DE19829157A1 - Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker - Google Patents

Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker

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Georg Herberg
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C3/00—Fastening devices with bolts moving pivotally or rotatively
    • E05C3/02—Fastening devices with bolts moving pivotally or rotatively without latching action
    • E05C3/06—Fastening devices with bolts moving pivotally or rotatively without latching action with operating handle or equivalent member moving otherwise than rigidly with the bolt
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C17/00—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C19/00—Other devices specially designed for securing wings, e.g. with suction cups
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05Y—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES E05D AND E05F, RELATING TO CONSTRUCTION ELEMENTS, ELECTRIC CONTROL, POWER SUPPLY, POWER SIGNAL OR TRANSMISSION, USER INTERFACES, MOUNTING OR COUPLING, DETAILS, ACCESSORIES, AUXILIARY OPERATIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, APPLICATION THEREOF
    • E05Y2900/00—Application of doors, windows, wings or fittings thereof
    • E05Y2900/10—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for buildings or parts thereof
    • E05Y2900/13—Type of wing
    • E05Y2900/148—Windows

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closing And Opening Devices For Wings, And Checks For Wings (AREA)

Abstract

Entwickelt wurde eine mechanische Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen Schließung einer Tür mit eingebautem Kontaktfenster. Die Verriegelung erfolgt in dem Moment, in dem das Kontaktfenster geöffnet wird. Der Vorteil der Vorrichtung liegt darin, daß das Kontaktfenster sehr groß gehalten werden kann und dadurch die Nachteile von Minifenstern oder nur spaltbreit zu öffnenden Türen bei Einsatz von Ketten oder Sperrbügeln vermieden werden. Für die Dauer der Öffnung des Kontaktfensters ist volle Eindringsicherheit gegeben, sofern die Öffnung unter einer Einstiegsgröße liegt. DOLLAR A Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür.

Description

Bezeichnung der Erfindung
Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker oder von Türen ohne Schwenkfenster aber mit Schwenkfenstern neben Türen. Die Vorrichtung wird beim Öffnen von Schwenkfenstern automatisch wirksam.
Das technische Gebiet, zu dem die Erfindung gehört
Die Erfindung gehört in das Gebiet der Sicherungstechnik gegen Diebstahl, Einbruch, Überfall.
Der dem Anmelder bekannte Stand der Technik
Der Stand der Technik ist mir weitgehend bekannt. Ich verweise insoweit auf das Buch Sicherheit gegen Diebstahl, Einbruch, Überfall und vorbeugenden Brandschutz, 3. Ausgabe, zusammengestellt von Egon Westphal, Landeskriminalpolizeiamt Niedersachsen, erschienen im Verlag Curt R. Vincentz, Hannover sowie auf aktuelles Prospektmaterial der Fachgeschäfte.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem Mängel der bisherigen Systeme
Alle bekannten beweglichen mechanischen Sicherungssysteme an der (Haus-)Tür sind gedächtnisabhängig. Sie haben den Zweck, dem Wohnungsinhaber das Gefühl der dauernden Sicherheit zu geben. Dazu gehören Schloßriegel, Querriegel oder Bolzen, die gedächtnisabhängig bedient werden müssen.
Der Sicherheitsbedarf bei einer Kontaktaufnahme an der Haustür ist bei den derzeitigen Systemen unvollkommen abgedeckt. Um einen Zugriff zum Türgriff zu verhindern, stehen nur Sperriegel zur Verfügung, die bei manueller Aktivierung lediglich einen Türspalt freigeben, oder aber Fenster im Kleinformat bzw. vergitterte Fenster.
Die Praxis hat gezeigt, daß auch bei kleinen Fenstern in Türen keine Sicherheit gegeben ist, wenn das Opfer schwächlich ist und aus dem Türbereich geschubst werden kann. Dann ist ein unerlaubterr Zugriff zur Türklinke und zur Öffnung der Tür gegeben.
Kleine Sichtfenster, nur spaltbreite Türöffnungen oder vollkommene Vergitterungen veranlassen aber die meisten Personen, den so gegebenen Schutz freiwillig aufzugeben, wenn sie von einer außenstehenden Person einen vertrauenerweckenden oder ungefährlichen Eindruck gewonnnen haben und die bauseits auferlegten Einschränkungen bei der Kontaktaufnahme als hinderlich empfinden.
Die Aufgabe der Sicherheit kann auch durch Tricks veranlaßt werden, z. B. durch Übergabe eines mit einem Ziegelstein gefüllten Päckchens.
Bei einer Fehleinschätzung führt die Aufgabe der Sicherheit leicht zu körperlichen, seelischen oder materiellen Schäden, im Extremfall zum Tode durch Mord, wie aus Kriminalstatistiken oder dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst zu erkennen sein dürfte.
Meine Überlegungen gingen dahin, eine mechanische gedächtnisunabhängige Sicherung in den Fällen in Türen einzubauen, in denen die Kontaktaufnahme von Personen durch zu öffnende Fenster in Türen oder durch Fenster unmittelbar neben Türen erfolgt.
Mein System sieht vor, daß in dem Moment eine Tür automatisch verriegelt wird, wenn ein in die Tür eingebautes oder unmittelbar neben der Tür befindliches Fenster aufgemacht wird.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Kontaktfeld in oder neben der Tür aufgrund der eingebauten automatischen Sicherung so groß gehalten werden kann, daß die Nachteile, die vom Türspalt, Minifenster oder vergitterten Fenster ausgehen, vermieden werden. Selbst das Durchreichen von Gegenständen wäre ohne Gefahr möglich, wenn die Öffnung in der Tür unterhalb einer Einstiegsgröße liegt, was in etwa einer Öffnung von 20 × 90 cm entspricht.
Lästige Vertreter, Bettler oder andere unerwünschte Personen lassen sich leicht zurückweisen. In der Wohnung allein gelassene Kinder oder ängstliche Personen bekommen ein Gefühl größerer Sicherheit.
Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür. Geeignet ist die Vorrichtung aber auch für Türen in Räumen mit Zugangsbeschränkungen für das Personal oder Unbefugte.
Die angebotene Lösung arbeitet schnell genug, um einen Soforteingriff zu verhindern, und sie wird bereits bei einer spaltbreiten Öffnung des Fensters wirksam, so daß kein Zugriff zum Türdrücker möglich ist. Beides sind wichtige Kriterien der Sicherheit. Sie läßt eine Nötigung zur Öffnung der Tür bei geöffnetem Kontaktfenster nicht zu, da erst bei geschlossenem Fenster die Tür zur Öffnung freigegeben wird.
Die Öffnungsgröße in einer Tür von 20 × 90 cm oder in einem Fenster neben einer Tür kann in der Breite größer gestaltet werden, wenn die Überbreite durch ein vorgeschraubtes Gitter gesichert wird und damit keine Verbreiterung der Einstiegsgröße verbunden ist.
Abschrift eines Beitrages aus der Celleschen Zeitung vom 22.07.91
Überfall auf 73jährige Frau in Hannover - Unvergitterte Fenster in Wohnungstüren schützen nicht vor Überfällen. Dies mußte eine 73 Jahre alte Hannoveranerin nachmittags erfahren.
Wie die Polizei gestern mitteilte, hatte die 73jährige auf das Klingeln eines Unbekannten nur das Fenster in ihrer Wohnungstür geöffnet. Dieser griff sofort durch das Türfenster, hielt der Rentnerin den Mund zu und öffnete die Tür. In der Wohnung warf er sein Opfer zu Boden und fesselte es. Mit einer Schußwaffe zwang er die Frau preiszugeben, wo sie ihre Barschaft von 270,00 DM aufbewahrt hatte. Anschließend flüchtete der Täter. Die Frau konnte sich selbst befreien.
Die Erfindung, für die in den Patentansprüchen Schutz begehrt wird
Mechanische Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen Sperrung von Türen mit Kontaktfenstern bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker oder von Türen ohne Schwenkfenster in der Tür, aber mit Schwenkfenstern neben der Tür.
Die Vorrichtung wird beim Öffnen der Schwenkfenster automatisch wirksam.
Gewerbliche Anwendbarkeit der Erfindung
Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür. Daneben dürfte aber auch ein Bedarf in Magazinen, Kassenboxen, Wachräumen, Wohnwagentüren, Sicherheitszonen anderer Art in Betrieben und bei anderen zugangsbeschränkten Räumen sowie bei bestimmten Berufsgruppen wie Apothekern, Schmuckhändlern oder in Clubs gegeben sein. Weiterhin könnten in fensterlosen oder anderen Räumen Lüftungsfenster oder Durchreichen in Türen eingebaut werden, die einen Zugang von unberechtigten Personen erschweren oder verhindern, soweit Schließeinrichtungen allgemein hierzu entsprechend ihrer Beschaffenheit in der Lage sind.
Ein weiteres Anwendungsgebiet wären Fluchttüren in Bars, Diskotheken pp. Sofern ein Fenster in der Tür geöffnet ist - es kann sich hierbei um ein Lüftungsfenster handeln - kann von außen keiner eindringen, es sei denn, der Außenstehende habe einen Helfer im Raum. Durch den Einbau eines batterie- oder strombetriebenen Melders ließe sich bewerkstelligen, daß bei einer unberechtigten Schließung des Fensters beim Personal ein optisches oder akkustisches Signal auf den Mißbrauch hinweist und dagegen eingeschritten werden kann. Im Katastrophenfall wäre die Tür hingegen ohne Benutzung eines Schlüssels, allein durch Schließen des Fensters, von jedermann, der sich in dem Raum befindet, zu öffnen.
Negativ würde sich die Vorrichtung nur in den Fällen bemerkbar machen, wenn z. B. die Polizei eine Durchsuchung oder Festnahme durchführen wollte, da hier ein Schlüsseldienst nicht helfen könnte, solange ein Fenster in der Tür geöffnet ist.
Es bliebe nur die Gewaltanwendung mittels Lochbohren, Anziehen des Schwenkfensters und danach die übliche Verfahrensweise beim Öffnen einer Tür über den Schloßzylinder. Dafür ist die Vorrichtung allerdings nicht geplant. Vielmehr soll sie nur einen vorübergehenden Schutz gewähren.
Stand der Technik
Nach dem derzeitigen Stand der Technik gibt es im Sicherheitsbereich von Türen mit eingebauten Schwenkfenstern als Kontaktfeld zur Absicherung lediglich Gitter oder gedächtnisabhängige Sperrvorrichtungen. Sie lassen nur einen eingeschränkten Personenkontakt zu.
Meine auf einen Öffnungsvorgang beschränkte gedächtnisunabhängige automatische Sperrvorrichtung in Türen mit Fenstern erlaubt - im Gegensatz zu den derzeitigen Angeboten - ein so großes Kontaktfeld, wie es nahezu einer - wenn auch kleinen - geöffneten Tür entspricht, ohne jedoch Gefahrenmomente besonderer Art zuzulassen. Es können sogar größere Gegenstände durch das Fenster in der Tür entgegengenommen werden, ohne Sicherheit aufzugeben.
Lästige Vertreter, Bettler oder andere unerwünschte Personen lassen sich leicht zurückweisen, da der Zugang zur Wohnung verwehrt ist. Ein Eindringen in Wohnungen wird verhindert. Kinder und Behinderte können leichter allein gelassen werden.
Die angebotenen Lösungen lassen eine Nötigung zur Öffnung der Tür bei geöffnetem Kontaktfeld/Fenster nicht zu, da erst bei geschlossenem Fenster die Tür zur Öffnung freigegeben wird.
Die Erfindung kann bei der Türherstellung kommerziell - auch weltweit - genutzt werden, da sie einen ganz neuen Türentyp ermöglicht, der neben den bisher üblichen sicherheitstechnischen Schließfunktionen eine zusätzliche vorübergehend wirksame Sicherheitsfunktion enthält, die dem Sicherheitsbedürfnis der meisten Menschen entgegenkommt.
Weg zum Ausführen der beanspruchten Erfindung Ausführungsbeispiel
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Fadenstrammvorrichtungen einen Schwenkriegel türöffnend oder -schließend gedächtnisunabhängig zwangsbewegen.
Die Vorrichtung besteht aus vier wesentlichen Komponenten, die als Bausatz oder als Einzelteile den Schließvorgang bewirken können:
  • a) einem Schwenkriegel (Fig. 2 u. 4)
  • b) einer ersten Strammvorrichtung (siehe Seite 1 der Zeichnungen)
  • c) einer zweiten Strammvorrichtung (siehe Seite 2 der Zeichnungen)
  • d) einer Blockiervorrichtung (Fig. 6, 7, 9, 10)
Die Vorrichtung kann als Bausatz auf das Holz der Tür aufgeschraubt oder (besser) in das Holz eingesetzt werden.
Zu a) Der Schwenkriegel (Fig. 2 u. 3)
Der Schwenkriegel ist unterhalb eines Drehpunktes schwerer. Diese Gewichtsverteilung hält ihn im Türrahmen bei geschlossenem Schwenkfenster in einer nichtschließenden Normallage.
Durch die Einwirkung von Zugkräften, die beim Öffnen des Fensters durch die Strammvorrichtungen bewirkt: werden, wird die Schwerkraft aufgehoben und durch Zug über den Drehpunkt des Schwenkriegels ein Schließvorgang zwischen Türrahmen und Zarge erreicht.
Ein Zugfaden ermöglicht eine optimale Umsetzung von einwirkenden Kräften, da er mit Hilfe von Umlenkrollen anpassungsfähig geführt werden kann.
Zu b) Die erste Strammvorrichtung Darstellung in der Seite 1 der Zeichnungen
Die erste Strammvorrichtung ist eine eigene Einheit, die den oberen Teil des Fensterfalzes darstellt bzw. in diesen integriert ist. In der Vorrichtung verläuft ein Faden/ein Band bei geschlossenem Fenster geradlinieg zwischen einem am Ende liegenden Arretierpunkt und dem frei beweglichen Schwenkriegel am Türfalz. Da der Faden/das Band elastisch geführt werden kann, ist Richtung Schwenkriegel über eine Umlenkrolle auch eine geänderte Führung der Strammvorrichtung möglich.
Der gerade Verlauf des Fadens/des Bandes in der Strammvorrichtung wird durch entsprechende Führungen erreicht. Der Bandverlauf führt über bewegliche unter Federspannung liegende Elemente. Der gerade Verlauf des Bandes ist dann gegeben, wenn die, in dem Fall Drehfedern, gespannt sind. Die Spannung nach unten wird durch den Druck erzeugt, den der Fensterrahmen bei geschlossenem Fenster auf den Fensterfalz und damit auf die Drehfedern beim Schließen ausübt. Wird das Fenster geöffnet, fällt der Druck weg und die Drehfedern können sich entspannen. Am Ende jeder Drehfeder ist eine Öse angebracht in der der Faden/das Band durchläuft und mitgeführt wird. Wird also das Fenster geöffnet und die heruntergedrückten Federn können sich entspannen, nehmen die Ösen den Faden mit nach oben. Zwischen den Drehfedern sind in gleichen Abständen feststehende Elemente angebracht, die dafür sorgen, daß an den Stellen der Faden/das Band nicht nach oben mitgeführt werden kann. Dadurch ergibt sich eine "W"-förmige Fadenveränderung. Da der Faden am Ende der Strammvorrichtung arretiert ist, kann sich die Fadenveränderung nur als Fadenverkürzung in Richtung Schwenkriegel auswirken. Durch den Zug wird der Schwenkriegel aus seiner Schwerpunktlage in eine Schräglage geführt, die zur Verriegelung der Tür führt.
Zweckmäßigerweise stellen die Strammvorrichtungen einen integrierten Bestandteil des Fensterrahmens dar. Auf den Drehfedern befindet sich noch ein Halbrund gleich einem halben Geldstück, das durch einen Schlitz aus der Oberfläche des Rahmens heraustritt und damit den Weg freimacht für die Faden/Bandmitnahme. Während Drehfeder und Faden mit Fadenheber unterhalb des Falzes bleiben, trifft nur das Halbrund nach außen. Die erzeugte Spannung entspricht der Anzahl der heraustretenden Halbrunde und deren Weg nach oben.
Beim Schließen des Fensters werden die Halbrunde wieder nach unten gedrückt und die Fadenspannung wird aufgehoben. Da der Schwenkriegel unterhalb des Drehpunktes schwerer ist, sorgt er dafür, daß der Faden/das Band geglättet wird und der Schwenkriegel in seine nichtschließende senkrechte Lage zurückfällt. Einer Blockiervorrichtung bedarf es bei der ersten Strammvorrichtung nicht.
Zu c) die zweite Strammvorrichtung Darstellung in der Seite 2 der Zeichnungen
Da die erste oder primäre Strammvorrichtung durch Niederdrücken der von außen zugänglichen Halbrunde und damit der Drehfedern von einem Unberechtigten außer Kraft gesetzt werden können, bedarf es aus Sicherheitsgründen einer zweiten, nicht manipulierbaren Strammvorrichtung, die die Fadenspannung aufrecht erhält, falls manipuliert wurde. Die zweite Strammvorrichtung wird, bedingt durch eine andere Spannrichtung, mit Druckfedern betrieben. Der Spannfaden kann hierbei direkt an den Schwenkriegel angeschlossen werden, so daß von jeder der beiden Spannvorrichtungen ein Band zum Schwenkriegel führt, oder der Spannfaden wird vom Schwenkriegel über die erste Strammvorrichtung und eine Umlenkrolle zur Arretierschraube der zweiten Strammvorrichtung geführt, so daß es nur eines Fadens bedarf. Im letzteren Fall also wird die Arretierung des Fadens hinter der ersten Strammvorrichtung entbehrlich und sie erfolgt erst als letztes Glied am Ende der zweiten Strammvorrichtung.
Die zweite Strammvorrichtung ist wie folgt aufgebaut:
An zwei parallel verlaufenden Balken (Ober- und Unterbalken) sind fingerartige Stangen im Wechsel zwischen den parallel verlaufenden Balken angebracht. Am Ende der fingerartigen Stangen sind Ösen angeflanscht, die einen durchgehenden Faden, den Strammungsfaden, im Zustand eines geschlossenen Fensters in der Tür bis zum arretierten Ende gerade verlaufen lassen. Die den Faden führenden Ösen befinden sich also auf gleicher Höhe. Der Abstand zwischen den fingerartigen Stangen mit den Ösen kann etwa 3 bis 4 cm betragen. Werden die an die Druckfedern angeflanschten Balken mit den dazugehörenden fingerartigen Stangen auseinandergezogen, bekommt der zunächst gerade verlaufende Faden eine zieharmonikaähnliche "W"-Form. Da der Faden am Ende des Systems arretiert ist, wirkt sich die Fadenveränderung in Richtung Schwenkriegel fadenverkürzend aus. Der Schwenkriegel wird angezogen und wirkt somit türschließend.
Der Zugvorgang wird durch zwei Druckfedern erreicht, die das Auseinandergehen der Balken mit den finterartigen Stangen und deren Ösen bewirken. An den Stirnseiten der Druckfedern befinden sich Stoßkörper, die auf die noch zu beschreibenden Blockierkörper treffen. Die Druckfedern sind bei geschlossenem Fenster in der Tür der Blockierung gespannt. Öffnet man das Fenster in der Tür, wird die Blockierung aufgehoben und die Druckfedern können sich entspannen, wobei sie, nach beiden Druckrichtungen gehend, die parallel verlaufenden Balken mitnehmen, mit der Folge, daß auch die angeflanschten fingerartigen Stangen diesen Bewegungsvorgang zwangsweise mitmachen.
Da die Druckfedern in beide Richtungen auf beide Balken wirken, müssen sie auch durch zwei Blockiervorrichtungen wieder in die Ausgangslage zurückgeführt werden können. Das geschieht durch die nachstehend beschriebenen Blockiervorrichtungen. Die Stärke des Zugvorganges wird durch die Anzahl der Zugfelder, der Stärke der Federn und zu einem Teil vom freigegebenen Weg der Blockiervorrichtung bestimmt. Ein Überspannen des Zugfadens ist nicht möglich, da die Blockiervorrichtung eine eigene Einheit darstellt. Der Zugvorgang wird also nicht von dem möglichen längeren Weg der in Richtung Türaufhängung laufenden Blockiervorrichtung, sondern von den beidseitig wirkenden Druckfedern der zweitenStrammvorrichtung bestimmt.
Die Blockiervorrichtung (Fig. 7 und 10)
Damit die zweite Strammvorrichtung wirksam werden kann, bedarf es der Freigabe des Weges der Druckfedern. Sie müssen sich ausdehnen können. Die Druckfedern wirken nach beiden Seiten, also bedarf es auch zweier Blockiervorrichtungen für die zweite Strammvorrichtung. Die eine Stoßrichtung der freigegebenen Druckfeder führt in Richtung Fensterfalz. Im Fensterfalz sind für die linke und rechte Druckfeder Bohrungen gesetzt, durch die die etwa 1 cm langen Bolzen der Druckfedern gehen, wenn das Fenser in der Tür geöffnet wird und der Fensterfalz beim Schwenkvorgang über die Zargen den Weg für die beiden Bolzen freigibt.
Der Fensterfalz stellt die Blockade der Federspannung in der einen Druckrichtung dar. Die zweite Blockade geht von der eigentlichen und eigenständigen Blockiervorrichtung aus. Sie sitzt mit einem feststehenden Teil auf dem Festerflügel der der Tür. Sie entspricht in der Drehbewegung einer Zarge. Auf diesem zargenähnlichen Teil befindet sich eine bewegliche Stange, die mittels eines beweglichen Schlittens mit dem Türteil verbunden ist. Die Stange hält den Schlitten in einer bestimmten Position. Wird das Fenster in der Tür geöffnet, gleitet die Stange nach vorn und nimmt den Schlitten mit einem angeflanschten Bock mit. Die Entspannung der Druckfedern führt zum Auseinanderdriften der Tragbalken mit den fingerartigen Stangen und daran befindlichen Ösen und damit zum Spannvorgang des Fadens in "W"-Form. Die Druckfedern sind nicht mit der Blockiervorrichtung verbunden. Die Blockiervorrichtung kann je nach Öffnungswinkel des Fensters weiterwandern, während die Druckfedern ihren Weg bereits beendet haben, wenn die Zugspannung des Bandes zum Schwenkriegel ausgeschöpft ist. Wird das Fenster in der Tür geschlossen, führt die Stange den Schlitten in die Ausgangslager zurück und drückt die Druckfedern wieder zusammen. Balken und Ösen befinden sich in der Ausgangslage. Der Faden ist wieder glatt und der Schwenkriegel fällt aus der schließenden Funktion in die nichtschließende zurück.
Das gesamte System wird zweckmäßigerweise als Rahmeneinheit mit Fenster zu konzipieren sein, jedoch besteht auch die Möglichkeit einer Trennung der Systemteile. So ein Schritt wäre z. B. notwendig, wenn die Schließfunktion von einem neben der Tür befindlichen Fenster ausgehen soll.
Durch die Anordnung ist sichergestellt, daß im Falle eines Bandrisses keine Dauerblockade der Tür erfolgen kann.
Jede der beiden Stammvorrichtungen ist allein voll wirksam. Beide zusammen erfüllen aber die Bedingungen eines erhöhten Sicherheitsverlangens, da die erste Schließvorrichtung sofort wirksam wird, aber beeinflußbar ist, die zweite geringfügig später greift, aber mit dem Merkmal, daß sie nicht beeinflußbar ist. Beim Schließvorgang wird umgekehrt erst die Schließwirkung der zweiten Strammvorrichtung zurückgenommen, danach die der ersten und zwar zu einem Zeitpunkt, da kein Eingriff mehr von außen erfolgen kann.

Claims (1)

  1. Die Nutzbarmachung des Fensterfalzes:
    Die Nutzbarmachung des Fensterfalzes in der Tür oder eines Fensters neben der Tür für einen Sperrvorgang der Tür.
    Die Nutzbarmachung der Drehbewegung des Fensters:
    Die Nutzbarmachung der Drehbewegung des Fensters in oder neben der Tür für den Schließvorgang. Das geschieht durch eine Vorrichtung mit Druck- oder Drehfedern in Verbindung mit beweglichen Blockierkörpern, die die Drehbewegung des Fensters mitmachen bzw. auf das Öffnen des Fensters reagieren. Bei dem Bewegungsvorgang werden eine, bei Wunsch nach gesteigerter Sicherheit zwei Schließvorrichtungen wirksam. Diese Schließvorrichtungen bestehen im Wesentlichen aus einem bzw. zwei Fäden/Bändern, die mit Hilfe von Federn (Druck- oder Drehfedern) in ihrem geraden Verlauf zu einer "W"-Form (Ziehharmonikaeffekt) verändert werden und dadurch einen Zugvorgang auslösen, der auf einen Riegel (Schwenk- oder anderen Riegel) wirkt. Wenn der Faden/das Band an einem Ende arretiert ist, führt die Wegeveränderung zu einer Verkürzung auf der anderen Seite. Diese Verkürzung bewirkt den Schließvorgang.
    Die Nutzbarmachung eines auf Schwerkraftveränderung basierenden Schließriegels
    Die Nutzung von Federn zur Erreichung eines Zugvorganges:
    Die Nutzung eines Dreh- oder Druckfedermechanismusses zur Veränderung des Weges eines gerade verlaufenden Faden/Bandes zur Erreichung einer "W"-Form mit dem Ziel, durch die damit bewirkte (scheinbare) Verkürzung des Bandes einen Zugvorgang zu erreichen.
    Die Schließübertragung zur Vermeidung einer Dauerblockade:
    Die Art der Schließübertragung, damit im Falle eines Bandrisses keine Dauerblockade der Tür durch den Riegel erfolgt.
    Die Nutzung eines beweglichen Bandes für den Zugvorgang
    Der Einsatz einer bewegungsgesteuerten Blockiervorrichtung
DE19829157A 1998-06-30 1998-06-30 Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker Withdrawn DE19829157A1 (de)

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