DE2148366B2 - Verfahren zur untertunnelung von strassen - Google Patents

Verfahren zur untertunnelung von strassen

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DE2148366B2
DE2148366B2 DE19712148366 DE2148366A DE2148366B2 DE 2148366 B2 DE2148366 B2 DE 2148366B2 DE 19712148366 DE19712148366 DE 19712148366 DE 2148366 A DE2148366 A DE 2148366A DE 2148366 B2 DE2148366 B2 DE 2148366B2
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DE2148366A1 (de
DE2148366C3 (de
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Theodor 2200 Besenbeck; Arndts Erich 2000 Hamburg Musfeldt
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Emka Ingenieurgesellschaft für Bauwerksdurchpressungen mbH, 2000 Hamburg
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/005Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries by forcing prefabricated elements through the ground, e.g. by pushing lining from an access pit

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  • Road Paving Structures (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung muß gegenüber bekannten Verfahren der Verkehrszufluß vorteilhaft nur kurzfristig für ein paar Stunden, die zweckmäßig in verkehrsarme Zeilen verlegt werden, für jeweils nur eine Fahrbahnhälfte unterbrochen werden, um den alten Fahrbahnbelag abzutragen, die Verschubträger einzulegen und eine Stahlplatte aufzulegen, über die dann der Verkehr während der anschließenden Bauarbeiten in beiden Richtungen voll weiterlTeßen kann. Wenn sich der Tunnelkörper an der gewünschten Stelle befindet, ist vorteilhaft wiederum nur eine kurzzeitige und jeweils nur hälftige Fahrbahnunterbrechung erforderlich, um die Fahrbahndecke wieder aufzubringen.
Das Einschieben der Tunnelkörper erfolgt dann gewissermaßen unter dem Schutz der Stahlplatten, die von den die Lasten aufnehmenden Verschubträgern getragen werden, die im Sinne herkömmlicher Bauverfahren keine Hilfsbrücken darstellen.
Sobald dabei die Stahlplatten selbst verschoben werden müssen, erfordert dies vorteilhaft keine Verkehrsunterbrechung, da das Verschieben so langsam vor sich geht, daß dieser Verschub (maximal 5 m/h) weder von einem darüberfahrenden Fahrer bemerkt, noch die Fahrsicherheit in diesem kurzen Fahrbahnabschnitt beeinträchtigt wird. Rampen, die eine Geschwindigkeitsverminderung des Verkehrsflusses verlangen, sind nicht erforderlich.
Die angegebene prinzipielle Lösung ist in zwei Varianten durchführbar.
Die erste und vorzugsweise zu benutzende Variante besteht darin, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung der einen Fahrbahnhälfte der Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem Bereich Verschubträger und über diesen eine die alte Fahrbahn ersetzende Stahlplatte angeordnet wird, wonach bei Umleitung des Verkehrs über die Stahlplatte die andere Fahrbahnhälfte abgehoben und die Verschubträger in diese Hälfte und bis auf den vorgefertigten Tunnelkörper geschoben und dann diese Hälfte ebenfalls mit einer Stahlplatte abgedeckt wird, wonach bei fließendem Verkehr bei gleichzeitigem Einschieben des Tunnelkörpers und Ausräumen der stirnseitigen Bodenmassen durch über dem Tunnelkörper im Abstand der Verschubträger angeordnete weitere Stahlplatten die die Fahrbahn abdeckenden Stahlplatten in Vorschubrichtung mit den Verschubträgern verschoben werden und wonach schließlich wieder bei einbahniger Verkehrsunterbrechung die nachgeschobenen Stahlplatten nacheinander entfernt und der Fahrbahnbelag auf der jeweils nicht befahrbaren Hälfte wieder aufgebracht
Die zweite Variante besteht demgegenüber darin, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung die verkehrsfreie Hälfte der Fahrbahn abgehoben und dort bis über den Tunnelkörper reichende Verschubträger und eine entsprechend lange ein- oder mehrteilige Stahlplatte angeordnet werden und anschließend bei Verkehrsumleitung über die installierte Stahlplatte die andere Hälfte abgehoben wird, wonach diese Hälfte bei (,0 gleichzeitigem Vorschub von Baukörper. Verschubträgern und Stahlplatte mit dieser abgedeckt und wieder für den Verkehr freigegeben wird und daß danach bei fließendem Verkehr der Tunnelkörper mit den Verschubträgern und der Stahlplatte bei stirnscitiger fts Räumung der Bodenmassen vor dem Tunnelkörper an die Einbaustelle verschoben wird, wonach die Stahlplatte mit den Verschubträgern bei nachfolgend einseitiger Verkehrsunterbrechung von den Fahrbahnhälfien nacheinander weggeschoben und der Fahrbahnbelag auf der jeweils nicht befahrenen Hälfte wieder aufgebracht wird. .
Der geschilderte Vorgang kann bei ausreichender Höhendifferenz zwischen Straßenoberkante und Oberkante Bauwerk im Bereich der Stahlplatten auch von der baukörpernahen Seite her bei der ersten Variante erfolgen. Der Unterschied besteht also bei diesen beiden Varianten darin, daß bei der ersten Variante die Fahrbahnhälften nacheinander von der baukörperfernen oder baukörpernahen Seite aus abgedeckt werden, wonach die Stahlplatte beim Vorschub des Tunnelkörpers wieder herausgeschoben werden, während bei der anderen Variante der Ersatz der Fahrbahnhälften von der Baukörperseite aus erfolgt, und theoretisch mit einer einzigen großen Stahlplatte erfolgen könnte. Ja diese im Verlauf des ganzen Bauvorhabens lediglich von einer zur anderen Seite durchzuschieben ist.
Bei der ersten Variante werden die Verschubträger von einem entsprechend hoch bemessenen Auflager abgehoben, so daß diese Träger in allen Phasen eine ausreichende Auflage haben, nämlich Auflager — Fahrbahnbett
Fahrbahnbett — Tunnelkörper Tunnelkörper — Fahrbahnbett — Auflager Tunnelkörper - Auflager.
Bei der zweiten Variante würde die Auflage gegeben sein durch
Tunnelkörper — Fahrbahnbett Tunnelkörper - Fahrbahnbett - Auflager Tunnelkörper — Auflager.
Das Einschieben des Tunnelkörpers erfolgt natürlich unter Ausräumen der Bodenmassen nur jeweils unmittelbar vor dem Tunnelkörper, der zu diesem Zweck als beidseitig offener Hohlkörper in bekannter Weise ausgebildet ist, so daß eine entsprechende Räumvorrichtung im Tunnelkörper selbst untergebracht werden kann.
Es wird in an sich bekannter Weise bewirkt durch den Einsatz hydraulischer Pressen, die zwischen einem Widerlager und dem Tunnelkörper bzw. entsprechenden Zwischenlagestücken angeordnet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anwendbar fur einteilige Tunnelkörper, die in ihrem freien Querschnitt so bemessen sind, daß sie die Durchführung normaler Straßenbreiten zulassen. Es können aber auch zwei Tunnelkörper unmittelbar nebeneinander in Stellung gebracht werden, und zwar für jede Fahrtrichtung einer und schließlich ist es auch möglich, zwei Tunnelkörper auf größerer Distanz einzuschieben, die dann Widerlager für ein nach dem gleichen Prinzip einzuschiebendes Überbrückungsteil bilden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachlolgenc an Hand der zeichnerischen Darstellung einzelne! Bauphasen verdeutlicht. .
In dieser Darstellung zeigt schematisch jeweils in Schnitt und in Draufsicht
F i g. 1 die Anfangsphase.
F i g. la die Anfangsphasc gemäß F i g. 1 im Schnitt, [■"ig. 2 die Anfangsphase nach Auflage der erstei
Stahlplatte,
Fig 2adieSchnittdarstcilungder F 1 g. 2a,
F i g. J die wieder voll befahrbare Fahrbahn mit /.wc Stahlplatten.
F i g Ja die Schniitdarstellung der I-1 g. J.
I-ig.4 den Beginn der Einschubphase fur de Tunnelkörper,
F i g. 4a die Schnittdarstellung der F i g. 4.
F i g. 5 eine weitere Vorschubphasc des Tunnclkörpers,
F i g. 5a die Schnittdarslellung der F i g. 5.
F i g. 6 den Tunnelkörper in seiner Endsiellung und
F i g. 6a die Schnittdarstellung der F i g. b.
Die Fig. 1 bis 6a beziehen sich alle auf die oben erwähnte erste Variante.
Die mit dem Tunnelkörper I zu untertunnelnde Fahrbahn ist mit 2 bezeichnet. 3 sind sogenannte Verschubträger, die vor Beginn des Vorschubes auf einem Auflager 4 und zusätzlichen Stützen 5 ruhen. 2' bzw. 2" sind die Fahrbahnhälften und 6 sind die Stahlplatten.
Für die Arbeitsphase nach Fig. 1, la sind bereits alle Vorbereitungen getroffen, d. h., der fertige Tunnelkörper 1 steht neben der nicht gesperrten Fahrbahnhälfte 2". Auf der gesperrten Fahrbahnhälfte 2' ist bereits die Fahrbahndecke im Bereich 7 abgehoben und die Verschubträger 3 sind vom Auflager 4 in die dargestellte Stellung geschoben. Der Bereich 7 ist in den F i g. 2, 2a bereits mit einer Stahlplatte 6 abgedeckt, die aus einem Mittelstück und wenig geneigten Auf- und Abfahrtsrampen besteht. Diese Arbeiten werden in verkehrsarmen Zeiten durchgeführt. Nunmehr kann die Fahrbahnhälfte 2" gesperrt und der Verkehr verlangsamt über die Stahlplatte 6 geführt werden.
Auf der Fahrbahnhälfte 2" wird nun ebenfalls die Fahrbahndecke abgehoben und die Verschubträger 3 werden ganz durchgeschoben, und zwar bis auf entsprechend vorbereitete Auflager 8 am Tunnelkörper 1. Danach wird die Fahrbahnhälfte 2" mit einer Stahlplatte 6 abgedeckt und noch eine weitere Stahlplatte 6 in Stellung gebracht. Diesen Zustand zeigen die Fig. 3,3a.
Auf dem Tunnelkörper I selbst werden nun auch Stahlplatten aufgelegt, womit gemäß Fig.4, 4a alle Vorbereitungen für den Beginn des Einschiebens getroffen sind, das mit Hilfe von hydraulischen Pressen 9 geschieht, die an einem entsprechend belastbaren Widerlager 10 abgestützt sind.
Nunmehr kann der Tunnelkörper 1 mit Hilfe von eingelegten Zwischenstücken 11 an die Fahrbahn herangeschoben werden, bis alle Stahlplatten 6 im Sinne der F i g. 5,5a dicht an dicht liegen.
Beim Weiterverschieben bewegen sich nun der Tunnelkörper 1. die Verschubträger 3 und alle Stahlplatten 6 nach rechts, bis die Endstellung des Tunnelkörpers 1 gemäß F i g. 6,6a erreicht ist.
Wie erwähnt, erfolgt das Einschieben des Tunnclkörpers 1 bei gleichzeitiger Räumung der Bodenmasse vor dem Tunnelkörperquerschnitt. Von einer Stellung gemäß Fig.3 ab kann dabei der Verkehr, wenn auch mit etwas reduzierter Geschwindigkeit, in beiden Richtungen fließen, und zwar trotz der seitlichen
'5 Bewegung der Stahlplatten 6.
Nach Erreichen der Endstellung gemäß F i g. b werden die Fahrbahnhälften 2', 2" wieder nacheinander gesperrt, die Stahlplatten 6 entfernt und die Fahrbahn wiederhergestellt.
Zur zweiten Variante wird auf Fig.5, 5a verwiesen. wobei davon auszugehen ist, daß bei dieser Variante nur von der Tunnelkörperseite aus gearbeitet wird, d. h. zunächst wird die Fahrbahnhälfte 2" abgehoben, dann werden die Verschubträger 3 und die Stahlplattcn 6
*5 eingeschoben. Danach wird die Fahrbahnhälfte 2' abgehoben und die Verschubträger 3 und die Stahlplatten 6 weitergeschoben, bis schließlich der Tunnelkörpcr selbst nachfolgt.
Sollte die Tunnelrichtung geneigt zur Fahrbahnrichtung verlaufen, so ist es möglich, schwache Neigungen noch mit den rechtwinklig geschnittenen Platten z.u erfassen. Bei stärkeren Neigungen müßten jedoch entsprechend trapezförmige Platten verwendet werden, da sonst bei Verwendung rechtwinkliger Platten
Aushubzwickel entstünden, die eine Freihaltung der jeweils anderen Bahn nicht mehr zuließen.
Die Stahlplatten 6 können mit geneigten und bekannten Höhenverstelleinrichtungen versehen sein. um eventuell eintretende Verläufe ausgleichen zu
können.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Untertunnelung von Straßen, Autobahnen od. dgl., wobei der einteilige oder aus mehreren Teilen bestehende vorgefertigte Tunnelkörper an seine Einbaustelle verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung der einen und dann der anderen Fahrbahnhälfte (2', 2") der Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem Bereich (7) Verschubträger (3) angeordnet und mit einer ein- oder mehrteiligen Stahlplatte (6) abgedeckt werden, wonach der Tunnelkörper (1) unter der Stahlplatte (6) bei wieder fließendem Verkehr und bei zumindest teilveisem, langsamem, gleichzeitigem Vorschub der Stahlplatte (6) und unter gleichzeitigem Ausräumen der vor dem Tunnelkörper (1) befindlichen Bodenmassen an die Einbaustelle verschoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung der einen Fahrbahnhälfte (2') der Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem Bereich Verschubträger (3) und über diesen eine die alte Fahrbahn ersetzende Stahlplatte (6) angeordnet wird, wonach bei Umleitung des Verkehrs über die Stahlplatte (6) die andere Fahrbahnhälfte (2") abgehoben und die Verschubträger (3) in diese Hälfte und bis an den vorgefertigten Tunnelkörper (1) geschoben und dann diese Hälfte ebenfalls mit einer Stahlplatte (6) abgedeckt wird, wonach bei fließendem Verkehr bei gleichzeitigem Einschieben des Tunnelkörpers (1) und Ausräumen der stirnseitigen Bodenmassen durch über dem Tunnelkörper (1) im Abstand der Verschubträger (3) angeordnete weitere Stahlplatten (6; die die Fahrbahn abdeckenden Stahlplatten (6) in Verschubrichtung mit den Verschubträgern (3) verschoben werden und danach schließlich wieder bei einbahniger Verkehrsunterbrechung die nachgeschobenen Stahlplatten (6) nacheinander entfernt und der Fahrbahnbelag auf der jeweils nicht befahrbaren Hälfte wieder aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung die verkehrsfreie Hälfte der Fahrbahn (2) abgehoben und dort bis über den Tunnelkörper (1) reichende Verschubträger (3) und eine entsprechend lange ein- oder mehrteilige Stahlplatte (6) angeordnet werden und anschließend bei Verkehrsumleitung über die installierte Stahlplatte (6) die andere Hälfte abgehoben wird, wonach diese Hälfte bei gleichzeitigem Vorschub von Tunnelkörper (1), Verschubträgern (3) und Stahlplatte (6) mit diener abgedeckt und wieder für den Verkehr freigegeben wird und daß danach bei fließendem Verkehr der Tunnelkörper (1) mit den Verschubträgern (3) und der Stahlplatte (6) bei stirnseitiger Räumung der Bodenmassen vor dem (,o Tunnelkörper (1) an die Einbaustelle verschoben wird, wonach die Stahlplatte (6) mit den Verschubträgern (3) bei nachfolgend einseitiger Verkehrsunterbrechung von den Fahrbahnhälften nacheinander weggeschoben und der Fahrbahnbelag auf der &5 jeweils nicht befahrenen Hälfte wieder aufgebracht wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unlertunnelung von Straßen, Autobahnen od. dgl., wobei der einteilige oder aus mehreren Teilen bestehende vorgefertigte Tunnelkörper an seine Einbaustclle verschoben wird.
Es ist bereits bekannt, zur Erstellung von Straßenuntertunnelungen den Tunnelkörper neben der Einbaustelle vorzuferiigen, um ihn danach in einen entsprechend ausgehobenen Durchstich des Fahrbahndammes zu verschieben. Dazu muß der Verkehr für die ganze Bauzeit umgeleitet werden, wobei es häufig, insbesonde re bei der Untertunnelung von Autobahnzubringern erforderlich ist, besondere Umleitungsstraßen anzulegen, die dann wieder abgerissen werden müssen. Solche Bauten von Untertunnelungen von bereits vorhandenen Straßen, Autobahnen od. dgl. sind mit beachtlicher Verkehrsbeeinträchtigungen und zusätzlichen Kosten verbunden.
Aus der Zeitschrift »Der Tiefbau«, 1965, S. 327 bis 332 ist ein Verfahren für das Durchpressen von Eisenbahn Überführungen durch Bahndämme unter besonderer Berücksichtigung des Eisenbahnbetriebes bekannt wobei das Instellungbringen des vorgefertigten Bahnüberführungskörpers im Schütze von Hilfsbrücken oder von Schwellenersatzträgern erfolgt. Wollte man eine solche Verfahrensweise auf den Bau von Straßenüberführungen anwenden, so wäre dies zumindest für die Zeit des Einbaues der Hilfsbrücken und derer Abdeckung mit befahrbaren Platten mit einer Verkehrsunterbrechung verbunden, wie dies nach der DT-AS 12 44 826 derart bekannt ist, daß einen den Straßenverkehr tragende die kurz gehaltene Baugrube in Querrichtung überspannende Abdeckplatte entsprechend dem Vortrieb in Vortriebsrichtung rollend oder gleitend mitgeführt wird, wobei es bei einer zweispurigen Straße erforderlich wird, den Verkehr voll zu sperren, da der Einbau der Verbauträger und ihr Ausbai nur mit schwerem Gerät, Ramme oder Bohrgeräi möglich ist, was einen erheblichen Zeitaufwanc erfordert. Für die dann folgenden Behinderungen des Verkehrs infolge der störenden Auf- und Abfahrramper wird jedoch noch wesentlich mehr Zeit verbraucht, ds die Abdeckplatten mit ihren Rampen mit Rücksicht au! den Aushub der Baugrube und deren Verbau, die Herstellung des Bauwerkes, das Verfüllen der Baugrube und des Ausbaues des Verbaues lange Zeit lieger bleiben müssen.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrun de, ein Verfahren zur Untertunnelung von Straßen zi schaffen, mit dem die Vorteile des Durchpreßverfah rens, wie sie im Eisenbahnbau bereits angewand werden, auch bei der Untertunnelung von Straßer nutzbar zu machen mit der Maßgabe, daß der fließende Verkehr jeweils nur einspurig und kurzzeitig (für wenige Stunden) unterbrochen werden muß.
Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingang; genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, dai bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechunj der einen und dann der anderen Fahrbahnhälfte dei Belag dieser Hälften abgehoben und in diesen Bereicl Verschubträger angeordnet und mit einer ein- ode mehrteiligen Stahlplatte abgedeckt werden, wonach de Tunnelkörper unter der Stahlplatte bei wieder fließen dem Verkehr und bei zumindest teilweisem, langsamein gleichzeitigem Vorschub der Stahlplatte und unte gleichzeitigem Ausräumen der vor dem Tunnclkörpe befindlichen Bodenmassen an die Einbaustelle verscho ben wird.
DE19712148366 1971-09-28 Verfahren zur Untertunnelung von Straßen Expired DE2148366C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2148366A1 DE2148366A1 (de) 1973-04-12
DE2148366B2 true DE2148366B2 (de) 1976-04-01
DE2148366C3 DE2148366C3 (de) 1976-11-11

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19725089A1 (de) * 1997-04-30 1998-11-05 Bilfinger Berger Bau Verfahren zum Herstellen eines Tunnelbauwerks unter einem bestehenden Bauwerk

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19725089A1 (de) * 1997-04-30 1998-11-05 Bilfinger Berger Bau Verfahren zum Herstellen eines Tunnelbauwerks unter einem bestehenden Bauwerk

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DE2148366A1 (de) 1973-04-12

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