DE19800984C1 - Schuheinsatz - Google Patents

Schuheinsatz

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    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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    • A43D3/1433Shoe-trees
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Abstract

Um das Milieu in Schuhen beeinflussen zu können, wird ein insbesondere als Schuhspanner (10) ausgebildeter Schuheinsatz vorgeschlagen, der eine Vorrichtung (16) zum Freisetzen wenigstens eines in einen Schuh einzubringenden Wirkstoffes (28) aufweist.

Description

Die Erfindung betrifft einen Schuheinsatz gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein solcher Schuheinsatz ist aus dem DE-GM 19 29 933 bekannt. Der den Wirkstoff aufnehmende Hohlzylinder ist sowohl bodenseitig als auch im Rücken des Schuhspanners mit Perforationen versehen, somit ständig offen, so dass daraus ständig Duftstoff bzw. Wirkstoff entweicht. Nachteilig ist dabei, dass der Duft sich stark und möglicherweise belästigend in Schuhschränken ausbreitet und der Wirkstoff bald aufgebraucht ist.
Die US-PS 3,979,786 beschreibt einen Ständer zum Aufhängen von Schuhen, wobei beim Aufhängen durch einen kurzzeitig erfolgenden Druckstoß ein desodorisierendes Gas in das Schuhinnere eingeleitet wird. Diese Konstruktion funktioniert nur mittels einer Druckquelle in Form einer Gaspatrone und ist für den Einsatz von Duftstofftabletten allein oder für einen Dauereinsatz ungeeignet.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das Milieu in Schuhen positiv zu beeinflussen, ohne die Nachteile der vorbekannten Vorrichtungen aufzuweisen.
Diese Aufgabe löst erfindungsgemäß ein Schuheinsatz der eingangs genannten Art, welcher auch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 aufweist.
Dabei ist die Aufnahmevorrichtung derart gestaltet, dass bei Nicht­ gebrauch des Schuhspanners ein Wirkstoffaustritt selbsttä­ tig verhindert und bei dessen Einbringen in einen Schuh ein Freisetzen des Wirkstoffs selbsttätig bewirkt wird.
Hierbei weist die Vorrichtung ein gegen die Wirkung einer Rück­ stellkraft verstellbares Verschluss- bzw. Ventilglied auf, das bei Nichtgebrauch des Schuhspanners aus diesem an einem Flächenteil aussenseitig herausragt, der bei in einen Schuh eingebrachtem Schuhspanner vom Schuhoberleder überdeckt ist. Bei Einführen des Schuhspanners in einen Schuh wird das Ventil bzw. Verschlussglied selbsttätig in seine Offenstellung überführt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Es können hierbei einzelne Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen zur Anwendung kommen, wobei diese antibakteriell, desodorisierend oder parfümierend wirken können.
Solche Wirkstoffe können in flüssiger oder fester Form bzw. auch gasförmig in die Vorrichtung einbringbar sein.
In fester Konsistenz kann hierbei der Wirkstoff in einer Kapsel oder in Tabletten- bzw. Stiftform zur Verfügung stehen, während dieser in flüssigem Zustand bevorzugt auf ein Trägermaterial, wie Vlies oder Zellulose od. dgl., auf­ getragen bzw. eingebracht sein kann.
Der Schuheinsatz selbst kann in den vorderen Teil von Schuhen lediglich einsteckbar sein. Bevorzugt wird man je­ doch einen solchen Schuheinsatz zugleich einem weiteren nützlichen Gebrauchszweck zuführen, indem dieser als Schuhspanner ausgebildet ist, der in jeder erdenklichen Bauform ausgelegt und aus allen hierfür geeigneten Mate­ rialien einzeln oder in deren Kombination hergestellt sein kann.
Ein solcher Schuhspanner kann das Schuhwerk ganz oder nur teilweise ausfüllen und zum Vorspannen von Schuhen mit ei­ nem Spannelement in Form einer Spannfeder ausgestattet oder zum Strecken und gegebenenfalls Spreizen von Schuhen in diesen entsprechend verschraubbar sein.
Es ist günstig, wenn das Ventil bzw. Verschluss­ glied in einer den Wirkstoff aufnehmenden Ausnehmung der Vorrichtung geführt ist und wenn durch dieses wenigstens eine Öffnung dieser Ausnehmung zu öffnen und zu schliessen ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand diverser Unteransprüche.
In der Zeichnung ist ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Schuhspanners veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1: eine Seitenansicht des Schuhspanners;
Fig. 2: einen Querschnitt des Schuhspanners entlang der Linie II-II der Fig. 1 und im Vergleich zu dieser in grösserem Maßstab gezeichnet, wobei das Ventil bzw. Verschlussglied der Vorrichtung sowohl in seiner Schließstellung als auch Offenstellung gezeigt ist.
Der in Fig. 1 gezeigte Schuheinsatz ist als ein als Ganzes mit 10 bezeichneter Schuhspanner ausgebildet, dessen Spann­ körper 11 mittels eines am freien Ende beispielsweise einen Kugelkopf 12 tragenden, federnd biegsamen Spanngliedes 14 im Schuh verspannbar ist.
Das Spannglied 14 besteht vorzugsweise aus einer Wendelfe­ der, deren Federwindungen auf Block sitzen. Der Spannkörper 11 ist beispielsweise durch ein Formteil aus Kunststoff gebildet, der mit einer als Ganzes mit 16 bezeichneten Vor­ richtung ausgestattet ist, mit deren Hilfe im Schuh ein oder auch mehrere Wirkstoffe gleichzeitig freisetzbar sind.
Der bzw. die Wirkstoffe können in die Vorrichtung 16 fest, flüssig oder gasförmig eingebracht werden. Die Vorrichtung 16 ist vorzugsweise derart konzipiert, dass der in dieser deponierte Wirkstoff nur dann freigesetzt wird, wenn der Spannkörper 11 in einen Schuh eingebracht wird. Sie weist einen innerhalb des Spannkörpers 11 vorgesehenen Behälter 18 auf, dessen vorzugsweise zylindrischer Behältermantel 20 an die Innenseite des Spannkörperrückens 22 angeformt ist und diesen durchsetzt. Der Behälterboden ist durch eine auf das freie Ende des Behältermantels 22 abnehmbar aufsetzbare Kappe 24 gebildet, die innenseitig einen in das offene Ende des Behältermantels 20 eingreifenden Kragen 26 aufweist, der vorzugsweise zugleich zur Aufnahme eines in fester Kon­ sistenz vorliegenden Wirkstoffes 28 dient. Letzterer ist beispielsweise tabletten- oder stiftartig ausgebildet und in eine zentrale Kragenöffnung 30 einsteckbar.
Der Behälter 18 ist mittels eines Verschlussgliedes 32 ver­ schlossen, das umgekehrt napfartig ausgebildet und form­ schlüssig im hohlzylindrischen Behältermantel 20 gegen die Wirkung eines Rückstellelementes 34 axial verschiebbar ist.
Als Rückstellelement 34 dient vorzugsweise eine sich einer­ seits auf dem Kragen 26 und andererseits am geschlossenen Stirnende des Verschlussgliedes 32 abstützende Druckfeder.
Die in der in Fig. 2, linken Hälfte, gezeigte, äussere End­ stellung des Verschlussgliedes 32, in der es über den Spannkörperrücken 22 vorsteht, wird durch einen Anschlag definiert, der einfachheitshalber nicht dargestellt ist. In seiner inneren Endstellung sitzt das Verschlussglied 32 auf dem Kragen 26 auf und schliesst bündig mit dem Spannkörper­ rücken 22 ab (s. rechte Hälfte der Fig. 2).
Das Verschlussglied 32 bildet zugleich ein Ventilglied, durch das beim Einbringen des Schuhspanners 10 in einen Schuh die Vorrichtung 16 vorzugsweise selbsttätig geöffnet bzw. beim Herausnehmen desselben aus einem Schuh ebenso wieder geschlossen wird. Zu diesem Zweck sind Behälterman­ tel 20 und Verschluss- bzw. Ventilglied 32 jeweils entlang wenigstens einer Umfangslinie radial mit Öffnungen 36 bzw. 38 durchsetzt, die in der inneren Endstellung des Ver­ schluss- bzw. Ventilgliedes 32 miteinander fluchten (s. Fig. 2, rechts). In der äusseren Endstellung desselben sind hingegen die Öffnungen 36 bzw. 38 durch Überdeckung der zueinander relativ verlagerten Teile 18, 32 geschlossen.
Wie aus Fig. 2, linke Hälfte, ersichtlich ist, ist der den antibakteriellen Wirkstoff aufnehmende Speicherraum 40 der Vorrichtung 16 bei Nichtgebrauch des Schuhspanners 10 von aussen nicht zugänglich, d. h. der Wirkstoff 28 kann nicht durch Sublimation über die Öffnungen 36, 38 nach aussen entweichen. Erst wenn beim Einschieben des Spannkörpers 11 in einen Schuh durch dessen Oberleder 42 das Verschluss- bzw. Ventilglied 32 aufgrund seiner vorzugsweise teilkugel­ förmig ausgebildeten, äusseren Stirnfläche 44 in den Behäl­ termantel 20 so weit hineinverschoben worden ist, dass die Öffnungen 36, 38 zueinander fluchten, kann der vergasende Wirkstoff über diese ins Schuhinnere einströmen und seine bakterientötende Wirkung entfalten.

Claims (6)

1. Schuheinsatz (10) mit einer Vorrichtung (16) zur Auf­ nahme und zum Freisetzen eines in einen Schuh einzu­ bringenden Wirkstoffes (28), die einen am Schuheinsatz (10) innenseitig vorgesehenen, einen Boden (24) auf­ weisenden und den Wirkstoff aufnehmenden Hohlzylinder (18) aufweist, dessen Innenraum (40) über wenigstens einen Kanal (36) zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlzylinder (18) an der Aussenseite des Schuheinsatzes (10) ausmündet, dass im Hohlzylinder (18) ein gegen die Wirkung einer Rückstellkraft (Rückstellelement 34) verstellbares Ventilglied (32) geführt ist, das bei Nichtgebrauch des Schuheinsatzes (10) aus dessen Aussenseite herausragt, die bei in ei­ nen Schuh eingebrachtem Schuheinsatz (10) von dessen Oberleder (42) überdeckt ist, und dass bei Nichtge­ brauch des Schuheinsatzes (10) der den Mantel (20) des Hohlzylinders (18) radial durchsetzende Kanal (36) durch das Ventilglied (32) geschlossen und bei Ge­ brauch des Schuheinsatzes (10) durch dasselbe geöffnet ist.
2. Schuheinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilglied (32) napfartig ausge­ bildet und formschlüssig im Hohlzylinder (18) ver­ schiebbar angeordnet ist, und dass im Hohlzylinder (18) eine sich einerseits am Zylinderboden (24) und ande­ rerseits innerhalb des Ventilgliedes (32) an dessen geschlossenem Stirnende abstützende Druckfeder (34) vorgesehen ist, die versucht, das Ventilglied (32) ständig in seiner nach aussen verschobenen Schließ­ stellung zu halten.
3. Schuheinsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Hohlzylinder (18) und Ventilglied (32) am Umfang von Kanälen (36 bzw. 38) für den Wirkstoff durchsetzt sind, die in der ins Innere des Hohlzylinders (18) verschobenen Offenstellung des Ventilgliedes (32) mit­ einander fluchten.
4. Schuheinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Hohlzylin­ ders (18) durch eine auf diesen abnehmbar aufbringbare Verschlusskappe (24) gebildet ist, in die der Wirk­ stoff einbringbar ist.
5. Schuheinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuheinsatz einen Schuhspanner (10) bildet.
6. Schuheinsatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannkörper (11) des Schuhspanners (10) und der Hohlzylinder (18) der Vorrichtung (16) durch ein einstückiges Formteil aus Kunststoff gebildet sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006133525A3 (en) * 2005-06-13 2007-03-01 Ricardo Achcar Shoe deforming prevention device and shoe deodorizing system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1929933U (de) * 1965-10-20 1965-12-23 Eribo Fa Schuhspanner.
US3979786A (en) * 1975-04-04 1976-09-14 The Raymond Lee Organization, Inc. Combined shoe tree and shoe deodorizer

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