DE19928513A1 - Mehrscheibenkupplung - Google Patents
MehrscheibenkupplungInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Abstract
Bei einer Mehrscheibenkupplung ist eine zur axial beweglichen Befestigung von Reibbelägen (6-9) auf einer Welle vorgesehene Belagfeder (10, 11) elastisch verformbar und mäanderförmig gestaltet. Die Belagfeder (10, 11) ist mit ihrem dem Reibbelag (6-9) abgewandten Ende mit einer unverschieblich auf der Welle befestigten Nabe (1) verschweißt. Der Reibbelag (6-9) wird von der Belagfeder (10, 11) in seine vorgesehene Lage zurückgedrückt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrscheibenkupplung für ein
Kraftfahrzeug mit drehfest über Belaganbindungsmittel mit
einer ersten Welle verbundenen, axial beweglichen Reibbe
lägen und mit drehfest auf einer zweiten Welle angeordne
ten Anpreßscheiben, wobei zumindest eine der Anpreßschei
ben zur Einspannung der Reibbeläge und Erzeugung eines
Kraftschlusses zwischen den beiden Wellen axial bewegbar
ist.
Eine Mehrscheiben-Trockenkupplung ist aus der DE 195 17 958 A1
bekannt. Hierbei sind Belaganbindungsmittel ver
schiedener Reibbeläge mit einer radial nach innen weisen
den Verzahnung versehen und in einer Verzahnung einer mit
der ersten Welle verbundenen Nabe axial verschieblich an
geordnet. Zwischen den Reibbelägen sind Zwischenscheiben
axial verschieblich und drehfest mit der zweiten Welle
verbunden. Bei einem Einrücken der Kupplung bewegt sich
eine der Anpreßscheiben in Richtung der anderen Anpreß
scheibe und spannt die auf beiden Stirnseiten der Belag
federn angeordneten Reibbeläge und die Zwischenscheiben
zusammen. Dabei werden die Belagfedern zusammen mit den
Reibbelägen in Richtung der anderen Anpreßscheibe ver
schoben. Hierdurch wird der Kraftschluß zwischen den Wel
len hergestellt.
Nachteilig bei der bekannten Mehrscheibenkupplung ist,
daß sich die Belaganbindungsmittel bei im eingerückten
Zustand der Mehrscheibenkupplung in die Verzahnung der
Nabe einarbeiten können. Dies führt beim anschließenden
Ausrücken dazu, daß die Reibbeläge zunächst in ihrer Po
sition verharren und an den Zwischenscheiben und der
feststehenden Anpreßscheibe schleifen.
Durch die DE 34 37 741 A1 ist eine Mehrscheibenkupplung
bekannt geworden, bei der die Zwischenscheiben jeweils
Federelemente aufweisen und sich beim Ausrücken voneinan
der wegdrücken. Hierdurch wird verhindert, daß benach
barte Zwischenscheiben in einem die Reibbeläge einspan
nenden Zustand verharren. Nachteilig hierbei ist jedoch,
daß sich die Belaganbindungsmittel wie bei der DE 19 51 17 968 A1
in die Verzahnung der Nabe einarbeiten und daher
im ausgerückten Zustand der Kupplung an den Zwischen
scheiben schleifen können.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Mehrschei
benkupplung der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß ein Schleifen der Reibbeläge im ausgerückten Zustand
der Kupplung weitgehend vermieden wird.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Belaganbindungsmittel mit ihren den Reibbelägen abge
wandten Ende an der Nabe axial unverschieblich befestigt
sind und Federmittel zur Vorspannung der Reibbeläge in
ihre vorgesehene axiale Lage aufweisen.
Durch diese Gestaltung werden die Reibbeläge beim Ausein
anderbewegen der Anpreßscheiben einzeln in ihre vorgese
henen Positionen vorgespannt und daher von den Zwischen
scheiben und den Anpreßscheiben getrennt. Ein Verhaken
der Reibbeläge im eingerückten Zustand wird durch die Fe
dermittel zuverlässig vermieden. Daher können die Reibbe
läge im ausgerückten Zustand der Mehrscheibenkupplung
nicht mehr schleifen. Ein weiterer Vorteil dieser Gestal
tung besteht darin, daß die Reibbeläge dank der Erfindung
keine weiteren Federn für einen hohen Einkuppelkomfort
benötigen.
Belaganbindungsmittel und die Federmittel lassen sich ge
mäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung be
sonders kostengünstig fertigen, wenn sie einteilig als
Belagfeder gestaltet sind.
Die Belagfeder könnte beispielsweise eine mit einem
Blechteil zur Halterung der Reibbeläge verschweißte Wen
delfeder oder eine abstehende Federzunge aufweisen. Die
Belagfeder hat jedoch gemäß einer vorteilhaften Weiter
bildung der Erfindung einen großen axialen Federweg und
läßt sich gleichzeitig besonders kostengünstig herstel
len, wenn die Belagfeder mäanderförmig gestaltet ist.
Die Reibbeläge vermögen in ihrer Umfangsrichtung sehr ho
he Kräfte zu übertragen, wenn die Belagfedern jeweils in
Nuten der Nabe der ersten Welle befestigt sind.
Das Einarbeiten und anschließende Verharren der Belagfe
dern in den Nuten läßt sich gemäß einer anderen vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung nahezu ausschließen,
wenn die Belagfedern in ihren beweglichen und in die Nut
eindringenden Bereichen geringfügig schmaler sind als die
Nuten. Hierdurch können sich die Belagfedern an den Wan
dungen der Nuten abstützen, wenn mit der erfindungsgemä
ßen Mehrscheibenkupplung sehr hohe Momente übertragen
werden sollen. Beim späteren Ausrücken der Kupplung heben
zunächst die Belagfedern von den Wandungen der Nuten ab
und bewegen anschließend die Reibbeläge in axialer Rich
tung. Die Belagfedern können sich daher bei einer Betäti
gung der Mehrscheibenkupplung in den Nuten der Nabe in
axialer Richtung reibungsfrei bewegen. Daher führt selbst
ein Einarbeiten der Belagfedern in die Nabe beim Aufbrin
gen der Umfangskraft durch das Kupplungsmoment infolge
des Einkuppelns nicht zu einem Schleifen der Reibbeläge
an den Zwischenscheiben oder den Anpreßscheiben.
Die Nuten können Bestandteil der Verzahnung der Nabe der
bekannten Mehrscheibenkupplung und damit parallel zu der
ersten Welle angeordnet sein. Die in Umfangsrichtung auf
die Belagfedern wirkenden Kräfte lassen sich jedoch sehr
nahe an den Belagfedern abstützen, ohne daß die Nabe be
sonders tiefe Nuten benötigt, wenn die Nuten im wesentli
chen senkrecht zu der ersten Welle angeordnet sind. Durch
diese Gestaltung können die Belagfedern besonders weich
gestaltet sein.
Die Nabe könnte beispielsweise zusammen mit den Nuten als
Gußteil oder als Blechtiefziehteil gefertigt sein. Die
Nabe hat jedoch gemäß einer anderen vorteilhaften Weiter
bildung der Erfindung ein besonders geringes Gewicht,
wenn die Nuten von Abwinklungen eines Stützblechs be
grenzt sind.
Der mäanderförmig gestaltete Bereich der Belagfedern
könnte nahezu beliebig gestaltet sein. Die Belagfedern
sind jedoch gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbil
dung der Erfindung in tangentialer Richtung sehr steif,
wenn sie jeweils von der Befestigung an der Welle einen
radial wegführenden Schenkel und daran anschließend eine
erste U-förmige Biegung und von der Biegung einen zu ei
ner zweiten U-förmigen Biegung geführten Schenkel und ei
nen von der Biegung zu den Reibbelägen geführten Schenkel
aufweisen, wobei der die Reibbeläge halternde Schenkel
zumindest teilweise innerhalb der Nut angeordnet ist.
Hierdurch stützen sich die unter Last stehenden Reibbelä
ge in der Nut ab. Die Befestigung der Reibbeläge an den
Belagfedern kann hierdurch stoffschlüssig gestaltet sein,
da die Belagfedern durch ihre elastische Gestaltung ein
komfortables Betätigen der erfindungsgemäßen Mehrschei
benkupplung ermöglichen.
Die Belagfedern sind gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung zuverlässig an der Nabe befe
stigt, wenn die Belagfedern einen in den Nuten von einem
Rand der Nabe in deren mittleren Bereich axial geführten
Schenkel haben.
Die Position der Belagfedern läßt sich vor der Montage an
der Nabe einfach festlegen, wenn die Belagfedern eine Um
bördelung um den Rand der Nabe aufweisen. Weiterhin trägt
die Umbördelung zur Einleitung von auf die Reibbeläge
einwirkenden Axialkräften in die Nabe bei.
Da die Reibbeläge beim Betätigen der erfindungsgemäßen
Kupplung entweder voneinander weg oder aufeinander zu be
wegt werden, werden auf die Reibbeläge einwirkende Kräfte
von den Belagfedern gleichmäßig aufgenommen, wenn die Be
lagfedern der Reibbeläge spiegelsymmetrisch zueinander
angeordnet sind. Hierdurch wird eine zuverlässige Posi
tion der Reibbeläge sichergestellt. Bei mehreren neben
einander angeordneten, einen gemeinsamen Reibbelag hal
ternden Belagfedern können die Belagfedern zum Ausgleich
von Winkelabweichungen der Schenkel zueinander alternie
rend spiegelbildlich angeordnet sein.
Die erfindungsgemäße Kupplung gestaltet sich besonders
kostengünstig, wenn die Nabe auf der ersten Welle zusam
men mit einem der Reibbeläge axial verschieblich angeord
net ist und wenn alle übrigen Reibbeläge die elastisch
verformbaren Belagfedern aufweisen. Da die erste Welle
meist aus einem gehärteten Material besteht und die Nabe
im Bereich der Welle sehr breit gestaltet ist, wird die
Gefahr eines Einarbeitens der Nabe in die Welle besonders
gering gehalten.
Die Nabe gestaltet sich gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders ein
fach, wenn die Nabe eine auf der ersten Welle angeordnete
Nabenhülse und eine auf der Nabenhülse angeordnete Mit
nehmerscheibe zur Halterung der Belagfedern hat. Selbst
verständlich lassen sich auch entsprechend der Anzahl der
Reibbeläge mehrere Mitnehmerscheiben auf der Nabenhülse
befestigen.
Die Nabe hat gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbil
dung der Erfindung eine hohe Stabilität, wenn die Mitneh
merscheibe zwei spiegelsymmetrisch zueinander angeordnete
Blechteile hat und wenn die Blechteile nahe ihres äußeren
Umfanges an Abstandhaltern befestigt sind. Weiterhin las
sen sich auf der Nabe beispielsweise zwei oder vier Reib
beläge einfach befestigen.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind mehrere
davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 einen ersten Längsschnitt durch eine
erfindungsgemäße Kupplung,
Fig. 2 stark vergrößert einen zweiten Längsschnitt
durch eine Hälfte der erfindungsgemäßen
Kupplung aus Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung
der erfindungsgemäßen Kupplung aus Fig. 1,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch die Belagfeder
aus Fig. 2 entlang der Linie IV-IV,
Fig. 5-7 jeweils Längsschnitte durch eine Nabe und
Reibbeläge von weiteren Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Kupplung.
Die Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Kupplung in einem
Längsschnitt. Die Kupplung hat eine auf einer ersten Wel
le zu befestigende Nabe 1 und ein auf einer zweiten Welle
zu befestigendes Eingangsteil 2. Zur Vereinfachung der
Zeichnung ist von den Wellen nur eine gemeinsame Drehach
se 46 dargestellt. Das Eingangsteil 2 ist drehfest mit
zwei Anpreßscheiben 3, 4 und drehfest und axial un
verschieblich mit einer Zwischenscheibe 5 verbunden. Zwi
schen der Zwischenscheibe 5 und jeder der Anpreßscheiben
3, 4 sind paarweise drehfest mit der Nabe 1 verbundene
und gegenüber dieser axial bewegliche Reibbeläge 6-9
angeordnet. Hierfür sind die Reibbeläge 6-9 auf Belag
federn 10-13 angeordnet. Die Anpreßscheiben 3, 4 werden
von einem gegenüber dem Eingangsteil 2 axial verschiebli
chen Gehäuseteil 14 gehalten. Eine der Anpreßscheiben 4
liegt mit einem Vorsprung 15 an einer Membranfeder 16 an
und läßt sich in dem Gehäuseteil 14 axial verschieben.
Die andere Anpreßscheibe 3 läßt sich zusammen mit dem Ge
häuseteil 14 axial verschieben. Das Gehäuseteil 14 weist
einen Flansch 17 zur Befestigung an einem Gehäusedeckel .
18 auf. Der Gehäusedeckel 18 bildet eine axiale Begren
zung der Kupplung und hat in seinem radial inneren Be
reich ein umlaufendes Abstützlager 19 für die Membranfe
der 16. Ein weiteres Abstützlager 20 ist auf dem Vor
sprung 15 der der Membranfeder 16 nahen Anpreßscheibe 4
angeordnet. Zwischen der Membranfeder 16 und dem Gehäuse
deckel 18 ist ein an dem Eingangsteil 2 befestigtes Aus
drückstützblech 21 mit mehreren Distanzbolzen 22, 23 an
geordnet. Die Distanzbolzen 22, 23 sind pilzförmig ge
staltet und durchdringen die Membranfeder 16 in Bohrungen
24. Der Hutbereich der Distanzbolzen 22, 23 hat ein Wi
derlager 25 für die Membranfeder 16.
In der eingezeichneten Stellung liegt die Membranfeder 16
an dem Widerlager 25 an. Hierbei sind die Zwischenscheibe
5 und die Anpreßscheiben 3, 4 von den Reibbelägen 6-9
getrennt. In dieser Stellung lassen sich die Nabe 1 und
das Eingangsteil 2 leicht gegeneinander verdrehen. Bei
einer Bewegung des radial inneren Bereichs der Membranfe
der 16 nach rechts entfernt sich die Membranfeder 16 von
dem Widerlager 25 und gelangt gegen das Abstützlager 19
des Gehäusedeckels 18. Anschließend drückt die Membranfe
der 16 auf das Abstützlager 20 der Anpreßscheibe 4 und
bewegt diese nach links gegen ihren nächsten Reibbelag 9.
Da sich die Membranfeder 16 an dem Abstützlager 19 des
Gehäusedeckels 18 abstützt, wird das Gehäuseteil 14 nach
rechts und damit die der Membranfeder 16 ferne Anpreß
scheibe 3 gegen ihren nächsten Reibbelag 6 bewegt. Hier
bei wird die Zwischenscheibe 5 von den Reibbelägen 7, 8
eingespannt. In dieser Stellung ist ein Kraftschluß zwi
schen der Nabe 1 und dem Eingangsteil 2 hergestellt.
Die Fig. 2 zeigt stark vergrößert einen Längsschnitt im
Bereich zweier Belagfedern 10, 11 durch die erfindungsge
mäße Kupplung aus Fig. 1. Die Belagfedern 10, 11 sind
mäanderförmig und elastisch gestaltet und haben einen
axialen, in einer Nut 26 der Nabe 1 angeordneten Schenkel
27, 28. An dem Rand der Nabe 1 sind die Belagfedern 10,
11 jeweils mit einer Umbördelung 29, 30 gehalten. An dem
axialen Schenkel 27, 28 schließt sich ein radial bis zu
einer ersten U-förmigen Biegung 31, 32 geführter Schenkel
33, 34 an. Die Belagfedern 10, 11 haben einen weiteren
von der ersten U-förmigen Biegung 31, 32 zu einer zwei
ten, in der Nut 26 angeordneten U-förmigen Biegung 35, 36
geführten Schenkel 37, 38. Ein weiterer, die Reibbeläge
6-9 tragender Schenkel 39, 40 schließt sich an der zwei
ten U-förmigen Biegung 35, 36 an. Hierdurch haben die Be
lagfedern 10, 11 eine hohe Stabilität in tangentialer
Richtung und eine hohe Elastizität in axialer Richtung.
Damit werden die Reibbeläge 6-9 in jeder Stellung der
Anpreßscheiben 3, 4 in ihrer vorgesehenen Lage gehalten.
Durch ihren symmetrischen Aufbau hat die Kupplung ein
gleichmäßiges Verschleißbild an den Reibbelägen 6-9.
Weiterhin zeigt Fig. 2, daß das Gehäuseteil 14 und das
Eingangsteil 2 in radialer Richtung formschlüssig inein
andergreifende Arme 41, 42 aufweisen.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Kupplung läßt
sich zudem mit einem nicht dargestellten Schwungrad oder
einem ebenfalls nicht dargestellten Torsionsdämpfer zu
einer baulichen Einheit zusammenfassen. Das Schwungrad
kann hierbei selbstverständlich als Zweimassenschwungrad
ausgebildet sein. Der Torsionsdämpfer läßt sich bei
spielsweise an dem die Anpreßscheiben 3, 4 halternden Ge
häuseteil 14 oder in der Nabe 1 montieren.
Dis Fig. 3 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstel
lung der erfindungsgemäßen Kupplung aus Fig. 1. Zur Ver
deutlichung ist strichpunktiert die Drehachse der voll
ständig montierten Kupplung dargestellt. Hierbei ist zu
erkennen, daß das Eingangsteil 2 und das Gehäuseteil 14
jeweils eine Vielzahl von Armen 41, 42 aufweisen. Die Ar
me 41, 42 des Gehäuseteils 14 und des Eingangsteils 2
dringen jeweils in Nuten 43, 44 der Zwischenscheibe 5
ein. Hierdurch wird das Gehäuseteil 14 axial verschieb
lich geführt und in tangentialer Richtung formschlüssig
mit dem Eingangsteil 2 und der Zwischenscheibe 5 verbun
den. Jeder der paarweise angeordneten Reibbeläge 6-9
wird von einer Vielzahl von Belagfedern 10-13 gehalten.
Die Nabe 1 hat eine der Anzahl der Belagfedern 10-13
entsprechende Zahl von Nuten 26. Selbstverständlich kann
die Kupplung zusätzlich mit einem nicht dargestellten
Torsionsschwingungsdämpfer zwischen Eingangsteil 2 und
Nabe 1 versehen sein oder an der Ausgangsseite eines
Zweimassenschwungrades befestigt werden, um Drehschwin
gungen aus dem Antriebsstrang zu eliminieren.
Fig. 4 zeigt in einer Schnittdarstellung entlang der Li
nie IV-IV durch die Kupplung aus Fig. 2 stellvertre
tend für die in Fig. 1 dargestellten Belagfedern 10-13
eine der Belagfedern 10. Die Belagfeder 10 ist hier in
der in Fig. 2 gezeigten, von der Zwischenscheibe 5 ge
trennten Stellung der Reibbeläge 6, 7 dargestellt.
Strichpunktiert ist in Fig. 4 zudem die Belagfeder 10 in
der gegen die Zwischenscheibe 5 gepreßten Stellung der
Reibbeläge 6, 7 dargestellt. Hierbei ist zu erkennen, daß
die in der Nut 26 angeordnete U-förmige Biegung 35 schma
ler ist als der axiale, in der Nut 26 angeordnete, an die
Umbördelung angrenzende Schenkel 27. Hierdurch können
sich die Reibbeläge 6, 7 im unbelasteten Zustand rei
bungsfrei in axialer Richtung bewegen. Ein Verschleiß der
Belagfeder 10 und der Wandung 45 der Nut 26 wird hier
durch besonders gering gehalten. Wenn die Reibbeläge 6, 7
gegen die in Fig. 2 dargestellte Zwischenscheibe 5 vor
gespannt werden, läßt sich die Nabe 1 gegenüber dem eben
falls in Fig. 2 dargestellten Eingangsteil 2 verdrehen,
bis die in der Nut 26 angeordnete U-förmige Biegung 35
der Belagfeder 10 gegen eine Wandung 45 der Nut 26 ge
langt. Hierdurch ermöglicht die Belagfeder 10 eine sehr
komfortable Betätigung der Kupplung. Ein Einarbeiten der
Belagfeder 10 in die Wandung 45 der Nut 26 führt zudem
beim Auskuppeln nicht zu einem Verharren der Reibbeläge
6, 7 in ihrer Stellung, da die in der Nut 26 angeordnete
Biegung 35 zunächst nahezu senkrecht von der Wandung 45
der Nut 26 weggezogen wird.
Fig. 5 zeigt eine Nabe 47 mit Reibbelägen 48 einer wei
teren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mehrscheiben
kupplung im Längsschnitt. Die Nabe 47 hat eine Nabenhülse
49 mit einer Mitnehmerscheibe 50 zur Halterung eines
Rings 51. Die Nabenhülse 49 weist einen Innenvielzahn 52
zur Befestigung auf einer Welle auf. Zur Vereinfachung
der Zeichnung ist von der Welle nur ihre Drehachse 53
strichpunktiert dargestellt. Auf dem Ring 51 sind Belag
federn 54, 55 zur axial federnden Halterung der Reibbe
läge 48 befestigt. Die Mitnehmerscheibe 50 weist zwei
spiegelsymmetrisch zueinander angeordnete Blechteile 56,
57 auf. Die Blechteile 56, 57 werden nahe ihres äußeren
Umfangs von Abstandhaltern 58 in ihrer vorgesehenen Lage
gehalten. Der Längsschnitt ist in der oberen Hälfte der
Fig. 5 durch ein Paar einander gegenüberstehender Belag
federn 54, 55 und in der unteren Hälfte der Fig. 5 durch
einen der Abstandhalter 58 geführt. Der Ring 51 ist pro
filiert und hat wie die in den Fig. 1-4 dargestellte
Nabe 1 Nuten 59 zur seitlichen Abstützung der Belagfedern
54, 55. Im Gegensatz zu den Belagfedern 10-13 der Mehr
scheibenkupplung aus den Fig. 1-4 haben hier die Be
lagfedern 54, 55 jeweils zwei Umbördelungen 60, 61.
Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch eine Nabe 62 mit
Reibbelägen 63 einer weiteren Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Mehrscheibenkupplung. Die Nabe 62 hat eine
Nabenhülse 64 zur Befestigung auf einer nicht dargestell
ten ersten Welle der Mehrscheibenkupplung. Die Nabenhülse
64 trägt eine Mitnehmerscheibe 65, auf der Stützbleche
66, 67 befestigt sind. Die Stützbleche 66, 67 weisen Ab
winklungen 68, 69 auf. Die Abwinklungen 68, 69 bilden
senkrecht zu einer Drehachse 70 der Welle verlaufende Nu
ten 71, 72 zur seitlichen Führung von mäanderförmigen,
die Reibbeläge 63 haltenden Belagfedern 73, 74. In der
Zeichnung ist der Längsschnitt in der oberen Hälfte durch
die Belagfedern 73, 74 und in der unteren Hälfte vor ei
nem der Stützbleche 66, 67 geführt. Die Belagfedern 73,
74 sind mit einem Schenkel 75, 76 in der Nut 71, 72 an
dem Stützblech 66, 67 festgeschweißt. Zwischen der Befe
stigung an dem Stützblech 66, 67 und den Reibbelägen 63
haben die Belagfedern 73, 74 jeweils zwei frei bewegliche
Schenkel 77, 78 und zwei Biegungen. Der die Reibbeläge 63
halternde Schenkel 76, 78 wird von den Stützblechen 66,
67 besonders nahe an den Reibbelägen 63 abgestützt. Die
Schenkel 77, 78 weisen wie die aus Fig. 4 ein Spiel in
der Nut 71, 72 auf, so daß sich die Reibbeläge 63 axial
bewegen können und unter Last an den Abwinklungen 68, 69
abstützen.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch eine Nabe 79 mit
Reibbelägen 80, 81 einer weiteren Ausführungsform der er
findungsgemäßen Mehrscheibenkupplung. Diese Ausführungs
form unterscheidet sich von der aus Fig. 6 im wesentli
chen dadurch, daß eine Nabenhülse 82 der Nabe 79 zur
drehfesten und axial verschieblichen Anordnung auf einer
Welle vorgesehen ist. Zur Vereinfachung der Zeichnung ist
von der Welle nur ihre Drehachse 83 mit einer strichpunk
tierten Linie angedeutet. Auf der Nabenhülse 82 ist eine
Mitnehmerscheibe 84 befestigt. Die Mitnehmerscheibe 84
trägt Belagfedern 85 zur Halterung eines Paares der Reib
beläge 81 und mehrere Stützbleche 86. Die Stützbleche 86
haben wie die aus Fig. 6 Abwinklungen 87, 88 zur seitli
chen Führung von mäanderförmigen Belagfedern 89 des zwei
ten Paares der Reibbeläge 80. Die Abwinklungen 87, 88
bilden wie bei der Mehrscheibenkupplung aus Fig. 6 damit
Nuten 90 für die Belagfedern 89. Diese Belagfedern 89
sind mit den Stützblechen 86 verschweißt. Hierdurch ist
das zweite Paar der Reibbeläge 80 durch die elastisch
verformbaren Belagfedern 85 gegenüber der Nabe 79 axial
beweglich gehalten.
Claims (14)
1. Mehrscheibenkupplung für ein Kraftfahrzeug mit dreh
fest über Belaganbindungsmittel mit einer ersten Welle
verbundenen, axial beweglichen Reibbelägen und mit dreh
fest auf einer zweiten Welle angeordneten Anpreßscheiben,
wobei zumindest eine der Anpreßscheiben zur Einspannung
der Reibbeläge und Erzeugung eines Kraftschlusses zwi
schen den beiden Wellen axial bewegbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Belaganbindungsmittel mit ihren den
Reibbelägen (6-9, 48, 63, 80) abgewandten Ende an der
Nabe (1, 47, 62, 79) axial unverschieblich befestigt sind
und Federmittel zur Vorspannung der Reibbeläge in ihre
vorgesehene axiale Lage aufweisen.
2. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Belaganbindungsmittel und die Federmit
tel einteilig als Belagfeder (10-13, 54, 55, 73, 74,
89) gestaltet sind.
3. Mehrscheibenkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Belagfeder (10-13, 54, 55, 73,
74, 89) mäanderförmig gestaltet ist.
4. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Belagfedern (10-13, 54, 55, 73, 74, 89) in jeweils Nu
ten (26, 59, 71, 72, 90) der Nabe (1, 47, 62, 79) der er
sten Welle befestigt sind.
5. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lagfedern (10-13, 54, 55, 73, 74, 89) in ihren bewegli
chen und in den Nuten (26, 59, 71, 72, 90) angeordneten
Bereichen geringfügig schmaler sind als die Nuten (26,
59, 71, 72, 90).
6. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
(71, 72, 90) im wesentlichen senkrecht zu der ersten Wel
le angeordnet sind.
7. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
(71, 72, 90) jeweils von Abwinklungen (68, 69, 87, 88)
eines Stützblechs (66, 67, 86) begrenzt sind.
8. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lagfedern (10-13, 54, 55, 73, 74, 89) jeweils von der
Befestigung an der Nabe (1, 47, 62, 79) einen radial weg
führenden Schenkel (33, 34) und daran anschließend eine
erste U-förmige Biegung (31, 32) und von der Biegung (31,
32) einen zu einer zweiten U-förmigen Biegung (35, 36)
geführten Schenkel (37, 38) und einen von der Biegung
(35, 36) zu den Reibbelägen (10-13, 54, 55, 73, 74, 89)
geführten Schenkel (39, 40) aufweisen, wobei der die
Reibbeläge (10-13, 54, 55, 73, 74, 89) halternde Schen
kel (39, 40) zumindest teilweise innerhalb der Nut (26,
59, 71, 72, 90) angeordnet ist.
9. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lagfedern (10-13, 54, 55) einen in den Nuten (26, 59)
von einem Rand der Nabe (1, 47) in deren mittleren Be
reich axial geführten Schenkel (27, 28) haben.
10. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lagfedern (10-13, 54, 55) eine Umbördelung (29, 30, 60,
61) um den Rand der Nabe (1, 47) aufweisen.
11. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lagfedern (10-13, 54, 55, 73, 74) der Reibbeläge
(6-9, 48, 63) spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind.
12. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe
(79) auf der ersten TnleIIe zusammen mit einem der Reibbe
läge (81) axial verschieblich angeordnet ist und daß alle
übrigen Reibbeläge (80) die elastisch verformbaren Belag
federn (89) aufweisen.
13. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe
(47, 62, 79) eine auf der ersten Welle angeordnete Naben
hülse (49, 64, 82) und eine auf der Nabenhülse (49, 64,
82) angeordnete Mitnehmerscheibe (50, 65, 84) zur Halte
rung der Belagfedern (54, 55, 73, 74, 85, 89) hat.
14. Mehrscheibenkupplung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mit
nehmerscheibe (50) zwei spiegelsymmetrisch zueinander an
geordnete Blechteile (56, 57) hat und daß die Blechteile
(56, 57) nahe ihres äußeren Umfanges an Abstandhaltern
(58) befestigt sind.
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