DE19634017A1 - Gleitschirm-Fluggerät - Google Patents
Gleitschirm-FluggerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gleitschirm-Fluggerät mit Mitteln zur Auftriebserhö
hung beim Landen.
Gleitschirm-Fluggeräte sind in den verschiedensten Ausführungsformen be
kannt. Ihnen gemeinsam ist, daß ihre Reisegeschwindigkeit infolge niedriger
Flächenbelastung maximal etwa 50 km/h beträgt. Bei dieser geringen Ge
schwindigkeit sind dem Gleitschirm eine Reihe von interessanten Anwen
dungsmöglichkeiten verschlossen, wie z. B. die Nutzung als Landeeinrichtung
für Fluggeräte mit hoher Minimalfluggeschwindigkeit, der Schlepp hinter Flug
zeugen oder die Nutzung für Aufgaben, die eine höhere Reisefluggeschwindig
keit vorteilhaft machen, insbesondere auf militärischem Gebiet. Ein weiterer
wesentlicher Nachteil der bekannten Gleitschirm-Fluggeräte hinsichtlich ihrer
Nutzungsmöglichkeiten liegt darin, daß sie nur bei relativ schwachem Wind
eingesetzt werden können (maximal etwa 30 km/h). Dies begründet sich dar
aus, daß Gleitschirme im Vergleich zu anderen Tragflügelarten relativ schlech
te Gleitzahlen haben, also bei hoher Fluggeschwindigkeit eine hohe Sinkge
schwindigkeit aufweisen und daß ihre Minimalgeschwindigkeit beim Landen
relativ dicht unterhalb der Reisegeschwindigkeit liegt. Aus diesen Nachteilen
folgt, daß die bekannten Gleitschirm-Fluggeräte bei höheren Flug- und Wind
geschwindigkeiten nicht mehr sicher genug weich gelandet werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gleitschirm-Fluggerät zu schaf
fen, welches eine höhere Reisegeschwindigkeit als bekannte Gleitschirm-Flug
geräte und eine weiche Landung mit hohem Auftrieb gestattet.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprü
chen gekennzeichnet.
Das erfindungsgemäße Gleitschirm-Fluggerät hat eine hohe Flächenbelastung,
ein Landegestell, eine automatische Einrichtung zum Messen des Bodenab
standes und zur Erzeugung eines Auslösesignals bei vorbestimmbarem Boden
abstand sowie Stelleinrichtungen, die bei Auslösung den Gleitschirm sehr
schnell in eine Konfiguration mit höherem Auftrieb überführen. Aus diesen
Merkmalen ergeben sich wesentliche Vorteile. Die hohe Flächenbelastung von
mindestens 20 daN/m² bedingt aufgrund aerodynamischer Zusammenhänge
eine entsprechend höhere Fluggeschwindigkeit als bei bekannten Gleitschirm-
Fluggeräten. Durch die sehr schnelle Herbeiführung der Hochauftriebskonfigu
ration wird erreicht, daß sich die mit zunehmendem Auftrieb zwangsläufig ver
bundene Widerstandserhöhung kaum in eine Geschwindigkeitsreduzierung um
setzen kann, bevor der Hochauftrieb voll zur Verfügung steht. Damit stehen
höhere Staudrücke, d. h. mehr Auftrieb zur Verfügung, so daß stärkere Abfang
manöver fliegbar werden. Mit der automatischen Messung des Bodenabstandes
und automatischen Auslösung der Auftriebserhöhung bei einem vorbestimmba
ren Bodenabstand wird sichergestellt, daß die Auftriebserhöhung präzise in der
richtigen Höhe eingeleitet wird, so daß das Abfangmanöver weder zu spät (hef
tiger Landestoß) noch zu früh (Unterschreiten der Minimalfluggeschwindigkeit
in der Luft) eingeleitet wird. Selbstverständlich ist auch eine manuelle oder
sonstige Auslösung des höheren Auftriebs möglich. Mit diesem Fluggerät ist es
auch möglich, bei höheren Windgeschwindigkeiten zu fliegen, weil die Wind-
Sensitivität reduziert wird. Weiterhin eröffnen sich für das erfindungsgemäße
Gleitschirm-Fluggerät größere, bisher nicht mögliche Anwendungsmöglichkei
ten, die eine höhere Fluggeschwindigkeit bedingen.
Das Landegestell, welches vorzugsweise eine Kufenform und eine Bodenfläche
mit Spurführungen aufweist, gewährleistet eine stabile, sichere Bewegung auf
dem Boden auch bei höheren Landegeschwindigkeiten. Für Einsätze über dem
Wasser können anstelle der Kufen Schwimmkörper eingesetzt werden. Das
Landegestell bewirkt auch, daß sich das Fluggerät auch bei stärkerem Seiten
wind beim Landen im wesentlichen vorwärts bewegt und die für ein Kippen
kritischen Störungen primär in der Längsrichtung wirken. Die automatische
Einrichtung zum Messen des Bodenabstandes ist zweckmäßig auf dem Lande
gestell angeordnet. Nach weiterer Ausbildung der Erfindung wird bei dem vor
bestimmten Bodenabstand von der automatischen Einrichtung zum Messen des
Bodenabstandes ein Auslösesignal an die Stelleinrichtung gegeben.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnun
gen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gleitschirm-Fluggerät im Reiseflug mit einer Stelleinrichtung für
die Steuerleinen;
Fig. 2 das Gerät nach Fig. 1 im Landeanflug bei Betätigung der Steuerlei
nen;
Fig. 3 ein Gleitschirm-Fluggerät im Reiseflug mit einer Stelleinrichtung, in
der alle Tragleinen außer der Steuerleine gleichmäßig verkürzt sind;
Fig. 4 das Gerät nach Fig. 3 im Landeanflug, bei dem die Verkürzung der
Tragleinen gelöst ist;
Fig. 5 ein Gleitschirm-Fluggerät im Reiseflug mit einer Stelleinrichtung, in
der alle Tragleinen außer der Steuerleine unterschiedlich verkürzt
sind;
Fig. 6 das Gerät nach Fig. 5 im Landeanflug, bei dem die Verkürzung der
Tragleinen gelöst ist;
Fig. 7 ein Gleitschirm-Fluggerät im Landeanflug mit einer Stelleinrichtung,
die zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verkürzung der Trag
leinen zuläßt und
Fig. 8 Steuergetriebe für ein Gleitschirmfluggerät, bei dem die Tragleinen
in X-Richtung des Profils separat gebündelt und angesteuert werden.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Gleitschirm-Fluggerät 1 von hoher Flächenbela
stung mit einem Gleitschirm 2, Tragleinen 3, Steuerleinen 4, eine an den Lei
nen aufgehängte Stelleinrichtung 5, ein mit Lastleinen 6 verbundenes Lande
gestell 7 und eine auf dem Landegestell 7 angeordnete automatische Einrich
tung 8 zum Messen des Bodenabstandes X. Auf dem Landegestell 7 kann
auch eine hier nicht dargestellte Last untergebracht werden.
In der Fig. 1 ist das Gerät 1 im Reiseflug dargestellt, bei dem ein Abstand 9
vom Boden 11 größer ist als ein mit der Einrichtung 8 zu messender vorbe
stimmter Bodenabstand, der durch zwei entgegengesetzt gerichtete Pfeile 12
dargestellt ist. Bewegt sich das Gerät 1 in Richtung eines Pfeiles 13 auf den
Boden 11 zu, so erreicht es den vorbestimmten Bodenabstand 12, bei dem aus
der Einrichtung 8 ein Auslösesignal 14 in die Stelleinrichtung 5 gegeben wird,
worauf dort die Steuerleinen 4 angezogen werden. Dieses bewirkt ein Herun
terziehen der Hinterkante 2a des Gleitschirms 2, womit dieser einen höheren
Auftrieb bekommt, durch welchen sich die Flugbahn des Fluggerätes entspre
chend einem Pfeil 15 nach oben kommt, so daß es im näherungsweisen Hori
zontalflug auf dem Landegestell 7 landet. Alternativ kann das Auslösesignal 14
auch durch ein anderes Kommando 17, welches z. B. manuell oder durch ande
re Einrichtungen erzeugt wird, initiiert werden. Bei dieser einfachsten Art der
Erzeugung von Hochauftrieb am Gleitschirm 2 entsteht ein hoher Widerstand
und es müssen über die Steuerleinen 4 große Zugkräfte über große Stellwege
aufgebracht werden. Somit ist diese Art der Auftriebserzeugung nur für kleine
Gleitschirm-Fluggeräte zweckmäßig.
In den Fig. 3 und 4 wird ein Gleitschirm-Fluggerät 20 mit einer besonders ein
fachen und schnell wirkenden Stelleinrichtung 21 vorgeschlagen. In der Stell
einrichtung 21 bilden die Tragleinen 22 im Reiseflug entsprechend Fig. 3
Schlaufen 22a, die durch Verkürzungselemente 23 überbrückt werden. Die
Verkürzungselemente 23 führen durch eine Trennvorrichtung 24, die auf das
Auslösesignal 14 beim Bodenabstand 12 bei einem anderen Kommando 17 an
spricht. Nach dem Durchtrennen der Verkürzungselemente 23 wird die volle
Länge der Tragleinen 22 freigegeben. Infolge der wirkenden Auftriebskräfte
wird der Gleitschirm 2 entsprechend Fig. 4 bis auf die in unverminderter Länge
verbleibenden Steuerseile 4 nach oben bewegt. Dadurch entsteht am Gleit
schirm 2 der für die Landung erwünschte Hochauftrieb. Vorteil dieser Lösung
ist, daß zur Profiländerung die Betätigung einer Trennvorrichtung genügt, wäh
rend die profiländernden Kräfte durch den Auftrieb bereitgestellt werden. Ge
eignete, schnell wirkende Trennvorrichtungen, z. B. pyrotechnischer Art, sind
in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
Eine Abwandlung der vorstehend beschriebenen Ausführungsform zeigen die
Fig. 5 im Reiseflug und Fig. 6 beim Landeanflug für ein Gleitschirm-Fluggerät
30 mit einer Stelleinrichtung 31. In der Stelleinrichtung 31 sind Tragleinen 32
unterschiedlich durch Schlaufen 32a verlängert, wobei z. B. die zur Profilvor
derkante des Gleitschirms 2 führenden Tragleinen am längsten sind. Die
Schlaufen 32a sind durch Verkürzungselemente 33 überbrückt. Die Verkür
zungselemente 33 führen durch eine Trennvorrichtung 34, die auf das Auslö
sesignal 14 beim Bodenabstand 12 oder einem sonstigen Kommando 17 an
spricht. Nach dem Durchtrennen der Verkürzungselemente 33 wird die volle
Länge der Tragleinen 32 freigegeben, so daß sich der Gleitschirm 2 in eine in
Fig. 6 gezeigte Hochauftriebskonfiguration hebt. Bei diesem Gleitschirm-
Fluggerät 30 ist es möglich, gleichzeitig die Wölbung des angehobenen Gleit
schirmteils und/oder den Anstellwinkel des Gleitschirms 2 zu verändern. Damit
sind z. B. folgende Konfigurationen möglich:
- - Erhöhung des Profil-Einstellwinkels,
- - Erhöhung der Wölbung,
- - Konzentration des Hochauftriebs im mittleren Gleitschirmbereich.
Diese Möglichkeiten können einzeln oder in Kombination genutzt werden, z. B.
zur Reduzierung des Risikos bei Vertikalböen, zur Reduzierung des Wider
standes im Hochauftrieb oder auch für noch höheren Auftrieb, als dies ohne
Einstellwinkelerhöhung möglich wäre.
In Weiterführung des vorstehenden Prinzips zeigt die Fig. 7 ein Gleitschirm-
Fluggerät 40, dessen Tragleinen jeweils mit zwei in Serie angeordneten Schlau
fen versehen sind, die jeweils durch Verbindungselemente 42 und 43 über
brückt werden. Jedem Satz Verbindungselemente 42 bzw. 43 ist eine eigene
Trennvorrichtung 44 bzw. 45 zugeordnet, die auf unabhängige Auslösesignale
hin ihre Verbindungselemente durchtrennen. Im Reiseflug sind beide Sätze
Verkürzungselemente 43 und 44 wirksam, entsprechend dem gestrichelten
Gleitschirm 2a. Durch die Auslösung des der ersten Trennvorrichtung 44 wird
ein etwas höherer Auftrieb mit relativ geringem Widerstand (strichpunktierter
Gleitschirm 2b) und durch die Auslösung der zweiten Trennvorrichtung 45 ein
Hochauftrieb mit hohem Widerstand (Gleitschirm 2c) erzeugt. Diese Folge ent
spricht den Bodenabständen 46 und 47. Damit kann ein langgezogener Anflug
mit anschließender scharfer Abbremsung geflogen werden.
Für die sichere und präzise Landung müssen Störungen möglichst schnell aus
gesteuert werden. Mit zunehmender Sinkgeschwindigkeit im Anflug und höhe
ren Windgeschwindigkeiten werden schnelle Reaktionen immer wichtiger. Das
aufgabengemäß für hohe Flug- und Windgeschwindigkeiten vorgesehene Gleit
schirm-Fluggerät muß in der Lage sein, sehr schnell sowohl feinfühlige wie
auch heftige Ausgleichseingriffe durchzuführen. In Fig. 8 wird deshalb ergän
zend eine Gleitschirmansteuerung vorgeschlagen, die besonders schnelle Steu
ereingriffe unterschiedlicher Stärke ermöglicht. Bekanntermaßen können Steu
ereingriffe um so schneller erfolgen, je kleiner die zu überwindenden Kräfte
und Trägheiten sind. Bisher werden üblicherweise Gleitschirme dadurch ge
steuert, daß die Hinterkante der rechten bzw. linken Flügelseite je nach Bedarf
nach unten gezogen wird. Hierbei müssen für jeden Steuereingriff die Zugkräf
te der Steuerleinen überwunden werden, was zu entsprechend großen und
damit trägen Stellantrieben bzw. langsameren Bewegungen bei manueller Be
tätigung führt. Nachteilig ist weiterhin, daß mit einem derartigen Steuereingriff
nicht nur eine Bremsung bewirkt wird sondern gleichzeitig auch eine Auf
triebserhöhung. Während die Bremsung im beabsichtigten Sinne wirkt, wirkt
der Zusatzauftrieb dagegen, ist also störend.
Wesentlich feinfühligere und wirksame Steuerungen können mit dem Gleit
schirm-Fluggerät 50 entsprechend Fig. 8 erzielt. Hier werden alle Tragleinen
51 eines zur Steuerung benutzten Teilbereiches eines Gleitschirmes, die in der
gleichen Profiltiefe X angreifen, separat gebündelt und auf ein Steuergetriebe
52 mit Rollen 56 geführt, welches gemeinsam mit einem Antrieb 53 in einem
Gehäuse 54 untergebracht ist. Dieses Steuergetriebe 52 ist so gestaltet, daß
sich die Leinenkräfte in etwa kompensieren, daß sich jedoch bei Verdrehung
des Getriebes sämtliche Leinengruppen 51 in abgestimmter Weise gegeneinan
der bewegen. Die Abstimmung ist so gestaltet, daß die Verdrehung eine Ände
rung des Anstellwinkels und ggf. der Wölbung des Gleitschirms 2 bewirkt, was
zu Steuerungszwecken genutzt werden kann. Die Steuerung mit dem Steuerge
triebe 52 erfordert nur kleine Kräfte am Antrieb 53. Die gesamte Steuerung
kann auf geringe Trägheitsmomente hin ausgelegt werden, was zu einem sehr
schnellen Antrieb führt. Bei dieser Lösung kann das aerodynamische Potential
des Profils voll genutzt werden, ohne daß die Lage des Druckpunktes verscho
ben wird, so daß die den genannten schädlichen Effekte bei der Steuerung
vermieden werden. Der Gleitschirm 2 ist, durch die Profile 2a bis 2c angedeu
tet, in verschiedenen Steuerstellungen dargestellt. Der Übersichtlichkeit halber
ist das Landegestell fortgelassen; dieses kann wie bei den vorgehend beschrie
benen Ausführungsformen gestaltet sein.
Neben der in Fig. 8 dargestellten Bauweise, bei der die unterschiedlich großen
Bewegungen der Tragleinen 51 durch unterschiedlich große Seilrollen des
Steuergetriebes 52 realisiert werden, sind auch andere Bauweisen möglich;
z. B. kann das Getriebe als drehbarer Balken ausgebildet sein, an dem die Trag
leinen in unterschiedlichen Positionen befestigt sind oder auch als Satz von
Rollen des gleichen Durchmessers, die über unterschiedliche Übersetzungen
verschieden schnell gedreht werden.
Steuerantriebe gemäß Fig. 8 können sowohl für die Bahnsteuerung als auch -
wenn mehrere Gleitschirmbereiche mit jeweils einem derartigen Steuerantrieb
ausgerüstet sind - zur Kurssteuerung benutzt werden.
Claims (12)
1. Gleitschirm-Fluggerät mit Mitteln zur Auftriebserhöhung beim Landen,
gekennzeichnet durch
- - eine hohe Flächenbelastung,
- - ein Landegestell (7),
- - eine automatische Einrichtung zum Messen des Bodenabstandes (8),
- - eine Stelleinrichtung (5, 21, 31, 41, 52) zum Auslösen der Auftriebserhö hung des Gleitschirms (2) bei vorbestimmbarem Bodenabstand (12).
2. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gleitschirm (2) eine Flächenbelastung von mehr als 20 daN/m² aufweist.
3. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Landegestell (7) eine Kufenform aufweist und seine Bodenfläche
mit Spurführungen versehen ist.
4. Gleitschirm-Fluggerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die automatische Einrichtung zum Messen des Bodenabstandes
(8) auf dem Landegestell (7) angeordnet ist.
5. Gleitschirm-Fluggerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die automatische Einrichtung zur Messung des Bodenabstandes
(8) zur Übermittlung eines Auslösesignals (14) bei dem vorbestimmbaren Bo
denabstand (12) mit der Stelleinrichtung (5, 21, 31, 41, 52) datentechnisch
verbunden ist.
6. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stelleinrichtung (5) Mittel zur Verkürzung der zur Hinterkante des Gleit
schirms (2) führenden Steuerleinen (4) aufgrund des Auslösesignals (14) auf
weist.
7. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die zum Gleitschirm (2) führenden Tragleinen (22), mit Ausnahme der Steuer
leinen (4) in der Stelleinrichtung (21) in aufeinander abgestimmter Weise ver
längert sind, wobei die Verlängerungen durch Verkürzungselemente (23) über
brückt und zunächst unwirksam sind, und daß eine Trennvorrichtung zum
Durchtrennen der Verkürzungselemente (23) aufgrund des Auslösesignals (14)
vorhanden sind.
8. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
jede der verlängerbaren Tragleinen ein Verkürzungselement enthält und daß
die Trennvorrichtung alle Verkürzungselemente gleichzeitig durchtrennt.
9. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß
jede der verlängerbaren Tragleinen zwei oder mehr Leinenverlängerungen
nacheinander enthält, die jeweils durch ein eigenes Verkürzungselement über
brückt sind und daß die Trennvorrichtung mit entsprechend der Anzahl der
Verkürzungselemente mehrere unabhängige Auslösesignale hin jeweils ein dem
Signal zugeordnetes Verkürzungselement an jeder Leine durchtrennt.
10. Gleitschirm-Fluggerät nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die die Leinenverlängerungen so abgestimmt ist, daß die
hiervon gehaltenen Gleitschirmteile sich infolge des Durchtrennens um den
gleichen Weg heben.
11. Gleitschirm-Fluggerät nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Leinenverlängerung so abgestimmt ist, daß sich infolge
des Durchtrennens die Wölbung und/oder der Anstellwinkel der sich hebenden
Teile ändert.
12. Gleitschirm-Fluggerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragleinen (51) von mindestens zwei Spannweitenabschnitten des
Gleitschirmes entsprechend der Profiltiefe (X-Richtung) des Gleitschirmes (2)
gebündelt und über ein dem jeweiligen Spannweitenabschnitt zugeordneten
Steuergetriebe (52) geführt sind, welches bei Verdrehung durch einen Antrieb
(53) eine Änderung des Anstellwinkels und/oder der Wölbung des angesteuer
ten Spannweitenabschnittes des Gleitschirmes (2) ausführt, daß die Verstellki
nematik im Hinblick auf eine möglichst vollständige Kräftekompensation aus
gelegt ist, und daß Mittel zur Aktivierung des Antriebs (53) des Steuergetrie
bes vorhanden sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996134017 DE19634017C2 (de) | 1996-08-23 | 1996-08-23 | Gleitschirm-Fluggerät |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996134017 DE19634017C2 (de) | 1996-08-23 | 1996-08-23 | Gleitschirm-Fluggerät |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19634017A1 true DE19634017A1 (de) | 1998-02-26 |
| DE19634017C2 DE19634017C2 (de) | 1999-08-26 |
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ID=7803443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996134017 Expired - Fee Related DE19634017C2 (de) | 1996-08-23 | 1996-08-23 | Gleitschirm-Fluggerät |
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