch die Federn r, Fig. 3, an den Scheiben befestigt und werden mit fortgenommen. Ebenso kann man die Bügeleisenspitzen durch passende umwechseln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die in den Zeichnungen dargestellte Maschine, im wesentlichen bestehend aus den vier auswechselbaren Platten w w Wx und W2, von denen die beiden ersten fest mit dem Rahmen verbunden, die beiden letzteren um die Scharniere F auf die ersten umgeklappt werden können, mit den in ihnen angebrachten Körpern m, welche mittelst der Hebel H, der Bolzen i und der Platte k gehoben werden können und dadurch den Rand des Schaftes bezw. des Futters senkrecht aufbiegen, ferner aus den doppelten Bügeleisen P, welche in den Führungen g von dem Rahmen der Maschine auf eine beliebige Platte verschoben werden können und den aufgebogenen Rand umbiegen bezw. die mit Klebstoff versehenen einzelnen Theile für die Arbeit auf der Nähmaschine passend vereinigen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT21732D Umbiege-, Bügel- und Klebemaschine für Schäftefabrikation Active DE21732C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201385B (de) * 1962-08-10 1965-09-23 Linke Hofmann Busch Vorrichtung zum Heben und Senken der oberen Ladeflaeche eines Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges
US4992013A (en) * 1988-10-21 1991-02-12 Autohaul Industries, Inc. Combination freight and vehicle carrying trailer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1201385B (de) * 1962-08-10 1965-09-23 Linke Hofmann Busch Vorrichtung zum Heben und Senken der oberen Ladeflaeche eines Fahrzeuges, insbesondere Schienenfahrzeuges
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