DE2024988C - Druckgasschalter - Google Patents
DruckgasschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter mit einem für die Ein- unrl Ausschallhewegung direkt angetriebenen
Schaltstück und einem unter Federkraft stehenden düsenförmigen Gegentdialtslück, das dem
ersteren während eines Teils der Ausschaltbewegung nachzulaufen vermag und durch die Nachlaufbewegung
den Ventilkörper eines ihm zugeordneten Auslaßventils zur Freigabe eines Druckgasstromes steuert.
Wird bei einem Druckgasschalter mit Auslaßsteuerung das zum angetriebenen Schaltstück ge- ίο
hörende Gegenschaltstück als Düse ausgebildet, so kann das für diese Düse erforderliche Auslaßventil
im allgemeinen nicht von der Antriebsbewegung des angetriebenen Schaltstückes her angesteuert werden.
Dieses dem Gegenschaltstück zugeordnete Auslaß- js ventil erfordert somit besondere Mittel, um es zum richtigen
Zeitpunkt zu öffnen bzw. wieder zu schließen.
Es ist bekannt, für das Ansteuern des dem düsenförmigen Gegenschaltstück zugeordneten Auslaßventils,
die Nach lauf eigenschaft des Gegenschalt-Stückes auszunutzen, die ohnehin erforderlich ist, um
den erforderlichen Kontaktdruck über Federkraft aufzubauen und um eine Trennung der Kontaktstücke
bei definierter Geschwindigkeit und bereits geöffneten Auslaßventilen zu erreichen.
Durch das Koppeln des nachlaufenden Gegenschaltstückes
mit einem Hilfsventil und durch die gleichzeitige Ausbildung des Ventilorgans des Auslaßventils
als nifferentialkolhen wurde beim Elckannten erreicht, daß das dem Gegenschaltstück zugeerdnete
Auslaßventil beim Scha'nvorgang kurzzeitig öffnet (deutsche Patentschrift 1 210 934).
Jedoch ist eine derartige Steuerung des dem Gegenschaltstück zugeordneten Auslaßventils wegen des erforderlichen
Hilfsventil und der damit verbundenen Vielzahl von bewegten Teilen, die gegeneinander gedichtet
werden müssen, kompliziert und aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Steuerung des dem Gegenschaltstück zugeordneten
Auslaßventils einen Mechanismus anzugeben, der im
Aufbau und Wirkungsweise einfach ist und an die Fertigung keine extremen Anforderungen stellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Druckgasschalter der eingangs
genannten Art der durch eine Feder in Nachlaufrichlung des Gcgenschaltstückes angetriebene und in der
Kuhcstellung an einer am Gegenschaltstück angebrachten Dichtung anliegende Ventilkörper in der
F.inschaltslcllung des Gcgenschaltslückes mit einem ortsfesten Teil verrastet ist und daß die Vcrrastung
tnittcls eines vom Druckgasstrom beaufschlagten fitrömungskörpers lösbar ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen Insbesondere darin, daß mit einfachen Mitteln in Abhängigkeit
von der Nachlaufbcwegiing des Gegenlchaltslückcs
das öffnen und Wicdcrschließcn des zugehörigen Auslaßventils erreicht wird. Insbesondere sind über die ohnehin am Auslaßventil erforderlichen Dichtungen keine zusatzlichen Dichtungen
nötig, und die Zahl der zueinander beweglichen Teile ist klein und in der Herstellung einfach, da wie gesagt zusätzliche dichtende Teile nicht vorhanden sind.
Durch die Formgebung des Strömungskörpers, ins besondere durch die Wahl seines Strömungswiderslandcs, 190t sich die Öffnungszeit des Auslaßventils ij
gut auf die Erfordernisse der Beblasung der Schalt· •trecke abstimmen.
einem sogenannten Doppeldüsenscnaiier anwenden. Bei einem derartigen Schalter wird dann das direkt
angetriebene Schaltstück auf übliche Weise als Düse ausgebildet und das zu dieser Düse gehörige Auslaßventil
wird mit dem Antrieb des direkt angetridbenen Schaltstückes gesteuert, während das Gegenschaltstück
mit eigenem Auslaßventil gemäß der Erfindung ausgebildet wird.
Eine sehr einfache Ausführung des Erfindunggegenstandes
ergibt sich, wenn als Ventilkörper eine außen umströmte Hülse verwendet wird, die in ihrem
Innern die die Nach lauf bewegung des Gegenschaltstückes
bewirkende Feder aufnimmt und an derem äußeren Umfang sich die durch einen Vorsprung vor
dem Druckgasstrom geschützten Rastelemente befinden. Dies ergibt eine im Umfang relativ kleine Konstruktion,
deren empfindliche Teile jeweils geschützt angeordnet sind.
Die Rastelemente kennen dabei in zweckmäßiger Weise als radial zum Veniilkörper angeordnete
Kugeln oder Stifle ausgebildet werden. Hierdurch ergibt sich eine sichere und doch leicht lösbare Verrastung,
wobei die Stärke der Verrastung in gewissen Grenzen auch durch die Zahl der radial am Umfanc;
der Ventiihülse vorgesehenen Kugeln oderStifte variic 1.
werden kann. Der über die Rastelemente geschobene Strömungskörper hat zweckmäßig Vorsprünge, die
in den Druckgasstrom hineinragen und somit auf einfache Weise die Bewegung des Strömungskörpers
in Abhängigkeit vom Diruckgasstrom bewirken.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in dir
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt oberhalb der Mittellinie
eine Ausführung di:s Erfindungsgcgenstandci» als
metallgekapsclten Druckgasschalter, und zwar in der Schaltstellung »Aus«, und unterhalb der Mittellinie
den im Prinzip gleichen Druckgasschalter in seiner Ausführung als Frciluiftschalter und zwar in der
Schaltstellung :>Ein«.
Bei dem Darstellungsbeispicl ham.lclt es sich urn
einen sogenannten Doppeldüscnschalter, dessen direkt
angetriebenes düsenförmig ausgebildetes Schaltstück 1 im einzelnen nicht näher dargestellt ist. Das
Gegenschaltstück trägt die Ziffer 2 F- :st ebenfalls
düsenförmig ausgebildet und wird durch die Feder 3 indirekt angetrieben, so daß es um den Betrag der
Nachlaufstrecke α bewegt werden kann. Die Feder 3 stützt sich dabei auf den Fcderteller 2 α ab, der über
Rippen Ib mit dem Gegenschaltstück 2 verbunden ist. Schaltstück 1. und Gegenschaltstück 2 befinden
sich in einem stets mit Druckgas gefüllten Hochdruckrau m 4, der durch die Kapselungswand 5 und den
Isolator 6 bzw. den Isolator 7 und dem Schaltkammertcil
22 gebildet wird In der Schaltstcllung
»Ein« drückt das Schaltstück 1 das Gegenschaltstück 2 entgegen der Kraft der Feder 3 um die Nachlaufstrccke
α nach rechts. Das ücgenschaltstück 2 trägt an seinem hinteren Ende die Dichtung 8, welche
mit der Ventilhülsc 9 zusammenarbeitet. Die Ventil· hülse wird durch die Feder 10 gegen die Dichtung 8
gedrückt. Die Federn 3 und 10 stützen sich gegen das Trägstück 11, welches zwei Führungsrohre 12 und 13
besitzt, ab. Das Führungsrohr 12 dient zur Führung der VentilhUlse 9. Zwischen VentilhUlse 9 und Führungsrohr 13 befinden sich Lager 14 zur Führung der
VentilhUlse sowie die Dichtung 15. Das FUhrungs* rohr 13 hat im linken Teil! radiale Bohrungen zur
Aufnahme der Rastelemente, die als Kugeln 16 aus-
geführt sind, ,und dient zur Führung des Strömungskörpers 17, der durch die Feder 18 stets nach links gedrückt
wird. Die Ventilhülse 9 besitzt eine Nut 19, in die in der Einschaltstellung die Kugeln 16 eingerastet
sind. Die Verrastungwirdin der Einschaltstellung durch den Strömungskörper 17 gesichert, der sich hierbei
an einem Vorsprung 20 der Ventilhülse 9 abstützt.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Wird bei einer Ausschaltung das Gegenschaltstück 2,
dur;h die Feder 3 um die Nachlaufstrecke α nach links bewegt, so vermag die Ventilhülse 9 nicht zu
folgen, da sie durch die Kugeln 16 verrastet ist. Die Dichtung 8 hebt somit von der Ventilhülse 9 ab, und
das im Hochdruckraum 4 gespeicherte Druckgas kann durch das düsenförmig ausgebildete Gegenschaltstück
2 in den Niederdruckraum 21 bzw. 21' strömen. Hierbei trifft es vom Schaltkammerteil 22 geführt auf
ien Vorsprung 23 des Strömungskörpers 17. Durch tfen Strömungswiderstand wird der Strömungskörper
pach rechts geschoben, so daß die durch die schräge ao Wandung der Nut 19 nach außen gedrückten Kugeln
in eine entsprechende Nut 24 des Strömungskörpers 17 gleiten können und dadurch die'Ventilhülse 9 freigeben,
so daß sie durch die Feder 10 nach links beivegt wird. Hierdurch schließt das Ventil wieder.
Wird der Druckgasschalter wieder eingeschaltet, so Wird durch das angetriebene Schaltstück 1 das
Gegenschaltstück 2 um den Betrag der Nachlauf-Strecke α nach rechts bewegt. Hierdurch wird auch
die Ventilhülse 9 nach rechts bewegt, so daß die Kugeln 16 wieder in die Nut 19 einrasten können.
Hiernach wird der Strömungskörper 17 wieder durch die Feder 18 gegen den Vorsprung 20 der Ventilhülse
bewegt, so daß die Kugeln 16 in der Raststellung festgehalten werden. Das sich im Niederdruckraum 21
bzw. 21' sammelnde Schälgas wird über eine Leitung
?5 ins Freie, bzw. bei geschlossenem G^skreislauf
über einen nicht dargestellten Kompressor wieder dem Hochdruckraum 4 zugeführt.
Claims (5)
1. Druckgasschalter mit einem für die Ein- und Ausschaltbewegung direkt angetriebenen Schaltstück
und einem uni.cr Federkraft stehenden düscnförmigen Gcgenr.chaU-stück, das dem crsteren
während eines Teils der Ausschaltbcwcgung nachzulaufen vermag und durch die Nacliluufbewegung
den Ventilknrper eines ihm zugeordneten Auslaßventils zur Freigabe eine; Druckgasstromes
steuert, dadurch gekennzeichnet, daß der durch eine Feder (3) in Nachlaufrichtung
des Gegenschaltstückcs (2) angetriebene und in der Ruhestellung an einer am Gegenschaltstück
angebrachten Dichtung (8) anliegende Ventilkörper (9) in der Einschaltstellung des
Gegenschaltstückes mit einem ortsfesten Teil (13) verrastet ist und daß die Verrastung mittels eines
vom Druckgasstrom beaufschlagten Strömungskörpers (17) lösbar ist.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das direkt angetriebene
Schaltstück in an sich bekannter Weise ebenfalls düsenförmig ausgebiUet ist und ein vom Antrieb
direkt ansteuerbares Auslaßventil besitzt.
3. Druckgasschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkötper als
außen umströmte Ventilhülse mit innenliegender Feder für die Nachlaufbewegung des Gegenschaltstückes
und außenliegenden Rastcbmenten (16), die durch einem an der Ventilhülse vorgesehenen
Vorsprung (20) vor dem Druckgasstrom geschützt sind, ausgebildet ist.
4. Druckgasschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastelemenle als radial
zum Ventilkörper angeordnete Kugeln oder Stifte ausgebildet sind, die in radialen Bohrungen eines
Trägerteils geführt sind und in der Raststellung in mit schrägen Flanken versehene Nuten (19)
der Ventilhülse eingreifen uni daß der die Kugeln oder Stifte in der Raststellung haltende Strömungskörper
als vom Druckgasstrom bewegbare Hülse ausgebildet ist.
5. Druckgasschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strömungskörper in den Druckgasstrom hineinragende Vorsprünge (23) besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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