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Anlage zur Messung einer Zeitspanne, insbesondere zur Zeitmessung
bei Sportwettkämpfen.
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Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Messung einer Zeit spanne,
deren Ende durch ein sichtbares Ereignis bestimmt
ist. Diese Anlage
ist insbesondere zur Zeitmessung bei Sportwettkämpfen geeignet. Sie enthält eine
Grunduhr zur Erzeugung eines Taktsignals und eine Einrichtung zur Untersetzung dieses
Taktsignals zwecks Erzeugung eines impulsförmigen Zeitsignals mit einem dem kleinsten
zu messenden Intervall entsprechenden Impulsabstand und mit Mitteln zur phasenrichtigen
Ingangsetzung dieser Untersetzung aufgrund eines von außen zugeführten Signals.
Die Anlage enthält ferner eine weitere sinrichtung zur Zahlung der Impulse des Zeitsignals.
solche Anlagen sind bekannt und haben sich bewahrt. Bei Sportwettkämpfen, bei denen
sich alle Wettkämpfer gleichteilig in Bewegung setzen und daher nahezu gleichzeitig
am Ziel eintreffen. bietet es meist keine Schwierigkeiten, die Zeit des Siegers
auf Hundertstel- oder sogar Tausend stelsekunden zu erfassen indem aufgrund eines
der Anlage von außen zugeführten, beispielsweise beim Durchbrechen einer Lichtschranke
erzeugten Signals die genannte Zähleinrichtung angehalten oder das von ihr bis zu
jenem Zeitpunkt ermittelte Ergebnis zwecks Ablesung an einer besonderen Anzeigeeinrichtung
oder zur Steuerung eines Druck werkes in einen Speicher versetzt wird Die Messung
dor Zeiten der übrigen Wettkämpfer ist @edoch auf diese weise
nur
dann in einwandfreier Weise möglich. wenn sich jeder auf einer eigenen Bahn beengt
und auf jeder dieser Bahnen eine Einrichtung zur Festztellung des Erreichens oder
Überschreitens der Ziellinie angebracht ist. Diese Vor. aussetzungen sind aber nicht
in allen Fällen vorhanden, und außerdem ist das Anbringen solcher Einrichtungan
zur Messung der erwähnten Zeiten insbesondere beim wassersport nicht imner möglich.
Man hat sich in solchen Fällen, z.B. bei Ruderregatten, biaher mit der Aufnahme
von Zielphotos oder Zielfilmen beholfen, wobei auf den Bildern auch eine Zeitanzeige
mit aufgenommen wurde. Die Nachteile dieses Verfahrens liegen hauptsächlich in dar
Notwandigkeit, die Bilder bzw. die Filme vor de@en Auswertung noch entwicklen zu
müssen, wodurch ein Zeitverlust entsteht. Soll die Zeit auf eine Hundertstelsekunde
genau gemessen werden, ist eine Belichtungszeit von unter einer Hundertstelsekunde
notwendig, was beim Vorliegen schlechter Lichtverhältnisse zu Schwierigkeiten @ühren
kann, Es ist bekannt, sch@elle Bewegungsabläufe zu studieren, indem man einen solchen
Ablauf mit einer Fernschkamara aufnimmt, das entst@hende Fernsehsignal mit einem
Aufzeichnungsgerät auf ein Fagnetban@ oder einen Plattenspeicher, d.h. einen magnetisierbaren
@ignalträger aufnimmt und die Aufnahme sehr langs@m oder in der Form von Einzelbildern
Wiedergibt.
Da die üblichen Fernseheinrichtungen mit Abtastgeschwindigkeiten von 50 oder 60
Balbbildern pro Sekunde arbeiten, ist es grundsätzlich unmöglich, mit einer solchen
handelsüblichen Einrichtung den Bewegungsablauf auf Hundertstelsekunden genau, wie
dies meist verlangt wird, wiederzugeben. Es ist auch ohne größere Schwierigkeiten
nicht möglich, eine solche handelsübliche Fernseheinrichtung derart abzuändern,
daß, unter Beibehaltung der Zeilenzahl pro Bild. die Zeilenf@@quen@ und damit auch
die Bildfrequenz verdoppelt ist. Dieses bicannte Verfahren kann daher den Zielfilm
nicht ohne weiteres ersetzen, indem damit lediglich die Reihenfolge des Überschreitens
der Ziellinie durch die verschiedenen Wettkämpfer, nicht aber die zugehörige Zeit
festgehalten werden kann.
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BI ist außerdem benannt, bei der Obortragung von Sportwettkämpfen
mittels Fernsehen in die aufgenommenen Bilder die seit dem Beginn des betreffenden
Wettkampfes verflossene Zeit in der Form von Ziffern einzublenden, wobei entweder
die an einer Anzeigeeinrichtung erscheinenden Ziffern von einer besonderen Kamera
aufgenommen und dem Bild der Wettkämpfer Ober lagert werden oder mit dem durch eine
Zeitzähleinrichtung gelieferten Ergebnis eine die Ziffern direkt in der Form eines
Fernsehsignals erzeugende elektronische
Schalteinrichtung gesteuert
und das dabei gebildete Fernsehsignal dem Bildsignal überlagert wird. Abgesehen
von der vorher beschriebenen zu kleinen Bildwechselfrequenz handelsüblicher Geräte
stellt sich der Möglichkeit, auf diese Weise Bewegungsabläufe samt der zugehörigen
Zeitangabe festzuhalten, als weitere Schwierigkeit der Umstand entgegen, daß die
Fortschaltung der angezeigten Ziffern nicht mit dem Bildwechsel übereinst@@mt, so
daß, wenn die Bilder aufgezeichnet und einzeln betrachtet werden, entweder die in
eine Bild eingeblendete Zeitangabe nicht in allen Fällen mit dem Bildinhalt übereinstimmt
oder in den Fällen, in denen eine Ziffer während der Abtastung geändert wurde, unleserlich
sein kann.
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Die Erfindung ermöglicht es, die beschriebenen Schwierigkeiten zu
überwinden und unter Verwendung von an sich bekannten Einrichtungen eine einwandfreie
Zeitmessung auch in den eingangs beschriebenen Fällen zu erreichen, in denen die
bisher angewandte Technik nicht restlos zu befriedigen vermochte. Sie betrifft eine
Anlage der beschriebenen Art zur Messung einer Zeitspanne, welche dadurch gekennzeichnet
ist, daß sie mindestens eine zur Aufnahme von Bildern des genannten Ereignisses
dienende Fernsehkamera enthält, deren Bildwechsel mit den Impulsen des genannten
Zeitsignals zuzusammenfallen.
Die Anlage ist ferner gekennzeichnet
durch eine Binrichtung zur Einblendung des von der Zähleinrichtung ermittelten Zlhlergebnisses
in der Form von Ziffern in die genannten Bilder und durch eine Einrichtung zur Aufzeichnung
der aufgenommenen Bilder samt Einblendungen auf eine magnetisierbaren Signalträger
und zur Einzelwiedergabe der aufgenommenen Bilder.
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Die in der Figur 1 dargestellte Schaltung dient dazu, eine Fernsehaufnahme
eines Vorganges insbesondere eines Sportwettkampfes0 so zu speichern0 daß aus diesem
Ablauf, insbesondere dem Ende des Vorganges jeweils Binzelbider dargestellt werden
können, in die die Zeit eingeblendet ist, die vom Beginn des Vorganges bis zur Aufnahme
des betreffenden Einzelbildes vergangen ist.
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Um hierbei eine ausreichende Zeitauflösung zu erzielen0 erfolgt die
Aufnahme der Einzelbilder mit einer Bildfrequenz von 100 hz.
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Die Zeilenfrequenz spielt hierbei nur hinsichtlich der gewünschten
Bildauflösung eine Rolle.
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Die Schaltung verwendet eine Fernsehkamera K, deren Bilder von einem
Aufzeichnungsgerät A (Ampex-Gerät) auf einem Magnetband gespeichert werden. Die
gespeicherten Bilder können dann in bekannter Weise von dem Widergabegerit (Monitor)
B dargestellt werden.
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Um nun die Schaltung im Sinne der oben erwähnten Aufgabe funktionsfähig
zu machen sind folgende weitere Baugruppen und Funktionen vorgesehen: In einem Grundgenerator
U, insbesondere einem Quarzgenerator, wird eine Grund-Impulsfrequenz von 8882 khz
erzeugte die von einem ersten Frequenzteiler Ftl halbiert wird0 wobei sich also
die Impulsfrequenz von 44,1 khz ergibt die als Zeilenfrequenz ZF verwendet wird.
Diese Zeilenfrequenz ZF wird einem zweiten Frequenzteiler FT2 zugeführt, der eine
Herabsetzung auf eine Impuls frequenz von 100 hz bewirkt0 die die Bildfrequenz ZS
darstellt Zeilenfrequenz Z? und Bildfrequenz 25 werden dem Kamerasteuergerät SG
zugeführt, das in bekannter Weise die Kamera K steuert Die Kamera
nimmt
damit Bilder mit der Bildfrequenz ZS von 100 ha und der Zeilenfrequenz ZF von 44,1
khz auf und leitet die entsprechenden Bildsignale über den Mischer M dem Aufzeichnungsgerät
A zu.
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Damit nun in die von der Kamera X gelieferten Bildsignale ein sichtbares
Zeitsignal eingeblendet werden kann, ist das Zeiteinblendgerät al vorgesehen, das
in bekannter Weise Nummernbildsignale erzeugt, die die jeweils abgelaufene Zeit
direkt angeben Das Zeiteinblendgerät ZE wird von dem Zeitzähler ZZ gesteuert, der
mit jeder 1/100 Sekunde forgeschaltet wird und ein entsprechendes Summensignal zur
Steuerung des Zeiteinblendgerätes ZE an dieses abgibt. Die von dem Zeiteinblendgerät
ZE gelieferten Nummernbildsignale werden in dem Mischer M mit den von der Kamera
K gelieferten Bildsignalen gemischt und gelangen zusannen zu da Aufzeichnungsgerät
A.
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Um nun die von der Kamera K aufgenommenen Bilder, ausgehend von einem
Startzeitpunkt, mit der jeweils abgelaufenen Zeit, dergstellt durch das Nummernbildsignal,
richtig zu kombinieren, sind noch folgende Organe vorgesehen: Der Zeitzähler ZZ
erhält Impulse mit det Bildfrequenz ZS von 100 ha, also je 1/100 Sekunde ein Impuls,
von dem zweiten Frequenzteiler FZ 2 tiber ein Gitter G, das von einem Auslösekontakt
AK, beispielsweise einem Startgeber, ein Auslösesignal AS erhält, aufgrund dessen
das Gitter G die 100-hz-Impulse zu dem Zeitzähler ZZ durchschaltet. Der Zeitzähler
ZZ, der vorher in bekannter Weise in seine O-Lage geschaltet worden war, beginnt
daraufhin zu zählen und gibt Jeweils ein der gezählten Zahl entsprechendes Signal
zu dem Zeiteinblendgerät ZE, das die gesShlten Impulse und damit die abgelaufene
Zeit in 1/100 Sekunden in Form des Nummernbildsignals zur Einblendung in das Bildsignal
von der Kamera K abgibt. Selbstverständlich war auch hierzu au Anfang das Zifferneinblendgerät
ZE auf 0 gestellt worden.
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Wenn nun beispielsweise ein Wettlauf aufgenommen werden soll, insbesondere
dabei das Durchlaufen der Ziellinie, so wird die Kamera vor Beginn des Wettlaufs
auf die Ziellinie gerichtet und beginnt mit der Aufnahme, wobei in die aufgenommenen
Bilder zunächst das Zeitsignal 0 eingeblendet wird0 das von dem vorher auf 0 gestellten
Zeiteinblendgerät ZB erzeugt wird. Dementsprechend werden von dem Aufzeichnungsgerät
A ständig Bilder der Ziellinie mit der Zeitangabe
o gespeichert.
Wenn nun der Startschuß fällt und hierbei der Auslösekontakt AX geschlossen wird,
so bewirkt das hierdurch erzeugte Auslösesignal AS eine Durchschaltung des Gatters
G. wodurch die Bildfrequenz zS von 100 hz zu dem ebenfalls vorher auf 0 gestellten
Zeitzähler gelangt und diesen mit Impulsen im Abstand von 1/100 Sekunde fortschaltet.
In jedes von der Kamera K nach Abgabe des Startschusses aufgenommene Bild wird dementsprechend
die jeweils abgelaufene Zeit eingeblendet, wobei vor alle beim Durchlauf durch die
Ziellinie Einzelbilder mit eine zeitlichen Abetand von jeweils 1/100 Sekunde entstehen,
die die bis dahin abgelaufene Zeit in 1/100 Sekunden zeigen. Nach erfolgtem Durchlauf
durch die Ziellinie werden der Zeitzähler ZZ und das zeiteinblendgerlt ZE wieder
auf 0 geschaltet. außerdem kann auch die Kamera abgeschaltet werden. Auf dem Aufzeichnungsgerät
ist dann das Bild der Ziellinie während des gesamten Ablaufs dieses Vorganges, also
eines Wettlaufs, in Form von Einzelbildern gespeichert, die jeweils die bis dahin
abgelaufene zeit zeigen. Durch Ausspeicherung der Einzelbilder, die den Durchlauf
durch die Ziellinie zeigen, kann dann auf dem Wiedergabegerät 8 in ein deutiger
Weise dargestellt werden, in welcher Reihenfolge die einzelnen Läufer die Ziellinie
durchlaufen haben und welche Zeit in 1/100 Sekunden gemessen dabei j@weils abgelaufen
ist0 In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein Zeitsignal von
100 hz verwendet, und zwischen zwei Bildwechseln wird das Bild von Jeder Kamera
mit weniger als 250 Zeilen abgetastet. Damit wird das bestehende Vorurteil überwunden,
gemäß welchem auch fUr die Aufzeichnung von Zielbildern eine fUr das öffentliche
und industrielle Fernsehen üblicherweise verwendete Zeilenzahl notwendig ist.
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Die Erfindung wird nun anhand eines weiteren Ausführungsbeispiels
erklärt. Die Figur 2 zeigt das Blockschema dieser Anlage, welche zwei Fernsehkameras
K1 und K2 mit je einem zugehörigen Steuergerät S01 und 8a2 aufweist. Die das Kamerasignal
weiterleitenden Ausgänge dieser beiden Steuergeräte führen auf einen Mischer X,
dessen einziger Ausgang mit da Eingang des Aufseichnungsgerätes A verbunden ist.
Als Aufzeichnungsgerät A ist
ein solches verwendet, bei dem ein
Magnetband längs einer Schraubenlinie abläuft und dabei von einem auf einer Kreisbahn
umlaufenden Magnetkopf beschrieben odor abgetastet wird, und dessen Prinzip beispielsweise
in der Philips Technischen Rundschau Band 24 (1962/63) auf den Seiten 100...103
beschrieben ist. Solche Einrichtungen eignen sich bekanntlich zut Wiedergabe der
aufgenamnenen Bilder mit einer beliebigen Geschwindigkeit beliebigen Vorzaichens,
inklusive der Wiedergabe von Einzelbildern im Stillstand. An einem an die Aufzeichnungseinrichtung
A angeschlossenen r'r. r MO können wahlweise die Bilder während der Aufnahme und
während der Wiedergabe betrachtet werden.
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Den beiden Steuergeräten SGl und SG2 werden das impulsförmige Zeilensignal
ZF zur vynchronisierung der zeilenablenkung und das aus einem Impulssignal mit einer
Frequenz von 100 Hz ge bildete Zeitsignal ZS zur Synchronisierung der Bildablenkung
zugeführt. Diese Synchronisiersignale werden in den beiden hintereinandergeschalteten
Frequenzteilern PT1 und FT2 durch Untersetzung aus einem von der Grunduhr U abgegebenen
Taktsignal T erzeugt. Der Frequenzteiler FT1 erzeugt aus dem Uhrsignal T einerseits
ein Signal ZF mit der doppelten Zeilenfrequenz. Diese doppelte Zeilenfrequenz ZF
des Ausgangssignals ist deshalb notwendig, weil die Zeilenzahl eines Bildes, sofern
in der beim Fernsehen Ueblichen Weise die Zeilen zweier aufeinanderfolgender Bilder
ineinander verschachtelt sein sollen, eine ganze Zahl von Zeilen und eine halbe
Zeile beträgt.
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An weiteren Geräten ist ein Zeitzähler ZZ vorhanden, der das auch
ihm zugeftihrte Zeitsignal ZS zählt und somit die Zeit in Hundertstelsekunden festhllt
und welcher das Zlhlergebnis dem Zeiteinblendungsgerät ZE auführt. Dort wird mit
Hilfe des Zeitsignals ZS das Zählergebnis in ein Bildsignal umgewandelt, das lesbaren,
auf da Bildschirm wiedergegebenen Ziffern entspricht.
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Die Kamera K1 wird derart gerichtet, daß sich der interessierende
Vorgang z.B. im linken Teil ihres Bildfeldes befindet, während di. Kamera X2 das
zu beobachtende Bild im
rechten Teil aufnimmt. Im Mischer M werden
nun die Signale der beiden Kameras mit dem Ausgangssignal des Zeiteinblendungagerätes
ZE derart gemischt, daß ein Bild aufgezeichnet wird, wie dies auf dem Bildschirm
des Monitors MO dargestellt ist0 wo je die Hälfte der von den beiden Kameras aufgenommenen
und nebeneinander gestellten Bilder B1 und B2 und die für beide Bilder gemeinsam
eingeblendete Zeitangabe unterhalb der beiden Bildor erscheint. Die Umschaltung
zwischen den beiden Kameras wird im Hischer, welchem außer dem Zeitsignal ZF auch
die Mischfrequenz MS zugeführt wird, betvarkstelligt.
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Das Signal AS wirkt auf den Frequenzteiler FT2, indem damit. die Phasenlage
zwischen Eingangs- und Ausgangssignal des Frequenzteilers Fr2 derart beeinflußt
wird, daß, unbekümmert um die zeitliche Lage der vor der Betätigung des Kontaktes
AK vom Frequenzteiler FT2 abgegebenen Signale, nach dem Beginn des Anfangssignals
AS ein erstes Zeitsignal ZS erst nach Ablauf einer Zeit von 1/1008 erscheint, wobei
sich von diesem ereten Zeitsignal an die Signale in regelmäßigen Abständen von je
1/100s folgen.
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Nur auf diese Weise ist es möglich. die Zeit genau zu messen Infolge
des dabei entstehenden Phasensprunges wird die Bildwiedergabe im Monitor und die
diesbezügliche Aufzeichnung, sofern sie in diesem Zeitpunkt bereits eingeschaltet
sind, vorübergehend gestört. Die Störung fällt aber wegen ihrer Kürze keinesfalls
ins Gewicht und ist anläßlich der Aufnahmen von Ende des Wettkampfes, welche zur
Feststellung der Zeiten verwendet werden müssen, längst beendet.
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Als Uhrfrequenz T kann im beschriebenen Beispiel beispielsweise 88'200
II: verwendet werden, für ZF 44'500 Hz und für die Zeilen frequenz 226050 lii. Pro
Sekunde werden in diesem Falle 100 Bilder mit Je 220,5 Zeilen erzeugt. Die Zeilenzahl
eines Bilden, wie es zur Messung der Zeit mit einer Genauigkeit von einer Hundertstelsekunda
einzeln betrachtet werden mu, ist zwar in diesem Falle kleiner als die Zeilenzahl
eines normalen, aus zwei Halbbildern zusammengesetzten Fernsehbildes, aber es hat
sich gezeigt, daß tum Erkennen der fAr die Zeitmessung wesentlichen Gegebenheiten
die
auf diese Weise erreichte Auflösung geneigt. Auf die Einhaltung der Bedingung, daß
die zeilenzahl pro Blld eine ganze Zahl von Zeilen und eine halbe Zeile umfassen
muß, kann auch verzichtet und die Zeilenzahl als beliebige ganze Zahl gewählt werden
sofern bei der Wiedergabe nur einzelne stehende oder langsam aufeinanderfolgende
Bilder betrachtet werden massen, indem es in diesem Falle nicht notwendig ist, daß
die Zeilen zweier aufeinanderfolgender Bilder verschachtelt sind.
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Zur Zeitmessung bei einem Sportwettkampf werden vorerst die Kameras
und der Monitor in Betrieb gesetzt und die Kameras derart auf das Ziel oder verschiedene
Ziele gerichtete daß die interessierenden Bereiche der Bilder auf dem Monitor nebeneinander
stehen. Ist nun die Einstellung der Kameras in Ordnung und beginnt der Wettkampf,
wird der Kontakt AK betätigt. worauf die Zeitwähleinrichtung ZZ in Gang gesetzt
und die Synchronisierung der Bildablenkung auf die Zählung ausgerichtet wird. Das
Aufeeichnungsgerät A kann schon vor Beginn des Wettkampfs, zusammen mit der Betätigung
des Kontaktes AR oder erst während des Wettkampfes eingeschaltet werden, so daß
die von den Kameras aufgenommenen Bilder samt dem Zeitsignal aufgezeichnet werden.
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Am Aufzeichnungsgerät wird das Magnetband zurückgespult und dabei
am Monitor die verschiedenen Zieldurchgänge im RffickwXrtsablauf betrachtet. Das
Band wird sodann an einer Stelle angehalten welche zu einem Zeitpunkt vor dem Zieleinlauf
des ersten Wettkämpfers aufgenommen wurde. Nun wird die Bandrichtung wiederum umgekehrt
und die Aufzeichnungen beliebig langsam oder im Stillstand wiedergegeben. Da bei
einer solchen Wiedergabe bei der Art des verwendeten Aufzeichnungsgerätes aus bekannten
Gründen der Abtastkqpf während einer Umdrehung von der spur eines aufgezeichneten
Bildes auf die Spur des benachbarten Bildes übergeht, setzt sich das am Monitor
erscheinende
Bild im allgemeinen aus zwei nacheinander aufgenommenen
Teilbildern zusammen, die durch eine entsprechend du. Geschwindigkeit der Bildfolge
wandernde unscharf Zone getrennt sind, so daß darauf geachtet werden muss, daß der
betrachtete Bildteil nun gleichen Bild gehört wie die ingoblendete Zeit. Bei Wiedergabe
mit sehr langsamer Bildfolge ist es aber möglich. den Obergang zwischen den beiden
Bildteilen derart zu legen. das die aufgenommene Zeitanzeige und der interessierende
Bildinhalt zusammengehören.
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Für die Zeitmessung bei einem Wettkampf, bei dem das Ziel durch eine
für alle Teilnehmer gemeinsame Linie gebildet ist, wie bei Ruderregatten und Laufwettkämpfen,
ist es vorteilhaft. die beiden Kameras an den entgegengesetzten Enden der Ziellinie
aufzustellen, so daß die beiden auf dem Monitor nebeneinanderstehenden Bilder den
gleichen Vorgang von zwei Seiten wiedergeben. Tatsachen, die auf dem einen Bild
nicht oder nur unklar sichtbar sind. sind dann meist aus dem andern Bild ein deutig
ersichtlich, und durch den Umstand, daß zusammengehörede Bilder zur nebeneinander
stehen, ist bei Betrachtung der Einzelbilder die genaue Untersuchung der Vorgänge
sehr erleichtert. nie beschriebenen Einrichtungen können nicht nur direkt zur Zeitmessung
sondern indirekt auch zur Geschwindigkeits- und Entfernungsmessung verwendet werden.
Eine Geschwindigkeitsmessung kann mit großer Genauigkeit vorgenommen worden, wenn
zwei
Fixpunkte, an denen sich das Objekt, dessen Geschwindigkeit zu messen ist, vorüberbewegt
und deren Entfernung bekannt ist, von je einer Kamera aufgenommen werden, wobei
die flir den Durchlauf benötigte Zeitspanne aus der Differenz der Zeitpunkte der
Vorbeibewegung des zu messenden Objekts an den beiden Fixpunkten errechnet werden
kann. Die Aufzeichnung der Vorgänge bei beiden Fixpunkten auf deM gleichen Aufzeichnungsträger
und deren Wiedergabe auf dem gleichen Bildschirm erleichtert diese Aufgabe wesentlich.
Für eine solche Geschwindigkeitzmessung sind nicht unbedingt zwei Kameras notwendig,
indem sie auch mit Hilfe einer einzigen bewegten Kamera durchgeftihrt werden kann,
wenn von Standort der Kamera aus beide Fixpunkte zusammen mit dem Objekt parallaxfrei
erfaßt werden können.
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Sofern die Geschwindigkeit eines Objektes bekannt ist, kann in bekannter
Weise die Entfernung zweier Punkte ausgerechnet werden, wenn die Zeit gemessen wird,
innerhalb welcher sie durchlaufen werden, was beispielsweise bei Wasserskiwettkämpfen
zur Messung der Länge von Sprüngen dienen kann. Sofern dabei die Geschwindigkeit
ebenfalls nach der vorstehend bebeschriebenen Methode gemessen wird, vereinfacht
sich die Aufgabe insofern, als sich die Strecke zwischen den rixpunkton zur gesuchten
Strecke gleich verhält wie die zwischen den Fixpunkten benötigte Zeit zur Dauer
des Sprungs. Dazu ist es notwendig, daß eine erste Kamera den einen Fixpunkt und
den
einen Endpunkt der ru messenden Strecke und eine andere Kamera den anderen Fixpunkt
und den anderen Endpunkt der Strecke aufnimmt. Es kann einerseits notwendig sein,
mehr als zwei Kameras zu verwenden, und andererseits ist unter den vorher beschriebenen
Voraussetzungen natürlich auch hier die Verwendung einer einzigen Kamera möglich.
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Die Überwachung von Sportdisziplinen, bei denen innerhalb einer bestimmten
Zeit eine bestimmte Anzahl von Figuren ausgeführt werden muß, kann mit einer Einrichtung
der beschriebenen Art ebenfalls wesentlich erleichtert werden, indem in Zweifelsfällen
der ganze Ablauf samt eingeblendeter fortlaufender Zeit beliebig oft wiedergegeben
werden kann. Um weitere Unklarheiten auszuschließen, kann dabei außer dem Zeitzähler
ein von Hand fortgeschalteter Zähler zur Zählung der ausgeführten Figuren angeordnet
werden, dessen Zählergebnis in lesbarer Form ebenfalls in das Bild eingablendet
und auf den Aufzeichnungsträger aufgenommen wird.
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Die Erfindung ist natürlich in keiner Weise an das beschriebene Ausführungsbeispiel
gebunden. Sie läßt sich auch anwenden, wenn pro Umdrahung d@s M@gnetkopfes der Aufzeichnungseinrichtung
zwei oder mehr Bilder aufgenommen werden. Auf diese Weise ist es möglich, mit einer
Einrichtung zur Aufzeichnung von Fernsehbildern nach der europäischen Norm, deren
Aufzeichnungskopf 50 Umdrehungen pro Sekunde, d.h. die Mälfte der Bildwechselfrequenz,
ausführt, 100 Bildar pro
Sekunde aufzuzeichnen und damit diese
Aufzeichnungseinrichtung zur Zeitmessung heranzuziehen, ohne daran Xnderungen vornehmen
zu müssen. Dies bringt allerdings den Nachteil mit sich, daß auf den beiden während
einer Umdrehung du Magnetkopfes aufgezeichneten Bildern verschiedene Zeitangaben
entbalten sind, so daß diese Bilder beim langsamen Abspielen nicht abwechslungsweise
wiedergegeben werden können, da sonst zwei auseinanderzuhaltende Bilder samt Zeitangabe
ineinander verfließen. Es ist dahar notwendig, daß bei der Wiedergabe von Einzelbildern
eines der beiden während der gleichen Umdrehung des Aufzeichnungskopfes aufgenommenen
Bilder unterdrückt wird, indem während der seiner Wiedergabe entsprechenden Zeit
die Bildröhre des Monitors dunkel getastet wird. Dabei müssen natürlich Möglichkeiten
vorhanden sein, um wahlweise das eine oder das andere während einer Umdrehung aufgeseichnete
Bild zum Verschwinden zu bringen.
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Anstelle einer Aufzeichnungseinrichtung mit einem Magnetband könnte
auch ein sogenannter Plattenspeicher verwandet werden, welcher die einzelnen Bilder
als konzentrische Spuren auf einer rotierenden magnetisierbaren Platte aufzeichnet.
Der Nachteil eines solchen Plattenspeich@@@ ist jedoch seine beschränkte zeitliche
Kapazität, welche dessen Einsatz zur Zeitmessung nur dann gestattet, wenn der zeitliche
Unterschied zwischen der Ankunft des ersten und des letzten Wettkämpfers am Ziel
innerhalb der genannten Kapazität liegt.
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Bin Plattenspeicher gestattet auch nicht gegebenenfalls den ganzen
Ablauf eines Wettkampf aufzunehmen und Einzelheiten daraus nachträglich mit verminderter
Geschwindigkeit zu betrachten. Demgegenüber steht jedoch der Vorteil, daß bei der
Abtastung stehender und langsam sich folgender Bilder jeweils nur ein Bild wiedergegeben
wird, wodurch die früher beschriebene unscharfe Zone nicht auftritt und die Zuordnung
zwischen Bild und Zeitanzeige 1-er eindeutig ist.
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Die Erfindung ist auch nicht an die Verwendung von zwei Kameras gebunden,
deren Bilder nebeneinander aufgezeichnet worden. Grundsätzlich kann auch mit nur
einer oder mit Behr als zwei Kameras gearbeitet werden. Die Bildsignale können auch
derart gemischt werden0 daß die Bilder übereinander angeordnet aufgezeichnet werden.
und es ist möglich, von mehreren Kameras dasselbe Ereignis mit verschiedenen Brennweiten
aufzunehmen, wodurch neben-oder übereinander ein Überblick und Einzelheiten desselben
Geschehenes aufgezeichnot werden können Es ist auch nicht notwendig, die Zeiteinblendung
elektronisch vorzunehmen. Sofern die Zeit mit einem Anzeigegerät mit vernachlässigbarer
Nachleuchtdauer angezeigt wird5 kann dessen Anzeige von einer besonderen Kamera
aufgenommen und mit den übrigen Bildern gemischt werden. Anzeigeeinrichtungen
mit
Glimmröhren eignen sich allerdings wegen zu langer Nachleuchtdauer zu diesem Zwecke
nicht.
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Sofern insgesamt mehr als zwei Kameras verwendet werden müssen, kann
es sich als notwendig erweisen, mehrere Aufzeichnungsgeräte anzuordnen. Uhr, Frequenzteiler,
Zeitzähler und Einblendungseinrichtung können in diesem Falle jedoch für alle Aufzeichnungseinrichtungen
gemeinsam verwendet werden.