DE2016708B2 - Karosserieprofil, insbesondere für die Karosserie von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Karosserieprofil, insbesondere für die Karosserie von KraftfahrzeugenInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D25/00—Superstructure or monocoque structure sub-units; Parts or details thereof not otherwise provided for
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B62D27/02—Connections between superstructure or understructure sub-units rigid
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Description
Die Erfindung betrifft ein hohles, geschlossenes, aus mindestens zwei Formteilen bestehendes Karosserieprofil,
insbesondere für die Karosserie von Kraftfahrzeugen, bei dem an einer Seite des Profils die Kanten
zweier Formteile nach außen vorstehend parallel aufeinanderliegen und durch Punktschweißen miteinander
verbunden sind und bei dem an der anderen Seite des Profils die Kante des ersten Formteils bündig mit
einer Außenwandung des zweiten Formteils abschließt und mit der nach innen umgebogenen Kante dieses
zweiten Formteils verschweißt ist.
Durch die DE-PS 7 45 618 ist ein hohles, geschlossenes, aus mindestens zwei Formteilen bestehendes
Karosserieprofil bekannt, bei dem an einer Seite des Profils die Kanten von zwei Formteilen nach außen
vorstehend parallel aufeinanderliegen und durch eine Punktschweißoperation miteinander verbunden werden
können. Dabei ist an der anderen Seite des Profils die Kante des ersten Formteils bündig mit der Außenwandung
des zweiten Formteils abschließend ausgebildet. Bei dieser bekannten Anordnung besteht jedoch die
Schwierigkeit, die beiden Formteile im Bereich der umgebogenen Kante miteinander zu verbinden. Die
Anwendung einer üblichen Punktschweißung führt an dieser Stelle zu Schwierigkeiten, da eine Abstützung des
zweiten Formteils gegen ein Wegrutschen nach innen beim Schweißvorgang nicht möglich ist.
Zwar geht aus der FR-PS 6 14 024 ein Karosseriebauteil als bekannt hervor, das eine geschlossene, hohle
Form ohne nach außen siehende Schweißflansche aufweist; die Herstellung dieses Bauteils aus zwei durch
Punktschweißen miteinander verbundenen Formteilen kann dieser Druckschrift jedoch nicht entnommen
werden.
In der Veröffentlichung »Resistance Welding« von W.A. Stanley, 1. Ausgabe 1950, Seiten 188 bis 189, ist
dargestellt, wie zwei gegeneinander gerichtete Flansche eines Hohlkörpers durch Punktschweißen verbunden
werden können. Dabei ist neben einer üblichen Elektrode auch eine das Hohlprofil formschlüssig
abstützende Elektrode vorgesehen. Die Verschweißung des Profils gemäß dieser Veröffentlichung weist jedoch
den Nachteil bei Anwendung des üblichen Punktschweißverfahrens auf, daß sehr leicht ein Abheben der
innen liegenden Flanschbereiche erfolgen kann mit der Folge, daß sich die Wände des Hohlprofils nach innen
biegen oder aber die Schweißverbindung nicht korrekt ausgeführt wird.
Es ist daher das Ziel der Erfindung, ein geschlossenes Hohiprofil, bestehend aus mindestens zwei Formteilen
vorzuschlagen, bei dem an einer Verbindungsstelle der Formteile ohne Verwendung eines nach außen gerichteten
Flansches die Formteile durch ein Punktschweißverfahren, das für eine Großserienfertigung besonders
geeignet ist, miteinander verbunden werden können, ohne daß Schwierigkeiten oder wesentliche Qualitätseinbußen beim Punktschweißen dadurch auftreten, daß
sich die Formteile beim Punktschweißen nach innen verbiegen, wegrutschen und eine schlechte und fehlerhafte
Schweißung eintritt.
Das Ziel der Erfindung wird dadurch erreicht, daß die nach innen umgebogene Kante des zweiten Formteils
nach innen hin unter etwa 45° vom ersten Formteil weggerichtet ist und nach außen hin über eine erste
Abbiegung, an der beide Formteile durch Punktschweißung miteinander verbunden sind, in einen senkrecht
zur entsprechenden Kante des ersten Formteils verlaufenden ersten Bereich übergeht, an den sich über
eine zur ersten Abbiegung gleichgerichtete, in mäßigem Abstand zu dieser verlaufende zweite Abbiegung von
90° ein zweiter Bereich anschließt, der parallel zu dem an die bündig abschließende Kante in gleicher Ebene
anschließenden Bereich des ersten Formteils verläuft und zusammen mit dem vorgenannten ersten Bereich
des zweiten Formteils als Anlagefläche für eine Formabstützung beim Punktschweißen dienen kann.
Beim erfindungsgemäßen Karosserieprofil ist damit Vorkehrung getroffen worden, daß eine Anlagefläche
für eine Formabslützung beim Punktschweißen vorgesehen ist, die verhindert, daß die erwähnten Nachteile
beim Schweißen auftreten.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Dabei stellt Fig. 2 eine
bevorzugte Ausführungsform dar.
Jede dieser Figuren stellt einen Querschnitt durch die Pfosten eines Kraftfahrzeuges dar, wobei die wirkenden
Elektroden ebenfalls dargestellt sind. Die Elektroden bringen auf dem Pfosten Schweißpunkte an. Da die
Anordnung nach F i g. 2 die bevorzugte Ausführungsform ist, wird die Erfindung anhand dieser Ausführungsform näher erläutert.
Die Dicke des verwendeten Bleches kann etwa 1,5 mm betragen. Die Pfosten bestehen aus zwei
miteinander zu verbindenden Blechen. Eines dieser Bleche wird mit einer längs verlaufenden Abbiegung
versehen, und zwar über die gesamte Länge. Diese Abbiegung teilt das Blech in einen ersten Bereich und in
einen zweiten Bereich. Diese beiden Bereiche bilden das erste Formteil.
Der endgültige Pfosten entsteht dadurch, daß das erste Formteil mit einem zweiten Formteil verbunden
wird. Dieses zweite Formteil wird nun im Hinblick auf
die Fig. 2 näher erläutert. Es enthält eine erste Abbiegung, die an der Kante des Teiles angebracht is]
und einen Winkel von etwa 90° einschließt. Das freie Ende der Abbiegung steht etwa mit 45° ab, wobei die
Einhaltung des Winkels nicht kritisch ist. Der Bereich, der an diese Abbiegung grenzt, w-;d erster Bereich
genannt. Dieser Bereich grenzt an eine zweite Abbiegung an. Diese Abbiegung beträgt etwa 90° und
trennt den ersten Bereich des zweiten Foimteiles von
einem zweiten Bereich. Dieser zweite Bereich grenzt an eine vierte Abbiegung an, die den zweiten Bereich des
zweiten Formteils von einem dritten Bereich trennt.
Diese Abbiegung beträgt ebenfalls etwa 90°, so daß der erste Bereich etwa parallel zum dritten Bereich
verläuft. In ähnlicher Weise grenzt der dritte Bereich an eine fünfte Abbiegung an, die ebenfalls etwa rechtwinklig
verläuft. Diese fünfte Abbiegung trennt den dritten Bereich des zweiten Formteiles vom vierten Bereich.
Der vierte Bereich läuft in eine dritte Aubiegung aus,
die einen Winkel von mehr als 90° einschließt. Dieser Winkel ist so gewählt, daß er der Neigung des ersten
Bereiches des ersten Formteiles entspricht. Wie in der Fig. 2 angedeutet, werden die Teile in diesem Bereich
durch Punktschweißen, das in üblicher Weise erfolgt, miteinander verbunden.
Zur Verbindung des ersten Formteiles mit dem /weiten Formteil ist eine zweite Punktschweißung
anzubringen. Das geschieht durch die Elektroden gemäß Fig. 2 und 1, die eine Z'jsammi_npreßkraft von
etwa 2840 N und eine Stromstärke zwischen 14 500 und 18 000 A aufbringen. Die Zeit der Schweißung betrug
dabei etwa 12 Zyklen. Diese große Elektrodenkrafi sowie die Wärme, die im ersten Bereich des zweiten
Formteils auftritt, macht es erforderlich, den ersten Bereich gegen Abrutschen nach rechts abzustützen, wie
in den Figuren dargestellt. Das geschieht dadurch, daß die untere Elektrode in der Form dem zweiten Formteil
angepaßt wird. Diese Form der Elektrode verhindert eine Bewegung des zweiten Formteiles nach rechts.
Die Anordnung in Fig. 1 ist eine vereinfachte Ausführungsform der Anordnung n;ich Fig. 2. Hier sind
die Bereiche 3 und 4 fortgelassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Hohles, geschlossenes, aus mindestens zwei Formteilen bestehendes Karosserieprofil, insbesondere für die Karosserie von Kraftfahrzeugen, bei dem an einer Seite des Profils die Kanten zweier Formteile nach außen vorstehend parallel aufeinanderliegen und durch Punktschweißen miteinander verbunden sind und bei dem an der anderen Seite des Profils die Kante des ersten Formteiles bündig mit einer Außenwandung des zweiten Formteils abschließt und mit der nach innen umgebogenen Kante dieses zweiten Formteils verschweißt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen umgebogene Kante des zweiten Formteils nach innen hin unter etwa 45° vom ersten Formteil weggerichtet ist und nach außen hin über eine erste Abbiegung, an der beide Formteile durch Punktschweißung miteinander verbunden sind, in einen senkrecht zur entsprechenden Kante des ersten Formteils verlaufenden ersten Bereich übergeht, an den sich über eine zur ersten Abbiegung gleichgerichtete, in mäßigem Abstand zu dieser verlaufende zweite Abbiegung von 90° ein zweiter Bereich anschließt, der parallel zu dem an die bündig abschließende Kante in gleicher Ebene anschließenden Bereich des ersten Formteils verläuft und zusammen mit dem vorgenannten ersten Bereich des zweiten Formteils als Anlagefläche für eine Formabstützung beim Punktschweißen dienen kann.
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