DE2020189C3 - Antriebsvorrichtung für ein Tonbandgerät, insbesondere Kassettentonbandgerät - Google Patents

Antriebsvorrichtung für ein Tonbandgerät, insbesondere Kassettentonbandgerät

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DE2020189C3 DE19702020189 DE2020189A DE2020189C3 DE 2020189 C3 DE2020189 C3 DE 2020189C3 DE 19702020189 DE19702020189 DE 19702020189 DE 2020189 A DE2020189 A DE 2020189A DE 2020189 C3 DE2020189 C3 DE 2020189C3
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Albert 8130 Starnberg Liebl
Hubert O. 8135 Soecking Richt
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Uher Werke Muenchen GmbH and Co
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    • G11B15/32Driving record carriers by members acting directly or indirectly thereon through the reels or cores on to which the record carrier is wound
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
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Description

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein Tonbandgerät, insbesondere Kassettentonbandgerät mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Achsen, auf denen zwei Spulenkernmitnehmer für die Tonbandspulen und zwei von einem in allen Betriebsstufen im gleichen Drehsinn rotierenden Antriebsmotor gegensinnig angetriebene axial verschiebbare Antriebsteller frei drehbar angeordnet sind und mit Kupplungen, welche für jeden der beiden Spulen-
JO kernmitnehmer Reibverbindungen entweder mit dem zugeordneten Antriebsteller oder einer drehfesten Bremsscheibe schaffen. Derartige Antriebsvorrichtungen sind aus den deutschen Auslegeschriften 1129719 und 1447131 bekannt.
i"> Bei der Antriebsvorrichtung in der deutschen Auslegeschrift 1129719 sind mit den beiden drehbar angeordneten Achsen für die Tonbandspulen jeweils zwei mit Bremsbelägen versehene Scheiben drehfest verbunden. Für jede Achse kann die eine Scheibe, auf welcher auch die Tonbandspulen aufliegen, über ihren Bremsbelag mit dem Antriebsteller in Verbindung gebracht werden, während die andere Scheibe mit ihrem Bremsbelag mit einer drehfest angeordneten Bremsscheibe in Reibverbindung gebracht werden kann. Um beispielsweise die Reibverbindung mit der drehfesten Bremsscheibe herzustellen, wird die drehfeste Bremsscheibe gegen die eine mit dem Bremsbelag versehene Scheibe angehoben, wobei auch die Achse und die andere Scheibe, auf welcher die Τοπίο bandspule ruht, angehoben werden. Infolgedessen eignet sich die bekannte Antriebsvorrichtung nicht bei Kassettentonbandgeräten. Das gleiche gilt auch für die bekannte Antriebsvorrichtung in der deutschen Auslegeschrift 1447 131, bei welcher beim Lösen der
« Reibverbindung zwischen dem Bandteller, auf welchem die Tonbandspule ruht, und dem Antriebsteller ein Anheben des Bandtellers erfolgt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Antriebsvorrichtung für ein Tonbandgerät, insbesondere Kas-
bo settentonbandgerät, zu schaffen, bei der die Kupplung, welche die Reibverbindungen zwischen einer drehfesten Bremsscheibe und dem Spulenkernmitnehmer herstellt, so ausgebildet ist, daß bei einem Wechsel der Reibverbindungen eine Höhenverstellung der Spulenkernmitnehmer und damit der Tonbandspulen vermieden wird.
Diese Aufgabe wird bei der Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß jeweils zwischen dem durch ein Einstellglied axial verschiebbaren Antriebsteller und dem Spulenkernmitnehmer eine auf der als feststehender Achsbolzen ausgebildeten Achse frei drehbare und axial verschiebbare, mit dem Spulenkernmitnehmer mitdrehende Mitnahmescheibe und zwischen dem Antriebsteller und der Mitnahmescheibe die drehfeste Bremsscheibe so angeordnet sind, daß auf der Seite der gezogenen Tonbandspule der AntriebsteUer von der Mitnahmescheibe, die auf der Bremsscheibe aufliegt, frei ist und auf der ziehenden Seite der Tonbandspule der AntriebsteUer mit der Mitnahmescheibe, die von der Bremsscheibe abgehoben ist, in Eingriff steht. Vorteilhaft ist bei der Erfindung noch, daß durch die feststehende Anordnung der Bremsscheibe am feststehenden Achsbolzen keine Vibrationen des Antriebstellers von der gebremsten Seite her auf das Tonband übertragen werden.
Ein Ausführungsbeispiel ist im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Kassettentonbandgerät in Perspektive und
Fig. 2—4 Schnitte durch eine Antriebsvorrichtung des Kassettentonbandgerätes der Fig. 1.
Das Kassettentonbandgerät besitzt ein rechteckiges Gehäuse 1, dessen Größe und Form so gehalten sind, daß es auch als Einschubgerät für Kraftfahrzeuge Verwendung finden kann. Das Gehäuse 1 besitzt eine Frontplatte 2, auf welcher sämtliche Bedienungselemente angeordnet sind. In einer T-förmigen Schlitzführung der Frontplatte ist ein Schaltknopf 3 in vier Betriebsstellungen bewegbar. Darunter befindet sich ein Umspulknopf 4.
In dem Gehäuse 1 ist eine Kassettenaufnahme 8 gegen den Druck einer Feder 9 verschiebbar gelagert. Nach dem Einführen einer Kassette in die Kassettenaufnahme 8 wird die Kassettenaufnahme 8 gegen die Wirkung der Feder 9 nach unten gedrückt, wobei die Kassette in Arbeitsposition gebracht wird. Dabei rastet die Kas«ettenaufnahme 8 ein. Zur Entnahme der Kassette wird eine Kassettenentnahmetaste 12 eingedrückt, welche die Kassettenaufnahme 8 entriegelt, so daß diese auf Grund der Federkraft der Feder 9 nach oben schnellt. Anschließend wirft ein Kassettenauswerfer die Kassette 6 aus. Ein Zählwerk 15 mit NuIl-Rückstelluagsknopf ist ebenfalls vergesehen. Im hinteren Teil des Gehäuses 1 sind sechs Batterien 23 liegend untergebracht.
Ein einziger Antriebsmotor 25 besitzt auf gegenüberliegenden Seiten dfc beiden Wellenenden 26, 27, welche ständig nur in der durch Pfeil gekennzeichneten Drehrhhtung drehen. Die Drehrichtung des Antriebsmotors wird also bei den verschiedenen Betriebszuständen, Wiedergabe oder Aufnahme, Voroder Rücklauf de* Tonbandes (Spur 1 oder Spur 2), »schnelles Vorspulen« oder »schnelles Rückspulen« eines Tonbandes 5 nicht verändert.
Auf dem Wellenende 26 befindet sich eine Riemenscheibe 28, die einen Riemen 29 treibt, welcher zunächst mit seinem ziehenden Trum entgegen dem Uhrzeigersinn um ein Schwungrad 31 und anschließend im Uhrzeigersinn um ein Schwungrad 32 geführt ist. Eine Stützrolle 34 sorgt für ein gutes Rücklaufen des Rücktrums des Riemens 29 auf die Riemenscheibe 28. Jedes Schwungrad 31, 32 trägt eine Tonwelle 35 bzw. 36. Das Gerät besitzt also zwei im Abstand voneinander angeordnete Tonwellen, von denen die eine das Tonband 5 im Betrieb »Seite 1« und die andere
im Betrieb »Seite 2« fördert. Durch die Riemenführung des Riemens 29 werden die Schwungräder 3J, 32 gegenläufig angetrieben, so daß Einflüsse äußerer Winkelbeschleunigung sich nicht in Drehzahlschwankurigen auf die Tonwellen 35, 36 auswirken können. Das Gerät kann also auch beim Gehen betrieben und hin-und hergeschwenkt werden, ohne daß »Jaultöne« auftreten. Die Tonwellen 35,36 sind über Radiallager 37 und Flanschlagergehäuse 38 an einer Zwischenträgerplatte 39 angeordnet. Die Schwungräder 31, 32 sind im Bereich ihrer Fortsätze 41,42 auf die unteren Enden der Tonwellen 35,36 gepreßt. Die unteren Enden der Tonwellen 35, 36 sind bei 132 (Fig. 4) kuppenförmig ausgebildet und lagern axial in nicht dargestellten Lagerpfannen im Boden 43 des Gehäuses 1. An ihrem oberen Ende sind die Tonwellen 35, 36 ebenfalls bei 133 kuppenförmig ausgebildet und lagern je axial in einer Kunststoffpfanne in einem Fortsatz 44 eines Flanschlagergehäuses 38.
Das Wellenende 27 des Motor« 26 besitzt eine Zweistufen-Riemenscheibe, welche bei 45 einen kleineren und bei 46 einen größeren Durchmesser besitzt. Der Durchmesser bei 46 kann dem Durchmesser der Motorwelle entsprechen. Über einen Treibriemen 47 werden über Kupplungen 48, 49 Bandspulen 51, 52 angetrieben, wobei das ziehende Trum des Riemens 47 im Uhrzeigersinn um die Kupplung 48 und entgegen dem Uhrzeigersinn um die Kupplung 49 geführt ist, so daß auch hier ein gegenläufiger Drehsinn erzielt wird. In der Aufnahme- und Wiedergabestellung des Gerätes läuft der Riemen 47 auf der kleineren Stufe 45. Die größere Riemenscheibe 46 ist für den Schnell-Rück- und Schnell-Vorlauf bestimmt. Der Wechsel von Langsamlauf auf Schnellauf im Bereich der Kupplung des Treibriemens 47 mit Doppelriemenscheibe 45, 46 wird mit einer Schaltgabel 53 erreicht. Eine Kerbe 54 erleichtert dabei das Heraufklettern des Riemens 47 auf die größere Riemenscheibe 46. Die Bewegung der Schaltgabel S3 zur Riemenumschaltung wird durch die Betätigung des Urpspulknopfes 4 eingeleitet. Dieser ist in einem Schlitz der Frontplatte 2 verschiebbar, wobei das Tonband in der Durchlaufrichtung schnell umgespult wird, in die der Umspulknopf 4 verschoben wird im allgemeinen »Vorspulen« bei Verschiebung nach links und »Rückspulen« bei Verschiebung nach rechts. Der Umspulknopf 4 ist an einem Schenkel 55 eines Winkelhebels 56 angeordnet, welcher um einen Schraubbolzen 57 verschwenkt wird. Am anderen Schenkel 139 des Winkelhebels 56 ist eine V-förmige Kurve 58 eingebracht, durch welche über einen Bolzen 59 ein Hebel 61, welcher bei 62 drehbar gelagert ist, verschwenkt wird, welcher wiederum mit seinem rechten Ende über ein Federelement 63 einen bei 64 gelagerten Hebel 65 verschwenkt, welcher die Schaltgabel 53 trägt. Die Schaltgabel 53 ist mittels einer Schraube 66 auf dem Hebel 65 befestigt. Sie begrenzt den Ausschlag des Hebels durch Anschlag an die Ränder eines Loches 67 in der Grundplatte 43. Das Fe-) derelement 63 ermöglicht einen Bewegungsausgleich, der erforderlieh ist, da eine kleine Zeitspanne verstreicht, bis der Treibriemen 47 zwischen den Stufen 45 und 46 gewechselt hat.
Der Bolzen 59 wird durch die Kraft einer Feder 68 in Anlage an dir Kurve 58 gehalten und kann bei Endstellungen in Rastkerben 69 einrasten. Das andere Ende der Feder 68 ist mit einem Stehbolzen verbunden, welcher auf einer Schaltstange 83 befestigt
ist. In den Stehbolzen 71 greift ein Winkelhebel 72 mit seinem gegabelten Ende 70. Ein anderer Schenkel 73 des Winkelhebels 72 greift mit seinem Ende bei 75 in eine Schaltstange 74, an deren vorderem Ende die Kasseitcncntnahmctaste befestigt ist. Über einen weiteren Sichenkel 76 der Feder 9 wird ein Klinkenhebel 77 nach links in Anlage zur Einrastung an einer entsprechenden Kante 78 der Kassettenaufnahme 8 gebracht, so daß diese damit in ihrer Stellung fixiert ist. Zur K.assettenentnahme wird auf den Knopf 12 gedrückt, wodurch ein Mitnehmerdraht 79 den Klinkenhebel 77 nach rechts verschwenkt und außer Eingriff mit der Kante 78 bringt. Das Kassettenaufnahmeteil 8 wird dadurch freigegeben und durch die Feder 9 nach oben geschnellt. Dabei ist das Kassettenauf nahmeteil 8an Fiihrungsstangen81,82 geführt, wobei von der Führungsstange 82 nur der untere Teil abgebrochen dargestellt ist.
HniP.ählTiC der K^SSCtt? sow'C
Hnrhfiihrrn
der KasscUenaufnahnie 8 wird über eine Schaltstange 84 ein Tonkopf 85. welcher das Tonband 5 abtastet, abgedrückt. Diese Schaltstange 84 sitzt rechtwinkelig auf dem Ende einer Schaltstange 83. welche mit dem Stehbolzen 71 und mit dem gegabelten Ende 70 des Winkelhebels 72 verschoben wird, wenn die Schaltstange 74 bei Betätigung der Kassettenentnahmetaste 12 bewegt wird. Das obere Ende 86 der Schaltstangc
84 drückt hierbei auf einen Fortsatz 87 eines Schlittens 88, welcher auf drei Stiften 89 an einer Brücke 91 geführt ist. An diesem Schlitten 88 ist der Tonkopf
85 gegebenenfalls zusammen mit einem Löschkopf befestigt, so daß dieser mit dem Schlitten zurückgezogen wird. Das Zurückziehen des Tonkopfes 85 geschieht gegen den Druck einer Feder 92. Der Tonkopf 85 wird auch dann abgehoben, wenn der Winkelhebel 56 bei Verschieben des Umspulknopfes 4 bewegt wird. Hierbei wird die Schaltstange 83 und damit die Schaltstange 84 über Nasen 93 bewegt.
Zum Betrieb des Gerätes im Normallauf für Spuren 1 und 2 wird über den Schaltknopf 3 ein zugeordneter Elektromagnet 94 bzw. 95 eingeschaltet. Der Magnet 94 zieht eine Ankerplatte 96 an, die in einem Schneidenlager 97 gelagert ist, wobei mit einem Fortsatz 98 die Nase 99 eines Schwenkhebels 101 mit diesem bewegt wird. Durch das Verschwenken dieses Schwenkhebels 101 in Uhrzeigerrichtung drückt eine Andruckrolle 102 das Tonband 5 an die Tonwelle 36, so daß der Fördervorgang des Tonbandes beginnt. Gleichzeitig drückt ein Fortsatz 103 auf einen Schenkel 104 eines Winkelhebels 105 und verschwenkt diesen entgegen dem Uhrzeigersinn um seine federnde Lagerung 106. Dabei wird der Schenkel 107 leicht angehoben und betätigt mit seinem Gabelende 108 die Kupplung 48. Der Aufbau und die Arbeitsweise der Kupplungen 48,49 ist im einzelnen aus den Fig. 6 bis 10 ersichtlich.
Jede der beiden Kupplungen 48, 49 besitzt einen Antriebsteller 109 bzw. 109', welcher ausgehöhlt ist und eine Stufe 109a bzw. 109a' besitzt. Die Antriebsteller werden von dem Treibriemen 47 ständig in entgegengesetzter Drehrichtung angetrieben. Die Geschwindigkeit beim Umspulen ist jedoch, wie bereits beschrieben, höher als bei den Normalfunktionen »Aufnahme« und »Wiedergabe«. Der Antriebsteller 109,109' ist auf einem feststehenden Achsbolzen 137 bzw. 137' axial verschiebbar. Auf dem Achsbolzen ist unverdrehbar eine Bremsscheibe 138 bzw. 138' befestigt. Weiterhin ist auf dem Achsbolzen 137,137' eine
Mitnahmcschcibc 117 bzw. 117' axial gleitend angeordnet, welche einen nahenförmigen Fortsatz 141 bzw. 14Γ hat, auf dem eine als Schraubenfeder ausgebildete Druckfeder 136 bzw. 136'sitzt. Die Feder 136 bzw. 136' stützt sich einerseits an der Mitnahmescheibe 117 bzw. 117' und andererseits an einem Spulenkernmitnehmer 135 bzw. 135' ab, welcher von der Mitnahmescheibe 117 bzw. 117'bei ihrer Drehbewegung mitgenommen wird. Jeder Spulenkernmitnehmer 135 bzw. 135' besitzt eine Sackbohrung 135 a bzw. 135a' mit mehreckigem Querschnitt. Er gleitet axial auf einem nabenförmigen Fortsatz 141 bzw. 14Γ der Mitnahmeseheibe 117 bzw. 117'. welcher denselben Querschnitt besitzt. Der Spulenkernmitnehmer 135 bzw. 135' wird von der auf dem nabenförmigen Fortsatz 141 bzw. 14Γ sitzenden Schraubenfeder 136 an einem oberen Anschlag 137« bzw. 137a' des Achsbolzens 137 bzw. 137' angedrückt. Weiterhin sitzt auf Hem Achsbolzen 137 bzw. 137' ein Anschlae 142 bzw. 142', welcher in der Sackbohrung 135« bzw. 135«' des zugeordneten Spulenkernmitnehmers 135 bzw. 135' liegt und welcher die Bewegung der Mitnahmescheibe 117 bzw. 117' nach oben begrenzt. An der Unterseite der Mitnahmescheibe 117 bzw. 117' ist ein als Bremsbelag wirkender ringförmiger Filzbelag 134 bzw. 134' befestigt.
Diese Anordnung ermöglicht nun die Übertragung verschiedener Drehmomente oder Bremsmomente von den ständig gegensinnig rotierenden Antriebstellern 109.109' auf die Tonbandspulen 51, 52 entsprechend den verschiedenen Funktionen des Gerätes.
Der Antriebsteller 109 bzw. 109' kann durch Verschwenken des Winkelhebcls 105 bzw. 105' aus seiner ersten Stellung in eine zwei··- Stellung angehoben werden, wie dies bereits beschrieben wurde. Für die Umspulvorgänge erfolgt eine Anhebung der Antricbsteller 109 bzw. 109'über die zweite Stellung hinaus bei Verschwenken des Umspulknopfes 4 über den Winkelhebel 56 und einen Federdraht 111 welcher sich an einer Kante 112 einer Aussparung des Winkelhebels 56 abstützt und welcher an der Gabel des Schenkels 107 bzw. 107' befestigt ist. Wenn der Winkelhebel nach links oder rechts ausschwenkt, bis die Einrastung des Bolzens 59 in die Rastkerben 69 dei V-förmigen Kurve 58 erfolgt, wird der Federdraht 111 bzw, 111' hochgedrückt, bis die Nabe der Mitnahmescheibe 117 an dem Anschlag 142 anliegt. Der Tonkopf 85 wird durch die Nasen 93 und den Schalthebe 84 zurückgeschoben, so daß ein Verschleiß des Tonkopfes durch Reibung an dem Tonband während dei Umspulvorgänge vermieden wird. Der Antrieb de: Zählwerkes 15 erfolgt über einen Schneckentrieb 113 eine Riemenscheibe 114, einen Treibriemen 115 unc eine Riemenscheibe 116, welche auf der Mitnahmescheibe 117 der Kupplung 48 sitzen. Ist nun ein« Bandspule 51 oder 52 leergewickelt, so rutscht di« Kupplung durch. Die obere Mitnahmescheibe 11" und damit die Riemenscheibe 114 stehen still. Au dem Schneckentrieb 113 sind Leiterstücke 118 ange bracht. Ein Abnehmer 119 liefert bei Stillstand de Schnecke 113 keine Impulse mehr an eine entspre chende Transistorschaltung, die dann den Motor 2i abschaltet. Dieser Umstand ist für Kassettengerät« von großer Bedeutung, da bei denselben das Tonbam fest mit der zugeordneten Spule verbunden ist. Es win also verhindert, daß das durch die Andrückrolle 102 an die laufende Tonwelle angedrückte Tonband be schädigt wird. Außerdem zeigt die Erfahrung, daß be
Batteriebetrieb häufig ein Abschalten des Gerätes vergessen wird, wenn eine Seite des Tonbandes abgelaufen ist, da sich Jas Gerät akustisch nicht mehr bemerkbar macht. Die Abschaltung des Motors verhindert, daß sich die Batterien 23 erschöpfen.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende:
Nac}> -lern Aufsetzen der Kassette auf das Laufwerk rasten dit Spulenkernmitnehmer 135, 135' in sternförmige Mitnahmeöffnungen der Tonbandspulen ein. Wenn der Mitnehmer nicht mit der zugeordneten Öffnung übereinstimmt, wird er gegen die Wirkung der Druckfeder 136. 136' etwas zurückgedrückt. Er rastet dann ein, wenn er mit seiner Drehung beginnt. Durch den Motor 25 weiden über den Treibriemen 29 die Schwungräder 31, 32 und die zugeordneten Tonwellen 35, 36 gegenläufig angetrieben. Weiterhin werden die Teller 109,109' von dem Treibriemen 47 ebenfalls gegenläufig angetrieben. Die Teuer 109, 109' hpfinden sich in ihrer untersten Stellung, in der sie keine Berührung mit den Mitnahmescheiben 117, 117' haben und dementsprechend leer laufen. Der innere Bereich der Filzbeläge 134, 134' der Mitnahmescheiben 117, 117' wird je von der zugeordneten Druckfeder 136, 136' mit definiertem Druck auf die zugeordnete Bremsscheibe 138, 138' gedrückt, so daß ein bestimmtes Bremsmoment gegen Verdrehung erzielt wird. Wenn nun der Schaltknopf 3 nach rechts oder links, und zwar zum Abspielen oder Bespielen der Seite 1 bzw. der Seite 2 gedrückt wird, dann wird, wie bf schrieben, einer der Antriebsteller 109 bzw. 109' von dem gabelförmigen Ende 108 des Schenkels 107 angehoben, und zwar in die in Fig. 2 dargestellte erste Stellung »Aufnahme oder Wiedergabe«.
Die Stufe 109a bzw. 109a' des Antriebstellers 109 bzw. 109' kommt dabei im Eingriff mit dem äußeren Bereich des Filzbelages 134 bzw. 134'. Die Mitnahmescheibe 117 wird von der Bremsscheibe 138 abgehoben. Die Druckfeder 136 wird weiter zusammengepreßt. Der Filzbelag 134 der Mitnahmescheibe 117 wird mit der Federkraft auf eine zugeordnete Stufe des Antriebstellers gedrückt. Damit wird auf den Spulenkernmitnehmer 135 ein bestimmtes Drehmoment übertragen. Das Tonband 5 wird im Sinne der Darstellung in Fig. 2 von rechts nach links gefördert. Da der Antriebsteller 109' sich nach wie vor in seiner unteren Stellung befindet, wird der vom Tonbandablauf in Drehung versetzte Spulenkernmitnehmer 135' durch den auf die Bremsscheibe 138' von der Feder 136' aufgedrückten Filzbelag gebremst. Das Bremsmoment ist jedoch wegen der geringeren Federkraft des kleineren Durchmessers des Bremstellers wesentlich kleiner als das Antriebsdrehmoment. Von besonderer Bedeutung ist, daß trotz des ständigen Umlaufs der Antriebsteller 109, 109' die Bremsung gegen einen feststehenden Bremsteller erfolgt. Damit wird verhindert, daß Vibrationen des Antriebstellers 109 auch von der gebremsten Seite her auf das Tonband 5 übertragen werden, was zu einer wesentlichen Verschlechterung des Gleichlaufes führen würde. Mit der Betätigung des Schaltknopfes 3 wurde weiterhin, wie beschrieben, die Bandandruckrolle 102 angelegt, so daß diese das Tonband 5 an die Tonwelle 36 andrückt. Die Bandandruckrolle 102' verbleibt dagegen abgeschwenkt. Der Tonkopf 85 ist eingedrückt. Beim Umschalten auf die andere Spur werden der Antriebsteller 109 abgesenkt und der Antriebsteller 109' angehoben. Ebenso werden die Bandandnickrolle 102 abgeschenkt und die Bandandnickrolle 102' an
das Tonband 5 angedrückt, so daß sich die Rollen entsprechend vertauschen. Da der Motor, die Schwungscheibe und die Antriebsteller nach wie vor im gleichen Drehsinn rotieren, treten bei der Umschaltung keine Trägheitsverzögerungen auf. Das Tonband wird sofort mit seiner Sollgeschwindigkeit gefördert. Dasselbe gilt, wenn sich der Schaltknopf 3 in seiner mittleren Stoppstellung befunden hat. Dies ist besonders bei Tonbandaufnahmen wichtig, da sie ansonsten bei langsamem Anlauf des Tonbandes auftretenden Einschaltverzerrungen vermieden werden.
Durch die elektrische Steuerung der Andruckrollen ur.d Aufwickelkupplungen bei Normallauf sind neben dem schnellen und fernsteuerbaren Laufrichtungswechsel, der auch für Repetierbetrieb verwendet werden kann, weitere Bedienungsvereinfachungen möglich:
1. Bei geschaltetem Start Umspulen mit anschließender Wiedergabe,
2. bei geschaltetem Start Kassettenwechsel mit anschließender Wiedergabe.
Wenn der Umspulknopf 4 in seine Stellung »schnelles Vorspulen des Tonbandes« verschoben wird, dann wird - wie in Fig. 3 dargestellt - der Antriebsteiler 109 von dem Federdraht 111 weiter angehoben, bis die obere als Kuppe ausgebildete Stirnfläche des Fortsatzes 141 an dem Anschlag 142 anliegt. Dadurch wirkt der durch den Federdraht 111 erhöhte Druck und nicht mehr der geringere Anpreßdruck der Druckfeder 136 auf den Filzbelag 134. Es wird dementsprechend ein höheres Drehmoment als bei den Normalfunktionen auf den Spulenkernmitnehmer 135 übertragen. Die Schaltgabel 53 drückt den Treibriemen 47 in Richtung auf den Motor 25, so daß er auf die einen größeren Durchmesser aufweisende Stufe 46 aufläuft. Der Antriebsteller 109 dreht sich mit höherer Geschwindigkeit und nimmt infolge des großen Anpreßdruckes die Mitnahmescheibe 117 mit, so daß das Tonband 5 mit der größtmöglichen Geschwindigkeit vorgespult wird. Die Vorspulung erfolgt gegen ein konstantes Bremsmoment des Tonbandes entsprechend der Bremskraft des Filzbelages 134' auf der feststehenden Bremsscheibe 138'. Damit wird ein gleichmäßig straffer Wickel des Tonbandes erzielt, was sich wiederum günstig auf das Abspielen desselben auswirkt.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Stellung »Rückspulen« sind die Rollen der beiden Kupplungen 48, 49 vertauscht.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich — verbunden mit der ständigen Rotation des Motors 25, der Schwungräder 31,32 und der Antriebsteller 109,109' in einem Drehsinn und mit derselben Drehgeschwindigkeit aus der Tatsache, daß die Bewegung der Andnickrollen 102 und 102' synchron und zwangsläufig mit der Bewegung der Antriebsteller 109 bzw. 109' erfolgt, d. h. die Bewegungen werden jeweils von nur einem Elektromagneten 94 bzw. 95 verursacht, wobei durch das Anziehen der Ankerplatte 96 bzw. 97 der die Andruckrolle 102 bzw. 102' tragende Schwenkhebel 101 bzw. 101' verschwenkt und gleichzeitig das Gabelende 108 bzw. 108' angehoben wird. Dadurch werden Anlaufverzerningen vermieden. Das Tonband kann nicht durchrutschen, wie dies der Fall sein könnte, wenn die Andrückrolle etwas verspätet das Tonband zwischen sich und der Tonwelle einspannen würde. Das Tonband eignet sich dementsprechend auch für anspruchsvolle Aufnahmetechniken, z. B. schallgesteu-
erten Stop/Start, Überspielen, Einblenden usw. Das Tonbandgerät besitzt noch Löschköpfe 144 und 144', die ebenfalls wie der Tonkopf 85 an dem Schlitten 88 befestigt sind, so daß sie bei den Umspulvorgängen ebenfalls vom Tonband 5 abgehoben werden. Die Einschaltung des entsprechenden Löschkopfes bzw. Tonkopfes erfolgt durch entsprechende Umschalter 146,146', weiche auf dem zugeordneten Elektromagneten 94,95 angebracht sind und von Schenkeln 147
ίο
bzw. 147' einet Schneidenlageroberteiles 148 bzw. 148' betätigt werden.
An der Rückseite des Gehäuses 1 ist noch eine Stcckbuchsc 149 vorgesehen. Über diese wird zur Schonung der Batterien 23 eine Stromversorgung hergestellt, wenn das Gerät als Einschubgerät in das Armaturenbrett eines Kraftfahrzeuges oder in einem größeren Gerät, z. B. einem Rundfunkgerät oder Schallplattengerät, verwendet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Antriebsvorrichtung für ein Tonbandgerät, insbesondere Kassettentonbandgerät mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Achsen, auf denen zwei Spulenkernmitnehmer für die Tonbandspulen und zwei von einem in allen Betriebsstufen im gleichen Drehsinn rotierenden Antriebsmotor gegensinnig angetriebene axial verschiebbare Antriebsteller frei drehbar angeordnet sind und mit Kupplungen, welche für jeden der beiden Spulenkernmitnehmer Reibverbindungen entweder mit dem zugeordneten Antriebsteller oder einer drehfesten Bremsscheibe schaffen, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen dem durch ein Einstellglied axial verschiebbaren Antriebsteller (109, 109') und dem Spulenkernmitnehmer (135,135') eine auf der als feststehender Achsbolaen (137, 137') ausgebildeten Achse frei drehbare und axial verschiebbare, mit dem Spulenkernmitnehmer mitdrehende Mitnahmescheibe (117, 117') und zwischen den Antriebstellern und der Mitnahmescheiben die drehfesten Bremsscheiben (138, 138') so angeordnet sind, daß auf der Seite der gezogenen Tonbandspule der Antriebsteller (109, 109') von der Mitnahmescheibe (117, UT), die auf der Bremsscheibe (138,138') aufliegt, frei ist und auf der ziehenden Seite der Tonbandspule der Antriebsteller (109, 109') mit der Mitnahmescheibe (117, 117'), die von der Bremsscheibe (138, J 38') abgehoben ist, in Eingriff steht.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Mitnahmescheibe (117, 117') und dem Spulenkernmitnehmer (135, 135') eine Feder (136, 136') angeordnet ist, durch welche die Mitnahmescheibe (117, 117') gegen die Bremsscheibe (138, 138') oder in der von der Bremsscheibe abgehobenen Stellung gegen den Antriebsteller (109, 109') gedrückt ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Bremsscheibe (138,138') und dem Antriebsteller (109, 109') zugewandten Fläche der Mitnahmescheibe (117,117') ein ringförmiger Reibbelag (134,134') angeordnet ist, dessen innerer Bereich zur Anlage an der Bremsscheibe und dessen äußerer Bereich zur Anlage an einer Stufe (109a, 109a') des Antriebstellers kommen kann.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (136,136') als Schraubenfeder ausgebildet ist, die sich mit ihrem einen Stirnende an der Mitnahmescheibe (117,117') und mit ihrem anderen Stirnende an dem Spulenkernmitnehmer (135, 135') abstützt und welche beim Anliegen des inneren Bereichs des Reibbelages (134, 134') an der Bremsscheibe (138,138') einen ersten definierten Anpreßdruck und in einer angehobenen Stellung der Mitnahmescheibe (117, 117') und des Antriebstellers (109,109') einen zweiten definierten Anpreßdruck beim Anliegen des äußeren Bereichs des Reibbelages (134, 134') an der Stufe (109a, 109a') des Antriebstellers schafft.
5. Antriebsvorrichtung nach Ansprucn 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkernmit-
nehmer (135, 135') eine Sackpahrung mit mehreckigem Querschnitt aufweist und die Mitnahmescheibe (117, 117') einen denselben Querschnitt aufweisenden nabenförmigen Fortsatz (141,141') besitzt, welcher gleitend in der Sackbohrung geführt ist.
6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Achsbolzen (137, 137') ein in der Sackbohrung des Spulenkernmitnehmers (135, 135') sich befindender feststehender Anschlag (142,142') angeordnet ist, an welchem die dem Spulenkernmitnehmer zugeordnete Stirnfläche des nabenförmigen Fortsatzes (141, 141') beim Anheben derselben zur Anlage kommt.
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