DE215260C - - Google Patents
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- DE215260C DE215260C DENDAT215260D DE215260DA DE215260C DE 215260 C DE215260 C DE 215260C DE NDAT215260 D DENDAT215260 D DE NDAT215260D DE 215260D A DE215260D A DE 215260DA DE 215260 C DE215260 C DE 215260C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
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- H02P1/18—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual DC motor
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■— .M 215260 KLASSE
21 c. GRUPPE
Dr. MARTIN KALLMANN in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. November 1908 ab.
In den Patentschriften 167804 und 186056
sind bereits Verfahren zum Anlassen von Elektromotoren unter Benutzung sogenannter
Variationswiderstände oder Variatoren, bestehend aus Leitern von hohem positiven Temperaturkoeffizienten,
insbesondere Eisen,' und zwar in der Regel in Zusammenschaltung mit
Widerständen von geringem Temperaturkoeffizienten beschrieben worden.
Die nachfolgend beschriebene Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen an solchen Anlassern,
wenn dieselben wenigstens zum Teil von Hand beeinflußt werden sollen, und hat
eine praktische Vereinfachung und Erhöhung der Betriebssicherheit zum Zweck.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Variationswiderstände, die in der Regel aus ziemlich
dünnem Eisendraht in Glasröhren mit Wasserstoffüllung
von angemessenem Druck und Vo-
lumen bestehen, sehr schnell ansprechen, wenn sie unmittelbar an die von ihnen maximal
aufzunehmende Spannung angelegt werden. So zeigt z. B. Fig. 1 das Verhalten eines für
maximal etwa 4 Ampere bestimmten Variators, wenn er an 110 Volt angeschlossen ist.
Sein Widerstand von anfänglich 2 Ohm steigt in kaltem Zustande nach 1Z10 Sekunde bereits
auf über 10 Ohm und nach 1Z3 Sekunde auf
etwa 20 Ohm, bis er schließlich mit etwa 27 Ohm nach einigen Sekunden allmählich den
Endwert erreicht. Von etwa 10 Ohm ab befindet er sich bereits im glühenden Zustande.
■ Ebenso schnell wie der Widerstand sich erhöht, sinkt der Strom von anfänglich über
30 Ampere (theoretisch sogar über 50 Ampere, was aber selbst an einem Oszillographen nicht
mehr sichtbar ist) auf etwa io Ampere nach 1Z10 Sekunde, auf etwa 51Z2 Ampere nach
1Z3 Sekunde usw. Der Endwert ist nach.mehreren
Sekunden etwas über 4 Ampere.
Diese starke Widerstandszunahme der Variatoren macht dieselben in hervorragendem
Maße beim Beginn des Anlassens brauchbar, indem schon nach etwa 1Z4 Sekunde ihr allmählicher
Abkühlungsprozeß und damit die selbsttätige Beschleunigung des Motors eintreten kann.
Nach den Vorschriften der meisten Elektrizitätswerke
ist es jedoch nicht zulässig, den Strom selbst nur, wie ersichtlich, für 1Z10 Sekunde
auf mehr als das etwa 2 1J2 fache des
Betriebsstromes ansteigen zu lassen. Daher werden nach der Patentschrift 186056 zur Abschwächung
des Stromstoßes Nickelin- oder ähnliche Widerstände von geringem Temperaturkoeffizienten
vorgeschaltet.
Fig. 2 zeigt das Verhalten desselben Variators wie in Fig. 1, jedoch unter Vorschaltung
eines Nickelinwiderstandes, welcher 27 Ohm beträgt, also ebensoviel, wie der Widerstand des
glühenden Variators im Endzustande beträgt.
Legt man diesen Widerstand von 27 Ohm nebst dahintergeschaltetem Variator an 220 Volt,
so ist das Verhalten des Variators nach Fig. 2 erheblich anders als nach Fig. 1. Die Spannung
am Variator steigt jetzt allmählich mit zunehmendem Eigenwiderstande desselben von
anfänglich 20 Volt bis etwa 102 Volt innerhalb der ersten 2 Sekunden an (die strichpunktierte
Linie), der Widerstand des Variators steigt ebenfalls erst innerhalb 2 Sekunden
von etwa 2 Ohm bis' etwa 20 Ohm an, und
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der Strom, der anfänglich nur mit etwa 8 Ampere einsetzte, fällt ganz allmählich in
etwa 2 Sekunden auf etwa 5 Ampere herab. Somit entsteht kein plötzlicher Vorgang mehr
am Variator, sondern ein recht langsamer, der etwa sechsmal so viel Zeit beansprucht, um
dieselben Werte zu ergeben, wie in Fig. 1.
Es ist natürlich anzustreben, die Verschlechterung der Variatoren durch die Vorschaltung
solcher im folgenden als konstant bezeichneten Widerstände nach Möglichkeit zu verringern,
jedenfalls die schädliche Einwirkung des auf die Variatoren ungünstig wirkenden Widerstandes
der Größe und der Zeit nach auf ein Mindestmaß zu beschränken. Es ist auch er- - . sichtlich, daß, wenn man außer dem Motor
nur Variatoren im Stromkreis hätte, mithin der größere Anfangsstromstoß gestattet wäre,
die Mehrzahl der Anlasser in einer Stufe, also vollständig auf einmal abgeschaltet werden
könnte; denn die Variatoren hätten sich alsdann am Ende der Anlaufperiode nach anfänglichem
Aufglühen so weit abgekühlt und im Widerstände verringert, daß man sie, wenn
man sie nicht, wie z. B. bei intermittierenden Betrieben, der Einfachheit halber dem Anker
vorgeschaltet lassen will, auf einmal kurz schließen könnte, ohne daß der Stromstoß
und der Ruck auf den Motor zu groß würde. Dieses lediglich mit Variatoren bewirkte
sehr einfache Anlassen ist einstufig ausführbar. Bei Mitvorschaltung von konstanten Widerständen
wenigstens bei größeren Motoren ist es j edoch nicht mehr möglich, da der Stromstoß
bei Abschaltung der Widerstände und damit der Ruck auf den Motor zu groß würde. Benutzt man nun Variationsanlasser mit
einfachem Handbetrieb, so setzt man die Variatoren bei in der Praxis meist nicht zu vermeidender,
zweistufiger Abschaltung unter Umständen der Gefahr der Zerstörung aus; denn, wenn die Spannung am Motor infolge
langsamen Anlaufs noch nicht hoch genug gestiegen ist und man vorzeitig den konstanten
Widerstand kurzschließt (erste Stufe), so müssen die noch vorgeschaltet bleibenden Variatoren
eine übermäßig hohe Spannung aufnehmen, z. B. bei 220 Volt Netzspannung etwa 160 Volt,
während sie nur iiö Volt aushalten können;
sie werden also zerstört, da die Geschwindigkeitszunahme des Motors nicht so schnell erfolgen
konnte, wie zur Spannungsvernichtung nötig gewesen wäre.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen nun Einrichtungen,'
■ 55 um diese Unbequemlichkeiten und Störungen bei Anwendung von Handvariationsanlassern
zu vermeiden, und auch gleichzeitig die Eingangs erwähnten, besonders durch die Kurven
der Fig. 2 erläuterten schädlichen Beeinflussungen der Variatorwirkung nach Möglichkeit zu
verhüten.
Zu diesem Zwecke wird auch bei Handbetrieb der Variationsanlasser doch ein Teil der
Schaltungen selbsttätig durch ein Relais ausgeführt, in der Regel in der Weise, daß die
erste Stufe, d. h. die Abschaltung des konstanten Widerstandes durch das Relais und
nur die endgültige, vollständige Abschaltung, auch der Variatoren, durch eine Schalterbewegung
(Stufe 2) von Hand erfolgt. Man erreicht dadurch einerseits, daß der konstante ·
Widerstand im richtigen Zeitpunkt viel genauer, als man dies beim Abwarten mit der
Hand bewirken könnte, vom Relais abgeschaltet wird, also z. B. bei schnellem Motoranlauf
schon nach 1Z4 Sekunde, bei langsamen erst
nach ι Sekunde usw., jedenfalls so früh wie es für die Variatoren irgend zulässig ist, andererseits,
daß ein Durchbrennen der Variatoren unmöglich ist. Da der Schalter nämlieh
erst nach dem Arbeiten des Relais weiter gedreht wird, so sind die Variatoren vor Zerstörung
geschützt und man kann allenfalls die zweite Schaltstufe von Hand zu früh abschalten,
dadurch werden aber, auch die Variatoren abgeschaltet. Diese sind also stets
außer Gefahr, selbst bei viel zu vorzeitiger Kurzschließung (Stufe 2). Im letzten Falle
könnte vielleicht die Sicherung abschmelzen und der Motor einen zu starken Ruck bekommen,
wie dies auch sonst bei falscher Handhabung gewöhnlicher Anlasser nicht ausgeschlossen
ist.
Die möglichst schnelle Abschaltung der Stufe ι durch das Relais hat den Zweck, so
früh als irgend möglich die nur zur Verhütung des ersten Stromstoßes auf das Netz vorgeschalteten
konstanten Widerstände abzuschalten, um alsdann eine ähnliche, schnelle und günstige, durch Fig. 1 dargestellte. Wirkung
der dann allein verbleibenden Variatoren zu erreichen. Der zweite Stromstoß kann dann
ebenfalls in der zulässigen Grenze gehalten werden. Die Variatoren werden in der Regel
ihren Glühgrad nach dem Ansprechen des Relais erlangen, wenn es sich nicht um einen
schwereren Anlauf handelt, bei welchem sie auch schon im Augenblick .der Einschaltung
zur Glut gebracht werden können.
In Fig. 3 ist der Übersichtlichkeit halber ein doppelpoliger Umschalter angewendet. In der
Einschaltstellung berühren die Kontaktarme 13 und 14, welche um 11 bzw. 12 drehbar sind,
die Kontakte 15 bzw. 17. Der Strom durchfließt
den konstanten Widerstand 1, die Variatoren 2 und den Motoranker 3. Bei Nebenschlußmotoren
ist das Feld 4, wie dargestellt, in bekannter Art zum gefahrlosen Ausgleich des Extrastromes angeschlossen. Der Motor
setzt sich in Gang und gelangt bis etwas über die halbe Drehzahl, z. B. 125 Volt bei 220 Voltanlagen.
. . -
Wie die Fig. 3 zeigt, berührt der Kontaktarm 14 auch gleichzeitig ein bewegliches,
kleines Kontaktstück 10, wodurch die mit dem einen Ende an den einen Motorpol angeschlossene
Wicklung 9 . eines Relais über 17 mit dem anderen Motorpol verbunden und dadurch
an die beiden Klemmen des Motorankers angeschlossen wird. Das Relais ist so eingestellt, daß es bei der eben erwähnten
Spannung von beispielsweise 125 Volt seinen Anker 5 anzieht, der mit dem Kontaktstück 6
die beiden festen Kontakte 7 und 8 berührt und den konstanten Widerstand 1 kurz
schließt. Bei mäßig schnellem oder langsamem Anlauf des Motors waren die Variatoren 2
zum Glühen gelangt, hatten ihren Widerstand um ein Mehrfaches erhöht und ihn inzwischen
mit zunehmender Motorgeschwindigkeit wieder verringert. Im Augenblick der Kurzschließung
von ι glühen die Variatoren in der Regel wieder auf, da die bisher von diesem Widerstand
ι vernichtete Spannung nunmehr von ihnen aufgenommen werden muß.
Hiermit ist die erste Stufe des Anlassens beendigt. Die Variatoren kühlen sich wieder
ab, während die elektromotorische Gegenkraft des Ankers in demselben Maße zunimmt, bis
diese etwa 200 Volt erreicht, worauf dann ohne erheblichen Stromstoß die Abschaltung
des gesamten Widerstandes durch Weit er drehung der Kontaktarme 13 und 14 auf 16
bzw. wie früher 17 von Hand vorgenommen wird. Nunmehr geht der Strom von -|- und —■
unmittelbar in den Motoranker 3.
Man erkennt . den Augenblick, in welchem diese zweite Stufe von Hand abgeschaltet werden darf, daran, daß vorher der Relaisanker 5
angezogen sein muß, was auch durch eine farbige Scheibe oder eine ähnliche Vorrichtung,
wie sie bei sogenannten Bogenlampenindikatoren üblich ist, angezeigt werden oder
welche Vorrichtung auch zur Schaltersperrung dienen kann. Man kann den richtigen Zeitpunkt
auch ferner an den Variatoren beobachten/ deren Glühzustand jedenfalls wieder verschwunden sein muß, bevor der doppelpolige
Schalter auf die Endstellung zu bringen ist.
Die Kurzschließung des Widerstandes 1 durch das Relais 9 ist nun nicht mehr erforderlich, da die Kontakte 16 und 17 alles
überbrücken; infolgedessen wird zweckmäßig nunmehr die Wicklung 9 unterbrochen, was
durch Vorbeibewegen von 14 an dem bewegliehen Kontakt 10 geschieht. Um bei der
Rückbewegung des Schalters zwecks Ausschaltung des Motors nicht erst das Relais wieder einzuschalten, was infolge der elektromotorischen
Gegenkraft des auch nach Abschaltung vom Netz auslaufenden Ankers geschehen würde, ist die Rückseite des beweglichen
Kontaktarmes 10 mit Isoliermaterial belegt, so daß der Kontaktarm 14 vorüberstreifend keine Verbindung herstellen kann.
Wie ersichtlich, ist mit diesem Umschalter auch gleich eine doppelpolige Abschaltung des
Motors erreicht, was mit gewöhnlichen Anlassern in der Regel nicht der Fall ist, jedoch
häufig vorgeschrieben wird. Das Relais 9 braucht, da es nur wenige Sekunden
während der Stufe 1 eingeschaltet ist, nur ganz klein bemessen zu sein.
Fig. 4 zeigt eine praktische Ausführungsform derselben Einrichtung mit einem der bekannten
Drehschalter. Mit 17 ist der drehbare Stern, welcher sechs Zacken beiderseitig
hat, bezeichnet. Zwei von den Zacken sind ohne Belegung, die übrigen, vier sind zu je
zwei durch metallische Belegungen im Zusammenhang, was durch die schwarze Farbe angedeutet ist. 18 bis 23 stellen die sechs
Kontaktfedern ,dar. Die Wirkungsweise ist wie in Fig. 3 derart, daß in der gezeichneten
Ausschaltstellung die Zuführungen 21 und 22 zweipolig abgeschaltet sind. In der ersten
Einschaltstellung, also bei Weiterdrehung um eine Zacke, geht der Strom von 21 über 18
in den konstanten Widerstand 1, die Variatoren 2, den Anker. 3, durch die Kontaktfeder
19 zu 22 und zum Minuspol. Gleichzeitig ist das Relais 9 bereits angeschlossen, da 23
in Verbindung mit 19 kommt, während 20 auf einem Isolierstück liegt.
Mit zunehmender Motorgeschwindigkeit zieht 9 den Anker 5 an und schließt durch 6 und
die Kontakte 7 und 8 in der ersten Stufe den Widerstand 1 kurz. In der zweiten Stufe
erfolgt die Kurzschließung des gesamten Widerstandes durch Weiterdrehung des Sternes 17
um einen Kontakt, wodurch 21 wiederum mit 18 und 22 mit 19, gleichzeitig aber auch 20
mit 18 in Verbindung kommt, was der Kurzschließung von ι und 2 entspricht. In dieser
Stellung ist aber andererseits die Feder 23 auf ein Isolierstück gelangt, und, wie beabsichtigt,
das nunmehr unnötige Relais 9 wieder unterbrochen. .
Fig. 5 zeigt dieselbe Einrichtung beispielshalber unter Anwendung nur eines einpoligen
Schalters, wobei, wie es in manchen Anlagen mit Vorteil möglich ist, von der Anwendung
konstanter Widerstände ganz oder nahezu vollständig abgesehen ist. Hierdurch wird allerdings,
wie eingangs erläutert, während etwa Y10 Sekunde ein etwas größerer Anfangsstromstoß
(z. B. das Fünffache des Normalstromes statt des sonst meist nur zulässigen 2χ/2 fachen)
herbeigeführt, andererseits aber kommen in beiden Stufen, selbst bei schnellem Anlauf des
Motors, die Variatoren besser zur Wirkung. Bei der Einschaltung, also Stellung des Hebels
25 auf 26, sind die Variatoren α und δ
dem Anker 3 vorgeschaltet und glühen beide auf, um sich alsbald wieder abzukühlen. Das
Relais 9 ist an den Anker 3 angeschlossen und wird, wenn etwa die halbe Drehzahl erreicht
ist (der Schalter 28 ist geschlossen), genügend erregt sein, um durch Überbrückung
von 7 und 8 die erste Abteilung der Variatoren α kurzzuschließen. Nunmehr nimmt die
Motorgeschwindigkeit weiter zu, und bei Weiterbewegung von 25 gleichzeitig auf 26 und 27
werden alle Variatoren kurzgeschlossen. Vorher hatten noch die Variatoren b zum zweitenmal
ihren Widerstand erhöht, als α kurzgeschlossen wurde. Der Schalter 28 kann nunmehr
wieder geöffnet werden, da das Relais 9 während des Betriebes nicht erforderlich ist.
Zweckmäßig wird 28 gleich mit dem Hauptschalter, ähnlich wie in Fig. 3 und 4, vereinigt.
Die vorstehend geschilderten Ausführungen lassen sich auch in anderer Form herstellen,
wobei die besonderen Verhältnisse mancher Motorbetriebe berücksichtigt werden können,
stets beruhend auf dem Grundgedanken, daß eine Art halb selbsttätiger und halb von Hand erfolgender
Anlasserbeeinflussung derart vereinigt ist, daß mit möglichst einfachen Schaltvorrichtungen
im Sinne der Eigenart der Variatoren gearbeitet werden kann.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:I. Einrichtung zum Anlassen von Elektromotoren mit Widesständen von hohem Temperaturkoeffizienten (Variationswiderständen, bei welcher das Anlassen mit mindestens zwei Widerstandsstufen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die erste oder die ersten der Stufen selbsttätig abgeschaltet werden, während die Abschaltung der übrigen Stufen von Hand erfolgt, um eine Beschädigung der Variatoren durch vorzeitiges Weiterschalten zu verhüten.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe ein Vorschaltwiderstand von geringern Temperaturkoeffizienten selbsttätig abgeschaltet wird, während in der zweiten und erforderlichenfalls in weiteren Stufen die Abschaltung · von Variationswiderständen von Hand erfolgt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei oder mehreren Stufen von Variationswiderständen die erste Stufe selbsttätig, die übrigen von Hand abgeschaltet werden.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Relais, welches zum selbsttätigen Abschalten der ersten Stufe oder Stufen der Widerstände an den Motoranker angeschaltet wird, eine Anzeigevorrichtung zur Meldung der durch das Relais vollzogenen Schaltung verbunden ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch das zur Abschaltung dienende Relais die Weiterschaltung von Hand bis nach Vollzug der Schaltung durch das Relais gesperrt ist.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des zur Abschaltung dienenden Relais nach der selbsttätigen Schaltung durch die von Hand erfolgende Weiterbewegung der Anlaß vorrichtung geöffnet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215260C true DE215260C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE215260C (de) |
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- DE DENDAT215260D patent/DE215260C/de active Active
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