DE2114367B2 - Organische Zinnverbindungen und deren Verwendung als Herbizide - Google Patents
Organische Zinnverbindungen und deren Verwendung als HerbizideInfo
- Publication number
- DE2114367B2 DE2114367B2 DE2114367A DE2114367A DE2114367B2 DE 2114367 B2 DE2114367 B2 DE 2114367B2 DE 2114367 A DE2114367 A DE 2114367A DE 2114367 A DE2114367 A DE 2114367A DE 2114367 B2 DE2114367 B2 DE 2114367B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- compounds
- carbon atoms
- herbicides
- organic tin
- radical
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F7/00—Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
- C07F7/22—Tin compounds
- C07F7/2208—Compounds having tin linked only to carbon, hydrogen and/or halogen
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
Description
R-S-CH2-M
Gegenstand der Erfindung sind neue organische Zinnverbindungen der Formel
R-S- CH2- Sn- R'3
in der R einen Methylrest, einen Fhenylrest oder einen
Methoxyphenylrest und R' einen Alkylrest mit 1 bis 4 in der M ein Alkalimetall, z. B. Natrium, Kalium oder
Lithium bedeutet und R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt, in an sich bekannter Weise mit einem
Trialkylzinnhalogenid der Formel R'3SnX, in.-a-vr R' die
vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und X ein Halogen, z. B. Chlor oder Brom bedeutet umsetzt Die
Umsetzung der metallorganischen Verbindung mit dem Trialkylzinnhalogenid geht leicht nach folgender Gleichung
vor sich:
R-S-CH2-M +R'jSnX-R-S-CH2-Sn-R'
Bevorzugt als Trialkylzinnhalogenid wird Tri-n-butylzinnchlorid,
das die gewünschte Umsetzung leicht eingeht Seine leichte Zugänglichkeit und Umsetzung
mit z. B. (Methylthio)-methyllithium unter Bildung von (Methylthiomethyl)-tributylzinn, das hervorragende
herbizide Wirkung vor dem Auflaufen besitzt, machen das Tributylzinnchlorid zum Trialkylzinnhalogenid-Reaktionsteilnehmer
der Wahl.
Das Verfahren kann in Gegenwart von inerten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt werden.
Geeignete Lösungs- oder Verdünnungsmittel findet man in solchen Verbindungsklassen wie aliphatischen
Kohlenwasserstoffen, aliphatischen Äthern, cyclischen Äthern und Trialkylaminen. Beispiele für geeignete
Kohlenwasserstoffe sind Hexan, Petroläther und »Stoddardw-Lösungsmittel.
Geeignete Äther sind Diäthyläther, Dibutyläther, Tetrahydrofuran, 1,2-Dimethoxyäthan
und Diäthylenglykoldimethyläther. Amine, die als Lösungsmittel für die Umsetzung verwendet werden
können, sind Triethylamin und Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethyläthylendiamin.
Bevorzugt werden Diethylether und Tetrahydrofuran, welche die Bildung der gewünschten
Produkte in hoher Ausbeute und Reinheit ermöglichen. Auch die Verwendung von Gemischen aus zwei oder
mehr inerten Lösungsmitteln ist möglich.
Die genannten metallorganischen Verbindungen, z. B. die organischen Lithiumverbindungen, lassen sich leicht
herstellen. In an sich bekannter Weise können diese Reaktionsteilnehmer durch Umsetzung eines Methyisulfids
der Formel
R-S-CHj
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem ein Metall einführenden Mittel, z. B. Alkalimetallalkylen,
in denen die Alkylgruppe 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält, und Alkalimetallarylen hergestellt werden. Ein
bevorzugtes metalleinfUhrendes Mittel ist wegen seiner
35
45
50 leichten Zugänglichkeit und seiner Reaktionsfähigkeit n-Butyllithium. Als metalleinführendes Mittel wird
insbesondere ein Komplex aus einer der beschriebenen Alkyllithiumverbindungen und einer Aminverbindung
der allgemeinen Formel (R2)2NR3N(R2)2 bevorzugt, in
der R2 einen Alkylrest mit 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen und R3 einen gesättigten Alkylenrest mit 1 bis 5
Kohlenstoffatomen bedeutet, und die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in der Aminverbindung 5 bis 20
beträgt. Ein bevorzugter Komplex besteht aus einem Mol Tri-n-butyllithium und einem Mol Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethyläthylendiamin.
Die Herstellung der organischen Lithiumverbindungen ist näher von Petersen in J. Org. Chem„ Bd. 32, S.
1717(1967), von Gilman und Webb in J. Am. Chem. Soc, Bd. 62, S. 987 (1940), von C ο r e y und S e e b a c h,
J. Org. Chem., Bd. 31, S. 4097 (1966) und in der US-PS 35 02 731 beschrieben.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
A: Herstellung von (Methylthio)-methyllithium
A: Herstellung von (Methylthio)-methyllithium
Ein 250 ml-Dreihalskolben, der mit einem Rührer,
einem Tropftrichter und einem Thermometer ausgestattet war, wurde mit Argon gespült und mittels einer
Quecksilberfalle von Luft freigehalten. 5,8 g (0,05 Mol) Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethyläthylendiamin (TMEDA) wurden
zu 36 ml 1,4 molarem (0,05 Mol) n-Butyllithium in Hexan zugesetzt, so daß sich 0.05 Mol des n-Butyllithium-TMEDA
Komplexes bildeten. Die Temperatur wurde bei diesen Umsetzungen mittels eines Wasserbades
unter etwa 20°C gehalten. Der Komplex wurde mit 3,1 g (0,05 Mol) Dimethylsulfid versetzt, nach einer
Viertelstunde hatte sich ein weißer Niederschlag gebildet. Dieser Niederschlag bestand aus Lithiummethylmercaptid
und (Methylthio)-methyllithium. Nach e*Twa 4 Stunden wurde das erhaltene Reaktionsgemisch,
welches das (Methylthio)-methyllithium (MTML) enthielt,
für die folgende Umsetzung verwendet
B: Umsetzung von Tributylzinnchlorid
mit (Methylthio)-methyllithium
50 ml einer einmolaren Lösung des (Methylthio)-methyllithium-TMEDA-Komplexes
(0,05 MoI) in Hexan, hergestellt wie unter A beschrieben, wurden tropfenweise innerhalb einer Viertelstunde zu einer Lösung von
163 g (0,05 MoI) Tributylzinnchlorid in 50 ml Diäthyläther zugesetzt Das Gemisch wurde eine Stunde
gerührt und dann mit 50 ml einer einmolaren Ammoniumchloridlösung hydrolysiert Die organische Schicht
wurde über Natriumsulfat getrocknet, eingeengt und unter verringertem Druck destilliert Man erhielt 14 g
(Methylthiomethyl)-tributylzinn, Kp. = 107° C (0,07
mm). Das IR-Spektrum und das NMR-Spektrum bestätigten die angenommene Struktur.
Die Verbindung des Beispiels 1 (Methylthiomethyl)-tributylzinn wurde unter Anwendung der nachfolgend
beschriebenen Methoden auf ihre herbizide Wirkung vor und nach dem Auflaufen untersucht. Im Handel
erhältliche herbizide Verbindungen, nämlich 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure und 2-Äthylamino-4-chlor-6-(2-propylamino)-l,3.5-triazin
wurden als Verglcichssubstanzen verwendet Zur Kontrolle dienten nicht behandelte Pflanzen.
Die herbiziden Verbindungen wurden in Aceton gelöst, das eine Emulgiierkombination aus Sorbitantrioleat
(Span 85) und Palyoxyiithylensorbitanmonooleat
(Tween 80) enthielt, gelöst Die Emulgiermittel wurden
in solcher Menge verwendet daß die fertigen Sprühmittel 5CO ppm Sorbitantrioleat und 125 ppm
Polyoxyäthylensorbitanmonooleat enthielten. Üie Sprühmittel wurden mit einem Devilbiss-Zerstäuber,
der mit einem Druck von 0,42 kg/cm2 arbeitete und in beiden Tests, d. h. vor und nach dem Auflaufen, 50 ml
Sprühmittel abgab, aufgebracht
Unter Verwendung der Vorrichtung und des Verfahrens nach Beispiel 1 wurden 100 ml einer etwa
einmolaren Lösung von (Phenylthio)-methyllithium in Hexan-THF tropfenweise unter Ruinen zu 0,1 Mol
Tributylzinnchlorid, das in THF gelöst war, zugesetzt Die Temperatur wurde mittels eines Eisbades auf
0-20° C gehalten. Nach der vollständigen Zugabe jo innerhalb einer halben Stunde wurde das Reaktionsgemisch
1,5 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und durch Eingießen in eine wäßrige eim.olare Ammoniumchloridlösung
hydrolysiert Die Extraktion des Hydrolysats mit Äther und die Rei igung durch
Vakuumdestillation ergab (Phenylthiomethyl)-tributylzinn, Kp. 152- 157°C (0,09 mm). Das IR-Spektrum und
das NMR-Spektrum bestätigten die angenommene Struktur.
Vor-Auflauf-Test
Doppelte Papptöpfe wurden mit einer Erdmisch'ing
gefüllt und in einer Tiefe von 13 cm mit Bohnen, Baumwolle, Mais, Weizen, Senf, Gänsefuß, Kriechgras
und Fuchsschwanz besät Unmittelbar nach dem Aussäen wurde die Erde mit den Sprühmitteln
behandelt Das Wachstum ließ man unter künstlichem Licht und unter Berieselung von oben vor sich gehen.
Die Pflanzen wurden etwa 10 Tage beobachtet und auf Beeinträchtigungen im Vergleich zu den nicht behandelten
Pflanzen untersucht.
(30
65 Nach-Auflauf-Test
Unter Verwendung der Vorrichtung und des Verfahrens nach Beispiel I wurden 100 ml einer etwa ^5
einmolaren Lösung von (p-Methoxyphenylthio)-methyllithium in Hexan-THF tropfenweise unter Rühren zu 0,1
Mol Tributylzinnchlorid das in THF gelöst war, zugesetzt. Die Temperatur wurde mittels eines Eisbades
auf 0- 100C gehalten. Nach der vollständigen Zugabe innerhalb einer Viertelstunde wurde das Reaktionsgemisch
2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und durch Eingießen in eine wäßrige einmolare Ammoniumchloridlösung
hydrolysiert. Die Extraktion des Hydrolysats mit Äther und Reinigung durch Vakuumdestillation
ergab das gewünschte (p-Methoxyphenylthiomethyl)-tributylzinn.
Doppelte Papptöpfe wurden mit Vermiculit gefüllt und in einer Tiefe von 13 cm mit den gleichen Pflanzen
besät, wie sie für den Vor-Auflauf-Test verwendet wurden. Das Wachstum ließ man unter künstlichem
Licht vor sich gehen. Die Bewässerung erfolgte, indem man die Töpfe in eine kleine Menge Wasser in
nicht-rostenden Stahltrögen stellte. Nach etwa 10 Tagen, wenn die Pflanzen eine geeignete Größe erreicht
hatten, wurden sie mit Sprühmittel behandelt. Die Pflanzen wurden 10 Tage beobachtet und auf Beeinträchtigungen
im Vergleich zu den nicht behandelten Pflanzen untersucht. Die Feststellung von Beeinträchtigungen
ging nach folgendem Schema vor sich:
Grad der Schädigung
0 keiner
1 leicht
2 mäßig
3 mäßig schwer
4 schwer
5 abgestorben
Art der Schädigung
C Chlorose
E Epinastie
C allgemeine Nekrose
H Hypertrophie
L lokale Nekrose
M gesprenkelt
NF Knotenbildung
NG kein Wachstum
R Verkleinerung
RG verringerte Keimung
S Verkümmerung
SS Schwellung des Stengels
SC Kräuselung des Stengels
X Spitzenbrand
TB Endknospen
U. Blattkräuselung nach oben
W Welken
5 6
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
Tabelle
Herbizide Wirkung von (Methylthiomethyl)-tributylzinn
Testpflanze
Senr
Senr
Stadium
Vor Nach
Gänsefuß Kriechgras Fuchsschwanz
Vor Nach Vor Nach Vor Nach
1,12 kg/ha 0 4GO 2GO 0 0 IT
22,4 kg/ha 4RG 5C 5NG 5C 4RG 4C 4RG 4C
2,4-Dichlorphenoxyessigsäure
1,12 kg/ha 4RG 4E 4RG 3E 0 IT 0 0
2-Äthylamino-4-chlor-6-(2-propy!amino)-l,3,5-triazin
| 1,12 kg/ha | 2S | 5S | 2S | 4C | 0 | 3C | 0 | 3C |
| Nicht behandelt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Tabelle (Fortsetzung) | ||||||||
| Testpflanze | ||||||||
| Mais | Weizen | Baumwolle | Bohnen | |||||
| Stadium | ||||||||
| Vor | Nach | Vor | Nach | Vor | Nach | Vor | Nach | |
| 1,12 kg/ha | 0 | IG | 0 | IG | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 22,4 kg/ha | 0 | 4C | 0 | 3C | 0 | 5C | 0 | 5C |
| 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure | ||||||||
| 1,12 kg/ha | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2E | 2S | 4E |
| 2-Äthylamino-4-chlor-6-{2- | 4SS | |||||||
| propylamino)-l,3,5-triazin | ||||||||
| 1,12 kg/ha | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3C |
| Nicht behandelt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Aus den vorstehend zusammengestellten Werten geht uie selektive Vor-Auflauf-Wirksamkeit des (Methylthiomethyl)-tributylzinns
bei Anwendung in einer Menge von 22,4 kg/ha hervor. Die Bekämpfung von zweikeimblättrigem Unkraut (Senf und Gänsefuß) und
von einkeimblättrigem Unkraut (Kriechgras und Fuchsschwanz) vor dem Auflaufen bei minimaler Wirkung auf
die Nutzpflanzen ist deutlich ersichtlich. Wirksamkeit nach dem Auflaufen ist ebenfalls vorhanden.
Die neuen erfindungsgemäßen Verbindungen sind zur Kontrolle des Wachstums unerwünschter Vegetation
wertvoll. Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird vor dem Auflaufen auf die Unkrautsamen
enthaltende Erde eine das Wachstum kontrollierende Menge eines selektiven erfindungsgemäßen herbiziden
Mittels aufgebracht. Auf diese Weise kann das Wachstum einer großen Anzahl von ein- und zweikeimblättrigen
Unkräutern gehemmt werden, während das Wachstum der die gewünschten Pflanzen ergebenden
Samen nicht nachteilig beeinflußt wird. Man kann so ein Feld vorbereiten, Mais, Weizen, Baumwolle und Bohnen
aussäen und dann mit einer erfindungsgemäßen Verbindung behandeln, wodurch gewährleistet wird,
daß die Zahl der Unkräuter geringgehalten und aus der Saat eine mindestens normale Ernte erzielt wird.
Von der herbiziden Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen nach dem Auflaufen kann mit
Vorteil durch Anwendung auf Gebiete Gebrauch gemacht werden, die eine unerwünschte Vegetation
4(! aufweisen. Mengen von 1,12 bis etwa 56 kg/ha an organischer Zinnverbindung sind in Abhängigkeit von
den zuvor genannten Fakioren normalerweise zufriedenstellend.
Die organischen Zinnverbindungen können, wie nachfolgend näher beschrieben ist, einzeln oder
3 in Kombination miteinander und/oder mit anderen Materialien angewandt werden.
In der Praxis werden die erfindungsgemäßen Herbizide auf mit unerwünschter Vegetation befallene
Gebiete in Form von üblichen Mitteln aufgebracht. Die festen Mittel enthalten im allgemeinen etwa 1 bis etwa
95 Gew.-% organische Zinnverbindung; die flüssigen Mittel weisen im allgemeinen etwa 0,5 bis etwa 70
Gew.-% dieser Verbindungen auf.
Die Suspensionen oder Dispersionen der erfindungsgemäßen Verbindungen in einem Nicht-Lösungsmittel,
wie Wasser verden zweckmäßig zur Behandlung des Laubs angewandt. Geeignet sind auch Lösungen der
erfindungsgemäßen Herbizide in Öl, das in Wasser emulgiert :st.
bo Aerosole, die durch Lösen der erfindungsgemäßen
Verbindungen in einem stark flüchtigen flüssigen Träger, wie Trifluorchlormethan oder durch Lösen der
Verbindungen in einem weniger flüchtigen Lösungsmittel, wie Benzol, und Vermischen der erhaltenen Lösung
b5 mit einem stark flüchtigen flüssigen Aerosolträger
hergestellt wtrden, können mit Vorteil angewandt werden.
Bevorzugte flüssige herbizide Mittel für die erfin-
dungsgemäße Anwendung sind emulgierbare Konzentrate, welche die organischen Zinnverbindungen, ein
Emulgiermittel und einen Lösungsmittelträger enthalten. Diese Konzentrate können mit Wasser und/oder öl
auf jede gewünschte Konzentration der organischen > Zinnverbindung zur Anwendung als Sprühnebel auf die
befallene Stelle verdünnt werden.
Beispiele für geeignete anionische oberflächenaktive Mittel sind Natriumsalze von Fettalkoholsulfaten mit 8
bis 18 Kohlenstoffatomen in der Fettkette und in Natriumsalze von Alkylbenzolsulfonaten mit 9 bis 15
Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.
Beispiele für geeignete nichtionische oberflächenaktive Mittel sind die Polyäthylenoxidkondensationsprodukte
mit Alkylphenolen, in denen die Alkylkette etwa 6 ι ί bis 12 Kohlcnstoffatome enthält und mit je I Mol
Alkylphenol etwa 5 bis 25 Mole Äthylenoxid kondensiert sind.
Beispiele für geeignete kationische oberflächenaktive Mute! sind qtisternarc DirnctftyidisikyiarnrnGniurnaaiZc, -"
in denen die Alkylketten etwa 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten und das salzbildende Anion ein Halogen
ist.
Geeignete ampholytische oberflächenaktive Mittel sind Derivate von sekundären oder tertiären aliphati- j>
sehen Aminen, in denen einer der aliphatischen Substituenten etwa 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthält
und einer eine anionische wasserlöslich machende Gruppe, z. B. die Sulfat- oder Sulfogruppe aufweist.
Spezielle ampholytische oberflächenaktive Mittel sind Natrium-3-dodecylaminopropionat und Natrium-3-dodecylaminopropansulfonat.
Beispiele für geeignete zwitterionische oberflächenaktive Mittel sind Derivate von aliphatischen quaternären
Ammoniumverbindungen, in denen einer der aliphatischen Bestandteile etwa 8 bis 18 Kohlenstoffatome
enthält und einer eine anionische wasserlöslich machende Gruppe aufweist. Spezielle Beispiele für
/.witterionische oberflächenaktive Mittel <;ind 3-(N,N-Dimethyl-N-hexadecylammonio)-2-hydroxy-propan-l
sulfonat und S^N.N-Dimethyl-N-hcxadecylammonio)-propan-1-sulfonat.
Andere geeignete oberflächenaktive Mittel sind in Detergents and Emulsifiers — 1969 Annual von John W.
McCuteheon Inc. beschrieben. Geeignete Lösungsmittel
für diese emulgierbarcn Konzentrate umfassen die oben angegebenen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind in den
beschriebenen herbiziden Mitteln auch in Verbindung mit anderen Herbiziden und/oder Entlaubungsmitteln
und Entwässerungsmitteln brauchbar.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen eignen sich außerdem zur Bekämpfung von insekten. Sie besitzen
insektizide, akarizide und fungizide Wirksamkeit.
Claims (2)
1. Organische Zinnverbindungen der Formel
R-S-CH2-Sn-R'3
R-S-CH2-Sn-R'3
in der R einen Methylrest, einen Phenylrest oder
einen Methoxyphenylrest und R' einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
2. Verwendung der Verbindungen nach Anspruch 1 als Herbizide.
IO Kohlenstoffatomen bedeutet Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen herbizide Wirkung und zwar
sowohl vor als auch nach dem Auflaufen. Sie werden als
wirksame Bestandteile in herbUiden Mitteln zur Kontrolle oder Bekämpfung des Wachstums von
Unkraut und anderer unerwünschter Vegetation verwendet
Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden hergestellt, indem man eine metallorganische Verbindung
der Formel
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US2345770A | 1970-03-27 | 1970-03-27 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2114367A1 DE2114367A1 (de) | 1971-10-14 |
| DE2114367B2 true DE2114367B2 (de) | 1979-03-22 |
| DE2114367C3 DE2114367C3 (de) | 1979-11-08 |
Family
ID=21815223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2114367A Expired DE2114367C3 (de) | 1970-03-27 | 1971-03-25 | Organische Zinnverbindungen und deren Verwendung als Herbizide |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3725446A (de) |
| JP (1) | JPS547850B1 (de) |
| CA (1) | CA977768A (de) |
| DE (1) | DE2114367C3 (de) |
| FR (1) | FR2093424A5 (de) |
| GB (1) | GB1295202A (de) |
| ZA (1) | ZA711722B (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3897560A (en) * | 1971-07-21 | 1975-07-29 | Procter & Gamble | Pesticidal methods employing (organosulfonylmethyl) trihydrocarbyltin compounds |
| US3987191A (en) * | 1973-03-08 | 1976-10-19 | The Procter & Gamble Company | (organosulfinylmethyl)tri-organotin acaricidal compositions and methods of use |
| US3988144A (en) * | 1973-10-26 | 1976-10-26 | The Procter & Gamble Company | Novel organotin compounds |
| US4260552A (en) * | 1974-12-26 | 1981-04-07 | Uniroyal, Inc. | Tetrasubstituted organotin compounds |
| US3976672A (en) * | 1974-12-26 | 1976-08-24 | Uniroyal Inc. | (Hydrocarbylphenylsulfonyl)alkyltrimethylstannanes |
| GB1598451A (en) * | 1977-01-17 | 1981-09-23 | Netherlands Central Org Scient | Antifungal and/or antibacterial organotin compounds there preparation and uses |
| US4178382A (en) * | 1978-06-19 | 1979-12-11 | Uniroyal, Inc. | N-substituted triorganostannylhydro-carbylcarboxylic acid hydrazides |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1371324A (fr) * | 1963-07-24 | 1964-09-04 | Rhone Poulenc Sa | éthers d'organostannanes et leur préparation |
-
1970
- 1970-03-27 US US00023457A patent/US3725446A/en not_active Expired - Lifetime
-
1971
- 1971-03-02 CA CA106,635A patent/CA977768A/en not_active Expired
- 1971-03-16 ZA ZA711722A patent/ZA711722B/xx unknown
- 1971-03-25 DE DE2114367A patent/DE2114367C3/de not_active Expired
- 1971-03-25 FR FR7110696A patent/FR2093424A5/fr not_active Expired
- 1971-03-27 JP JP1830671A patent/JPS547850B1/ja active Pending
- 1971-04-19 GB GB1295202D patent/GB1295202A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1295202A (de) | 1972-11-08 |
| US3725446A (en) | 1973-04-03 |
| DE2114367C3 (de) | 1979-11-08 |
| JPS547850B1 (de) | 1979-04-10 |
| ZA711722B (en) | 1972-04-26 |
| CA977768A (en) | 1975-11-11 |
| DE2114367A1 (de) | 1971-10-14 |
| FR2093424A5 (de) | 1972-01-28 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1567212C3 (de) | Fungicides Mittel nut bactericider Nebenwirkung | |
| DE2531643A1 (de) | Herbizide verbindungen, unkrautvertilgungsmittel, worin diese enthalten sind, und verfahren zu ihrer anwendung | |
| DE2250077C2 (de) | Pflanzenschutzmittel auf Basis eines s-Triazolo[3,4-b]benzoxazols oder s-Triazolo[3,4-b]benzthiazols und neue s-Triazolo[3,4-b]benzthiazole | |
| DE3146309A1 (de) | Substituierte 2-/1-(oxyamino)-alkyliden/-cyclohexan-1,3-dione, diese enthaltende herbizide mittel und verfahren zum abtoeten einer vegetation | |
| DE2114367C3 (de) | Organische Zinnverbindungen und deren Verwendung als Herbizide | |
| DE2513789A1 (de) | Haloacylanilide als mikrobizide wirkstoffe | |
| EP0177450A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyclohexandion-carbonsäurederivaten mit herbizider und das Pflanzenwachstum regulierender Wirkung | |
| DE69612611T2 (de) | Triazin-derivate | |
| DD149935A5 (de) | Verfahren zur herstellung von racemen oder optisch aktivem 2-(propargyloxyimino)-1,7,7-trimethylbicyclo(2,2,1)heptan | |
| DE2441498C2 (de) | Pyrazoliumverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende herbizide Mittel | |
| EP0018510A1 (de) | N-Acylierte alpha-Naphthylamine, deren Herstellung und Verwendung als Pflanzenfungizide sowie sie enthaltende pflanzenfungizide Mittel | |
| DE2016351A1 (de) | Phenoxyacetaldehyd athylenacetale, Ver fahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwen dung als Herbicide | |
| CH623458A5 (de) | ||
| DE2940765A1 (de) | Substituierte alkylammoniumsalze, ihre herstellung, ihre verwendung zur regulierung des pflanzenwachstums und mittel dafuer | |
| DE1953422C3 (de) | Fungicides Mittel für Landwirtschaft und Gartenbau | |
| EP0071572B1 (de) | Derivate der 2-Nitro-4- oder 5-Pyridyloxy-phenylphosphonsäure, Verfahren zu ihrer Herstellung, ihre Verwendung als Herbizide und/oder Pflanzenwachstumsregulatoren und/oder Mikrobizide, sowie zur Herstellung der Derivate verwendete Zwischenprodukte, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung als Herbizide | |
| CH619714A5 (en) | Process for the preparation of novel thiophosphoric esters. | |
| DE2737032C2 (de) | Triorganozinnverbindungen und Mittel zum Abtöten von Pilzen, Insekten und Milben | |
| DE2159565A1 (de) | Isoxazolinon-Verbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und deren Anwendung als Verbindungen für die Landwirtschaft | |
| US3647850A (en) | Fluorine substituted benzyl dithiocarbamates and their production and use | |
| DD154666A5 (de) | Fungizide mittel | |
| DE2601447A1 (de) | Cyclohexen-ester | |
| US2989391A (en) | Method for modifying the growth characteristics of plants | |
| DE2119174C3 (de) | Pyridylimidokohlensäureester, Verfahren zur ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Mikrobizide | |
| DE2643445A1 (de) | Mikrobizide mittel |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |