DE2007343B2 - Verfahren zur Abtrennung und Reinigung restlichen 1,2-Dichloräthans von höhersiedenden Verbindungen die bei der Herstellung von Vinylchlorid anfallen - Google Patents
Verfahren zur Abtrennung und Reinigung restlichen 1,2-Dichloräthans von höhersiedenden Verbindungen die bei der Herstellung von Vinylchlorid anfallenInfo
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Description
J5
Eine Anlage zur Herstellung von Vinylchlorid-Monomerem
aus Äthylen umfaßt drei Abschnitte. In einem Abschnitt wird Chlor an Äthylen angelagert und als
Produkt hauptsächlich Äthylendichlorid gewonnen. Im zweiten Abschnitt wird gereinigtes Athylendichlorid
einer Pyrolyse unter Bildung von Vinylchlorid-Monomerem und Chlorwasserstoff als Nebenprodukt
unterworfen. Im dritten Abschnitt erfolgt eine Oxychlorierung von Äthylen unter Verwendung des im
zweiten Abschnitt als Nebenprodukt gebildeten Chlor-Wasserstoffs oder von Chlorwasserstoff aus einer
anderen Quelle zur Herstellung von Äthylendichlorid. Das im ersten und dritten Abschnitt hergestellte
Äthylendichlorid wird durch fraktionierte Destillation gereinigt und dann dem Pyrolyse-Abschnitt zugeführt.
Rohes Äthylendichlorid, das durch Anlagerung von Chlor an Äthylen gebildet wird, und in etwas größerem
Umfange Äthylendichlorid, das durch Oxychlorierung von Äthylen hergestellt wird, enthalten eine Reihe
niedrigsiedender Verunreinigungen sowie eine Reihe hochsiedender Verunreinigungen. Die niedrigsiedenden
Verunreinigungen umfassen Äthylenchlorid, 1,1-Dichloräthan, eis- und trans-l,2-Dichloräthylen,
Chloroform und Trichlorethylen. Sie werden als Kopfprodukt aus der ersten Kolonne eines Systems für die bo
Reinigung von Äthylendichlorid durch Destillation abgezogen. Die Bodenprodukte aus dieser Kolonne
werden dann in eine weitere Kolonne geführt, aus der gereinigtes Äthylendichlorid als Kopfprodukt abgezogen
wird. Die Bodenprodukte dieser Kolonne ent- b5 halten (Je nach Anlage und Betriebsbedingungen)
restliches Äthylendichlorid und alle hochsiedenden Verunreinigungen, wie 1,1,2-Trichloräthan, Tetrachloräthane,
Pentachloräthan, verschiedene Di- und Trichlorbutane,
-butene und »Teere«.
Die Angaben in der Literatur bezüglich einer optimalen Gewinnung von Äthylendichlorid und anderen
brauchbaren Chlorkohlenwasserstoff-Verunreinigungen aus den Bodenprodukten der für die Abtrennung
der schweren Fraktionen verwendeten Kolonne sind unklar.
Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung der Ausbeute an Äthylendichlorid bei der Reinigung von
die üblichen höhersiedenden Verunreinigungen und »Teere« enthaltendem Äthylendichlorid durch Destillation.
Derartig verunreinigtes Äthylendichlorid findet sich in der Beschickung für die Kolonne zur Abtrennung
schwerer Fraktionen, die normalerweise in einer Anlage für die Herstellung von Vinylchlorid-Monomerem
in dem die destillative Reinigung betreffenden Abschnitt enthalten ist.
Ziel der Erfindung ist ferner:
Ziel der Erfindung ist ferner:
die maximale Gewinnung brauchbarer Nebenprodukte aus einer modernen Anlage für die Herstellung
von Vinylchlorid-Monomerem aus Äthylen. Diese Nebenprodukte eignen sich für Perchlorierungsreaktionen
zur Gewinnung von CCL4 und C2Cl4.
Die Bereitstellung einer zweckmäßigen chlorierten Kohlenwasserstoffbeschickung für ein herkömmliches,
unter wasserfreien Bedingungen arbeitendes Perchlorierungsverfahren aus den normalerweise
verworfenen Nebenprodukten eines modernen Verfahrens zur Herstellung von Vinylchlorid-Monomerem,
das ausschließlich auf der Basis Äthylen arbeitet (die Oxychlorierung von Äthylen eingeschlossen).
Die Gewinnung einer reinen konzentrierten 1,1,2-Trichloräthan Fraktion für die nachfolgende
chemische Verwendung z. B. die Hydrolyse von 1,1,2-Trichloräthan zu Vinylidenchlorid (einem
brauchbaren Produkt, das nur eine destillative Reinigung erfordert).
Die Verbesserung der Wärmeübertragungseigenschaften über längere Zeit der mit der Kolonne
für die Abtrennung der schweren Fraktionen in Verbindung stehenden Aufheizvorrichtung.
Gegenstand der Erfindung ist somit das im vorstehenden Patentanspruch aufgezeigte Verfahren zur Abtrennung
und Reinigung restlichen 1,2-Dichloräthans. Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird anhand des abgebildeten Fließschemas erläutert:
Eine Äthylendichlorid, 1,1,2-Trichloräthan, Tetrachlorethane, Pentachloräthan, Bis-(2-chloräthyl)-äther
und »Teere« enthaltende Flüssigkeit wird durch die Leitung 1 dem Beschickungsboden der Destillationskolonne
2 für die Abtrennung der schweren Fraktionen zugeführt. Die Beschickung für die Kolonne 2 sind
Bodenprodukte aus einer Kolonne für die Entfernung der leichten Fraktionen in einem Verfahren zur Herstellung
von Vinylchlorid. In der Fraktionierkolonne 21 dieses Reinigungssystems gewonnenes Äthylendichlorid
wird durch die Leitung 27 in die Kolonne 2 zurückgeführt und dient als Teil der Beschickung.
Oben abziehender Dampf wird durch die Leitung 4 in den Rückflußkühler 5 geführt. Äthylendichlorid enthaltendes
Kondensat wird in der Sammelvorrichtung 6 gesammelt. Ein Teil des Kondensats wird durch die
Leitung 7 als Rückfluß in die Kolonne 2 zurückgeführt.
Der Rest wird durch die Leitung 8 abgezogen.
Ein Flüssigkeitsstrom wird vom Boden der Kolonne 2
durch die Leitung 9 abgezogen. Er enthält im wesentjighen
alle hochsiedenden Verunreinigungen sowie variierende Mengen an Äthylendichlorid (das in Ab- s
hängigkeit vom angewandten Druck den Siedepunkt der Bodenprodukte niedrig hält). Ein Teii der Flüssigkeit
wird durch die Leitung 10, den Aufheizer 3, der die zum Aufheizen des Systems notwendige Wärme liefert,
und die Leitung 11 in die Kolonne 2 zurückgeführt. Zum Beispiel wird mit einem typischen Gehalt der
Bodenprodukfc2 von 50 Mol-% Äthylendichlorid bei
einem Druck des Systems von 0,35 atü am boden der Kolonne 2 eine Temperatur der Bodenprodukte von
108°C erreicht. In einer anderen Anlage wird bei einem
Druck von 1,55 atü am Boden der Kolonne und bei einem Gehalt der Bodenprodukte von 60 Mol-%
Äthylendichlorid eine Temperatur der Bodenprodukte von 1300C erzielt. Die Flüssigkeit in der Leitung 12
fließt auf Grund der Schwerkraft in den Zwischenbehälter 13.
Das Material in der Leitung 14 wird durch die Pumpe 15 über die Leitung 16 in den Dünnschichtverdampfer
17 geführt, der unter leichtem Überdruck betrieben wird. Unter Druck stehender Dampf (z. B.
7 atü) wird in den Mantel 18 eingeführt. Durch die über die Verwendung des Verdampfers 17 erfolgende
Wärmeübertragung werden vorzugsweise 80-95% der Beschickung verdampft und über die Leitung 20 abgezogen.
Der Rest von 5-20% der Beschickung besteht jo aus einer schwarzen beweglichen Flüssigkeit, die etwa
79-85% Chlor enthält und gewöhnlich als »Teer«- Konzentrat bezeichnet wird. Das »Teer«-Konzentrat
wird durch die Leitung 19 abgezogen. Es kann zur Gewinnung des Chlors in Form von Chlorwasserstoff y,
in einem herkömmlichen Zerstäubungsbrenner bei hohen Temperaturen verbrannt werden. 90 bis vorzugsweise
94-97 Mol-% des Äthylendichlorids, des 1,1,2-Trichloräthans, der Tetrachloräthane und der
Dichlor- und Trichlorbutane, -butene in Leitung 16 verlassen die Verdampfungszone 17 als Kopfprodukt
durch die Leitung 20. Im »Teer« der Leitung 19 bleiben nur so viel Äthylendichlorid, 1,1,2-Trichloräthan, Dichlor-
und Trichlorbutane, -butene, daß dieser frei fließt.
Das reine, im wesentlichen von »Teer« freie Kopfprodukt in der Leitung 20 wird auf den Boden 15
einer Fraktionierkolonne 21 mit 30 Siebboden gegeben, die mit dem mit Dampf erhitzten Aufheizer 22 zusammenarbeitet
und unter geeigneten Rücklaufverhältnissen betrieben wird. Aus ihr werden etwa 98%iges
Äthylendichlorid als Kopfprodukt über die Leitung 23 abgezogen. Der Dampf aus Leitung 23 wird in den
Rückflußkühler 24 geführt. Das Äthylendichlorid enthaltende Kondensat wird in der Sammelvorrichtung 25
gesammelt. Ein Teil des Kondensats wird über die Leitung 26 in die Kolonne 21 zurückgeführt. Der Rest
wird über die Leitung 27 als Flüssigkeit abgezogen und als Teil der Beschickung zur Erzielung einer optimalen
Gewinnung des Äthylendichlorids in die wi Kolonne 2 zurückgeführt.
Die Bodenprodukte aus der Kolonne 21 werden als Flüssigkeit durch die Leitung 30 abgezogen. Sie enthalten
etwa 75-85% 1,1,2-Trichloräthan sowie kleine Mengen Tetrachloräthane, Pentachloräthan, bis-(2-Chloräthyl)-Äther
und verschiedene Dichlor- und Trichlorbutane, -butene. Ein Teil der Flüssigkeit in
Leitung 30 wird durch die Leitung 28, den Aufheizer 22, durch den dem System die notwendige Wärme zugeführt
wird, und die Leitung 29 in die Kolonne 21 zurückgeführt. Das Material in Leitung 31 ist rein und
kann durch den mit Wasser gekühlten Wärmeaustauscher 32, den es mit einer Temperatur nahe der
Kühlwarsertemperatur verläßt, in die Leitung 33 geführt
werden. Die Flüssigkeit in der Leitung 33 eignet sich als Chlorkohlenwasserstoff-Beschickung, die ganz
oder teilweise durch das Ventil 34 und die Leitung 35 einem Perchlorierungsverfahren zugeführt werden
kann.
Die Wärmeübertragung des Aufheizers 3 über längere Zeit wird dadurch stark verbessert, daß man im
Strom der Leitung 9 einen hohen Gehalt an Äthylendichlorid zuläßt. Die »Teer«-Bestandteile am Boden
dieser Kolonne sind hitzeempfindlich, und die auf Grund des höheren Athylendichloridgehaltes der aus
der Kolonne 2 austretenden Flüssigkeit ermöglichte Herabsetzung der Temperatur sowie die gleichzeitige
Verbesserung des Temperaturdifferentials zwischen dem Heizmedium für den Aufheizer 3, z. B. Dampfund
der siedenden Flüssigkeit, erlaubt während längerer Zeit einen höheren Wärmeübertragungskoeffizienten
im Aufheizer 3. Der Äthylendichloridgehalt der Flüssigkeit in der Leitung 9 beträgt zwischen etwa 10 und etwa
90 Mol-%, vorzugsweise zwischen etwa 50 und etwa 80 Mol-%.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
Aus einer in einem Vinylchlorid-Verfahren arbeitenden Kolonne zur Abtrennung der schweren Fraktionen
wurden 833 1 Bodenprodukt abgezogen. Die genannte Kolonne wurde bei Ätmosphärendruck und bei 83,9 C
am Kopf der Kolonne betrieben. Die Flüssigkeit am Boden der Kolonne hatte eine Temperatur von 107'C.
Die gaschromatographische Analyse der Bodenprodukte ergab:
| Mol-% durch | |
| Gaschromato | |
| graphie | |
| Äthylendichlorid | 41,3 |
| Trichlorethylen | 0,8 |
| 1,1,2-Trichloräthan | 47,4 |
| 1,2-Dichlorbutan | 1,6 |
| 1,3-Dichlorbutan | 2,2 |
| 1,1,1,2-Tetrachloräthan | 0,6 |
| Monochlorbenzol und/oder | 0,4 |
| l,3-Dichlor-2-buten | |
| 1,1,2,2-Tetrachloräthan | 1,2 |
| 1,4-Dichlor-2-buten | |
| 1,4-Dichlorbutan | |
| 2,3,4-Trichlor-l-buten | 0,1 |
| 1,1,2-Trichlorbuten | 0,2 |
| Bis-(2-chloräthyl)-äther | 0,3 |
| 1,3,4-Trichlor-l-buten | 0,2 |
| eis- und trans | |
| (1.7,3-Trichlorbutan) | 0,5 |
| Pentachloräthan | |
| 1,2,4-Trichlorbutan | 0,2 |
| 1,2,4-Trichlor-2-buten | 0,6 |
| nichtfiüchtige »Teere« | 2,4 |
Die obigen Bodenprodukte wurden dann einem Dünnschichtverdampfer zugeführt, der unter leichtem
Überdruck betrieben wurde. Die Bodenprodukte wurden mit einer Geschwindigkeit von etwa 57 kg/Std.
bei einer Temperatur von etwa 200C zugeführt. Die Temperatur der Bodenprodukte des Verdampfers betrug
etwa 112"C. Die Dänpfe wurden am Kopf mit einer Geschwindigkeit von etwa 54 kg/Std. und das
unten abströmende Material wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 2,3 kg/Std. abgezogen. Unter
diesen Bedingungen wurde ein dampfförmiges Destillat erhalten, das 96,6% der Beschickung ausmachte.
Es wurde mit Wasser kondensiert. Seine Analyse ergab:
| Mol-% durch | |
| Gaschromato- | |
| graphie | |
| Äthylendichlorid | 42,7 |
| Trichloräthylen | 0,9 |
| 1,1,2-Trichloräthan | 48,9 |
| 1,2-Dichlorbutan | 1,7 |
| 1,3-Dichlorbutan | 2,4 |
| 1,1,1,2-Tetrachloräthan | 0,8 |
| Monochlorbenzol oder | 0,3 |
| l,3-Dichlor-2-buten | |
| 1,1,2,2-Tetrachloräthan | 1,0 |
| l,4-Dichlor-2-buten | |
| 1,4-Dichlorbutan | |
| 2,3,4-Trichlor-l-buten | 0,1 |
| 1,1,2-Trichlorbutan | 0,2 |
| Bis-(2-chloräthyl)-äther | 0,1 |
| 1,3,4-Trichlor-l-buten | 0,2 |
| eis und trans | |
| 1,2,3-Trichlorbutan | |
| Pentachloräthan | 0,3 |
| 1,2,4-Trichlorbutan | 0,1 |
| l,2,4-Trichlor-2-buten | 0,3 |
l,2,4-Trichlor-2-buten
iiichtflüchtige »Teere«
iiichtflüchtige »Teere«
Mol-% durch
Gaschromalo-
graphic
7,3
70,4
(durch
Differenz)
70,4
(durch
Differenz)
Das klare, kondensierte Kopfprodukt wurde dann mit einer Geschwindigkeit von 340 Grammol/Std.
dem 15. Boden einer Fraktionierkontrolle mit 30 Böden zugeführt. Die Temperatur des Kopfproduktes dieser
Kolonne betrug 87°C, die Temperatur des Bodenprodukts 117"C. Das Rücklaufverhältnis betrug 2:1. Das
Kühlwasser wurde der Kondensationsvorrichtung für das Kopfprodukt mit einer Temperatur von 17°C zuzugeluhrt.
Der dem Aufheizer zugeführte Dampf hatte einen Druck von 5,3 atü. Das Kopfproduckt wurde
mit einer Geschwindigkeit von etwa 149 Grammol/ Std., das Bodenprodukt mit einer Geschwindigkeit von
etwa 190 Grammol/Std. abgezogen. Unter diesen Bedingungen wurden 97,5% des Äthylendichlorids als
Kopfprodukt mit der folgenden Zusammensetzung entfernt:
Mol-%
| Äthylendichlorid | 97,0 |
| Trichloräthylen | 1,2 |
| 1,1,2-Trichloräthan | 1,8 |
Die Analyse des flüssigen Bodenprodukts des Verdampfers ergab:
Diese Fraktion mit 97,0 Mol-% Äthylendichlorid wurde als Beschickung in die Kolonne für von schweren
Fraktionen befreites Äthylendichlorid geführt, wodurch eine außerordentlich gute und wirtschaftliche
Gewinnung des gewünschten Äthylendichlorids ermöglicht wurde.
| Mol-% durch | |
| Gaschromato | |
| graphie | |
| Älhylcndichlorid | 3,0 |
| Trichloräthylen | Spur |
| 1,1,2-Trichloräthan | 5,3 |
| 1,2-Dichlorbutan | 0,3 |
| 1,3-Dichlorbutan | 0,9 |
| 1,1,1,2-Tetrachloräthan | 0,4 |
| Monochlorbenzol | 0,2 |
| oder l,3-Dichlor-2-buien | |
| 1,1,2,2-Tetrachloräthan | |
| l,4-Dichlor-2-buten | 1,9 |
| 1,4-Dichlorbulan | |
| 2,3,4-Trichlor-l-buten | 0,1 |
| 1,1,2-Trichlorbutan | 1,2 |
| Bis-(2-chloräthyl)-äther | 2,8 |
| 1,3,4-Trichlor-l-buten | 0,6 |
| eis- und Irans | |
| 1,2,3-Trichlorbutan | |
| Pentachloräthan | 2,8 |
| 1,2,4-Trichlorbutan | 2,8 |
Dieses Beispiel zeigt die verbesserte Reinigung des Äthylendichlorids in einer herkömmlichen Anlage, bei
der außer den normalen Bodenprodukten der Kolonne für die Abtrennung der schweren Fraktionen (Kolonne
im Abschnitt Äthylendichlorid-Reinigung einer Anlage
für die Herstellung von Vinylchlorid, die auch eine Anlage zur Oxychlorierung von Äthylen umfassen
kann) gewöhnlich verschiedene andere Ströme vorhanden waren, die Äthylendichlorid zusammen mit
r)5 höhersiedenden Verunreinigungen, Teeren und nichtflüchtigen
Rückständen enthielten und aus Zweckmäßigkeits- und Wirtschaftlichkeitsgründen der Beschickung
für den Dünnschichtverdampfer zugeführt wurden, um die Gesamtausbeute an Äthylendichlorid
w) bei der Herstellung von Vinylchlorid zu erhöhen.
Die Beschickung wurde dem Dünnschichtverdampfer mit einer Geschwindigkeit von 5,66 kg/Std.
zugeführt. Die Beschickung trat mit einer Temperatur von 1000C ein. Die Temperatur des austretenden
h5 Dampfes betrug 1120C, die Temperatur der Bodenprodukte
115"C. Die Analyse zeigte einen minimalen Verlust an Äthylendichlorid in diesem Reinigungssystem an.
Beschickung für den Dünnschichtverdampfer Nur die Hauptkomponenten sind aufgeführt.
| Grammol/Std | |
| Äthylendichlorid | 1879,6 |
| Trichlorethylen | 27,2 |
| 1,1,2-Trichloräthan | 2410,7 |
| Verschiedene höhersiedende | 454 |
| C2- und C4-Chlorverbindungen | |
| Bis-(2-chloräthyl)-äther | 367 |
| Teere und nichtflüchtige | 522 |
| Verbindungen |
kolonne wurde bei etwa Atmosphärendruck betriebe In den Aufheizer wurde Dampf mit einem Druck ve
5,3 atü eingeführt. Das Kühlwasser trat mit einer Ter peratur von 17°C in die Kondensationsvorrichtung ei
Bodenprodukte des Dünnschichtverdampfers Nur die Hauptkomponenten sind aufgeführt.
Grammol/Std.
10
5660,5
Kopfprodukt des Dünnschichtverdampfers
15
Äthylendichlorid
Trichlorethylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
Trichlorethylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
C2- und Gt-Chlorverbindungen
Bis-(2-chloräthyl)-äther
Grammol/Std. 2o 1875
27,2 2343 431
25
240 4916,2
Das Kopfprodukt des Dünnschichtverdampfers 30 wurde der 15. Platte einer Fraktionierkolonne mit 30
Siebboden zugeführt, die mit einer Kondensiervorrichtung für das Kopfprodukt und einem Thermosiphon-Aufheizer
ausgestattet war. Die Temperatur des die Fraktionierkolonne verlassenden Kopfproduktes 35
betrug 87°C. Die Flüssigkeit trat in den Aufheizer mit einer Temperatur von 117°C ein. Die Fraktionier-Äthylendichlorid
Trichloräthylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
Trichloräthylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
C2- und C4-Chlorverbindungen
Bis-(2-chloräthyl)-äther
Teere und nichtflüchtige
Verbindungen
Teere und nichtflüchtige
Verbindungen
4,54
68
22,7
127 522
744,24
Kopfprodukt der Fraktionierkolonne
Grammol/Std
Äthylendichlorid
Trichloräthylen
1,1,2-Trichloräthan
1838,7 27,2 36,3
1902,2
Bodenprodukt der Fraktionierkolonne
Grammol/Std
Äthylendichlorid
Trichloräthylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
Trichloräthylen
1,1,2-Trichloräthan
Verschiedene höhersiedende
C2- und Q-Chlorverbindungen
Bis-(2-chloräthyl)-äther
36,3 Spur 2306,3 431
240 3013,6
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Abtrennung und Reinigung restlichen 1,2-Dichloräthans von höhersiedenden chlorierten Verbindungen, die bei der Herstellung von Vinylchlorid als Bodenprodukt anfallen, dadurch gekennzeichnet, daß mana) einen Bodenproduktstrom, der bei der Abtrennung der spezifisch schweren Fraktionen in ι ο einer Kolonne bei der Herstellung von Vinylchlorid anfällt und der 10 bis 80 Molprozent 1,2-Dichloräthan und höhersiedende Chlorkohlenwasserstoffe enthält, einem bei etwa 112°C gehaltenen Dünnschichtdampfer zuführt, in dem man als Bodenprodukt einen viskosen, frei fließenden, 1,1,2-Trichloräthan enthaltenden Flüssigkeitsstrom und als Kopfprodukt einen Dampfstrom erhält, der 1,2-Diciiloräthan, 1,1,2-Trichloräthan, Tetrachloräthane, Chlorbutane und Chlorbutene enthält,b) das in a) anfallende Kopfprodukt einer bei etwa 87 bis 117°C gehaltenen Fraktionierkolonne zuführt, in der man als Bodenprodukt 1,1,2-Trichloräthan und höhersiedende Chlorkohlenwasserstoffe und als Kopfprodukt gereinigtes 1,2-Dichloräthan erhält, das als Beschikkung in die unter a) genannte Kolonne zur Abtrennung der spezifischen schweren Fraktion zurückgeführt und dort als Endprodukt destillativ abgetrennt wird.
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