DE212332C - - Google Patents

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DE212332C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 212332 KLASSE 10«. GRUPPE
HEINRICH KOPPERS in ESSEN, Ruhr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Dezember 1905 ab.
Die Bemühungen, die durch die hohe Temperatur in den Destillationskammern hervorgerufenen Zersetzungen der Destillationsgase mit ihren Nachteilen, wie Teer verdickungen, Graphitbildung und Naphtalinausscheidung,. durch beschleunigte Abströmung der Gase unter erhöhtem Saugdruck zu verhindern, finden praktisch bald ihre Grenze. Denn bekanntlich sind die aus feuerfestem Baustoff
ίο herzustellenden Wände der Destillationsräume, besonders bei Koksöfen infolge der hier üblichen Art ihrer Zusammenfügung, mehr oder weniger durchlässig, wozu im Betriebe meist noch kleine Rißbildungen kommen; ferner wird durch die Verschmierung der Türen mit Lehm, der nachher schwindet und reißt, ebenfalls Anlaß zu Undichtigkeiten gegeben. Ein verstärkter Unterdruck wäre also gleichbedeutend mit einem Luftzutritt in die Destillationsräume, der auf den Verkokungsvorgang sehr ungünstig einwirkt.
Bei der. sogenannten Autokarburation hat man die Einleitung von Wassergas in die Gasretorten bereits so zu regeln versucht, daß dadurch eine Beschleunigung der Abströmung eintritt; man ist aber' hier mit Rücksicht auf die obwaltenden Verhältnisse mit Bezug auf die einzuleitende Gasmenge beschränkt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung der besprochenen sekundären Zersetzungen und damit zur Erhöhung der Ausbeute an Nebenprodukten, wie sie primär als Spaltungsprodukte entstehen, bei der Verkokung von Brennstoffen durch Beschleunigung der Abströmung vermittels unter Druck eingeführter Gase und besteht darin, daß ein Teil der gekühlten und von den Nebenerzeugnissen befreiten Destillationsgase in die Verkokungskammer unter Druck zurückgeführt wird. Da zwischen dem frisch entstandenen Destillationsgas und dem eingeführten keine Reaktion eintritt, so kann man jede zur Erreichung einer wirksamen Spülung erforderliche Menge verwenden. Die Einführung der Destillationsgase in abgekühltem Zustande bewirkt, ferner eine Kühlhaltung des Raumes oberhalb der Kohle, wie solche auf andere Weise, etwa durch in der Ofendecke angeordnete Wasserrohre, infolge der zu großen technischen Schwierigkeiten unstatthaft erscheint. Es vereinigen sich hier also zwei Wirkungen, um die beabsichtigte Verhinderung von Zersetzungen zu erzielen. Zur Unterstützung dieser Kühlung kann den Spülgasen Wasser in irgendeiner Form beigegeben werden.
Für den normalen Koksofenbetrieb geschieht die Anwendung des Verfahrens so, daß aus einer Gasrückleitung an jeder Ofenbatterieseite eine Abzweigung in die öfen, z. B. unter besonderer Ausgestaltung der Koksofentüren, hergestellt und von jeder Seite ein Gasstrom
über die Kohlefüllung eingeleitet wird. Zusammen mit den Destillationsgasen verlassen dann die Spülgase die Kokskammern durch die üblichen Absaugeöffnungen, um in das Gassammeirohr und die Kondensation zu gehen.
Die Wahl der Entnahmestelle dieser Gase hinter Kühlern, Teerscheider und Gassauger ergibt zunächst die für das Verfahren günstige
ίο niedrige Temperatur; die vorherige Reinigung vermindert ferner die Gefahr weiterer Absätze. Da das Gas dem Verfahren selbst entnommen wird, . so ist es auf den Gang der Verkokung ohne wesentlichen Einfluß, also als »indifferent« zu betrachten. Auch für die Kondensation und die Weiterverwendung des Gases ist dieser dem Hauptverfahren angegliederte Kreislauf ohne Bedeutung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, bei der Verkokung von Brennstoffen Zersetzungen der gasförmigen Destillationsprodukte im Ofen durch beschleunigtes Abführen derselben aus der Verkokungskammer mittels in diese unter Druck eingeleiteter Gase zu verhüten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der gekühlten Destillationsgase selbst, nach Befreiung von den Nebenprodukten, in die Verkokungskammer zurückgeführt wird, zum Zwecke, infolge Nichtbeeinflussung der Zusammensetzung
    gase bei der Spülung
    Kühlhaltung der Zone
    füllung in bezug auf die einzuführende
    der Destillationsund gleichzeitigen über ' der Kohledie einzuführende
    Gasmenge unbeschränkt zu sein.
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