DE19646C - Neuerungen an Kontakteinrichtungen für Telegraphen-Apparate und andere elektrische Apparate - Google Patents
Neuerungen an Kontakteinrichtungen für Telegraphen-Apparate und andere elektrische ApparateInfo
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- DE19646C DE19646C DENDAT19646D DE19646DA DE19646C DE 19646 C DE19646 C DE 19646C DE NDAT19646 D DENDAT19646 D DE NDAT19646D DE 19646D A DE19646D A DE 19646DA DE 19646 C DE19646 C DE 19646C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/06—Contacts characterised by the shape or structure of the contact-making surface, e.g. grooved
Landscapes
- Measuring Leads Or Probes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE >2l: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. März 1882 ab.
Die Contacte an Schlüsseln, Relais, Umschaltern etc. von Telegraphenapparaten und
von elektrischen Apparaten im Allgemeinen bestanden bisher aus zwei stumpfen Metallspitzen
oder einem Metallstück, das . mit dem Rand einer Scheibe in Berührung gebracht wurde.
Die erste Methode ist verwerflich, da die Berührungsstellen der Oxydation oder Schmelzung
ausgesetzt sind oder sich Staub an den betreffenden Stellen ansammeln kann, so dafs ein
unvollkommener elektrischer Contact entsteht. Ferner gestattet diese Contacteinrichtung kein
schnelles Arbeiten, da die Contactstellen gewissermafsen an einander kleben zu bleiben
trachten. In ähnlicher Weise ist auch die zweite Methode unvollkommen, da sie nur theilweise
ein Ankleben beseitigt, indem nur eine Contactstelle stellbar ist, während die andere flach ist,
eine breite Berührungsfläche bildet, so dafs eine vollkommene Uebertragung bei einigermafsen
grofser Geschwindigkeit nicht möglich wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun verbesserte Contacteinrichtungen für elektrische
Apparte aller Art, als Schlüssel, Relais, Läutewerke, Umschalter, Anrufapparate, Feuer- und
Alarmapparate u. s. w., und besteht in der Anwendung zweier Scheiben mit scharfen Rändern,
welche stellbar sind, und deren Achsen parallel oder rechtwinklig geschränkt sind. Diese Scheiben
sind auf ihrem Umfange mit einem Platinring von rundem, dreieckigem oder anders geformtem
Querschnitt versehen, wodurch man einen sicheren elektrischen Contact bei möglichst
kleiner Berührungsfläche erzielt.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Telegraphenschlüssels
mit verbesserten Scheibencontacten dar. Fig. 2 und 3 zeigen die Contacte in gröfserem Mafsstabe.
Fig. 4 bis 7 veranschaulichen verschiedene Constructionen der Scheiben und ihrer Ringe.
Fig. 8 ist ein Polwechselapparat.
Die Contacte werden durch die beiden Scheiben AA1 gebildet, deren Ebenen passend senkrecht
zu einander stehen, oder welche auch in derselben Verticalebene angeordnet sind. In
Fig. ι ist die Scheibe A in dem gekrümmten Theil des Hebels L angeordnet, während die
Scheibe A1 in einem von der Grundplatte isolirten Ständer B gelagert ist. Die Scheiben
sind auf Zapfen oder kleinen Wellen befestigt und werden durch Stellschrauben gehalten,
nach deren Lösung sie sich frei in ihren Lagersteilen drehen können.
Bei Relais und anderen elektrischen Apparaten, bei welchen der Contact durch den Elektromagnet
hergestellt wird, sind die Contactscheiben in derselben Weise angeordnet. Bei dem
in Fig. 8 dargestellten Polwechselapparat besitzt der Hebel L zwei Contactscheiben A.
Diese Einrichtung functionirt wie folgt:
Beim Niederdrücken des Schlüssels, Fig. 1, entsteht eine Berührung zwischen den Peripherien
beider Scheiben. Bei Relais erfolgt diese Berührung durch die Einwirkung des Elektromagneten.
Die Contactscheiben sind an ihrem Umfange mit Ringen aus hartgezogenem Platindraht
oder anderem passenden Metall versehen, welche in der rinnenförmig gestalteten Peripherie
der Scheibe befestigt sind. Der Körper der Scheibe besteht aus Messing oder anderem
leitenden Metall. Die untere Scheibe A1 kann in dem Ständer B mittelst der Schraube b verstellt
werden. Die obere Scheibe A wird durch die Stellschraube d verstellt, e ist eine Stellschraube
mit Gegenmutter zur Einstellung der Feder, und / ist eine Schraube mit Gegenmutter
zur Regulirung des Hebelausschlages; der Hebel L ist bei g drehbar gelagert.
Der Querschnitt der am Umfang der Contactscheiben angebrachten Ringe α kann kreisförmig,
halbkreisförmig, dreieckig, konisch oder anders geformt sein.
Fig. 4 zeigt einen Ring von rundem Querschnitt, der durch Einwalzen, Einpressen oder
Löthen in der Rinne der Scheibe befestigt ist, während der Ring in Fig. 5 einen dreieckigen,
in Fig. 6 einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzt. In Fig. 7 ist eine dünne Platte zwischen
zwei die Scheibe bildenden Platten be-"festigt. Auf diese Weise werden die Kosten
der Contacte bedeutend verringert und ein messerklingenartiger, nadeiförmiger oder konisch
zugeschärfter Contact hergestellt.
Das Wesentliche dieser Erfindung besteht demgemäfs darin, die Gröfse der Contactstelle
möglichst klein zu machen, so dafs ein Ankleben der Contacte vermieden und eine schnelle
und vollkommene Contactbildung erzielt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Telegraphenapparaten und elektrischen Apparaten aller Art die Anwendung zweier Metallscheiben, welche sich an ihren Peripherien berühren und Contact bilden, welche Scheiben in derselben Ebene liegen oder zu einander senkrecht stehen, und ferner die Anwendung von Ringen beliebigen Querschnittes aus Platin zur Bildung der Peripherie genannter Contactscheiben.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19646C true DE19646C (de) |
Family
ID=296451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19646D Active DE19646C (de) | Neuerungen an Kontakteinrichtungen für Telegraphen-Apparate und andere elektrische Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19646C (de) |
-
0
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