DE20248C - Neuerung an Verdampfapparaten - Google Patents

Neuerung an Verdampfapparaten

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DE20248C
DE20248C DE188220248D DE20248DD DE20248C DE 20248 C DE20248 C DE 20248C DE 188220248 D DE188220248 D DE 188220248D DE 20248D D DE20248D D DE 20248DD DE 20248 C DE20248 C DE 20248C
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steam
vapor
heating
evaporators
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Application number
DE188220248D
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English (en)
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SELWIG & LANGE in Braunschweig
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/28Evaporating with vapour compression
    • B01D1/2881Compression specifications (e.g. pressure, temperature, processes)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Devices For Medical Bathing And Washing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Zweck dieser Neuerung ist der, in einem nur aus einem oder mehreren gleichartigen Verdampfkörpern bestehenden Verdampfapparate den Heizdampf, welcher eine wesentlich höhere Spannung besitzen mufs, als im Heizraum (Schlange, Rohrsystem, Doppelboden oder dergleichen) des betreffenden Körpers herrscht, in einer ähnlichen, vortheilhaften Weise auszunutzen, wie es bei den aus mehreren Körpern bestehenden Verdampfapparaten der Fall ist, in welchen der Dampf des einen Körpers in ■dem nächstfolgenden Körper die Verdampfung der unter geringerem Druck siedenden Flüssigkeit bewirkt.
Eine ähnliche Wirkung erzielt man bei einkörperigen Verdampfapparaten in sehr einfacher Weise dadurch, dafs man den Heizdampf nicht direct in den Heizraum des Körpers eintreten läfst, sondern in einen dem Zweck entsprechend construirten Dampfstrahlapparat (z. B. Körtingschen Luftsaug- oder Druckapparat) leitet, dessen Säugöffnung mit dem Dampfraum und dessen Drucköffnung mit dem Heizraum des Verdampfkörpers in Verbindung gesetzt ist. Besteht ein angemessenes Verhältnifs zwischen der Spannung im Heizraum und im Dampfraum des Apparates, worüber die Rechnung Aufschlufs ergiebt, und ist der Dampfstrahlapparat den Verhältnissen angepafst, so saugt nun der Heizdampf, dessen Spannung und Temperatur sich beim Durchströmen des Strahlapparates auf die des Heizraumes Verringert, aus dem Dampfraum des Körpers den darin enthaltenen, aus der siedenden Flüssigkeit entstandenen Dampf theilweise ab und drückt denselben in den Heizraum des Körpers. Hierbei wird aber auch die Spannung und die Temperatur dieses Dampfes derartig erhöht, dafs derselbe im Stande ist, in Gemeinschaft mit dem expandirten frischen Heizdampf die Flüssigkeit, aus welcher er entstanden ist, abermals zu verdampfen, indem er seine latente Wärme an sie abgiebt und sich condensirt.
Die Ausnutzung des Heizdampfes ist unter diesen Umständen infolge seiner wiederholten Benutzung eine ganz ähnliche und in manchen Fällen noch vortheilhaftere als in mehrkörperigen Verdampfapparaten, in welchen der Dampf des einen Körpers in dem nächstfolgenden Körper zur Heizung verwendet wird. Selbstverständlich ist übrigens nicht ausgeschlossen, die beschriebene Einrichtung an einzelnen Körpern derartiger Verdampfapparate anzubringen, wenn in denselben höher gespannter Dampf mit zum Heizen. benutzt werden soll. Allerdings kann in diesem Fall der Gewinn an Heizeffect nicht so bedeutend wie bei einkörperigen Verdampfapparaten sein.
Hat man einen aus mehreren gleichartigen Körpern (also unter gleichem Druck verdampfenden Körpern) zusammengesetzten Verdampfapparat, so kann man sämmtlichen Dampf, welcher sich in einem einzigen Körper entwickelt, mittelst des Strahlapparates absaugen und gleichzeitig in allen Körpern nochmals zur Heizung verwenden.
Es empfiehlt sich, anstatt nur eines Strahlapparates , in welchen der frische Dampf eintritt, deren mehrere anzuwenden, welche einzeln abgestellt werden können und deren von einander getrennte Saugrohre nach Belieben durch Oeffnen und Schliefsen eines Ventils, Hahnes
oder Schiebers mit dem Dampfraum in Verbindung gesetzt werden können oder nicht, und zwar aus dem Grunde, dafs zur Erzielung des höchsten Saug- und Druckeffectes der frische Dampf immer mit voller Spannung in den Strahlapparat eintreten mufs, also eine Verminderung des Dampfzutrittes zweckmäfsiger Weise durch Verringerung der Anzahl Düsen, in die der Dampf eintritt, bewirkt wird.
Ist die Spannung des frischen Heizdampfes im Vergleich zur Gröfse der zu erzielenden Saug- und Druckwirkung verhältnifsmäfsig gering, so kann es erforderlich werden, zwei oder mehrere hinter einander angebrachte, mit frischem Dampf gespeiste Strahlapparate oder einen Strahlapparat mit mehreren hinter einander angeordneten, frischen Dampf empfangenden Düsen, anstatt eines einfachen Strahlapparates anzuwenden.
In allen Fällen ist es zweckmäfsig, den Strahlapparat (oder die Apparate) sowie die Verbindungsrohre mit dem Dampf- und Heizraum zur Vermeidung jedes Wärmeverlustes in das Innere des Dampfraumes des Verdampfkörpers selbst zu verlegen.
Die sogenannte Armatur der Verdampfkörper bleibt im übrigen bei Anbringung der beschriebenen Einrichtung dieselbe wie sonst. Es ist nur zulässig, die Dampfabführungsrohre aus dem Apparat entsprechend der geringeren Menge entweichenden Dampfes enger zu machen, sowie eventuell eine kleinere Condensationsvorrichtung anzuwenden, wenn die Verdampfung unter einem geringeren als dem atmosphärischen Druck erfolgt.
Den gröfsten Heizeffect erzielt man mit der beschriebenen Einrichtung in solchen Verdampfapparaten, bei welchen die Spannung im Dampfraum nahezu die atmosphärische ist, besonders dann, wenn der Heizdampf eine sehr hohe Spannung besitzt, wie folgendes Beispiel zeigt.
Der Apparat diene zum Verdampfen von Wasser.
Die Spannung im Dampfraum sei = ι Atm., also die Temperatur = ioo°, die im Heizraum = i,5 Atm., die Temperatur demnach = ca. ii2°, die Spannung des frischen Dampfes = 6 Atm., seine Temperatur = 1590.
Um ι kg Dampf von 1 Atm. auf 1,5 Atm. zu comprimiren und in den ■ Heizraum hineinzudrücken, ist ein Arbeitsquantum von ca. 6 900 mkg erforderlich, dagegen giebt ι kg Dampf von 6 Atm. auf 1,5 Atm., expandirend und in den Heizraum hinein tretend, ca. 25700 mkg Arbeit ab. Wird der Nutzeffect des Strahlapparates zu 0,5 angenommen, so würde demnach 1 kg frischer Dampf 25 700
= 1,87 kg Dampf aus dem Dampfdrücken können. Im
6 900
raum in den Heizraum
Heizraum wirken also in Summa 2,87 kg Dampf anstatt 1 kg. Die Ersparnifs an Dampf beträgt 1,87
demgemäfs
2,87
• 100 = 65 pCt.; bei Anwendung von Dampf von 10 Atm. Spannung, würde dieselbe sich auf etwa 72 pCt. erhöhen.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    An Verdampfapparaten das vollständige oder theilweise Absaugen des Dampfes aus dem Dampfraum eines Verdampfkörpers und das Hineindrücken desselben in den Heizraum desselben oder eines oder mehrerer gleichartiger Verdampfkörper mittelst in der beschriebenen Weise angeordneter Dampfstrahl-, Saug- und Druckapparate, in welche der frische Heizdampf eintritt, wobei infolge der nochmaligen. Ausnutzung der in dem abgesogenen und comprimirten Dampf enthaltenen latenten Wärme der Verdampfungseffect eines bestimmten Quantums frischen Dampfes sich entsprechend erhöht.
DE188220248D 1882-06-03 1882-06-03 Neuerung an Verdampfapparaten Expired DE20248C (de)

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