DE19859629C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte eines mehrschichtigen Multiaxialgewirkes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte eines mehrschichtigen MultiaxialgewirkesInfo
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- D04B—KNITTING
- D04B23/00—Flat warp knitting machines
- D04B23/12—Flat warp knitting machines with provision for incorporating unlooped wefts extending from selvedge to selvedge
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abschneiden und
Entfernen der Umlenkabschnitte eines mehrschichtigen Multaxialgewirkes, die an
Führungshaken von Transportketten aus dem Bereich der Vorlage endloser
Fadenscharen bis über die Wirkstelle hinaus gehalten und geführt werden, wobei
die Fäden der Fadenschichten nahe innerhalb der Reihe der Führungshaken
geschnitten und außerhalb der Führungshaken abgesaugt werden.
Unter der Bezeichnung Umlenkabschnitte verstehen wir diejenigen Abschnitte
endloser Fadenscharen, die im Bereich der Transportketten an Halteelementen,
geführt und gehalten werden. Diese Umlenkabschnitte schließen auch solche
Fadenabschnitte ein, die sich, wegen der Erzielung in sich paralleler Fadenlagen,
längs der Transportketten erstrecken.
Der hier verwendete Begriff Multiaxialgewirke betrifft ein Gewirke, das mehrere
Schichten unterschiedlich ausgerichteter, gestreckt eingebundener Fadenschich
ten hat, die mit Hilfe eines Wirkmaschenverbundes aneinander gehalten werden.
In der Regel werden diese Fadenschichten aus endlosen Fadenscharen gebildet.
Diese Fadenscharen werden mit Hilfe von je einem Diagonalfadenleger in wech
selnden Richtungen über zwei Transportketten gelegt. Die dabei entstehenden
Umlenkabschnitte der Fadenscharen werden an den Führungshaken der Trans
portketten gehalten, bis der Wirkvorgang beendet ist und die Fadenschichten fest
aneinander gebunden sind.
Es ist üblich, diese Umlenkabschnitte nähe an der Innenseite der Reihe der
Führungshaken abzuschneiden und die dann frei werdenden Umlenkabschnitte
mittels Saugrohr, dessen Saugöffnung von außen nahe an die Führunghaken
heranreicht, abzusaugen. Das ist, abgesehen von der Standfestigkeit der
Schneidwerkzeuge, problemlos.
Mit dem Ziel, die Präzision der Fixierung der Fadenlagen an den Haltemitteln der
Transportketten zu verbessern, wurde mit der DE 197 42 721 A1 vorgeschlagen,
zusätzlich zu den üblichen Führungshaken an den Transportketten, sogenannte
Rückhaltehaken einzusetzen. Diese Rückhaltehaken machen die separat steuer
baren Versatzrechen im Bereich jeder Transportkette an jedem Diagonalleger
überflüssig. Sie gestatten die Ausführung des Versatzes der Fadenschar im
Bereich der Transportketten allein mit Hilfe des Schußlegers.
Probleme bereitet in diesem Zusammenhang jedoch das zuverlässige Heraus
lösen der Umlenkabschnitte aus den Haltemitteln, d. h. den Führungshaken und
den Rückhaltehaken. Besondere Schwierigkeiten gibt es dann, wenn mehrere
Fadenschichten großer Dichte aus Fäden oder Strukturfasern großer Dicke in
das Multiaxialgewirke eingebunden werden. Die mit Widerhaken ausgestatteten
Rückhaltehaken geben bei Verwendung herkömmlicher Schneid- und Saugvor
richtungen die abgetrennten Umlenkabschnitte nicht frei.
Fadenreste verbleiben regelmäßig im Bereich der Haken der Transportketten.
Diese Fadenreste führen sofort zu Störungen. Die Große Zahl der meist mit
einem eigenen Antrieb versehenen, zueinander synchronisierten Aggregate einer
solchen Anlage ist dann bei der hohen Produktionsgeschwindigkeit nicht mehr
beherrschbar.
Durch die nicht vorveröffentlichte DE 198 16 440 C1 wird eine Anordnung zum
Eintragen von endlosen Schussfadenscharen der üblichen Art beschrieben. Das
Abschneiden der Halteabschnitte der an der Wirkstelle dann eingebundenen
Schussfäden erfolgt unmittelbar im Bereich der Ebene der Wirknadelreihe. Für
das sichere Entfernen der abgetrennten Fadenabschnitte aus einer Reihe
gebogener Rückhaltehaken bietet dieses Dokument keine Lösung an.
Gleiches trifft auf die in der EP 0 066 525 A2 beschriebene Vorrichtung zu. Hier
erfolgt das Abtrennen der Halteabschnitte durch Schneidplatinen, die in der
Nadelebene angeordnet und in der Nadelbarre fest verankert sind. Mittel zum
sicheren Entfernen der Halteabschnitte aus der Reihe der Führungshaken der
Transportketten sind auch hier nicht offenbart.
Die DE 44 32 222 C1 offenbart beispielhaft das im Textilmaschinenbau übliche
Zusammenwirken von Schneidvorrichtungen, von Mitteln zum Manipulieren von
Fadenabschnitten im Bereich der Schneidvorrichtung und von Sauganordnungen
zum Entfernen der abgetrennten Fadenabschnitte. Für die Lösung des hier
anstehenden Problems gibt auch dieses Dokument keine Anregung.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine
Vorrichtung vorzuschlagen, die ein zuverlässiges Abschneiden und restloses
Entfernen der voluminösen und meist miteinander verschlungenen Umlenk
abschnitte bei Verwendung von Führungs- und Rückhaltehaken auf jeder Trans
portkette zu gewährleisten. Die Vorrichtung soll dabei einfach und wartungsarm
sein und eine hohe Zuverlässigkeit auch bei schwierig handhabbaren Materialien,
z. B. bei Glasfasern und/oder Carbonfasern aufweisen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Verfahrensschritte nach An
spruch 1 gelöst.
Die kontinuierliche Folge der Arbeitsgänge Abschneiden, Herausheben der freien
Fadenenden aus den Gassen der Führungshaken, Aufrichten der Fadenenden
über die Ebene der Rückhaltehaken, Herausblasen der sich mehrfach kreuzen
den Umlenkabschnitte mittels Düse in der Ebene der Köpfe der Rückhaltehaken
und Absaugen der herausgelösten Umlenkabschnitte gewährleistet eine hohe
Zuverlässigkeit beim Herauslösen der Fadenabschnitte bei allen üblichen Dichten
von Multiaxialgewirken.
Der Druckluftstrahl macht den Hakenkopf, wenn erforderlich, stets frei von
Fadenteilen und verhindert gleichzeitig das Eindringen von Fadenteilen in diesen
Haken. Die sich einander mehrfach kreuzenden Fadenenden werden durch das
Aufrichten über die Köpfe der Rückhaltehaken gehoben und können so den
Lösevorgang nicht mehr wirksam behindern.
Die Vorrichtung nach Anspruch 2 gewährleistet einerseits das zuverlässige
Trennen auch sehr dicker Fadenschichten und andererseits eine zuverlässige
Realisierung des einleitend definierten Verfahrens.
Der vergrößerte Teilungsabstand der Rückhaltehaken, nach Anspruch 3, unter
stützt die Zuverlässigkeit des Herauslösens der Umlenkabschnitte aus den
Gassen zwischen den Rückhaltehaken. Man kann mit geringeren Drücken in der
Düse und am Saugrohr arbeiten.
Die Modifikation nach Anspruch 4 bietet im wesentlichen bauliche Vorteile.
Die Trennscheibe nach Anspruch 5 sichert bei einem zuverlässigen Trennvor
gang eine lange Standzeit.
Die Ausführung nach Anspruch 6 vermeidet das Verschmutzen des Gewirkes mit
Faserabrieb, der insbesondere bei der Verarbeitung von Carbonfasern uner
wünscht ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen vereinfachten Querschnitt durch die Vorrichtung zum Ab
schneiden und Entfernen von Umlenkabschnitten,
Fig. 2 eine stark vereinfachte Draufsicht auf eine Anlage zur Herstellung
eines Multiaxialgewirkes,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 4 bis 6 Detailansichten zur Darstellung des Verfahrens der Erfindung,
Fig. 7 eine schematsche Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung
und die
Fig. 8 und 9 zwei Ansichten eines Gehäuses für die Schneidscheibe.
Die Anlage zur Herstellung eines Multiaxialgewirkes 70 ist in der Fig. 2 schema
tisch in ihrer Gesamtheit dargestellt. Beiderseits des Arbeitsbereiches werden die
oberen Trums der Transportketten 3, 3' geführt.
Die Art der Führung ist für den Fachmann u. a. aus der Fig. 1 ersichtlich. Die
Führung ist stabil und sichert eine exakte Führung auch bei extrem dicken und
schweren Fadenschichten.
In unterschiedlichen Winkeln zur Bewegungsrichtung der Transportketten 3, 3'
sind hier erste, zweite und dritte Fadenleger 11, 12, 13 angeordnet. Diese span
nen jeweils eine Fadenschar in zueinander parallelen Lagen zwischen die Trans
portketten.
Jeder Mehrfachfadenführer dieser Fadenleger 11, 12, 13 wird in an sich bekann
ter Weise entlang von 3 Achsen bewegt. Die erste Achse ist die Bewegung quer
über die Transportketten 3, 3'. Die zweite Achse ist längs der Transportketten 3,
3' gerichtet, während die dritte Achse senkrecht zum oberen Trum der Trans
portketten 3, 3' gerichtet ist.
Das fertige Fadengelege aus mehreren Fadenschichten wird mit Hilfe der Trans
portketten 3, 3' zur Wirkstelle 2 geführt. Dort werden die Fadenschichten durch
einen üblichen Nähwirkvorgang miteinander verbunden und unter einem Bedien
gang für die Nähwirkstelle hindurch wieder in Bedienhöhe zu Vorrichtungen
geführt, die die Umlenkabschnitte 71 der Fadenschichten vom Multiaxialgewirke
70 trennen, dieselben aus den Hakenelementen 31, 32 der Transportketten 3, 3'
lösen und sie dann einer Sammelstelle zuführen.
Am unteren Ende der Fig. 2 wird das Multiaxialgewirke 70 z. B. auf einem Wickel
72 gespeichert und steht für die Weiterverarbeitung zur Verfügung.
Die Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte 71 soll
zunächst anhand der Fig. 1 beschrieben werden.
Die Transportkette 3 wird stabil in einem gestellfesten Rahmen geführt. Oberhalb
der Transportkette 3 sind auf Platten Fassungen mit Führungshaken 31 und
Fassungen mit Rückhaltehaken 32 befestigt.
Die Führungshaken 31 sind nach oben gerichtete Spitzen, die mit relativ gerin
gem gegenseitigen Abstand die Lage und die gleichmäßige Verteilung der
zwischen den Transportketten 3, 3' gespannten Fäden bestimmen.
Im Abstand außerhalb dieser Führungshaken 31 und etwas tiefer ist eine Reihe
von sogenannten Rückhaltehaken 32 angeordnet. Der Schaft der Rückhalteha
ken 32 ist vorzugsweise im Abstand um die Führungshaken 31 gekrümmt. Der
Kopf der Rückhaltehaken 32 ist hakenförmig nach außen und leicht nach unten
gebogen.
Der Teilungsabstand der Rückhaltehaken 31 ist vorzugsweise doppelt so groß
wie die Teilung der Führungshaken 31. Er hat für die Verteilung der Fäden im
Gewirke keine Bedeutung.
Die Art der Fadenlegung über die Führungshaken 31, die Rückhaltehaken 32
und wieder zu den Führungshaken 31 zurück ist in der DE 197 42 721 A1 ausführ
lich beschrieben. Auf weitere Detaills soll deshalb hier verzichtet werden.
Für die Darstellung der vorliegenden Erfindung ist wichtig, wie die Umlenkab
schnitte 71 gelegt sind. Betrachten Sie hierzu die Fig. 3 und 7. Die Führungs
haken 31 bestimmen die Lage der Fäden im Multiaxialgewirke 70. Von dort
führen die vorlaufenden Teile 711 der Umlenkabschnitte 71 direkt zum Rückhal
tehaken 32. Sie werden dort unter Bildung des Scheitels 713 abgelenkt und
führen dann entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Transportketten 3 mit
dem nachlaufenden Teil 712 zu dem zugeordneten nächsten Führungshaken 31.
In der Lücke zwischen je zwei Führungshaken 31 befindet sich aus jeder Schicht
des Multiaxialgewirkes je ein Faden. Den Schaft der Rückhaltehaken 32 um
greifen je Schicht zwei Fäden. Die freien Enden 711, 712 der Umlenkabschnitte
eines Bereiches von Rückhaltehaken 32 kreuzen einander mehrfach und behindern
sich beim Lösevorgang gegenseitig.
Die Vorrichtung zum Abschneiden der Umlenkabschnitte 71 besteht zunächst
aus der Schneidscheibe 5. Diese hat einen rotierenden Antrieb, im vorliegenden
Falle den Motor 50, der die Schneidscheibe 5 sehr schnell dreht. Die Schneid
scheibe 5 ist an ihrem Umfang nicht sehr spitz ausgebildet. Sie ist dafür mit
Diamantkristallen besetzt und schleift die Fadenschicht unter Bildung eines
Faserstaubes durch.
Zwischen die Reihe der Führungshaken 31 und die Reihe der Rückhaltehaken 32
untergreift im Bereich der Schneidzone 51 der Keil 4 mit seiner Spitze die
Schicht der Umlenkabschitte 71. Mit seiner Führungsfläche 41, die in Bewe
gungsrichtung der Transportketten 3 nach oben und nach außen gerichtet ist,
hebt dieser Keil 4 die voraus- und nachlaufenden Teile 711, 712 der Umlenk
abschnitte 71 zunächst nach oben aus den Gassen der Führungshaken 31
heraus und schwenkt sie dann weiter nach oben und außen zur Bewegungs
ebene der Rückhaltehaken 32 hin. Die Fadenenden 711, 712 sind jetzt frei und
die Kreuzungsstellen einander benachbart gehaltener Umlenkabschnitte 71
befinden sich regelmäßig über den Köpfen der Rückhaltehaken 32.
Die Scheitel 713 der Umlenkabschnitte 71 lockern sich zu diesem Zeitpunkt
bereits durch die Wirkung des Saugluftstromes des Saugrohres 60. In dieser
Phase kommen die Scheitel 713 der Umlenkabschnitte 71 in den Bereich des
Druckluftstahles aus der Düse 61. Dieser starke Druckluftstrahl löst die Scheitel
713, bevor sie in die Kehlen des Hakens des Rückhaltehaken 32 gezogen
werden, von den Schäften der Rückhaltehaken 32 und schleudert sie in den
Saugluftstrom des Saugrohres 60. Die Saugluft und auch die Blasluft hat stets
eine große Angriffsfläche an den Fadenabschnitten und entfernt auch dicke
Fadenschichten der Umlenkabschnitte 71.
Diese hier geschilderten Phasen kann man sehr gut in den Fig. 4 bis 6
verfolgen.
In Fig. 4 trennt die Schneidscheibe 5 das Gewirke 70 von den Umlenkabschnitten
71. Die Lage der Fadenschicht am Rückhaltehaken 31 ist gut zu erkennen. Die
Spitze des Keiles 4 untergreift die Schicht der Umlenkfadenabschnitte 71 bereits.
In Fig. 5 sehen wir wie die Führungsfläche 41 des Keiles 4 die voraus- und
nachlaufenden Teile 711, 712 dar Umlenkabschnitte 71 nach oben aus den
Führungshaken 31 heraushebt und zur Reihe der Rückhaltehaken 31 schwenkt.
Die Kreuzungsstellen befinden sich jetzt über den Köpfen der Rückhaltehaken
32.
In Fig. 6 ist dieser Schwenkvorgang abgeschlossen. Die Düse 61 erfaßt die
Scheitel 713 der Umlenkabschnitte 71 und schleudert sie in den Saugluftstrom,
ohne daß sie von irgendwelchen mechanischem Teilen zurückgehalten werden
können. Der Vorgang ist abgeschlossen.
Werden anstelle von textilen Rohstoffen Fasern aus Glas oder Carbon ver
arbeitet, ist es aus unterschiedlichen Gründen notwendig, daß sich kein Schleif
staub auf dem Gewirke befindet. Dem wird durch eine Verkapselung der
Schneidscheibe 5 nach den Fig. 8 und 9 vorgebeugt. Der Schneidscheibe 5 wird
ein sehr schmales Gehäuse 52 mit Deckel 521 zugeordnet. Das Gehäuse ist mit
einem Saugstutzen 53 versehen, über den der Schleifstaub entfernt werden
kann. Eine einzige Öffnung hat das Gehäuse 52 im Bereich der Schneidzone 51.
11
erster Fadenleger
12
zweiter Fadenleger
13
dritter Fadenleger
2
Wirkstelle
3
,
3
' Transportkette
31
,
31
' Führungshaken
32
,
32
' Rückhaltehaken
4
,
4
' Keil
41
,
41
' Führungsfläche
5
,
5
' Messer, Schneidscheibe
51
Schneidposition
52
Gehäuse
521
Deckel
53
Saugstutzen
60
,
60
' Saugrohr
61
,
61
' Düse/Düsen
62
Bohrung
7
Fadenscharen, mehrschichtig
70
Multiaxialgewirke, mehrschichtig
71
Umlenkabschnitt
711
Ende vorlaufend
712
Ende nachlaufend
713
Scheitel
72
Wickel
Claims (6)
1. Verfahren zum Abschneiden und Entfernen dar Umlenkabschnitte eines
mehrschichtigen Multiaxialgewirkes, die an Führungshaken von Transportketten
aus dem Bereich der Vorlage endloser Fadenscharen bis über die Wirkstelle
hinaus gehalten und geführt werden, wobei die Fäden der Fadenschichten nahe
innerhalb der Reihe der Führungshaken geschnitten und außerhalb der Füh
rungshaken abgesaugt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkabschnitte (71) an jeder Transportkette (3, 3') während des Fadenlegens zwischen den jeweils für einen Faden wirksamen Führungs haken (31), über einen im Abstand außerhalb der Führungshaken (31) an der Transportkette angeordneten Rückhaltehaken (32) mit einer nach außen und unten gerichteten Hakenspitze eingelegt werden,
daß die dem Rückhaltehaken (32) voraus- und nachlaufenden Teile der Umlenk abschnitte (71) nach dem Passieren der Wirkstelle (2) nahe innerhalb der Bewegungsbahn der Führungshaken (31) nacheinander vom Multiaxialge wirke (70) getrennt werden,
daß die nach dem Trennen der Umlenkabschnitte (71) vom Multiaxialgewirke (70) entstandenen Enden mittels keilförmiger, gestellfester Führungskurve (41) nach oben und außen aus den Gassen der Führungshaken (31) heraus und zur Ebene der Rückhaltehaken (32) geschwenkt werden,
daß die so mit ihren aufgerichteten Enden an den Rückhaltehaken (32) geführten Umlenkabschnitte (71) im Kopfbereich der Rückhaltehaken (32) mittels Druckluftstrahl nach außen geblasen und dort mittels Saugluftstrom entfernt werden.
daß die Umlenkabschnitte (71) an jeder Transportkette (3, 3') während des Fadenlegens zwischen den jeweils für einen Faden wirksamen Führungs haken (31), über einen im Abstand außerhalb der Führungshaken (31) an der Transportkette angeordneten Rückhaltehaken (32) mit einer nach außen und unten gerichteten Hakenspitze eingelegt werden,
daß die dem Rückhaltehaken (32) voraus- und nachlaufenden Teile der Umlenk abschnitte (71) nach dem Passieren der Wirkstelle (2) nahe innerhalb der Bewegungsbahn der Führungshaken (31) nacheinander vom Multiaxialge wirke (70) getrennt werden,
daß die nach dem Trennen der Umlenkabschnitte (71) vom Multiaxialgewirke (70) entstandenen Enden mittels keilförmiger, gestellfester Führungskurve (41) nach oben und außen aus den Gassen der Führungshaken (31) heraus und zur Ebene der Rückhaltehaken (32) geschwenkt werden,
daß die so mit ihren aufgerichteten Enden an den Rückhaltehaken (32) geführten Umlenkabschnitte (71) im Kopfbereich der Rückhaltehaken (32) mittels Druckluftstrahl nach außen geblasen und dort mittels Saugluftstrom entfernt werden.
2. Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte eines
mehrschichtigen Multiaxialgewirkes, die an Führungshaken und Rückhaltehaken
von Transportketten aus dem Bereich der Vorlage endloser Fadenscharen bis
über die Wirkstelle hinaus gehalten und geführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß in an sich bekannter Weise zwischen den Führungshaken (31) der Trans portketten (3, 3') und dem Multiaxialgewirke (70) je ein gestellfest gelagertes, rotierendes Messer (Schneidscheibe 5) angeordnet ist,
daß von Schneidposition (51) des rotierenden Messers (5) beginnend, zwischen der Reihe der Führungshaken (31) und der Reihe der Rückhaltehaken (32) eine keilförmige Führungsfläche (41) vorgesehen ist, die sich in Bewegungs richtung der Transportketten (3, 3') über die Spitzen der Führungshaken (31) hinaus und nach außen erstreckt und
daß am erweiteren Endabschnitt der keilförmigen Führungsfläche 41, nahe der Innenseite der Köpfe der Rückhaltehaken (32), mindestens eine, nach außen, auf die Öffnung eines Saugrohres (60) mit großem Querschnitt gerichtete, mit Druckluft beaufschlagbare Düse (61) angeordnet ist.
daß in an sich bekannter Weise zwischen den Führungshaken (31) der Trans portketten (3, 3') und dem Multiaxialgewirke (70) je ein gestellfest gelagertes, rotierendes Messer (Schneidscheibe 5) angeordnet ist,
daß von Schneidposition (51) des rotierenden Messers (5) beginnend, zwischen der Reihe der Führungshaken (31) und der Reihe der Rückhaltehaken (32) eine keilförmige Führungsfläche (41) vorgesehen ist, die sich in Bewegungs richtung der Transportketten (3, 3') über die Spitzen der Führungshaken (31) hinaus und nach außen erstreckt und
daß am erweiteren Endabschnitt der keilförmigen Führungsfläche 41, nahe der Innenseite der Köpfe der Rückhaltehaken (32), mindestens eine, nach außen, auf die Öffnung eines Saugrohres (60) mit großem Querschnitt gerichtete, mit Druckluft beaufschlagbare Düse (61) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Teilungsabstand der Rückhaltehaken (32) größer ist als der Teilungs
abstand der Führungshaken (31).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (61) im Keil (4) mit der Führungsfläche (41) angeordnet und über
eine Druckleitung mit einem Druckspeicher verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das rotierende Messer eine am Umfang mit Diamantkristallen bestückte, mit
hoher Drehzahl rotierende Schneidscheibe (5, 5') ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schneidscheibe (5) ein nahezu geschlossenes Gehäuse (52, 521)
zugeordnet ist, das nahe der Schneidposition (51) der Schneidscheibe (5)
mit einer Saugleitung (53) verbunden ist.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1998159629 DE19859629C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte eines mehrschichtigen Multiaxialgewirkes |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1998159629 DE19859629C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren und Vorrichtung zum Abschneiden und Entfernen der Umlenkabschnitte eines mehrschichtigen Multiaxialgewirkes |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE19859629A1 DE19859629A1 (de) | 2000-06-29 |
DE19859629C2 true DE19859629C2 (de) | 2002-08-14 |
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ID=7892362
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Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE19859629C2 (de) |
Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0066525A2 (de) * | 1982-08-10 | 1982-12-08 | Hospal Ag | Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Schneiden an mehreren Stellen eines Schussfadens einer Matte oder einer Strickware an einer Strickmaschine |
DE4432222C1 (de) * | 1994-09-10 | 1996-05-02 | Mayer Textilmaschf | Verfahren und Kettenwirkmaschine zur Herstellung einer gemusterten Wirkware |
DE19816440C1 (de) * | 1998-04-14 | 1999-07-08 | Liba Maschf | Verfahren und Kettenwirkmaschine zum Herstellen von Wirkware mit frei wählbarem Schußfaden-Musterrapport |
-
1998
- 1998-12-23 DE DE1998159629 patent/DE19859629C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
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---|---|
DE19859629A1 (de) | 2000-06-29 |
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Effective date: 20140701 |