DE3136321C2 - Kalzinierofen zum Brennen von Kalkstein und ähnlichen mineralischen Rohstoffen - Google Patents
Kalzinierofen zum Brennen von Kalkstein und ähnlichen mineralischen RohstoffenInfo
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Abstract
Der als Schachtofen ausgebildete Ofen weist im Endbereich der Vorwärmzone (V) und im Anfangsbereich der Brennzone (B) ein gasdurchlässiges Mauerwerk (2) auf, das aus Steinen (10) besteht, dessen Seitenflächen sich von der Innen- zur Außenwand erstreckende Rillen (11) aufweist. Auf der Außenseite bildet ein Stahlmantel (12) einen Ringspalt (13) mit Rohrstutzen (14), durch die ein Druckmedium, z.B. Druckluft, ins Innere des Ofenschachts gepreßt wird. Dadurch wird das Anbacken von geschmolzener Asche, die bei Verwendung von Kohlenstaub als Brennstoff entstehen kann, zuverlässig verhindert.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kalzinierofen zum Brennen
von Kalkstein und ähnlichen mineralischen Rohstoffen mit einem Mauerwerk aus feuerfestem Material
und mit mindestens einem mit Abstand von der GSenwandung angeordneten Brenner.
Es ist bekannt, solche Öfen mit gasförmigen und flüssigen, aber auch mit festen Brennstoffen, wie z. B. Kohlenstaub,
zu beheizen. Ein solcher Ofen kann beispielsweise ein Drehrohrofen oder ein Schachtofen sein. Bekannt
ist der nach dem Regenerativ-Verfahren arbeitende Gleichstrom-Regenerativ-Schachtofen, dessen.
Wärmeverbrauch besonders günstig ist Dieser Schachtofen kann mit gasförmigen oder flüssigen, aber auch mit
festen Brennstoffen, wie z. B. Kohlenstaub beheizt werden, wobei der Brennstoff über Brennermündungen in
das Brenngut eingeführt wird, die am Ende der Vorwärmzone bzw. am Beginn der Brennzone liegen, wo
die von oben nach unten in der Schüttung im Gleichstrom strömende Verbrennungsluft eine Vorwärmtemperatur
von ca. 700°C erreicht. Es können eine oder mehrere Brennermündungen verwendet werden, die
den Endteil von in der Schüttung hängenden Rohren bilden, durch die die Brennstoffzufuhr erfolgt.
Feste Brennstoffe, z. B. Kohlenstaub, enthalten mehr oder weniger Asche. Kohlensorten, z. B. Braunkohle
weisen einen Aschengehalt von nur ca. 4% auf, während bituminöse Kohlen oder Anthrazit bis zu 22% Asche
enthalten können. Darüber hinaus ist die chemische Zusammensetzung und der Schmelzpunkt der Asche sehr
unterschiedlich. Beispielsweise kann die Asche von Braunkohle mit hohen flüchtigen Bestandteilen von
mehr als 35% eine basische Zusammensetzung aufweisen, während die Asche der meisten anderen Kohlen
sauer ist Der Aschenschmelzpunkt kann zwischen 1100
und 15000C schwanken. Die Anordnung der Brennermündungen
bzw. der Brennstofflanzen muß in einer solchen Entfernung von der Ofenwand erfolgen, daß auch
der an der Ofenwand liegende Kalkstein ψut durchgebrannt
wird. Bei der Verbrennung von Brennstoffen mit
ίο hohem Heizwert mit auf ca. 7000C vorgewärmter Luft
entstehen sehr hohe Flammentemperaturen, die bei der Verwendung von flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen
durchaus erwünscht sind, weil gerade am Beginn der Brennzone eines Gleichstrom-Regenerativ-Kalk-Schachtofens
der Wärmebedarf zum Brennen von Kalkstein sehr groß ist; für die Zustellung der Ofenwände
kann ein geeignetes feuerfestes Material ausgewählt werden, das durch die hohe Temperatur der Rauchgase
' nicht beschädigt wird.
Wird für die Beheizung eines Kalzinierofens aschehaitiger Kohlenstaub verwendet kann sich, insbesondere
wenn die Asche einen niedrigen Schmelzpunkt aufweist geschmolzene Asche am feuerfesten Mauerwerk
ansetzen. Diese Ansätze können im Laufe der Zeit so stark wachsen, daß ein geregelter Ofengang und die
Erzeugung einer guten Kalkqualität nicht mehr möglich sind
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kalzinierofen der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten,
daß die Slidung störender Ansätze an der Ofenwandung zuverlässig verhindert werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst daß im Bereich der Brennermündung das Mauerwerk
gasdurchlässig ausgebildet und außenseitig von einem Druckmedium beaufschlagt ist
rungsbeispiel dargestellt und nachfolgend beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 einen Vertikalschnitt eines Teils eines Schachtofens im Endbereich der Vorwärmzone und im Anfangsbereich der Brennzone,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in F i g. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht eines Steins des Mauerwerks des Ofens nach F i g. 1 und
F i g. 1 einen Vertikalschnitt eines Teils eines Schachtofens im Endbereich der Vorwärmzone und im Anfangsbereich der Brennzone,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in F i g. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht eines Steins des Mauerwerks des Ofens nach F i g. 1 und
F i g. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Teils der Innenwandung
des Mauerwerks.
Die Erfindung wird in Verbindung mit einem Schachtofen beschrieben, bei dem die Zuführung des Brennstoffes,
z. B. Kohlenstaub, mittels im Schacht aufgehängter Brennstofflanzen erfolgt von denen in F i g. 1 eine
Brennstofflanze 3 dargestellt ist Die Brennstoffmündung 4 der Lanze 3 definiert das Ende der Vorwärmzone
Vbzw. den Beginn der Brennzone B. Die Brennstofflanze 3 ist im Abstand zum Mauerwerk 1 des Ofens
angeordnet. Das Mauerwerk 1 kann in verschiedener Weise ausgebildet sein. Im Bereich der Vorwärmzone V
besteht das innenseitige Mauerwerk 5 aus feuerfesten Steinen, z. B. Schamottesteinen, an die nach außen hin
feuerfeste Platten 6 anschließen. Es folgen dann eine weitere feuerfeste Schicht 7 und eine Isolierschicht 8,
um die sich ein Stahlmantel 9 legt. In der Brennzone B
besteht das Mauerwerk 1 aus feuerfesten Steinen 10, z. B. Magnesitsteinen, an die feuerfeste Platten 6 und
eine Isolierschicht 8 und dann der Stahlmantcl 9 anschließen.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, ist in einem Bereich, der im Endbereich der Vorwärmzone Vbeginnt und im Anfangsbereich
der Brennzone Sendet, das Mauerwerk 2
gasdurchlässig ausgebildet Wie aus der vergrößerten Darstellung in F i g. 3 und 4 ersichtlich ist, sind die Steine
10 auf den beiden Seitenflächen mit Rillen 11 versehen,
die sich durch die Breite des Mauerwerks erstrecken. Durch die Rillen 11 der Steine 10 wird ein Druckgas,
z. B. Druckluft, ins Innere des Ofenschachtes gedrückt Es bildet sich somit Ober der Höhe der mit den Rillen 11
versehenen Steinen einen Kühlgasschleier, der das Anbacken von ge^hmolzener Asche zuverlässig verhindert
Das Mauerwerk 2 weist auf der Außenseite einen Stahlmantel 12 auf, der um die Außenwandung einen
Ringspalt 13 bildet In den Ringspalt 13 wird über Rohrstutzen 14 ein Druckmedium, z. B. Druckluft gefördert,
das durch die Rillen 11 der Steine 10 ins Innere des Ofenschachtes gelangt
Anstelle der mit den Rillen 11 versehenen Steine 10 kann das Mauerwerk 2 aus feuerfesten Steinen bestehen,
die eine größere Zahl von Poren oder kapillaren öffnungen aufweisen. In diesem Fall ist das Anbringen
von Rillen an den Seitenwänden nicht erforderlich, da
das Druckmedium durch die Poren oder kapillaren Öffnungen
ins Innere des Ofenschachtes eindringen kann und in gleicher Weise das Anbacken von geschmolzener
Asche verhindert
Aus F i g. 2 ist ersichtlich, daß der Ofenschacht einen kreisförmigen Querschnitt mit einer Schachtachse 15
aufweist Der im Mauerwerk 2 den Ringspalt 13 bildende Stahlmantel 12 ist mittels Stützen 16 im gewünschten
Abstand von den Steinen 10 gehalten, während der äußere Stahlmantel 9 mittels Stützen 17 am inneren Stahlmantel
12 abgestützt ist
Das beschriebene gasdurchlässige Mauerwerk kann in sinngemäß gleicher Weise auch bei anderen Kalzinieröfen,
z. B. bei Drehrohrofen angewandt werden.
35
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
50
55
60
Ö5
Claims (5)
1. Kalzinierofen zum Brennen von Kalkstein und ähnlichen mineralischen Rohstoffen, mit einem Mauerwerk
aus feuerfestem Material und mit mindestens einem Brenner mit einer mit Abstand von der Ofenwandung
angeordneten Brennermündung, dadurch gekennzeichnet, daß das Mauerwerk
(2) im Bereich der Brennermündung (4) gasdurchlässig aus feuerfesten Steinen (10), von denen mindestens
eine Seitenwand mit von der Außen- zur Innenseite verlaufenden Rillen (11) versehen ist, gebildet
und an seiner Außenseite von einem spaltförmigen Raum umgeben ist der mit einem Druckmedium
beaufschlagt ist
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der spaltförmige Raum (13) durch einen mit Abstand
von der Außenwand angeordneten Metallmantel f 12) gebildet ist und mindestens einen AnschiuS
(Ϊ4) tür die Zuleitung des Druckmediums aufweist
3. Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß der Ofen ein Schachtofen, z. B. ein
Gleichstrom-Regenerativ-Schachtofen.ist
4. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß der Schachtofen ein mit Kohlenstaub beheizter
Ofen ist
5. Ofen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet
daß das für den Gasdurchlaß ausgebildete Mauerwck (2) sich vom Endbereich der Vorwärmzone
(V) bis in den Anfar^sbereich der Brennzone (B) des Schachtes, vorzugsweise über 1,5 bis 3,5 m
erstreckt.
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