DE2139595A1 - Verfahren zum Verbinden der Kunst Stoffmantel elektrischer Kabel mittels eines Verbindungsrohres - Google Patents
Verfahren zum Verbinden der Kunst Stoffmantel elektrischer Kabel mittels eines VerbindungsrohresInfo
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- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
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- H02G15/18—Cable junctions protected by sleeves, e.g. for communication cable
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Description
T 1116
PATcNTANWÄLfg
ng. HANS RUSCHKE
ng. HANS RUSCHKE
HEZ AßULAR
33
33
Telefonaktieboläget Ii M Ericsson, Stockholm 32 (Schweden)
Verfahren zum Verbinden der Kunststoffmantel elektrischer Kabel mittels eines Verbindungsrohres
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden der Kunststoffmantel
elektrischer Kabel mit einander mittels eines die Mantel unter Druck setzenden Verbindungsrohres. Aus Kunststoff
bestehende Kabelumhüllungen weisen so viele technische Vorzüge auf, dass deren Marktanteil sich immer noch ständig vergrößert.
Das Verbinden von kunststoffisolierten elektrischen Kabeln zu großen Kabelnetzen ist wegen der Eigenarten der Kunststoffe
schwierig, da die Verbindungen druckfest sein müssen sowie widerstandefest gegen Erschütterungen, Wassereinwirkungen, Kälte,
HItZe1 atmosphärische Störungen und Sonnenbestrahlung und zwar
für längere Zeit.
Zum Verbinden von Kunststoff isoliert en elektrischen Kabeln
sind verschiedene Verfahren bekannt·
103887/U22
Nach einem dieser Verfahren wird z.B. ein Verbindungsrohr
auf dem Kabelmantel mechanisch fest angezogen mittels komprimierter Elastomere aus Gummi, Neopren* Butylgummi und dergleichen.
Pa das Kabel und dessen Ummantelung nicht elastisch sind, so schwindet diese innere Spannung im Verlauf d er Zeit unter
der Einwirkung der zusammengepressten Elastomere, und unter der Einwirkung der Elastizitätskräfte des Verbindungsmaterials kann
ein Fließen und ein Verformen eintreten.
N§ch einem anderen Verfahren werden die Kunststoffmantel
mit einem Verbindungerohr aus Kunststoff verschweißt. Dieses
Verfahren erfordert jedoch einen hohen Grad von Geschicklichkeit, * da es sehr schwierig durchzuführen ist, und außerdem wird eine
teure Ausstattung und viel Baum an der Verbindungsstelle benötigt.
Bei den nach diesem Verfahren hergestellten Verbindungen besteht jedoch die Gefahr, dass sich an den Verbindungsstellen als Folge
von Spannungen im Material Risse bilden.
Das Verbinden von Kunststoffmänteln kann auch unter Verwendung
von verlorenen Gießformen (Druckguß) ausgeführt werden, wobei eine sehr dauerhafte Verbindung mit hoher Güte hergestellt
wird. Die für dieses Verfahren benötigte Einrichtung ist jedoch sehr kompliziert und teuer, so dass dieses Verfahren unwirtschaftlich
ist zum Verbinden einer großen Ansah! von Kabeln zu Kabelnetzen·
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verbinden von Kunststoffmänteln
elektrischer Kabel weist die genannten Nachteile nicht auf.
Die Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahren sind in den
beiliegenden Ansprüchen angeführt.
Das Verfahren nach der Erfindung wird nachstehend ausführlich beschrieben. In der beiliegenden Zeichnung ist die
Fig.1 ein Schnitt durch eine nach dem erfindungegemäßen Verfahren
hergestellte Verbindung,
Fig. 2 eine Darstellung einer nach der Erfindung hergestellten
Abzweigverbindung und di·
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Fig·3 eine Darstellung eines Werkzeuges, mit dem eine Verbindung
nach der Erfindung hergestellt werden kann.
Die Fig.1 zeigt einen Kunststoffmantel 10 eines elektrischen
Kabels und'ein Yerbindungsrohr 11· Das Yerbindungsrohr
befindet sich außerhalb der Kabelummantelung, deren Außenseite
oder die Innenseite des Verbindungsrohres vorher durch Auftragen Ton z.B. !Erichloäthylen mit einer Haftschicht 12 versehen wurde.
Nach dem Aufsetzen dee Verbindungsrohreβ 11 wird dieses an*den
mit 13 bezeichneten Stellen mit ringförmigen und sich bis in
den Kabelmantel hineinerstreckenden Einpressunges versehen
(Sicken), wonach das Yerbindungsrohr bis zum Schmelzpunkt der Haftschicht 12 erhitzt wird.
Der für Kabelmäntel am häufigsten verwendete Kunststoff ist
Polyäthylen. Bei einem solchen Mantel und mit einem Yerbindungsrohr
aus Metall, wie Aluminium oder Blei wird für die Haftschicht geeigneterweise ein Kopolymer des Äthylen© und Acrylsäure verwendet.
Nach dem Erhitzen auf den Schmelzpunkt haftet das Äthylen
im Kopolymer sehr gut mit auf dem Polyäthylenmantel; während
die Akrylsäure daprj. beiträgt, dass die Haftschicht an dem verbindenden
Metallrohr festsitzt.
Die Haftschicht kann auch aus mehreren Schichten bestehen,
die zusammen ein Bindeglied für die Haftkräfte zwischen dem
Kabelmantel und dem Yerbindungsrohr darstellen, ζ.Β« ein Laminat
aus Äthylen, Akrylsäure, Aluminium am Kunststoffmantel und einer Epoxidschieht zwischen, dem Aluminium des Laminates und dem aus
Metall bestehenden Verbindungsrohr.
Bei der in der fig*1 dargestellten Verbindung sind die Kunststoffmänteln
von zwei Kabeln durch ein Verbindungsrohr mit einander
verbunden. Um jedoch eine Verbindung zu erhalten, die mehrmals geöffnet und wieder geschlossen werden kann, wird geeigneterweise
jeder Kunststoffmantel eines jeden Kabels mit einem Verbindungsrohr nach der Erfindung versehen, und wenn diese Verbindungerohre
z.B. aus Blei bestehen, so können dies· durch einen Auftrag aus Zinn direkt mit einander verbunden werden
oder mittels einer Leitungskupplung.
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Werden die Kalo el enden mit den oben beschriebenen Verbindungsrohren versehen, so können ohne Schwierigkeiten durchfeste Abzweigverbindungen
hergestellt werden- Ein Beispiel für eine solche Verbindung ist in der Fig.2 dargestellt. In diesem Falle
sind drei Kabel 20 mit einem Verbindungsrohr aus Blei versehen» das auf die in der Fig«1 dargestellte Weise angebracht worden
ist* .Nachdem die Leiter in den Kabeln in der gewünschten Weise mit einander verbunden worden sind, wird die Verbindungsstelle "
von einem äußeren Verbindungsrohr 22 aus Blei umgeben, das dem Zweck entsprechend ausgestaltet ist. Dieses äußere Verbindungsrohr wird mit den Verbindungsrohren 21 durch einen Zinnauftrag
23 abgedichtet verbunden. Die für den Fluss des Zinns erforderliehe
Hitze kann oftmals dazu führen, dass die Haftschicht zwischen
den Kunststoffmänteln und dem betreffenden Verbindungsrohr
den Schmelzpunkt erreicht, so dass ein Verfahrensachritt eingespart werden kann.
Eine auf diese Weise hergestellte Abzweigverbindung kann ohne Schwierigkeiten wieder geöffnet und danach wieder verschlossen
werden z.B. bei der Durchführung von Reparaturen oder von Neuverbindungen, wobei das Zinn wieder erhitzt wird.
Um sicher zu gehen, dass der Schmelzpunkt der Haftschicht bei der Erhitzung der Verbindungsrohre erreicht wird, können diese
ZoB. mit einem sich um den Umfang des Rohres herumerstreckenden
temperaturempfindlichen Farbband versehen werden, dessen ™ Farbe sich mit der Temperatur verändert, oder wenn der genannte
Schmelzpunkt überschritten wird.
Zum Herstellen der oben beschriebenen Verbindung wird geeigneterweise
ein Sickenwerkzeug nach der Fig.3 benutzt, mit dem eine ausgezeichnete Verbindung hergestellt werden kann, selbst wenn
der Platz um die Verbindungsstelle herum beschränkt ist.
Das Kabel wird der gewünschten Länge entsprechend zurechtgeschnitten,
wonach der Kabelmantel 30 an der Verbindungsstelle gereinigt und mit einer Haftschicht sowie mit einem Verbindungsrohr 31 versehen. Hiernach wird ein Zugdraht 32 am Sickenwerkzeug
33 um das Verbindungerohr und um die Rolle -34 herumgeführt,
wie in der Fig*3 dargestellt. Der Zugdraht 32 ist an beiden
Enden an der Basis des Werkzeuges 33 befestigt. Mittels einer
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Handkurbel 36 wird die Holle 34 in Pf©!!richtung angesogen, so
dass der Zugdraht 32 in diesem lalle am Yerbindungsrohr 31 zwei
konzentrische Einprägungen oder Sicken, erzeugt, deren Bindring-'tiefe
in die Haftschicht und in den Kunststoffmantel mit Hilfe
der Handkurbel bestimmt werden kann, wie aus der flg.1 zu ersehen
ist«
Nach dem Herstellen der Einprägungen wird ein äußeres Verbindungsrohr
auf das Kabel etwas aufgeschoben, wonach die Leiter 37 des Kabels mit den betreffenden Leitern eines anderen Kabele
verbunden werden* das gleichfalls mit einem Yerbindungsrohr versehen
worden ist. Nachdem das äußere VerbiQäungsrohr über die
Verbindungsstelle geschoben worden ist, überlappt das entsprechend
lang bemessene äußere Verbindungsrohr etwas die Verbindungsrohre
auf den Kabalmänteln. Sas äußere Verbindungsrohr
wird dann durch Auftragen von Sinn mit den Verbia&ungsrohren auf
den Kabelmänteln verbunden, wobei durch das Erhitzen auch die Haftschicht den Schmelzpunkt erreicht*
Sie durch das Sicken bewirkte Vorspannung kann aueli dadurch
erzielt werden; dass um das Verbindungsrohr harm Sehellen angelegt
und festgezogen werden mit der Wirkung, dass auch Verbindungsrohre
aus Kunststoff oder anderen Werkstoffen bernutzt werden können, bei denen Verformungen ohne äußere Einwirkungen
nicht auftreten.
Bei Kabeln Bit einer Ummantelung z«B. aus Polyäthylen
schrumpft der Hantel stärker zusammen als ein. aus Metall bestehendes
Verbindungrohr unter der Einwirkung großer Kalt« in strengen Wintern« Sie Einprägungen am Verbindungsrohr sind jedoch
so besessen, das» die Vorspannung nicht vollständig schwindet,
so dass die Verbindung erhalten bleibt· Sie Ausdehnung bei starker Hitze führt bei bekannten Materialien zu keinen
Schwierigkeiten» ds der Hantel sich ebenso stark oder stärker
ausdehnt als dae umgebende Verbindungsrohr. Es ist außerdem
bekannt, dass ein Schrumpfen des Kunststoffmantels auch aus
anderen Gründen al· durch Kälteeinwirkung auftreten kann. Sie Ummantelung kann daher noch durch Altern beeinflusst werden·
Sie Einprägungen am Verbindungsrohr und die Vertiefungen
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am Kunststoff machen die Verbindung widerstandsfähiger gegen
Zugbeanspruchungen.
Wie bereits erwähnt, kann die Haftschicht auch an der Innenseite des Verbindungsroiires aufgetragen werden, z.B. durch Eintauchen in ein Pulver· Dies bedeutet, dass die Verbindungsrohre
Torgefertigt werden können, und dass die Verbindung ferner mit
einem Temperaturanzeigemittel versehen werden kann. Die Herstellung von derartigen Verbindungen wird dadurch sehr vereinfacht, dass nur die Einprägungen erzeugt und die Haftschicht
bis zum Schmelzpunkt erhitzt zu werden braucht, wonach das Verk bindungsrohr auf die Snden des Kabelmantels aufgeschoben wird.
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Claims (5)
- Paten tans priicheVerfahren zum Herstellen hermetischer Verbindungen zwischen den Kunststoffmänteln elektrischer Kabel mittels eines Verbindungsrohres, dadurch gekennzeichnet, dass an der Verbindungsstelle eine Haftschicht entweder auf den Kunststoffmantel oder auf die Innenseite des Verbindungsrohres aufgetragen wird, das hiernach auf die Verbindungsstelle aufgeschoben wird, wonach zwischen dem Verb indungs rohr, der Haftschicht und dem Kunststoffmantel eine mechanische Vorbelastung durchgeführt wird derart, dass die Vorbelastung auch bei der hochstzulässigen Wärmebeanspruchung und bei einer Kontraktion und einer Expansion der Verbindung nicht vollständig schwindet·
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Durchführung der Vorbelastung das Verbindungsrohr auf den Schmelzpiinio; der Haftschicht erhitzt
- 3· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte mechanische Vorbelastung durch Erzeugen ringförmiger Einprägungen am Verbindungsrohr außerhalb des Kunststoff mantels durchgeführt wird.
- 4· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftschicht aus einem Kopolymer des Äthylens und Akrylsäure besteht.
- 5. Verbindung für elektrische Kabel, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung unter Anwendung eines der Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4 hergestellt wird.109887/1422Leerseite
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