DE2148366B2 - Verfahren zur untertunnelung von strassen - Google Patents
Verfahren zur untertunnelung von strassenInfo
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Description
Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung muß gegenüber bekannten Verfahren der Verkehrszufluß vorteilhaft
nur kurzfristig für ein paar Stunden, die zweckmäßig in verkehrsarme Zeilen verlegt werden, für
jeweils nur eine Fahrbahnhälfte unterbrochen werden, um den alten Fahrbahnbelag abzutragen, die Verschubträger
einzulegen und eine Stahlplatte aufzulegen, über die dann der Verkehr während der anschließenden
Bauarbeiten in beiden Richtungen voll weiterlTeßen kann. Wenn sich der Tunnelkörper an der gewünschten
Stelle befindet, ist vorteilhaft wiederum nur eine kurzzeitige und jeweils nur hälftige Fahrbahnunterbrechung
erforderlich, um die Fahrbahndecke wieder aufzubringen.
Das Einschieben der Tunnelkörper erfolgt dann gewissermaßen unter dem Schutz der Stahlplatten, die
von den die Lasten aufnehmenden Verschubträgern getragen werden, die im Sinne herkömmlicher Bauverfahren
keine Hilfsbrücken darstellen.
Sobald dabei die Stahlplatten selbst verschoben werden müssen, erfordert dies vorteilhaft keine
Verkehrsunterbrechung, da das Verschieben so langsam vor sich geht, daß dieser Verschub (maximal 5 m/h)
weder von einem darüberfahrenden Fahrer bemerkt, noch die Fahrsicherheit in diesem kurzen Fahrbahnabschnitt
beeinträchtigt wird. Rampen, die eine Geschwindigkeitsverminderung des Verkehrsflusses verlangen,
sind nicht erforderlich.
Die angegebene prinzipielle Lösung ist in zwei Varianten durchführbar.
Die erste und vorzugsweise zu benutzende Variante besteht darin, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung
der einen Fahrbahnhälfte der Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem Bereich
Verschubträger und über diesen eine die alte Fahrbahn ersetzende Stahlplatte angeordnet wird, wonach bei
Umleitung des Verkehrs über die Stahlplatte die andere Fahrbahnhälfte abgehoben und die Verschubträger in
diese Hälfte und bis auf den vorgefertigten Tunnelkörper geschoben und dann diese Hälfte ebenfalls mit einer
Stahlplatte abgedeckt wird, wonach bei fließendem Verkehr bei gleichzeitigem Einschieben des Tunnelkörpers
und Ausräumen der stirnseitigen Bodenmassen durch über dem Tunnelkörper im Abstand der
Verschubträger angeordnete weitere Stahlplatten die die Fahrbahn abdeckenden Stahlplatten in Vorschubrichtung
mit den Verschubträgern verschoben werden und wonach schließlich wieder bei einbahniger Verkehrsunterbrechung
die nachgeschobenen Stahlplatten nacheinander entfernt und der Fahrbahnbelag auf der
jeweils nicht befahrbaren Hälfte wieder aufgebracht
Die zweite Variante besteht demgegenüber darin, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung
die verkehrsfreie Hälfte der Fahrbahn abgehoben und dort bis über den Tunnelkörper reichende Verschubträger
und eine entsprechend lange ein- oder mehrteilige Stahlplatte angeordnet werden und anschließend bei
Verkehrsumleitung über die installierte Stahlplatte die andere Hälfte abgehoben wird, wonach diese Hälfte bei (,0
gleichzeitigem Vorschub von Baukörper. Verschubträgern und Stahlplatte mit dieser abgedeckt und wieder
für den Verkehr freigegeben wird und daß danach bei fließendem Verkehr der Tunnelkörper mit den Verschubträgern
und der Stahlplatte bei stirnscitiger fts
Räumung der Bodenmassen vor dem Tunnelkörper an die Einbaustelle verschoben wird, wonach die Stahlplatte
mit den Verschubträgern bei nachfolgend einseitiger Verkehrsunterbrechung von den Fahrbahnhälfien nacheinander
weggeschoben und der Fahrbahnbelag auf der jeweils nicht befahrenen Hälfte wieder aufgebracht
wird. .
Der geschilderte Vorgang kann bei ausreichender Höhendifferenz zwischen Straßenoberkante und Oberkante
Bauwerk im Bereich der Stahlplatten auch von der baukörpernahen Seite her bei der ersten Variante
erfolgen. Der Unterschied besteht also bei diesen beiden Varianten darin, daß bei der ersten Variante die
Fahrbahnhälften nacheinander von der baukörperfernen oder baukörpernahen Seite aus abgedeckt werden,
wonach die Stahlplatte beim Vorschub des Tunnelkörpers wieder herausgeschoben werden, während bei der
anderen Variante der Ersatz der Fahrbahnhälften von der Baukörperseite aus erfolgt, und theoretisch mit
einer einzigen großen Stahlplatte erfolgen könnte. Ja diese im Verlauf des ganzen Bauvorhabens lediglich von
einer zur anderen Seite durchzuschieben ist.
Bei der ersten Variante werden die Verschubträger von einem entsprechend hoch bemessenen Auflager
abgehoben, so daß diese Träger in allen Phasen eine ausreichende Auflage haben, nämlich
Auflager — Fahrbahnbett
Fahrbahnbett — Tunnelkörper Tunnelkörper — Fahrbahnbett — Auflager Tunnelkörper - Auflager.
Fahrbahnbett — Tunnelkörper Tunnelkörper — Fahrbahnbett — Auflager Tunnelkörper - Auflager.
Bei der zweiten Variante würde die Auflage gegeben sein durch
Tunnelkörper — Fahrbahnbett Tunnelkörper - Fahrbahnbett - Auflager
Tunnelkörper — Auflager.
Das Einschieben des Tunnelkörpers erfolgt natürlich unter Ausräumen der Bodenmassen nur jeweils
unmittelbar vor dem Tunnelkörper, der zu diesem Zweck als beidseitig offener Hohlkörper in bekannter
Weise ausgebildet ist, so daß eine entsprechende Räumvorrichtung im Tunnelkörper selbst untergebracht
werden kann.
Es wird in an sich bekannter Weise bewirkt durch den Einsatz hydraulischer Pressen, die zwischen einem
Widerlager und dem Tunnelkörper bzw. entsprechenden Zwischenlagestücken angeordnet werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anwendbar fur einteilige Tunnelkörper, die in ihrem freien Querschnitt
so bemessen sind, daß sie die Durchführung normaler Straßenbreiten zulassen. Es können aber auch zwei
Tunnelkörper unmittelbar nebeneinander in Stellung gebracht werden, und zwar für jede Fahrtrichtung einer
und schließlich ist es auch möglich, zwei Tunnelkörper auf größerer Distanz einzuschieben, die dann Widerlager
für ein nach dem gleichen Prinzip einzuschiebendes Überbrückungsteil bilden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachlolgenc an Hand der zeichnerischen Darstellung einzelne!
Bauphasen verdeutlicht. .
In dieser Darstellung zeigt schematisch jeweils in
Schnitt und in Draufsicht
F i g. 1 die Anfangsphase.
F i g. 1 die Anfangsphase.
F i g. la die Anfangsphasc gemäß F i g. 1 im Schnitt,
[■"ig. 2 die Anfangsphase nach Auflage der erstei
Stahlplatte,
Fig 2adieSchnittdarstcilungder F 1 g. 2a,
F i g. J die wieder voll befahrbare Fahrbahn mit /.wc
Stahlplatten.
F i g Ja die Schniitdarstellung der I-1 g. J.
I-ig.4 den Beginn der Einschubphase fur de
Tunnelkörper,
F i g. 4a die Schnittdarstellung der F i g. 4.
F i g. 5 eine weitere Vorschubphasc des Tunnclkörpers,
F i g. 5a die Schnittdarslellung der F i g. 5.
F i g. 6 den Tunnelkörper in seiner Endsiellung und
F i g. 6a die Schnittdarstellung der F i g. b.
Die Fig. 1 bis 6a beziehen sich alle auf die oben
erwähnte erste Variante.
Die mit dem Tunnelkörper I zu untertunnelnde Fahrbahn ist mit 2 bezeichnet. 3 sind sogenannte
Verschubträger, die vor Beginn des Vorschubes auf einem Auflager 4 und zusätzlichen Stützen 5 ruhen. 2'
bzw. 2" sind die Fahrbahnhälften und 6 sind die Stahlplatten.
Für die Arbeitsphase nach Fig. 1, la sind bereits alle
Vorbereitungen getroffen, d. h., der fertige Tunnelkörper 1 steht neben der nicht gesperrten Fahrbahnhälfte
2". Auf der gesperrten Fahrbahnhälfte 2' ist bereits die Fahrbahndecke im Bereich 7 abgehoben und die
Verschubträger 3 sind vom Auflager 4 in die dargestellte Stellung geschoben. Der Bereich 7 ist in den F i g. 2, 2a
bereits mit einer Stahlplatte 6 abgedeckt, die aus einem Mittelstück und wenig geneigten Auf- und Abfahrtsrampen
besteht. Diese Arbeiten werden in verkehrsarmen Zeiten durchgeführt. Nunmehr kann die Fahrbahnhälfte
2" gesperrt und der Verkehr verlangsamt über die Stahlplatte 6 geführt werden.
Auf der Fahrbahnhälfte 2" wird nun ebenfalls die Fahrbahndecke abgehoben und die Verschubträger 3
werden ganz durchgeschoben, und zwar bis auf entsprechend vorbereitete Auflager 8 am Tunnelkörper
1. Danach wird die Fahrbahnhälfte 2" mit einer Stahlplatte 6 abgedeckt und noch eine weitere
Stahlplatte 6 in Stellung gebracht. Diesen Zustand zeigen die Fig. 3,3a.
Auf dem Tunnelkörper I selbst werden nun auch Stahlplatten aufgelegt, womit gemäß Fig.4, 4a alle
Vorbereitungen für den Beginn des Einschiebens getroffen sind, das mit Hilfe von hydraulischen Pressen 9
geschieht, die an einem entsprechend belastbaren Widerlager 10 abgestützt sind.
Nunmehr kann der Tunnelkörper 1 mit Hilfe von eingelegten Zwischenstücken 11 an die Fahrbahn
herangeschoben werden, bis alle Stahlplatten 6 im Sinne der F i g. 5,5a dicht an dicht liegen.
Beim Weiterverschieben bewegen sich nun der Tunnelkörper 1. die Verschubträger 3 und alle
Stahlplatten 6 nach rechts, bis die Endstellung des Tunnelkörpers 1 gemäß F i g. 6,6a erreicht ist.
Wie erwähnt, erfolgt das Einschieben des Tunnclkörpers 1 bei gleichzeitiger Räumung der Bodenmasse vor
dem Tunnelkörperquerschnitt. Von einer Stellung gemäß Fig.3 ab kann dabei der Verkehr, wenn auch
mit etwas reduzierter Geschwindigkeit, in beiden Richtungen fließen, und zwar trotz der seitlichen
'5 Bewegung der Stahlplatten 6.
Nach Erreichen der Endstellung gemäß F i g. b werden die Fahrbahnhälften 2', 2" wieder nacheinander
gesperrt, die Stahlplatten 6 entfernt und die Fahrbahn wiederhergestellt.
Zur zweiten Variante wird auf Fig.5, 5a verwiesen.
wobei davon auszugehen ist, daß bei dieser Variante nur von der Tunnelkörperseite aus gearbeitet wird, d. h.
zunächst wird die Fahrbahnhälfte 2" abgehoben, dann werden die Verschubträger 3 und die Stahlplattcn 6
*5 eingeschoben. Danach wird die Fahrbahnhälfte 2'
abgehoben und die Verschubträger 3 und die Stahlplatten 6 weitergeschoben, bis schließlich der Tunnelkörpcr
selbst nachfolgt.
Sollte die Tunnelrichtung geneigt zur Fahrbahnrichtung verlaufen, so ist es möglich, schwache Neigungen noch mit den rechtwinklig geschnittenen Platten z.u erfassen. Bei stärkeren Neigungen müßten jedoch entsprechend trapezförmige Platten verwendet werden, da sonst bei Verwendung rechtwinkliger Platten
Sollte die Tunnelrichtung geneigt zur Fahrbahnrichtung verlaufen, so ist es möglich, schwache Neigungen noch mit den rechtwinklig geschnittenen Platten z.u erfassen. Bei stärkeren Neigungen müßten jedoch entsprechend trapezförmige Platten verwendet werden, da sonst bei Verwendung rechtwinkliger Platten
Aushubzwickel entstünden, die eine Freihaltung der jeweils anderen Bahn nicht mehr zuließen.
Die Stahlplatten 6 können mit geneigten und bekannten Höhenverstelleinrichtungen versehen sein.
um eventuell eintretende Verläufe ausgleichen zu
können.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Untertunnelung von Straßen, Autobahnen od. dgl., wobei der einteilige oder aus
mehreren Teilen bestehende vorgefertigte Tunnelkörper an seine Einbaustelle verschoben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung der einen
und dann der anderen Fahrbahnhälfte (2', 2") der Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem
Bereich (7) Verschubträger (3) angeordnet und mit einer ein- oder mehrteiligen Stahlplatte (6) abgedeckt
werden, wonach der Tunnelkörper (1) unter der Stahlplatte (6) bei wieder fließendem Verkehr
und bei zumindest teilveisem, langsamem, gleichzeitigem Vorschub der Stahlplatte (6) und unter
gleichzeitigem Ausräumen der vor dem Tunnelkörper (1) befindlichen Bodenmassen an die Einbaustelle
verschoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung der einen Fahrbahnhälfte (2') der
Belag dieser Hälfte abgehoben und in diesem Bereich Verschubträger (3) und über diesen eine die
alte Fahrbahn ersetzende Stahlplatte (6) angeordnet wird, wonach bei Umleitung des Verkehrs über die
Stahlplatte (6) die andere Fahrbahnhälfte (2") abgehoben und die Verschubträger (3) in diese
Hälfte und bis an den vorgefertigten Tunnelkörper (1) geschoben und dann diese Hälfte ebenfalls mit
einer Stahlplatte (6) abgedeckt wird, wonach bei fließendem Verkehr bei gleichzeitigem Einschieben
des Tunnelkörpers (1) und Ausräumen der stirnseitigen Bodenmassen durch über dem Tunnelkörper (1)
im Abstand der Verschubträger (3) angeordnete weitere Stahlplatten (6; die die Fahrbahn abdeckenden
Stahlplatten (6) in Verschubrichtung mit den Verschubträgern (3) verschoben werden und danach
schließlich wieder bei einbahniger Verkehrsunterbrechung die nachgeschobenen Stahlplatten (6)
nacheinander entfernt und der Fahrbahnbelag auf der jeweils nicht befahrbaren Hälfte wieder
aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechung die verkehrsfreie Hälfte der Fahrbahn
(2) abgehoben und dort bis über den Tunnelkörper (1) reichende Verschubträger (3) und
eine entsprechend lange ein- oder mehrteilige Stahlplatte (6) angeordnet werden und anschließend
bei Verkehrsumleitung über die installierte Stahlplatte (6) die andere Hälfte abgehoben wird, wonach
diese Hälfte bei gleichzeitigem Vorschub von Tunnelkörper (1), Verschubträgern (3) und Stahlplatte
(6) mit diener abgedeckt und wieder für den Verkehr freigegeben wird und daß danach bei
fließendem Verkehr der Tunnelkörper (1) mit den Verschubträgern (3) und der Stahlplatte (6) bei
stirnseitiger Räumung der Bodenmassen vor dem (,o
Tunnelkörper (1) an die Einbaustelle verschoben wird, wonach die Stahlplatte (6) mit den Verschubträgern
(3) bei nachfolgend einseitiger Verkehrsunterbrechung von den Fahrbahnhälften nacheinander
weggeschoben und der Fahrbahnbelag auf der &5
jeweils nicht befahrenen Hälfte wieder aufgebracht wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unlertunnelung
von Straßen, Autobahnen od. dgl., wobei der einteilige oder aus mehreren Teilen bestehende
vorgefertigte Tunnelkörper an seine Einbaustclle verschoben wird.
Es ist bereits bekannt, zur Erstellung von Straßenuntertunnelungen
den Tunnelkörper neben der Einbaustelle vorzuferiigen, um ihn danach in einen entsprechend
ausgehobenen Durchstich des Fahrbahndammes zu verschieben. Dazu muß der Verkehr für die ganze
Bauzeit umgeleitet werden, wobei es häufig, insbesonde re bei der Untertunnelung von Autobahnzubringern
erforderlich ist, besondere Umleitungsstraßen anzulegen, die dann wieder abgerissen werden müssen. Solche
Bauten von Untertunnelungen von bereits vorhandenen Straßen, Autobahnen od. dgl. sind mit beachtlicher
Verkehrsbeeinträchtigungen und zusätzlichen Kosten verbunden.
Aus der Zeitschrift »Der Tiefbau«, 1965, S. 327 bis 332
ist ein Verfahren für das Durchpressen von Eisenbahn Überführungen durch Bahndämme unter besonderer
Berücksichtigung des Eisenbahnbetriebes bekannt wobei das Instellungbringen des vorgefertigten Bahnüberführungskörpers
im Schütze von Hilfsbrücken oder von Schwellenersatzträgern erfolgt. Wollte man eine
solche Verfahrensweise auf den Bau von Straßenüberführungen anwenden, so wäre dies zumindest für die
Zeit des Einbaues der Hilfsbrücken und derer Abdeckung mit befahrbaren Platten mit einer Verkehrsunterbrechung verbunden, wie dies nach der DT-AS
12 44 826 derart bekannt ist, daß einen den Straßenverkehr tragende die kurz gehaltene Baugrube in
Querrichtung überspannende Abdeckplatte entsprechend dem Vortrieb in Vortriebsrichtung rollend oder
gleitend mitgeführt wird, wobei es bei einer zweispurigen Straße erforderlich wird, den Verkehr voll zu
sperren, da der Einbau der Verbauträger und ihr Ausbai nur mit schwerem Gerät, Ramme oder Bohrgeräi
möglich ist, was einen erheblichen Zeitaufwanc erfordert. Für die dann folgenden Behinderungen des
Verkehrs infolge der störenden Auf- und Abfahrramper wird jedoch noch wesentlich mehr Zeit verbraucht, ds
die Abdeckplatten mit ihren Rampen mit Rücksicht au! den Aushub der Baugrube und deren Verbau, die
Herstellung des Bauwerkes, das Verfüllen der Baugrube und des Ausbaues des Verbaues lange Zeit lieger
bleiben müssen.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrun de, ein Verfahren zur Untertunnelung von Straßen zi
schaffen, mit dem die Vorteile des Durchpreßverfah rens, wie sie im Eisenbahnbau bereits angewand
werden, auch bei der Untertunnelung von Straßer nutzbar zu machen mit der Maßgabe, daß der fließende
Verkehr jeweils nur einspurig und kurzzeitig (für wenige Stunden) unterbrochen werden muß.
Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingang; genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, dai
bei kurzzeitiger einbahniger Verkehrsunterbrechunj der einen und dann der anderen Fahrbahnhälfte dei
Belag dieser Hälften abgehoben und in diesen Bereicl Verschubträger angeordnet und mit einer ein- ode
mehrteiligen Stahlplatte abgedeckt werden, wonach de Tunnelkörper unter der Stahlplatte bei wieder fließen
dem Verkehr und bei zumindest teilweisem, langsamein gleichzeitigem Vorschub der Stahlplatte und unte
gleichzeitigem Ausräumen der vor dem Tunnclkörpe befindlichen Bodenmassen an die Einbaustelle verscho
ben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712148366 DE2148366C3 (de) | 1971-09-28 | Verfahren zur Untertunnelung von Straßen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712148366 DE2148366C3 (de) | 1971-09-28 | Verfahren zur Untertunnelung von Straßen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2148366A1 DE2148366A1 (de) | 1973-04-12 |
| DE2148366B2 true DE2148366B2 (de) | 1976-04-01 |
| DE2148366C3 DE2148366C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19725089A1 (de) * | 1997-04-30 | 1998-11-05 | Bilfinger Berger Bau | Verfahren zum Herstellen eines Tunnelbauwerks unter einem bestehenden Bauwerk |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19725089A1 (de) * | 1997-04-30 | 1998-11-05 | Bilfinger Berger Bau | Verfahren zum Herstellen eines Tunnelbauwerks unter einem bestehenden Bauwerk |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2148366A1 (de) | 1973-04-12 |
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