DE207339C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B77/00—Component parts, details or accessories, not otherwise provided for
- F02B77/08—Safety, indicating, or supervising devices
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
KAISERLICHES
•PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine in Verbindung mit Explosionsmotoren zu verwendende
Signalvorrichtung, die unter Zwischenschaltung eines Druckbehälter und eines
Ruckschlagventils durch die Motorgase angetrieben wird. Die Erfindung besteht im wesentlichen
darin, daß die zum Druckbehälter führende Leitung mit: dem' Kompressionsraume
des Motorzylinders in Verbindung steht, und
ίο daß die Belastung des in die Leitung eingeschalteten
Rückschlagventils einstellbar ist. Es wird hierdurch erreicht, daß die in der.
Maschine auftretenden Höchstdrucke, d. h. also die Spannungen der Arbeitsgase, im Augen blicke
der Explosion zur Aufspeicherung benutzt werden können. Dadurch wird einerseits
im Vorratsbehälter ein derart hoher Druck geschaffen, daß er auch zum Betriebe
größerer Pfeifen und Sirenen Verwendung finden kann, wie sie im Schiffsbetriebe üblich sind,
andererseits wird durch die Benutzung des hohen Druckes der Betrieb der betreffenden
Pfeife sehr wirtschaftlich gehalten, was bekanntlich bei Verwendung niedrig gespannter
Gase bei sonst gleichen Verhältnissen nicht möglich ist. Durch die. Einstellbar keit des
Rückschlagventils bietet sich ^ferner die Möglichkeit,
den Gang des Motors günstig zu beeinflussen, dadurch, daß man den Ventildruck
so einstellt, daß sich das Ventil bei der Kompression und bei Explosionen von normalem
Verlauf nicht öffnet, daß vielmehr ein Öffnen des Ventils erst stattfindet, wenn der Explosionsdruck
einen bestimmten Betrag über-
schreitet. Es findet also nur dann ein Übertritt von Explosionsgasen in den Druckbehälter statt, wenn die durch die Einstellung
der Ventilbelastung bedingte Druckgrenze überschritten wird. Die Folge davöri ist, daß
derartige zufällige Überschreitungen des normalen Explosionsdruckes keinen die Gleichmäßigkeit
des Ganges der Maschine störenden Einfluß ausüben können, da der Überschuß
durch Abführung der Gase in den Vorratsbehälter unschädlich gemacht wird. ■ '. ' ·.■■-■'■
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung im Längsschnitt an einem Explosionsmotor
dargestellt.
ι ist der Zylinder mit dem Kolben 2, dem
Zündkopf 3, dem Einsaugeventil 4 und dem Ausblase ventil 5. Im Explosionsraum, also
im Raum oberhalb des Zylinders, unter Umständen im Zündkopf, ist ein Kanal 6 ausgebohrt,
welcher durch ein federbelastetes Ventil 7 abgesperrt ist. An der anderen Seite
des Ventils 7 ist ein Behälter 8 angebracht, welcher mit der Pfeife 9 in Verbindung steht.
Der Behälter kann mit einem Ablaßhahn 10 und einem Druckmesser 11 versehen sein.
Während der vier Hübe des Motors, und zwar Einsaugen, Kompression, Explosion und Ausblasen,
sind nur zwei der Hübe, und zwar der zweite und dritte, Druckhübe, aber der
Explosionsdruck ist bekanntlich immer erheblich höher als der Kompressionsdruck. Ohne
einen Kompressionsdruck anzuwenden, wird man den Motor nicht in Gang halten können,
wogegen der Antrieb des Motors keinen nennenswerten Schaden dadurch leidet; daß man einen
geringeren Teil des stärkeren Explosidnsdruckes zum Füllen des Behälters 8 anwendet. Infolgedessen
wird die Feder des Ventils 7 so
eingestellt, daß ein Teil des Druckes, wenn der Explosionsdruck am größten ist, auf den
Behälter 8 übergeht und dort einen Druck gleich dem Explosionsdruck erzeugt.
Wenn der Motor in Gang gesetzt wird, wird der Druck im Behälter 8 schnell steigen, bis
er ungefähr dem Explosionsdruck im Zylinder entspricht.. Sobald dieser Druck erreicht ist,
wird das Ventil 7 fortwährend geschlossen
ίο verbleiben, bis man die Pfeife 9 benutzt.
Diese Pfeife wirkt durch die Ausströmung der Verbrennungsgase unter dem starken Druck
" im Behälter 8, und sobald der Druck infolgedessen im Behälter 8 sinkt, wird demselben
bei jedem Explosionshub etwas Druck erteilt.
Dieser Druckbehälter wirkt also mit dem
Ventil 7 vollständig automatisch. Der Druck
wird immer vorhandeli sein, und der Apparat
ist insofern immer gefahrlos, als kein höherer Druck als der maximale Explosionsdruck vorkommen
kann. In selbstzündenden Explosionsmotoren wird die Kompression selten
höher als bis etwa 4 Atmosphären kommen, wogegen der Explosionsdruck oftmals bis etwa
10 Atmosphären" steigt. Infolgedessen wird man in der Regel annehmen können, daß ein
Druck von 10 Atmosphären im Behälter 8 vorhanden
ist, aber natürlich hängt dies vom Arbeitsdruck der einzelnen Motore ab.
Der Behälter 8 braucht nicht in der unmittelbaren Nähe des Zylinders angebracht zu
werden, derselbe kann, wo es die örtlichen Verhältnisse an Bord der Schiffe verlangen,
um· eine Strecke vom Zylinder entfernt angebracht werden, und wird dann mit diesem
durch eine Rohrleitung verbunden. Ebenfalls braucht die Pfeife nicht auf dem Behälter 8
selbst zu sitzen, sondern kann durch eine Rohrleitung auf die Kommandobrücke o. dgl.
hinaufgeführt werden. Wo die Entfernung zwischen dem Zylinder und der Pfeife verhältnismäßig
erheblich ist, z. B. einige Meter, wird in der Regel die Rohrleitung selbst als
Behälter dienen können, so daß ein besonderer Behälter überflüssig sein wird.
Anstatt der Pfeife können selbstverständlich Sirenen oder andere Signalapparate angewandt
werden.
Claims (2)
1. Signalvorrichtung für Explosionsmotoren, welche unter Zwischenschaltung eines
Druckbehälters und eines belasteten Rückschlagventils durch die Motorgase betrieben
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Druckbehälter (8) führende Leitung mit
dem Kompressionsraum des Motorzylinders . (1) in Verbindung steht, so daß die Explosionsgase mit maximalem Explosionsdruck
in den Druckbehälter übertreten können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Belastung des Rückschlagventils (7) einstellbar ist,
so daß nur oberhalb einer . bestimmten Grenze liegende Explosionsdrucke für die
Füllung des Druckbehälters (8) benutzt werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE207339C true DE207339C (de) |
Family
ID=469442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT207339D Active DE207339C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE207339C (de) |
-
0
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