DE2103103C - Sicherheitsverschlußeinnchtung für stirnseitig angeordnete Behalter deckel an umlaufenden Trommelbearbei tungsbehaltern - Google Patents
Sicherheitsverschlußeinnchtung für stirnseitig angeordnete Behalter deckel an umlaufenden Trommelbearbei tungsbehalternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsverschlußeinrichtung
für stinueitig angeordnet Behälterdeckel am
umlaufenden und aus einer Trommelbearbeitungsmaschine einzeln herausnehmbaren Trommelbearbeitungsbehältern,
die aus kniehebelartig wirkenden Hakenverschlüssen gebildet ist. 3
Bei einer bekannten Ausgestaltung (US.-Patentschrift
2,476,078) besitzt jeder der einem rotierenden Träger zugeordneten Trommelbearbeitungsbehälter
zwei sich diametral gegenüberliegende, vom stirnscitigen Behälterdeckel ausgehende Verschlußelemente.
Das eine Verschlußelement ist als Winkelstück ausgebildet, dessen einer Winkelschenkel am Behälterdekkel
befestigt ist, während der andere Winkelschenkel den Trommelbearbeitungsbehälter übergreift und mit
einem Langloch einen Stift des Trommelbearbeitungs- 4S behälters umschließt Das diesem Winkelstück diametral
gegenüberliegende Verschlußelement weist einen doppelarmigen Hebel auf, der auf einem als Achse
wirkenden, quer zum Trommelbearbeitungsbehälter ausgerichteten Steg eines aus Draht geformten, rechteckigen
Rahmens · schwenkbar gelagert ist, wobei der Rahmen seinerseits mit dem zum ersten Steg parallelen
zweiten Steg in einer am Behälterdeckel befestigten Lasche schwenkbar gelagert ist. Der längere Arm
des Hebels ist als Bedienungsgriff ausgebildet, wäh- $5
rend sich der kürzere Hebelarm beim Verschließen des Behälterdeckels an einem Vorsprung am Trommelbearbeitungsbehälter
abstüt?.t.
Derartige Sicherheitsverschlußeinrichtungen eignen sich für umlaufende, insbesondere für hochtourig umlaufende
Trommelbearbsitungsbehälter, in denen während der Bearbeitung infolge freiwerdender Reibungswärme
mit Behälterinnentemperaturen _ von 70° C und mehr ein erheblicher Überdruck auftreten
kann, aber nur bedingt, weil sich der ungesicherte e$
Hebel insbesondere bei hochtourig umlaufenden Trommelbearbeitungsbehältern unter der Wirkung der
auftretenden Fliehkräfte öffnen kann und weil der Behälterdeckel bei unvorsichtigem Öffnen infolge des
auf ihm lastenden Drucks abspringen und die Bedienungsperson verletzen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gattungsgemäße Sicherheitsverschlußeinrichtung so auszubilden,
daß sich die Verschlußeinrichtung auch bei hohen Drehzahlen nicht lösen kann und em gefahrloses
Öffnen der gegebenenfalls unter Überdruck stehenden Trommelbearbeitungsbehälter möglich ist
Gelöst ist diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß am StabiUsierungsrand der Trommelbearbeitungsbehälter
eine umlaufende Ringnut mit schrägem Querschnitt vorgesehen ist, in die die den Behälterdeckel
der Trommelbearbeitungsbehälter dicht verschließenden Hakenverschlüöse eingreifen, daß die
Hakenverschlüsse durch Sperrschieber gesichert sind und daß weitere Sicherheitshaken angeordnet sind.
die mit Spiel in die Ringnut eingreifen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht hierbei er findungsgemäß darin, daß die Sicherheitshaken als
von einer Feder belastete Kipphebel ausgebildet sind
Durch diese Ausgestaltung der gattungsgemäßen Sicherheitsverschlußeinrichtung ist das Öffnen der Ha
kenverschlüsse erst nach Verschieben der Sperrschieber in Richtung der Behälterachse mögiich. Werdti
die Hakenverschlüsse dann geöffnet, kann sich der Behälterdeckel vom Trommelbearbeitungsbehälter infolge
des im Trommelbearbeitungsbehälter vorhänge
nen Überdruckes schlagartig nur so weit abheben, bis das Spiel, mit dem die Sicherheitshaken in die Ringnut
eingreifen, beseitigt ist Dadurch wird ein gefar.r loses Ablassen des Überdrucks und damit Öffnen dc<
Trommelbearbeitungsbehälters ermöglicht. Anstel;,·
der bekannten Vorsprünge am Behälter ist für samt liehe vorerwähnten Hakenverschlüsse überdies nur
eine einzige Ringnut am BehäJ.enxmfang vorzusehen,
wodurch die Herstellung der Verschlüsse erheblich verbilligt wird. Durch das Zusammenwirken der
einen schrägen Querschnitt aufweisenden Ringnut und der die Sicherhtitshaken belastenden Feder wird
der Behälterdeckel gegenüber dem Trommelbearbei tungsbehälter überdies in einer spaltoffenen Stellung
gehalten, aus der sich der Behälterdeckel nur durch willensbeton ie Betätigung der Sicherheitshaken ertfer
nen läßt
Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Aufüh rungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Aufriß des mit der erfindungsgemäßen Sicherheitsverschlußeinrichtung ausgestatteten
Trommelbearbeitungsbehälters,
F i g. 2 den Grundriß des Trommelbearbeitungsbc hälters,
F i g. 3 einen Schnitt durch einen der Hakenver Schlüsse,
F i g. 4 einen Schnitt durch einen der Sicherheitshaken bei spaltoffener Zwischenstellung des Behälterdekkels
am Trommelbearbeitungsbehälter und Fig. 5 eine Stirnansicht des Sicherheitshakens.
Der Trommelbearbeitungsbehälter 28 ist als in eine nur mit ihren behälterdeckelseitigen Rand 15' dargestellte
Aufnahmekammer 15 der Trommelbearbeitungsmaschine einsteckbarer Gummisack ausgebildet.
Er ist öffnungsseitig mit einem vorzugsweise stählernen StabiUsierungsrand 29 bestückt.
Der die zu bearbeitenden Werkstücke sowie die
Schleif- bzw. Poliermittel aufnehmende Behälterinnenraum 33 ist mittels eines Behälterdeckels 34 verschließbar.
Der Behälterdeckel 34 trägt außenseitig
den Griff 35 und ist innenseitig mittels einer aufvulkanisi
-ten Gummischeibe 36 verkleidet
Der Behälterdeckel 34 ist mit Hakenverschlüssen I, Π und Sicherheitshaken ΠΙ ausgerüstet, die sich jeweils
diametral gegenüberliegen. s
Der Hakenverschluß I dient zu dem Zweck, den Behälte-deckel 34 mit dem Stabilisierungsrand 29 des
Trommelbearbeitungsbehälters 28 zu verspannen, also dicht abzuschließen.
Aufgabe des Hakenverschlusses Π ist es sowohl, den Trommelbearbeitungsbehälter 28 am Rand 15'
der Aufnahmekammern 15 zu haltern, als auch den Behälterdeckel 34 mitzuverschiießen.
Die Funktion der Sicherheitshaken III besteht darin,
eine spaltoffene Zwischenstellung des Deckels 34 π zum Ablassen des Überdruckes zu ermöglichen.
Jede Hakenverschluß-Gruppe ist unabhängig von der anderen betätigbar.
Da die Hakenverschlüsse II zusätzlich zur Halterung des Trommelbearbeitungsbehälter 28 in der Aufnahmekammer
15 beim Verschließe» des Behälterdekkels mitwirken, sind die Verschlüsse I und II kreuzweise.
d.h. abwechselnd um 90° versetzt, angeordnet. Die Sicherheitshaken III sind hingegen vorzugsweise
auf zwei in einer Geraden liegenden Winkelhalbierend?*>
angeordnet.
Der Hakenverschluß I ist in Fig. 3 näher dargestellt. Er besteht aus den am Behälterdeckelrand 34'
mittels einer oder mehrerer Schrauben 38 befestigten Lagerböckchen 39. An diesem sitzt um die Achse 40
schwenkbar ein Spann- bzw. Ausiösehebel 41. Letzterer 'u-gt um eine Achse 42 schwenkbar einen Haken-Ixbel
43 mit einem Verschlußhaken 44, welcher an der Schrägfläche .45' einer am Außenumfang in den
Rand 29 des Trommelbtarbeitungsbehälters 28 eingearbeiteten
Ringnut 45, in die der Verschlußhaken 44 eing. Hft, anliegt. Auf dem Hak?nschaft 43' sitzt verlagerbar
ein Spen schieber 46. Dieser wird durch eine ebenfalls auf dem Schaft 43' sitzende, zum freien Ende
hin abgestütite, vorgespannte Schraubenfeder 47 belastet. Die Schraubenfeder ist bestrebt, den Sperrschieber
46 in Sperrstei'ung zu halten, in welcher dessen Nase 48 ^en Rand 49 einer vom Sperrschieber 46
durchsetzten Öffnung 50 übergreift In entgegengesetzer Endstellüng kann der Auslöseheben 41 zum Öffnen
des Hakenverschlusses I betätigt werden, weil der Sperrschieber 46 dann frei durch die Öffnung 50_hjndurchtreten
kann. Im Falle des Schließens Steuer die Randkante 49 zufolge der Abschrägung 46' am Sperrschieber
46 diesen selbsttätig zurück, um anschließend unter der Wirkung der Schraubenfeder 47 in die in
Fig. 3 dargestellte Sperrlage zu springen.
Der Hakenverschluß II ist entsprechend dem in Fig. 3 dargestellten Hakenverschluß I ausgebildet.
Der Hakenverschluß Π ist nur länger gestaltet. Sein Verschlußhaken 44 hintergreift die Schrägfläche 51'
einer Ringnut 51 der Aufnahmekammer 15.
Der Sicherheitshaken ΠΙ zur Erzielung der spaltoffenen
Zwischenstallung des Behälterdeckels 34 sind in den Fig. 4 und 5 näher dargestellt Auch dieser
weist ein mit dem Behälterdeckelrand 34 mittels Schrauben 38 befestigtes Lagerböckchen 54 auf. Der
Sicherheitshaken IiII ist ''s doppelarmiger Kipphebel
55 ausgebildet und weist das Hakenende 56 auf. Der diesem Hakenende 56 gegenüberliegende Schenkel 57
des Kipphebels 55 dient als Betätigungshandhabe. Der Kipphebel 55 ist um einen Zapfen 58 drehbar
und in Richtung der Hakeneingriffsstellung durch eine vorgespannte Feder 59 belastet. Diese stützt sich
einerends an der Bodenplatte 54' des Lagerbock chens 54 ab und wirkt mit ihrem oberen Ende gegen
die Unterseite des Schenkels 57. Die Feder kann durch in Form von Körnungen erzielte Warzen 60 la
gegesichert sein. Bei dicht geschlossenem Behälterdek kel 34 liegt das Hakenende 56 im Abstand vom
Grund der Ringnut 45. Es stützt sich auf der Schrägfläche 45" der Ringnut 45 ab. Die das Hake
nende 56 radial überragende Schrägfläche 45' bildet einen Fang-Vorsprung, so daß nach Lösen der Ha
kenverschlüsse I (und II) und einer durch Überdruck im Behälterinneren bewirkten Dcckelöffnungsbewe
gung der Behälterdeckel 34 sofort unter Bildung einer spaltoffenen Zwischenstellung gehalten wird. Nach
Ablassen des Überdruckes können dann die Sicher heitshaken III gelöst werden.
Zur Aufnahme größerer Zugbelastungen durch die Hakenverschlüsse I, II und die Sicherheitshaken III
setzen sich die Bodenplatten 39', 54' der Lagerbock chen 39, 54 in die Behälterdeckelkante übergreifende
Vorsprünge 61 fort.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Sicherheitsvercchlußeinrichtung für stirnseitig angeordnete Behälterdeckel an umlaufenden und
aus einer Trommelbearbeitungsmaschine einzeln herausnehmbaren Trommelbearbeitungsbehältern,
die aus kniehebelartig wirkenden Hakenverschlüssen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß am Stabilisierungsrand (29) der Troramelbearbeitungsbehälter (28) eine , umlaufende Ringnut
(45) mit schrägem Querschnitt vorgesehen ist, in die die den Behälterdeckel (34) der Trommelbearbeitungsbehälter
(28) dicht verschließenden Hakenverschlüsse 00 eingreifen, daß die Hakenverschlüsse
(I) durch Sperrschieber (46) gesichert :s sind und daß weitere Sicherheitshaken (ΠΙ) an
geordnet si.* U die mit Spiel in die Ringnut (45) eingreifen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß die Sicherheitshaken (III) als
von einer Feder (59) belastete Kipphebel (55) ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103103 DE2103103C (de) | 1971-01-23 | Sicherheitsverschlußeinnchtung für stirnseitig angeordnete Behalter deckel an umlaufenden Trommelbearbei tungsbehaltern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103103 DE2103103C (de) | 1971-01-23 | Sicherheitsverschlußeinnchtung für stirnseitig angeordnete Behalter deckel an umlaufenden Trommelbearbei tungsbehaltern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2103103A1 DE2103103A1 (de) | 1972-07-13 |
| DE2103103B2 DE2103103B2 (de) | 1972-07-13 |
| DE2103103C true DE2103103C (de) | 1973-02-01 |
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