DE214946C - - Google Patents
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- DE214946C DE214946C DENDAT214946D DE214946DA DE214946C DE 214946 C DE214946 C DE 214946C DE NDAT214946 D DENDAT214946 D DE NDAT214946D DE 214946D A DE214946D A DE 214946DA DE 214946 C DE214946 C DE 214946C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B1/00—Retorts
- C10B1/02—Stationary retorts
- C10B1/04—Vertical retorts
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Description
KAISERLICHES
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung von Koks und Gas in
senkrechten Koksöfen und stellt die Vereinigung an sich bekannter Einzelheiten zu einem
neuen Ganzen dar. Die bekannten Teile sind: erstens der nach der Höhe gestreckte schachtförmige
Ausbau des Ofens bei kreisrundem, ellipsenförmigem oder vieleckigem Gesamtquerschnitt
; zweitens der Aufbau der senkrechten ίο Verkokungskammer aus hohlen, die senkrechten
Feuerzüge bildenden Radialsteinen, die durch zungenartige Ansätze und entsprechende Aussparungen
sowohl an den Lage- als auch an den Stoßflächen miteinander verbunden sind; drittens
die Anlage der senkrechten Luftzüge in dem das selbständige Kammermauerwerk umgebenden
Außenmauerwerk. Die neue Wirkung dieser Vereinigung ist neben starker Erhitzung
des Verkokungsraumes eine gute Haltbarkeit des Ganzen. ·
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der neuen Einrichtung veranschaulicht.
.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die eine Ausführungsform der Einrichtung bei Weglassung des mittleren Teils des Ofens.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt in der Höhe der Bruchlinie nach Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Darstellung der inneren Gewölbsteine im Grundriß und größeren Maßstab.
Fig. 4 ist ein ähnlicher wagerechter Schnitt wie in Fig. 2 durch einen Ofen von ovalem
Querschnitt.
Bei dem neuen Ofen ist die innere Wandung, die mit dem Feuer.in Berührung kommt, aus
gegen Feuer widerstandsfähigem Stoff hergestellt. Die äußere, den Hauptofenschacht bildende
Wandung kann aus anderem Stoff, ζ. Β. aus gewöhnlichen Mauersteinen, bestehen. Dieser
Hauptofenschacht ist außen von metallischen Bändern k (Fig. 1) umgeben, welche in üblicher
Weise mit Stellschrauben zum Lockern oder Festziehen dieser Bänder versehen sind. Die
innere Verkokungskammer wird durch hohle Feuerzugsteine gebildet, die, wie Fig. 3 zeigt,
zur gegenseitigen Verbindung an den Fugen mit zungenförmigen Ansätzen und entsprechenden
Aussparungen versehen und als Gewölbesteine ausgebildet sind. Die senkrechten Fugen
dieser Feuerzugsteine verlaufen radial zu einem oder mehreren Mittelpunkten, und zwar verlaufen
die Radien in der Richtung P (Fig. 2, 3 und 4) nach dem Innern der Verkokungskammer.
Die erwähnten Gewölbsteine bilden die Hauptfeuerzüge wi, und wenn sie in der dargestellten
Weise im Innern der Hauptwandung des Ofens aufeinandergesetzt und miteinander in Eingriff
gebracht sind, können sie einer so hohen Temperatur unterworfen werden, wie sie bei einer
anderen Form des Ofens nicht möglich wäre, ohne daß die Wände beschädigt würden oder
sich ausbauchten. Eine so hohe Temperatur ist aber zum Verkoken der erwähnten Kohlensorten
erforderlich, und zwar sind derartige Kohlensorten bereits mit Erfolg in einem in
der beschriebenen Weise ausgebildeten Ofen verkokt worden.
Die vorher erwähnten Gewölbsteine bilden eine Wandbekleidung für den Ofen, die sehr
hohen Temperaturen Widerstand leistet und durch den äußeren Hauptofenschacht nicht
unterstützt wird, sowie diesem nicht als Stütze
dient. Auf diese Weise wird die Entfernung dieser Gewölbsteine zu Ausbesserungszwecken
erleichtert, und es wird jede schädliche Ausdehnung und ■ Zusammenziehung verhindert.
Da jeder Ofen in sich eine vollständige Einheit bildet, wird bei Ausbesserung eines Ofens der
Betrieb der anderen öfen nicht gestört. ,
Die Feuerzüge m (Fig. 2) werden durch Gas erhitzt, welches in diese Feuerzüge am unteren
Ende der letzteren durch' Rohre g (Fig. 1) eingeführt wird. Jeder Feuerzug m ist mit
einem besonderen Zuführungsrohr g versehen, welches einen Hahn f zur Regelung der Gaszufuhr
besitzt. In manchen Fällen, wenn. es sich um Öfen von außerordentlicher Höhe handelt,
kann noch höher herauf in die Feuerzüge ein sekundärer Gasstrom zusammen mit einem
besonderen Luftstrom eingeführt werden.
Die zur Verbrennung des Gases in den Feuerzügen m erforderliche Luft wird in den. Lufterhitzungszügen c und d bis auf eine sehr hohe Temperatur vorerhitzt. Diese Züge c und d haben den doppelten Zweck, erstens die äußere Wandung kühl zu halten und zweitens die Verbrennungsluft zu erhitzen.
Die zur Verbrennung des Gases in den Feuerzügen m erforderliche Luft wird in den. Lufterhitzungszügen c und d bis auf eine sehr hohe Temperatur vorerhitzt. Diese Züge c und d haben den doppelten Zweck, erstens die äußere Wandung kühl zu halten und zweitens die Verbrennungsluft zu erhitzen.
Die kalte Luft wird in die Züge d bei η (Fig. 1)
eingeführt, und zwar kann die Zuführung durch die Öffnungen η mit Hilfe von Ventilen oder
durch Zupflöcken in bekannter Weise geregelt
.30. werden. Durch den 'Schornsteinzug wird die kalte Luft in dem äußeren Luftkanal d aufwärts
gesaugt, so daß die äußere Wandung kühl ge-
' halten wird', alsdann strömt die Luft durch den
stärk erhitzten Kanal c abwärts und tritt in die Verbrennungskammer H am unteren Ende
der Feuerzüge in ein. In dieser Verbrennungskammer H trifft die Luft mit dem aus den Rohren
g strömenden Gas zusammen, so daß dieses vollkommen verbrannt werden kann. Durch
geeignete Regelung der Luftzufuhr kann in den Feuerzügen m jede gewünschte Temperatur
erzeugt werden.
Die Verbrennungsprodukte strömen in den wagerechten Kanal e (Fig. 1), der mit allen
senkrechten Feuerzügen m am oberen Ende der letzteren in Verbindung steht. Der Zug kann
in jedem Feuerzug m durch einen Schieber S geregelt werden. Der Kanal e (Fig. 1) ist mit
dem Schornstein oder Exhaustor verbunden.
Das Gas kann dadurch vorerhitzt werden, daß die Gasrohre durch das Kaminrohr geführt
werden. Jeder Feuerzug ist mit einer besonderen Gas- und Luftzuführungsleitüng versehen. Das
Gas kann mit Hilfe von Bunsenbrennern unter Zuführung von'primärer und sekundärer Luft
verbrannt werden, oder es kann, wie dargestellt, in einer Verbrennungskammer unter Zuführung
vorerhitzter Luft verbrannt werden. Das Gas und die Luft können unter Druck oder ohne
Druck verbrannt werden.
Am oberen und unteren Ende der Verbrennungszüge sind Besichtigungskanäle 0 angeordnet.
Die flüchtigen Produkte der Kohle werden durch das Rohr R (Fig. 1) fortgeleitet, welches
mit einer Einrichtung zum Sammeln, Reinigen oder zur sonstigen Behandlung des Gases zwecks
Gewinnung des Teers, Ammoniaks usw. in üblicher Weise in Verbindung steht.
Die Kohle wird in den Ofen A entweder, am oberen oder am unteren Ende des letzteren eingeführt,
so daß der Koks dementsprechend entweder unten oder oben entfernt wird.
Wird die Kohle am oberen Ofenende durch die mittels eines Deckels B (Fig. 1) zu verschließende
Öffnung eingeführt, so tritt der Koks infolge der eigenen Schwere durch die mittels
einer Klappe L zu verschließende untere Öffnung aus. Die Klappe L kann, wie dargestellt,
mittels einer Schraubenspindel Γ oder durch Elektrizität, Dampf, Drückwasser, Druckluft
0. dgl. angetrieben werden. Der aus dem Ofen fallende Koks wird durch einen Fördergurt fortgeschafft,
wobei der Koks durch Wasser bespritzt wird, um in üblicher Weise gekühlt zu werden. .
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ofen zur Erzeugung von Koks und Gas, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender an sich bekannter Teile, nämlich: erstens des nach der Höhe gestreckten schachtförmigen Ausbaues des Ofens bei kreisrundem, ellipsenförmigem oder vieleckigem Gesamtquerschnitt, zweitens des Aufbaues der senkrechten Verkokungskammer aus hohlen, die senkrechten Feuerzüge bildenden Radialsteinen, die durch zungenartige Ansätze und entsprechende Aussparungen sowohl an den Lage- als auch an den Stoßflächen miteinander verbunden sind, drittens der Anlage senkrechter Luftzüge in dem das selbständige Kammermauerwerk umgebenden Außenmauerwerk.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen^Berlin, öeöruckt in ber reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE214946C true DE214946C (de) |
Family
ID=476488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT214946D Active DE214946C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE214946C (de) |
-
0
- DE DENDAT214946D patent/DE214946C/de active Active
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