DE216264C - - Google Patents

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DE216264C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0229Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process
    • C01C3/0233Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the absence of oxygen, e.g. HMA-process making use of fluidised beds, e.g. the Shawinigan-process

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 216264 KLASSE 12Λ-. GRUPPE,^
Dr. CARL BEINDL in MÜNCHEN.
Die Darstellung von Cyanverbindungen durch Überleiten von Ammoniak in Gemisch mit einer flüchtigen oder gasförmigen Kohlenstoffverbindung über Platin ist bereits bekannt. .
So entdeckte Kuhlmann (Ann. der Chemie und Pharmazie 38, S. 62, Jahrgang 1841) die Eigenschaft des Platinschwamms, als Kontaktmittel bei Gegenwart von Ammoniak und einer flüchtigen Kohlenstoffverbindung Cyanwasserstoff zu bilden. Seine Versuche, diese Tatsache industriell zu verwerten, mißlangen ihm nach eigenen Angaben. . Ebensowenig Erfolg hatte das Verfahren, an Stelle von Platinschwamm den bekanntlich sehr ähnlich wirkenden plätinierten Bimsstein zu setzen und die Gase mit Wasserstoff zu verdünnen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen auf katalytischem Wege, welches sehr günstige Ausbeuten liefert.
Das Wesen der Erfindung besteht dabei hauptsächlich in der Anwendung geeigneter Katalysatoren in Drahtnetzform oder in einer dieser entsprechenden sonstigen Anordnung. Besonders geeignet haben sich Drahtnetzspulen erwiesen, da gefunden wurde, daß gerade dünner, gewundener Draht die Eigenschaft besitzt, die Cyanwasserstoffbildung in den hier in Betracht kommenden Gasgemischen bedeutend zu erhöhen.
Als Katalysatoren können beispielsweise verwendet werden: Gold, Silber, Iridium, Palladium, Rhodium, Kupfer, Mangan, Kobalt, Nickel, Eisen, Chrom und deren Nitride. Auch Metallpaäre, wie z. B. Kupferzink (Zink verkupfert), können Anwendung finden.
Sehr verschieden ist die Temperatur, auf welche der Katalysator erhitzt werden muß. Sie hängt ab von der Kontaktsubstanz, der Gasgeschwindigkeit sowie von der Art. der einwirkenden Gase. Wird z. B. ein Gemenge von Acetylen und Ammoniak über Kupfer geleitet, so tritt Cyanbildung bei etwa 480 ° ein.
Die Mischung der Gase findet in geeigneten Gasometern o. dgl. statt, in welche die Gase zweckmäßig durch Druck- und Saugpumpen gelangen. Soll z. B. Ammoniak und Acetylen über den Katalysator geleitet werden, so läßt sich ein ziemlich genaues Mischungsverhältnis dadurch erreichen, daß man neben dem eigentlichen Äcetylenerzeuger einen Skrubber und einen Ammoniakgaserzeuger anordnet. Aber auch im Gaserzeuger selbst kann die Mischung vor sich gehen, indem.man z.B. auf Calciumcarbid direkt konzentrierte Ammoniakflüssigkeit in geeigneter Weise einwirken läßt. Gute Ausbeuten wurden erzielt, wenn man Ammoniak mit der äquivalenten Menge Acetylen (34 Gewichtsteile Ammoniakgas und .13 Gewichtsteile Acetylen) über den Katalysator leitet.
Aus der Natur der entstehenden Verbindung ergibt sich von selbst/ daß es nicht empfehlenswert ist, feuchte Gase in Reaktion treten zu lassen.
Die Gase werden, nachdem sie über den erhitzten Katalysator gestrichen sind, gekühlt und hierauf in einen Absorptionsapparat, der z. B. mit Kalilauge beschickt ist, geleitet. Die austretenden Gase kommen neuerdings zur Verwendung. Unter Umständen empfiehlt es sich, die gasförmigen Kohlenstoffverbindungen in Form von Wassergas, Generatorgas, Dowsongas o. dgl. billigen Gasen zu verwehden.
Die verschiedenen Cyanverbindungen werden auf bekannte Weise aus Ammoniumcyanid bzw. Kaliumcyanid erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und > Cyanverbindungen durch Überleiten von flüchtigen oder gasförmigen Stickstoffverbindungen und flüchtigen oder gasförmigen Kohlenstoffverbindungen entweder allein oder in Gegenwart von Stickstoff öder Wasserstoff oder eines Gemenges beider über eine Kontaktsübstanz, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktkörper in Drahtnetzform oder in einer dieser entsprechenden sonstigen Anordnung angewendet wird.
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