DE19646C - Neuerungen an Kontakteinrichtungen für Telegraphen-Apparate und andere elektrische Apparate - Google Patents

Neuerungen an Kontakteinrichtungen für Telegraphen-Apparate und andere elektrische Apparate

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DE19646C
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G. cumming und clara maria brinkerhoff in New-York, V. St. A
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/06Contacts characterised by the shape or structure of the contact-making surface, e.g. grooved

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  • Measuring Leads Or Probes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE >2l: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. März 1882 ab.
Die Contacte an Schlüsseln, Relais, Umschaltern etc. von Telegraphenapparaten und von elektrischen Apparaten im Allgemeinen bestanden bisher aus zwei stumpfen Metallspitzen oder einem Metallstück, das . mit dem Rand einer Scheibe in Berührung gebracht wurde. Die erste Methode ist verwerflich, da die Berührungsstellen der Oxydation oder Schmelzung ausgesetzt sind oder sich Staub an den betreffenden Stellen ansammeln kann, so dafs ein unvollkommener elektrischer Contact entsteht. Ferner gestattet diese Contacteinrichtung kein schnelles Arbeiten, da die Contactstellen gewissermafsen an einander kleben zu bleiben trachten. In ähnlicher Weise ist auch die zweite Methode unvollkommen, da sie nur theilweise ein Ankleben beseitigt, indem nur eine Contactstelle stellbar ist, während die andere flach ist, eine breite Berührungsfläche bildet, so dafs eine vollkommene Uebertragung bei einigermafsen grofser Geschwindigkeit nicht möglich wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun verbesserte Contacteinrichtungen für elektrische Apparte aller Art, als Schlüssel, Relais, Läutewerke, Umschalter, Anrufapparate, Feuer- und Alarmapparate u. s. w., und besteht in der Anwendung zweier Scheiben mit scharfen Rändern, welche stellbar sind, und deren Achsen parallel oder rechtwinklig geschränkt sind. Diese Scheiben sind auf ihrem Umfange mit einem Platinring von rundem, dreieckigem oder anders geformtem Querschnitt versehen, wodurch man einen sicheren elektrischen Contact bei möglichst kleiner Berührungsfläche erzielt.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Telegraphenschlüssels mit verbesserten Scheibencontacten dar. Fig. 2 und 3 zeigen die Contacte in gröfserem Mafsstabe. Fig. 4 bis 7 veranschaulichen verschiedene Constructionen der Scheiben und ihrer Ringe. Fig. 8 ist ein Polwechselapparat.
Die Contacte werden durch die beiden Scheiben AA1 gebildet, deren Ebenen passend senkrecht zu einander stehen, oder welche auch in derselben Verticalebene angeordnet sind. In Fig. ι ist die Scheibe A in dem gekrümmten Theil des Hebels L angeordnet, während die Scheibe A1 in einem von der Grundplatte isolirten Ständer B gelagert ist. Die Scheiben sind auf Zapfen oder kleinen Wellen befestigt und werden durch Stellschrauben gehalten, nach deren Lösung sie sich frei in ihren Lagersteilen drehen können.
Bei Relais und anderen elektrischen Apparaten, bei welchen der Contact durch den Elektromagnet hergestellt wird, sind die Contactscheiben in derselben Weise angeordnet. Bei dem in Fig. 8 dargestellten Polwechselapparat besitzt der Hebel L zwei Contactscheiben A.
Diese Einrichtung functionirt wie folgt:
Beim Niederdrücken des Schlüssels, Fig. 1, entsteht eine Berührung zwischen den Peripherien beider Scheiben. Bei Relais erfolgt diese Berührung durch die Einwirkung des Elektromagneten. Die Contactscheiben sind an ihrem Umfange mit Ringen aus hartgezogenem Platindraht oder anderem passenden Metall versehen, welche in der rinnenförmig gestalteten Peripherie
der Scheibe befestigt sind. Der Körper der Scheibe besteht aus Messing oder anderem leitenden Metall. Die untere Scheibe A1 kann in dem Ständer B mittelst der Schraube b verstellt werden. Die obere Scheibe A wird durch die Stellschraube d verstellt, e ist eine Stellschraube mit Gegenmutter zur Einstellung der Feder, und / ist eine Schraube mit Gegenmutter zur Regulirung des Hebelausschlages; der Hebel L ist bei g drehbar gelagert.
Der Querschnitt der am Umfang der Contactscheiben angebrachten Ringe α kann kreisförmig, halbkreisförmig, dreieckig, konisch oder anders geformt sein.
Fig. 4 zeigt einen Ring von rundem Querschnitt, der durch Einwalzen, Einpressen oder Löthen in der Rinne der Scheibe befestigt ist, während der Ring in Fig. 5 einen dreieckigen, in Fig. 6 einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzt. In Fig. 7 ist eine dünne Platte zwischen zwei die Scheibe bildenden Platten be-"festigt. Auf diese Weise werden die Kosten der Contacte bedeutend verringert und ein messerklingenartiger, nadeiförmiger oder konisch zugeschärfter Contact hergestellt.
Das Wesentliche dieser Erfindung besteht demgemäfs darin, die Gröfse der Contactstelle möglichst klein zu machen, so dafs ein Ankleben der Contacte vermieden und eine schnelle und vollkommene Contactbildung erzielt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Telegraphenapparaten und elektrischen Apparaten aller Art die Anwendung zweier Metallscheiben, welche sich an ihren Peripherien berühren und Contact bilden, welche Scheiben in derselben Ebene liegen oder zu einander senkrecht stehen, und ferner die Anwendung von Ringen beliebigen Querschnittes aus Platin zur Bildung der Peripherie genannter Contactscheiben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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