DE2128460C2 - Vorrichtung zur Behandlung von Material aus festen Teilchen unterschiedlicher Korngröße mittels eines Gases - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von Material aus festen Teilchen unterschiedlicher Korngröße mittels eines GasesInfo
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Description
keit der verschiedenen Zonen des fluidisierten Materials
so festzulegen, daß die gewünschte Selektion der VerweiJzeiten für die Teilchen mit unterschiedlichen Abmessungen erzielt werden wird. Durch dieue Maßnahme
wird eine einfache und billige Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermögliche
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist es möglich, die obersten Zonen des Materiaistroms kontinuierlich und die unterste Zone intermittierend abzuführen,
so daß das unterste Entladeelement reichlich bemessen werden kann und nicht von den Teilchen mit den größten Abmessungen verstopft wird.
Zweckmäßigerweise werden die einstellbaren Entladeschlitze (24, 26, 27) durch die Zwischenräume zwischen den Klappen (17,18,19) gebildet, die sich über die
gesamte Breite der Behandlungskammer (1) erstrecken und untereinander unter einem gegenseitigem Abstand
entsprechend ihrer Verstellbreite angeordnet sind, wobei die Achsen (21,22,23) der Klappen (17,18,19) durch
deren Mitten verlaufen. Die Enladekapazität der übereinander angeordneten Entladeelemente (31,24,26,27)
ist einzeln steuerbar.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung;
F i g. 2 in vergrößertem Maßstab die Abführeinrichtung der Vorrichtung nach F i g. 1.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung i>mfaßt eine oben offene Kammer 1, die von einer Vorderwand 2, einer Rückwand 3 und einem aus Abschnitten 4,
5 und 6 bestehenden Boden begrenzt wird. Die Abschnitte 4, 5 und 6 bestehen je aus einer perforierten
Platte und sind in geneigter Stellung unter einem solchen Winkel angeordnet, daß eine leicht stufige Ebene
gebildet ist, die von der Wand 3 zur Vorderwand abfällt
Die Rückwand 3 erstreckt sich mit einem auswärts geneigten Teil 7 und einem daran anschließenden vertikalen Teil 8 nach oben und bildet mit einer vertikalen
Wand 9 einen Trichter 10 für das zu behandelnde Material. Im unteren Teil des Trichters 10 ist ein rotierendes
Sperrventil 11 zum stetigen Zuführen des zu behandelnden Materials in die Kammer 1 angeordnet An der dem
Sperrventil 11 gegenüberliegenden Seite der Kammer 1
ist eine in F i g. 1 mit 12 bezeichnete Abführeinrichtung vorgesehen, die später unter Bezugnahme auf F i g. 2 im
einzelnen beschrieben wird.
Die Räume unterhalb der Abschnitte 4, 5 und 6 des geneigten Bodens der Kammer 1 sind voneinander
durch vertikale Unterteilungen 13 bzw. 14 getrennt Jeder dieser Räume ist mit einer Vorrichtung 15 zum Pressen eines Stroms von konditioniertem Gas durch die
Abschnitte 4,5 und 6 des Bodens der Kammer bei solchem Druck ausgestattet daß das durch das Sperrventil
11 eingeleitete Material fluidisiert wird. Auf diese Weise
wird ein kontinuierlicher Strom des fluidisierten Materials zur Abführeinrichtung 12 erhalten.
Am offenen Ende der Kammer 1 ist eine Anzahl von Staubfiltern 16 vorgesehen.
Wie in Fig.2 dargestellt ist, besteht die Abführeinrichtung 12 bei der beschriebenen Ausführung aus drei
übereinander angeordneten Enladeschlitzen 24, 26 und 27 sowie einer untersten Abführungseinrichtung 31, die
unterhalb der ersteren angeordnet ist, und zwar auf der Höhe des Abschnitts 6 des geneigten Bodens der Kammer 1.
17 und 18 bzw. 18 und 19 begrenzt, während der Entladeschlitz 24 von der Klappe 17 und einem in der Kammer 1 montierten, feststehenden Querbalken 25 begrenzt ist Die unterste Abführungseinrichtung 31 ist
von einer am Querbalken 25 befestigten Abdeckplatte 28 und einem weiteren Querbalken 30, der an einem
Träger 29 des Abschnittes 6 befestigt ist, begrenzt
Bei der dargestellten Ausführungsform bestehen die Klappen 17,18 und 19 jeweils aus einem rechteckigen
Streifen mit rautenförmigem Querschnitt und sind um eine horizontale Achse 21,22 bzw. 23 drehbar. Demnach
kann durch Verdrehen der Klappen die Kapazität des Entladeschlitzes zwischen den Klappen 17 und dem in
der Kammer 1 angeordneten Querbalken 25, des Schlitzes 26 zwischen den Klappen 17 und 18 und des Schlitzes 27 zwischen den Klappen 18 und 19 nach Wunsch
eingestellt werden.
Die Abführungseinrichtung 31 kann durch ein Entladeventil 20 geschlossen werden, das um eine Achse 35
drehbar montiert ist
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht die Steuerung der Verweilzeiten in der Kammer 1 für jede der
verschiedenen in Vertikalrichtung geschichteten Zonen des sich entlang dem geneigten Boden 4, 5 und 6 der
Kammer 1 bewegenden fluidisierten Materialstroms und, falls erforderlich, das Einstellen dieser Verweilzeit
durch ein Justieren und nach Wunsch Neujustieren der Endladekapazität jedes der Entladeschlitze 24, 26 und
27 und durch Justieren der Entladekapazität der Abführungseinrichtung 31 durch intermittierendes öffnen des
Ventils 20 in solchem Maß, daß die größten Teilchen des Materialstroms durch das Ventil treten können, woraufhin es wieder geschlossen wird. Ersichtlich entspricht
die Entladegeschwindigkeit einer Zone des fluidisierten Materialstroms, die auf der Höhe eines der Entladeelemente, also eines der Entladeschlitze 27,26,24 oder der
Abführungseinrichtung 31 liegt der Entladekapazität dieses Entladeelements, so daß die Verweilzeit dieser
Zone in der Kammer 1, also die Zeit während derer diese Zone der Einwirkung des konditionierten Gases
unterworfen ist in gleicher Weise der Entladekapazität des betreffenden Entladeelements entspricht
Werden die Klappen 17,18 und 19 wie in F i g. 2 gezeigt eingestellt, so ergibt es sich, daß die durch den
Schlitz 27 abgeführte Materialschicht während einer kürzeren Zeitspanne der Aktivität des durch die Speiseeinrichtung 15 gelieferten Gases ausgesetzt ist, als die
durch den Schlitz 26 abgeführte Materialschicht, während die durch den Entladeschlitz 24 abgeführte Materialschicht dem Gas für eine längere Zeitspanne ausgesetzt ist, als die durch den Entladeschlitz 26 abgeführte
Materialschicht.
Während sich das Entladeventil 20 in der in der Zeichnung dargestellten Lage befindet, wird die unterste Zone des Materialstroms nicht entladen. Dies geschieht
nur, wenn das Entladeventil 20 offen ist Da ein Kippventil zur Anwendung kommt, kann die Abführungseinrichtung 31 solche Abmessungen erhalten, daß die in
dieser Zone vorhandenen Materialteilchen, die die größte Ausdehnung haben, diesen Schlitz nicht während
ihrer Abführung verstopfen.
Die durch die Schlitze 24,26,27 und die Abführungseinrichtung 31 entladenen Materialteilchen werden in
einem Raum 33 gesammelt und durch eine Entladeöffnung 34 abgeführt (F i g. 1).
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Behandlung von Material aus oberen Zone des Bettes liegen. Wenn das zu behandelnfesten
Teilchen unterschiedlicher Korngröße mittels 5 de Material die Behandlungskammer in stetigem Strom
eines Gases, welche Vorrichtung eine Behandlungs- durchläuft, so muß die Strömungsgeschwindigkeit wähkammer
mit einem gelochten, geneigten Boden, eine rend der Erwärmung oder Abkühlung des Materials
stetig arbeitende Zuführungseinrichtung zur Zufüh- durch das einen entsprechenden Zustand aufweisende
rung des Materials in den dem höher gelegenen Bo- gasförmige Strömungsmedium auf diejenige Verweildenende
benachbarten Bereich der Kammer und ei- ίο zeit in der Behandlungskammer abgestimmt sein, die die
ne mittels mindestens einer um eine horizontale größten Teilchen benötigen, um die gewünschte Tempe-Achse
drehbaren Klappe regelbare und sich im Be- ratur anzunehmen. Während dieser Verweilzeit nehmen
reich des tiefer gelegenen Bodenendes derselben er- die kleineren Teilchen eine höhere bzw. niedrigere Temstreckenden
Abführungseinrichtung für das Materi- peratur, als erwünscht, an, so daß sich kein gleichförmial
sowie Einrichtungen aufweist, um das Gas mit 15 ger Temperaturpegel der Teilchen einstellt Die gleiausreichend
hohem Druck durch den gelochten Bo- chen Nachteile treten auf, wenn Material aus festen
den zur Ausbildung eines fluidisierten Material- Teilchen von unterschiedlicher Korngröße getrocknet
strums hindurch zu drücken, dadurchgekenn- werden solL Zur Zeit, da die größten Teilchen zum erzeichnet,
daß eine unterste Abführungseinrich- forderlichen Grad getrocknet sind, haben die kleinsten
tung (20,31) für die größten Teilchen durch ein me- 20 Teilchen bereits einen zu fortgeschrittenen Trockenchanisch
betätigtes Entladeventil (20) geschlossen heitszustand erreicht, oder es haben umgedreht die
werden kann, sowie eine weitere darüber angeord- größten Teilchen noch einen zu hohen Feuchtigkeitsgenete
Abführungseinrichtung (12) für feinteilige Fest- halt aufzuweisen, wenn die kleinsten Teilchen den gestoffanteile
vorgesehen ist, letztere bestehend aus wünschten Trockenheitsgrad erreicht haben. Diese
einem oder mehreren justierbaren Entladeschlitzen 25 Nachteile treten also auch auf, wenn Material gleichzei-(24,26,27).
tig gekühlt und getrocknet oder gleichzeitig erwärmt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- und getrocl'jiet werden solL Aufgabe der vorliegenden
zeichnet, daß die Entladeschlitze (24, 26, 27) durch Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Verfügung
Zwischenräume zwischen Klappen (17,18,19) gebil- zu stellen, durch die diese Nachteile vermieden werden
det sind, die sich über die gesamte Breite der Be- 30 können.
handlungskammer (1) erstrecken und übereinander Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung
unter einem gegenseitigen Abstand entsprechend ih- zur Behandlung von Material aus festen Teilchen unterrer
Verstellweite angeordnet sind und daß die Ach- schiedlicher Korngröße mittels eines Gases, welche
sen (21,22,23) der Klappen (17,18,19) durch deren Vorrichtung eine Behandlungskammer mit einem geMitten
verlaufen. 35 lochten, geneigten Boden, eine stetig arbeitende Zuführungseinrichtung
zur Zuführung des Materials in den dem höher gelegenen Bodenende benachbarten Bereich
der Kammer und eine mittels mindestens einer um eine
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behänd- horizontale Achse drehbaren Klappe regelbare und sich
lung von Material aus festen Teilchen unterschiedlicher 40 im Bereich des tiefer gelegenen Bodenendes derselben
Korngröße mittels eines Gases, beispielsweise zum Er- erstreckende Abführungseinrichtung für das Material
wärmen oder Abkühlen des Materials, insbesondere sowie Einrichtungen aufweist, um das Gas mit ausreizum
Trocknen und gleichzeitigen Kühlen extrahierter chend hohem Druck durch den gelochten Boden zur
Öl-Körnerfrüchte. Bei dieser Vorrichtung wird das zu Ausbildung eines fluidisierten Materialstroms hindurch
behandelnde Material als stetiger Strom an ein Ende 45 zu drücken. Gekennzeichnet ist die beanspruchte Voreiner
mit einem durchlöcherten Boden ausgestatteten richtung, daß eine unterste Abführungseinrichtung (20,
Kammer geliefert durch den das gasförmige Medium 31) für die größten Teilchen durch ein mechanisch betämit
einem solchen Druck aufwärtsfließt, daß ein stetiger tigtes Entladeventil (20) geschlossen werden kann, so-Strom
fluidisierten Materials zum anderen Ende der wie eine weitere darüber angeordnete Abführungsein-Kammer
fließt wo es abgegeben wird. 50 richtung (12) für feinteilige Feststoffanteile vorgesehen
Unter Bezeichnung »feste Teilchen von unterschiedli- ist, letztere bestehend aus einem oder mehreren justiercher
Korngröße« werden nicht nur die einzelnen Mate- baren Entladeschlitzen (24,26,27).
rialteilchen verstanden, sondern auch kleinere und grö- Durch diese Vorrichtung wird erreicht daß die für die ßere Zusammenklumpungen dieser festen Teilchen. Behandlung der verschiedenen übereinanderliegenden In der DE-AS 12 41 365 wird ein kontinuierlich arbei- 55 Zonen des fluidisierten Materials benötigten Verweiltender Wirbelbett-Trockner für pastöse Suspensionen zeiten unabhängig gesteuert und nach Wunsch festgefester Teilchen beschrieben. setzt werden können. Dies bringt außerdem den zusätz-Gegenstand der DE-PS 9 02 955 ist ein Verfahren und liehen Vorteil mit sich, daß pro Zeiteinheit eine größere eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Kühlen und Materialmenge behandelt werden kann. Vorzugsweise Trocknen von gekörntem Gut wobei die Gut-Behand- 60 werden die unteren Stromzonen des Materials dem gaslung mittels eines Gasstroms erfolgt. Die dort offenbar- förmigen Medium während einer längeren Zeit ausgete Vorrichtung verfügt jedoch nur über eine einzige setzt, als die weiter oben liegenden Zonen.
Auslaßöffnung, was zur Folge hat, daß alle Teilchen, Die für die verschiedenen übereinanderliegenden Zounabhängig von ihrer Größe, im wesentlichen während nen des fluidisierten Materials benötigten Verweilzeiten gleich langer Zeiten in der Behandlungskammer verwei- 65 können in einfacher Weise dadurch gesteuert und nach len. Wunsch festgesetzt werden, daß die Zonen mit unter-Beim Fluidisieren des aus festen Teilchen von unter- schiedlicher Geschwindigkeit abgeführt werden. Durch schiedlicher Korngröße bestehenden Materials neigen diese Maßnahme ist es möglich, die Abführgeschwindig-
rialteilchen verstanden, sondern auch kleinere und grö- Durch diese Vorrichtung wird erreicht daß die für die ßere Zusammenklumpungen dieser festen Teilchen. Behandlung der verschiedenen übereinanderliegenden In der DE-AS 12 41 365 wird ein kontinuierlich arbei- 55 Zonen des fluidisierten Materials benötigten Verweiltender Wirbelbett-Trockner für pastöse Suspensionen zeiten unabhängig gesteuert und nach Wunsch festgefester Teilchen beschrieben. setzt werden können. Dies bringt außerdem den zusätz-Gegenstand der DE-PS 9 02 955 ist ein Verfahren und liehen Vorteil mit sich, daß pro Zeiteinheit eine größere eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Kühlen und Materialmenge behandelt werden kann. Vorzugsweise Trocknen von gekörntem Gut wobei die Gut-Behand- 60 werden die unteren Stromzonen des Materials dem gaslung mittels eines Gasstroms erfolgt. Die dort offenbar- förmigen Medium während einer längeren Zeit ausgete Vorrichtung verfügt jedoch nur über eine einzige setzt, als die weiter oben liegenden Zonen.
Auslaßöffnung, was zur Folge hat, daß alle Teilchen, Die für die verschiedenen übereinanderliegenden Zounabhängig von ihrer Größe, im wesentlichen während nen des fluidisierten Materials benötigten Verweilzeiten gleich langer Zeiten in der Behandlungskammer verwei- 65 können in einfacher Weise dadurch gesteuert und nach len. Wunsch festgesetzt werden, daß die Zonen mit unter-Beim Fluidisieren des aus festen Teilchen von unter- schiedlicher Geschwindigkeit abgeführt werden. Durch schiedlicher Korngröße bestehenden Materials neigen diese Maßnahme ist es möglich, die Abführgeschwindig-
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