DE215820C - - Google Patents

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DE215820C
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

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KAISERLICHES
PATENTAMT
Bekanntermaßen fängt nicht nur der aus frischem Obst, sondern auch der aus gedörrten Früchten gewonnene Saft an zu gären und somit alkoholhaltig zu werden, wenn er sich selbst überlassen wird. Neben der möglichst vollkommenen Beseitigung des Alkohols ist es aber bei der Herstellung alkoholfreier Fruchtgetränke aus aromatischen Früchten, wie Äpfeln, Apelsinen, Pomeranzen, Zitronen usw., auch von
ίο Wichtigkeit, dem Endprodukte nach Möglichkeit das Aroma der frischen Früchte zu erhalten, was nur dadurch möglich ist, daß das Entalkoholisieren so schnell und bei einer solchen Temperatur durchgeführt wird, daß die in dem Safte enthaltenen aromatischen Stoffe nicht in Verlust geraten können:
Es sind bereits Mittel zur Entfernung des Alkohols aus Fruchtsäften und ähnlichen Flüssigkeiten bekannt geworden, welche die Flüssigkeit durch Umlaufbewegung durch einen geheizten . großen Behälter führen, in welchem sie in feiner Verteilung unter gleichzeitiger Absaugung der Dämpfe austreten. Ferner ist es bekannt, das Entalkoholisieren von Flüssigkeiten zum Zweck der Herstellung eines alkoholfreien Getränkes mittels einer Vorrichtung zu bewirken, bei welcher die Flüssigkeit durch eine Brause in fein verteiltem Zustande in ein Gefäß geführt, in diesem erwärmt wird und die entstehenden Alkoholdämpfe in einem darüber angeordneten zweiten Gefäß mittels über einer Kühlschlange befindlicher Prallflächen verdichtet werden. Diese Einrichtungen sind aber nicht gegignet, das Entalkoholisieren nach den oben erwähnten Grundsätzen durchzuführen. Es wird deshalb nach vorliegender Erfindung eine Vorrichtung in Vorschlag gebracht, bei welcher oberhalb eines allseitig beheizten Behälters unbeheizte, mit Verteilungsvorrichtungen versehene kleinere Behälter, die unter dem Einflusse einer Vakuumpumpe stehen, angeordnet, sind, welche einerseits mittels Verteilungsvorrichtungen an das Druckrohr einer Umlaufpumpe und andererseits durch Rohre an die Verteilungsvorrichtung des großen Behälters derart angeschlossen sind, daß die Flüssigkeiten unter Festhaltung ihrer natürlichen Bukettstoffe größtenteils vom Alkohol in den kleineren Behältern befreit sind, bevor sie unter wiederholtem Umlauf in den großen Behälter gelangen.
Die dem beheizten Gefäße übergelagerten kleinen Behälter haben den Zweck, den größten Teil der sich entwickelnden Alkoholdämpfe aufzunehmen und diese im Augenblick ihres Eintrittes in die Behälter auch schon wieder abzugeben, indem die Dämpfe von dem an die Behälter angeschlossenen Exhaustor abgesaugt werden und keine Zeit haben, sich in ihnen noch erst wieder zu verdichten. Die Dämpfe oder Schwaden der aromatischen Bestandteile. jedoch, die sich viel leichter und schneller als die Alkoholdämpfe kondensieren, werden schon vor ihrem Austritte in die Behälter dadurch verdichtet, daß sie aus den Leitungsrohren in ganz dünne und enge, sternförmig zueinander gestellte, fein gelochte Rohre eintreten. Da diese Strahlrohre sich in dem kalten bzw. ungeheizten Behälter befinden, so wirken sie auf die aromatischen Dämpfe, welche mit der durch sie hindurchgehenden Flüssigkeit gemeinsam austreten, abkühlend ein, so daß diese Dämpfe zum größten Teil schon wieder verdichtet sind,

Claims (2)

bevor sie noch aus den Strahlrohren in die Behälter eintreten. Diese abkühlende Wirkung der in den kleinen Behältern angeordneten Strahlrohre reicht aber nicht so weit, daß sie auch eine völlige Verdichtung der Alkoholdämpfe herbeiführen könnten. Die Alkoholdämpfe treten vielmehr zugleich mit dem Fruchtsaft aus dem Strahlrohr aus und werden nunmehr unmittelbar nach . ihrem Austritte von ίο einem Exhaustor abgesaugt. Daher kommt es, daß wohl die Alkoholdämpfe aus dem Fruchtsaft zum größten Teil gewonnen werden, nicht aber die aromatischen Stoffe, weil diese in den wie Kühler wirkenden Strahlrohren schon wieder verdichtet sind, ehe sie zum Austritt gelangen. Daraus ergibt sich, daß die Strahlrohre im Zusammenhang mit den unbeheizten Be- ■ hältern eine andere Wirkung haben als eine Brause. . Hierzu kommt noch, daß die durch die Strahlrohre austretende Flüssigkeit bei ihrem freien Fall durch die evakuierten Behälter ebenfalls abgekühlt wird. Immerhin bleibt aber ein Rest von Alkohol in dem Fruchtsaft zurück und fließt mit diesem in den Hauptbehälter. Da nun dieser Behälter angewärmt ist und dessen Wärme sich auch auf die Rohre überträgt, durch die in ihm der Saft austritt, so werden auch in diesem Behälter Alkoholdämpfe entwickelt und im Augenblicke des Ausströmens der Flüssigkeit aus den Strahlrohren durch ein Exhaustorrohr abgesaugt. Die nach diesen Grundsätzen arbeitende neue Vorrichtung veranschaulicht die Zeichnung. Um den Saft auf 40.bis 60° C. zu erwärmen und jede Überwärmung auch nur einzelner Stellen des Behälters zu vermeiden, besteht dieser aus einem Zylinder 22, der von dem Behälter 3 umgeben ist; in dem zwischen diesen beiden Behältern befindlichen Raum wird Wasser von der angegebenen Temperatur in Umlauf gesetzt, was zweckmäßig und in bekannter Weise mittels einer Pumpe 5 geschieht, die das' Wasser durch eine Rohrleitung 2, 4, 6 in eine Heizquelle, z. B. einen durch einen Ofen beheizten. Kessel 1, und von diesem wieder zwischen die beiden Behälter führt. Der Fruchtsaft wird durch eine Pumpe 10 aus dem erwärmten Behälter 22 entnommen und durch eine Rohrleitung 8, 11 den dem erwärmten Behälter übergelagerten Kammern oder Vorlagen 16, 17 zugeführt, innerhalb deren er in feiner Verteilung austritt. Die in den Vorlagen 16, 17 sich bildenden Alkoholdämpfe werden unter Zurücklassung der aromatischen Bestandteile des Fruchtsaftes von der mittels Leitungen 25, 26, 27 an die Vorlagen 16, 17 angeschlossenen Vakuumpumpe 29 abgesaugt und durch eine Leitung 29 zu einem Kondensator befördert. Damit die Verdichtung der Aromastoffe und Wasserdämpfe und andererseits das Absaugen der Alkoholdämpfe möglichst schnell und ungehindert vor sich gehen kann, empfiehlt es sich, die Verteilungskörper innerhalb der Vorlagen so einzurichten, daß sie keine den bekannten Brausen entsprechende tellerförmige Fläche, sondern, wie die Zeichnung erkennen läßt, radial gestellte Arme 14,15 bilden, die mit feinsten Austrittsöffnungen versehen sind. Aus den Vorlagen 16,17 gelangt der Saft durch Rohre 18, 19, 20 und durch einen den Verteilern 14, 15 ähnlichen Verteilungskörper 21 in den Behälter 22 zurück, dessen oberer Teil durch eine Zweigleitung 28 an die Vakuumpumpe 29 angeschlossen ist, so daß etwa beim Austritt der Flüssigkeit aus den Verteilungskörpern 21 noch freigewordene Alkoholdämpfe unmittelbar aus dem Behälter abgesaugt werden. Pate NT-A ν Sprüche:
1. Vorrichtung zum Ent alkoholisieren von Fruchtsäften u. dgl. unter Umlaufbewegung dieser Flüssigkeiten durch einen beheizten großen Behälter, in welchem sie in feiner Verteilung unter gleichzeitiger Absaugung der Dämpfe austreten, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb eines allseits beheizten Behälters (22) unbeheizte, mit Verteilungsvorrichtungen (14, 15) versehene kleinere go Behälter (16, 17), die unter dem Einfluß ■einer Vakuumpumpe stehen, angeordnet sind, welche einerseits mittels der Verteilungsvorrichtungen (14, 15) an ein Druckrohr einer Umlaufpumpe und. andererseits durch Rohre an die Verteilungsvorrichtungen. (21) des großen Behälters . (22) derart angeschlossen sind, daß die in Umlauf gesetzten Säfte unter Festhaltung ihrer natürlichen Bukettstoffe größtenteils vom Alkohol in den kleineren Behältern befreit werden, bevor sie' bei wiederholtem Umlauf in den großen Behälter (22) gelangen.
2. Ausführungsform der im 1. Anspruch genannten Verteilungsvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mehreren engen, sternförmig zueinander gestellten, fein gelochten Rohren gebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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