DE210210C - - Google Patents

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DE210210C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/34Weft stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
in RÜTI; Schweiz,
Schußfühler für mechanische Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. September 1908 ab.
Schußfühlervorrichtungen für mechanische Webstühle mit einem am Brustbaum zurückschiebbar angeordneten, in die Bahn des in der Endstellung auf der Lade befindlichen Schützen hineinragenden, an der Tastfläche gezahnten Taster sind bekannt. Ein Nachteil bisher bekannter Vorrichtungen dieser Art besteht darin, daß zwecks Verhütung des Eindringens der Zähne des Tasters in die Spulen ίο nur Holzspulen zur Verwendung gelangen konnten und bisweilen sogar ein Eindringen der Tasterzähne in die Holzspule und damit ein Versagen der \^orrichtung vorkam.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schußfühler der genannten Art, bei welcher die Wirkungsweise des Tasters vom Material und Durchmesser der Spule ganz unabhängig ist und demnach für die Spulen billigeres Material als Holz, ζ. Β. Papier, verwendet werden kann, indem die Tasterverschiebung nicht mehr vom Rutschen des Tasters auf der Spule abhängt, sondern ausschließlich von einer Feder bewirkt wird, wenn die Windungen auf der Spule einen so kleinen Rest darstellen, daß er die Verschiebung des Tasters nicht mehr zu . verhindern vermag.
In beiliegender Zeichnung. ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
Fig. ι zeigt den Grundriß der Vorrichtung bei voller Schußspule, Fig. 2 bei leerer Spule.
Fig. 3 bis 5 zeigen zu Fig. 1 und Fig. 6 bis 8 . zu Fig. 2 gehörige Einzelansichten: bzw. Schnitte.
Der Taster 1 besitzt einen nur geradlinig verschiebbaren Teil 2, welcher in einer am Brustbaum befestigten Führung 3 gleitbar und durch die Feder 4 mittels eines Hebels 40 in die Bahn der Lade gedrückt ist. Der Teil 2 des Tasters besitzt zwei nach hinten gerichtete, spitz zulaufende, parallele Arme 5 sowie einen Zapfen 6, welcher durch Anschlag an einen Vorsprung 7 der Führung 3 die durch die Feder 4 bewirkte Rückwärtsbewegung des Teiles 2 begrenzt. Ferner besitzt der Taster 1 einen am verschiebbaren Teil 2 drehbar gelagerten, unter dem Druck der Feder 8 stehenden, an der Tastfläche gezahnten Teil 9. Das hintere Ende dieses Teiles 9 steht ungefähr um die Dicke einer Fadenwindung hinter den Enden der Arme 5 zurück (s. Fig. 1).
Im Ruhezustand legt sich der bewegliche Teil 9 an einen am Brustbaum 10 befestigten Stift 11, wodurch eine Drehung des Teiles 9 unter der Wirkung der Feder 8 verhindert wird. '
Am Brustbaum το ist eine Welle 12 gelagert, die am einen Ende einen Arm 13 (Fig. ι und 4) und am anderen Ende eine unrunde Scheibe 14 trägt. Diese Welle 12 wird durch eine mit dem einen Ende an der Führung 3 und mit dem anderen Ende in einer auf der Welle 12 festsitzenden Hülse 15 festgelegten Feder 16 in die in Fig. 1, 3, 4 und 5 gezeichnete Stellung gedrückt. Der Arm 13 ist derart angeordnet, daß er bei den bloßen Hin- und Herbewegungen des Teiles 2 bei voller
Spule vom Teilo, nicht erfaßt wird (s. Fig. i). Der Arm 17 einer Einstellzunge 18 ruht auf dem höchsten Punkt der Scheibe 14. Die Einstellzunge 18 hat man sich mit dem die (nicht gezeichnete) Schußwächtergabel tragenden Hebel 19 verbunden zu denken, welcher durch Auslösen' eines federnden Ausrückhebels 20 das Abstellen des Webstuhles einzuleiten vermag, während der hin und her bewegte Schuß-
to wächterhammer 21 sich unterhalb der Zunge 18 befindet. Zur Begrenzung der Drehung der Welle 12 unter der Wirkung der Feder 16 ist auf ersterer ein winkelförmiger Stellarm 22 (Fig. ι und 5) befestigt, welcher sich gegen ein Lager 23 anlegt.
Bei jeder zweiten Ladenschwingung befindet sich der Schützen auf derselben Ladenseite ; nähert sich daher die Lade dem Brustbaum, so dringt der Taster 1 durch eine in der vorderen Schützenkastenwand vorhandene Öffnung in den Schützen ein. Solange sich nun an der Taststelle der Schußspule festgewundenes Schußmaterial befindet (Fig. 1), dreht sich beim Auftreffen des Tasters 1 auf das Schußmaterial infolge Eingreifens der Zähnchen des Teiles 9 ins Schußmaterial dieser Teil nicht um seine Drehachse, sondern er wird samt dem Tasterteil 2 in gerader Richtung zurückgestoßen. Während dieser Zeit bleibt die Welle 12 unbeweglich, der Arm 17 der Einstellzunge 18 bleibt auf dem höchsten Punkt der Scheibe 14 liegen, und der Schußwächterhammer 21 des Webstuhles kann frei darunter hin und her bewegt werden (Fig. 3). Sobald aber an der erwähnten Taststelle der Schußspule nur noch eine Fadenwindung vorhanden ist, vermag diese infolge ihres geringen Widerstandes gegen seitliche Verschiebung beim Auftreffen des Tasterstückes 9 auf die Schußspule den Zähnchen dieses Tasterteiles 9 keinen Widerstand gegen Seitwärtsdrehen mehr zu bieten, und es dreht sich der Tasterteil 9 unter der Einwirkung der Feder 8 um seine Achse und nimmt die in Fig. 2 ersichtliche Stellung ein. In dieser Stellung vermag der Tasterteil 9 bei der Vorwärtsbewegung des Tasterteiles 2 den Arm 13 entgegen der Wirkung der Feder 16 zu drehen. Hierdurch werden die Welle 12 und die Scheibe. 14 derart gedreht, daß die Einstellzunge 18 sich senkt und in den Bereich des Schußwächterhammers 21 kommt. Sobald sich dieser gegen die Lade hin bewegt, wird der Hebel 19 zurückgedreht, der Ausrückhebel 20 ausgelöst und dadurch das Abstellen des Webstuhles veranlaßt.
Denkt man sich die Einstellzunge 18 mit Teilen in Verbindung, welche einen selbsttätigen Schützen- oder Schußspulenersatz bewirken können, so kann die Drehung von 18 die Bewegung dieser Teile herbeiführen, d. h. den Schützen- oder Schußspulenersatz einleiten.
Der große Vorteil vorliegender Vorrichtung liegt darin, daß die Drehung des beweglichen Tasterorganes von der Mitwirkung der Spule vollständig unabhängig ist und daß die Abstellung bzw. der Schußfadenersatz mit Sicherheit stets vor gänzlicher Spulenentleerung stattfindet, was bei den bisherigen Vorrichtungen nicht immer der Fall war, indem das Ausschwingen des Tasters wegen Eindringen der Tasterzähne in die Holzspule oft zu .spät erfolgte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schußfühler für mechanische Webstühle mit einem am Brustbaum zurückschiebbar angeordneten, an der Tastfläche gezahnten Taster, dadurch gekennzeichnet, daß der gezahnte Teil (9) zwischen Fühlerspitzen (5) des Tasters (1) wagerecht ausschwingbar ist und beim Zurückschieben des Tasters durch die Spulenbewicklung entgegen dem Druck einer Feder (8) am Ausschwingen verhindert wird..
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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