DE21274C - Glühlichtlampe mit VOLTA'schew Lichtbogen - Google Patents

Glühlichtlampe mit VOLTA'schew Lichtbogen

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DE21274C
DE21274C DENDAT21274D DE21274DA DE21274C DE 21274 C DE21274 C DE 21274C DE NDAT21274 D DENDAT21274 D DE NDAT21274D DE 21274D A DE21274D A DE 21274DA DE 21274 C DE21274 C DE 21274C
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DE
Germany
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carbon
saddle
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volta
negative
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Application number
DENDAT21274D
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English (en)
Original Assignee
F. H. WERNER in Lindenthal. Kaiserstr. 162 und L. OCHSE in Ehrenfeld, Venloerstr. 16
Publication of DE21274C publication Critical patent/DE21274C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/003Electric arc lamps of a special type
    • H05B31/0033Electric arc lamps of a special type with glowrod and candle

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  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1882 ab.
Die nachstehend beschriebene elektrische Lampe ist eine Glühlampe, welche sowohl in gewöhnlicher als auch in Stickstoffatmosphäre zu leuchten vermag. Sie zeichnet sich aus durch äufserst einfache Construction und den Mangel jedes Räderwerkes, jeder mechanischen Auslösung oder Uebersetzung etc. Die solide Construction der Lampe verhindert, dafs ein Verstauben oder theilweises Oxydiren ihrer Bestandtheile einen wesentlichen Einflufs auf das Licht ausübt. Dadurch ist sie wenig reparaturbedürftig und kann selbst von einem Laien wieder hergestellt werden, verträgt auch eine weniger sachverständige oder unzarte Behandlung gegenüber anderen elektrischen Lampen. Die Lampe ist mit jeder Lichtmaschine oder Batterie, sowie mit jedem System und jeder Schaltweise anwendbar. Durch die Anordnung der verschiedenen Theile der Lampe werden Schattenbildungen fast ganz vermieden. Je nach der Stärke der Lichtmaschine ist " die Anzahl der Lampen, die in einen Stromkreis eingeschaltet werden können, nahezu unbegrenzt. Eine oder mehrere Lampen können beliebig ausgelöscht oder angezündet werden, ohne die übrigen Lampen merklich zu beeinflussen; auch können gröfsere und kleinere Lampen dieser Art mit Lampen anderer Systeme gleichzeitig gespeist werden. Die Anwendung schwach gespannter Ströme, sowie die Stellung der Positivkohle nach unten und die Brechung des von ihr erzeugten Lichtes liefern ein stetiges, nicht grelles, den Augen angenehmes, aber trotzdem intensives Licht, welches rein weifs und frei von violetten Nuancen ist. Auch ist wegen der geringen Spannung der Ströme die Bedienung der Lampen und das Berühren blanker Stellen der Leitung ohne Gefahr, überhaupt die gröfste Betriebssicherheit vorhanden. Ebenfalls wird dadurch die Isolirung höchst einfach und entsprechend billig. Die Lampe läfst durch Zuführung eines schwächeren oder stärkeren Stromes eine beinahe unbegrenzte Vermehrung oder Verminderung ihrer Lichtstärke zu, ohne dafs ihr dadurch im mindesten Schaden entstände. Beispielsweise kann eine Lampe, bei welcher die Positivkohle einen Querdurchmesser von 12 mm und die Negativkohle einen solchen.von 4 mm hat, eine Vermehrung der Lichtstärke von Y2 bis zu 20 Gasflammen, die Gasflamme zu 17 Normalkerzen gerechnet, vertragen.
Auf beiliegender Zeichnung verdeutlichen:
Fig. ι eine Vorderansicht mit Deckel A und Gasglocke G im Durchschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie a-ß, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie y-h. Die beiden Messingstangen α und a' führen durch den Holzdeckel A und tragen unten einen Messingsattel B, welcher in der Mitte die positive Kohle p trägt; die Klemmschraube ο dient zur Befestigung der letzteren. Auf den Stangen a und a' ist der Sattel B verschiebbar und wird durch Muttern und Gegenmuttern in gewünschter Stellung fixirt. Die oberen Enden der Stangen α und ax sind durch den Holzsattel C mit einander verbunden. Der Haken H dient zum Aufhängen der Lampe. Unter dem Holzsattel C ist an einer der Stangen die positive
Polschraube oder Klemme P angebracht. Zwi-•schen dem auf der Glasglocke G sitzenden Deckel A und dem oberen Holzsattel C sind die Stangen α und a' durch übergeschobene Glasröhren r und r' isolirt. Auf diesen Glasröhren läuft ein Messingsattel D mit der negativen Polschraube oder Klemme N. In der Mitte des Sattels D befindet sich eine Oeffnung, durch welche die negative Kohle. η gesteckt und mittelst der Klemmschraube υ befestigt ist. Die Negativkohle η geht durch eine in der Mitte des Deckels A angebrachte, mit einem Glasröhrchen ausgefütterte Oeffnung und wird durch das Gewicht des auf den Isolirröhren r und r' laufenden Sattels D mit der Positivkohle / in fortwährendem Contact gehalten. Letztere hat einen gröfseren Querdurchmesser als die Negativkohle, in der Regel im Verhältnifs von 3 zu 1, also ganz dem Werdermannschen etc. Princip entgegengesetzt, sowohl hinsichtlich des Querdurchmessers der bezw. Kohlen als auch deren Stellung zu einander.
Stromgang und Function der Lampe: Wird die Lampe in den Schliefsungsbogen einer Lichtmaschine oder Batterie eingeschaltet, so tritt der elektrische Strom ein in die Polschraube oder Klemme P, geht durch Stange α und Sattel B in Kohle/, erzeugt bei seinem Uebergange in die Negativkohle einen Volta'schen Lichtbogen, bringt durch den engen Contact die Negativkohle auf eine Länge von ungefähr cm in Weifsglut und geht durch die Polschraube oder Klemme N zur nächsten Lampe oder kehrt wieder zu der Lichtmaschine oder Batterie zurück.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Die in der Beschreibung und Zeichnung dargestellte Incandescenzlampe mit Volta'schem Lichtbogen, bestehend aus:
    a) den durch Glasröhren r und V isolirten Stangen α und a', von welchen die eine mit der positiven Polschraube oder Klemme P versehen ist,
    b) dem auf α und a' verschiebbaren, durch Muttern und Gegenmuttern feststellbaren Sattel B, in welchem die Positivkohle/ in einer Oeffnung mittelst der Klemmschraube 0 festgehalten wird,
    c) dem auf den Isolirröhren r und r1 gleitenden Sattel D mit der negativen Polschraube oder Klemme N, welcher die durch die Klemmschraube ν festgehaltene Negativkohle η durch sein eigenes Gewicht mit der Positivkohle ρ in fortwährendem Contact hält.
  2. 2. Anwendung einer Positivkohle von gröfserem Querschnitt als demjenigen der Negativkohle, welche mit ihrer unteren Spitze auf der ersteren aufruht bezw. dieselbe berührt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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