DE212332C - - Google Patents
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- DE212332C DE212332C DENDAT212332D DE212332DA DE212332C DE 212332 C DE212332 C DE 212332C DE NDAT212332 D DENDAT212332 D DE NDAT212332D DE 212332D A DE212332D A DE 212332DA DE 212332 C DE212332 C DE 212332C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 212332 KLASSE 10«. GRUPPE
HEINRICH KOPPERS in ESSEN, Ruhr.
Die Bemühungen, die durch die hohe Temperatur in den Destillationskammern hervorgerufenen
Zersetzungen der Destillationsgase mit ihren Nachteilen, wie Teer verdickungen, Graphitbildung und Naphtalinausscheidung,.
durch beschleunigte Abströmung der Gase unter erhöhtem Saugdruck zu verhindern, finden praktisch bald ihre Grenze. Denn bekanntlich
sind die aus feuerfestem Baustoff
ίο herzustellenden Wände der Destillationsräume,
besonders bei Koksöfen infolge der hier üblichen Art ihrer Zusammenfügung, mehr oder
weniger durchlässig, wozu im Betriebe meist noch kleine Rißbildungen kommen; ferner
wird durch die Verschmierung der Türen mit Lehm, der nachher schwindet und reißt, ebenfalls
Anlaß zu Undichtigkeiten gegeben. Ein verstärkter Unterdruck wäre also gleichbedeutend
mit einem Luftzutritt in die Destillationsräume, der auf den Verkokungsvorgang sehr
ungünstig einwirkt.
Bei der. sogenannten Autokarburation hat man die Einleitung von Wassergas in die Gasretorten
bereits so zu regeln versucht, daß dadurch eine Beschleunigung der Abströmung
eintritt; man ist aber' hier mit Rücksicht auf die obwaltenden Verhältnisse mit Bezug auf
die einzuleitende Gasmenge beschränkt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung der besprochenen sekundären
Zersetzungen und damit zur Erhöhung der Ausbeute an Nebenprodukten, wie sie primär
als Spaltungsprodukte entstehen, bei der Verkokung von Brennstoffen durch Beschleunigung
der Abströmung vermittels unter Druck eingeführter Gase und besteht darin, daß ein
Teil der gekühlten und von den Nebenerzeugnissen befreiten Destillationsgase in die Verkokungskammer
unter Druck zurückgeführt wird. Da zwischen dem frisch entstandenen
Destillationsgas und dem eingeführten keine Reaktion eintritt, so kann man jede zur Erreichung
einer wirksamen Spülung erforderliche Menge verwenden. Die Einführung der Destillationsgase in abgekühltem Zustande bewirkt,
ferner eine Kühlhaltung des Raumes oberhalb der Kohle, wie solche auf andere Weise, etwa durch in der Ofendecke angeordnete
Wasserrohre, infolge der zu großen technischen Schwierigkeiten unstatthaft erscheint.
Es vereinigen sich hier also zwei Wirkungen, um die beabsichtigte Verhinderung von Zersetzungen zu erzielen. Zur Unterstützung
dieser Kühlung kann den Spülgasen Wasser in irgendeiner Form beigegeben werden.
Für den normalen Koksofenbetrieb geschieht die Anwendung des Verfahrens so, daß aus
einer Gasrückleitung an jeder Ofenbatterieseite eine Abzweigung in die öfen, z. B. unter
besonderer Ausgestaltung der Koksofentüren, hergestellt und von jeder Seite ein Gasstrom
über die Kohlefüllung eingeleitet wird. Zusammen mit den Destillationsgasen verlassen
dann die Spülgase die Kokskammern durch die üblichen Absaugeöffnungen, um in das
Gassammeirohr und die Kondensation zu gehen.
Die Wahl der Entnahmestelle dieser Gase hinter Kühlern, Teerscheider und Gassauger
ergibt zunächst die für das Verfahren günstige
ίο niedrige Temperatur; die vorherige Reinigung
vermindert ferner die Gefahr weiterer Absätze. Da das Gas dem Verfahren selbst entnommen
wird, . so ist es auf den Gang der Verkokung ohne wesentlichen Einfluß, also als »indifferent«
zu betrachten. Auch für die Kondensation und die Weiterverwendung des Gases ist dieser
dem Hauptverfahren angegliederte Kreislauf ohne Bedeutung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren, bei der Verkokung von Brennstoffen Zersetzungen der gasförmigen Destillationsprodukte im Ofen durch beschleunigtes Abführen derselben aus der Verkokungskammer mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase zu verhüten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der gekühlten Destillationsgase selbst, nach Befreiung von den Nebenprodukten, in die Verkokungskammer zurückgeführt wird, zum Zwecke, infolge Nichtbeeinflussung der Zusammensetzung
gase bei der Spülung
Kühlhaltung der Zone
füllung in bezug auf die einzuführendeder Destillationsund gleichzeitigen über ' der Kohledie einzuführendeGasmenge unbeschränkt zu sein.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE212826C (de) |
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