DE2004406C3 - Verfahren zur Herstellung eines Roggenwirkstoff-Konzentrats - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Roggenwirkstoff-Konzentrats

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Hans 8900 Augsburg Neumann
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Roggenwirkstoff-Konzentrats für diätetische, pharmazeutische und kosmetische Zwecke.
Seit Jahrhunderten wird Roggen in den mittel- und nordeuropäischen Ländern als wichtige Brotfnicht angebaut In bezug auf die Backeigenschaften weist er weniger sortenbedingte Unterschiede auf als Weizen, und es werden nur verhältnismäßig wenig Sorten Mehl zur Brotbereitung gewonnen. Roggengrieß kennt man nur ganz selten und Roggenstärke wird kaum gewonnen. Nährmittel aus Roggen sind fast unbekannt, doch wird seit altersher diese Feldfrucht in' großen Mengen zur Herstellung von Branntwein benutzt
Bei allen bis jetzt bekanntgewordenen und auf dem Markt befindlichen Erzeugnissen aus Roggen handelt es sich entweder um Nahrungs- oder Genußmittel der üblichen Art Der zur Herstellung von Roggenbrot notwendige Sauerteig wird meist durch Spontansäuerung aus Roggenmehl oder -schrot und Wasser erhalten und nur deshalb dem Roggenmehlteig zugesetzt, um damit eine Natursauerführung durchzuführen. Mit Roggenmehl und Bäckereihefe allein erhält man kein brauchbares Roggenbrot Roggen enthält kein Klebereiweiß sondern andere Eiweißarten. Wie die Praxis zeigt, kann jedoch der Backprozeß auch mit anderen Mitteln erfolgen und heute verwenden bereits viele Brotfabriken keinen natürlichen Roggensauer, sondern Hefegäransätze unter gleichzeitiger Mitverwendung von Milchsäure bzw. sauren Quellmehlen.
So beschreibt die DL-Patentschrift 49 813 ein Verfahren zur Herstellung von Sauerteig, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Gemisch aus etwa zwei Gewichtsteilen Mehl und etwa drei Gewichtsteilen Wasser oder mehr unter Zusatz einer geringen Menge Alkaliphosphat in einem geschlossenen Behälter unter möglichst anaeroben Verhältnissen mit einer reingezüchteten, hochvirulenten, vorzugsweise thermophilen Milchsäurebakterienkultur geimpft und bei einer Temperatur von etwa 40°C gehalten wird. Es kann dabei auch Natriumdihydrogenphosphat verwendet und eine fortlaufende Züchtung des Sauerteigs bei periodischer Auffrischung des Reaktionsguts mit Mehl, Wasser und Phosphat vorgenommen werden; schließlich kann die Trocknung des Teigs im Trommeltrockner bei 40 bis 45° C oder durch Zerstäubung bei Lufttemperaturen von 150 bis 250° C erfolgen.
Die US-Patentschrift 20 23 500 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines stabilen, trockenen Sauerteigprodukts für Backzwecke. Dabei geht man in diesem Verfahren von einer Bakterienkultur aus, die mit der 5-IOfachen Menge Mehl versetzt wird und darüber hinaus wird von gärfähigen Substanzen wie Milch ausgegangen.
Weiterhin ist aus der deutschen Patentschrift 6 56 963 ein Verfahren zur Herstellung eines Säuerungsmittels für Roggenbrotteig bekannt das dadurch gekennzeichnet ist daß von einer Bakteriennährflüssigkeit ausgejft gangen wird, die bis zur Bildung einer erheblichen Säuremenge vergoren und die saure Flüssigkeit nach dem Aufsaugenlassen durch aufgeschlossenes Getreidemehl vorsichtig getrocknet wird. Es wird dabei auf submersem Wege gearbeitet wobei eine wässerige, i'y dünnflüssige Zubereitung von Roggenmehl mit einer Sauerreinkultur vergoren wird.
Schließlich betrifft die österreichische Patentschrift 36 791 ein Verfahren zur Herstellung von Backhilfsmitteln und Extrakten für Heil- und technische Zwecke, das ίο von Extrakten ausgeht und unter Anwendung bestimmter Temperaturen einen ganz bestimmten Gärungsverlauf anstrebt
Die Bakterienflora von Sauerteig wurde mehrfach untersucht und es liegen darüber viele Veröffentlichunr> gen vor. Auch die sogenannte Sauerteigführung bei der Herstellung von Roggenbrot ist oft in der Literatur beschrieben, und es existieren mehrere Verfahren, nach denen heute in der Praxis gearbeitet wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, durch eine besondere Verfahrensweise zu einem Wirkstoffkonzentrat zu gelangen, das eine ganz anders zusammengesetzte Bakterienflora aufweist als die nach bekannten Verfahren hergestellten Produkte und das infolge seiner spezifischen Wirkung auf das Magenr. Darm-System unmittelbar als Diät- bzw. Arzneimittel eingesetzt und auch als wirkstoffreiches Trägermaterial für Packungen und Masken in der Kosmetik zur Pflege der Haut verwendet werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe, indem man ein Gemisch Ίο aus vermahlenem, mit Wasser angeteigtem und mit einer Milchsäurebakterien enthaltenden Kultur angeimpften Roggen herstellt, das Gemisch unter Luftabschluß bei Temperaturen von etwa 40° C hält, wobei erfindungsgemäß das auf einen Gesamtwasserge-)■) halt von etwa 35—40% eingestellte Gemisch unter Zusatz einer Sauerteig-Reinzuchtkultur 72 Stunden lang behandelt und die erhaltene Masse nach dem Trocknen vermahlt
Die Trocknung des erhaltenen Produkts erfolgt durch (■η Zerstäubung oder bei niedriger Temperatur im Vakuumtrockenschrank, und es wird ein Pulver mil sämtlichen Stoffwechselprodukten der Hefe, Gelbbakterien und Milchsäurebakterien erhalten.
Versuche mit Gemischen mit einem Wassergehalt zwischen 20% und 60% zeigten deutlich, daß gerade der beanspruchte Bereich mit einem Gesamtwassergehalt von etwa 35—40% zu einem besonders wirkstoffreichen Produkt mit aktiver Mikroflora führt.
Es wurden sechs Versuche durchgeführt,
Roggens folgende Werte aufwies:
bei denen der Wassergehalt des mit Reinzqchtsauer angeimpften
Versuch I) Gemisch mit einem Wassergehalt von 20% Versuch 2) Gemisch mit einem Wassergehalt von 30% Versuch 3) Gemisch mit einem Wassergehalt von 35% Versuch 4) Gemisch mit einem Wassergehalt von 40% Versuch 5) Gemisch mit einem Wassergehalt von 50% Versuch 6) Gemisch mit einem Wassergehalt von 60%
nach dem erfindungsgem. Verfahren
Sämtliche Mischungen wurden zur Vergärung nach dem beanspruchten Verfahren 72 Stunden auf einer Temperatur von 400C gehalten. Anschließend erfolgte eine Oberprüfung der Versuchsansätze auf Säuregrad, Geruch, Geschmack und Zusammensetzung der Mikroorganismen, die zu folgendem Ergebnis führte:
Bei den Versuchen 2)—4) mit einem Wassergehalt zwischen 30 und 40% betrug der Säuregrad der Mischung nach Beendigung der Operation zwischen 23£ und 23,6. Die drei Endprodukte batten einen angenehmen, säuerlichen Geschmack und zeigten in der Zusammensetzung ihrer Mikroorganismenflora wenig Unterschiede.
Bei dem Versuch 1), bei dem das Gemisch nur einen Gesamtwassergehalt von 20% aufwies, wurde nach Abschluß ein Säuregrad von 9,3 gemessen. Die Mikroorganismenbildung war geringer, und der niedrige Säuregrad beweist, daß der Wassergehalt nicht ausreicht, um zu dem gewünschten Ziel zu kommen. Geschmack und Gen;<:h des Produktes waren nicht so ausgeprägt wie bei einem Wassergehalt zwischen 30 und 40%.
Bei den Versuchen 5)—C) ergab sich im Endprodukt ein Säuregrad von 26,4 und 263- Wahrem, des Versuchs erfolgte ein starkes Aufquellen durch Gasbildung, was auf eine starke Vermehrung der Hefen schließen läßt. Bei diesem hohen Anteil an Wasser ist eine starke Verschiebung der Mikroorganismen-Zusammensetzung in den Bereich der Hefen eingetreten. Das Endprodukt schmeckt heftiger und saurer als die Zubereitungen, die mit 30—40% Wassergehalt erzeugt wurden.
Aus den Versuchsergebnissen geht eindeutig hervor, daß bei einem Wassergehalt unter 30 und über 40%
ι s Produkte entstehen, die in ihrer chemischen Zusammensetzung, ihren physikalischen Eigenschaften und in der Zusammensetzung der Mikroorganismen sich deutlich von den nach dem beanspruchten Verfahren hergestellten Roggenwirkstoff-Konzentraten mit einem Wassergehalt zwischen 30 und 40% unterscheiden.
Zum Nachweis der technischen Fortschrittlichkeit der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Produkte gegenüber bekannten Produkten wurde eine mikrobiologische Untersuchung der Säuerungsprodukte gemäß dem Verfahren der Erfindung und nach dem Verfahren der DL-Patem.schrift 49 813 vorgenommen. Beide Produkte wurden auf fünf Nährmedien unterschiedlicher Zusammensetzung übertragen und diese bei 32° C sowohl unter aeroben als auch anaeroben
jo Bedingungen kultiviert Den Beobachtungen nach zu urteilen, enthält der Roggenwirkstoff gemäß Erfindung noch eine aktive Mikroflora, hingegen zeigte sich bei den Ansätzen des Sauerteiges nach dem bekannten Verfahren kein nennenswertes Wachstum. Darüber
r> hinaus fällt auf, daß unter der Mikroflora des Roggenwirkstoffes insbesondere anaerobe Formen hervortreten. In der nachfolgenden Tabelle ist der mikrobielle Keimgehalt/g Substrat der verglichenen Substanzen aufgeführt
Mikrobieller Keimgehalt/g Substrat
Kulturmedium Roggenwirkstoff gemäß Verfahren der Erfindung aerobe Kultur anaerobe Kultur
Sauerteig nach Verfahren der DL-PS 49 813
aerobe Kultur anaerobe Kultur
A Verd 10*
kein Wachstum
Verd. ΙΟ-1
kein Wachstum
Verd 10-*
kein Wachstum
kein Wachstum
B 14· 10» Verd 10-*
kein Wachstum
Verd 10-*
kein Wachstum
kein Wachstum
C 40· 10» 40· 10« Verd 10-*
kein Wachstum
kein Wachstum
D 15· 10» 50· 10« Verd 10-*
kein Wachstum
kein Wachstum
E 1,8 · 10» Verd 10-*
kein Wachstum
Gemäß der Vorschrift beider Verfahren wurde jeweils ein Sauerteig hergestellt Beim Säuerungsprozeß selbst sind bereits wesentliche Unterschiede zu berücksichtigen.
Beim bekannten Verfahren wird in Gegenwart von speziell zugesetztem Alkaliphosphat gesäuert. Dieses verhindert, daß die gebildete Milchsäure weiter in Essigsäure umgewandelt wird Als Impfmaterial werden Milchsäurekulturen verwendet.
Beim beanspruchten Verfahren wird kein Alkalipho
sphat zugesetzt. Es kommt überwiegend zur Essigsäurebildung. Angeimpft wird mit Reinzuchtsauerteig, also nicht mit ausgesprochenen Milchsäurekulturen.
Vergleich der beiden Sauerteige:
Säuregrad des Sauers nach DL-Patentschrift am μ Ende der Säuerung: 16,2;
Säuregrad des Sauers nach dem beanspruchten Verfahren am Ende der Säuerung: 22,4.
(Die Essigsaure bewirkt den höheren Säuregrad!)
Beide Produkte wurden sodann schonend bei 40° C im Vakuum getrocknet und wiederum verglichen:
Säuregrad des bekannten Trockensauers 26,6
Säuregrad des beanspruchten Sauers 18,1
(Bei der Vakuumtrocknung wird die flüchtige Essigsäure abgezogen, während die Milchsäure zurückbleibt In getrockneter Form hat deshalb der bekannte Sauer einen wesentlich höheren Säuregrad als der beanspruchte Sauer.)
Die Beobachtungen sprechen dafür, daß nach den beiden Verfahren sehr unterschiedliche Produkte entstehen.
Es wurden nun außerdem beide Trockensauerpräparate in der Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung, Detmold, hinsichtlich ihres Gehaltes an Mikroorganismen untersucht
Dabei stellte sich heraus, daß die Mflchsäurebakterien des bekannten Sauers die Vakuumtrocknung nicht überstanden hatten. Weder im anaeroben noch im aeroben Kulturverfahren wurde irgendein Keimwachstum beobachtet
Die Reinzuchtsauer-Kulturen nach dem beanspruchten Verfahren hatten hingegen die Trocknung zu einem Teil überlebt. In aerober Kultur wurden bis zu 40 000 Keime/g gezählt, in anaerober Kultur bis 500 000 Keime/g.
Es sollte nun noch festgestellt werden, zu welchen Säuerungsergebnissen man kommt wenn im Verfahren nach der DL-Patentschrift die Milchsäurekulturen gegen Reinzuchtsauer, wie im beanspruchten Verfahren verwendet ausgetauscht werden.
Die nachstehende Tabelle gibt einen Oberblick über die erhaltenen Säuerungsergebnisse:
Die Tabelle zeigt daß der Einsatz von Reinzuchtscuerteig im bekannten Verfahren zu einer wesentlich erhöhten Bildung nichtflüchtiger Säuren (Milchsäure) führt Eine Kombination des Reinzuchtsauerteigs mit Alkaliphosphat führt zu einer Verbesserung der Säureausbeute gegenüber beiden Verfahren. Aus den Keimzahlen der getrockneten Sauer kann man lediglich entnehmen, daß die Milchsäurekulturen die schonende Trocknung nicht überstanden haben. Die Mikroben des Reinzuchtsauers zeigten sich hier als wesentlich widerstandsfähiger.
Die Erfindung wird anhand eines Beispiels beschrieben:
40 kg grob gemahlener Roggen wurden mit 251 Wasser in einem Planetenrührwerk auf 400C erwärmt Die Masse wurde mit 1 bis 2% Reinzuchtsauer geimpft und nach gutem Durcharbeiten in verschließbare Behälter gefüllt Dort blieb sie unter Luftabschluß dreimal 24 Stunden b«;i 400C stehen. Nach dieser Zeit lag der Säuregrad der Mischung zwischen 21 und 25. Nun w'.irde das Produkt aus den Behältern genommen und bei 40 bis 55° C getrocknet Bei einem Wassergehalt von 6 bis 8% erfolgte eine möglichst feine Mahlung.
Das auf diese Weise erhaltene pulverförmige Wirkstoffkonzentrat aus Roggen hatte, wie eine Typanalyse zeigte, folgende Zusammensetzung:
8% Wasser,
8% Eiweiß,
2% Fett,
2% Rohfaser,
2% Asche:
der Rest bestand aus stickstofffreiem Extraktstoffen, zur Hauptsache Stärke.
Der Säuregrad betrug 24, der pH-Wert 4,5, der
j5 Vitamin-Bi-GehaltOi mg%.
Im Rattenversuch konnte keine akute Toxizität des Produktes festgestellt werden.
Im klinischen Versuch wurden 100 Magen-Darm-Patienten mit dem Wirkstoffkonzentrat behandelt Dieses wurde ihnen in einer Konzentration von 1 bis 4 g pro Tag auch in Mischung mit Mannit per os verabreicht Dabei wurden gute Erfolge bei chronischen Darmstörungen im Sinne der heute so häufigen Enterokolitis in akuter oder chronischer Form, bsi Gärungs- und Fäulnisdispepsien, sowie Darminfektionen, bedingt durch Klimawechsel, erzielt Hier handelt es sich meist um Darmstörungen in Form von chronischer Verstopfung und Wechsel von Verstopfung und Durchfall ähnlichen Erscheinungen. Der Versuch zeigte, daß mit diesem Wirkstoffkonzentrat aus Roggen eine therapeutische Lücke ausgefüllt werden kann und chemotherapeutische Präparate ersetzt werden können.
Für die Behandlung von Magen-Darmstörungen hat sich eine Kombination des aus Roggen hergestellten
Wirkstoffkonzentrates mit Mannit besonders bewährt. Durch Mischung mit anderen therapeutisch oder
diätetisch wirksamen Substanzen ergibt sich ein breites
Anwendungsgebiet für den neuen Wirkstoff. Auf die Anwendung des pulverförmigen Wirkstoff-
konzentrats in der Kosmetik in Form von Gesichtsmas= ken und Packungen sei in diesem. Zusammenhang ebenfalls aufmerksam gemacht.
Säuregrad Sauregrad Wasser .'v-simzahl I
(feucht) (trocken) (trocken) (üocfcen) ι
Sauer nach dem beanspruchten 22,4 18,1 7% 40 000/g
Verfahren
Sauer nach Verfahren der 16,2 26,6 6% n. n.
DL-Patentschrift
Sauer nach DL-Patentschrift 29 61 7% 36 000/g
unter Verwendung von Rein
zuchtsauerteig

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen Roggenwirkstoff-Konzentrats für diätetische, pharmazeutische und kosmetische Zwecke aus vermahlenem, mit Wasser angeteigtem und mit einer Milchsäurebakterien enthaltenden Kultur angeimpftem Roggen und Behandeln des Gemisches unter Luftabschluß bei Temperaturen von etwa 40" C und anschließender Trocknung, dadurch gekennzeichnet, daß man das auf einen Gesamtwassergehalt von etwa 35—40% eingestellte Gemisch unter Zusatz einer Sauerteig-Reinzuchtkultur 72 Stunden lang behandelt und die erhaltene Masse nach dem Trocknen vermählt
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