DE19829157A1 - Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker - Google Patents
Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem TürdrückerInfo
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Abstract
Entwickelt wurde eine mechanische Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen Schließung einer Tür mit eingebautem Kontaktfenster. Die Verriegelung erfolgt in dem Moment, in dem das Kontaktfenster geöffnet wird. Der Vorteil der Vorrichtung liegt darin, daß das Kontaktfenster sehr groß gehalten werden kann und dadurch die Nachteile von Minifenstern oder nur spaltbreit zu öffnenden Türen bei Einsatz von Ketten oder Sperrbügeln vermieden werden. Für die Dauer der Öffnung des Kontaktfensters ist volle Eindringsicherheit gegeben, sofern die Öffnung unter einer Einstiegsgröße liegt. DOLLAR A Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür.
Description
Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit
Schwenkfenstern bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und
innenliegendem Türdrücker oder von Türen ohne Schwenkfenster aber mit
Schwenkfenstern neben Türen. Die Vorrichtung wird beim Öffnen von
Schwenkfenstern automatisch wirksam.
Die Erfindung gehört in das Gebiet der Sicherungstechnik gegen Diebstahl,
Einbruch, Überfall.
Der Stand der Technik ist mir weitgehend bekannt. Ich verweise insoweit auf das
Buch
Sicherheit gegen Diebstahl, Einbruch, Überfall und vorbeugenden Brandschutz, 3.
Ausgabe, zusammengestellt von Egon Westphal, Landeskriminalpolizeiamt
Niedersachsen, erschienen im Verlag Curt R. Vincentz, Hannover sowie auf
aktuelles Prospektmaterial der Fachgeschäfte.
Alle bekannten beweglichen mechanischen Sicherungssysteme an der (Haus-)Tür
sind gedächtnisabhängig. Sie haben den Zweck, dem Wohnungsinhaber das
Gefühl der dauernden Sicherheit zu geben. Dazu gehören Schloßriegel,
Querriegel oder Bolzen, die gedächtnisabhängig bedient werden müssen.
Der Sicherheitsbedarf bei einer Kontaktaufnahme an der Haustür ist bei den
derzeitigen Systemen unvollkommen abgedeckt. Um einen Zugriff zum Türgriff zu
verhindern, stehen nur Sperriegel zur Verfügung, die bei manueller Aktivierung
lediglich einen Türspalt freigeben, oder aber Fenster im Kleinformat bzw.
vergitterte Fenster.
Die Praxis hat gezeigt, daß auch bei kleinen Fenstern in Türen keine Sicherheit
gegeben ist, wenn das Opfer schwächlich ist und aus dem Türbereich geschubst
werden kann. Dann ist ein unerlaubterr Zugriff zur Türklinke und zur Öffnung der
Tür gegeben.
Kleine Sichtfenster, nur spaltbreite Türöffnungen oder vollkommene
Vergitterungen veranlassen aber die meisten Personen, den so gegebenen
Schutz freiwillig aufzugeben, wenn sie von einer außenstehenden Person einen
vertrauenerweckenden oder ungefährlichen Eindruck gewonnnen haben und die
bauseits auferlegten Einschränkungen bei der Kontaktaufnahme als hinderlich
empfinden.
Die Aufgabe der Sicherheit kann auch durch Tricks veranlaßt werden, z. B. durch
Übergabe eines mit einem Ziegelstein gefüllten Päckchens.
Bei einer Fehleinschätzung führt die Aufgabe der Sicherheit leicht zu körperlichen,
seelischen oder materiellen Schäden, im Extremfall zum Tode durch Mord,
wie aus Kriminalstatistiken oder dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst zu
erkennen sein dürfte.
Meine Überlegungen gingen dahin, eine mechanische gedächtnisunabhängige
Sicherung in den Fällen in Türen einzubauen, in denen die Kontaktaufnahme von
Personen durch zu öffnende Fenster in Türen oder durch Fenster unmittelbar
neben Türen erfolgt.
Mein System sieht vor, daß in dem Moment eine Tür automatisch verriegelt wird,
wenn ein in die Tür eingebautes oder unmittelbar neben der Tür befindliches
Fenster aufgemacht wird.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Kontaktfeld in oder neben der Tür
aufgrund der eingebauten automatischen Sicherung so groß gehalten werden
kann, daß die Nachteile, die vom Türspalt, Minifenster oder vergitterten Fenster
ausgehen, vermieden werden. Selbst das Durchreichen von Gegenständen wäre
ohne Gefahr möglich, wenn die Öffnung in der Tür unterhalb einer Einstiegsgröße
liegt, was in etwa einer Öffnung von 20 × 90 cm entspricht.
Lästige Vertreter, Bettler oder andere unerwünschte Personen lassen sich leicht
zurückweisen. In der Wohnung allein gelassene Kinder oder ängstliche Personen
bekommen ein Gefühl größerer Sicherheit.
Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür. Geeignet ist die Vorrichtung aber
auch für Türen in Räumen mit Zugangsbeschränkungen für das Personal oder
Unbefugte.
Die angebotene Lösung arbeitet schnell genug, um einen Soforteingriff zu
verhindern, und sie wird bereits bei einer spaltbreiten Öffnung des Fensters
wirksam, so daß kein Zugriff zum Türdrücker möglich ist. Beides sind wichtige
Kriterien der Sicherheit. Sie läßt eine Nötigung zur Öffnung der Tür bei geöffnetem
Kontaktfenster nicht zu, da erst bei geschlossenem Fenster die Tür zur Öffnung
freigegeben wird.
Die Öffnungsgröße in einer Tür von 20 × 90 cm oder in einem Fenster neben einer
Tür kann in der Breite größer gestaltet werden, wenn die Überbreite durch ein
vorgeschraubtes Gitter gesichert wird und damit keine Verbreiterung der
Einstiegsgröße verbunden ist.
Überfall auf 73jährige Frau in Hannover - Unvergitterte Fenster in Wohnungstüren
schützen nicht vor Überfällen. Dies mußte eine 73 Jahre alte Hannoveranerin
nachmittags erfahren.
Wie die Polizei gestern mitteilte, hatte die 73jährige auf das Klingeln eines
Unbekannten nur das Fenster in ihrer Wohnungstür geöffnet. Dieser griff sofort durch
das Türfenster, hielt der Rentnerin den Mund zu und öffnete die Tür. In der Wohnung
warf er sein Opfer zu Boden und fesselte es. Mit einer Schußwaffe zwang er die Frau
preiszugeben, wo sie ihre Barschaft von 270,00 DM aufbewahrt hatte. Anschließend
flüchtete der Täter. Die Frau konnte sich selbst befreien.
Mechanische Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen Sperrung von Türen mit
Kontaktfenstern bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und
innenliegendem Türdrücker oder von Türen ohne Schwenkfenster in der Tür, aber
mit Schwenkfenstern neben der Tür.
Die Vorrichtung wird beim Öffnen der Schwenkfenster automatisch wirksam.
Vorrangiges Anwendungsgebiet ist die Haustür. Daneben dürfte aber auch ein
Bedarf in Magazinen, Kassenboxen, Wachräumen, Wohnwagentüren,
Sicherheitszonen anderer Art in Betrieben und bei anderen zugangsbeschränkten
Räumen sowie bei bestimmten Berufsgruppen wie Apothekern, Schmuckhändlern
oder in Clubs gegeben sein. Weiterhin könnten in fensterlosen oder anderen
Räumen Lüftungsfenster oder Durchreichen in Türen eingebaut werden, die einen
Zugang von unberechtigten Personen erschweren oder verhindern, soweit
Schließeinrichtungen allgemein hierzu entsprechend ihrer Beschaffenheit in der
Lage sind.
Ein weiteres Anwendungsgebiet wären Fluchttüren in Bars, Diskotheken pp.
Sofern ein Fenster in der Tür geöffnet ist - es kann sich hierbei um ein
Lüftungsfenster handeln - kann von außen keiner eindringen, es sei denn, der
Außenstehende habe einen Helfer im Raum. Durch den Einbau eines batterie-
oder strombetriebenen Melders ließe sich bewerkstelligen, daß bei einer
unberechtigten Schließung des Fensters beim Personal ein optisches oder
akkustisches Signal auf den Mißbrauch hinweist und dagegen eingeschritten
werden kann. Im Katastrophenfall wäre die Tür hingegen ohne Benutzung eines
Schlüssels, allein durch Schließen des Fensters, von jedermann, der sich in dem
Raum befindet, zu öffnen.
Negativ würde sich die Vorrichtung nur in den Fällen bemerkbar machen, wenn
z. B. die Polizei eine Durchsuchung oder Festnahme durchführen wollte, da hier
ein Schlüsseldienst nicht helfen könnte, solange ein Fenster in der Tür geöffnet ist.
Es bliebe nur die Gewaltanwendung mittels Lochbohren, Anziehen des
Schwenkfensters und danach die übliche Verfahrensweise beim Öffnen einer Tür
über den Schloßzylinder. Dafür ist die Vorrichtung allerdings nicht geplant.
Vielmehr soll sie nur einen vorübergehenden Schutz gewähren.
Nach dem derzeitigen Stand der Technik gibt es im Sicherheitsbereich von Türen
mit eingebauten Schwenkfenstern als Kontaktfeld zur Absicherung lediglich Gitter
oder gedächtnisabhängige Sperrvorrichtungen. Sie lassen nur einen
eingeschränkten Personenkontakt zu.
Meine auf einen Öffnungsvorgang beschränkte gedächtnisunabhängige
automatische Sperrvorrichtung in Türen mit Fenstern erlaubt - im Gegensatz zu
den derzeitigen Angeboten - ein so großes Kontaktfeld, wie es nahezu einer -
wenn auch kleinen - geöffneten Tür entspricht, ohne jedoch Gefahrenmomente
besonderer Art zuzulassen. Es können sogar größere Gegenstände durch das
Fenster in der Tür entgegengenommen werden, ohne Sicherheit aufzugeben.
Lästige Vertreter, Bettler oder andere unerwünschte Personen lassen sich leicht
zurückweisen, da der Zugang zur Wohnung verwehrt ist. Ein Eindringen in
Wohnungen wird verhindert. Kinder und Behinderte können leichter allein gelassen
werden.
Die angebotenen Lösungen lassen eine Nötigung zur Öffnung der Tür bei
geöffnetem Kontaktfeld/Fenster nicht zu, da erst bei geschlossenem Fenster die
Tür zur Öffnung freigegeben wird.
Die Erfindung kann bei der Türherstellung kommerziell - auch weltweit - genutzt
werden, da sie einen ganz neuen Türentyp ermöglicht, der neben den bisher
üblichen sicherheitstechnischen Schließfunktionen eine zusätzliche
vorübergehend wirksame Sicherheitsfunktion enthält, die dem
Sicherheitsbedürfnis der meisten Menschen entgegenkommt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Fadenstrammvorrichtungen
einen Schwenkriegel türöffnend oder -schließend gedächtnisunabhängig
zwangsbewegen.
Die Vorrichtung besteht aus vier wesentlichen Komponenten, die als Bausatz oder
als Einzelteile den Schließvorgang bewirken können:
- a) einem Schwenkriegel (Fig. 2 u. 4)
- b) einer ersten Strammvorrichtung (siehe Seite 1 der Zeichnungen)
- c) einer zweiten Strammvorrichtung (siehe Seite 2 der Zeichnungen)
- d) einer Blockiervorrichtung (Fig. 6, 7, 9, 10)
Die Vorrichtung kann als Bausatz auf das Holz der Tür aufgeschraubt oder
(besser) in das Holz eingesetzt werden.
Der Schwenkriegel ist unterhalb eines Drehpunktes schwerer. Diese
Gewichtsverteilung hält ihn im Türrahmen bei geschlossenem Schwenkfenster in
einer nichtschließenden Normallage.
Durch die Einwirkung von Zugkräften, die beim Öffnen des Fensters durch die
Strammvorrichtungen bewirkt: werden, wird die Schwerkraft aufgehoben und durch
Zug über den Drehpunkt des Schwenkriegels ein Schließvorgang zwischen
Türrahmen und Zarge erreicht.
Ein Zugfaden ermöglicht eine optimale Umsetzung von einwirkenden Kräften, da
er mit Hilfe von Umlenkrollen anpassungsfähig geführt werden kann.
Die erste Strammvorrichtung ist eine eigene Einheit, die den oberen Teil des
Fensterfalzes darstellt bzw. in diesen integriert ist. In der Vorrichtung verläuft ein
Faden/ein Band bei geschlossenem Fenster geradlinieg zwischen einem am Ende
liegenden Arretierpunkt und dem frei beweglichen Schwenkriegel am Türfalz. Da
der Faden/das Band elastisch geführt werden kann, ist Richtung Schwenkriegel
über eine Umlenkrolle auch eine geänderte Führung der Strammvorrichtung
möglich.
Der gerade Verlauf des Fadens/des Bandes in der Strammvorrichtung wird durch
entsprechende Führungen erreicht. Der Bandverlauf führt über bewegliche unter
Federspannung liegende Elemente. Der gerade Verlauf des Bandes ist dann
gegeben, wenn die, in dem Fall Drehfedern, gespannt sind. Die Spannung nach
unten wird durch den Druck erzeugt, den der Fensterrahmen bei geschlossenem
Fenster auf den Fensterfalz und damit auf die Drehfedern beim Schließen ausübt.
Wird das Fenster geöffnet, fällt der Druck weg und die Drehfedern können sich
entspannen. Am Ende jeder Drehfeder ist eine Öse angebracht in der der
Faden/das Band durchläuft und mitgeführt wird. Wird also das Fenster geöffnet
und die heruntergedrückten Federn können sich entspannen, nehmen die Ösen
den Faden mit nach oben. Zwischen den Drehfedern sind in gleichen Abständen
feststehende Elemente angebracht, die dafür sorgen, daß an den Stellen der
Faden/das Band nicht nach oben mitgeführt werden kann. Dadurch ergibt sich
eine "W"-förmige Fadenveränderung. Da der Faden am Ende der
Strammvorrichtung arretiert ist, kann sich die Fadenveränderung nur als
Fadenverkürzung in Richtung Schwenkriegel auswirken. Durch den Zug wird der
Schwenkriegel aus seiner Schwerpunktlage in eine Schräglage geführt, die zur
Verriegelung der Tür führt.
Zweckmäßigerweise stellen die Strammvorrichtungen einen integrierten
Bestandteil des Fensterrahmens dar. Auf den Drehfedern befindet sich noch ein
Halbrund gleich einem halben Geldstück, das durch einen Schlitz aus der
Oberfläche des Rahmens heraustritt und damit den Weg freimacht für die
Faden/Bandmitnahme. Während Drehfeder und Faden mit Fadenheber unterhalb
des Falzes bleiben, trifft nur das Halbrund nach außen. Die erzeugte Spannung
entspricht der Anzahl der heraustretenden Halbrunde und deren Weg nach oben.
Beim Schließen des Fensters werden die Halbrunde wieder nach unten gedrückt
und die Fadenspannung wird aufgehoben. Da der Schwenkriegel unterhalb des
Drehpunktes schwerer ist, sorgt er dafür, daß der Faden/das Band geglättet wird
und der Schwenkriegel in seine nichtschließende senkrechte Lage zurückfällt.
Einer Blockiervorrichtung bedarf es bei der ersten Strammvorrichtung nicht.
Da die erste oder primäre Strammvorrichtung durch Niederdrücken der von außen
zugänglichen Halbrunde und damit der Drehfedern von einem Unberechtigten
außer Kraft gesetzt werden können, bedarf es aus Sicherheitsgründen einer
zweiten, nicht manipulierbaren Strammvorrichtung, die die Fadenspannung
aufrecht erhält, falls manipuliert wurde. Die zweite Strammvorrichtung wird,
bedingt durch eine andere Spannrichtung, mit Druckfedern betrieben. Der
Spannfaden kann hierbei direkt an den Schwenkriegel angeschlossen werden,
so daß von jeder der beiden Spannvorrichtungen ein Band zum Schwenkriegel
führt, oder der Spannfaden wird vom Schwenkriegel über die erste
Strammvorrichtung und eine Umlenkrolle zur Arretierschraube der zweiten
Strammvorrichtung geführt, so daß es nur eines Fadens bedarf. Im letzteren Fall
also wird die Arretierung des Fadens hinter der ersten Strammvorrichtung
entbehrlich und sie erfolgt erst als letztes Glied am Ende der zweiten
Strammvorrichtung.
Die zweite Strammvorrichtung ist wie folgt aufgebaut:
An zwei parallel verlaufenden Balken (Ober- und Unterbalken) sind fingerartige Stangen im Wechsel zwischen den parallel verlaufenden Balken angebracht. Am Ende der fingerartigen Stangen sind Ösen angeflanscht, die einen durchgehenden Faden, den Strammungsfaden, im Zustand eines geschlossenen Fensters in der Tür bis zum arretierten Ende gerade verlaufen lassen. Die den Faden führenden Ösen befinden sich also auf gleicher Höhe. Der Abstand zwischen den fingerartigen Stangen mit den Ösen kann etwa 3 bis 4 cm betragen. Werden die an die Druckfedern angeflanschten Balken mit den dazugehörenden fingerartigen Stangen auseinandergezogen, bekommt der zunächst gerade verlaufende Faden eine zieharmonikaähnliche "W"-Form. Da der Faden am Ende des Systems arretiert ist, wirkt sich die Fadenveränderung in Richtung Schwenkriegel fadenverkürzend aus. Der Schwenkriegel wird angezogen und wirkt somit türschließend.
An zwei parallel verlaufenden Balken (Ober- und Unterbalken) sind fingerartige Stangen im Wechsel zwischen den parallel verlaufenden Balken angebracht. Am Ende der fingerartigen Stangen sind Ösen angeflanscht, die einen durchgehenden Faden, den Strammungsfaden, im Zustand eines geschlossenen Fensters in der Tür bis zum arretierten Ende gerade verlaufen lassen. Die den Faden führenden Ösen befinden sich also auf gleicher Höhe. Der Abstand zwischen den fingerartigen Stangen mit den Ösen kann etwa 3 bis 4 cm betragen. Werden die an die Druckfedern angeflanschten Balken mit den dazugehörenden fingerartigen Stangen auseinandergezogen, bekommt der zunächst gerade verlaufende Faden eine zieharmonikaähnliche "W"-Form. Da der Faden am Ende des Systems arretiert ist, wirkt sich die Fadenveränderung in Richtung Schwenkriegel fadenverkürzend aus. Der Schwenkriegel wird angezogen und wirkt somit türschließend.
Der Zugvorgang wird durch zwei Druckfedern erreicht, die das Auseinandergehen
der Balken mit den finterartigen Stangen und deren Ösen bewirken. An den
Stirnseiten der Druckfedern befinden sich Stoßkörper, die auf die noch zu
beschreibenden Blockierkörper treffen. Die Druckfedern sind bei geschlossenem
Fenster in der Tür der Blockierung gespannt. Öffnet man das Fenster in der Tür,
wird die Blockierung aufgehoben und die Druckfedern können sich entspannen,
wobei sie, nach beiden Druckrichtungen gehend, die parallel verlaufenden Balken
mitnehmen, mit der Folge, daß auch die angeflanschten fingerartigen Stangen
diesen Bewegungsvorgang zwangsweise mitmachen.
Da die Druckfedern in beide Richtungen auf beide Balken wirken, müssen sie
auch durch zwei Blockiervorrichtungen wieder in die Ausgangslage zurückgeführt
werden können. Das geschieht durch die nachstehend beschriebenen
Blockiervorrichtungen. Die Stärke des Zugvorganges wird durch die Anzahl der
Zugfelder, der Stärke der Federn und zu einem Teil vom freigegebenen Weg der
Blockiervorrichtung bestimmt. Ein Überspannen des Zugfadens ist nicht möglich,
da die Blockiervorrichtung eine eigene Einheit darstellt. Der Zugvorgang wird also
nicht von dem möglichen längeren Weg der in Richtung Türaufhängung laufenden
Blockiervorrichtung, sondern von den beidseitig wirkenden Druckfedern der
zweitenStrammvorrichtung bestimmt.
Damit die zweite Strammvorrichtung wirksam werden kann, bedarf es der
Freigabe des Weges der Druckfedern. Sie müssen sich ausdehnen können. Die
Druckfedern wirken nach beiden Seiten, also bedarf es auch zweier
Blockiervorrichtungen für die zweite Strammvorrichtung. Die eine Stoßrichtung der
freigegebenen Druckfeder führt in Richtung Fensterfalz. Im Fensterfalz sind für die
linke und rechte Druckfeder Bohrungen gesetzt, durch die die etwa 1 cm langen
Bolzen der Druckfedern gehen, wenn das Fenser in der Tür geöffnet wird und der
Fensterfalz beim Schwenkvorgang über die Zargen den Weg für die beiden
Bolzen freigibt.
Der Fensterfalz stellt die Blockade der Federspannung in der einen Druckrichtung
dar. Die zweite Blockade geht von der eigentlichen und eigenständigen
Blockiervorrichtung aus. Sie sitzt mit einem feststehenden Teil auf dem
Festerflügel der der Tür. Sie entspricht in der Drehbewegung einer Zarge. Auf
diesem zargenähnlichen Teil befindet sich eine bewegliche Stange, die mittels
eines beweglichen Schlittens mit dem Türteil verbunden ist. Die Stange hält den
Schlitten in einer bestimmten Position. Wird das Fenster in der Tür geöffnet, gleitet
die Stange nach vorn und nimmt den Schlitten mit einem angeflanschten Bock mit.
Die Entspannung der Druckfedern führt zum Auseinanderdriften der Tragbalken
mit den fingerartigen Stangen und daran befindlichen Ösen und damit zum
Spannvorgang des Fadens in "W"-Form. Die Druckfedern sind nicht mit der
Blockiervorrichtung verbunden. Die Blockiervorrichtung kann je nach
Öffnungswinkel des Fensters weiterwandern, während die Druckfedern ihren Weg
bereits beendet haben, wenn die Zugspannung des Bandes zum Schwenkriegel
ausgeschöpft ist. Wird das Fenster in der Tür geschlossen, führt die Stange den
Schlitten in die Ausgangslager zurück und drückt die Druckfedern wieder
zusammen. Balken und Ösen befinden sich in der Ausgangslage. Der Faden ist
wieder glatt und der Schwenkriegel fällt aus der schließenden Funktion in die
nichtschließende zurück.
Das gesamte System wird zweckmäßigerweise als Rahmeneinheit mit Fenster zu
konzipieren sein, jedoch besteht auch die Möglichkeit einer Trennung der
Systemteile. So ein Schritt wäre z. B. notwendig, wenn die Schließfunktion von
einem neben der Tür befindlichen Fenster ausgehen soll.
Durch die Anordnung ist sichergestellt, daß im Falle eines Bandrisses keine
Dauerblockade der Tür erfolgen kann.
Jede der beiden Stammvorrichtungen ist allein voll wirksam. Beide zusammen
erfüllen aber die Bedingungen eines erhöhten Sicherheitsverlangens, da die erste
Schließvorrichtung sofort wirksam wird, aber beeinflußbar ist, die zweite
geringfügig später greift, aber mit dem Merkmal, daß sie nicht beeinflußbar
ist. Beim Schließvorgang wird umgekehrt erst die Schließwirkung der zweiten
Strammvorrichtung zurückgenommen, danach die der ersten und zwar zu einem
Zeitpunkt, da kein Eingriff mehr von außen erfolgen kann.
Claims (1)
- Die Nutzbarmachung des Fensterfalzes:
Die Nutzbarmachung des Fensterfalzes in der Tür oder eines Fensters neben der Tür für einen Sperrvorgang der Tür.
Die Nutzbarmachung der Drehbewegung des Fensters:
Die Nutzbarmachung der Drehbewegung des Fensters in oder neben der Tür für den Schließvorgang. Das geschieht durch eine Vorrichtung mit Druck- oder Drehfedern in Verbindung mit beweglichen Blockierkörpern, die die Drehbewegung des Fensters mitmachen bzw. auf das Öffnen des Fensters reagieren. Bei dem Bewegungsvorgang werden eine, bei Wunsch nach gesteigerter Sicherheit zwei Schließvorrichtungen wirksam. Diese Schließvorrichtungen bestehen im Wesentlichen aus einem bzw. zwei Fäden/Bändern, die mit Hilfe von Federn (Druck- oder Drehfedern) in ihrem geraden Verlauf zu einer "W"-Form (Ziehharmonikaeffekt) verändert werden und dadurch einen Zugvorgang auslösen, der auf einen Riegel (Schwenk- oder anderen Riegel) wirkt. Wenn der Faden/das Band an einem Ende arretiert ist, führt die Wegeveränderung zu einer Verkürzung auf der anderen Seite. Diese Verkürzung bewirkt den Schließvorgang.
Die Nutzbarmachung eines auf Schwerkraftveränderung basierenden Schließriegels
Die Nutzung von Federn zur Erreichung eines Zugvorganges:
Die Nutzung eines Dreh- oder Druckfedermechanismusses zur Veränderung des Weges eines gerade verlaufenden Faden/Bandes zur Erreichung einer "W"-Form mit dem Ziel, durch die damit bewirkte (scheinbare) Verkürzung des Bandes einen Zugvorgang zu erreichen.
Die Schließübertragung zur Vermeidung einer Dauerblockade:
Die Art der Schließübertragung, damit im Falle eines Bandrisses keine Dauerblockade der Tür durch den Riegel erfolgt.
Die Nutzung eines beweglichen Bandes für den Zugvorgang
Der Einsatz einer bewegungsgesteuerten Blockiervorrichtung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19829157A DE19829157A1 (de) | 1998-06-30 | 1998-06-30 | Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19829157A DE19829157A1 (de) | 1998-06-30 | 1998-06-30 | Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19829157A1 true DE19829157A1 (de) | 2000-01-05 |
Family
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Family Applications (1)
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| DE19829157A Withdrawn DE19829157A1 (de) | 1998-06-30 | 1998-06-30 | Vorrichtung zur gedächtnisunabhängigen mechanischen Sperrung von Türen mit Schwenkfenstern (Kontaktfenstern) bei außenliegendem nicht beweglichen Türknauf und innenliegendem Türdrücker |
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1998
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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