DE2027331C - Plattenformige Gleitunterlage zum Verschieben schwerer Korper und Bauteile oder zum Ausgleichen von Wärmedehnungen derselben - Google Patents
Plattenformige Gleitunterlage zum Verschieben schwerer Korper und Bauteile oder zum Ausgleichen von Wärmedehnungen derselbenInfo
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- DE2027331C DE2027331C DE2027331C DE 2027331 C DE2027331 C DE 2027331C DE 2027331 C DE2027331 C DE 2027331C
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Description
In der Praxis tritt oft die Notwendigkeit auf, schwere Gegenstände, wie z. B. Brückenteile, vor
einem Ort zu einem anderen zu verschieben. Ein ahnliches Problen besteht im Ausgleichen von Wärmeausdehnungen
bei verschiedenen Bauten, behältern, Trägern und überall, w j man iiauteilen, die Dutzende
von Tonnen wiegen, eine wenigstens teilweise Bewegungsmöglichkeit geben muC, damit sie keine Beschädigungen
oder Formänderungen erleiden. Zur Lösung dieses Problems verwendet man bisher Stahlkugeln,
aus Buntmetallen gefertigte Unterlagen und neuerdings auch Unterlagen aus Polytetrafluoräthylen
in Blockform, kombiniert mit Gummi.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Gleitunterlage für das Verschieben (1Jmsetzen)
schwerer Bauteile oder für das Ausgleichen von Wärmedehnungen derselben, die sich aus geschichtetem
Material zusammensetzt. -
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gleitunterlage aus einer metalloplastisehen
Folie besteht, die durch Aufwalzen oder Aufpressen und Sintern von Polytetrafluoräthylen, das
mit einem versteifenden Material, z. B. mit kurzen Glasfasern, gefüllt ist, auf ein Bronze- oder Messinggewebe
entsteht, wobei das Gewebe mit einer steifen Einlage aus Stahl-, Aluminium- oder Eisenblech
durch Kleben oder Löten fest verbunden ist, auf deren andere Seite eine elastische Unterlage aufgeklebt
oder aufvulkanisiert ist.
in den, Fig. 1 und 2 ist die Zusammensetzung der Gleitunterlage veranschaulicht. Gemäß Fig. 1 besteht
sie aus einer metallcplastischen Folie, deren Herstellung durch Aufwalzen und Aufsintern von
Polytetrafluoräthylen 1 auf ein Bronze- oder Messinggewebe 2 erfolgt, das genügend fest mit einer Blechu
η te rl age 3 verbunden ist, die aus Aluminium oder Essen oder Stahl besteht und auf der gegenüberliegenden
Seite mit einer Schicht von Elastomer 4 versehen ist. Das in die Maschen des Gewebes eingewalzte
Polytetrafluoräthylen kann mit kurzen Glasfasern oder einem anderen Füllmittel gefüllt werden,
welches die Abnutzung bei der Gleitbewegung verringert. Die metalloplastische Folie ist mit dem Unterlagsblech
3 durch ein Klebmittel 5 verbunden. Mit diesem ist auch auf die andere Seite des Blechs das
Elastomer 4 aufgebracht. Als elastische Schicht 4 hat sich Polymethan oder durch Kord versteiftes Gummi
bewährt, dessen Härte 50 bis 120 Shore beträgt. Die Gesamtdicke der Unterlage kann 1 bis 20 mm betragen,
wobei sich eine Metalloplastdicke von 0,3 bis 1 mm, eine Blechdicke von 0,5 bis 3 mm und
eine Elastomerdicke von 2 bis 8 mm als besonders günstig erwiesen hat.
Die Gleitunterlage wird am besten in Verbindung mit einem geglänzten harten Stahlblech verwendet,
welches das zweite Glied des Gleitpaares bildet. Wenn die Gleitunterlage z. B. zum Verschieben einer
Brückenkonstruktion dient (F i g. 2), dann wird der Betonteil 6 auf die Gummiseite der Gleitunterlage 7
aufgelegt, welche sich infolge ihrer Elastizität den Unebenheiten des Betons gut anpaßt und den zu
übertragenden Druck auf das mittlere Verstetfungsblech aufteilt, von welchem aus der Druck praktisch
schon gleichmäßig auf die metalloplastische Schicht übertragen wird. Das im Metalloplast enthaltene
Polytetrafluoräthylen hat einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten gegenüber Stahl, nämlich etwa
0,1 in trockenem Zustand und 0,02 in Gegenwart von Schmiermitteln, so daß die Verschiebung der
Last in der gewünschten Richtung durch seitlichen Druck leicht vonstatten geht. Bei dieser Verschiebung
verschieben sich die Gleitunterlagen mit der Polytetrafluoräthylen-Oberfläche längs des geglänzten
Stahlblechs 8, welcl.es mit einem Träger 9 fest verbunden ist. Man verwendet beim Verschieben eine
größere Zahl von Gleitunterlagen, welche nacheinander die Fläche des geglänzten Stahlblechs ver'assen
und nach dem Herausfallen zur Einlaufstelle des Trägers 9 zurückgebracht werden. Die Reibung ist
bei diesem Verfahren kleiner als bei Verwendung anderer Auflagen, so daß das Verschieben einen
kl"üneren Arbeitsaufwand erfordert.
Durch die beschriebene Verbindung wird eine hohe Lebensdauer der Gle:tunteilage auch im Falle
sehr hoher Drücke erzielt, d. h. Drücken von mehreren hundert kp/cm2, bei denen Unterlagen aus
blockförmigem Polytetrafluoräthylen schon deformiert und zerbröckelt werden. Mikrounebenheiten
der Last haben auf die Belastung der Gleitfläche praktisch keinen Einfluß; denn sie werden von der
elastischen Schicht ausgeglichen und von der steifen Schicht der Unterlage übertragen. Die wirksame
Schicht selbst — das Metalloplast — verträgt ohne Beschädigung durch sichtbare Deformation Drücke
von 1000 kp/cm2 und auch höhere Drücke, denn sie ist von einem Metallgewebe durchsetzt und demnach
praktisch keinem »Fließen« unterworfen. Der Widerstand gegen Abnutzung ist bei der beschriebenen
Unterlage um eine bis zwei Größenordnungen höher als bei Verwendung von reinem blockförmigen Polytetrafluoräthylen.
Die neue Gleitur.ierlage bietet also din Vorteil einer längeren Lebensdauer und ermöglicht
dabei eine 9O°/oige Ersparnis an Polytetrafluoräthylen
gegenüber dem bisher üblichen Verfahren, bei welchem eine 3 bis 5 mm starke Polymerschicht verwendet werden muß.
Man kann aus der geschichteten Unterlage gegebenenfalls die mittlere Versteifungsschicht fortlassen,
doch wird dadurch die Dauerhaftigkeit der Unterlagen verringert.
Die Reibungsflächen müssen während der Arbeit reingehalten weiden, damit harte Teilchen, z. B.
Sand, das Metalloplast oder das Gleitblech nicht be- Die Ausführung ist aus Fi g. 2 ersichtlich. Bei dem
schädigen. Durch Auftragen von Schmieröl oder Verschieben sind insgesamt vier Gleitunterlagen und
Wasser kann die Reibung der Flächen stark herab- zwei Träger verwendet worden. Mit Hilfe einer
gesetzt werden. hydraulischen Presse wurde eine Verschiebungs-
Die Zusammensetzung und die Funktion der 5 geschwindigkeit von etwa 20 cm pro Minute erzielt.
Gleitunterlage werden in den folgenden Beispielen Die Gleitunterlagen wurden auf der Gleitfläche mit
beschrieben: Öl oder Fett bestrichen. Der Reibungskoeffizient
Reisn:p, t während der Verschiebung war genügend niedrig, er
P betrug zwischen 0,03 und 0,06. Die Verschiebung
Auf ein aus Brouzedraht von 0,25 mm Stärke be- ίο ging kontinuierlich ohne Stöße vor sich, und die
stehendes Gewebe wurde bei einer Temperatur von Gleitunterlagen wurden nach dem Herausgleiten aus
80° C ein Gemisch von 13 Teilen Zyklohexanon, dem Raum zwischen dem Träger und dem Bauteil
21 Teilen Glasfasern und 66 Teilen Polytetrafiuor- auf die Einlaufstelle des Trägers wieder aufgelegt.
äthylen aufgewalzt. Nach dem Trocknen, Simprn und - Wenn die GleitsteHen reingehalten wurden und
vorläufigem Herrichten der Oberfläche, Operationen, »5 auf den Trägem geeignete Auflaufstellen vorgesehen
die nicht den Gegenstand der Erfindung bilden, waren, hielten die Gleitunterlagen mit Sicherheit
wurde das hergestellte Metalloplast mittels eines mehr als 20 Verschubzyklen aus, ohne sichtbare Be-Gummiklebmittels
auf ein vorher sandbestrahltes, Schädigungen aufzuweisen. 2 mm dickes Stahlblech aufgeklebt. Das gleiche
Klebmittel diente zum Aufkleben einer 8mm star- ao Beispiel 2
ken Gummiplatte, die eine Härte von 65 Shore hatte
und durch zwei Kordschichten versteift war. Das Eine Gleitunterlage des im Beispiel 1 beschnebe-
Kleben der Unterlage wurde zwischen den plan- n,a Typs wurde dazu verwendet, die Längsändeparallelen
Flächen einer Presse unter einem Druck rungen eines liegenden Behälters für Treibstoffe ausvon
5 kp/cmä durchgeführt und nahm 3 Stunden in a5 zugleichen. Der spezifische Druck auf die Unterlage
Anspruch. Die Abmessungen der erzeugten Ui-ter- betrug 80 kp/cm2. Der Behälter wurde auf einer
lagen waren 150 · 150 · 10,5 mm. Man verwendete Seite festgehalten und glitt mit der anderen Seite auf
die Unterlagen zum Verschieben einer Betonbrücken- der Gleitunterlage, wobei die durch Temperatur-Konstruktion
von 90 Tonnen Gewicht. Die Konsiruk- Schwankungen hervorgerufenen Änderungen seiner
tion wurde bei der Verschiebung auf die Gummi- 30 Länge dadurch ausgeglichen wurden, daß er auf der
seile der Unterlage aufgelegt, und die Unterlage glitt Unterlage frei gleiten konnte. Die Bewegung ging
mit der Polytetrafluoräthylenschicht längs eines rost- glatt vor sich, das Auflageverfahren bewährte Sich
freien Bleches. sowohl im Winter als auch im Sommer.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch-Plattenförmige Gleitunterlage zum Verschieben schwerer Körper und Bauteile oder zum Aus- S gleichen von Wärmedehnungen derselben, die sich aus geschichtetem Material zusammensetzt, dadurchgeke.inzeichnet, daß die Unterlage aus einer metalloplastischen Folie besteht, die durch Aufwalzen oder Aufpressen und Sintern von Polytetrafluoräthylen (1), das mit einem versteifenden Material, z.B. mit kurzen Glasfasern gefüllt ist, auf ein Bronze- oder Messinggewebe (2) entsteht, wobei das Gewebe mit einer steifen Einlage aus Stahl-, Aluminium- oder Eisenblech (3) durch Kleben (Klebmittel 5) oder Löten fest verbunden ist, auf deren andere Seite eine elasih.che Unterlage aufgeklebt (Klebmittel 5) oder aufvulkanisiert ist.
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