DE20004860U1 - Saugbagger - Google Patents

Saugbagger

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Description

PATENTANWÄLTE
DiPL ing. HEINER LICHTI
DiPL-PHYS. DR. RER. NAT. JOST LEMPERT D-76207 KARLSRUHE (DURLACH)
POSTFACH 410760
DIPL-ING. HARTMUT LASCH TELEFON: (0721)9432815 TELEFAX: (0721) 9432840
. SABATEC Saugbaggertechnologie 16849.0/99 La/ma :
GmbH 13· März 2 000 Hans-Kraut-Straße 4
78549 Spaichingen
Saugbagger
Die Erfindung betrifft einen Saugbagger.insbesondere zum Aufnehmen von Erdreich, mit einer Samme1kammer, in der über eine Turbine ein Saugluftström erzeugbar ist, und mit einem Saugrüssel, der einen Saugschlauch aufweist, der an seinem oberen Ende in die Sammelkammer mündet und an seinem unteren Ende ein Saugstutzen trägt, wobei der Saugschlauch oberhalb des Saugstutzens eine Griffeinrichtung für eine Bedienperson aufweist.
Wenn für Sanierungsmaßnahmen im Kabelbau (Energieversorgungskabel, Telekommünikationskabel) oder im Rohrleitungsbau eine bereits in der Erde verlegte Leitung freigelegt werden soll, muß das Erdreich mit einem herkömmlichen Schaufelbagger in einem größeren Umgebungsbereich abgetragen werden, wobei eine erhebliche Gefahr der Beschädigung der freizulegenden Leitung durch die Baggerschaufel besteht. Zum gezielten Aufnehmen von Sauggut und insbesondere Erdreich sind deshalb Saugbagger entwickelt worden, mit de-
Ma000075
nen das die freizulegende Leitung umgebende Erdreich in einem engen Umgebungsbereich abgesaugt wird.
Ein Saugbagger, wie er beispielsweise aus der EP-B O 621 983 bekannt ist, besitzt einen LKW herkömmlichen Aufbaus, auf dessen Chassis die eigentlichen Saugbaggeraufbauten angeordnet sind, die unter anderem eine Turbine umfassen, die über eine Sammelkammer einen Saugluftstrom erzeugt, durch den das Sauggut über einen Saugrüssel in die Sammelkammer gesaugt wird. In der Sammelkammer wird das Sauggut aus dem Saugluftstrom abgeschieden, woraufhin noch in der Transportluft vorhandener Staub oder sonstige mitgeführte Teilchen in einer nachgeschalteten Filtervorrichtung ausgefiltert werden, bevor die Transportluft an der Austrittsseite der Turbine abgeblasen wird.
Der Saugrüssel umfaßt einen flexiblen Saugschlauch, der an seinem unteren Ende seinen Saugstutzen trägt, der von einer Bedienperson auf dem Erdreich abgesetzt und von diesem ab-0 gehoben werden kann. Das obere Ende des Saugschlauchs mündet nahe der Decke der Sammelkammer in dieser. Um der Bedienperson die Handhabung des Saugschlauchs zu erleichtern, ist oberhalb des Saugstutzens eine Griffeinrichtung angeordnet, die beim Saugbetrieb von der Bedienperson ergriffen wird, so daß diese den Saugschlauch und damit den Saugstutzen in gewünschter Weise positionieren und dirigieren kann. Da der Saugschlauch relativ schwer ist und seine Umsetzung erhebliche körperliche Kräfte erfordert, ist es für ein gutes, genaues Saugergebnis notwendig, der Bedienperson eine auf ihre persönlichen Abmessungen optimal abgestimmte Arbeitsumgebung bereitzustellen. Insbesondere wenn die Griffeinrichtung bei großen Bedienpersonen zu tief oder bei kleinen Bedienpersonen zu hoch angeordnet ist, führt dies zu einer vorzeitigen Ermüdung der Bedienperson, wodurch die
• ·
Arbeitsgenauigkeit'nachläßt und die Gefahr einer Beschädigung der freizulegenden Leitung ansteigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Saugbagger der genannten Art zu schaffen, bei dem sich die Griffeinrichtung des Saugschlauchs an die jeweilige Person anpassen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Saugbagger der genannten Art dadurch gelöst, daß die Griffeinrichtung in Längsrichtung des Saugschlauchs verstellbar ist.
Durch die erfindungsgemäß mögliche Verstellung der Griffeinrichtung längs des Saugschlauches, kann der Abstand vom Saugstutzen zu der Griffeinrichtung verändert und an die körperlichen Abmessungen der Bedienperson und gegebenenfalls auch die räumlichen Rahmenbedingungen auf der Baustelleangepaßt werden. Es ist dabei sogar möglich, daß die Bedienperson am Rand der ausgehobenen Baugrube oberhalb von dieser steht und die Griffeinrichtung soweit an dem Saugschlauch nach oben verstellt hat, daß sie mittels der Griffeinrichtung den am Boden der Baugrube befindlichen Saugstutzen von ihrer Position außerhalb der Baugrube steuern kann.
In einer möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Griffeinrichtung lösbar am Saugschlauch gehalten ist. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, daß die Griffeinrichtung eine den Saugschlauch umgreifende Klemmhülse aufweist. Zur Verstellung der Griffeinrichtung muß lediglich die Klemmhülse gelöst, entlang des Saugschlauchs in die gewünschte Position gebracht und wieder geschlossen bzw. angezogen werden, so daß sie sich von außen auf den Saugschlauch klemmt und auf diesem sicher gehalten ist.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist Klemmhülse in zwei den Saugschlauch jeweils über einen Teilumfang umgreifende Halbschalen unterteilt, wobei die Halbschalen gelenkig miteinander verbunden und in ihrer den Saugschlauch umgreifenden Schließstellung mittels eines Verschlusses arretierbar sind. Der Verschluß stellt sicher, daß sich die Klemmhülse bei Betrieb des Saugbaggers nicht in unbeabsichtigter Weise lösen kann. Die Unterteilung der Klemmhülse in zwei Halbschalen stellt eine einfache Bedienung der Klemmhülse sicher, da lediglich ein einzelner Verschluß gelöst werden muß, um die Halbschalen durch eine Relativschwenkung zu öffnen.
Neben der Klemmhülse weist die Griffeinrichtung auch Griff teile auf, an denen der Benutzer die Griffeinrichtung erfassen und den Saugschlauch führen kann. Die Griffteile können von einem oder mehreren einzelnen Handgriffen gebildet sein, vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, daß die Griffeinrichtung einen den Saugschlauch umgebenden Griffrahmen aufweist. Der Griffrahmen kann beispielsweise von einem Ring gebildet sein, der in vorbestimmtem Abstand um den Saugschlauch umläuft. Aufgrund der rahmenförmigen Ausgestaltung besitzt die Griffeinrichtung eine hohe räumliche Stabilität und es ist der weitere Vorteil gegeben, daß die Bedienperson die Griffeinrichtung von allen Seiten des Saugschlauches in gleicher Weise erfassen kann.
Der Griffrahmen kann entweder zusammen mit der Klemmhülse bei seiner Anbringung an dem Saugschlauch axial auf diesen aufgeschoben werden, um den Griffrahmen auswechseln zu können, es kann jedoch vorgesehen sein, ihn zu öffnen und zusammen mit der Klemmhülse, mit der er vorzugsweise über Stege verbunden ist, radial von dem Saugschlauch abzunehmen bzw. auf diesen aufzusetzen. Zu diesem Zweck ist der Griff -
rahmen zu öffnen, was beispielsweise dadurch erreicht werden kann, daß der Griffrahmen in zwei den Saugschlauch jeweils über einen Teilumfang umgebende Rahmenteile unterteilt ist, wobei die Rahmenteile an einem Gelenk miteinander verbunden und in ihrer geschlossenen, den Saugschlauch umgebenden Stellung mittels eines Verschlusses arretierbar sind.
Ein besonders einfacher konstruktiver Aufbau bei gleichzeitig bequemer Bedienbarkeit ist gegeben, wenn die Halbschalen der Klemmhülse und die Rahmenteile des Griffrahmens ein gemeinsames Gelenk und einen gemeinsamen Verschluß aufweisen, so daß durch Öffnen des gemeinsamen Verschlusses die gesamte Griffeinrichtung vom Saugschlauch abgenommen werden kann.
Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll und notwendig, daß die Griffeinrichtung von dem am unteren Ende des Saugschlauches angeordneten Saugstutzen elektrisch isoliert ist, da es bei den Saugarbeiten passieren kann, daß der Saugstutzen eine im Erdboden verlegte elektrische Leitung beschädigt. Die elektrische Isolierung der Griffeinrichtung relativ zu dem Saugstutzen kann erfindungsgemäß in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß die Klemmhülse innenseitig eine Schicht aus einem elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus Gummi, aufweist, so daß keine metallene Verbindung zu dem Saugschlauch und somit dem Saugstutzen besteht. Zusätzlich oder alternativ dazu kann vorgesehen sein, daß der Saugschlauch aus einem elektrisch nicht-leitenden Material besteht. Da die Griffeinrichtung vorzugsweise am Saugschlauch angebracht ist, kann auch hierdurch eine vollständige Isolierung der Griffeinrichtung von dem Saugstutzen erreicht werden.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Saugbaggers,
Fig. 2 eine Detaildarstellung der Griffeinrichtung des Saugschlauchs und
Fig. 3 den Schnitt III-III in Fig. 2.
Ein Fig. 1 nur schematisch dargestellter Saugbagger 10 umfaßt ein Fahrzeug in Form eines LKW mit einem über Räder am Erdboden abstützten Chassis 11 und einer Fahrerkabine herkömmlichen Aufbaus. Auf dem Chassis 11 sind Saugbaggeraufbauten 14 bekannter Ausgestaltung montiert, bei denen es sich unter anderem um eine nur angedeutete Sammelkammer 19 handelt, in deren oberem Bereich ein Saugrüssel 16 mündet. Der Saugrüssel 16 umfaßt einen Saugschlauch 17, über den das über einen am unteren Ende des Saugschlauchs 17 angeordneten Saugstutzen 18 aufgesaugte Sauggut in die Sammelkammer 15 gelangt, in der eine Grobabscheidung stattfindet. Der Saugluftstrom wird in nicht dargestellter Weise von einer durch einen Antriebsmotor angetriebenen Turbine erzeugt. Nach der Grobabscheidung innerhalb der Sammelkammer 15 durchströmt der Saugluftstrom eine Filtervorrichtung, in der eventuell noch im Saugluftstrom mitgeführte ■ Teilchen zurückgehalten werden. An der Rückwand der Saugbaggeraufbauten 14 ist ein nach hinten vorstehender Ausleger 19 montiert, der um eine Vertikalachse schwenkbar und zusätzlich teleskopartig axial ausfahrbar ist. Am freien Ende des Auslegers 19 ist eine Umlenkvorrichtung in Form einer Rolle 20 gelagert, über die der Saugschlauch 17 verläuft.
An dem Saugschlauch 17 ist oberhalb des Saugstutzens 18 eine Griffeinrichtung 21 montiert, die von einer Bedienperson erfaßt werden kann, so daß sich der Saugschlauch 17 und somit der Saugstutzen 18 führen und dirigieren läßt. 5
Die Griffeinrichtung 21 ist in den Fig. 2 und 3 detaillierter dargestellt. Sie umfaßt eine aus zwei Zylinder-HaIbschalen 22a und 22b bestehende Klemmhülse 22, die von der Außenseite auf den Saugschlauch 17 spannbar ist. Der Saugschlauch 17 ist von einem ringförmigen Griffrahmen 23 umgeben, der von zwei halbringförmigen Rahmenteilen 23a und 23b gebildet ist, die an ihrem einen Ende über ein Gelenk 25 um eine parallel zur Längsrichtung des Saugschlauchs 17 verlaufende Achse schwenkbar miteinander verbunden sind. An dem dem Gelenk 25 entgegengesetzten Ende ist zwischen den Rahmenteilen 23a und 23b des Griffrahmens 23 ein Verschluß 26 ausgebildet. Das Rahmenteil 23a steht über erste Stege 24a, die ausgehend von dem Griffrahmen 23 sich schräg nach unten und innen erstrecken, mit der Halbschale 22a der Klemmhülse 22 in Verbindung. Entsprechend ist das Rahmenteil 23b des Griffrahmens 23 über entsprechende zweite Stege 24b mit der anderen Halbschale 22b der Klemmhülse 22 verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegen die ersten Stege 24a in der geschlossenen, dargestellten Stellung der Griffeinrichtung 21 in Anlage mit den zweiten Stegen 24b.
Zum Abnehmen oder Verstellen der Griffeinrichtung 21 löst der Benutzer den Verschluß 26 und klappt die beiden Rahmenteile 23a und 23b auseinander, wobei diese eine Relativschwenkung um das Gelenk 25 ausführen. Aufgrund der Verbindung über die Stege 24a bzw. 24b werden dabei gleichzeitig auch die Halbschalen 22a und 22b der Klemmhülse 22 auseinander geschwenkt und geöffnet. Die Griffeinrichtung kann somit entweder axial entlang dem Saugschlauch 17 verstellt
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oder von diesem abgenommen werden. Wenn der Benutzer die gewünschte Position der Griffeinrichtung 21 auf dem Saugschlauch 17 erreicht hat, schließt er die Griffeinrichtung 21, indem er die Rahmenteile 23a und 23b aufeinander zu schwenkt, bis der Verschluß 26 schließt und die Rahmenteile 23a und 23b arretiert. Bei dieser Schließbewegung der Rahmenteile 23a und 23b werden auch die Halbschalen 22a und 22b der Klemmhülse 22 geschlossen, wodurch diese sich von außen auf den Saugschlauch 17 spannt, so daß sie auf dem Saugschlauch 17 sicher gehalten ist.

Claims (11)

1. Saugbagger, insbesondere zum Aufnehmen von Erdreich, mit einer Sammelkammer (15), in der über eine Turbine ein Saugluftstrom erzeugbar ist, und mit einem Saugrüssel (16), der einen Saugschlauch (17) aufweist, deran seinem oberen Ende in die Sammelkammer (15) mündet und an seinem unteren Ende einen Saugstutzen (18) trägt, wobei der Saugschlauch (17) oberhalb des Saugstutzens (18) eine Griffeinrichtung (21) für eine Bedienperson aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffeinrichtung (21) in Längsrichtung des Saugschlauchs (17) verstellbar ist.
2. Saugbagger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffeinrichtung (21) lösbar am Saugschlauch (17) gehalten ist.
3. Saugbagger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffeinrichtung (21) eine den Saugschlauch (17) umgreifende Klemmhülse (22) aufweist.
4. Saugbagger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhülse (22) in zwei den Saugschlauch (17) jeweils über einen Teilumfang umgreifende Halbschalen (22a, 22b) unterteilt ist, wobei die Halbschalen (22a, 22b) gelenkig miteinander verbunden und in ihrer den Saugschlauch (17) umgreifenden Schließstellung mittels eines Verschlusses (26) arretierbar sind.
5. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffeinrichtung (21) einen den Saugschlauch (17) umgebenden Griffrahmen (23) aufweist.
6. Saugbagger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffrahmen (23) in zwei den Saugschlauch (17) jeweils über einen Teilumfang umgebende Rahmenteile (23a, 23b) unterteilt ist, wobei die Rahmenteile (23a, 23b) an einem Gelenk (25) miteinander verbunden und in ihrer geschlossenen, den Saugschlauch (17) umgebenden Stellung mittels eines Verschlusses (26) arretierbar sind.
7. Saugbagger nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Griffrahmen (23) und die Klemmhülse (22) über Stege (24) miteinander verbunden sind.
8. Saugbagger nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbschalen (22a, 22b) und die Rahmenteile (23a, 23b) ein gemeinsames Gelenk (25) und einen gemeinsamen Verschluß (26) aufweisen.
9. Saugbagger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffeinrichtung (21) gegenüber dem Saugstutzen (18) elektrisch isoliert ist.
10. Saugbagger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhülse (22) innenseitig eine Schicht aus einem elektrisch isolierenden Material aufweist.
11. Saugbagger nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugschlauch (17) aus einem elektrisch nicht-leitenden Material besteht.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004043081A1 (de) * 2004-09-07 2006-03-09 Karl Rinker Saugbagger
DE202013011876U1 (de) 2013-08-22 2014-09-03 Reschwitzer Saugbagger Produktions Gmbh Saugbagger zur pneumatischen Aufnahme von Sauggut
WO2015024558A1 (de) 2013-08-22 2015-02-26 Reschwitzer Saugbagger Produktions Gmbh Saugbagger zur pneumatischen aufnahme von sauggut

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