DE20009867U1 - Additiv, enthaltend ein unlösliches mineralisches Sediment, für die innerliche und äußerliche therapeutische, sowie kosmetische Anwendung - Google Patents

Additiv, enthaltend ein unlösliches mineralisches Sediment, für die innerliche und äußerliche therapeutische, sowie kosmetische Anwendung

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Description

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HBSG03T1.doc
Additiv, enthaltend ein unlösliches mineralisches Sediment,
für die innerliche und äußerliche therapeutische, sowie kosmetische
Anwendung
Die Erfindung betrifft ein Additiv, enthaltend ein unlösliches mineralisches Sediment, für die innerliche und äußerliche therapeutische, sowie kosmetische Anwendung, z.B. als Zusatz für Bade- oder Reinigungswässer, die mit der menschlichen Haut in Kontakt kommen.
Es ist bekannt, dem Badewasser sogenannte „Badesalze' hinzuzufügen, beispielweise die in der Hortiöo therapie verwendeten Kohlensäurebäder mit Fichtennadelöl, die als Kohlensäure-Träger Natriumhydrogencarbonat und als Kohlensäure-Entwickler Aluminiumsulfat enthalten.
Weiterhin sind Sprudeltabletten bekannt, beispielsweise unter bekanntem Markennamen „Kneipp', die außer Natriumhydrogencarbonat u.a.. Citronensäure, pflanzliche Extrakte, Duftstoffe, Tenside, Glycin und Kieselsäureanhydrid enthalten.
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Als Reinigungsmittel wird auch aus Nordafrika importierte, sogenannte „Lavaerde* benutzt, die sich aus Silizium- und Magnesiumsalzen, sowie Eisen-, Aluminium- und Calciumoxiden zusammensetzt. Die Lavaerde wirkt auf die menschliche Haut, ohne die Oberflächenaktivität des Wassers herabsetzen zu müssen, d.h. die Tenside sind nicht erforderlich. Die Lavaerde wird in Pulver- oder Pastenform auf den Markt gebracht. Nach dem Verbrauch hinterläßt die Lavaerde große Rückstände in der Badewanne, die gründlich ausgespült werden müssen. Eine ausreichende Dispersion ist nicht gegeben.
Aufgabe der Erfindung ist, ein fürs Bade- oder Reinigungswasser geeignetes, neuartiges Additiv zu konzipieren, das ein Sediment enthält, der auf die menschliche Haut wirkt und sich gut im Wasser zerteilt, ohne die beachtlichen Rückstände als „Wannenrest? zu hinterlassen. Eine weitere Aufgabe ist, die Möglichkeit anzubieten, mithilfe des Additivs hautneutrale kosmetische Mittel, wie Haar- oder Handwaschschaum, in situ herzustellen. Außerdem soll sich das Additiv für therapeutisehe Zwecke;, darin für innere Anwendung eignen.
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das unlösliche mineralische Sediment ein Ton ist. Die Korngröße eines solchen Tons liegt üblicherweise unter 2 um. Es soll aber nicht ausgeschlossen werden, daß Grobkörnige Bestandteile bis 2 mm Körnung in geringer (unter 5 Gew.%) Menge enthalten sind. Der Ton ist mit einem Gemisch aus einer kristallinen, organischen Säure und einem unter Reaktion mit der gelösten Säure gasabgebenden Substanz zu einer brausenden Substanz gemischt. Der Ton ist im Waser praktisch unlösbar, er kann bei feiner Körnung aber gut dispiergiert werden.
Als das mineralische Sediment kommt ein natürliches, wasserhaltiges Aluminiumsilicat in Frage, vorzugsweise das zu den Tongesteinen zählende Bentonit. Das Bentonit ist seit langem u.a. als Hilfsmittel in kosmetischen Pudern, als Klärmittel für Flüssigkeiten und als Trägerstoff bekannt. Das Bentonit besitzt zalhreiche wertvollen Eigenschaften, wie Quellfähigkeit und Ionenaustauschvermögen.
Es hat sich gezeigt, daß eine Vermahlung vom Ton, bei der ein gewisser Grobkornanteil bis 2 mm Korngröße vorgenommen wurde, günstig für die Gasbildung ist, insbesondere dann, wenn das Additiv aus möglichst viel Ton und weniger gasbildenden Stoffen besteht. Bei einer Feinstvermahlung muß der Anteil an gasbildende Stoffe größer als bei einer gröberen Vermahlung sein, um eine gleich gute Auflösung des Additivs im Wasser zu erreichen.
Die gasabgebende Substanz ist ein pulveriges Carbonat oder Hydrogencarbonat, vorzugsweise Natriumhydrogencarbonat, bekannt als Natron (NaHCO3) · Das Natriumhydrogencarbonat ist physiologisch unbedenklich und wird u.a. als Bestandteil von Backpulvern verwendet.
Als wasserlösliche organische Säure ist eine Säure aus der Gruppe der Fruchtsäuren gewählt, wie Citronen- oder Weinsäure, oder ein Gemisch aus mehreren Fruchtsäuren. Die Fruchtsäuren weisen aromaibildende und antimikrobielle Eigenschaften auf und müssen nicht als Zusatzstoffe deklariert werden. Auch Ascorbin- und Oxalsäure sind bestens geeignet. Die Oxalsäure (Kleesäure) besitzt sehr gute reduzierende Eigenschaften unter Bildung von unbedenklichen Endprodukten: Wasser und Kohlendioxid.
Ferner können dem Additiv ätherische Öle, wie Kamillenöl, und/oder pharmazeutische Substanzen, wie Baldrianextrakt, sowie Farbstoffe zugefügt werden. Es sei darauf hingewiesen, daß bei dem erfindungsgemäßen Produkt auschließlich natürliehe und umweltschonende Bestandteile zu finden sein sollten.
Der Reinigungseffekt des erfindungsgemäßen Pulvers oder Tablette beruht auf einer besonders hohen Austauschkapazität der feinen Partikeln der Mineralteile, die es ermöglicht, die Schmutz- und Fettpartikeln aus der Körperoberfläche aufzunehmen, zu entfernen und abzuspülen. Da die Bestandteile des Additivs natürliche Produkte sind, verhält sich das Additiv im Abwasser neutral. Ein weiterer Vorteil ist, daß die natürliche Schutzschicht von Körper- bzw. Kopfhaut in Gegensatz zur Verwendung von Tensiden nicht angegriffen wird.
Das innerlich angewandte Additiv wirkt vermutlich adsorptiv auf Darmgifte, Lipide und Alkaloide, äußerlich als Badezusatz schmerzlindernd und entzündungshemmend.
Vorzugsweise wird das Additiv zu Tabletten komprimiert, die relativ klein und daher einfacher zu dosieren sind, insbesondere zum Einnehmen als Medikament in der Form einer Brausetablette.
Dem pulverigen Additiv können Pflege- oder Speiseöle beigemischt
werden. Als Pflegeöle können u.a. Mandel-, Jojoba-
oder Avocadoöle Verwendung finden. Aus der Gruppe Speiseöle
kommen beispielsweise Oliven-, Nußkern-, Weizenkeim- oder
Sonnenblumenöle in Betracht. Die Aufgabe der Öle ist, die
während des Umrührens entstandenen Gasbläschen festzuhalten.
Darüber hinaus ist zweckmäßig, das Additiv gemäß Erfindung
zur Herstellung von kosmetischen Schäumen „in situ* zu ver-
wenden. So können nach Bedarf tensidfreie Haar- oder Handwaschmittel, Rasier- oder Duschbad-Schaum oder dergleichen zu Hause hergestellt werden, ohne dass fertige, häufig teuere Produkte gekauft werden müssen. Dies ist vom Vorteil insbesondere dann, wenn dem Benutzer an einem geruchsneutralen kosmetischen Schaum gelegen ist, oder wenn der Benutzer allein einen bestimmten Duft und dessen Intensität auswählen will. Ein anderer positiver Aspekt des erfindungsgemäßen Schaumes ist die Möglichkeit der Verwendung eines solchen hausgemachten Mittels bei der Anfälligkeit für bestimmte Allergien.
Das Schaumvermögen hängt u.a. vom Flüssigkeitsvolumen, den mechanischen Bedincjungen und der Temperatur ab.
Beispiele der Rezepturen:
Beispiel 1.
Es wird folgende Zusammensetzung für einen pulverigen Badezusatz vorgeschlagen:
- 45 Gew.% Bentonit (Korngröße 0,1 bis 1,5 nun),
- 43 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 10 Gew.% Citronensäure,
25-2 Gew.% Titandioxid.
Beispiel 2.
48 Gew.% Bentonit,
4 0 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
8 Gew.% einer Mischung von Citronen- und Weinsäure, 2 Gew.% Rosmarinöl,
2 Gew.% Riboflavin-5-Phosphat
wurde in einer Tablettiermaschine zu Tabletten von der Größe: Durchmesser 18 mm,
Dicke 5 mm
zusammengepreßt.
Beispiel 3.
52 Gew.% Bentonit,
4 0 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
8 Gew.% Citronensäure
wurde ebenso in einer Tablettiermaschine zu Tabletten zusammengepreßt.
Das im Beispiel 1 beschriebene Pulver wird in dicht verschließbaren Beutel-Verpackungen je 500 Gramm konfektioniert. Die Tabletten werden in 0,25-Liter-Gläsern mit Deckel verpackt. Der Zusatz von Titandioxid hellt die graue, kristalline Mischung auf. Das zu Tabletten komprimierte Pulver (Beispiel 2) weist eine leicht rosige, bzw. eine graue (Beispiel 3) Farbe auf. Die Tabletten haben eine glatte, porenfreie Oberfläche.
Beispiel 4.
- 65 Gew.% Montmorillonit (Korngröße 0,8 bis 2,0 mm),
- 20 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 15 Gew.% Citronensäure,
Beispiel 5.
- 60 Gew.% Bentonit (Korngröße 0,1 bis 0,3 mm),
- 20 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 10 Gew.% Weinsäure,
- 10 Gew.% E.rennesselpulver (getrocknet;
Beispiel 6.
- 60 Gew.% Bentonit (Korngröße 0,4 bis 1,3 mm), - 20 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 10 Gew.% Ascorbinsäure,
- 10 Gew.% Fichtennadelpulver (getrocknet)
Beispiel 7.
- 40 Gew.% Bentonit (Korngröße 0,2 bis 2,0 mm), - 35 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 15 Gew.% Citronensäure,
- 10 Gew.% Pulver aus Kastanienblättern (getrocknet)
Beispiel 8.
- 70 Gew.% Bentonit (Korngröße 0,1 bis 0,3 mm), - 15 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 14 Gew.% Citronensäure,
1 Gew.% etherisches Orangenöl (Citrus aurantium dulcis)
Bei den in den Beispielen 5 und 8 dargestellten Rezepturen handelt es sich um für die innerliche Anwendung gedachte Brausetabletten. Ein Zusatz von Traubenzucker ist möglich.
Beispiel 9.
- 65 Gew.% Montmorillonit (Korngröße 0,4 bis 1,5 mm),
- 20 Gew.% Natriumhydrogencarbonat, - 14 Gew.% Citronensäure, 1 Gew.% Teebaumöl ( Metaleuca Alternifolia)
Beispiel 10.
- 75 Gew.% aktiviertes Natrium-Bentonit, - 24 Gew.% Citronensäure,
1 Gew.% Rosmarinöl (Rosmarinüs officinalis).
Beispiel 11.
Es wurde eine pulverige Mischung aus
- 72 Gew.% Bentonit (Korngröße 100 um bis 300 um),
- 16 Gew.% Natriumhydrogencarbonat,
- 12 Gew.% Citronensäure,
in ein Glasbehältnis (nicht dargestellt) mit Skalenstrich aufgeschüttet. Der Mischung wurde 1 Gew.% Neem-Extrakt zugemischt. Die Pulverschicht wurde mit einer flüssigen Mischung aus 20 Gew.% vom kaltgepreßten Olivenöl, 1 Gew.% Neem-Blätter-Extrakt und 0,5 Gew.% Rosmarinöl bedeckt.
Nach einem kurzen, intensiven Umrühren mit einem Stab oder Teelöffel ist ein verfestigter „Bentonit-Schaum* entstanden, dessen Volumen dreifache Höhe (am Skalenstrich) der ursprünglichen Gesamtmenge überschreitet. Der selbstgemachte Schaum ist vor allem als Haarpflege zu verwenden. Das kaltgepreßte Olivenöl zeichnet sich durch einen höhen Gehalt an Vitamin E aus. Der Zusatz vom ätherischen Rosmarinöl verleiht der Mischung einen angenehmen Duft.
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Claims (13)

1. Additiv, enthaltend ein unlösliches mineralisches Sediment, für die innerliche und äußerliche therapeutische Anwendung sowie für kosmetische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß das mineralische Sediment ein Ton ist, der mit einem Gemisch aus einer kristallinen, organischen Säure und einem unter Reaktion mit der gelösten Säure gasabgebenden Substanz zu einer brausenden Substanz gemischt ist.
2. Additiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diesem Öl beigemischt ist, das bei mechanischer Einwirkung auf das Additiv schaumbildend wirkt.
3. Additiv nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Öl Speiseöl oder geruchsarmes bzw. geruchsloses Pflegeöl ist.
4. Additiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mineralische Sediment ein natürliches, wasserhaltiges Aluminiumsilicat, wie Montmorillonit, Bentonit oder Attapulgit, ist.
5. Additiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Reaktion mit der gelösten Säure gasabgebende Substanz ein Carbonat oder Hydrogencarbonat ist.
6. Additiv nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gasabgebende Substanz Natron (NaHCO3) ist.
7. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als wasserlösliche organische Säure eine Säure aus der Gruppe Fruchtsäuren gewählt ist, wie Citronen- oder Weinsäure, oder ein Gemisch aus mehreren Fruchtsäuren.
8. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure Ascorbinsäure ist.
9. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure Oxalsäure ist.
10. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieses einen Überschuß an organische Säure aufweist.
11. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieses einen Überschuß an gasabgebende Substanz aufweist.
12. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv zu Tabletten gepreßt ist. 13. Additiv nach Einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mineralische Anteil wenigstens 80 Gew.-% beträgt.
14. Additiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diesem Farbstoff und/oder pharmazeutische und/oder ätherische Substanzen zugefügt sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7763287B2 (en) 2002-12-27 2010-07-27 Hankook Pharm. Co., Inc. Extract of Cercis chinensis having anti-oxidant activity and anti-aging activity, and cosmetical composition containing the extract for anti-oxidation, skin-aging protection and wrinkle improvement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US7763287B2 (en) 2002-12-27 2010-07-27 Hankook Pharm. Co., Inc. Extract of Cercis chinensis having anti-oxidant activity and anti-aging activity, and cosmetical composition containing the extract for anti-oxidation, skin-aging protection and wrinkle improvement

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