DE2140657C - Induktionsheizeinrichtung zur Beheizung von Apparaten fur die chemische und verwandte Industrie - Google Patents
Induktionsheizeinrichtung zur Beheizung von Apparaten fur die chemische und verwandte IndustrieInfo
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Description
Die F.rfindung betrilit eine Induktionsheizeinrichtung
zur Beheizung von Apparaten für die chemische und verwandte Industrie mit einer zwangsweise gekühlten
Induktionsspule, die aus einer Mehrzahl von aufeinanderliegenden Windungen aus einem allseilig
isolierten Aluminiumband besteht und insgesamt gegenüber dem induktiv zu beheizenden Teil und
einer die Induktionsspule umgebenden Magnetflußführung durch eine Isolierschicht abgeschlossen ist.
Bei den bekannten Induktionsheizeinrichtungen zur
Beheizung von Apparaten der chemischen und verwandten Industrie werden überwiegend Induktionsspulen
aus Kupfer verwendet, die von einem Keramikmantel oder einer Asbesthülle umgeben und mit
Kunstharz vergossen sind, um die erforderliche Isolierwirkung zu erreichen. Da mit derartigen abgeschlossenen
Spulen wegen der Gefahr der Verzunderung des Kupfers und der daraus resultierenden
Oueischnittsverminderurig bzw. wegen der Temperaturempfindlichkeit
der Kunstharzisolation nur niedrigere Temperaturen dauerhaft erzeugt werden können,
sind Induktionsheizeinrichtungen geschaffen worden, deren Spulen durch Wasser gekühlt werden.
Während bei den aus Kupfer bestehenden Induktionsspulen Hohlleiter verwendet werden, die unmittelbar
von dem Kühlwasser durchströmt werden, ist es bei einer Induktionsheizeinrichtung mit einer aus Aluminiumfolie
bestehenden Induktionsspule bekannt, zwischen der induktiv zu beheizenden Einrichtung
und der Induktionsspule eine von Wasser durchllossenc Kühlkammer aus rostfreiem Stahlblech anzuordnen.
Die aus wasserdurchflosscncn Hohlleitern bestehenden
Kupferspulen können nur ab einer gewissen CJm(Ic verwendet werden, da die Herstellung derarti-
*v:r Hohlleiter einen gewissen Mindestquerschnitt erfordert Außerdem muß ein erheblicher technischer
Aufwand getriebe werden, um das von Strom durchflossene Wasser gegenüber den restlichen Teilen der
He/-einrichtung und den Umwälzorganen elek'.isch
zu isolieren. Derartige Spulen sind deshalb nur mit größeren Abmessungen und unter erheblichem technischem
Aufwand herstellbar. Bei den aus Aluminiumfolie bestehenden Induktionsspulen, die durch
eine Kühlkammer zwischen zu beheizender Einrichtung und Spule gekühlt werden, besteht ebenfalls die
Notwendigkeit einer sorgfältigen elektrischen Isolation der SpulenwindUiigen gegenüber der Kühlkammer
Bei dieser bekannten Ausführung einer Indukiionshcizeiiirichtung
wird die Induktionsspule nicht gekühlt, so daß sich Gefügeänderungen im Aluminium
vollziehen, wenn die Temperatur einen bestimmte;: Wen. der bei cm 35(V Γ liegt, übersteigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ei
Induktionshei/cinnditung der eingangs genannt.
Art mit einer jus Aluminiumba.,u bestehendi
Induktionsspule /u schallen, mit der bei geringe: technischen Aufwand und geringem Raumbedn
durch hohe Ströme im Aluniiniumband hohe Tempi
raturen in dem induktiv /u beheizenden Teil erzeiu;
werden können, ohne daß die Gefahr von Gefü^
änderungen im Aluminium besteht.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden gemäß d*,
Hrfindung die einzelnen oder mehrere zu einem Stoi'.
zusammengefaßten Windungen der Induktionsspul. mit Kühlluftkanülcn umgeben, die durch nichtleitende
Abstandshalter und oder Windungsabschnitte mit i 11 Querrichtung verlaufenden Proti'ierungen gebildet
sind.
Dadurch ist es möglich, Temperaturen in dem induktiv zu beheizenden Teil zu erzeugen, die oberhalb
350 C liegen, da die Windungen der Induk
tionsspule infolge der zwangsweise durch die Kühlluftkanäle geführten Luft Gefügeänderungen im Aluminium
mit Sicherheit ausschließen. Durch die Verwendung nichtleitender Abstandshalter oder in Querrichtung
verlaufender Profilierungen des Aluminiumbandes ist nicht nur eine sehr intensive Kühlung der
einzelnen Windungen möglich, sondern es ergibt sich darüber hinaus eine konstruktiv einfache und preiswert
herzustellende Ausführung, die schließlich einen geringen Raumbedarf besitzt, so daß sie auch bei
Heizeinrichtungen geringerer Abmessungen verwendet werden kann.
Für eine spezielle Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Induktionsheizeinrichtung wird vorgeschlagen,
die voneinander durch Isolierschichten getrennten Windungen der Induktionsspule durch mindestens
zwei Lagen aus Aluminiumband zu bilden, von denen mindestens eine Lage aus in Querrichtung profiliertem
Aluminiumband besteht. Bei dieser Ausführung, bei der jede einzelne Windung aus mindestens zwei Lagen
besteht, ergibt das in Querrichtung profilierte Aluminiumband pro Windung mindestens einen Kühlluftkanal,
so daß eine besonders gute und intensive Kühlwirkung erreicht wird.
Wenn für den erforderlichen Windungsquerschnitt eine Lage eines Aluminiumbandes ausreicht, ist es
nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, die Windungen in an sich bekannter Weise
aus einem allseitig durch eine Oxydschicht isolierten Aluminiumband zu bilden, da die Oxydschicht einen
sehr hohen Schmelzpunkt besitzt, zur Erzielung einer ausreichenden Isolierwirkung nur eine geringe
Schichtdicke erfordert und auch bei hohen Temperaturen eine hohe Durchschlagspannung aufweist.
Eventuell .«im Wickeln der Induktionsspule auftretende
Risse in der Oxydschicht sind unerheblich, da bei Rißbildungcn auftretende Risse nicht aufeinander
liegen, so daß stets zumindest eine Oxydschicht als Isolation vorhanden ist.
Auf der Zeichnung sind die verschiedenen Ausgestaltungen
der erfindungsgemüßen Induktionsheizeinrichtung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel
der Induktionsheizeinrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie H-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform
einer Induktionsspule und
F i g. 4 einen der F \ g. 3 entsprechenden Querschnitt
durch eine weitere Ausführungsmöglichkeit. Die erste Ausgestaltung läßt gemäß den Fig. 1
und 2 erkennen, daß die Induktionshei: -inriciitung
ringförmig ausgebildet ist und die aufzuheizende Wand 1 eines Apparates umgibt. Die Induktionsheizeinrichtung
besitzt eine Induktionsspule 2, die mittels einer Isolierschicht 3 gegenüber der aufzuheizenden
Wand 1 und mittels einer weiteren Isolierschicht 3 gegenüber einem Mantel 4 aus Elektroblechen zur
Führung des Magnetflusses isoliert ist.
Um die Induktionsspule 2, deren Windungen aus Aluminiumband bestehen, gegen Uberhitz.ungen zu
schützen, sind zwischen den einzelnen oder zu mehreren Lagen zusammengefaßten Windungen der Induktionsspule
Kählluftkanäle 5 angeordnet. Die Zufuhr der Kül jluft geschieht durch einen Luftzufuhranschluß
6, der im unteren Teil der F i g. 1 zu erkennen ist; ein entsprechender Lufiabfuhranschluß 7 ist im
oberen Teil der Induktionsheizeinrichtung ausgebildet.
Die Induktionsspule 2 ist zwischen den beiden Isolierschichten 3 mittels eines unteren und eines oberen
Tragringes 8 gelagert, die jeweils mit LvftdurchtrittsöPnungcn 9 versehen sind, wie insbesondere aus
F i g. 2 hervorgeht.
Dabei können die Windungen der Induktionsspule 2 ieweils u einem Stoß aus fünf Windungen,zusammen-St
sein. Die Windungen sind gegeneinander ,sofen
beispielsweise durch eine allseitige A um.n.un,-
wfcrhicht Die Kühlluftkanäle 5 werden durch
Ä-Sc Abstandshalter IO gebildet, die zwischen
nieiHieiieuue . d benachbarten Isolier-
ScS'; ^lÄwieausFig-^enor-Sht
besitzen diese Abstandshalter IO geringe Abm.«,mpen
und sind darüber hinaus jeweils Zwisten
rSlrU^n 9 in den Tragringe. 8
aigeordnet, um die durchströmende Kuhlluft mc«
iinnötiii /u behindern. .
Tn Fi R 1 ist ein Ausschnitt aus einer Indukt.orsspule
2 iezeiul. deren Windungen aus jeweils drei
Sen eines Aluminiumbandes bestehen, jvobe, ,,,
einzelnen
durch Isolationsschichten ί 1
getrennt sind. IJn: MmlluftkanUle 5 werden durch i;:-
jeweils mutiere Lage der Altinv iumbiuidcr gebili!
diese Lage ist mit in Querrichtung verlaufenden I" filierungen (im vorliegenden Fall in Wellenform) \·.
sehen, so daß -»ich /wischen den beiden UuLWk
mittleren Lage jeder Windung parai;
iegende Kühlluflkanäle S ergeben. i>
von der zwangsweise durch die Induktionshei/eu
richtung geführten Kühlluft durchflossen werden. M : dieser Ausführung ist bei raumsparender Anordnuiy
eine gute Kühlwirkung gewährleistet.
In Fig. 4 ist schließlich die Verwendung ein. Aluminiumbandes gezeigt, daß abschnittsweise mit n<
Querrichtung verlaufenden Profilierungen verseher, ist, so daß sich beim Wickeln der Induktionsspule 2
zwischen glattwandigen Windungen jeweils eine Windung aus profiliertem Aluminiumband ergibt. Au!
diese Weise wird bei der Verwendung eines einlagigen Aluminiumbandes eine allseilige Kühlung der ein/el·
nen Windungen erreicht. Zur elektrischen Isolierung benachbarter Windungen wird das Aluminiumband
allseitig mit einer Oxydschicht versehen, so daß besondere Isolationsschichten wie bei der Ausgestaltung
nach F i g. 3 entfallen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Induktionshcizcinrichtung zur Beheizung von
Apparaten für die chemische und verwandte Industrie mit einer zwangsweise gekühlten Induktionsspule,
die aus einer Mehrzahl von aufeinanderliegendcn Windungen aus einem allseitig isolierten Aluminiumband besteht und insgesamt
gegenüber dem induktiv zu beheizenden Teil und einer die Induktionsspule umgebenden Magnetnußführung durch eine Isolierschicht abgeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen oder n^ehrere zu einem Stoß zusammengefaßten
Windungen der Induktionsspule (2) von Kühlliiftkanälen (S) umgeben sind, die durch
nichtleitend Abstandshalter (10) und oder WindungsabschiuUe
mit in Querrichtung verlaufenden I'rofiücrungcn gebildet sind.
2. Induktionsliei/cinrichtung nach Anspruch I.
dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander durch Isolationsschichten (11) getrennten Windungen
der Induktionsspule (2) durch mindestens zwei Lagen aus Aluminiumband gebildet sind,
von denen mindestens eine lage aus in Ouerrichtung
profiliertem Aluminiumhand besteht.
3. lndukiionshcizciiirichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die allseitige Isolierung des Aluminiuml'undes ':\ einer Oxydschicht
besieht.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712140657 DE2140657C (de) | 1971-08-13 | Induktionsheizeinrichtung zur Beheizung von Apparaten fur die chemische und verwandte Industrie | |
| AT631572A AT319622B (de) | 1971-08-13 | 1972-07-21 | Induktionsheizeinrichtung |
| GB3714272A GB1380459A (en) | 1971-08-13 | 1972-08-09 | Induction heating devices |
| JP8040072A JPS4831533A (de) | 1971-08-13 | 1972-08-12 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712140657 DE2140657C (de) | 1971-08-13 | Induktionsheizeinrichtung zur Beheizung von Apparaten fur die chemische und verwandte Industrie |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2140657A1 DE2140657A1 (de) | 1972-07-13 |
| DE2140657B2 DE2140657B2 (de) | 1972-07-13 |
| DE2140657C true DE2140657C (de) | 1973-02-01 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202006009799U1 (de) * | 2006-06-21 | 2007-10-25 | Lupotron Gmbh | Induktive Behandlungseinrichtung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202006009799U1 (de) * | 2006-06-21 | 2007-10-25 | Lupotron Gmbh | Induktive Behandlungseinrichtung |
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