DE2000536C - Elektromotorisch betriebenes Steuerventil mit gleichachsigen Ventilsitzen - Google Patents
Elektromotorisch betriebenes Steuerventil mit gleichachsigen VentilsitzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektromotorisch betriebenes Ventil zur Steuerung eines Gasoder
Flüssigkeitsstromes in verschiedene Zweige eines Rohrleitungssystems, bei dem die Ventilsitze gleichachsig
zueinander angeordnet und die Verschlußstücke mittels eines von außen her drehbar in
die Ventilspindel eingreifenden Schwenkhebelgliedes nach beiden Seiten hin verstellbar ausgebildet
sind.
Die Anordnung der axial zu verstellenden Verschlußstücke betreffend, ist beispielsweise nach der
Patentschrift Nr. 44 660 des Amtes für Erfindungsund Patentwesen in Ost-Berlin vorgesehen, dieselben
auf beiden Seiten direkt innerhalb des entsprechend ausgebildeten Ventilgehäuses zu führen und dabei die
von außen zu betätigende Antriebswelle mit einer Gabel in eine Stiftführung auf der gemeinsamen
Ventilstange eingreifen zu lassen. Derartige Anordnungen sind jedoch infolge einer Verknüpfung der
Maßnahmen zur Führung und Abdichtung der Verschlußstücke nicht nur an sehr genaue Fertigungstoleranzen gebunden, sondern auch im Betriebszustand
störanfällig, so daß sich insbesondere bei Verwendung von Verunreinigungen enthaltenden
Flüssigkeiten Undichtigkeiten kaum vermeiden lassen, die eine ständige Überwachung und sorgfältige
Wartung erfordern.
In Anbetracht dessen stellt sich die Erfindung die Aufgabe, die Dichtungsfunktion der Verschlußstücke
des Steuerventils von deren Führungsfunktion zu trennen und nur die letztere in konstruktiver
Beziehung an das Ventilgehäuse zu binden, um die
eigentliche Ventilfunktion nicht zusätzlich zu belasten.
Zur Lösung dieser Aufgabe bildet die Erfindung ein elektromotorisch zu betätigendes Steuerventil mit
gleichachsigen Ventilsitzen und einem von außen her drehbar in eine die Verschlußstücke tragende Ventilstange
eingreifenden Schwenkhebclantrieb dahingehend aus, daß die axial verstellbare Ventilstange
an L'iner von außen her dicht in das Ventilgehäuse
eingesetzten Hülse gelagert ist.
Auf diese Weise ist die gesamte Vcntilmechanik
auf sich selbst gestellt und vollkommen unabhängig von der eigentlichen Ventilfunktion, welcher nunmehr
nur noch der Schließ- bzw. Abdichtungseffekt zwischen Verschlußstück und Ventilsit/, obliegt.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung
wird die mit gabelartigen Lageransätzen versehene Hülse innerhalb der Einstecköffnung des Ventilgehäuse^
in Haft- oder Schiebesitz lagegereehl zu den anderen Funktionsdcmcntcn fixiert, indem ihn die
Betätigungswellc des elektromotorischen Antriebs in der richtigen Position senkrecht zur Venlilstangc von
oben her auf beiden Seiten drehbeweglich durchgreift. Nach .Mil.len hin wird die dazu vorteilhafterweise
kreisrund ausgebildete Einstecköffnung im Ventilgehäuse mittels einer Verschraubung abgedichtet, wodurch
/ti gleicher Zeit die genannte Betätigungswelle des Antriebs entlastet wird. In dieser Beziehung bewirkt die geeignete Ausbildung bereits vorhandener
Haiileile ohne Zuhilfenahme weiterer Befestigungsmittel einen zwangliiufig ordnungsgemäßen Sitz des
llükcrtkürpcrs und der an ihn gebundenen Funktionselemeiite.
Die mechanische Kupplung /wischen Beläligtingswelk'
und Ventilspindel betreffend, besieht diese, einer Wi-ileibildung der KrHmIiIHg gemäß, einfacherweise
aus einem gabelförmigen Schwenkhebelglied auf der Betätigungswelle des elektromotorischen Antriebs,
welches im Innenbereich der Hülse in eine entsprechende Führung innerhalb der Ventilspindel eingreift.
Auf diese Weise gelangen die Arme des Hebels je nach Drehbewegung der Betätigungswelle an einer
Begrenzungskante der Führungsnut oder einem Anschlagstift zur Anlage und bewegen die Ventilstange
in gerader Richtung senkrecht auf den betreffenden
ίο Ventilsitz zu.
Es ist bei einem druckmittelbetätigten Ventil bekannt, sämtliche Ventilteile einschließlich des Antriebs
durch eine Gehäuseöffnung in das Gehäuse einzusetzen.
Als Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung die erfindungsgemäße Ausbildung der wesentlichen Elemente
eines Ventils für die Steuerung von Flüssigkeiten dargestellt.
Dabei zeigt F i g. 1 in perspektivischer Ansicht die
Dabei zeigt F i g. 1 in perspektivischer Ansicht die
ao Normalausführung des Steuerventils mit gleichachsigen
Ventilsitzen in Verbindung mit einer Spannfeder und einem Zahngesperre zum Eingriff des elektromotorischen
Antriebs.
In Ergänzung dieser Darstellung zeigt Fig. 2 die
as erfindungsgemäße Lagerung der Ventilstange.
Wie aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich, befindet sich die Umstellmechanik des Ventils in einem
Gehäuse 1, das über einen Einlaßstutzen 2 sowie zwei einander gleichachsig gegenübergelegerie Auslaß-
stutzen 3 verfügt, vor dsnen sich die fest im Gehäuse 1
angeordneten Ventilsitze befinden. Im Bereich der Durchlaßöffnung sind deren Randungen jeweils mit
Einstichen versehen, in die p.af beiden Seiten beim Zusammenbau Zahnscheiben 6 eingesetzt werden
Diese Gebilde dienen einer Gleitlagerung der Ventilstange 4, die an ihren Enden mit Verschlußstücken 5
ausgestattet und zwischen den Ventilsitzen hin- und herverschiebbar gehalten ist. Zur Verstellung der
Ventilstange 4 in beide Richtungen ist diese in ihrer
Mitte mit einer Führungsnut versehen, die nach beiden Seiten hin durch Anschlagstifte begrenzt ist. In
eine derartige Stiftführung greift ein gabelförmiger Schwenkhebel 8 ein, der seinerseits auf der senkrecht
von oben her in das Ventilgehäuse 1 eingeführten und in diesem drehbeweglicl· gelagerten Betätigungswelle 7 befestigt ist. Dabei weisen die Gleitflanken
der beiden Arme des Schwenkhebels 8 eine der Schubbewegung in Kontakt mit den Anschlagstiften
der Vcntilstange 4 dienliche Form ähnlich einer Evolventenverzahnung auf.
Außerhalb des Ventilgehäuscs 1 ist die Betiitigungswclle
7 mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten elektromotorischen Antrieb und der Ventilfeder 10
über ein Zahngesperre verbunden. Diese drehrichtungsahhangige Kopplungseinrichtung gliedert sich in
das von selten des F.lektromomtors über cmc feste
Schlit/kupplung beaufschlagbare Klinkenrad U, das von einer fest auf der Beta'tigungswelle 7 angeordneten
und Über einen Hebelansatz mit der Druckfeder-
6<> anordnung 10 gekoppelten Umkapselung umgeben
ist. Innerhalb dieser Kapsel bewirkt der unter Federspannung im Eingriff mit dem Klinkenrad 11 gehaltene Sperrstift 12 in beiden Drehrichtungen eine
Kopplung von Antriebs* und Betätigtingswclle, so
lange das Drehmoment des Elektromotors und/oder
die Rückstellkraft der Druckfeder IO angreifen. Wenn das Ventil jedoch nach Abschalten des motorischen
Antriebes von der Feder 10 in die betreffende End-
stellung gefahren worden ist und sich diese Feder
dabei entspannt hat, sind Motor und Getriebe zufolge der in ihnen gespeicherten Bewegungsenergie bestrebt,
sich im Leerlauf noch um einen gewissen Betrag weiter zurückzuverstellen. In eberr dieser Richtung bietet
das Zahngesperre der Motorwelle die Möglichkeit, sich um diesen Winke! weiterzudrehen, ohne dabei
die Betätigungswelle 7 mitzunehmen bzw. zu belasten.
Aus F i g. 2 der Zeichnung ist die Lagerung der ι·
axial verstellbaren Ventilstange 4 mit ihren, beiden Verschlußstücken 5 in den Stegbohrungen der Hülse 9
ersichtlich. Diese Hülse 9 wird gegenüber dem Einlaßstutzertl in Haft- bis Schiebesitz in das Ventilgehäuse 1 eingesetzt und mit Hilfe der sie senkrecht
in Bohrungen drehbeweglich durchgreifenden Betätigungswelle 7 funktionsgerecht im Gehäuse I fixiert,
wobei diese Welle 7 zu gleicher Zeit innerhalb der Hülse 9 den mit der Ventilstange 4 gekuppelten
Schwenkhebel 8 erfaßt. Auf Grund einer derarti- ao gen Ausbildung lassen sich die sämtlichen Teile der
eigentlichen Ventilanordnung durch die verschiedenen Anschlußstutzen 2, 3 und die verschraubbare
Einstecköffnung für die Hülse 9 von außen her in das Gehäuse 1 einbringen und darin montieren. as
Claims (3)
1. Elektromotorisch betätigtes Steuerventil mit
gleichachsigen Ventilsitzen, welches durch ein von außen her drehbar in eine die Verschlußstücke
tragende Ventilstange eingreifendes Schwenkhebelglied nach beiden Seiten hin verschiebbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die axial verstellbare Ventilstange (4) an einer von außen her dicht in das Ventilgehäuse (1)
eingesetzten Hülse (9) gelagert ist.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit gabelartigen Lageransätzen versehene Hülse (9) in eingesetztem Zustand durch die sie auf beiden Seiten drehbeweglich durchgreifende Betätigungswelle (7) für die
Ventilstange (4) lagegerecht i'ixiert und die Einstecköffnung im Ventilgehäuse (1) nach außen
hin abdichtend verschraubt ist.
3. Steuerventil nach Ans;,<uch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungswelle
(7) im Innenbereich der Hülse (9) mittels eines gabelförmigen Schwenkhebelgliedes (8) in eine
entsprechende Führung auf der Ventilstange (4) eingreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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