DE196829C - - Google Patents

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DE196829C
DE196829C DENDAT196829D DE196829DA DE196829C DE 196829 C DE196829 C DE 196829C DE NDAT196829 D DENDAT196829 D DE NDAT196829D DE 196829D A DE196829D A DE 196829DA DE 196829 C DE196829 C DE 196829C
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molten metal
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/203Preparation of nitrogen oxides using a plasma or an electric discharge

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

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, KAISERLICHES
PATENTAMT
- JVI 196829 KLASSE 12«. GRUPPE
in GELSENKIRCHEN.
Flammenbogen.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausführung endothermischer Gasreaktionen mit Hilfe von in sauerstoffhaltigen Gasen zwischen geschmolzenen Metalloxyden überspringenden Licht- oder Flammenbögen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die geschmolzenen Metalloxyde unter dem Einfluß des Licht- bzw. Flammenbogens selbst an, oder auf aus hierzu geeigneten
ίο Metallen bestehenden Elektroden erzeugt und ständig in geschmolzenem Zustand unterhalten werden.
Von den durch dieses neue Verfahren erreichten Vorteilen . und neuen technischen Wirkungen kommt vor allen in Betracht, daß man jetzt einerseits mit einem Leiter zweiter Klasse an der Stromübergangsstelle arbeitet,-andererseits aber das Kochen dieser Schicht durch das, unmittelbar darunter liegende Metall verhindert, und zwar durch die sehr große Wärmeableitungsfähigkeit der Metallelektrode gegenüber der Elektrode aus einem Leiter zweiter Klasse.
Es ist bereits bekannt, bei derartigen Verfahren Elektroden aus Leitern zweiter Klasse anzuwenden; hierbei vertragen aber die geschmolzenen Kuppen dieser Elektroden keine höhe Stromstärke, weil sie dann in ein derartig starkes Schmelzen geraten, daß sie überaus rasch verdampfen, falls man das Abtropfen der geschmolzenen Kuppen verhindert. . :
Andererseits hat man auch Versuche mit reinen Metallelektroden gemacht, hierbei aber stets mit nicht genügender Stromstärke gearbeitet, so daß die verwendeten Metallelektroden schlecht leitende feste Oxydschichten bilden, welche den Flammenbogen instabil machten und zum Verlöschen brachten.
Das vorliegende Verfahren vereinigt nun die Eigenschaften von Metallelektroden mit Elektroden aus Leitern zweiter Klasse derart, daß Metallelektroden eingeschaltet werden, bei denen sich ein flüssig bleibender Leiter zweiter Klasse unter dem Einfluß des Flammenbogens vollkommen selbsttätig aus dieser Metallelektrode bildet, in dem Maße, wie er verbraucht wird.
Insofern entspricht das vorliegende Verfahren allen Anforderungen der Praxis und ermöglicht es, mit Metallelektrodcn elektrolytische, durchaus stabile Lichtbogen auch bei hoher Stromstärke zu erzeugen und trotzdem den Elektrodenverbrauch außerordentlich gering zu halten.
Das vorliegende Verfahren ist mit Vorteil bei der Gewinnung von Salpetersäure bzw. Stickoxyd aus Luft oder einem anderen Sauerstoff- Stickstoffgemisch, und zwar vorzugsweise unter Benutzung von Eisen als Elektrodenmaterial anzuwenden/weil nämlich das verdampfte Elektrodenmaterial in der erzeugten Säure absolut nicht löslich ist; die Säure kann also durch einfaches Dekantieren von
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dem verdampften Elektrodenmaterial befreit werden, so daß auch die Darstellung sehr hochprozentiger Salpetersäure, die völlig rein ist, ohne weiteres ermöglicht wird, während, wenn das verdampfte Elektrodenmaterial in der Säure löslich ist, die Säure nur durch Destillation gereinigt werden kann.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine für die Ausübung des beschriebenen
ίο Verfahrens geeignete Ausbildung der Elektroden, und zwar ist Fig. ι eine Vorderansicht eines solchen Elektrodenpaares, während Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 ist. Es sind e die Elektroden und 0 die unter dem Einfluß des Flammenbogens sich bildenden geschmolzenen Metalloxyde. Die Elektroden sind im Querschnitt eckig (Fig. 2) und an ihren Spitzen mit Kühlrippen Ic versehen, die angegossen oder sonstwie angebracht sind.
Die ' eckige Querschnittsform sowie eine wagerechte Lagerung der Elektroden verhindern das Abtropfen der geschmolzenen Elektrodenkuppen , während die Kühlrippen k gleich den Elektroden selbst die Wärme von den Kuppen wegleiten und so ein Verdampfen der gebildeten Oxydmasse verhindern.

Claims (1)

  1. Patent-An SPR υ ch:
    Verfahren zur Ausführung endothermisclier Gasreaktionen mit Hilfe von in sauerstoffhaltigen Gasen zwischen geschmolzenen Metalloxyden überspringenden Licht- oder Flammenbogen, dadurch gekennzeichnet, daß die geschmolzenen Metalloxyde durch den Licht- bzw. Flammenbogen selbst an oder auf geeigneten Metallelektroden erzeugt und in flüssigem Zustand unterhalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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