DE2139223B2 - Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke mittels elektrischer Widerstands-Abbrennstumpfschweissung - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke mittels elektrischer Widerstands-AbbrennstumpfschweissungInfo
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Description
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstückteile, insbesondere
zweier Rohre mittels elektrischer Widerstand-Abbrennstumpfschweißung,
die einen Schweißtransformator, zwei in einem Abstand voneinander und von der zu verschweißenden Stirnkante an einem der beiden
Werkstückteile angreifende, zum Zusammendrücken dieses Werkstückteils dienende Spannvorrichtungen,
eine an dem anderen der beiden Werkstückteile angreifende Spannvorrichtung und ein Schweißmaschinenglied
enthält, das zur kraftschlüssigen Verbindung aller drei Spannvorrichtungen dient.
Eine solche Vorrichtung ist in der älteren, gegenüber der vorliegenden Anmeldung nicht zum Stand der
Technik zählenden Patentanmeldung gemäß DT-OS 2 115 145 der Anmelder vorausgesetzt, welche sich auf
ein Verfahren zum Verbinden zweier Werkstückteile mittels elektrischer Widerstands-Abbrennstumpfschweißung
bezieht, bei dem die während des Abbrennens und des Stauchens für das Zusammenpressen der
beiden zu verschweißenden Werkstückteile erforderlichen Kräfte aus einem Vorrat aus elastischer Energie
aufgebracht werden, die in einem der beiden Werkstückteile und in Schweißmaschinenteilen, die vor dem
Zusammenpressen vorgespannt werden, gespeichert ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die weitere Ausbildung einer zur Durchführung des genannten
Verfahrens dienenden Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art. Diese Ausbildung besteht darin, daß 6c
erfindungsgemäß das Schweißmaschinenglied eine aus zwei Wellenabschnitten bestehende Welle ist, die an
ihrem einen Ende mit der von der zu verschweißenden Stirnkante weiter entfernt angeordneten der beiden
Spannvorrichtungen und an ihrem anderen Ende mit der an dem anderen Werkstückteil angreifenden
Spannvorrichtung und mit dem Kolben eines Kraftzylinders, dessen Gehäuse an der anderen der beiden
Spannvorrichtungen starr befestigt ist, fest verbunden
Eine solche Ausbildung einer Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke, insbesondere zweier Rohre
mittels elektrischer Widerstands-Abbrennstumpfschweißung beseitigt die den im Stand der Technik bekannten
Maschinen mit nur zwei Einspannvorrichtungen anhaftenden Nachteile, insbesondere also die Unmöglichkeit,
ohne großen Aufwand hohe Stauchgeschwindigkeiten während des Abbrennens und St mchens
zu verwirklichen.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Beschreibung des in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es handelt sich dabei um den schematischen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum elektrischen Widerstandsschweißen von Rohren.
Die Vorrichtung wird in bezug auf die zu schweißenden
Rohre 1 und Γ so angeordnet, daß die Spannvorrichtungen
A, Bund Cim Innern der zu schweißenden
Rohre liegen. Der Schweißtransformator 2 mit den stromzuführenden Kontakten 3 umfaßt beide Rohre
von außen.
Die Spannvorrichtungen A. Bund Csind durch eine
gemeinsame Welle, die aus zwei mittels eines Isolators 6 verbundenen Wellenabschnitten 4 und 5 besteht, verbunden.
Lie Randspannvorrichtungen A und Γ sind von gleicher Bauart: eine jede besteht aus folgenden
Teilen: zylindrischem Gehäuse 7, das starr mit den zugehörigen Wellenabschnitten 4 bzw. 5 verbunden ist,
kegelförmigem Kolben 8. Zentnergliedern 9, die gegen den Kolben 8 abgestützt und radial angeordnet sind,
und Rückzugfedern 10, welche an den Zentrierglieder im Sinne deren Einziehens angreifen.
Die Spannvorrichtung B besteht aus einem zylindrischen Gehäuse 11, das in bezug auf den Wellenabschnitt
5 verschiebbar und starr mit dem Gehäuse eines Hydraulikzylinders 12 verbunden ist, einem kegelförmigen
Kolben 13, den Zentriergliedern 14, dem starr mit dem Wellenabschnitt 5 verbundenen Kolben 15 und
den Rückzugfedern 16.
In den Hohlraum 20 des Hydraulikzylinders 12 führt eine nicht dargestellte Leitung und in den Hohlraum 19
führen zwei nicht dargestellte Leitungen, von denen eine zur Druckzufuhr dient und mit größerer Wandstärke,
aber kleinem lichtem Querschnitt ausgeführt ist, während die andere zum Druckölrücklauf dient und mit
größerem lichte:.! Juerschnitt, aber geringer Wandstärke
ausgefüh· ·. :;.· An der Mündung dieser Rücklaufleitung
in den ι --raum 19 ist ein Ventil vorgesehen,
das die Druvk ·■:..; .· iiung in die Rücklaufleitung verhindert,
wenn der Hohlraum 19 unter Druck gesetzt
wird.
Die beschriebene Vorrichtung zum Widerstands-Stumpfschweißen wird folgendermaßen eingesetzt:
Die Spannvorrichtungen B und C werden in einem der zu schweißenden Rohre 1 positioniert und dem
Hohlraum 17 der Spannvorrichtung B und dem Hohlraum 18 der Spannvorrichtung C wird Drucköl zugeführt.
Da das Gehäuse 7 der Spannvorrichtung C starr mit dem Wellenabschnitt 5 verbunden ist, beginnt der
kegelförmige Kolben sich nach links zu verschieben. Bei seiner Bewegung betätigt er die Zentrierglieder 9
und spreizt sie auseinander. In gleicher Weise wird durch das dem Hohlraum 17 der Spannvorrichtung B
zugeführte Drucköl der Kolben 13 nach links verschoben. Dieser betätigt dabei durch seine kegelförmige
Oberfläche die Zentrierglieder 14, wobei das Spannen
des zu schweißenden Endes des Rohres 1 erfolgi.
Im Augenblick des Einspannens des Rohres 1 durch «lie Spannvorrichtung B steht ihr Gehäuse 11 still, da
das links und rechts vom Kolben 15 des Zylinders 12 jtehende Öl eingesperrt ist.
Nach dem Einspannen des Rohres 1 durch die Spannvorrichtungen B und C wird dem Hohlraum 19
des Hydraulikzylinders 12 Drucköl zugelührt, während
sein Hohlraum 20 entlüftet ist. Dadurch wird das Rohr I ,in Abschnitt zwischen den Zentriergliedern 9 und 14
der Spannvorrichtungen Bund Cim Rereich der elastitchen
Verformung zusammengedrückt, während der Wellenabschnitt 5 aber auf Zug beansprucht und somit
gestreckt wird. Die Länge des Wellenabschnitts 5 wird io gewählt, daß seine Dehnung zusammen mit der
RohrverKürzung im elastischen Bereich die Verschiebelönge
der Rohrstöße beim Schweißvorgang übertrifft. Dabei muß die Differenz zwischen der Verschiebung
der Rohrstöße beim Schweißvorgang und der Summe aus der Längung der Wellenhälfte 5 und der Verkürzung
des Rohres 1 einen Vorrat an elastischer Energie sichern, der zur Erzeugung der Stauchsollkraft am
Ende der Schweißung erforderlich ist.
Danach wird das Rohr Γ auf die Spannvorrichtung A
aufgesetzt und bis zur vollständigen Berührung mit dem Rohr 1 aufgeschoben. Sodann wird es durch die
Zentrierglieder 9 der Spannvorrichtung A eingespannt. Der Betrieb der Spannvorrichtung A entspricht dem
der Spannvorrichtung C Da alle drei Sprnnvorrichtungen
A, B und C koaxial auf der aus den Abschnitten 4 und 5 bestehenden Welle montiert sind, werden die
Rohre 1 und Γ zentriert und berühren sich auf Stoß.
Danach wird den Rohren 1 und Γ mittels der Stromzuleitungen
3 des Schweißtransformators 2 elektrischer Strom zugeführt.
Darauf wird zur Auslösung der Soilverschiebung der Rohrstöße beim Schweißvorgang öl aus dem Hohlraum
19 in den Behälter abgeleitet wobei in den Hohlraum 20 Öl aus dem Behälter nachgesaugt wird. Dabei
erfolgt die Verschiebung der Stöße der Rohre 1 und Γ durch die aufgespeicherte elastische Energie in dem
Wellenabschnitt 5 und im Rohr 1, aufeinander zu.
Da beim Schweißvorgang nur ein ölabfluß aus dem Hohlraum 19 in den Behälter bei der Verschiebung der
Rohrstöße der Rohre 1 und Γ gegeneinander erfolgt,
ist der Druck in der Abflußleitung sehr gering. Dadurch kann der lichte Querschnitt der Abflußleitung ohne
Vergrößerung der Ro'.irleitungswanddicke groß gewählt
und somit eine hohe Stauchgeschwindigkeit ermöglicht
werden. Die Druckzufuhr in die Hohlräume 19 und 20 erfolgt durch die erwähnten, klein bemessenen
Rohrleitungen.
Nach der Schweißung wird das öl aus den Hohlräumen 17, 18 und 21 der Abflußleitung zugeführt, in die
Hohlräume 22, 23 und 24 wird aber öl gedruckt. Dadurch
rücken die kegelförmigen Kolben 8 und 13 in ihre ursprüngliche Stellung zurück; die Zentrierglieder
9 und 14 aber werden durch die Rückzugfedern 10 und 16 in ihre Ausgangsstellung zurückgeholt, wobei die geschweißten
Rohre von der Einspannung gelöst werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstückteile, insbesondere zweier Rohre mittels elektrischer Widerstands-Abbrennstumpfschweißung. die einen Schweißtransformaior, zwei in einem Abstand voneinander und von der zu verschweißenden Stirnkante an einem der beiden Werkstückteile angreifende, zum Zusammendrücken dieses Werkstückteils dienende Spannvorrichtungen, eine an dem anderen der beiden Werkstückteile angreifende Spannvorrichtung und ein Schweißmaschinenglied enthält, das zur kraftschlüssigen Verbindung aller drei Spannvorrichtungen dient, dadurch gekennzeichnet, daß das Schweißmaschinenglied eine aus zwei Wellenabschnitten (4, 5) bestehende Welle ist, die an ihrem einen Ende mit der von der zu verschweißenden Stirnkante weiter entfernt angeordneten (C) der beiden Spannvorrichtungen (B. Q und an ihrem anderen Ende mit der an dem anderen Werkstückteil (1') angreifenden Spannvorrichtung (A) und mit dem Kolben (15) eines Kraftzylinders (12), dessen Gehäuse an der anderen (B) der beiden Spannvorrichtungen starr befestigt ist, fest verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712139223 DE2139223C3 (de) | 1971-08-05 | 1971-08-05 | Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke mittels elektrischer Widerstand s-Abbrennstumpfschweissung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712139223 DE2139223C3 (de) | 1971-08-05 | 1971-08-05 | Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke mittels elektrischer Widerstand s-Abbrennstumpfschweissung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2139223A1 DE2139223A1 (de) | 1973-02-15 |
| DE2139223B2 true DE2139223B2 (de) | 1974-12-19 |
| DE2139223C3 DE2139223C3 (de) | 1975-07-31 |
Family
ID=5815882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712139223 Expired DE2139223C3 (de) | 1971-08-05 | 1971-08-05 | Vorrichtung zum Verbinden zweier Werkstücke mittels elektrischer Widerstand s-Abbrennstumpfschweissung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2139223C3 (de) |
-
1971
- 1971-08-05 DE DE19712139223 patent/DE2139223C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2139223A1 (de) | 1973-02-15 |
| DE2139223C3 (de) | 1975-07-31 |
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