DE2017140B2 - Verfahren zur herstellung hochwertiger brillenmittelteile aus ausgehaertetem plattenmaterial aus kunststoff - Google Patents
Verfahren zur herstellung hochwertiger brillenmittelteile aus ausgehaertetem plattenmaterial aus kunststoffInfo
- Publication number
- DE2017140B2 DE2017140B2 DE19702017140 DE2017140A DE2017140B2 DE 2017140 B2 DE2017140 B2 DE 2017140B2 DE 19702017140 DE19702017140 DE 19702017140 DE 2017140 A DE2017140 A DE 2017140A DE 2017140 B2 DE2017140 B2 DE 2017140B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glasses
- blank
- pads
- shape
- plate material
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000000463 material Substances 0.000 title claims description 28
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 13
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 42
- 238000004049 embossing Methods 0.000 claims description 16
- 238000004080 punching Methods 0.000 claims description 3
- QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-M Acetate Chemical compound CC([O-])=O QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 2
- 238000007598 dipping method Methods 0.000 claims description 2
- 238000000227 grinding Methods 0.000 claims description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims description 2
- 238000003801 milling Methods 0.000 claims description 2
- 238000005498 polishing Methods 0.000 claims description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 6
- 230000005499 meniscus Effects 0.000 description 5
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 3
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 2
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 2
- 241000217377 Amblema plicata Species 0.000 description 1
- 101001034830 Mus musculus Interferon-induced transmembrane protein 5 Proteins 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 210000004709 eyebrow Anatomy 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 239000002344 surface layer Substances 0.000 description 1
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D12/00—Producing frames
- B29D12/02—Spectacle frames
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Eyeglasses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hersteling hochwertiger Brillenmittelteile aus ausgehärte-
:m Plattenmaterial aus Kunststoff wie z. B. Acetat lit folgenden Arbeitsgängen:
a) Ausstanzen eines die Umrisse des fertigen Brillenmittelteils
aufweisenden Brillenrohlings aus dem erwärmten Plattenmaterial, in dem das Plattenmaterial zwischen zwei Fonnhälften, die
im geschlossenen Zustand einen im wesentlichen die Form des BrillenmiUelteils aufweisenden
Hohlraum begrenzen, einem erhöhten Druck ausgesetzt und gegebenenfalls überstehende
Teile des Plattenmaterials abgequetscht werden.
b) Bilden zweier Glasnuten in beiden später der Aufnahme von Gläsern dienenden Ausnehmungen
des Rohlings.
c) Bilden zweier Gelenksitzausnehmungen. Einsetzen je einer Gelenkseite in jede Gelenkstt/.-ausnehmung.
Anbringen zweier Pads auf die Rückseite des BrillenmiUelteils unterhalb der
Brücke, Bearbeiten der einander zugewandten Flächen der Pads, Fräsen der Ober- und Unterkante
der Pads, Tauchen des Briüenmittelteils
in mit Schleif- oder Poliermaterial gefüllten Trommeln.
Ein solches Verfahren ist aus der GB-PS 645 356 bekannt.
Bei diesem bekannten Verfuhren werden zwei iir
wesentlichen plattenförmige Formhälfteu verwendet,
von denen die eine, untere, im wesentlichen nur die Außenränder des Brillenmitteiteils, also die Außenkanten
der Linsenfassungen, und die andere, obere, im wesentlichen die inneren Kanten der Linsenfassungen
begrenzen. Die untere Formhälfte trägt auf einer ebenen Platte einen der Außenkontur des Brillenmittelteils
entlang verlaufenden relativ schmalen Wall mit ebener Stirnfläche, dessen Innenrand im wesentlichen
den Verlauf des äußeren Randes des Brillenmittelteils bestimmt. Innerhalb des Walls ist die
Grundplatte dieser Formhälfte innerhalb der später von den Linsen eingenommenen Bereiche mit Mulden
versehen, in die das zwischen den Formhälften zusammengedrückte
Material ausweichen kann, und aus denen es gegebenenfalls durch Bohrungen austreten
kann. Die obere Formhälfte trägt ebenfalls auf einer Platte in ihrer Form dem lichten Querschnitt der Linsenöffnungen
entsprechende Platten, deren Dicke der Höhe des Walls der unteren Formhälfte entspricht.
Der die Innenkontur der Linsenöffnungen des Brillenmittelteils bestimmende äußere Rand dieser Platten
verläuft noch in einem radialen Abstand von dem Rand der zentralen Mulden. Demgemäß liegt bei geschlossenen
Formhälften die obere Stirnfläche des Walls, deren Breite mit der Breite der Rahmensehenkel
des Brillenmittelteils vergleichbar ist, unmittelbar an der Grundplatte der oberen Formhälfte an, deren
Platten, in einem Randstreifen zwischen dem inneren Fassungsrand des Brillenmittelteils und dem Rand der
Mulden ebenfalls flächig an der Grundplatte der unteren Formhälfte anliegen. Zum Hersteilen des Brillenmittelteils
wird eine auf etwa 115 C erhitzte Kunststoffplatte
zwischen die beiden Formhälften gebracht, wonach die beiden Formhälften mit einer Kraft von
2 bis 3 to pro Brillenmittelteil zusammengedrückt werden.
Dieses Verfahren hat zumindest die folgenden Nachteile:
1. Im Bereich der Stirnflächen des Walls der unteren
Formhälfte und im Bereich der ringförmigen Anlagefläche zwischen den Platten der oberen
Formhälfte und der Grundplatte der unteren Formhälfte treten zwangsläufig folienlörmige
Überstände auf, die umfangreiche Nacharbeiten erfordern.
2. Das Kunststoffmaterial muß so weit aufgeheizt sein, daß es gut fließen kann, d. h. es muß von
vornherein sehr weich sein. Dies bedeutet aber, daß das Kunststoffmaterial während des Schließens
der Formhälften praktisch ungehindert über die Stirnfläche des Walls nach außen und vom
Inneren der Form durch den Formkanal hindurch austreten kann. Dies hat aber zur Folge,
daß bei dem bekannten Verfahren keine Verdichtung des Kunststoffmaterials auftritt, so daß
die Druckanwendung keinerlei Verbesserung der Stabilität des fertigen Brillenmittelteils zui
Folge hat. Vielmehr ist es so, daß ein erheblichei Teil des Kunststoffmaterials beim Zusammen
pressen der Formhälften zwangsläufig eine Be wegung in radialer Richtung, d. h. rechtwinklij
zum Verlauf der Rahmenschenkel der Linsen fassungen erfährt, so daß dem Materialgefüg'
eine in diese Richtung weisende Struktur aufge prägt wird, die aber seine Bruchfestigkeit gege
Kräfte, die senkrecht zur Ebene des Brillenmit ielteiis «ingieifen. notwendig vermindert. Kraft
in dieser Richtung werden aber gerade angewendet, wenn das Mittelteil der Meniskenbiegung
unterworfen wird, und die auch bevorzugt beim normalen Gebrauch der Brille auftreten. Die
Stabilität des Brillenmittelteils wird also bei Anwendung des bekannten Verfahrens keineswegs
verbessert, eher sogar verschlechtert.
3. Wegen des beim Zusammenpressen der Formhälften auftretenden beträchtlichen Maierialstromes
kann nicht sogenanntes gewölktes Material verwendet werden, da sich die Wolkung
Undefiniert verändern und wegen der infolge der hohen Temperatur möglichen Durchmischung
des Kunststoffmaterials möglicherweise sogar verschwinden würde.
4. Schließlich bedingt die bei dem bekannten Verfahren erforderliche hohe Arbeitstemperatur einen
erhöhten apparativen Aufwand hinsichtlich der erforderlichen Heiz- und Kühleinrichtungen,
wobei das Aufheizen und Abkühlen auch die Arbeitsgeschwindigkeit des bekannten Verfahrens
vermindert.
Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das es gestattet,
hochwertige, einfarbige, mehrfarbige, gewölkte, gestreifte usw. Brillenmittelteile rationell und billig so
herzustellen, daß die fertigen Brillenmittelteilt; auch
eine erhöhte Stabilität aufweisen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Brillenrohling unter Druck in einem Gesenk
geprägt wird, dessen Hohlraum im geschlossenen Zustand der Prägewerkzeughälften der Form des fertigen
Brillenmittelteils entspricht.
Dieses Verfahren vermittelt zumindest die folgenden Vorteile:
Das Kunststoffmaterial des in dem Gesenk geprägten Brillenrohlings kann, während es dem Prägedruck
ausgesetzt ist, nicht ausweichen, so daß der Prägedruck voll auf das Kunststoffmaterial übertragen und
dieses einer erheblichen Verdichtung unterworfen wird, die die Bruchfestigkeit des Brillenmittelteils erheblich
verbessert. Es wird im Kunststoffmatcrial keine Vorzugsrichtung der Materialstruktur erzeugt,
sti daß dessen Festigkeit gegen in beliebiger Richtung
auftretende Beanspruchungen erhöht ist.
Da aus dem Gesenk kein Material entweichen kann, treten auch keinerlei folienförmige Fahnen
od. dgl. auf, die beseitigt werden müssen, bevor das geprägte Briüenmittelteil den zur Endfertigung notwendigen
Arbeitsgängen unterworfen wird.
Es genügt, den Brillenrohling so weit zu erwärmen, daß das Kunststoffmaterial in einer Oberflächenschicht
seine Elastizität verliert, damit es nicht nach dem Prägevorgang elastisch wieder seine ursprüngliche
Form annimmt. Das Erwärmen des Brillenrohlings und gegebenenfalls das Abkühlen des geprägten
Brillenmittcltcils erfordert daher keinen großen technischen Aufwand, insbesondere ist es nicht notwendig,
die Formhälften zu beheizen oder zu kühlen. Man erreicht pro Prägeform einen erheblich höheren Ausstoß
pro Zeiteinheit als bei dem bekannten Verfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher sehr gut
für eine kostengünstige Massenfertigung qualitativ hochwertiger Brillenmittelteile geeignet.
Weitere Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausfiihrungsbeispiele
hervor. In der Zeichnung zeigt
Fi p. 1 die Vorderansicht eines Brillenmittelteil;· mit
gebogener Brücke, jedoch ohne Meniskenbiegung.
Fig. 2 die Rückseite des Mittelteils nach Fig. 1.
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1. in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4 die Vorderansicht eines den Umrissen des fertigen Brillenmittelteils folgenden Brillenrohlings.
Fig. 5 einen Schnitt durch Teile eines ersten Prägewerkzeugs
zur Herstellung des Brillenrohlings nach Fig. 4.
Fig. 6 die Untersicht eines Bereichs der oberen Prägewerkzeughälfte,
Fig. 7 die Draufsicht auf die untere Prägewerkzeughälfte eines anderen Prägewerkzeugs.
Fig. 8 einen Schnitt läns der Linie 8-8 in Fig. 7. zusammen mit einer oberen Prägewerkzeughälfte vor
dem Ende eines Arbeitshubs.
Die Brillenmittelteüe nach den Fig. 1 und 2 zeigen
konkrete Ausbildungsformen, die je nach Mode und Geschmack verschieden sein können. Ferner unterliegt
es diesen Einflüssen, ob manche Ebenen eindimensional oder zweidimensional gekrümmt sind. Das
Brillenmittelteil 11 hat eine zweidimensional gekrümmte
Außenformfläche 12, die sich jedoch nicht in die Brücke 13 und die Backen 14 erstreckt und
- wie auch die anderen Flächen — von wechselnder Breite ist. Die Frontseite umfaßt zwei obere, nicht zusammenhängende,
eindimensional gekrümmte Teilflächen 16. die augenbrauenartig gestaltet sind und
oben in die Außenformfläche 12 übergehen. Unten gehen sie in zwei zusammenhängende, ringförmige,
zweidimensional gekrümmte Teilflächen 17 über. Durch die Teilflächen 17 entsteht eine Kante 20. die
fast ganz rundum umläuft. Die Backen 14 haben eine ebene Außenfläche 18 und eine von oben nach unten
gehende, die Stirnseite der Backen schwächende L-förmige Viernut 19.
In WeiterführungderTeilflächen 16 hat die Brücke 13 nach Absätzen 21 eine nach schräg oben weisende
Teilfläche 22, die eindimensional gekrümmt ist und eine schräg nach unten weisende Teilfläche 23. die
zweidimensional gekrümmt ist. Zwischen beiden bildet sich eine Kante 24. Die Oberseite 26 ist eindimensional
gekrümmt und sattelförmig. In die beiden Brillenränder ist je eine Glasnut 27 V-förmiger Gestalt
und konstanter Tiefe eingearbeitet, die von mit ihr umlaufenden Fasen 28 und 29 flankiert wird.
Auf der Rückseite (Fig. 2) ist eine zweidimensional
gekrümmte Innenfrontseite 31 augenbrauenähnlicher Gestalt vorgesehen, die unter anderem in die dreidimensional
geschwungene innere, sattelförmige Briikkenfläche
32 übergehen. Rechts und links unterhalb der Brücke 13 sind Pads 33 aus glasklarem Material
aufgeklebt, die eine Oberkante 34 haben und glatt aus den angrenzenden Flächen herauswachsen. In
Gelenksitzausnehmungen 36 sind nach einem Verdrängungsverfahren Gelenkhälften 37 mit ihrem Fuß
eingesetzt. Auf der Brillenrückseite zu beiden Seiten
der Backen 14 befindet sich auch die wenige Millimeter breite ebene Brülenanschlagflaehe 38. die später
als Anschlag für die Bügel dienen. Das in den Fig. 1 bis 3 abgebildete Brillenmittelteil ist bis auf die Meniskenbiegung
und die Oberflachenfeinbehandlung !cr'.ig Wegen zeichnerisch einfacherer Gestaltung und
weil ein Brillenmittelteil dieser Art mit Ausnahme der , Pads 33 und der Gelenkhälften 37 durch die Erfindung
hergestellt werden kann, wurde das Brillenmittelteil Il in seiner im wesentlichen ebenen Form gezeichnet.
Lediglich die Brücke 13 ist in ihrer
geschwungenen Gestalt gezeichnet. Die Pads 33 befestigt man am besten deshalb gesondert am Brillenmitlelteil
11, weil diese bei hochwertigen Brillenmittelteilen glasklar sein sollen, damit sie beim Tragen
Hautfarbe annehmen. Würde man die Pads 33 ebenfalls prägen, so waren sie getont oder gewölkt, entsprechend
dem Plattenmaterial und auf der Haut deutlich sichtbar.
An Hand der Fig. 4 bis 6 wird nun ein Herstellungsverfahren beschrieben, mit dem es gelingt, die
in der Fig. 1 sichtbaren Flachen, jedoch ohne eine vollständige Ausbildung der Brückenbiegung und der
Glasnut 27 herzustellen. Hierzu kann gewölktes Ausgangsmaterial verwendet werden, ohne daß sich die
Wolkung bei den auftretenden hohen Drücken verschmiert, in ungünstiger Weise verschiebt od. dgl. Zunächst
wird ein Brillenmittclteil 39 aus gehärtetem erwärmten Plattenmaterial herausgestanzt. Durch Vergleich
von Fig. 1 mit Fig. 4 sieht man, daß sich die Umrisse beider Gegenstände stark ähneln aber nicht
exakt gleich sind. Innen und außen erhält das Brillenmittelteil 39 drei in sich geschlossene Fasen 41, 42
und 43, die etwa I mm breit sind.
Eine untere Prägewerkzeughälfte 44 weist eine Nut 4(> auf, in deren unterem Bereich 47 etwa ab derjenigen
Stelle, an der der Bezugszeichenstrich endet, die vorderen Flächen des Brillenmittelteils 11 im Negativ
eingearbeitet sind. Im mittleren Bereich 48 weist die Nut 46 zueinander parallele Wände auf, die auch parallel
zur Bewegungsrichtung 49 einer oberen Prägewcrkzeughälfte
Sl sind. Im oberen Bereich 52 weist die Nut 46 nach außen leicht konische Wände auf.
In Fig. 5 wurde die Konizität stark übertrieben.
Die obere Prägewerkzeughälfte 51 trägt eine brillenmitteltcil-förmige
Erhebung 53, deren Unterseite 54 eben und senkrecht zur Bewegungsrichtung 49 ist.
Eine Ausnahme macht lediglich der Bereich, in dem später die Brücke geformt wird. Dort hat die Erhebung
53 eine Erhöhung 56, der eine entsprechende Vertiefung in der auf ihrem Grund sonst gleich hohen
Nut 46 entspricht. Die Seitenwände 57 sind parallel zueinander, parallel zur Bewegungsrichtung 49 und
so breit, daß sie am Ende eines Arbeitshubs genau den Bereich 48 ausfüllen. Sie dringen jedoch nicht
in den Bereich 47 ein. Der Bereich 52 dient dazu, daß die Erhebung 53 besser in die Nut 46 findet.
Zur Herstellung wird das Brillenmittelteil 39 nach Fig. 4 mit seiner Vorderseite nach unten in die Nut
46 gelegt. Dabei sinkt das Brillenmittelteil 39 nur wenig in die Nut 46 ein und befindet sich im wesentlichen
oberhalb der unteren Prägewerkzeughälfte 44. Nunmehr bewegt man die obere Werkzeughälfte 51 nach
unten bis zum Ende des Arbeitshubs und wartet, bis das vorher angewärmte Brillenmaterial 39 etwas abgekühlt
hat. Zur Herstellung des Ausführungsbeispiels wurde ein Druck von ca. 30 to verwendet, der
schon von einer kleinen Presse aufgebracht weiden kann. Durch nicht dargestellte Ausstoßstifte wird nach
dem Herstellungsvorgang das Brillcnmittelteil aus der Nut 46 ausgestoßen. Man muß bei ihm nun noch die
Brücke 13 biegen, die Glasnut 27 fräsen, die Pads 33 anbringen, die Gelenkseiten 37 einsetzen und die
Meniskenform biegen. Ferner ist noch die Rückseite zu bearbeiten. Bereits ein solches Brillenmittelteil ermöglicht
enorme Einsparungen und gibt die Basis für ein Brillenmittelteil, das in bezug auf Festigkeit und
Formbeständigkeit bekannten Brillenmittclteilen weit überlegen ist.
Es ist auch möglich, die Prägewerkzeughälften so auszubilden, daß ihr Volumen der endgültigen Form
des fertigen Brillenmittclteils entspricht, und insbesondere die Meniskenbiegung, die Brückenbiegung,
die Backenform und die Gelenksitzausnehmung berücksichtigt. Man erhält dann schon nach einem einzigen
Arbeitsgang ein Brillenmittelteil, bei dem nur noch die Pads fehlen und die Gelenkteile eingesetzt
werden müssen und gegebenenfalls die Glasnute gefräst werden muß.
Die Fig. 7 und 8 zeigen ein Präge- und ein Stanzwerkzeug. Aus einer Platte 58 des Werkzeuguntcrtcils
59 wachsen drei Grate 61, 62 und 63 empor, die oben in Schneiden 64, 66 und 67 übergehen. Die Schneide
64 folgt dem Außenumriß des Brillenmittelteils, während die Schneiden 66 dem Innenumriß folgen. Gemäß
Fig. 8 sind alle Schneiden 64, 66, 67 gleich hoch und sind zwar scharf, aber nicht zu schlank zugeschliffen.
Die Grate 61, 62, 63 definieren zwischen sich eine in sich zusammenhängende Halbnut 68. Wie man aus
Fig. 7 besonders deutlich sieht, ist diese Halbnut 68 verschieden breit und bildet negativ die aus Fig. 1 ersichtlichen
Flächen ab.
Auch das Werkzeugoberteil 69 hat Grate 70, 71, die zwischen sich eine Halbnut 72 definieren, die zusammen
mit der Halbnut 68 ein Volumen bildet, das der Gestalt des gewünschten Brillenmittelteils entspricht.
Die Schneiden 73, 74 liegen genau über entsprechenden Schneiden des Werkzeugunterteils 59.
Die Halbnuten 68, 72 umschließen ein Volumen, das die Gestalt des fertigen Brillenmittelteils ohne Pads
und Gelenke hat.
Diese Vorrichtung prägt und stanzt zugleich. Durch sie entsteht ein im wesentlichen ebenes Brillenmiltelteil
mit fertigen Vorder- und Rückseiten, das in bekannter Weise weiterverarbeitet werden kann. Es ist
auch möglich, diese Vorrichtung so zu gestalten, dal.1 das Biegen der Brücke und der Menisken überflüssig
wird.
Schon durch die Vorrichtung nach Fig. 5 und 6 trit eine Herstellungszeitersparnis von etwa 6U% ein.
In den Fig. 6, 7 und 8 wurden der Einfachheit hai her diejenigen Ausarbeitungen, d. h. Erhöhungei
oder Vertiefungen zeichnerisch weggelassen, die a sich notwendig sind, um die Facettierungen des Bril
lcnmittclteils herzustellen. In der unteren Hälfte de
Fig. 5 wurden sie angedeutet.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung hochwertig .>rilenmittelteile aus ausgehärtetem Plattenmaierial ms Kunststoff wie z. B. Acetat mit folgenden Arleitsgängen:a) Ausstanzen eines die Umrisse des fertigen Brillenmittelteils aufweisenden Brillenrohlings aus dem erwiirmten Plattenmaterial, in dem das Plattenmaterial zwischen zwei Fermhalften, die im geschlossenen Zustand einen im wesentlichen die Form des Brillenmittelteils aufweisenden Hohlraum begrenzen, einem erhöhten Druck ausgesetzt und gegebenenfalls überstehende Teile des Plattenmaterials abgequetscht werden.b) Bilden zweier Glasnuten in beiden später der Aufnahme von Gläsern dienenden Ausnehmungen des Rohlings.c) Bilden zweier Gelenksitzausnehmungen. Einsetzen je einer Gelenkseite in jede Gelinksitzausnehmung, Anbringen zweier Puds auf die Rückseite des Brillenmittelteils unterhalb der Brücke, Bearbeiten der einander zugewandten Flächen der Pads, Fräsen der Ober- und Unterkante der Pads, Tauchen des Bnllenmittelteils in mit Schleif- oder Poliermaterial gefüllten Trommeln,dadurch gekennzeichnet, daß der Brillenrohling unter Druck in einem Gesenk geprägt wird, dessen Hohlraum im geschlossenen Zustand der Prägewerkzeughälften der Form des fertigen Brillenmittelteils entspricht
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702017140 DE2017140C3 (de) | 1970-04-10 | 1970-04-10 | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Brillenmittelteile aus ausgehärtetem Plattenmaterial aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702017140 DE2017140C3 (de) | 1970-04-10 | 1970-04-10 | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Brillenmittelteile aus ausgehärtetem Plattenmaterial aus Kunststoff |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2017140A1 DE2017140A1 (en) | 1971-10-28 |
| DE2017140B2 true DE2017140B2 (de) | 1977-12-08 |
| DE2017140C3 DE2017140C3 (de) | 1978-08-03 |
Family
ID=5767655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702017140 Expired DE2017140C3 (de) | 1970-04-10 | 1970-04-10 | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Brillenmittelteile aus ausgehärtetem Plattenmaterial aus Kunststoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2017140C3 (de) |
-
1970
- 1970-04-10 DE DE19702017140 patent/DE2017140C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2017140C3 (de) | 1978-08-03 |
| DE2017140A1 (en) | 1971-10-28 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69001890T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Formen eines Blechzuschnittes insbesondere zur Herstellung einer Maske für eine Kathodenstrahlröhre. | |
| DD252560A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum ziehen von metalltafeln geringer dehnung | |
| DE2711384B2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Rohlingen für afokale Linsen | |
| DE827548C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von vielfachen Vertiefungen in Folien oder Platten aus Zelluloseazetat oder gleichwertigen thermoplastischen Kunststoffen | |
| EP2455169B1 (de) | Verfahren zum Umformen eines plattenförmigen Materials in ein dreidimensionales Objekt | |
| EP0052219B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von gemusterten Fliesen aus thermoplastischen Kunststoffen | |
| CH622974A5 (de) | ||
| DE2017140C3 (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Brillenmittelteile aus ausgehärtetem Plattenmaterial aus Kunststoff | |
| DE102011108722A1 (de) | Graviertes Mehr-Komponenten-Armband | |
| DE69206090T2 (de) | Herstellung von Puzzles. | |
| DE2826679A1 (de) | Verfahren zum formen von werkzeugen fuer superplastische metallbleche | |
| DE19860851A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Formteilen | |
| DE2041159A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Scherfolien fuer Trockenrasierapparate und Matrize fuer die Ausuebung dieses Verfahrens | |
| EP3753724A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines presspolsters sowie pressblechset | |
| DE69025212T2 (de) | Form zur Herstellung überzogener Paneele, insbesondere für Innenausstattungen von Kraftfahrzeugen | |
| DE2708533C3 (de) | Mittelteilscharnier | |
| EP2865463A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Buchstaben und/oder Zahlen aus Metall und Buchstabe, Zahl oder Schriftzug | |
| DE2702412A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum spritzgiessen von linsen | |
| DE102007051032B4 (de) | Verwendung eines dreiteiligen Formwerkzeugs zum Herstellen einer Badehaube sowie dreiteiliges Formwerkzeug | |
| AT368067B (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer optischen linse durch spritzgiessen | |
| DE514030C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Zaehnen | |
| DE767085C (de) | Verfahren zur Herstellung von farbig gemusterten Gegenstaenden, insbesondere Schriftschildern, aus haertbaren Kunstharzpressstoffen in Pulverform | |
| DE3712965C2 (de) | ||
| DE3045207C2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Radierern | |
| DE102005059866A1 (de) | Bilderrahmen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8330 | Complete disclaimer |