DE2045274C - Eisenbahnoberbau mit anemanderge reihten, als Betonfertigteile her gestellten Gleisplatten - Google Patents
Eisenbahnoberbau mit anemanderge reihten, als Betonfertigteile her gestellten GleisplattenInfo
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Description
Autgabe der Erfindung ist es, einen Eisenbahnoberbau
zu schaffen, der die Möglichkeit bietet, mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand etwaige
auftretende Gleissetzungen und Gleisverrückungen zu berichtigen. Zugleich soll der Eisenbahnoberbau so
beschaffen sein, daß kein besonderes Schotterbett benötigt wird und überhaupt nicht so hohe Forderungen
wie bei den bekannten Bauweisen für Oberbauten an die Qualität des Baugrundes gestellt werden müssen.
Mit der Erfindung wird das bei einem in der eingangs beschriebenen Weise gestalteten Eisenbahnoberbau
dadurch erreicht, daß die auf dem Unterbau aufliegenden Betonstreifen als aneinandergereihte Betonfertigteile
ausgebildete Bodenplatten sind, die jeweils eine zum Außenrand nach unten geneigte Oberfläche
aufweisen, und daß die Unterfläche der Gleisplatte entsprechend der Neigung der Oberflächen der
Bodenplatten giebeldachförmig ausgebildet ist.
Mit einem derartigen Eisenbahnoberbau, der die Auflasten flächig auf den Baugrund verteilt, läßt sich
ί/
bei auftretenden Gleisverlagerungen, deren Ursache auch die Beschaffenheit der Baugrundoberfläche sein
kann, die Gleislage durch seitliches Verschieben der Bodenplatten verhältnismäßig einfach berichtigen.
Mit dem lediglich seitlichen Verschieben der Boden- b platten ist es beim Wiederherstellen der Normallage
des Gleises möglich, die Oberkanten der von den
Gleisplatten getragenen Schienen millimetergenau einzustellen.
Das Verschieben der Bodenplatten unter den 10 Gleisplatien wird in Weiterbildung der Erfindung dadurch
erleichtert, daß die Bodenplatten auf ihrer Oberfläche und die Gleisplatte auf ihrer Unterfläche
jm Verhältnis von etwa 1 : IU geneigt sind.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal werden die Gleisplatter. mittels durchgehend aufliegender
Schienen in Längsrichtung vorgespannt. Damit werden die Gleisplatten aneinandergeschoben und biege-
steif.
Das Verschieben der Bodenplatten auf dem Ur ter-
bau wird mit der Erfindung dadurch erleichtert, daß die Bodenplatten mit ihren Längsrändern auf Abziehleimen
aufliegen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Geivnstand
der Ansprüche 3 und 6 bis 14.
Auslührungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
F i 2,- 1 einen senkrechten Querschnitt durch einen
^enbahnoberbau,
F 1 2.2 eine Draufsicht auf den Eisenbahnoberbau
räch der Fig. 1,
F i 2. 3 einen senkrechten Querschnitt durch einen Teil einer Gleisplatte und durch eine Schiene mit deren
Halterung in vergrößertem Maßstab und
F i g. 4 einen senkiechten Querschnitt durch einen
T ii einer Gleisplatte im Bereich der Verspannung der
Schiene mit der Cleisplatte, ebenfalls in vergrößertem
Mi2t den Fig., und2 dargestellte Eisenbahn-Verbau
ist, in der nachfolgend beschriebenen Weise mi, aneinandergereihten, als Betonfertigteile hergestellten
Gleisplatten ausgestattet, die über zwei in
L Entrichtung des Gleises nebeneinander verlaufende Sreifengauf dem Unterbau gelagert sind: über
einem natürlichen Baugrund 1, der nicht genügend dicht. steif und frostsicher ist. befindet sich als Unterbau
2 eine 40 cm starke Schicht aus Kies, die nach bekannten Verfahren auf die erforderlichen Sollwerte
der Dichte, Steife und Frostsicherheit gebracht wird. Die Oberfläche 3 des Unterbaues 2 ist auf eine Sollhöhe
vollkommen eben abgeglichen.
Wie aus den Fig.l und2 hervorgeht ist der
Eisenbahnoberbau so gestaltet, daß die au dem Unterbau
2 aufliegenden Betonstreifen als aneinandergereihte Betonfertigteile ausgebildete Bodenplatten 4
sind, die jeweils eine zum Außenrand nach unten g^ neigte Oberfläche 9 aufweisen, wobei die Unterflache
;er SGleiSPlatte 8 entsprechend der Neigung der Oberflache
9 der Bodenplatten 4 giebeldachform,g ausge- ^
bilSiSS
leichtern, liegen diese ™u ^^^Bodp
ziehleisten λ aut Uie Vj™·1" '. h den ßodenplat
beträgt etwa 3,0Üx I ,auim ^ . h aum 6. Die Boten
4 befindet sich ein tre er ,T Au(knrand ihrer Oberdenplatiensind
am jeweilig oberbau kann zu-
seile mit Ansätzen 7 versa ic . Verdichten
sctzlich seitlich durch A™*-""1
von Boden 21 ge hai ten we™ . daß zwischen den Aus der Fig.- κ| ersiui ^ ^ ans,eordnet ist. Bodenplatten 4 jeweils e;! . , β hat Dadurch köndie eine Breite von etwa - ι - ^^ wcrden
von Boden 21 ge hai ten we™ . daß zwischen den Aus der Fig.- κ| ersiui ^ ^ ans,eordnet ist. Bodenplatten 4 jeweils e;! . , β hat Dadurch köndie eine Breite von etwa - ι - ^^ wcrden
nen die Bo.denP'a^" ^^de'n Glasplatten 8 sind
Zwischen den djru°erJ£»e .. jewcils über der
Fugen 20 angeordnet Diese ^g 4 Die Fu.
M«te der darunter'^ ^" °°flt u P nd kei|förmig im
gen 20 sind gewölbt ^fD h , , und mit
Grundriß. Diese Fugen .nd nur s.hr
En^"fn™"^[t"™ OleispSttc 8 ist, -ie bereits er-
wähnt, zu ihren beiden La"?™^[" ^J aJf dcnbciförrnig,geneigt,
so daB dieu P ^.^ ^^
den abgeschräg tn_ ^^ der Schicnen 11 sind
Plalien r 4 auI 1J^ g d Oberseite Kanäle 14 vorin
der Gle.sHla te »^" d^ ite mit cinem elastigesehen
die auf ^ AU ^^ ^ auf jhrem
sehen >\^ >"5 JU^η1εΓΐ^ρ1αηε 16 tragen. Zum
Boden eine elast.se u Unter. gt benepfalls /um
^«»^{^ Spannung auf die Gleisplatte
übe. tragen ™™ mittels Keile 17 (F i g. 4) gegen
J"^ eedrückt. Statt eines Be-
den eiasuscne.i _ können selbstver-
fest.gens der Schinen m,ta.s benut/t wcr.
standhch auch anderL Bef ^ ξ .gebcne„.
?T ^, Vors»n™ zu verankern. Als Befestitails
mit Vorspannung, -cu ^ ,
gungsm.tte k™ ^1^'^*^ajterun.en 24 vorgezeigu
^^"^^"Verankern der Vorspannung
Ln be, ^^^^^^ »^^
rung 24 ™£ ^m ^ ^[.erden. Die Kanäle 14 wer-
^t ngskanälen 18 entwässert.
Wasser auf die Oberflä-
SeSeweils nebeneinanderliegenden, zueinander
parallel angeordneten Bodenplatten 4 haben eine Ibene Unterseite, während sie auf ihrer Oberflache
und die Gleitplatten 8 auf hrer Unterflache im Verdurch
die sich ""»sa
chen 9 der BodenP J«*n ^J^^n Obcrflä.
Die Gle.splatte 8 1^ ^en|en Schi°enen Π befincnen
22 ausgestattL · ^'^ d sich das
det sich ein^^°^^Η^ Ent Ässerungskanale 13
»sjunme'nde Wasser durüi g ^ B<jd ιεί.
«"d "^r die 8ent^ef^hrt wird. Auf diese Weise
^X^ZulmZh^b der Gleisanlage trokv'„
7?.™ Vermeide·ι von Temperaturspanniinge.i im
ken^Zum Vermeidc_. ο ρ ^ oberHachenbe.
Ob"b*u d„G"eSatlc8 mit Perlkies abgedeckt wer«ich
12 der GlejplaUe » abgeschrägten Oberflächen
Λ:n. Da^ .tauch auf den g
22 derGleuptatte mogl 1^ bahnobcrbaues auf dem
^ J ^ten Weise vorbereiteten Unter-Etliches
Verschieben der beiden ^^J^ mögliche Ungenauigkeit der
Oberf^ desÄ^ ^"
tNachdem dies erfolgt ist,
9 eine Gleisplatte 8 verlegt, ausgebildete Gleisplatte be-
dBcZp,?ten4 und ragt auch der Länge
nach über beide Bodenplatten hinaus, wie in der Fig. 2 erkennbar ist.
Mit den beiden gegeneinander geneigten Oberflächen
9 ist es möglich, die Höhenlage jeder der Schienen 11, die von Gleisplatte 8 getragen werden, genau
einzustellen oder zu berichtigen. Ist ein höhenmäßiges Ausrichten einer Schiene 11 notwendig, so braucht lediglich
in eine Lücke 10 zwischen dem Ansatz 7 und der äußeren Seitenwand der jeweiligen Gleisplatte
oder Gleisplatten 8 eine Presse eingesetzt zu werden, mit der die Bodenplatte 4 relativ zu der Gleisplatte 8
nach außen verrückt wird. Soll hingegen die Spur berichtigt werden, so wird die gesamte Plattenanordnung
mit den beiden Bodenplatten 4 und der Gleisplatte 8 als ganzes seitlich verschoben. Dabei werden
in den Lücken 10 Keile 30 angeordnet, die ein gegenseitiges Verrücken der Teile verhindern. Für den seltenen
Fall, daß eine Schiene 11 abzusenken ist, wird die entsprechende Bodenplatte 4 gegenüber der Gleisplatte 8 nach innen verschoben. Dafür gibt der Zwischenraum
6 ausreichend Möglichkeit. Ein solches Verrücken erfolgt durch Anordnen einer Presse an
der Außenseite der entsprechenden Bodenplatte oder Bodenplatten 4. Es ist somit jede Lage der Schienen
11 durch Verrücken der Bodenplatten 4 und/oder der Gleisplatten 8 einstellbar.
Zum Erhöhe.- der Festigkeit des Eisenbahnoberbaues lassen sich die Gleisptatten 8 über eine geeignete
Länge mit den Schienen 11 vorspannen. Mit einer solchen Vorspannung wird dafür gesorgt, daß die
Gleisplatlen 8 dicht an dicht liegen und biegesteif sind. Diese Vorspannung ist von besonderem Nutzen
is während der Einfahrtzeit, d.h. während der ersten
Zeit der Benutzung des Eisenbahnoberbaues, da in dieser Zeit erfahrungsgemäß die größten Beanspruchungen
auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
- Patentansprüche:!. Eisenbahnoberbau mit aneinandergereihten, als Betonfertigteile hergestellten Gleisplatlen, die über zwei in Längsrichtung des Gleises nebeneinander verlaufende Betonstreifen auf dem Unterbau gelagert sir rl, dadurch gekennzeichnet, daß die am dem Unterbau (2) aufliegenden Betonstreifen als aneinandergereihte Betonfertigteile ausgebildete Bodenplatten (4) sind, die jeweils eine zum Außenrand nach unten geneigte Oberfläche (9) aufweisen, und daß die Unterfläche der Gleisplatte (8) entsprechend der Neigung der Oberflächen (9) der Bodenplatten (4) giebeldachförmig ausgebildet ist.
- 2. Oberbau nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatten (4) auf ihrer Oberfläche und die C.'eisplatte (8) auf ihrer Unterfläche im Verhältnis von etwa 1:10 geneigt sind.
- 3. Oberbau nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisplatte (8) von größerer Länge und Breite ist als eine Bodenplatte (4).
- 4. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisplatte (8) mittels durchgehend aufliegender Schienen (11) in Längsrichtung vorgespannt ist.
- 5. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatten (4) mii ihren Längsrändcin auf Abziehleisten (5) aufliegen.
- 6. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichn«. , daß zwischen zwei nebeneinanderliegenden Bodenplatten (4) ein freier Zwischenraum (6) angeordnet ist.
- 7. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatten (4) am jeweiligen Außenrand ihrer Oberseite mit Ansätzen (7) versehen sind.
- 8. Oberbau nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ansatz (7) und dem Seitenrand der Gleisplatte (8) ein freier Zwischenraum (10) angeordnet ist.
- 9. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Gleisplatte (8) geneigt ausgebildet ist.
- 10. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisplatte (8) mit Entwässerungskanälen (13,18) versehen ist.
- 11. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleisplatte (8) auf ihrer Oberseite zwei längs verlaufende Kanäle (14) für die Einlagerung der Schienen (11) aufweist.
- 12. Oberbau nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (14) mit einem elastischen Werkstoff (15) ausgekleidet sind.
- 13. Oberbau nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (14) mit Entwässerungskanälen (18) versehen sind.
- 14. Oberbau nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fuge (19) zwischen zwei benachbarten Gleisplatten (8) über der Mitte der darunterliegenden Bodenplatten (4) angeordnet ist.Die Erfindung bezieht sich auf einen Eisenbahnoberbau mit aneinandergereihten, als Betonfertigteile hergestellten Gleisplatten, die über zwei in Längsrichtung des Gleises nebeneinander verlaufende Betonstreifen auf dem Unterbau gelagert sind.Bei der Lagerung der Gleise für Schienenfahrzeuge ist es üblich, auf dem Baugrund ein Schotteibett anzuordnen, in dem Schwellen liegen, auf denen die Schienen befestigt sind. Mittels eines solchen Ober-baus lassen sich die Radlasten der Schienenfahrzeuge bei verhältnismäßig geringer Verformung verteilen. Beim Betrieb von Schienenfahrzeugen sind aber Gleiisetzungen und Gleisverrückungen nicht zu vermeiden. Diese lassen sich zwar durch ein erneutes Stopfen von Schotter unter die Schwellen beheben: dafür sind aber sehr leistungsfähige Maschinen erforderlich. Fahren die Schienenfahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit, so treten Gleissetzungen und Gleisverrückungen in verstärktem Ausmaß auf. Bei den her-kömmlichen Arten des Oberbaues sind demzufolge zum Beseitigen von Fehlern an den Gleisen erhebliche Arbeiten erforderlich, wenn die Schienenfahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit betrieben werden.Um dem zu begegnen, sind Versuche unternommen worden, den Eisenbahnoberbau zu verbessern. So wurde berei*s vorgeschlagen, verdübelte Fertigteil platten auf einer Styroporleichtbetonplatte in Ortbeton zu verwenden. Bei einer anderen bekannten Ausführungsform besteht der Oberbau aus biegesteif verbundenen Fertigteilplatten, die auf dem Baugrund verlegt sind, dessen oberste Schicht in einer Stärke von etwa 6 bis 8 cm vermörtelt ist. Ein anderer bekannter Oberbau besteht aus biegesteif verbundenen Tragrosten aus Längsbalken, unter denen Schienen und Balken in Querrichtung unmittelbar auf dem Baugrund verlegt sind.Diese Ausführungsformen von Eisenbahnoberbauten haben den gemeinsamen Nachteil, daß die beim Betrieb erfahrungsgemäß von Zeit zu Zeit erforderlich werdenden Gleisberichtigungen nur mit erheblichem Aufwand durchführbar sind. Vorteilhaft dagegen ist es bei den bekannten Bauweisen, daß die Auflasten flächig auf den Baugrund verteilt werden und somit eine geringere Bodenpressung verursachen. Mit einer geringeren Bodenpressung ist es möglich, niedrigere Anforderungen an die Qualität des Baugrundes stellen zu können und auch auf die Anordnung eines Schotterbettes zu verzichten.
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702045274 DE2045274C (de) | 1970-09-12 | Eisenbahnoberbau mit anemanderge reihten, als Betonfertigteile her gestellten Gleisplatten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2045274A1 DE2045274A1 (de) | 1972-03-23 |
| DE2045274C true DE2045274C (de) | 1973-05-17 |
Family
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