DE19824924A1 - Vorrichtung zum Transport von aus einer textilen Bahn vereinzelten Textilstücken - Google Patents

Vorrichtung zum Transport von aus einer textilen Bahn vereinzelten Textilstücken

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Abstract

Um eine Vorrichtung zum Transport von aus einer textilen Bahn (1) vereinzelten Textilstücken (2) zu schaffen, die es ermöglicht, die vereinzelten Textilstücke nahezu spaltfrei nacheinander abzutransportieren und einer Näheinrichtung zuzuführen, so daß die Leistung der Nähmaschine voll ausgenutzt werden kann, wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, bestehend aus einer ersten Transporteinrichtung, mittels derer eine textile Bahn (1) von einem Warenspeicher (3) abziehbar und das zu vereinzelnde freie Ende der Bahn (1) ggf. gespannt gehalten ist, sowie einer zweiten Transporteinrichtung, deren Transportebene parallel zur Transportebene der ersten Transporteinrichtung verläuft und die Mittel zum Halten des vereinzelten Textilstückes (2) aufweist, wobei die Transportrichtung der ersten Transporteinrichtung parallel zur Bahnlängsrichtung und die Transportrichtung der zweiten Transporteinrichtung quer zur Bahnlängsrichtung gerichtet ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von aus einer textilen Bahn vereinzelten Textilstücken.
Im Stand der Technik sind solche Einrichtungen bekannt. Dabei wird von einem Warenspeicher eine textile Bahn abgezogen und ein Teilstück von dieser Textilbahn abgetrennt. Dieses Textilstück wird dann zu einer Weiterverarbeitungsstation oder zu einer Weitertransportstation überführt. Sobald das Textilstück aus dem Bereich abtransportiert ist, in welchem die Textilbahn von dem Warenspeicher abgezogen wird, kann ein weiteres Textilstück von der textilen Bahn abgetrennt werden und wiederum abtransportiert werden.
Diese Ausbildung ist nachteilig, weil während der Zeitdauer, in der das vereinzelte Textilstück aus dem Bereich abtransportiert wird, in welchem die Vereinzelung der Textilstücke erfolgt, kein weiteres Textilstück vereinzelt werden kann, sondern dies kann erst dann erfolgen, wenn das schon vereinzelte Textilstück vollständig abtransportiert ist. Hierdurch ist es nicht möglich, bei stetig angetriebenem Abtransport die vereinzelten Textilstücke quasi spaltfrei aneinanderliegend abzutransportieren und beispielsweise einer Säum- und Näheinrichtung zuzuführen, sondern es verbleibt immer zwischen den einzelnen Textilstücken ein größerer Abstandsspalt, was sich auf die Gesamtleistung der mit dieser Vorrichtung bestückten Nähanlage bezüglich des Stückzahlausbringens negativ auswirkt.
Es ist auch eine Vorrichtung mit übereinander liegenden Quer- und Längstransportebenen bekannt. Dabei wird das Textilstück auf Nadelleisten fixiert, von der Textilbahn abgetrennt und von den Nadelleisten zu Nadelketten als Quertransportmittel verfahren sowie an diese übergeben. Diese Vorrichtung ist hinsichtlich der Ausbildung und Ausrichtung der Nadelleisten kompliziert und schwierig zu handhaben.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, die es in einfacher Weise ermöglicht, die vereinzelten Textilstücken nahezu spaltfrei nacheinander kontinuierlich abzutransportieren und einer Näheinrichtung zuzuführen, so daß die Leistung der Nähmaschine voll ausgenutzt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben.
Dadurch, daß die beiden Transporteinrichtungen quasi übereinander angeordnet sind, ist es möglich, die textile Bahn von dem Warenspeicher zunächst so weit abzuziehen, wie dem Maß des zu vereinzelnden Textilstückes entspricht, anschließend das Textilstück zum Zwecke der Vereinzelung von der Bahn abzutrennen und dann an die zweite kontinuierlich betriebene Transporteinrichtung zu übergeben, welche den Abtransport des vereinzelten Textilstückes besorgt, wobei während des Abtransportes des vereinzelten Textilstückes schon wiederum ein entsprechender Abschnitt einer textilen Bahn von dem Warenspeicher abgezogen werden kann, der dann, wenn das erste vereinzelte Textilstück vollständig aus dem entsprechenden Raum abtransportiert ist, auf die zweite Transporteinrichtung abgelegt werden kann. Es ist somit möglich, die Vorgänge zeitlich überdeckend ablaufen zu lassen, wodurch es erreichbar ist, die vereinzelten Textilstücke quasi spaltfrei aneinander auf der zweiten Transporteinrichtung abzulegen. Dies wiederum hat zur Folge, daß die nachbearbeitenden Stationen, wie Säumeinrichtung und Näheinrichtung kontinuierlich mit Höchstleistung betrieben werden können und deren Leistung vollständig ausgenutzt werden kann. Je nach Breite der textilen Bahn ist es lediglich erforderlich, die Transportgeschwindigkeiten der ersten und zweiten Transporteinrichtung derart aufeinander abzustimmen, daß ein quasi spaltfreies Ablegen der zu vereinzelnden Textilstücke ermöglicht ist.
Die von dem Warenspeicher, beispielsweise einer Tuchrolle, abzuziehende textile Bahn, kann durch den Transportschieber geführt werden und wird von der Transportzange übernommen, die zum Transportschieber hin verstellbar ist, dort in die Schließlage überführt wird, um die textile Bahn an ihrem Ende zu ergreifen und dann wiederum von dem Transportschieber weg verfahren wird (in der Ebene der ersten Transporteinrichtung), so daß dann ein entsprechendes Teilstück der textilen Bahn zur Vereinzelung zur Verfügung steht.
Die Trennvorrichtung durchtrennt die textile Bahn in einem Schritt zur Vereinzelung des Textilstückes, nachdem die Transportzange eine entsprechende Länge der textilen Bahn abgezogen hat.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, daß die Trennvorrichtung aus einem Messerbalken besteht, dessen Länge mindestens gleich der Breite der textilen Bahn ist.
Dadurch, daß die Trennvorrichtung aus einem Messerbalken besteht, ist das Durchtrennen der Textilbahn in einem Arbeitsschritt möglich, was wiederum die Produktivität erhöht und den Zeitablauf zur Vereinzelung verkürzt.
Desweiteren ist dadurch sichergestellt, daß das vereinzelte Textilstück bei synchron zum Trennschnitt öffnender Zange komplett gleichmäßig auf den selbst haltenden Mitteln der zweiten Transporteinrichtung abgelegt werden kann, ohne daß hierzu Mittel erforderlich sind, die das vereinzelte Textilstück auf dem Weg von der ersten zur zweiten Transporteinrichtung festhalten. Der apparative Aufwand ist dadurch minimiert.
Dazu ist bevorzugt vorgesehen, daß das Mittel der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des vereinzelten Textilstückes ein Klebband, eine Saugvorrichtung oder ein Nadelband ist.
Beispielsweise können die Mittel der zweiten Transporteinrichtung durch zwei parallel zueinander umlaufende Transportriemen gebildet sein, die mit einer Klebbeschichtung oder dergleichen versehen sind, so daß das darauf abgelegte vereinzelte Textilstück nahe seiner Randkanten an den Transportbändern der Transporteinrichtung vorübergehend sicher fixiert ist. Anstelle einer Klebverbindung kann auch eine Saugverbindung vorgesehen sein, indem beispielsweise durch ein Sauggebläse ein Unterdruck aufgebaut wird, mittels dessen das Textilstück an der Transporteinrichtung während des Transportes festgehalten wird. Alternativ und besonders bevorzugt kann das Mittel ein Nadelband sein, so daß das vereinzelte Textilstück nahe seiner Randkanten auf die Nadeln der Nadelbänder aufgenadelt wird und somit sicher gehalten und von der zweiten Transporteinrichtung abtransportiert werden kann.
Dazu ist ferner bevorzugt, daß die Transportriemen Nadeln tragen, auf die die Ränder des Textilstückes aufnadelbar sind.
Um die sichere Ablage des vereinzelten Textilstückes auf der zweiten Transporteinrichtung zu fördern ist zudem vorgesehen, daß das Textilstück zwischen den mit Nadeln bestückten Transportriemen und Aufnadelstempeln als Übergabemittel angeordnet ist, die in Richtung auf die Transportriemen verstellbar sind.
Die Aufnadelstempel werden nach erfolgtem Trennschnitt und gleichzeitiger Öffnung der Transportzange gegenüber der Fallbewegung des vereinzelten Textilstückes voreilend betätigt und nach dem Aufdrücken der Ränder des Textilstückes auf die Nadeln der Transportriemen wieder nach oben zurückgezogen, in eine Position oberhalb der ersten Transportebene.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß jeder Aufnadelstempel die gleiche Länge hat wie die Textilstückrandkante.
Zudem kann vorgesehen sein, daß der Aufnadelstempel eine Bürste hat oder ein U-Profilstück ist, das mit seinen Schenkeln über die Nadelreihe des Transportriemens verfahrbar ist.
In dem Falle, daß der Aufnadelstempel eine Bürste ist, kann dieser auf das kontinuierlich durchlaufende Nadelband aufgedrückt werden, wobei das Textilstück sicher auf die Nadeln aufgedrückt wird, ohne daß der Durchlauf des mit Nadeln besetzten Transportbandes behindert wäre. Die alternative Ausbildung in Form eines U-Profilstückes läßt ebenfalls die Bewegung des mit Nadeln besetzten Transportbandes zu, wobei lediglich die Schenkel des U-Profilstückes die Stoffbahn des textilen Einzelstückes beidseits neben der Nadelreihe nach unten drücken, ohne daß die Basis des U-Profilstückes mit den Nadelspitzen in Berührung käme.
Um zu verhindern, daß das Textilstück schon dann, wenn es noch von der ersten Transporteinrichtung gehalten wird, schon mit den Nadelspitzen oder anderen Mitteln der zweiten Transporteinrichtung in Berührung kommt, ist vorgesehen, daß neben den zueinander parallelen Mitteln der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des Textilstückes auf den einander zugewandten Seiten der Mittel Führungskufen angeordnet sind, die gegenüber den Mitteln in Richtung auf das Textilstück vorragen oder etwa niveaugleich zu den Mitteln angeordnet sind.
Hierdurch kann das zwischen der Transportzange und dem Transportschieber geringfügig durchhängende textile Einzelstück von den Führungskufen hochgehalten werden, so daß es noch nicht mit den Nadeln oder sonstigen Mitteln der zweiten Transporteinrichtung in Berührung kommt.
Erst nach der Vereinzelung des Textilstückes fallen dessen Ränder auf die Nadeln oder dergleichen der zweiten Transporteinrichtung und das Textilstück wird abtransportiert.
Desweiteren kann vorzugsweise vorgesehen sein, daß die Transportzange in Richtung orthogonal zur Textilbahn bzw. zum Textilstück verstellbar ist.
Prinzipiell ist zudem vorgesehen, daß an die zweite Transporteinrichtung eine Übernahmevorrichtung für das vereinzelte Textilstück angeschlossen ist, mittels derer das Textilstück gleichgerichtet weiter transportierbar ist.
Dabei kann vorgesehen sein, daß die Übernahmevorrichtung ggf. in Flucht zu den oberen Trums der endlos umlaufenden Transportriemen der zweiten Transporteinrichtung liegende Transportriemen sind, deren untere Trums die oberen Trums der zweiten Transporteinrichtung vor deren Umlenkrolle überdecken und vorzugsweise längs geschlitzt sind, um einen Durchlaßspalt für die Nadeln des Transportriemens zu bilden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Stirnansicht;
Fig. 2 desgleichen in Draufsicht gesehen.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Transport von aus aus einer textilen Bahn 1 vereinzelten Textilstücken 2 gezeigt. Die Textilbahn 1 ist auf einer Tuchrolle 3 aufgewickelt und über Umlenkrollen 4 sowie einen Umlenkwinkel 5 in eine Ebene überführt, in der eine erste Transporteinrichtung liegt. Die erste Transporteinrichtung ist in der Zeichnungsfigur 1 relativ oben zu sehen, wo die Textilbahn 1 gezeigt ist. Mittels der ersten Transporteinrichtung kann die textile Bahn 1 von dem Warenspeicher abgezogen werden und das zu vereinzelnde freie Ende der Bahn kann ggf. gespannt gehalten werden. Unterhalb der ersten Transporteinrichtung ist eine zweite Transporteinrichtung ausgebildet, deren Transportebene parallel zur Transportebene der ersten Transporteinrichtung verläuft und die Mittel zum Halten der Ränder des vereinzelten Textilstückes 2 aufweist, die quer zur ersten Transportrichtung verlaufen. Die Transportrichtung der ersten diskontinuierlich arbeitenden Transporteinrichtung ist parallel zur Bahnlängsrichtung der Bahn 1, während die Transportrichtung der zweiten kontinuierlich arbeitenden Transporteinrichtung quer zur Bahnlängsrichtung gerichtet ist. Diese Transportrichtungen sind mit 6 und 7 in Fig. 2 angegeben. Nach dem Ausführungsbeispiel besteht die erste Transporteinrichtung aus einem Transportschieber 8 für die textile Bahn 1 und einer Transportzange 9, wobei die Transportzange 9 entsprechend dem Bewegungspfeil 10 zum Transportschieber 8 hin und von diesem weg verstellbar ist. Der Ablauf ist wie folgt. In den Transportschieber ist die Textilbahn 1 eingeschoben und ragt vorzugsweise wenig über den Transportschieber vor. Die Transportzange 9 wird zum Transportschieber 8 hin verschoben, ergreift das Ende der Textilbahn 1 und fährt dann in die Position zurück, die in Fig. 1 gezeigt ist.
Zwischen Transportschieber 8 und Transportzange 9 ist in unmittelbarer Nähe des Transportschiebers 8 eine Trennvorrichtung 11 angeordnet, mittels derer die Textilbahn 1 zur Erzeugung eines vereinzelten Textilstückes 2 in einem Schritt durchtrennbar ist. Nach dem Ausführungsbeispiel besteht die Trennvorrichtung 11 aus einem Messerbalken, dessen Länge gering größer als die Breite der textilen Bahn 1 ist. Es sind ferner Übergabehilfsmittel vorgesehen, mittels derer das vereinzelte Textilstück 2 beim freien Fall aus der Ebene der ersten Transporteinrichtung in die Ebene der zweiten Transporteinrichtung unterstützend verschoben wird. Dies wird später noch erläutert.
Die Mittel der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des vereinzelten Textilstückes 2 sind selbsthaltend, so daß das übergebene Textilstück 2 an seinen quer zur Textilbahn 1 gerichteten Rändern selbsthaltend an den Mitteln fixierbar ist. Im Ausführungsbeispiel besteht das Mittel der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des vereinzelten Textilbandes aus Nadelriemen 12. Es handelt sich dabei um zwei parallel zueinander endlos umlaufende Transportriemen, deren oberes Trum die Auflageebene für die Ränder des Textilstückes 2 bilden. Die Transportriemen tragen Nadeln, auf die die Ränder des Textilstückes 2 aufnadelbar sind. Zusätzlich sind Aufnadelstempel 13 vorgesehen, mittels derer das Textilstück 2 auf die Nadelriemen 12 aufdrückbar ist, indem die Nadelstempel 13 in Richtung des Bewegungspfeiles 14 nach unten verstellt werden und nach Erreichen der Sollposition wieder in die Ausgangsposition nach oben verstellt werden, wie in Fig. 1 gezeigt.
Die Aufnadelstempel 13 weisen vorzugsweise eine Länge auf, die der Breite der textilen Bahn 1 entspricht.
Die Aufnadelstempel 13 können als Bürste ausgebildet sein oder, wie im Ausführungsbeispiel als U-Profilstück ausgebildet sein, wobei das U-Profilstück mit seinen Schenkeln über die Nadelreihe der Nadelriemen 12 greift, ohne daß die Basis mit den Nadelspitzen in Berührung kommt. Damit ist das Aufnadeln während des stetigen Umlaufes der Nadelriemen 12 möglich.
Um zu verhindern, daß die textile Bahn 1 dann, wenn sie vom Transportschieber 8 und Transportzange 9 gehalten ist, schon mit den Nadeln des Nadelriemens 12 in Kontakt kommt, sind neben den Nadelriemen 12 auf den einander zugewandten Seiten der Nadelriemen 12 Führungskufen 15 vorgesehen, die verhindern, daß die zwischen Transportzange 9 und Transportschieber 8 geringfügig durchhängende Stoffbahn 1 mit den Nadelspitzen in Berührung kommt.
Die Übergabe erfolgt erst dann , wenn mit der Trennvorrichtung 11 das textile Einzelstück 2 vereinzelt ist, wobei dann gleichzeitig die Transportzange 9 geöffnet wird.
Vor der Übergabe ist das noch nicht vereinzelte Textilstück von der Transportzange 9 und dem Transportschieber 8 gehalten. Vertikal unter diesen befinden sich relativ aufeinander zu versetzt die Transportriemen mit den Nadeln. Weiter innen sind die Führungskufen 15 vorgesehen. Das Textilstück hängt mittig zwischen den Teilen 8 und 9 durch. Durch die Führungskufen 15 ist ein Kontakt mit den Nadeln der Transportriemen verhindert. Wird nun gleichzeitig der Trennschnitt ausgeführt und die Zange 9 geöffnet, so fallen die Randteile des Textilstückes unter der Wirkung der Erdschwere nach unten auf die Nadeln der Transportriemen und werden unterstützt durch die voreilenden Aufnadelstempel 13 auf die Nadeln in einem Schritt aufgedrückt, so daß sie verzugsfrei mit den kontinuierlich umlaufenden Transportriemen gekoppelt sind.
An die zweite Transporteinrichtung ist in der gleichen Ebene eine Übernahmevorrichtung 16 angeschlossen, die aus einem Ablagetisch für das textile Einzelstück 2 besteht, der an die Nadelriemen 12 anschließt. Oberhalb des Tisches ist jeweils ein kontinuierlich umlaufender Transportriemen 17 vorgesehen, mittels dessen das vereinzelte Textilstück weiter transportiert wird. Unter Umständen können diese Transportriemen 17 als Zwillingsriemen ausgebildet sein oder einen Längsspalt aufweisen, so daß sie das Nadelband 12 im Anschlußbereich überdecken können, ohne daß die Nadeln dabei in Eingriff mit den Riemen 17 gelangen.
Mit der Vorrichtung ist es möglich, von einer textilen Bahn 1 Einzelstücke 2 abzutrennen und diese praktisch spaltfrei nacheinander abzufördern, wobei während des Abtransportes durch die zweite Transporteinrichtung das Nachholen der textilen Bahn 1 durch die Transportzange 9 erfolgt. Die Arbeitsgänge der ersten und zweiten Transporteinrichtung überlagern sich also.
Mit der Vorrichtung ist es möglich, mit hoher Geschwindigkeit eine Vereinzelung einer textilen Bahn 1 in Textilstücke 2 vorzunehmen, die quasi spaltfrei aneinander durch die zweite Fördereinrichtung abgefördert werden und somit einer weiteren Bearbeitungsstation, beispielsweise einer Nähmaschine zugeführt werden. Es ist damit eine besonders hohe Leistung einer solchen Vorrichtung in Kombination mit einer Näheinrichtung oder dergleichen erreichbar.
Für das Bedienungspersonal ist die Handhabung einfach und ohne umständliche Justierarbeiten möglich.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Transport von aus einer textilen Bahn (1) vereinzelten Textilstücken (2), bestehend aus einer ersten diskontinuierlich arbeitenden Transporteinrichtung, mittels derer eine textile Bahn (1) von einem Warenspeicher (3) abziehbar und das zu vereinzelnde freie Ende der Bahn (1) ggf. gespannt gehalten ist, sowie einer zweiten kontinuierlich laufenden Transporteinrichtung, deren Transportebene parallel zur Transportebene der ersten Transporteinrichtung verläuft und die Mittel zum Halten des vereinzelten Textilstückes (2) aufweist, wobei die Transportrichtung der ersten Transporteinrichtung parallel zur Bahnlängsrichtung und die Transportrichtung der zweiten Transporteinrichtung quer zur Bahnlängsrichtung gerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Transporteinrichtung aus einem Transportschieber (8) für die textile Bahn (1) und einer Transportzange (9) besteht, wobei die Zange (9) zum Transportschieber (8) hin und von diesem weg verstellbar ist,
daß zwischen Transportschieber (8) und Transportzange (9) in unmittelbarer Nähe des Transportschiebers (8) eine Trennvorrichtung (11) angeordnet ist, mittels derer die Textilbahn (1) zur Erzeugung eines vereinzelten Textilstückes (2) so durchtrennbar ist, daß der Trennschnitt über die gesamte Breite des Textilstückes (2) praktisch gleichzeitig erfolgt,
daß das vereinzelte Textilstück (2) bei gleichzeitig erfolgtem Trennschnitt und Freigabe von der Transportzange (9) unter der Wirkung der Erdschwere, ggf. und vorzugsweise unterstützt durch ein in gleicher Richtung wirksames Übergabemittel aus der Ebene der ersten Transporteinrichtung in die Ebene der zweiten Transportvorrichtung verschiebbar ist und auf dieser ablegbar ist, wobei das Übergabemittel gegenüber der freien Fallbewegung des Textilstückes (2) voreilt und wobei die Mittel der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des vereinzelten Textilstückes (2) selbsthaltend sind, so daß das übergebene Textilstück (2) an seinen quer zur Textilbahn (1) gerichteten Rändern selbsthaltend an den Mitteln fixierbar ist, wobei das Mittel aus zwei endlos kontinuierlich umlaufenden zueinander parallelen und voneinander beabstandeten Transportriemen besteht, deren obere Trums die Auflageebene für die Ränder des Textilstückes (2) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (11) aus einem Messerbalken besteht, dessen Länge mindestens gleich der Breite der textilen Bahn (1) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des vereinzelten Textilstückes (2) ein Klebband, eine Saugvorrichtung oder vorzugsweise ein Nadelband (12) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportriemen Nadeln tragen, auf die die Ränder des Textilstückes (2) aufnadelbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilstück (2) zwischen den mit Nadeln bestückten Transportriemen und Aufnadelstempeln (13) als Übergabemittel angeordnet ist, die in Richtung auf die Transportriemen verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Aufnadelstempel (13) die gleiche Länge hat wie die Textilstückrandkante.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnadelstempel (13) eine Bürste hat oder ein U-Profilstück ist, das mit seinen Schenkeln über die Nadelreihe des Transportriemens verfahrbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß neben den zueinander parallelen Mitteln der zweiten Transporteinrichtung zum Halten des Textilstückes (2) auf den einander zugewandten Seiten der Mittel Führungskufen (15) angeordnet sind, die gegenüber den Mitteln in Richtung auf das Textilstück (2) vorragen oder etwa niveaugleich zu den Mitteln angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportzange (9) in Richtung orthogonal zur Textilbahn (1) bzw. zum Textilstück (2) verstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an die zweite Transporteinrichtung eine Übernahmevorrichtung (16) für das vereinzelte Textilstück (2) angeschlossen ist, mittels derer das Textilstück (2) gleichgerichtet weiter transportierbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Übernahmevorrichtung (16) ggf. in Flucht zu den oberen Trums der endlos umlaufenden Transportriemen der zweiten Transporteinrichtung liegende Transportriemen (17) sind, deren untere Trums die oberen Trums der zweiten Transporteinrichtung vor deren Umlenkrolle überdecken und vorzugsweise längs geschlitzt sind, um einen Durchlaßspalt für die Nadeln des Transportriemens zu bilden.
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