DE19908433C2 - Kernmagnetisches Resonanz-(NMR-)Vorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer kernmagnetischen Resonanz-(NMR-)Vorrichtung - Google Patents
Kernmagnetisches Resonanz-(NMR-)Vorrichtung und Verfahren zum Betreiben einer kernmagnetischen Resonanz-(NMR-)VorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine kernmagnetische
Resonanz-(NMR-)Vorrichtung und Verfahren zum Betreiben eines
kernmagnetischen Resonanz-(NMR-)Vorrichtung bzw. eines NMR-Spektrometers
zur Verwendung auf dem Gebiet medizinischer Behandlung und auch
für eine Komponenten- und Strukturanalyse von industriellen
Materialien, Landwirtschaftsprodukten und dergleichen.
Ein NMR-System liefert verschiedene Daten, die für eine
Strukturanalyse der meisten organischen Zusammensetzungen
nützlich sind, beispielsweise den Grad der chemischen
Verschiebung jedes Atoms, Spin-Spin-Kopplungskonstanten, die
Relaxationszeit, und so weiter. Das NMR-System besteht
grundlegend aus einem Magneten zur Erzeugung eines statischen
Magnetfeldes, einer Spule zur Erzeugung eines unterschiedlichen
Hochfrequenz-Magnetfeldimpulses zur Erzeugung von NMR-Signalen,
einem Empfänger zum Empfang der NMR-Signale, einer
Systemsteuereinrichtung, und so weiter. In einem stärkeren
Magnetfeld liefert das NMR-System eine größere Menge an
Informationsdaten für eine ausführlichere Analyse von Proben.
Der bei den NMR-Systemen verwendete Magnet ist daher
vorzugsweise ein supraleitender Magnet bezüglich der
Intensität, der Stabilität und der Homogenität des durch einen
derartigen Magneten erzeugten Magnetfeldes.
Ein Magnetresonanz-Abbildungs-(MRI-)System stellt eine typische
Anwendung der NMR bei einer medizinischen Behandlung dar, bei
der die in dem menschlichen Körper auftretende Magnetresonanz
derart verwendet wird, daß die chemische Reaktion direkt
verfolgt wird, die in Geweben oder Organen aufgetreten ist, um
beispielsweise enzephalophotoskopische Laminagraphiebilder zu
erhalten.
Das MRI-System umfaßt zumindest einen Magneten zur Erzeugung
eines statischen Magnetfeldes, Magnetfeldgradienten zur
Beaufschlagung der NMR-Signale mit Positionsinformationen, eine
Hochfrequenzoszillatoreinheit, eine NMR-
Signalerfassungseinheit, eine Meßspule, die das zu
untersuchende Subjekt umgibt, beispielsweise einen menschlichen
Körper oder dergleichen, zur Abstrahlung elektromagnetischer
Hochfrequenzwellen und zur Erfassung von Signalen, und eine
Steuereinrichtung zur Steuerung dieser Einheiten und zur
Verarbeitung der erhaltenen Signale. Im Betrieb des MRI-Systems
werden elektromagnetische Hochfrequenzwellen zur Bestrahlung
des in dem statischen Magnetfeld plazierten Subjekts zur
Erzeugung von NMR-Signalen verwendet, wobei die räumliche
Verteilung der die Signale erzeugenden Kerne abgebildet wird.
Das MRI-System ist sicher, da keine verletzende Strahlung
verwendet wird, und außerdem ist sein Auflösungsvermögen hoch.
Der praktische Nutzen dieses Systems ist daher äußerst hoch.
Bei vielen herkömmlichen Einrichtungen zur Analyse beruhend auf
NMR- und MRI-Systemen wird ein supraleitender Magnet verwendet,
der eine supraleitende Spule aus metallischem supraleitendem
Leitungsmaterial beispielsweise aus Niobium, Titan oder
dergleichen zur Erzeugung des Hauptmagnetfeldes umfaßt.
Derartige Spulen werden mit flüssigem Helium gekühlt, damit sie
sich auf einer äußerst niedrigen Temperatur befinden. Daher ist
eine große Menge an teurem flüssigem Helium erforderlich, und
die Höhe der Betriebskosten ist problematisch. Das metallische
supraleitende Leitungsmaterial aus Niobium, Titan oder
dergleichen wird in einem komplizierten Vorgang hergestellt,
der eine spezielle Wärmebehandlung umfaßt. Daher ist die
supraleitende Spule viel teurer als Kupferspulen, die bei
herkömmlichen Elektromagneten verwendet werden, und die diese
verwendenden Systeme sind äußerst kostspielig. Außerdem er
fordert das Betreiben des supraleitenden Magneten Cryogengase
(flüssiges Helium und flüssigen Stickstoff), wofür ein spezi
elles Betriebsverfahren notwendig ist. Daraus ist ersicht
lich, daß das Verfahren zur Verwendung eines supraleitenden
Magneten kompliziert, kostspielig und sehr problematisch ist.
Diese Probleme sind schwerwiegend und stellen eine Einschrän
kung bezüglich der verbreiteten Verwendung von Hochleistungs-
NMR- und -MRI-Systemen dar.
In der DE 31 53 405 C2 ist ein Kryostat offenbart, der in einem
Supraleitfähigkeit-Spektrometersystem für magnetische
Kernresonanz arbeitet. Der Kryostat hat einen
Zimmertemperaturzugang zu dem im Innern des Kryostaten
erzeugten Magnetfeld durch eine Bohrung längs der Achse des
Kryostaten, und enthält in einem Zentralbehälter eine
supraleitfähige Solenoidanordnung. Der Zentralbehälter enthält
ein Haupt-Kühlmittel, vorzugsweise flüssiges Helium, um den
supraleitfähigen Zustand der Wicklungen aufrechtzuerhalten, die
die Solenoidanordnung bilden. Oberhalb des Zentralbehälters ist
ein Zusatzbehälter für ein sekundäres Kühlmittel in
Wärmeberührung mit der Kammer vorgesehen, die vom Mantel
begrenzt ist, welcher vorzugsweise aus Aluminium hergestellt
ist. Hierdurch weist die Kammer einen isothermischen Mantel von
der Temperatur des sekundären Kühlmittels, vorzugsweise
flüssigen Stickstoffs, auf.
Ferner ist aus der DE 32 45 945 C2 ein NMR-Tomographiegerät mit
einem Kryo-Magneten bekannt, der eine Spulenanordnung in einem
mit flüssigem Helium gefüllten Gefäß umfasst, das mit Abstand
von einer gasgekühlten Abschirmung umschlossen ist. An diese
Abschirmung schließt sich wieder nach außen ein mit flüssigem
Stickstoff gefülltes Gefäß mit einer die gasgekühlte
Abschirmung auch an der inneren Zylinderfläche umgebenden
Stickstoff-Abschirmung an. Diese Anordnung ist unmittelbar von
einem ferromagnetischen Zylindermantel umgeben.
Ein Beispiel eines einfachen NMR-Systems kleiner Größe wurde
in der japanischen Patentschrift Nr. Hei 9-135823 vorgeschla
gen, bei dem ein supraleitender Magnet vom Direktkühlungstyp
durch die Verwendung von Kühlapparaten anstelle des herkömm
lichen heliumgekühlten supraleitenden Magneten als Hauptma
gnetfelderzeugungsquelle verwendet wird, wodurch ein einfa
ches NMR-System für die medizinische Behandlung, verglichen
mit den herkömmlichen großen NMR-Systemen, ausgebildet wird.
Das in der vorstehend angeführten Patentschrift vorgeschlage
ne NMR-System wird auf einfachere Weise als die NMR-Systeme
mit einem herkömmlichen heliumgekühlten supraleitenden Magne
ten betrieben. Allerdings wird weiterhin eine supraleitende
Spule aus supraleitendem Leitungsmaterial zur Erzeugung des
Hauptmagnetfeldes verwendet. Das supralteitende Leitungsmate
rial ist äußerst kostspielig, und daher ist auch das System,
das eine supraleitende Spule dieses Leitungsmaterials umfaßt,
kostspielig. Ferner ist die Spuleneinheit, da die in einem
Vakuumbehälter untergebrachte supraleitende Spule mit einem
Kühlapparat gekühlt wird, groß, und verringert daher die Vor
teile und Einfachheit des Systems. Desweiteren weist die su
praleitende Spule in dem System eine hohe Wärmekapazität auf,
und es dauert daher lange, bis sie mittels eines Kühlapparats
auf eine vorbestimmte Temperatur abgekühlt ist, bei der eine
tatsächliche Messung durchgeführt werden kann. Somit sind mit
diesem Problem weiterhin verschiedene Probleme verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorste
hend angeführten Probleme zu lösen.
Dies wird erfindungsgemäß durch eine kernmagnetische Reso
nanzvorrichtung bewirkt, mit einer Hoch-Temperatur-
Supraleitungsmasse, einer Kühleinrichtung zum Kühlen der
Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse, einem die Hoch-
Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umge
benden vakuumisolierten Behälter, einer derart positionierten
Magnetisierungsspule, das sich die Hoch-Temperatur-
Supraleitungsmasse in einem durch die Magnetisierungsspule
erzeugten Magnetfeld befindet, einem Raum zur Plazierung ei
nes zu untersuchenden Subjekts, der derart angeordnet ist,
daß sich das Subjekt in einem durch die Hoch-Temperatur-
Supraleitungsmasse erzeugten Magnetfeld befindet, und einer
Erfassungsspule zur Erfassung aller durch das Subjekt erzeug
ten kernmagnetischen Resonanzsignale.
Die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse, die als supraleiten
der Magnet dient, umfaßt als grundlegende Komponente ein Su
praleitungsoxid, das chemisch durch RE-Ba-Cu-O dargestellt
wird, wobei RE zumindest eine oder mehrere Komponenten aus
Yttrium (Y), Samarium (Sm), Lanthan (La), Neodym (Nd), Euro
pium (Eu), Gadolinium (Gd), Erbium (Er) und Ytterbium (Yb)
bezeichnet.
Wenn Yttrium-basierte, Neodym-basierte, Samarium-basierte
oder andere Hoch-Temperatur-Supraleiter mit einer supralei
tenden Übergangstemperatur Tc nicht geringer als 90 Kelvin
(K) in einem sogenannten Schmelzprozeßverfahren erzeugt wer
den, bei dem das Ausgangsmaterial einmal durch Überhitzung
bei einer Temperatur geschmolzen wird, die höher als sein
Schmelzpunkt ist, und dann wieder erstarrt, werden geformte
Körper erhalten, in denen große Kristalle gewachsen sind.
Diese werden als supraleitende Massen beziehungsweise Bulks
bezeichnet. Feine Körnungen einer isolierenden Phase sind
über die Masse zur Ausbildung einer Textur der Matrix mit Su
praleitungsvermögen verstreut. Die sich aus der Existenz der
verstreuten isolierenden Phase ergebenden Pinningpunkte fan
gen den magnetischen Fluß ein. Auf diese Weise arbeitet die
supraleitende Masse als Pseudopermanentmagnet.
Die supraleitende Masse, wie sie in dem Schmelzvorgang er
zeugt wird, weist eine supraleitende Übergangstemperatur zwi
schen 90 Kelvin und 96 Kelvin auf, und ist dadurch gekenn
zeichnet, daß ihre Textur große Kristalle einer supraleiten
den Phase mit einer Größe von 1 mm bis 100 mm und feine Kör
nungen einer im Inneren der großen Kristalle verstreuten iso
lierenden Phase mit einer Korngröße von nicht mehr als 50 µm
(vorzugsweise nicht mehr als 10 µm) aufweist.
Das Molverhältnis von RE : Ba : Cu in der supraleitenden Phase
ist chemisch durch RE-Ba-Cu-O gleich 1 : 2 : 3 dargestellt ist,
während das Molverhältnis in der isolierenden Phase gleich
2 : 1 : 1 oder dergleichen ist, obwohl die Elemente gegenseitig
bis zu einem gewissen Ausmaß ausgetauscht werden können. In
den supraleitenden Massen bewegt sich das Molverhältnis der
supraleitenden Phase zu der isolierenden Phase vorzugsweise
zwischen 10 : 1 und 1 : 1. Ist die isolierenden Phase kleiner als
9% (das heißt, wenn das vorstehend angeführte Molverhältnis
10 : 1 überschreitet), wird die Probe stark deformiert, wenn
sie geschmolzen wird, so daß sie die ursprüngliche Form nicht
zurückgewinnen kann, die sie vor der Wärmebehandlung hatte,
das heißt, die Formbarkeit der Probe ist schlecht. Ist ande
rerseits die isolierende Phase größer als 50% (das heißt,
das Molverhältnis überschreitet 1 : 1), ist die isolierende
Phase die Hauptphase und verringert die supraleitenden Eigen
schaften der Massen.
Bei der Herstellung der supraleitenden Massen bzw. Bulks kann
Platin (Pt) in einem Verhältnis von 0,1% bis 10% zur Unter
stützung der Feinzerstreuung der isolierenden Phasenkörnungen
in der Textur der Bulks hinzugefügt werden. Das Hinzufügen
von Platin ergibt feine Körnungen einer isolierenden Phase
mit einer Körnungsgröße von nicht mehr als 50 µm
(vorzugsweise nicht mehr als 10 µm). Bei der Herstellung der
supraleitenden Bulks kann auch Silber (Ag) in einem Verhält
nis von nicht mehr als 50% hinzugefügt werden. Silber kann
in der Textur der Bulks dispergieren, ohne die Fähigkeiten
der supraleitenden Phase in den erzeugten supraleitenden
Bulks großartig zu stören. Daher verlangsamt das Hinzufügen
von Silber zu den Bulks die Ausbreitung von Rissen zur Erhö
hung der mechanischen Stärke der Bulks und verringert den
Schmelzpunkt der erzeugten Bulks zur Unterstützung des Kri
stallwachstums darin. Dabei wird auch ein Temperaturunter
schied zwischen den Impfkristallen und den erzeugten Bulks
zur Verhinderung erzeugt, daß die Bulks derart schmelzen, daß
Silber einen positiven Einfluß auf die Kristallorientierung
in den erzeugten Bulks hat.
In Abhängigkeit von der Kristallorientierung weisen die Su
praleiter eine anisotrope Supraleitfähigkeit auf, bei der die
kritische Stromdichte in der Richtung vertikal zu der C-
Achsenorientierung der Kristallachse höher als die in den an
deren Kristallorientierungsrichtungen ist. Wenn sie daher lediglich
in der C-Achsenorientierungsrichtung der Kristallach
se monoaxial orientiert sind, ist ihre Fähigkeit zum Einfan
gen eines Magnetfeldes gut. Wenn demnach die supraleitenden
Bulks derart orientiert sind, daß ihre C-
Achsenorientierungsrichtung parallel zu der Richtung ist, in
der sie in einem Magnetfeld magnetisiert sind, kann das durch
diese einzufangende Magnetfeld exzellente Fähigkeiten aufwei
sen.
Bei dem NMR-System der Erfindung wird die supraleitende Masse
in flüssigem Stickstoff oder in einem kalten Ende eines
Kühlapparates gekühlt, so daß sie eine Temperatur aufweist,
die nicht höher als ihre supraleitende Übergangstemperatur
ist. Als Kühlapparat wird vorzugsweise ein Kühlapparat klei
ner Größe verwendet. Er kann aus einer Gruppe bestehend aus
Impulsröhrenkühlapparaten, GM-Zyklus-Kühlapparaten, Solvay-
Zyklus-Kühlapparaten und Sterling-Kühlapparaten ausgewählt
werden, die jeweils zur Kühlung supraleitender Bulks geeignet
sind, da sie keinen komplizierten Betrieb mit einem Cryogen
gas (flüssiges Helium und flüssiger Stickstoff) erfordern.
Erfindungsgemäß ist auch ein Verfahren zum Betreiben eines
kernmagnetischen Resonanzsystems offenbart, mit einer Hoch-
Temperatur-Supraleitungsmasse, einer Kühleinrichtung, einem
die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrich
tung umgebenden vakuumisolierten Behälter, einer Magnetisie
rungsspule und einer Erfassungsspule, wobei das Verfahren die
Schritte umfaßt:
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Tempe ratur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangstempera tur ist,
Anlegen eines Impulsmagnetfeldes an die gekühlte Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse derart, daß die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbeitet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Magnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu untersu chenden Probe.
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Tempe ratur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangstempera tur ist,
Anlegen eines Impulsmagnetfeldes an die gekühlte Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse derart, daß die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbeitet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Magnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu untersu chenden Probe.
Die Magnetisierung der supraleitenden Masse kann auch durch
Anlegen eines statischen Magnetfeldes an die supraleitende
Masse während des Kühlens der supraleitenden Masse auf eine
Temperatur bewirkt werden, die nicht höher als die supralei
tende Übergangstemperatur der supraleitenden Masse ist.
In dem NMR-System der Erfindung erzeugt die magnetisierte su
praleitende Masse ein Magnetfeld aus dem Inneren des Vakuum
behälters, wo die Masse untergebracht ist, nach außen, und
das zu untersuchende Subjekt wird eingebracht und dem Magnet
feld ausgesetzt. Um das Subjekt ist eine daran angrenzende
Spule angeordnet, und die NMR-Signale werden über eine Oszil
latorerfassungseinrichtung erfaßt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausfüh
rungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung des grundlegenden Prinzips des erfin
dungsgemäßen NMR-Systems,
Fig. 2 eine Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 eine Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 eine Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels
und
Fig. 5 eine Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels.
Fig. 1 zeigt eine zu untersuchende Substanz 11, die im Inne
ren einer gewickelten Erfassungsspule 12 plaziert ist, die
mit einer Aufzeichnungseinrichtung 15 über eine Oszillatorer
fassungseinrichtung 13 vom Robinson-Typ zur Frequenzabtastung
und einen Fangbereich-Verstärker 14 verbunden ist. Bei dem
dargestellten System werden die NMR-Signale von dem Hauptma
gnetfeld erfaßt und in der Aufzeichnungseinrichtung aufge
zeichnet. Die Aufzeichnungseinrichtung ist mit einem Perso
nalcomputer verbunden, in dem die eingegebenen Signale direkt
in NMR-Daten umgewandelt und angezeigt werden oder über eine
Magnetresonanzabbildung zum Erhalten abgebildeter Informatio
nen dargestellt werden.
Die Substanz 11 liegt einer in einem vakuumisolierten Behäl
ter 16 untergebrachten supraleitenden Masse (Bulk) 17 gegen
über, und die supraleitende Masse 17 ist an einem kalten Ende
18 befestigt und wird mittels einer Magnetisierungsspule 19
in einem supraleitenden Zustand mit äußerst niedriger Tempe
ratur magnetisiert.
Das erfindungsgemäße NMR-System arbeitet wie folgt: die su
praleitenden Masse in dem Vakuumbehälter 16 wird gekühlt, und
während sie gekühlt wird, oder nachdem sie gekühlt ist, wird
sie zur Ausbildung eines Permanentmagneten magnetisiert. Das
durch die supraleitende Masse erzeugte Magnetfeld hängt von
der kritischen Stromdichte für die Masse ab, die sich vom
Prinzip herkömmlicher Permanentmagnete unterscheidet.
Obwohl es von der Temperatur abhängt, auf die die supralei
tende Masse gekühlt wird, beträgt das größte erzeugte Magnet
feld zwei Tesla (T) bei einer Temperatur des flüssigen Stick
stoffs von 77 Kelvin oder ungefähr 9 Tesla bei 25 Kelvin.
Dieses Magnetfeld ist weitaus größer als das, das durch her
kömmliche Permanenzmagnete erzeugt wird. Bei 25 Kelvin ist
das durch die supraleitende Masse erzeugte größte Magnetfeld
weitaus größer als die 2,5 Tesla, die herkömmliche große
Elektromagnete erzeugen können, und ist vergleichbar mit den
Magnetfeldern, die durch herkömmliche supraleitende Magnete
erzeugt werden. Die Empfindlichkeit und das räumliche Auflö
sungsvermögen von NMR- und MRI-Systemen hängt von der Inten
sität des in den Systemen erzeugten Magnetfeldes ab. Daher
sind die Fähigkeiten des erfindungsgemäßen NMR-Systems gut
und mit solchen anderer NMR-Systeme vergleichbar, die einen
herkömmlichen supraleitenden Magneten aufweisen, wobei NMR-
Systeme mit einem Permanentmagneten oder einem Elektromagne
ten derart gute Fähigkeiten nicht erreichen können.
Das kostspielige flüssige Helium ist durch einen Kühlapparat
oder kostengünstigen flüssigen Stickstoff ersetzt, und somit
wird das erfindungsgemäße NMR-System auf vereinfachte Art und
Weise betrieben und erfordert kein spezielles Betriebsverfah
ren. Daher sind die Betriebskosten für das System niedrig.
Außerdem ist das System einfach und kann leicht für die Ver
wendung an Ort und Stelle zur medizinischen Behandlung und
industriellen Herstellung eingeführt werden.
Die supraleitende Masse kann relativ kostengünstig beispiels
weise in einer Art Sintervorgang hergestellt werden, und ihre
Produktion erfordert keine Aufwicklung oder andere kompli
zierte Schritte, die für die Herstellung einer supraleitenden
Leitung bzw. eines supraleitenden Drahts erforderlich sind.
Die supraleitende Masse ist auch quench-frei, was Spulen aus
Drahtmaterial nicht zu eigen ist. Daher kann das Magnetfeld für die
supraleitende Masse ohne Berücksichtigung des Sicherheitsfak
tors entwickelt werden, der für Spulen erforderlich ist. Aus
diesen Gründen kann die supraleitende Masse kostengünstiger
als supraleitende Spulen hergestellt werden.
Die supraleitende Masse verhält sich wie ein Permanentmagnet,
und kann daher ein Magnetfeld lediglich in der Form magneti
scher Pole erzeugen. Demnach ist das die supraleitende Masse
aufweisende System in äußerst kompakter und leichter Form
aufgebaut. Desweiteren wird anders als bei Spulen die zur
Kühlung der supraleitenden Masse erforderliche Wärmekapazität
lediglich durch den Polabschnitt bestimmt. Daher besteht eine
günstige Eigenschaft der supraleitenden Masse darin, daß die
Wärmekapazität äußerst gering ist. Infolgedessen kann selbst
dann, wenn ein Kühlapparat geringer Größe mit geringer Ge
frierleistung oder flüssiger Stickstoff verwendet wird, die
supraleitende Masse auf eine vorbestimmte Temperatur in äu
ßerst kurzer Zeit gekühlt werden. Die Zeit beträgt im allge
meinen eine bis zwei Stunden und ist viel kürzer als die meh
reren zehn Stunden, die zur Kühlung von supraleitenden Spulen
vom Direktkühlungstyp erforderlich sind. Dadurch wird auch
die Stabilität des Systems verbessert, die von einer thermi
schen Störung beeinträchtigt werden kann, die während des Be
triebs auftritt, und bringt eine Verringerung der Gesamtgröße
des Systems und der durch das System verbrauchten Gesamtener
gie mit sich.
Da das System weder eine Kupferspule, über die stationärer
Strom fließt, noch eine supraleitende Spule aufweist, über
die supraleitender Strom fließt, und da die supraleitende
Masse darin lediglich durch eine einfache Magnetisierungsspule
magnetisiert werden kann, erfordert das System keine große
Spule. Daher ist das Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen
Systems viel geringer als das von Systemen mit einem
Elektromagneten oder einem supraleitenden Magneten. Desweiteren
ist erfindungsgemäß kein Eisenkern zur Ausbildung eines
magnetischen Kreises erforderlich. Dagegen erfordern Systeme
mit einem Elektromagneten einen Eisenkern zusätzlich zu der
Spule für den Elektromagneten. Daher ist das erfindungsgemäße
System viel leichter als die Systeme mit einem Elektromagneten.
Da außerdem das durch die supraleitende Masse erzeugte
Magnetfeld viel stärker als das durch Permanentmagnete erzeugte
Magnetfeld ist, kann der Umfang der supraleitenden Masse viel
kleiner als der der Permanentmagnete sein. Daher ist das
erfindungsgemäße System, verglichen mit Systemen mit einem
Permanentmagneten, viel leichter.
Das Erfordernis an Kühlwasser in dem erfindungsgemäßen System
ist herabgesetzt. Viele Kühlapparate kleiner Größe erfordern
kein Kühlwasser. Obwohl große Kühlapparate Kühlwasser brauchen,
wird eventuell lediglich eine geringe Menge davon zur Kühlung
des Kompressors verwendet. Da außerdem kein stationärer Strom
durch die Spule im erfindungsgemäßen System fließt, erfordert
das System keine hohe elektrische Leistung zu seiner
Ansteuerung. Daher bietet das System den Vorteil verringerter
Kosten für Kühlwasser und elektrischer Energie.
Die Verringerung des Gesamtgewichts des NMR- oder MRI-Systems
erweitert die Bedingungen zur Installation des Systems. Die
Orte, an denen ein herkömmliches MRI-System mit einem Gewicht
von 10 Tonnen oder mehr installiert werden kann, ist begrenzt,
da eine große gegenüber dem Gewicht unempfindliche
Bodenbelastbarkeit erforderlich ist. Da das herkömmliche System
außerdem ein starkes Streumagnetfeld erzeugt, ist es
ferner dahingehend problematisch, daß es einen großen und starken
Magnetschutzschild erfordert. Diese Einschränkungen des
herkömmlichen Systems treffen nicht auf das erfindungsgemäße
kleine und leichte System zu. Daher realisiert die Erfindung
die Installation kostengünstiger, kompakter und platzsparender
Einrichtungen zur Analyse.
Wenn bei dem erfindungsgemäßen System der Kühlapparat
ausgeschaltet wird und die Temperatur der supraleitenden Masse
steigt, wird die supraleitende Masse in einem supraleitenden
Zustand in ihrem gewöhnlichen leitenden Zustand
wiederhergestellt und verliert die Magnetfunktion. Wenn daher
das Magnetfeld beispielsweise in einem Notfall wie Feuer oder
dergleichen gestoppt werden muß, kann es sofort gestoppt
werden. Die konstante Erzeugung eines starken Magnetfeldes mit
einer Intensität weniger Teslas ist gefährlich. Da das durch
die supraleitende Masse erzeugte Magnetfeld zu einer beliebigen
Zeit gestoppt werden kann, stellt dies einen sicheren Betrieb
des Systems sicher, da ein Magnetfeld nur bei Bedarf erzeugt
werden kann. Während das System außer Betrieb ist oder sich im
Bereitschaftszustand befindet, kann die supraleitende Masse zur
Erzeugung keines Magnetfeldes angehalten werden.
Eine bemerkenswerte Eigenschaft der supraleitenden Masse zur
Verwendung bei der Erfindung besteht darin, daß das Magnetfeld
von der supraleitenden Masse direkt als Hauptmagnetfeld für
eine Magnetresonanzabbildung (MRI) verwendet werden kann.
Lediglich ein sogenanntes Einzelseiten-Magnetfeld, das durch
die supraleitende Masse abzustrahlen ist, kann erfindungsgemäß
verwendet werden, und daher kann das gesamte System der
Erfindung, das die Erfassungsspule enthält, frei auf beliebige
Art und Weise entwickelt werden. Demnach kann in Abhängigkeit
von der Form des in dem System zu untersuchenden Sub
jekts die geeignetste Spulenform für das System entwickelt
werden. Dadurch wird die breite Anwendbarkeit der Erfindung
erhöht.
Erfindungsgemäß ist eine Einrichtung zur Analyse eines neuar
tigen Typs zur lokalen Magnetresonanzabbildung in einem engen
Raum ausgebildet, die sich von herkömmlichen MRI-Systemen un
terscheidet, die ein gleichmäßiges Magnetfeld in einem weiten
Raum erfordern. Durch die Verwendung des supraleitenden Mi
kro-Abbildungssystems der Erfindung wird es möglich, die
Teilstruktur und auch den erkrankten Teil beispielsweise von
Fingern, Händen und Füßen von Tieren und Menschen und die in
nere Struktur von Industriematerialien zu analysieren.
Nachstehend sind Beispiele der Erfindung beschrieben.
Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel. Eine supralei
tende Masse 21 mit säulenartiger Form ist im Inneren eines
vakuumisolierten Behälters 22 angeordnet und an dem Kühlele
ment 23 (kaltes Ende) eines Kühlapparates während des Auf
rechterhaltens eines Kontaktes mit diesem befestigt. Bei die
sem System ist der Kühlapparat ein GM-Zyklus-Kühlapparat
kleiner Größe. Der Systemkörper wiegt ungefähr 50 kg, was
viel leichter als herkömmliche Systeme mit einem supraleiten
den Magneten oder einem Elektromagneten ist, die im allge
meinen mehrere hundert Kilogramm wiegen.
Der Behälter 22 wird mittels einer Vakuumpumpe 24 entleert
und thermisch isoliert. In diesem Zustand werden der Kühlap
parat 25 und sein Kompressor 26 zur Senkung der Temperatur
der supraleitenden Masse 21 angesteuert, wodurch die Masse 21
in einen supraleitenden Zustand gebracht wird. Ein Magnetfeld
wird an die Masse 21 von außerhalb des Vakuumbehälters 22 an
gelegt, wodurch die Masse 21 magnetisiert wird. Dafür ist ei
ne Magnetisierungsspule 28 kleiner Größe außerhalb des Behäl
ters 22 angeordnet, und Strom wird von einem Kondensator zur
Spule 28 zur Erzeugung eines Impulsmagnetfeldes geführt, in
dem die Masse magnetisiert wird. Als alternative Einrichtung
zur Magnetisierung kann ein herkömmlicher heliumgekühlter su
praleitender Magnet verwendet werden, der ein Magnetfeld von
höchstens zehn Tesla erzeugen kann, und die supraleitende
Masse kann gekühlt und in dem durch den Magneten erzeugten
statischen Magnetfeld magnetisiert werden.
Das Magnetfeld, das die magnetisierte supraleitende Masse
einfängt und erzeugt, erreicht höchstens neun Tesla auf der
Oberfläche der Masse, was zeigt, daß die Masse als Magnet ar
beitet, der ein extrem starkes Magnetfeld erzeugen kann. Als
Beispiele wurden Y-basierte und Sm-basierte supraleitende
Massen bzw. Bulks in einem statischen Magnetfeld und einem
Impulsmagnetfeld magnetisiert. Die Y-basierte Masse ist säu
lenartig mit einer Größe von ∅ 35 mm × 15 mm, und die Sm-
basierte Masse ist auch säulenartig aber mit einer Größe von
∅ 36 mm × 15 mm. Die Intensität des Magnetfeldes, das die y-
basierte Masse in einem statischen Magnetfeld einfing, betrug
0,6 Tesla bei 77 Kelvin. Bei einer Temperaturabsenkung erhöh
te sich das durch die y-basierte Masse eingefangene Magnet
feld stark infolge der Erhöhung in Jc, und die Intensität des
eingefangenen Magnetfeldes reichte bis über 5 Tesla bei 15
Kelvin. Andererseits ergab die Impulsmagnetisierung der Y-
basierten Masse 2,1 Tesla bei 30 Kelvin und über 2,5 Tesla
bei 15 Kelvin. Die Sm-basierte Masse wies eine Magnetfeld
stärke von 2 Tesla bei 77 Kelvin und 9 Tesla bei 25 Kelvin
auf.
Andere auf seltener Erde beruhende supraleitende Massen wie
La (Lanthan), Nd (Neodym), Eu (Europium), Gd (Gadolinium), Er
(Erbium) und Yb (Ytterbium) können zusätzlich zu den vorste
hend angeführten Y-basierten und Sm-basierten Massen verwen
det werden.
Gemäß Fig. 2 wird ein zu untersuchendes Subjekt 29 in das
durch die supraleitende Masse 21 erzeugte Magnetfeld und in
das Innere einer Tauchmagnetspule 30 gelegt. Die Spule 30
dient zur Beaufschlagung des Subjekts 29 mit einem Hochfre
quenzmagnetfeld in der Richtung senkrecht zu dem Hauptma
gnetfeld, dem das Subjekt 29 in der vertikalen Richtung aus
gesetzt ist, wobei die Magnetisierungsänderung in dieser
senkrechten Richtung zur Messung von NMR-Signalen erfaßt
wird. Bei dem dargestellten System beträgt das durch die su
praleitende Masse zu erzeugende Magnetfeld das zehnfache des
Magnetfeldes herkömmlicher Permanentmagnete. Daher stellt das
System eine gute Erfassung von NMR-Signalen mit hoher Genau
igkeit sicher.
Das Magnetfeld der supraleitenden Masse weist ein lineares
Magnetfeldprofil derart auf, daß der mittlere Abschnitt der
stärkste ist, während die entfernteren äußeren Abschnitte
schwächer sind. Die direkte unveränderte Verwendung des ge
neigten Magnetfeldprofils ermöglicht die Identifikation der
Position jedes Abschnitts für eine Magnetresonanzabbildung
(MRI). Das Subjekt, bei dem das System anwendbar ist, bein
haltet Finger, Hände, Füße und andere Abschnitte des mensch
lichen Körpers sowie Teile von Tieren wie Pferden und so wei
ter. Von dem Verteilungszustand von Wasser, Phosphor und an
derer Substanzen bei der Magnetresonanzabbildung her ist das
System bei Sportmedizinbehandlungen und Diagnosen orthopädischer
Fehlstellungen und Erkrankungen anwendbar. Außerdem ist
das System bei kleinen Tieren bei physiologischen Tierversu
chen zur Beobachtung von Gewebeveränderungen in diesen Tieren,
ohne diese zu sezieren, anwendbar.
Das System ist auch bei der Analyse industrieller Materialien
organischer Substanzen, organischer Membrane und anorgani
scher Substanzen zur Erfassung von darin enthaltenem Wasser
und zur Aufklärung der chemischen Elementdispersion anwend
bar, ohne diese zu sezieren oder auseinanderzunehmen. Insbe
sondere kann das System zur Analyse röhrenförmiger oder
stabähnlicher organischer Materialien und landwirtschaftli
cher Ernteprodukte, zur Erfassung innerer Defekte, die vorhan
den sein können, und sogar zur Identifizierung ihrer Struktu
ren auf vereinfachte Art und Weise verwendet werden. Dadurch
vergrößert die Erfindung, die ein derartiges äußerst kosten
günstiges und kompaktes NMR-System bereitstellt, die Anwend
barkeit des Systems auf das Gebiet der allgemeinen Industrie,
auf dem die Verwendung herkömmlicher kostspieliger supralei
tender Magnete ziemlich unwirtschaftlich ist.
Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel, in dem die su
praleitende Masse 21 mittels eines Impulsröhrenkühlapparats
gekühlt wird. Die supraleitende Masse 21 ist an einem Kühl
element 31 (kaltes Ende) des Impulsröhrenkühlgerätes befe
stigt. Der Behälter wird über eine Vakuumpumpe (nicht ge
zeigt) entleert, und der Kompressor 26 für den Kühlapparat
wird zum Starten des Kühlvorgangs angesteuert. Der Kompressor
26 ist mit einem Ventilelement 32 und mit dem Kühlelement 31
über eine Verbindungsröhrenleitung 27 verbunden. Nachdem die
supraleitende Masse 21 gekühlt ist, wird sie mittels einer
Magnetisierungsspule 33 magnetisiert.
In Abhängigkeit von dem Ventilelement besteht der Vorteil des
Impulsröhrenkühlapparats darin, daß die Vibration des
Kühlelements verringert ist, und daher die Magnetpole der
supraleitenden Masse nicht vibrieren. Demnach ist in diesem
System eine äußerst genaue Positionserfassung möglich, und das
System weist verbesserte Fähigkeiten für eine
Magnetresonanzabbildung auf. Da außerdem die Gefrierleistung
des Kühlapparats hoch ist, kann die supraleitende Masse sogar
auf Temperaturen unter 30 Kelvin gekühlt werden. Daher sind bei
diesem System die Fähigkeiten des durch die supraleitende Masse
zu erzeugenden Magnetfeldes verbessert, und das System zeigt
eine verbesserte Leistung.
Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem NMR-
Signale durch die Verwendung einer Helmholtzspule 42 erfaßt
werden. Ein zu untersuchendes Subjekt 43 wird über der
supraleitenden Masse 21 angeordnet, die mittels eines GM-
Zyklus-Kühlapparats zu kühlen ist, und eine Helmholtzspule 42
ist um das Subjekt 43 herum angeordnet, wobei ihre Achse
senkrecht auf der Richtung des Hauptmagnetfeldes steht. Die
Spule ist mit einem variablen Kondensator kombiniert und
oszilliert bei einer Hochfrequenz von 10 bis 30 MHz. Die
grundlegende Drehschaltung in dem System ist mit einem
variablen Kondensator gekoppelt, und die Spannung an ihren
beiden Enden wird dadurch verändert, um eine Frequenzabtastung
zu ermöglichen, wodurch die Positionsinformationen über das in
dem System untersuchte Subjekt 43 erhalten werden. Außerdem ist
eine Magnetfeldmodulationsspule 44 um die Spule 42 angeordnet,
durch die das Magnetfeld bei einer Audiofrequenz moduliert
wird. Die Audiofrequenz kann 35 Hz, 80 Hz oder 400 Hz betragen.
In dem System mit dem veranschaulichten Aufbau kann bei
spielsweise ein menschlicher Gaumen in das Hauptmagnetfeld
gebracht werden, und sogar eine dentale Diagnose ist möglich.
Außerdem kann das makroskopische Gewebe eines langen
blattähnlichen organischen oder anorganischen Materials durch
eine Magnetresonanzabbildung in dem System inspiziert werden.
Desweiteren können wie bei den NMR-Systemen des ersten und
zweiten Ausführungsbeispiels die Molekularstrukturen organi
scher Lösungen oder Proteine in dem NMR-System dieses Bei
spiels bestimmt werden.
Fig. 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel, bei dem eine
Vielzahl von Magnetfeldern kombiniert werden, die durch eine
Vielzahl supraleitender Massen zu erzeugen sind. In diesem
Ausführungsbeispiel wird ein koaxialer Impulsröhrenkühlappa
rat verwendet, und jede supraleitende Masse 21 ist an dem
Kühlelement 51 des Kühlapparats befestigt. Nachdem jede Masse
21 auf eine äußerst niedriger Temperatur abgekühlt ist und
dann mittels einer Magnetisierungsspule 52 magnetisiert ist,
erzeugt jede Masse 21 ein Magnetfeld, während sie als Perma
nentmagnet arbeitet. Das Magnetfeld wird an das in dem System
zu untersuchende Subjekt 11 angelegt, wobei die NMR-Signale
in der Richtung senkrecht zum Hauptmagnetfeld über eine
Tauch- bzw. Elektromagnetspule 12 erfaßt werden.
Da die Magnetpole der Vielzahl der Massen in dem veranschau
lichten System einander gegenüber liegen, werden die durch
diese Massen erzeugten vielen Magnetfelder einander überla
gert, um ein stärkeres Magnetfeld zu erhalten. Demnach ist
bei diesem System eine Erfassung mit höherer Empfindlichkeit
in dem stärkeren Magnetfeld möglich. Da ferner das Magnetfeld
bezüglich des Mittelpunkts des Subjekts 11 symmetrisch ver
teilt ist, kann eine genauere Zusammensetzungsanalyse und
Strukturanalyse durch die kernmagnetische Resonanz in dem
System erhalten werden. Außerdem sind die MRI-Fähigkeiten des
Systems sehr verbessert.
Zur Steuerung der Verteilung des Magnetfeldes, das in dem Raum
abgestrahlt wird, können wie in Fig. 5 gezeigt eiserne Joche 53
angewendet werden. Wo eine Gleichmäßigkeit des räumlichen
Magnetfeldes in dem System gewünscht wird, bei dem die
Intensität des Magnetfeldes nicht größer als 2 Tesla ist,
können die Joche ein Magnetfeld mit guter Gleichmäßigkeit
dazwischen erzeugen. Das dargestellte System ist bei einer
Hochleistungs-NMR-Spektroskopie anwendbar.
Das Körpergewicht des dabei verwendeten
Impulsröhrenkühlapparats beträgt lediglich 5 kg oder weniger,
und die Verwendung eines derartigen leichten
Impulsröhrenkühlapparats zum Kühlen der supraleitenden Masse
ermöglicht die Erzeugung eines starken Magnetfeldes weniger
Tesla durch die Masse. Verglichen mit herkömmlichen
Einrichtungen zur Erzeugung eines starken Magnetfeldes
(heliumgekühlte supraleitende Magnete, Elektromagnete) ist die
bei der Erfindung verwendete supraleitende Masse viel kleiner,
leichter und kompakter und weist bessere Leistungsmerkmale bzw.
Fähigkeiten auf.
Erfindungsgemäß ist ein Magnet zur Erzeugung eines statischen
Magnetfeldes verbessert, und ein kernmagnetisches
Resonanzspektrometer geringer Größe mit hoher Auflösung ist
bereitgestellt. Dabei wird eine Supraleitungsmasse eines Hoch-
Temperatur-Supraleiters in einem vakuumisolierten Behälter
gekühlt und mittels einer Magnetisierungsspule magnetisiert.
Dies wird zur Analyse eines zu untersuchenden Subjekts
verwendet.
Claims (18)
1. Kernmagnetische Resonanzvorrichtung mit
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung zum Kühlen der Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule, die derart positioniert ist, daß sich die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse in einem durch die Magnetisierungsspule erzeugten Magnetfeld befindet,
einem Raum zur Plazierung eines zu untersuchenden Sub jekts, der derart angeordnet ist, daß sich das Subjekt in einem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeug ten Magnetfeld befindet, und
einer Erfassungsspule zur Erfassung durch das Sub jekt erzeugter kernmagnetischer Resonanzsignale.
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung zum Kühlen der Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule, die derart positioniert ist, daß sich die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse in einem durch die Magnetisierungsspule erzeugten Magnetfeld befindet,
einem Raum zur Plazierung eines zu untersuchenden Sub jekts, der derart angeordnet ist, daß sich das Subjekt in einem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeug ten Magnetfeld befindet, und
einer Erfassungsspule zur Erfassung durch das Sub jekt erzeugter kernmagnetischer Resonanzsignale.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Hoch-Temperatur-
Supraleitungsmasse
Kristalle einer supraleitenden Phase eines supraleiten den Oxids und
Feinkörnungen einer über die supraleitende Masse ver streuten isolierenden Phase umfaßt.
Kristalle einer supraleitenden Phase eines supraleiten den Oxids und
Feinkörnungen einer über die supraleitende Masse ver streuten isolierenden Phase umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei das supraleitende Oxid
chemisch durch RE-Ba-Cu-O derart dargestellt wird, daß RE zu
mindest ein Element aus der Gruppe bestehend aus Yttrium (Y),
Samarium (Sm), Lanthan (La), Neodym (Nd), Europium (Eu), Ga
dolinium (Gd), Erbium (Er) und Ytterbium (Yb) ist und eine
Supraleitungsübergangstemperatur zwischen 90 Kelvin und 96
Kelvin aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Molverhältnis von
RE : Ba : Cu des supraleitenden Oxids 1 : 2 : 3 beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei das
Molverhältnis der supraleitenden Phase zu der isolierenden
Phase zwischen 10 : 1 und 1 : 1 liegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die
isolierende Phase eine Korngröße von nicht mehr als 50 µm
aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei die
supraleitende Phase eine Kristallgröße zwischen 1 mm und 100 mm
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse die geformte Gestalt
eines Einkristalls aus grundlegend einer supraleitenden Phase
oder eines Aggregats einer Vielzahl von Einkristallen dar
stellt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse derart orientiert ist,
daß die c-Achsenorientierungsrichtung der die Hoch-
Temperatur-Supraleitungsmasse formenden Kristalle parallel
zur Richtung ist, in der die Hoch-Temperatur-
Supraleitungsmasse in dem Magnetfeld magnetisiert ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo
bei die Supraleitungsmasse auch Platin enthält.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo
bei die Supraleitungsmasse auch Silber enthält.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo
bei die Kühleinrichtung flüssigen Stickstoff umfaßt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die
Kühleinrichtung ein Kühlelement eines Kühlapparats ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei der Kühlapparat ein
Impulsröhrenkühlapparat, GM-Zyklus-Kühlapparat, ein Solvay-
Zyklus-Kühlapparat oder ein Sterling-Kühlapparat ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo
bei ein Eisenjoch zwischen der Magnetisierungsspule und der
Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wo
bei die Magnetisierungsspule im Inneren des vakuumisolierten
Behälters angeordnet ist.
17. Verfahren zum Betrieb einer kernmagnetischen Resonanzvorrichtung
mit
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule und
einer Erfassungsspule,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Temperatur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangs temperatur ist,
Anlegen eines Impulsmagnetfeldes an die gekühlte Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse derart, daß die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbeitet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Ma gnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu un tersuchenden Probe.
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule und
einer Erfassungsspule,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Temperatur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangs temperatur ist,
Anlegen eines Impulsmagnetfeldes an die gekühlte Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse derart, daß die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbeitet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Ma gnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu un tersuchenden Probe.
18. Verfahren zum Betreiben einer kernmagnetischen Resonanz
vorrichtung mit
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule und
einer Erfassungsspule,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
Anlegen eines statischen Magnetfeldes an die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse,
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Temperatur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangs temperatur ist, in dem statischen Magnetfeld derart, daß die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbei tet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Ma gnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu un tersuchenden Probe.
einer Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse,
einer Kühleinrichtung,
einem vakuumisolierten Behälter, der die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse und die Kühleinrichtung umgibt,
einer Magnetisierungsspule und
einer Erfassungsspule,
wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
Anlegen eines statischen Magnetfeldes an die Hoch- Temperatur-Supraleitungsmasse,
Kühlen der Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse auf eine Temperatur, die nicht höher als die Supraleitungsübergangs temperatur ist, in dem statischen Magnetfeld derart, daß die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse als Permanentmagnet arbei tet,
Plazieren einer zu untersuchenden Probe in dem durch die Hoch-Temperatur-Supraleitungsmasse erzeugten Ma gnetfeld und
Erfassen kernmagnetischer Resonanzsignale von der zu un tersuchenden Probe.
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