DE2140685C3 - Durchflußmengenmesser - Google Patents
DurchflußmengenmesserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Durchflußmengen messer, insbesondere Pneumometer, mit einer röhrenförmigen
Förderleitung und axialer Lagervorrichtung, in der ein Flügelrad drehbar gelagert ist, dessen
Flügel sich radial in Richtung auf die Innenwand der Förderleitung erstrecken, der einen Generator aufweist,
der in Abhängigkeit von der Drehung des Flügelrades elektrische Impulse erzeugt, und zwar mit einer
Inipulsfolgefrequenz, die dem Durchflußvolumen des durch die Leitung strömenden Mediums entspricht.
Ein derartiger Durchflußmengenmesser ist bereits in der USA.-Patentschrift 3 217 539 beschrieben, wobei
der bekannte Durchflußleistungsmesser verbreiterte, reflektierende Flügelenden aufweist, die bei
Durchlaufen einer vorgegebenen, radialen Stellung einen von einer Lichtquelle ausgehenden Lichtstrahl
zu einer fotoempfindlichen Einrichtung reflektieren, um dadurch elektrische Impulse auszulösen.
Es wurde ferner bereits ein tragbares Pneumometer mit Aufzeichnungsvorrichtungen vorgeschlagen, welches
ein Mundstück aufweist, das einen Strömungkanal für die Luft besitzt und durch welches der Patient
sowohl beim Einatmen als auch beim Ausatmen atmet, wobei mit diesem Gerät eine permanente zweidimensional
photographischc Aufzeichnung erhalten wird, auf der das während der Atmung sirömende
Luftvolurnen über der Zeit als Abszisse aufgetragen wird. Die Aufzeichnung liefert eine Information über
die Atmungsfunktionendes Patienten im Hinblick auf
d;is Volumen bei der Ein- und Ausatmung, im Hin-
blick auf die maximale Leistung beim Ein- und Ausatmen und im Hinblick auf die maximale Atemluftgeschwindigkeit
beim Ausatmen und gestattet eine Bestimmung der maximalen Atemleistung. Bei diesem
Instrument ist der Strömungskanal für die Luft gekrümmt, um die Luftströmung umzukehrer, und
das Instrument enthält ein Flügelrad, welches an einer mit einen; Gewinde versehenen axial in festen Lagern
gelagerten Welle befestigt ist. Die strömende Luft dreht das Flügelrad, welches seinerseits die Welle
dreht. Mit dem Gewinde der Welle steht ein beweglicher Wagen im Eingriff, der sich während der Ausatmung
des Patienten in einer Richtung längs der Welle bewegt und der sich während der Einatmung in der
entgegengesetzten Richtung bewegt. Die Stellung des Wagens bezüglich der Welle entspricht der OrdTnate
der aufgezeichneten Funktion oder Kurve, und die
Abszissenwcrle werden mittels eines mit konstanter Geschwindigkeit laufenden Motors erhalten, der in
dem Instrument vorgesehen ist. Dieses Instrument arbeitet also mit der Erzeugung einer mechanischen
Verschiebung des Wagens durch das Flügelrad zur Erzeugung der aufzuzeichnenden Funktion.
Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der vorliegenden Erfindung nunmehr die Aufgabe zugrunde,
ein in der eingangs beschriebenen Weise aufgebautes Pneumometer bzw. einen Durchflußleistungsmesser
zu schaffen, das bzw. der einen möglichst geringen Rückstau, insbesondere bei hohen Durchflußmengen,
aufweist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Durchflußmengenmesser, insbesondere einem
Pneumometer, der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß an der Innenwand in der Förderleitung
eine flexible Membran vorgesehen ist, die sich in Richtung auf die Flügel erstreckt und die unter dem
Einfluß des durch die Förderleitung strömenden Mediums stromabwärts auslenkbar ist.
Bei der Entwicklung des erfindungsgemäßen Durchflußmengenmessers wurde davon ausgegangen,
daß eine wesentliche Forderung an Durchflußmengenmesser, insbesondere Pneumometer, darin besteht,
daß sie hinsichtlich der Durchflußmengen, insbesondere hinsichtlich der durch sie hindurchfließenden
Atemluftmengen, einen vernünftigen Meßbereich besitzen. Bei Pneumometern reicht dieser Bereich für
die meisten praktischen Anwendungen von etwa 100 cm''see bis etwa 10 000 cirT'/sec, d.h. von etwa 0,1
Liter'see bis etwa 10 Liter/sec. Da ein brauchbares
Mundstück nur einen begrenzten Durchmesser aufweisen darf, weil der Patient das Ende des Mundstücks
direkt zwischen seine Lippen nehmen muß, liegt der Durchmesser eines Mundstücks typischerweise bei
etwa 2 cm. Dies hat zur Folge, daß am oberen Ende des Arbeitsbereichs die Luftgeschwindigkeit nahezu
32 msec erreicht. Des weiteren wurde berücksichtigt,
daß bei Instrumenten der hier betrachteten Art das Mundstück nur einen sehr kleinen bzw. vernachlässigbaren
Rückstau verursachen sollte, und zwar bei jedem Durchflußvolumen innerhalb des genannten Bereiches.
Bei einigen Instrumenten ist es beispielsweise erwünscht, den Staudruck auf nicht mehr als 3 cm WS
zu beschränken. Diese Forderung ergibt sich auf Grund der Tatsache, daß ein Pneumometer im Idealfall
die Atmungsfunktionen eines Patienten bei Atmosphärendruck messen soll. Es versteht sich, daß die
Schwierigkeit der Vermeidung eines Rückstaus bei hohen Durchflußmengen am größten ist.
Ferner .wurde berücksichtigt, daß es sich erwiesen hat, daß eine der Schwierigkeiten in einem Pneumometer-Mundstück
bei vernachlässigbarem Rückstau hohe Durchflußmengen zu erreichen darin besteht,
S gleichzeitig die gewünschte Empfindlichkeit zu erhalten, und zwar insbesondere an d;r unteren Grenze
des Arbeitsbereichs.
Mit der erfindungsgemäßen Konstruktion wird einerseits die gewünschte Empfindlichkeit erreicht und
ίο gleichzeitig ein Instrument geschaffen, das bei allen
Durchflußleistungen innerhalb seines Arbeitsbereichs mit hoher Genauigkeit arbeitet.
Gleichzeitig wurde angestrebt, die vorstehend aufgestellten Bedingungen mit einem Durchflußmengenmesser
zu erreichen, bei dessen Benutzung als Pneumometer die hygienischen Forderungen erfüllt sind
und eine gegenseitige Ansteckung der Patienten verhindert wird. Diese Forderung läßt sich aber praktisch
nur bei Verwendung eines getrennt sterilisierbaren
ao Mundstücks oder eines Wegwerf-Mundstücks erfüllen,
welches mit Ausnahme der Lichtquelle und des Fotoelements praktisch alle wesentlichen Teile des
Durchflußmengenmessers umfaßt. In dem letztgenannten Fall, der besonders für tragbare Geräte für
a5 Hausbesuche und für die Arbeit an Außenstellen besonders
praktisch ist. ist es wünschenswert, eine einfache Konstruktion vorzusehen, die sich mit relativ
geringen Kosten herstellen läßt, mit der sich aber dennoch eine hohe Genauigkeit erreichen läßt.
Alle diese Forderungen und Vorteile sind bei dem vorstehend beschriebenen Durchflußmengenmesser
gemäß der Erfindung verwirklicht, der somit beachtliche Vorteile gegenüber dem einleitend erwähnten,
bekannten Durchflußmengenmesser bzw. gegenüber dem früher vorgeschlagenen Pneumometer aufweist.
Insbesondere kann der erfindungsgemäße Durchflußmengenmesser ein in die Hand nehmbares Meßteil
mit dem Mundstück aufweisen, durch welches elektrische Impulse mit einer Geschwindigkeit erzeugt werden,
welche der Durchflußmenge der Luft in einer gerade durchgehenden, rohrförmigen Förderleitung
entspricht. In Weiterbildung der Erfindung ist in dem Flügelrad in Querrichtung eine öffnung vorgesehen,
durch die Lichtimpulse zu einer Photozelle gesteuert werden, welche elektrische Impulse erzeugt. Sowohl
die Lichtquelle als auch die Photozelle sind dabei außerhalb der Förderleitung angeordnet und bilden
keine Behinderung für die Luftströmung.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Membran lenkt die Luft radial nach innen, so daß sie auf die Flügel
oder Blätter des Flügelrades auftrifft, und zwar besonders bei sehr geringen Durchflußleistungen. Bei zunehmenden
Durchflußleistungen wird die Membran zunehmend weiter gedehnt und ermöglicht dadurch,
daß ein ständig anwachsender Bruchteil der gesamten, durch die Förderleitung strömenden Luft das Flügelrad
seitlich passiert. Die durch die Dehnung der Membran hervorgerufene Änderung des Luftdrucks ist sehr
gering und führt nicht zu einer Überschreitung der
vorgegebenen Obergrenze für den Rückstau. Danach weist das Flügelrad eine Winkelgeschwindigkeit auf.
die sich über den ganzen Arbeitsbereich bei ansteigenden Durchflußmengen erhöht.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung
wird nachstehend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Meßteils eines erfindungsgemäßen
Pneumonometers mit Aufzeichnungsvorrichtung, und zwar teilweise im Schnitt,
F i g. 2 eine Seitenansicht eines zusammengesetzten Wegwerf-Mundstücks für einen Meßteil gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das rechte Ende des Mundstücks gemäß F i g. 2,
Fig. 4 eine Membran für ein erfindungsgemäßes Mundstück,
Fig. 5 ein Flügelrad für ein erfindungsgemäßes Mundstück,
F ig. 6 einen vergrößerten Querschnitt durch einen Teil des Meßteils gemäß Fig. 1,
Fig. 7 einen Querschnitt durch das Meßteil längs der Linie 7-7 in Fig. 6 und
Fig. 8 eine schematische Darstellung des Meßteils des erfindungsgemäßen Pneumometers und der Aufzeichnungsvorrichtungen
desselben.
An Hand der Fig. 8 der Zeichnung soll nunmehr zunächst die Aufzeichnungsvorrichtung eines erfindungsgemäßen
Pneumometers betrachtet werden.
Die Aufzeichnungsvorrichtung des Pneumometers ist schematisch in einem von einer gestrichelten Linie
umgebenen Kasten 12 dargestellt. Dieser Kasten ist durch ein spulenförmig aufgewickeltes, flexibles Kabel
14 mit dem in der Hand zu haltenden Meßteil verbunden, welcher ein Halteteil 16 aufweist, in das
ein Wegwerf-Mundstück 18 eingesetzt ist. Vorzugsweise ist die Aufzeichnungsvorrichtung eine kleine
tragbare Einheit und enthält einen Halter für die photographischen Aufzeichnungsblätter. Diese Blätter
bestehen vorzugsweise aus selbst entwickelndem Filmmaterial.
Der Patient nimmt das Jn F i g. 8 rechts liegende
Ende des Mundstücks 18 in den Mund und bläst hinein, wodurch das Flügelrad 20 im Inneren des Mundstücks
in Drehung versetzt wird. Das Flügelrad 20 dreht sich beim Ausatmen in einer Richtung und beim
Einatmen in entgegengesetzter Richtung. Durch Verwendung photoelektrischer Einrichtungen, die nachstehend
im Zusammenhang mit weiteren Figuren der Zeichnung noch näher beschrieben werden sollen, erzeugt
das Flügelrad elektrische Impulse, die über das Kabel 14 zu einer elektronischen Schaltung 22 übertragen
werden, die Teil der Aufzeichnungsvorrichtung ist. Die elektronische Schaltung 22 hat eine Vielzahl
von Funktionen, die nicht direkt Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind. Sie enthält beispielsweise
eine Energiequelle, vorzugsweise in Form einer oder mehrerer Batterien, oder einen mit einer Steckdose
verbindbaren Leistungswandler sowie Einrichtungen zur Steuerung und mechanischen Rückstellung der
beweglichen Teile der Aufzeichnungsvorrichtung 12 und schließlich Einrichtungen zur Bestimmung der
Richtung des Luftflusses und Einrichtungen zur Zählung der elektrischen Impulse.
Die elektronische Schaltung 22 ist über ein Kabel 24 mit einem Schrittschaltmotor 26 verbunden und
liefert verstärkte elektrische Impulse, die von den Impulsen abgeleitet sind, die über das Kabel 14 übertragen
werden, und zwar an den Schrittschaltmotor und derart, daß dessen Ritzel 28 bei jedem Impuls um einen
vorgegebenen bestimmten Winkel gedreht wird und dabei das Zahnrad 30 dreht. Das Zahnrad 30
dreht einen Arm 32. der eine einzige optische Faser 34 enthält, welche an einem Ende von einer Glühlampe
36 beleuchtet wird. Die Faser 34 wird so an einer feststehenden; bogenförmigen Anordnung von
Enden optischer Fasern entlangbewegt, welche ein Feld 38 bilden. Die entgegengesetzten Enden der Fasern
des Feldes 38 sind bewegbar, wobei die Faserenden vorzugsweise längs einer geraden Linie und gegenüber
einem photographischen Film 39 angeordnet sind. Die gerade Linie, auf der die optischen Fasern
enden, erstreckt sich in Richtung der Ordinate der photographischen Aufzeichnung. Mit Hilfe eines mit
ίο konstanter Geschwindigkeit laufenden Motors (nicht
dargestellt) kann das bewegliche Ende des Feldes 38 in den beiden Richtungen bewegt werden, die durch
den Doppelpfeil F angedeutet sind, und zwar in Richtung der Abszisse.
Zu Beginn einer Aufzeichnung wird der Arm 32 in eine vorgegebene Stellung bezüglich der bogenförmigen
Anordnung der Glasfaserenden gedreht und ausgehend von dieser Anfangsstellung in Abhängigkeit
von der Fortschaltung des Schrittschaltmotors 26
»ο während der Ausatmung des Patienten in die eine
Richtung gedreht und anschließend während der Einatmung des Patienten in entgegengesetzter Pachtung
wieder auf die Anfangsstellung zurückgedreht. Auf diese Weise wird auf dem Filmmaterial das optische
Bild einer Linie erzeugt, die im wesentlichen einer Schwingungskurve entspricht, und diese Kurve ermöglicht
bei Betrachtung durch eine geeignet dimensionierte Fadenkreuzplatte eine Auswertung der Aimungsfunktionen
des Patienten, wie dies zus;n ausgeführt wurde.
Nachstehend sol! nunmehr an Hand der Fig. I bis 7 eine genauere Beschreibung des Meßteils sowie des
Mundstücks gegeben werden. Der Halteteil 16 ist ein
rundlicher, hohler, gegossener Plastikkörper, dessen
Form so gewählt ist, daß sie von den Fingern der Hnn.i
des Patienten umschlossen werden kann, während dieser seine Lippen um den nach außen ragenden Tc i!
des Mundstücks 18 schließt. Auf der Innenseite Ui der Halteteil 16 schalenförmig ausgebildet, so daß ei
geeignet ist, das Mundstück 18 aufzunehmen und ar seinem einen Ende ist eine sich in Längsrichtung erstreckende
Nut 40 (vgl. Fig. 1) vorgesehen, die mi einem Keil 42 des Mundstücks zusammenwirkt.
Die Nut 40 und der Keil 42 legen eine genaue Win
kelstellung des Mundstücks gegenüber dem Haltetet fest. Ein ringförmiger Flansch 43 an dem Mundstüd
iegt sich gegen ein Ende des Halteteils an und dien der genauen Festlegung der Lage des Mundstücks gegenüber
dem Halteteil in Längsrichtung.
Wie insbesondere Fi g. 6 zeigt, ist in einer Ringnu
46 in der Innenwand des Halteteils 16 eine Ring scheibe 44 aus isolierendem Material vorgesehen, dii
eine runde Mittelöffnung aufweist. Vorzugsweisi stellt die Ringscheibe eine gedruckte Schaltung dar
die elektronische Bauteile (nicht dargestellt) trägt welche mit den photoelektrischen Elementen verbun
den sind, die nachstehend noch beschrieben werdei sollen.
Innerhalb der Ringnut 46 und angrenzend an dl·
Ringscheibe 44 ist ferner ein Signalring 48 angeord net. Der Signalring 48 hat eine innere und eine äußer
Zylinderfläche mit den gleichen Durchmessern wie di Mittelöffnung bzw. der äußere Rand der Ringscheib
44. Außerdem weist der Signalring 48 zwei einande
gegenüberliegende Aussparungen 50 und 52 auf fvg Fig. 6und 7). Jede dieser Aussparungen fluchtet m
der inneren Oberfläche eines Paares von radiale Bohrungen, die vorzugsweise um 30° gegeneinande
versetzt sind. Im Inneren dieser beiden Bohrungen sind Lichtquellen 54 und 56 angeordnet, denen Sammellinsen
57 zugeordnet sind. In den gegenüberliegenden Enden der Bohrungen sind entsprechende
Photozellen 58 und 60 angeordnet, denen ebenfalls Sammellinsen 61 zugeordnet sind. Die Photozelle 58
liegt der Lichtquelle 54 diametral gegenüber, die Photozelle 60 Hegt der Lichtquelle 56 diametral gegenüber.
Die Lichtquellen und Photozellen sind über eine nicht dargestellte Verdrahtung mit den Schaltkreiselementen
auf der Ringscheibe 44 verbunden. Das Kabel 44 ist ebenfalls mit diesen Schaltkreiselementen
verbunden.
Die vorstehend beschriebenen Elemente bilden die Dauereinrichtungendes Meßteils und umfassen sämtliche
gedruckten Schaltungen und damit verbundenen Teile des Signalrings.
Es soll nunmehr das Wegwerf-Mundstiick 18 betrachtet werden. Dieses bildet die in Fig. 2 gezeigte
Einheit, welche in den Halteteil eingesetzt und in diesem durch die Nut 40 und den Keil 42 in ihrer Winkellage
gegenüber den Komponenten des Signalrings 48 genau ausgerichtet wird.
Der äußere Teil des Mundstücks 18 besteht aus zwei im wesentlichen zylindrischen, durchsichtigen
Plastikhülsen 62 und 64, die über passend ausgebildete Endflansche 66 und 68 verbunden sind, so daß
sie eine durchgehende zylindrische Luftleitung 70 mit glatten Wänden bilden. Die Hülse 64 weist einen sich
radial nach außen erstreckenden ringförmigen Flansch 43 auf, der sich gegen das Ende des Halteteils 16 abstützt
und damit die Lage des Mundstücks in dem Halter in Längsrichtung genau festlegt. In den Hülsen 62
und 64 sind durchsichtige Plastikführungen 74 bzw. 76 angeordnet, von denen jede vier jeweils um 90°
gegeneinander versetzte Flügel aufweist und die entweder zusammen mit den Hülsen ein einheitliches
Bauteil bilden oder in diese eingesetzt sind. Wie Fig. 6 zeigt, sind die Führungen nach dem Zusammensetzen
der Hülsen räumlich genau gegeneinander ausgerichtet. Die Führung 76 weist eine sich in axialer
Richtung erstreckende geformte zylindrische Nabe 78 mit einem ersten zylindrischen Ansatz 80 verringerten
Durchmessers und einem zweiten angeformten zylindrischen Abschnitt 82 noch weiter verringerten
Durchmessers auf, wobei der letztere von einer axialen öffnung 83 eines Nabenteils 84 der Führung 74
aufgenommen wird.
Das Rügelrad 20 ist aus leichtem durchsichtigen Plastikmaterial gegossen und läuft frei über der Nabe
78. Das Flügelrad besitzt einen hohlen, zylindrischen Nabenteil 86 und eine Vielzahl von dünnen, angeformten
und in gleichmäßigen Abständen angeordneten Flügeln 88 mit gekrümmter Außenkante. Dabei
besitzt jeder Flügel eine von den Enden zur Mitte hin zunehmende Tiefe und ist mit dem Nabenteil längs
einer Schraubenlinie verbunden, wie dies in Fig. 5 besonders deutlich gezeigt ist. Nach dem Einbau zwischen
den Führungen 74 und 76 ist das Flügelrad 20 in beiden Richtungen mit geringer Reibung in Abhängigkeit
von der Strömungsrichtung der Luft in dem Kanal 70 frei drehbar.
Zwischen den aneinander anliegenden Endflächen der Hülsen 62 und 64 ist, wie F i g. 6 zeigt, cino dünne,
kreisringförmige, flexible Plastikschcibc als Membran 90 mit einer kreisförmigen Mittclöffnung 91 (vergleiche
Fig. 4) angeordnet. Die Membran besteht vor/iifisweisc ;ius Polyäthylen, ms einem Pnlyäthylen-Terephthalat-Harz-Film
oder aus einem anderen entsprechenden Material, welches durch Feuchtigkeit im wesentlichen nicht beeinflußt wird. Die Membran
ist mit einer Anzahl von in gleichmäßigen Abständen vorgesehenen radialen Schlitzen 92 versehen, die die
Membran in Abhängigkeit von der durch den Kanal 70 strömenden Luft dehnbar machen. Diese Schlitze
gehen durch das die Membran bildende Material vollständig hindurch, enden jedoch kurz vor dem äußeren
ίο Rand derselben, wie dies die Zeichnung zeigt. Die
Membran ragt in radialer Richtung ein beträchtliches Stück in den Raum zwischen der Innenwand des Kanals
70, welcher durch die Hülsen 62 und 64 gebildet wird, und dem Nabenteil 86 hinein. Außerdem ist die
Membran in Längsrichtung in Höhe der größten radialen Ausdehnung der Flügel 88 angeordnet. Der
Durchmesser der Mittelöffnung 91 der Membran ist geringfügig größer als der maximale Durchmesser des
Flügelrades, so daß die Membran das Flügelrad nicht berührt. Vorzugsweise ist die Breite des Spaltes zwischen
diesen beiden Teilen jedoch gering.
Die Hülse 64 weist angeformte Linsenteile 96, 98, 100 und 102 (vgl. F i g. 2,6 und 7) auf, die aus durchsichtigem
Plastikmaterial bestehen und die in Ausnehmungen auf der Außenseite der Hülse sehr genau
ausgebildet sind. Diese Linsenteile sind mit ihren optischen Achsen auf radialen Linien angeordnet, die
durch die Längsachse des Kanals 70 hindurchgehen, weiche gleichzeitig die Rotationsachse des Flügelrades
20 bildet. Wenn das Mundstück 18 in der vorstehend beschriebenen Weise genau in dem Halteteil 16 angeordnet
ist, fallen diese radialen Linien mit den optischen Achsen der Linsen 61 und 57, die den Photozellen
60 und 58 zugeordnet sind, und mit den optischen Achsen der Lichtquellen 54 und 56 zusammen, wie
dies Fig. 7 zeigt. Die Brennweiten der Linsenteile sind identisch und gleich dem Radius des Kanals 70.
Dies bedeutet, daß sie das Licht von den Linsen 57 sammeln und für eine Bündelung der Bilder der Glühdrähte
der Lichtquellen 54 und 56 in der Rotationsachse des Flügelrades in der Mitte der Nabe 78 sorgen.
Die Linsenteile 96 und 98 bewirken zusammen mit den Linsen 61 auch eine erneute Bündelung dieser
Bilder auf den Photozellen 58 und 60. Es versteht sich, daß dies auch erreicht werden kann, indem man
lediglich die Linsenteile 96, 98,100 und 102 verwendet und eine geeignete Brennweitenkorrektur durchführt,
wodurch die Linsen 57 und 61 entfallen können. Selbstverständlich gibt es auch andere Möglichkeiten,
die dem Fachmann auf Grund der bekannten optischen Gesetze ohne weiteres zur Verfügung
stehen.
Der Nabenteil 86 des undurchsichtigen Flügelrades weist ein Paar von einander diametral gcgenüberliegenden
Löchern 104 und 106 auf (vgl. Fig. 6 unc 7), die mit den Lichtquellen und Photozellen fluchter
und die dazu dienen, die Lichtpfade zwischen dieser Elementen selektiv zu öffnen und zu schließen, so dal
elektrische Signalimpulsc erzeugt werden. Wie Fig.'
zeigt, werden die Photozellen nacheinander erregt wobei die Folge 60,58 eine Drehung im Uhrzeigersini
und die Folge 58, 60 eine Drehung entgegen den Uhrzeigersinn anzeigt. In der elektronischen Schal
tung 22, die vorstehend beschrieben wurde, und di in der üblichen Technik der logischen Schalumue
aufgebaut ist, sind logische Schaltungen zur L'ntei
scheidung dieser beiden Richtungen enthalten. Di Impulse \<m den Photo/ellcn 58 und 60 werden übt
das Kabel 14 zu der elektronischen Schaltung 22 in der Aufzeichnungsvorrichtung 12 (F i g. 8) übertragen
und werden, wie dies vorstehend beschrieben wurde, dazu benutzt, den Schrittschaltmotor 26 fortzuschalten.
Bei der Benutzung des erfindungsgemäßen Geräts strömt die Luft beim Ausatmen des Patienten in Richtung
der Pfeile in Fig. 1 und 6 durch den Kanal 70. Wenn die strömende Luftmenge nur ein geringes Volumen
hat, wird die Membran 90 nur geringfügig aufgeweitet und hält den Luftstrom so klein, daß er nahezu
vollständig die Flügel 88 trifft und das Flügelrad gegenüber der Luftströmung sehr empfindlich ist und
in Drehung versetzt wird. Infolge des symmetrischen Aufbaus gilt das gleiche für das Einatmen von Luft
mit der gleichen Geschwindigkeit, wobei jedoch die Drehrichtung des Flügelrades 20 entgegengesetzt ist.
Für geringe Strömungsgeschwindigkeiten ist die Winkelgeschwindigkeit des Flügelrades 20 relativ niedrig,
und die Pulsfrequenz, die von den Photozellen erzeugt wird, ist ebenfalls entsprechend gering. Der Schrittschaltmotor
26 bewegt folglich den Arm 32 mit relativ geringer Geschwindigkeit bezüglich der längs eines
Bogens angeordneten Enden der Glasfasern des Feldes 38.
Wenn die Luft mit höherer Geschwindigkeit durch den Kanal 70 strömt, wird die Membran, wie dies
Fig. 6 und 7 zeigen, infolge ihrer durch die Schlitze 92 gegebenen Flexibilität ausgelenkt. Hierdurch ist es
möglich, daß ein Teil der Luft an dem Flügelrad 20 vorbeistreicht, während immer noch genügend Luft
die Flügel 88 trifft, um dem Flügelrad eine erhöhte Winkelgeschwindigkeit zu verleihen. Auf diese Weise
ist es möglich, beträchtliche Strömungsgeschwindigkeiten zu messen. Diese erzeugen nämlich im wesentlichen
eine Auslenkung der Membran 90 und führen zu einem Rückstau, der so gering ist, daß er dem Patienten
im Vergleich zum Ein- und Ausatmen in der freien Atmosphäre nicht auffällt.
Die Wirkung der Membran 90 auf die Luftströmung durch den Kanal 70 ist eine Funktion der Luftgeschwindigkeit,
und die Membran begrenzt die Luftströmung um so stärker, je geringe die Strömungsgeschwindigkeiten
sind. Dies wird erreicht, indem stromaufwärts von der Membran eine ringförmige Barriere aus Luftturbulenzen geschaffen wird, durch
die die Luft nach innen gegen den Mittelteil des Kanals 70 gelenkt wird, wodurch wiederum ein größerer Anteil
der strömenden Luft auf die Flügel 88 des Flügelrads auftrifft. Bei größeren Strömungsgeschwindigkeiten
nimmt diese ringförmige Barriere eine andere Form an, was teilweise auf die größere Luftgeschwin-
xo digkeit und teilweise auf die größere Dehnung der Membran 90 zurückzuführen ist. Es versteht sich, daß
die Membran aus einem sehr flexiblen Material hergestellt wird, welches dem Luftstrom ohne weiteres und
federnd nachgibt und gleichzeitig einen ausreichenden Widerstand bildet, um die erforderliche Turbulenz zu
erzeugen. Insgesamt bietet die Membran der strömenden Luft einen Widerstand, der über den ganzen
Arbeitsbereich des erfindungsgemäßen Geräts jedoch so gering ist, daß er keinen unzulässigen Rückstau
ao hervorruft und die Atmung des Patienten nicht unzulässig
beeinflußt.
Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Verbesserungen eines Pneumometers mit einer Aufzeichnungsvorrichtung
wird das Gerät insgesamt nützli-
as eher, zuverlässiger und in seiner Handhabung
bequemer. Die Aufzeichnungsvorrichtung 12 kann vorteilhafterweise auf einen Tisch in der Nähe des Patienten
gestellt werden und der Patient muß nur das Meßteil in die Hand nehmen und in das Mundstück
18 ausatmen bzw. durch dieses einatmen, während er sich im übrigen in jeder beliebigen Stellung befindet,
also beispielsweise liegt, sitzt oder steht oder sich auf der Stelle bewegt. Auf diese Weise kann das erfindungsgemäße
Gerät für die Gewinnung genauer Mes-
sungen sowohl bei extrem schwachen Patienten, die nur eine schwache Atmung haben, als auch bei gesunden
und robusten Personen eingesetzt werden. Das Wegwerf-Mundstück 18 ist von einfacher Konstruktion
und kann mit geringen Kosten hergestellt werden Da dieser Teil des Geräts der einzige Teil ist, welchei
dem Atem des Patienten ausgesetzt ist, wird eine gegenseitige Ansteckung der Patienten wirksam verhin
dert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Durchflußmengenmcsser, insbesondere
Pneumometer, mit einer röhrenförmigen Förderleitung und axialer Lagervorrichtung, in der ein
Flügelrad drehbar gelagert ist, dessen Flügel sich radial in Richtung auf die Innenwand der Förderleitung
erstrecken, der einen Generator aufweist, der in Abhängigkeit von der Diehung des Flügelrades
elektrische Impulse erzeugt, und zwar mit einer Impulsfolgefrequenz, die dem Durchflußvolumen
des durch die Leitung strömenden Mediums entspricht, dad u rch gekennzeichnet, daß
an der Innenwand in der Förderleitung (70) eine flexible Membran (90) vorgesehen ist, die sich in
Richtung auf die Flügel (88) erstreckt und die unter dem Einfluß des durch die Förderleitung strömenden
Mediums stromabwärts ausienkbar ist.
2. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung
(62, 64) im wesentlichen gerade ist und außer der Membran (90), den Lagervorrichtungen (74, 76)
und dem Flügelrad (20) keine Hindernisse enthält.
3. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axialen Lagervorrichtungen
(74, 76) radiale Flügel aufweisen, die an der Innenwand der Förderleitung (62. 64)
befestigt sind und daß sie ferner von den Flügeln getragene Lager aufweisen.
4. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelrad (20)
Flügel (88) im wesentlichen schraubenförmiger Gestair, aufweist.
5. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein wesentlicher Teil des Querschnitts der Förderleitung (62, 64) außerhalb des radialen Umfangs des Flügelrades
(20) liegt und daß die Membran (90) diesen Teil des Querschnitts im nicht ausgelenkten Zustand
im wesentlichen verschließt
6. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (90)
eine kreisförmige Mittelöffnung (91) aufweist, in der das Flügelrad (20) angeordnet ist, und daß die
kreisförmige Mittelöffnung (91) in Abhängigkeit vom Druck des strömenden Mediums dehnbar ist.
7. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran eine
im wesentlichen flache, quer zur Förderleitung (62, 64) angeordnete Scheibe ist, die eine kreisförmige
Mittelöffnung (91) aufweist und mit mehreren radialen Schlitzen (92) versehen ist, die sich
von der Mittelöffnung in Richtung auf die innenwand der Förderleitung erstrecken.
8. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran aus einem
Plaslikmaterial besteht, dessen Flexibilität durch Feuchtigkeit im wesentlichen nicht beeinflußt
wird.
9. Durchflußmengenmesser nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator Einrichtungen
(54, 57) umfaßt, über die Licht auf das Flügelrad (20) gerichtet weiden kann, daß er eine
Photozelle (58) enthält, die das Licht von dem Flügelrad (20) empfängt und daß er einen Impulsgenerator
enthält, der durch die Photozelle (58) zur Erzeugung elektrischer Impulse steuerbar ist.
H). Durchflußmengenmesse.- nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen (54, 57) zur Lichterzeugung die Photozelle (58)
und der Impulsgenerator außerhalb der Förderleitung (62, 64) liegen.
11. Durchflußmengenmesser nach Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (62. 64) durchsichtige Wandteile hat.
durch die das Licht auf seinem Wege von und zu dem Flügelrad (20) hindurchtreten kann.
12. Durchflußmengenmesser nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
durchsichtigen Wandteile als angeformie Linsenbereiche ausgebildet sind.
13. Durchtlußr.iengenmesser nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (54. 57; 56. 57) zur Erzeugung mehrerer Lichtstrahlen
unter verschiedenen Winkeln bezüglich der Rotationsachse des Flügelrades (20) angeordnet sind
und daß jedem Lichtstrahl eine Photozelle (58. 60) und ein Impulsgenerator zugeordnet sind und
daß logische Schaltungen (22) vorgesehen sind. mit deren Hilfe aus der Reihenfolge der Ansteuerung
der Photozellen (58, 60) die Drehrichtung des Flügelrades (20) feststellbar ist.
14. Durchflußmengenmesser nach den Ansprüchen
9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen (54, 57) zur Lichterzeugung uno die Photozelle (58) einander diametral gegenüberliegen
und daß das Flügelrad (20) mit einander diametral gegenüberliegenden Löchern (104
106) für das Licht versehen ist.
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