DE19919014C2 - Hydraulikventil mit einer Verriegelungs- und einer Schwimmfunktion - Google Patents
Hydraulikventil mit einer Verriegelungs- und einer SchwimmfunktionInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hydraulikventil mit
einer Verriegelungs- und einer Schwimmfunktion, mit ei
ner Gehäusebohrung, in die ein willkürlich mit Druck zu
versorgender Schaltkanal, beidseitig davon je ein An
schlußkanal, der über ein Steuerventil mit einer
Druckquelle und einem Behälter verbindbar ist, und
beidseitig außerhalb davon je ein Motorkanal zum An
schluß eines hydraulischen Motors münden und in der
zwei Kolben, die eine mit dem Schaltkanal in Verbindung
stehende Trennkammer zwischen sich bilden, sowie beid
seitig außerhalb davon je ein federbelastetes Sperrven
til, das unter dem Einfluß von Druck im benachbarten
Anschlußkanal oder infolge Axialverschiebung des be
nachbarten Kolbens zum zugehörigen Motorkanal hin öff
net, angeordnet sind.
Ein solches Hydraulikventil ist beispielsweise aus US
39 08 515 bekannt. Es wird hauptsächlich, aber nicht
ausschließlich, bei Traktoren verwendet, die mit Anbau
werkzeugen versehen werden können, beispielsweise
Schneeräum- oder Straßenreinigungs-Fahrzeuge. Im be
kannten Fall sind die Verschlußstücke der Sperrventile
als federbelastete Kugeln ausgebildet, die nicht nur
durch hydraulischen Druck, sondern auch mechanisch
durch einen am benachbarten Kolben angebrachten Stößel
vom Sitz abgehoben werden können. Sind beide Anschluß
leitungen abgesperrt und drucklos und daher beide
Sperrventile geschlossen, ergibt sich für den zugehöri
gen Motor, insbesondere eine hydraulische Kolben-
Zylinder-Einheit, eine Verriegelungsfunktion. Führt die
eine oder die andere Anschlußleitung Druck, öffnet das
benachbarte Sperrventil unter Druckeinfluß, während das
andere Sperrventil durch Verschieben der Kolben mecha
nisch geöffnet wird. Das ermöglicht die Verstellung des
Motors in einer Richtung und in entgegengesetzter Rich
tung (Verstellfunktionen). Wird dem Schaltkanal Druck
zugeführt, während die Anschlußkanäle mit dem Behälter
verbunden sind, werden die Kolben auseinandergedrückt
und öffnen beide Sperrventile mechanisch, so daß sich
die Schwimmfunktion ergibt, bei der beide Seiten des
Motors mit dem Behälter verbunden sind.
Im Betrieb können jedoch verschiedene Schwierigkeiten
auftreten, die mit unvermeidbaren Leckagen im System,
negativen Belastungen des Motors, unzureichendem Öff
nungsgrad der Sperrventile usw. zusammenhängen.
Aus DE 40 28 887 A1 ist ein Hydraulikventil mit Verriegelungs-,
Verstell- und Schwimmfunktion bekannt, bei dem in den beiden
zum Motor führenden Leitungen ein Rückschlagventil angeordnet
ist, das unter dem Einfluß eines in Öffnungsrichtung auf das
Verschlußstück wirkenden Druck oder mechanisch unter dem Ein
fluß einer am Steuerschieber vorgesehenen Konusfläche öffnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hydrau
likventil der eingangs beschriebenen Art anzugeben, das
bessere Betriebseigenschaften hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Sperrventile in der Bohrung geführte Verschluß
stücke aufweisen, die auf der dem Ventilsitz abgewand
ten Seite je eine eine Sperrventilfeder enthaltende
Federkammer begrenzen, und daß jede Federkammer über
ein Hilfsventil, das durch Axialverschiebung des be
nachbarten Kolbens öffnet, zu einem Behälteranschluß
hin druckentlastet wird.
Durch die Druckentlastung der Federkammer beim Öffnen
des Hilfsventils durch den benachbarten Kolben ist ge
währleistet, daß das Verschlußstück des betroffenen
Sperrventils sicher und vollständig öffnet. Dies gilt
auch, wenn aufgrund einer negativen Belastung des Mo
tors der Druck in der rücklaufseitigen Motorleitung
größer ist als in der zulaufseitigen Motorleitung. Da
durch, daß die Federkammer an einen Behälter ange
schlossen ist, wird eine stabile Funktion erreicht, die
nicht von den aktuellen Belastungsverhältnissen des be
treffenden Anschlusses abhängt.
Eine andere Lösung, die auch gleichzeitig mit der so
eben beschriebenen Lösung angewendet werden kann, be
steht darin, daß jeder Anschlußkanal über ein normaler
weise offenes Entlastungsventil, das bei Druck führen
dem Anschlußkanal schließt, zu einem Behälteranschluß
hin druckentlastet wird.
Bei dieser Konstruktion wird wiederum unter Ausnutzung
der Druckentlastung dafür gesorgt, daß die an sich ge
sperrten Anschlußkanäle nicht in Folge Leckage einen
Druck aufbauen können, der zu einer ungewollten Öffnung
des Sperrventils führt.
Günstig ist es, daß zwischen dem Schaltkanal und jedem
der beiden Anschlußkanäle je ein mit einem Behälteran
schluß verbundener Behälterkanal in die Bohrung mündet
und daß die Kolben je eine mit einem Behälterkanal zu
sammenwirkende Ringnut sowie einen axialen Entlastungs
kanal aufweisen. Auf diese Weise ergibt sich jeweils
ein Entlastungsventil, das geöffnet ist, wenn die -
Druckentlastung benötigt wird, also während der Verrie
gelungsfunktion, der Schwimmfunktion und der Verstell
funktion beim rücklaufseitigen Sperrventil, das aber
geschlossen ist, wenn keine Druckentlastung gewünscht
wird, nämlich während der Verstellfunktion beim vor
laufseitigen Sperrventil.
Empfehlenswert ist es auch, daß das Verschlußstück des
Sperrventils den benachbarten Kolben mit einem hülsen
artigen Fortsatz überlappt, der eine erste Drosselstel
le aufweist, die den Anschlußkanal und den Entlastungs
kanal verbindet und bei Verschiebung des Kolbens in
Richtung auf das benachbarte Sperrventil verschlossen
wird. Über diese Drosselstelle wird während der Verrie
gelungsfunktion der Anschlußkanal druckentlastet, so
daß ein Druckaufbau durch Leckagen verhindert wird, der
zu einem Öffnen des Sperrventils führen könnte.
Von Vorteil ist es, daß die Überlappung über eine axia
le Länge erfolgt, die mindestens gleich dem Kolben
durchmesser ist. Die relativ große axiale Überlappung
ergibt eine gute Abdichtung, so daß keine Gefahr be
steht, daß der Druck auf den benachbarten Kolben wirkt
und diesen in eine unwirksame Stellung verschiebt. Dies
gilt auch bei einem Druckanstieg am rücklaufseitigen
Motoranschluß in Folge negativer Belastung des Motors.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dafür ge
sorgt, daß das Hilfsventil ein Rückschlagventil ist,
das durch einen vom benachbarten Kolben mitgeführten
Stößel zu öffnen ist und dadurch die Federkammer mit
dem Entlastungskanal verbindet. Der Stößel wirkt also
nicht direkt auf das Sperrventil, sondern auf ein Rück
schlagventil, das in Verbindung mit der druckentlaste
ten Federkammer das Öffnen des Sperrventils bewirkt.
Des weiteren ist es günstig, daß jeder Motorkanal über
eine zweite Drosselstelle im Verschlußstück des zugehö
rigen Sperrventils mit der Federkammer verbunden ist.
Über diese zweite Drosselstelle kann Druckflüssigkeit
aus der Federkammer entweichen, wenn das Sperrventil
geöffnet wird.
Dabei ist es von Vorteil, daß die zweite Drosselstelle
mit Bezug auf die entlastungsseitigen Drosselwiderstän
de so bemessen ist, daß die der Federkammer bei geöff
netem Hilfsventil maximal zuführbare Druckflüssigkeits
menge kleiner ist als die über das Entlastungsventil
abführbare Druckflüssigkeitsmenge. Auf diese Weise ist
dafür gesorgt, daß unter allen Betriebsumständen der
Druck in der druckentlasteten Federkammer niedriger ist
als der in Gegenrichtung auf das Verschlußstück des
Sperrventils wirkende Druck.
Konstruktiv ist es günstig, daß jeder Kolben zur Bil
dung des axialen Entlastungskanals eine zentrische Stu
fenbohrung aufweist, in der eine Buchse angeordnet
ist, die eine am Verschlußstück des Sperrventils abge
stützte Feder führt, am freien Ende den Stößel trägt,
Wanddurchbrüche aufweist und zwischen sich und der Stu
fenbohrung einen zur Stirnseite hin offenen Ringspalt
bildet. Auf diese Weise kollidiert der axiale Entla
stungskanal nicht mit dem stirnseitig angebrachten Stö
ßel.
Eine besonders einfache Anordnung des Rückschlagventils
ist dadurch gegeben, daß das Verschlußstück des Hilfs
ventils an einem Sitz des Verschlußstücks des Sperrven
tils durch eine Hilfsventilfeder gehalten ist, die sich
an einem Einsatz abstützt, der durch die Sperrventilfe
der gegen das Verschlußstück des Sperrventils gehalten
ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbei
spiels näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemä
ßes Hydraulikventil während der Verriege
lungsfunktion,
Fig. 2 das Ventil der Fig. 1 während einer Motor-
Verstellfunktion,
Fig. 3 das Ventil der Fig. 1 während der Schwimm
funktion und
Fig. 4 ein Schaltbild von Steuerventil und erfin
dungsgemäßem Hydraulikventil.
In einem Ventilgehäuse 1 gibt es eine Bohrung 2 für ein
Steuerventil 3, dessen Funktion in Fig. 4 näher erläu
tert wird, und eine zweite Bohrung 4 für ein Hydraulik
ventil 5, das eine Verriegelungsfunktion, eine Schwimm
funktion und zwei Motor-Verstellfunktionen mit einander
entgegengesetzter Bewegungsrichtung erfüllen kann. Die
Bohrung 4 ist eine Stufenbohrung, die im mittleren Ab
schnitt einen kleineren Durchmesser besitzt als in den
beiden äußeren Abschnitten. Das Hydraulikventil 5 ist
symmetrisch aufgebaut; daher werden gleichartige Teile
mit den gleichen Bezugszeichen, auf der linken Hälfte
jedoch mit dem Zusatz "a" versehen.
In die Bohrung 4 münden mittig ein Schaltkanal 6, beid
seitig hiervon zwei Behälterkanäle 7, 7a, die ständig
mit einem Behälteranschluß T verbunden sind, beidseitig
außerhalb davon Anschlußkanäle 8, 8a, die mit dem Steu
erventil 3 verbunden sind, und beidseitig außerhalb da
von zwei Motorkanäle 9, 9a die zu den Motoranschlüssen
A und B führen. Die Kanäle 6, 7 und 7a sind lediglich
angedeutet. Tatsächlich liegen sie nicht in der Zeiche
nebene. In der Bohrung 4 befinden sich zwei Kolben 10,
10a, die je eine Ringnut 11, 11a und einen axialen Ent
lastungskanal 12, 12a aufweisen, so daß sich zwei Ent
lastungsventile 13, 13a ergeben. Zwischen den beiden
Kolben 10, 10a befindet sich eine Trennkammer 14, die
über den Schaltkanal 6 mit Druck beaufschlagt werden
kann, wodurch die Kolben 10, 10a auseinandergedrückt
werden.
Im Abschnitt größeren Durchmessers der Bohrung 4 befin
det sich ein schieberartiges Verschlußstück 15, 15a,
eines Sperrventils 16, 16a, dessen Sitz 17, 17a am Ge
häuse 1 ausgebildet ist. Das Verschlußstück 15, 15a be
grenzt eine Federkammer 18, 18a, in der sich eine
Sperrventilfeder 19, 19a befindet. Diese Feder wirkt
über den Rand eines Einsatzes 20, 20a auf das Ver
schlußstück 15, 15a, wobei das kugelförmige Verschluß
stück 21, 21a eines als Rückschlagventil ausgebildeten
Hilfsventils 22, 22a durch Federkraft an einem Sitz 23,
23a des Verschlußstücks 15, 15a gehalten und vom Ein
satz 20, 20a geführt ist. Ein Fortsatz 24, 24a des Ver
schlußstücks 15, 15a überlappt den Kolben 10, 10a über
eine axiale Länge, die größer ist als der Durchmesser
des Kolbens 10, 10a. Der Kolben 10, 10a ragt in eine
Kolbenkammer 25, 25a, in der sich auch eine Buchse 26,
26a befindet. Diese Buchse trägt am freien Ende einen
Stößel 27, 27a zum mechanischen Öffnen des Rückschlag
ventils 22, 22a und führt eine Feder 28, 28a. Durchbrü
che 29, 29a in der Wand des Schiebers verbinden den
axialen Entlastungskanal 12, 12a mit einem Ringspalt
30, 30a zwischen Schieber und Kolbenwand.
Im Verschlußstück 15, 15a sind vor und hinter dem Ven
tilsitz 17, 17a zwei Drosselstellen vorgesehen. Die er
ste Drosselstelle 31, 31a befindet sich in einem Ver
bindungskanal zwischen dem Motorkanal 8, 8a und der
Kolbenkammer 25, 25a bzw. dem Entlastungskanal 12, 12a.
Sobald der Kolben 10, 10a sich aus der Ruhestellung
herausbewegt hat, verschließt es die erste Drosselstel
le 31, 31a. Die zweite Drosselstelle 32, 32a befindet
sich in einen Verbindungskanal zwischen dem Motorkanal
9, 9a und der Federkammer 18, 18a. Jede Drosselstelle
kann aus mehreren, z. B. vier, über den Umfang verteil
ten Bohrungen bestehen.
Das in Fig. 4 veranschaulichte Modul 33 enthält die
Kombination Proportional-Steuerventils 3 mit dem Hy
draulikventil 5. Das Modul besitzt einen Pumpenanschluß
P, einen Behälteranschluß T und einen Lastsignalan
schluß LS. Außer dem schematisch veranschaulichten
Steuerventil 3 und dem schematisch veranschaulichten
Hydraulikventil 5 ist ein Kompensationsventil 34 vorge
sehen. Außerdem gibt es im Lastsignalkreis einige Wech
selventile 35. Mit den Motoranschlüssen A und B ist ein
Motor 36 verbunden.
Das Steuerventil kann vier verschiedene Stellungen ein
nehmen. In der veranschaulichten Neutralstellung 37
(Fig. 1) sind sämtliche Anschlüsse gesperrt, während
der Lastsignalkreis mit dem Behälteranschluß T verbun
den ist. Dies entspricht der Verriegelungsfunktion. In
einer zweiten Stellung 38 wird der Motor 36 über seinen
Anschluß A mit Druckflüssigkeit versorgt, während der
Motoranschluß B den Rücklauf bildet. In der dritten
Stellung 39 wird dagegen der Motoranschluß B mit Druck
flüssigkeit versorgt, während der Motoranschluß A den
Rücklauf bildet. Dies ergibt zwei Motor-Verstell-
Funktionen mit entgegengesetzter Verstellrichtung. Eine
vierte Stellung 40 des Steuerventils 3 schließlich
sorgt dafür, daß dem Schaltkanal 6 Druckflüssigkeit zu
geführt wird, indem er mit einer Schaltdruckleitung 41
verbunden wird. Gleichzeitig werden die beiden An
schlußkanäle 8 und 8a mit einem Tankanschluß T verbun
den. Dies führt zu der Schwimmfuntkion.
Es ergeben sich daher die nachstehenden Betriebsweisen:
Das Steuerventil 3 nimmt die Stellung 37 ein. Dies
entspricht der Neutralstellung des Hydraulikventils
5 wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. Beide Sperr
ventile 16, 16a sind geschlossen. Ein an die Motor
anschlüsse A und B angeschlossener Motor hat eine
feste Position. Sollte sich in einem der Anschluß
kanäle 8, 8a ein Druck aufbauen, was aufgrund von
Leckageproblemen möglich ist, könnte eines der
Sperrventile 16 öffnen. Dies wird dadurch vermie
den, daß die Anschlußkanäle 8, 8a über einen Entla
stungspfad mit dem Behälter verbunden sind. Der
Entlastungspfad führt vom Anschlußkanal 8 über die
Drosselstelle 31, die Kolbenkammer 25, den Ring
spalt 30, die Durchbrüche 29 und den axialen Entla
stungskanal 12 zum Entlastungsventil 13, das in der
Neutralstellung offen ist. Das gleiche gilt für die
Verhinderung eines Druckaufbaus im Anschlußkanal
8a.
In der zweiten Stellung 38 des Steuerventils 3 neh
men die Teile des Hydraulikventils 5 die in Fig. 2
gezeigte Lage ein. Es ergibt sich eine Verstell
funktion, bei der Druckflüssigkeit über die An
schlußleitung 8 zu und über die Anschlußleitung 8a
abgeführt wird. Der Druck schiebt das Verschluß
stück 15 nach außen, so daß das Sperrventil 16 öff
net. Dabei wird Druckflüssigkeit aus der Federkam
mer 18 über die zweite Drosselstelle 32 herausge
drückt. In der Endlage herrscht in der Federkammer
18 der um den Druckabfall am Sperrventil verminder
te, im Anschlußkanal 8 herrschende Eingangsdruck,
so daß das Sperrventil 16 sicher offen gehalten
wird.
Gleichzeitig wirkt wegen der ersten Drosselstelle
31 in der Kolbenkammer 25 der Eingangsdruck, der
den Kolben 10 und gleichzeitig den Kolben 10a nach
links schiebt. Hierdurch wird zunächst das Entla
stungsventil 13 und kurz darauf die erste Drossel
stelle 31a im Bereich das Motorkanals 9a geschlos
sen. Gleichzeitig hebt der Stößel 27a die Kugel 21
vom Sitz ab, so daß das Hilfsventil 22a öffnet. Auf
diese Weise wird die Federkammer 18a über die Kol
benkammer 25a und weiter über den Entlastungskanal
12a zum offenen Entlastungsventil 13a druckentla
stet. Das bedeutet, daß das Verschlußstück 15a nach
links wandert und in der völlig offenen Stellung
verbleibt. Damit hängt die Verstellung des Motors
allein von dem Drosselwiderstand im Steuerventil 3
ab. Eine Störung durch sich verändernde Drosselver
luste im Hydraulikventil 5 sind nicht zu befürch
ten. Die Absenkbewegung bzw. die Geschwindigkeit
der Absenkbewegung hängt ausschließlich vom übli
chen Proportionalventilschieber ab.
Dies gilt auch, wenn aufgrund einer negativen Bela
stung des Motors 36 der Druck im rücklaufseitigen
Motoranschluß A ansteigt. Denn wegen der großen
Überlappung zwischen dem Kolben 10a und dem Fort
satz 24a des Verschlußstücks 15a können keine oder
nur geringfügige Druckflüssigkeitsmengen vom Motor
kanal 9a in den Entlastungskanal 12a dringen. Sie
werden sofort über das Entlastungsventil 13a abge
führt. Das gleiche gilt für die geringfügigen Men
gen die über die zweite Drosselstelle 32a in die
Federkammer 18a gelangen.
Ähnliche Verhältnisse ergeben sich in der Stellung
39 des Steuerventils 3, wenn die Druckflüssigkeit
dem Motoranschluß A zugeführt wird.
Bei der in Fig. 3 veranschaulichten Schwimmfunkti
on, die sich ergibt, wenn die Stellung 40 des Steu
erventils 3 eingenommen wird, ist der Schaltkanal 6
mit Druck versorgt, wodurch die beiden Kolben 10
und 10a unter Vergrößerung des Trennraums 14 aus
einander geschoben werden, wobei jedoch die beiden
Entlastungsventile 13 und 13a offen sind. Da die
beiden Anschlußkanäle 8 und 8a mit einem Behäl
teranschluß T verbunden sind, ergibt sich die
Schwimmfunktion, bei der die beiden Seiten des Mo
tors 36 untereinander verbunden sind. Druckanstiege
in den Motorkanälen 9, 9a führen nicht zu einer
Verstellung der Sperrventile 16, 16a weil auf bei
den Seiten ähnliche Verhältnisse herrschen, wie sie
in Verbindung mit Fig. 2 für die linke Hälfte be
schrieben worden sind.
Claims (10)
1. Hydraulikventil mit einer Verriegelungs- und einer
Schwimmfunktion, mit einer Gehäusebohrung, in die
ein willkürlich mit Druck zu versorgender Schalt
kanal, beidseitig davon je ein Anschlußkanal, der
über ein Steuerventil mit einer Druckquelle und
einem Behälter verbindbar ist, und beidseitig au
ßerhalb davon je ein Motorkanal zum Anschluß eines
hydraulischen Motors münden und in der zwei Kol
ben, die eine mit dem Schaltkanal in Verbindung
stehende Trennkammer zwischen sich bilden, sowie
beidseitig außerhalb davon je ein federbelastetes
Sperrventil, das unter dem Einfluß von Druck im
benachbarten Anschlußkanal oder infolge Axialver
schiebung des benachbarten Kolbens zum zugehörigen
Motorkanal hin öffnet, angeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sperrventile (16, 16a) in
der Bohrung (4) geführte Verschlußstücke (15, 15a)
aufweisen, die auf der dem Ventilsitz (17, 17a)
abgewandten Seite je eine eine Sperrventilfeder
(19, 19a) enthaltende Federkammer (18, 18a) be
grenzen, und daß jede Federkammer über ein Hilfs
ventil (22, 22a), das durch Axialverschiebung des
benachbarten Kolbens (10, 10a) öffnet, zu einem
Behälteranschluß (T) hin druckentlastet wird.
2. Hydraulikventil mit einer Verriegelungs- und einer
Schwimmfunktion, mit einer Gehäusebohrung, in die
ein willkürlich mit Druck zu versorgender Schalt
kanal, beidseitig davon je ein Anschlußkanal, der
über ein Steuerventil mit einer Druckquelle und
einem Behälter verbindbar ist, und beidseitig au
ßerhalb davon je ein Motorkanal zum Anschluß eines
hydraulischen Motors münden und in der zwei Kol
ben, die eine mit dem Schaltkanal in Verbindung
stehende Trennkammer zwischen sich bilden, sowie
i beidseitig außerhalb davon je ein federbelastetes
Sperrventil, das unter dem Einfluß von Druck im
benachbarten Anschlußkanal oder infolge Axialver
schiebung des benachbarten Kolbens zum zugehörigen
Motorkanal hin öffnet, angeordnet sind, insbeson
dere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Anschlußkanal (8, 8a) über ein normalerweise
offenes Entlastungsventil (13, 13a), das bei Druck
führendem Anschlußkanal schließt, zu einem Behäl
teranschluß (T) hin druckentlastet wird.
3. Hydraulikventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Schaltkanal (6)
und jedem der beiden Anschlußkanäle (8, 8a) je ein
mit einem Behälteranschluß (T) verbundener Behäl
terkanal (7, 7a) in die Bohrung (4) mündet und daß
die Kolben (10, 10a) je eine mit einem Behälterka
nal (7, 7a) zusammenwirkende Ringnut (11, 11a) so
wie einen axialen Entlastungskanal (12, 12a) auf
weisen.
4. Hydraulikventil nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Verschlußstück (15, 15a) des
Sperrventils (16, 16a) den benachbarten Kolben
(10, 10a) mit einem hülsenartigen Fortsatz (24,
24a) überlappt, der eine erste Drosselstelle (31,
31a) aufweist, die den Anschlußkanal (8, 8a) und
den Entlastungskanal (12, 12a) verbindet und bei
Verschiebung des Kolbens (10, 10a) in Richtung auf
das benachbarte Sperrventil (16, 16a) verschlossen
wird.
5. Hydraulikventil nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Überlappung über eine axiale
Länge erfolgt, die mindestens gleich dem Kolben
durchmesser ist.
6. Hydraulikventil nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (22,
22a) ein Rückschlagventil ist, das durch einen vom
benachbarten Kolben (10, 10a) mitgeführten Stößel
(27, 27a) zu öffnen ist und dadurch die Federkam
mer (18, 18a) mit dem Entlastungskanal (12, 12a)
verbindet.
7. Hydraulikventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Motorkanal (9,
9a) über eine zweite Drosselstelle (32, 32a) im
Verschlußstück (15, 15a) des zugehörigen Sperrven
tils (16, 16a) mit der Federkammer (18, 18a) ver
bunden ist.
8. Hydraulikventil nach Anspruch 6 und 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die zweite Drosselstelle (32,
32a) mit Bezug auf die entlastungsseitigen Dros
selwiderstände so bemessen ist, daß die der Feder
kammer (18, 18a) bei geöffnetem Hilfsventil maxi
mal zuführbare Druckflüssigkeitsmenge kleiner ist
als die über das Entlastungsventil (13, 13a) ab
führbare Druckflüssigkeitsmenge.
9. Hydraulikventil nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kolben (10, 10a)
zur Bildung des axialen Entlastungskanals (12,
12a) eine zentrische Stufenbohrung aufweist, in
der eine Buchse (26, 26a) angeordnet ist, die eine
am Verschlußstück (15, 15a) des Sperrventils (16,
16a) abgestützte Feder (26, 26a) führt, am freien
Ende den Stößel (27, 27a) trägt, Wanddurchbrüche
(29, 29a) aufweist und zwischen sich und der Stu
fenbohrung einen zur Stirnseite hin offenen Rings
palt (30, 30a) bildet.
10. Hydraulikventil nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück
(21, 21a) des Hilfsventils (22, 22a) an einem Sitz
(23, 23a) des Verschlußstücks (15, 15a) des Sperr
ventils (16, 16a) durch eine Hilfsventilfeder ge
halten ist, die sich an einem Einsatz (20, 20a)
abstützt, der durch die Sperrventilfeder (19, 19a)
gegen das Verschlußstück (15, 15a) des Sperrven
tils (16, 16a) gehalten ist.
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