DE216302C - - Google Patents
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Description
K: 11 Ι
α mil·».
fin ^fiilVilUl
PATENTSCHRiFT
- JVl 216302 KLASSE 18 h. GRUPPE
JEGOR ISRAEL BRONN in ROMBACH, Lothr.
Verfahren zur Gewinnung eines Gases von möglichst hohem Brennwert
aus Bessemergasen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1909 ab.
Eingehende Beobachtungen des Birnenprozesses haben ergeben, daß die während des
Blasens über dem Konverter sichtbare große Flamme nicht als solche aus dem Konverter
kommt, sondern daß diese Flamme «rst oberhalb der Konvertermündung entsteht, also
wenn die Gase den Konverter bereits verlassen haben und mit der äußeren Atmosphärcnluft
in Berührung gelangen.
κ. Versenkt man einige Minuten nach dem Aufrichten der Birne einen Rohrschenkel in
den oberen Teil eines im Betriebe befindlichen Konverters, so entweicht aus dem anderen
Ende des Rohres ein 20 bis 30 Prozent Kolilenoxyd enthaltendes, nicht besonders heißes
Gas, das ohne weiteres sich anzünden und verbrennen läßt.
Bekanntlich verbindet sich nur ein Teil des Sauerstoffs des Gebläsewindes mit dem im
so Roheisen enthaltenen Kohlenstoff; der andere
Teil des Sauerstoffs verbindet sich mit Silicium, Mangan. Eisen und Phosphor zu den
entsprechenden nicht gasförmigen Oxyden, so daß hierbei vom Gebläsewind nur Stickstoff
zum Entweichen gelangt.
Würde man daher das ganze aus dem
Konverter herausströmende Gas sammeln
■ -.vollen, wie es übrigens bereits früher vorge-■■
lilagen worden ist, so würde man ein Gas mit geringem Kohlenoxydgehalte und daher
von nur geringem Brennwerte erhalten.
Die verschiedenen Bestandteile des Roheisens verbrennen jedoch im Konverter nicht
gleichmäßig zu gleicher Zeit; im allgemeinen verbrennt während der ersten 2 bis 3 Minuten
vorwiegend Silicium (Phase I), in den folgenden 6 bis 9 Minuten Kohlenstoff (Phase II)
und erst zum Schluß Phosphor (Phase III); nebenbei findet noch die Verbrennung von
Mangan und Eisen statt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, nur die während des Verbrennens des Kohlenstoffs des Eisens entstehenden kohlenoxydreichen
Konvertergase abzufangen und in Gasbehälter zu sammeln, von wo aus das
Gas für Heizzwecke oder zum Betriebe von Gasmaschinen entnommen werden kann. Hierbei'
können sie, wie dies gleichfalls für Konvertergase bekannt ist, nach bekannten Verfahren
gereinigt werden.
Zu diesem Zwecke befindet sich oberhalb der Mündung des Konverters ein breites,
doppelwandiges, wassergekühltes Rohr, das mit seinem oberen Ende mit einer Gasleitung
verbunden ist, und zwar so, daß das Rohr in oder über die Gasleitung teleskopartig geschoben
werden kann, oder aber, daß das Fangrohr vermittels eines Kniestückes um die Gasleitung drehbar angeordnet ist.
Ist der Konverter mit der Charge aufgerichtet und man ersieht aus der Konverterflamme,
daß die Phase I (Verbrennung von Silicium) nahezu beendet ist, so wird das Fangrohr
über die Konvertermündung geschoben, so daß das ganze nun ausströmende Gas durch
die Gasleitung in die Gasbehälter strömt.
Nach Ablauf von 6 bis 9 Minuten wird das Fangrohr. hoch- oder zur Seite geschoben, um
Claims (1)
- die während der Verbrennung des Phosphors inid des Eisens entweichenden Gase wieder ins Freie gelangen zu lassen. Man kann daher bei dieser Arbeitsweise ungehindert das Fortschreiten der Entphosphorung beobachten und den Endpunkt des Blasens bestimmen.Da zwischen den zur Reinigung des aufgefangenen Konvertergases dienenden Staubsäcken, Staubtürmen und' den Gasbehälternto mehrere Wasserabschlüsse sich befinden, so ist ein Zurückströmen der Gase nicht zu befürchten.Infolge der körnigen Beschaffenheit des Konverterauswurfes und seines hohen spezifischen Gewichtes bietet die Reinigung der aufgefangenen Gase keine Schwierigkeiten, so daß die bei Gichtgasverwertung gebräuchlichen Vorrichtungen sogar bedeutend vereinfacht werden können.Bei der Abmessung der Gasleitungen, Staubsäcke und Gasbehälter ist zu berücksichtigen, daß die Gaserzeugung bzw. Gasgewinnung sich absatzweise abspielt, wogegen die Gasentnahme für Heiz- und motorische Zwecke fast gleichmäßig bleibt. In der Regel werden stündlich 3 bis 4 Chargen geblasen, so daß die Gasgewinnung 20 bis 25 Minuten dauert. Demgemäß müssen die Gasbehälter mindestens 2 3 der Gesamtmenge des bei einer Charge aufgefangenen Gases fassen können.Ρλτι: ν τ-A ν STR υ c 11:Verfahren zur Gewinnung eines Gases von möglichst hohem Brennwert aus Bessemergasen, dadurch gekennzeichnet, daß nur die während der Verbrennung des Kohlenstoffs des zu verblasenden Eisens erzeugten Birnengase aufgefangen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216302C true DE216302C (de) |
Family
ID=477723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216302D Active DE216302C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216302C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1032291B (de) * | 1956-09-12 | 1958-06-19 | Oschatz G M B H | Konverterkamin mit eingebauten Waermeaustauschern |
| DE1178874B (de) * | 1956-03-19 | 1964-10-01 | Kurt Baum Kommandit Ges Fuer V | Verfahren zur Gewinnung von brennbaren Gasen beim Sauerstofffrischen von Eisen-schmelzen mittels Lanze |
| DE1193075B (de) * | 1953-12-28 | 1965-05-20 | Kaiser Ind Corp | Verfahren zur Gewinnung wertvoller Bestandteile aus den beim Frischen von Roheisen anfallenden Gasen |
| DE1214714B (de) * | 1954-04-06 | 1966-04-21 | Waagner Biro Ag | Verfahren zur Verbrennung der in sauerstoffblasenden, der Stahlherstellung dienenden Konvertern gebildeten kohlenmonoxydhaltigen Abgase und Daempfe |
| DE1433686B1 (de) * | 1961-02-10 | 1972-03-23 | Nippon Steel Corp | Verfahren zur Gewinnung der beim Frischen von Roheisen durch Aufblasen von reinem Sauerstoff gebildeten unverbrannten Abgase |
-
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193075B (de) * | 1953-12-28 | 1965-05-20 | Kaiser Ind Corp | Verfahren zur Gewinnung wertvoller Bestandteile aus den beim Frischen von Roheisen anfallenden Gasen |
| DE1214714B (de) * | 1954-04-06 | 1966-04-21 | Waagner Biro Ag | Verfahren zur Verbrennung der in sauerstoffblasenden, der Stahlherstellung dienenden Konvertern gebildeten kohlenmonoxydhaltigen Abgase und Daempfe |
| DE1178874B (de) * | 1956-03-19 | 1964-10-01 | Kurt Baum Kommandit Ges Fuer V | Verfahren zur Gewinnung von brennbaren Gasen beim Sauerstofffrischen von Eisen-schmelzen mittels Lanze |
| DE1032291B (de) * | 1956-09-12 | 1958-06-19 | Oschatz G M B H | Konverterkamin mit eingebauten Waermeaustauschern |
| DE1433686B1 (de) * | 1961-02-10 | 1972-03-23 | Nippon Steel Corp | Verfahren zur Gewinnung der beim Frischen von Roheisen durch Aufblasen von reinem Sauerstoff gebildeten unverbrannten Abgase |
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