DE19531069C2 - Entnahmevorrichtung für eine Compact Disc, insbesondere eine beidseitig lesbare oder überschreibbare Compact Disc - Google Patents

Entnahmevorrichtung für eine Compact Disc, insbesondere eine beidseitig lesbare oder überschreibbare Compact Disc

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Description

Die Erfindung betrifft eine manuelle Entnahmevorrichtung für eine Compact Disc, die das Herausnehmen aus dem Transportgehäuse, den Transport zum CD-Aufnahme- bzw. Wiedergabegerät, das schonende Einlegen sowie das Wiederaufnehmen nach dem Beschreiben oder Abspielen und das Wiedereinlegen in das Transportgehäuse er­ möglicht.
Bekannte Transport- und Aufbewahrungsgehäuse für die Aufnahme jeweils einer CD bestehen aus einem Gehäuse, einem klappbaren Deckel, der über zwei Drehzapfen mit dem Gehäuse verbunden ist, und einem Plattenträger, der form- oder kraftschlüssig im Gehäuse angeordnet ist. Die aufzubewahrende CD ruht axial auf einem Auflagering des Plattenträgers und wird radial durch einen Sicherungskranz fixiert, der aus ringförmig angeordneten, beabstandeten elastischen Zähnen gebildet wird.
Gewöhnlich werden Compact Discs aus derartigen Transportgehäusen entnommen, in­ dem der Gehäusedeckel aufgeklappt, das Transportgehäuse mit einer Hand auf einer Unterlage, wie einem Tisch, fixiert und der Umfang des scheibenförmigen Information­ strägers mit Daumen und Zeigefinger der zweiten Hand erfaßt und die CD vertikal angehoben wird. Dabei gibt der, aus einem Ring elastischer Zähne gebildete Sicherungskranz im Transportgehäuse die Aufnahmebohrung der Compact Disc frei.
Bei der Entnahme insbesondere neuer Compact Discs kommt es bei Transportgehäusen mit Sicherungskranz infolge der hohen Radialspannung der elastischen Zähne, die auf die Aufnahmebohrung der Compact Disc wirken, beim Abnehmen der CD zu einem abrupten, ungewollten Herausspringen der CD aus dem Transportgehäuse. Um ein Herabfallen der CD zu verhindern, wird versucht, die CD im Moment des Herausspringens festzuhalten, was in der Regel dazu führt, daß mit den Fingern auf die optisch abzutastende Seite der CD gefaßt wird. Die dabei auf der Oberfläche der Compact Disc hinterlassenen organischen Substanzen können dann die Ursache für Wiedergabefehler sein.
Auch bei der Benutzung bereits gebrauchter Transportgehäuse, bei denen die elastischen Zähne des Sicherungskranzes infolge Verschleiß und Ermüdung nur eine geringe Radialspannung erzeugen, gelangen regelmäßig Verunreinigungen, insbesondere organische Fette und Säuren aus der Haut, auf beide Stirnflächen der CD, wenn diese mit Daumen und einem oder mehreren Fingern unter leichtem Druck am Umfang der Compact Disc erfaßt und abgehoben wird.
Zur Vermeidung dieses Mangels wurde bereits eine Transportvorrichtung für platten­ förmige Informationsträger nach der DE-OS 32 13 635 vorgeschlagen, die es er­ möglicht, empfindliche optische lesbare Informationsträger zunächst aus einer Platten­ hülle zu ziehen und dann mittels einer Vorrichtung, die aus einem elastischen, hohlen Handgriff mit Saugkopf besteht, aufzunehmen. Der zusammengedrückte Handgriff erzeugt beim Wiederentspannen des auf der Plattenoberfläche aufgesetzten Saugkopfes einen Unterdruck und die Platte kann aufgenommen werden.
Nachteil der genannten Transportvorrichtung ist es, daß Compact Discs auf der Oberseite am Umfang der mittigen Aufnahmebohrung eine umlaufende Nut aufweisen.
Ein Aufsetzen des doppelwandig ausgebildeten Saugkopfes, der zudem keine Zentrierungshilfe aufweist, ist damit erschwert und es wird meist nicht die zum Halten des notwendigen Unterdruckes erforderliche Abdichtung zwischen der Oberfläche der CD und dem Saugkopf erreicht. Ebenso weisen nur einseitig lesbare oder überschreib­ bare Compact Discs auf der nicht genutzten Oberseite vielfach erhabene Beschriftungen, wie Herkunfts- oder Inhaltsangaben, auf. Durch diese Erhebungen auf der sonst spiegelnd glatten Oberfläche der CD wird ebenfalls die Ausbildung eines stabilen Unterdruckes verhindert, wenn der Saugkopf in diesem Bereich aufgesetzt wird.
Eine weitere bekannte Entnahmevorrichtung für Compact Discs nach der US-PS 005201913 weist einen Hebelarm mit Druckbolzen und Saugnapf auf.
Nachteil dieser Entnahmevorrichtung ist, neben der konstruktiv und fertigungstechnisch aufwendigen Gestaltung, daß eine Verpackung bzw. Aufbewahrung zusammen mit der CD im Transportgehäuse nicht möglich ist.
Bekannt ist auch eine Entnahmevorrichtung nach dem deutschen Gebrauchsmuster G 94 18 211.6. Diese Vorrichtung verwendet als Haftmittel einen bekannten, trägerlosen Klebstoffstreifen für die Kraftübertragung auf die CD.
Es hat sich herausgestellt, daß die bekannten trägerlosen Klebstoffe, wie das trägerlose Klebeband Scotch® Mount 4032, als Haftmittel ungeeignet sind, da die Haftkraft nach dem Aufsetzen der Entnahmevorrichtung so stark ist, daß ein definiertes Abreißen des Klebefilmes beim Abnehmen der Entnahmevorrichtung von der CD-Oberfläche nicht mehr erfolgt. Außerdem hat sich gezeigt, daß beim Verbleiben der Entnahmevorrich­ tung auf der CD-Oberfläche die Haftkraft des trägerlosen Klebstoffes unerwartet zunimmt, so daß nach 1 . . . 3 Stunden eine quasi unlösbare Verbindung zwischen Entnahmevorrichtung und CD entsteht.
Versuche mit alternativen trägerlosen Haftmitteln, wie den Sprühklebern "Creativ Mount" oder "Spray Mount" (Hersteller: 3M®), die auf die Unterseite der Entnahme­ vorrichtung schichtförmig aufgetragen wurden, erbrachten ebenfalls keine brauchbaren Resultate. So erwies sich die Haftkraft als zu gering, um eine CD sicher von dem unter Spannung stehenden Sicherungskranz des Plattenträgers abzuheben. Außerdem verblieben nach der Benutzung in mehreren Fällen Klebstoffreste auf der Oberfläche der CD, die die Funktionsfähigkeit der Compact Disc und des Wiedergabegerätes beein­ trächtigen.
Nachteilig ist daneben, daß der elastische Klebstoff nach längerem Gebrauch Staub- und Schmutzpartikel bindet, die sich an der Oberfläche des Klebstoffilms anlagern, so daß die Funktionsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Außerdem verursachen die mikrosko­ pisch kleinen Staubeinlagerungen Kratzer und Schleifspuren beim Aufsetzen auf die spiegelnd glatte Oberfläche der CD.
Ebenso hat sich herausgestellt, daß es bei häufigem Gebrauch der Entnahmevorrichtung infolge der asymmetrischen Anordnung des einzelnen, radial verlaufenden Klebestrei­ fens auf dem Grundkörper zu Ablösungserscheinungen des Klebstoffes kommt.
Die alternativ vorgeschlagene, kreisringförmige Anordnung des Klebstoffes verursacht hingegen zusätzliche Kosten für die Aufbringung des Klebers und den erhöhten Klebstoffverbrauch, so daß die Gesamtkosten für die Teilefertigung und die Montage der Entnahmevorrichtung maßgeblich durch das verwendete Doppelklebeband beeinflußt werden.
Außerdem kann bei dieser Vorrichtung nicht verhindert werden, daß beim Erfassen der Entnahmevorrichtung der Daumen oder die Finger die Oberfläche der CD berühren und dadurch Verunreinigungen auf die CD übertragen werden. Diese Erscheinung ist insbesondere nachteilig bei doppelseitig lesbaren oder beschreibbaren CDs, bei denen die Entnahmevorrichtung wechselweise auf beiden Seiten der CD aufgesetzt werden muß, um sie auf dem Plattenteller des Aufnahme- bzw. Wiedergabegerätes oder in der Transporteinrichtung abzulegen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu eliminieren und eine einfache Vorrichtung zum Herausnehmen bzw. Einlegen einer Compact-Diskette, insbesondere einer beidseitig lesbaren oder beschreibbaren CD zu schaffen, die gemein­ sam mit der Compact-Diskette im Innenraum einer CD-Aufbewahrungsbox unter­ gebracht werden kann.
Die Entnahmevorrichtung soll eine leichte und funktionssichere Handhabung der CD ohne Berührung der Oberflächen durch den Anwender ermöglichen. Zudem soll die Entnahmevorrichtung kostengünstig herstellbar sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 oder des Patentanspruches 2 gelöst. Vorzugsweise Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
Die Entnahmevorrichtung besteht aus einem flachen, biegeelastischen Rahmen (1), der bevorzugt aus spritzgießfähigem Kunststoff besteht und der auf seiner Unterseite (1u) mehrere, vorzugsweise zwei, diametral angeordnete Kontaktflächen (2) trägt. Die Kontaktflächen (2) bestehen aus einem dauerelastischen, mikroporösen Haftmittel der Fa. Scotch®, 3M®, das unter der Artikelnummer 4656 gefertigt wird, oder aus einem gleichwirkenden Mittel.
Der äußere Rand des Rahmens (1) weist an der Oberseite (1o) einen Kragen (3) auf, der der Aussteifung der Entnahmevorrichtung und der sicheren Einleitung der Kräfte in den Rahmen (1) dient. Vorteilhaft können die Bereiche des Kragens, unterhalb derer auf der Unterseite (1u) die Kontaktflächen (2) angeordnet sind, als mulden- oder schalenförmi­ ge Griffelemente (8) ausgebildet werden. In einer fertigungstechnisch einfachen, bevor­ zugten Ausbildung ist der Kragen (3) als gleichstarker, umlaufender Ring ausgebildet. Zur Aufnahme der CDs wird die Entnahmevorrichtung am umlaufenden Ring in Höhe der Kontaktflächen (2) erfaßt.
Unterhalb des Kragens (3) sind am Rahmen (1) eine oder mehrere elastische Lippen (4) angeordnet. Diese Lippen (4) dienen als Berührungsschutz, um beim Ergreifen der Entnahmevorrichtung an den Griffelementen, die bevorzugt muldenförmig ausgebildet sind, eine Berührung der CD-Oberfläche durch die Fingerspitzen bzw. des Daumens sicher zu verhindern.
Die Lippe (4) ist zumindest im Bereich der Griffelemente (8) ausgebildet. In einer fertigungstechnisch bevorzugten Gestaltung ist die Lippe (4) als umlaufender Ring ausgebildet, der stoffschlüssig mit dem Rahmen (1) verbunden ist. Durch die kreisringförmige Gestaltung der umlaufenden Lippe (4) können die Werkzeugmacher­ kosten für die Herstellung der Spritzgießwerkzeuge reduziert werden. Falls die Entnahmevorrichtung ausschließlich für die Handhabung von nur einseitig lesbaren oder beschreibbaren CDs verwendet werden soll, so kann die Lippe (4) als Funktionselement entfallen. Durch die damit vereinfachte Form der Entnahmevorrichtung können Werkzeug- und Fertigungskosten reduziert werden.
Der Rahmen (1) ist extrem flach ausgebildet. Um die lichte Höhe der Entnahmevorrich­ tung zu minimieren, ist es von Vorteil, die Kontaktflächen (2) in muldenförmigen Ausnehmungen (5) des Rahmens (1) einzubetten. Damit findet die Entnahmevorrich­ tung im Gehäusedeckel der Transporteinrichtung hinreichend Platz und ermöglicht dennoch die Aufnahme umfänglicher Begleithefte, Informations- oder Werbedruck­ sachen im Deckelinneren.
Überraschend hat sich im Ergebnis zahlreicher Einzelversuche herausgestellt, daß das dauerelastische, mikroporöse Haftmittel 4656 der Fa. Scotch® trotz der auftretenden Biegewechsel- und Scherbeanspruchung bei der Handhabung der Entnahmevorrichtung bei Langzeitversuchen seine anfänglichen Eigenschaften beibehält und auch bei leichter Erwärmung durch Körperwärme nicht zu irreversiblen, chemischen oder physikalischen Reaktionen neigt.
In einer bevorzugten Fortbildung weisen die Kontaktflächen (2) eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken auf. Im Ergebnis einer Vielzahl von Versuchen wurde heraus­ gefunden, daß bei der Ausbildung rechteckiger Kontaktflächen, bei denen die längere Seite in Rahmenlängsrichtung orientiert ist, eine optimale Haftung der Entnahmevor­ richtung auf der Oberfläche der CD realisiert wird. Möglichen Ablöseerscheinungen des Haftmittels von der Oberfläche der Entnahmevorrichtung wird wirkungsvoll durch die Abrundung der Ecken der Kontaktflächen (2) begegnet.
Um die lichte Höhe der Entnahmevorrichtung zu minimieren, ist es vorteilhaft, die Kontaktflächen (2) in muldenförmigen Ausnehmungen (5) des Rahmens (1) einzubetten.
Dadurch werden zugleich Scherspannungen, die beim Abrollen der Kontaktflächen (2) auf der Oberfläche der CD auftreten, durch den Rand der muldenförmigen Ausnehmung (5) sicherer aufgenommen.
Eine alternative Lösung der Aufgabenstellung sieht eine Entnahmevorrichtung vor, bei der der flache, elastische Rahmen (1) zusätzlich eine Falte (6) aufweist, die im rechten Winkel zu den diametral angeordneten Griffelementen den Rahmen (1) durchläuft.
Die Kontaktflächen (2) sind an der Unterseite (1u) des Rahmens (1) diametral neben der Falte (6) angeordnet. Die Falte (6) dient als definierte Biegekante. Radius und Wanddicke der Falte (6) sind so dimensioniert, daß eine elastische Rückstellung des Rahmens (1) in seine ursprüngliche Form nach jeder Betätigung der Entnahmevorrich­ tung gesichert ist. Zur Erhöhung der Rückstellkraft können an der Falte (6) Aussteifun­ gen vorgesehen werden.
Die Entnahmevorrichtung wird zunächst mit zwei Fingern unter leichtem axialen Druck auf die Aufnahmepunkte (7), die sich in Höhe der Kontaktflächen (2) auf der Oberseite (1o) des Rahmens (1) bzw. auf dem Kragen (3) befinden, auf die CD-Oberfläche aufgesetzt. Nachfolgend wird die Entnahmevorrichtung im Bereich der Aufnahmepunk­ te (7) am Kragen (3) erfaßt und vertikal abgehoben.
Nach der Ablage der fixierten CD auf dem Plattenteller des Aufnahme- oder Wiedergabegerätes wird die Entnahmevorrichtung an den gegenüberliegenden Griff­ elementen erfaßt. Die Lippe (4) verhindert dabei eine Berührung der CD-Oberfläche.
Durch leichten Druck auf die Griffelemente der Entnahmevorrichtung kommt es zu einer Abwälzbewegung, bei der die, neben der Falte (6) angeordneten Kontaktflächen (2) allmählich von der CD-Oberfläche abgelöst werden. Anschließend kann die Entnahmevorrichtung im Gehäusedeckel des Transportgehäuses aufbewahrt werden. Dazu ist der Rahmen (1) extrem flach ausgebildet. Um die lichte Höhe der Entnahme­ vorrichtung zu minimieren, ist es - wie bereits beschrieben - von Vorteil, die Kontakt­ flächen (2) in muldenförmigen Ausnehmungen (5) des Rahmens (1) einzubetten. Damit findet die Entnahmevorrichtung im Gehäusedeckel der Transporteinrichtung hin­ reichend Platz und ermöglicht dennoch die Aufnahme umfanglicher Begleithefte, Informations- oder Werbedrucksachen im Deckelinneren.
Der Rahmen (1) ist vorzugsweise kreisringförmig mit konstanter Wanddicke gestaltet. Diese Bauform gestattet eine signifikante Reduzierung der Fertigungskosten für die Spritzgießwerkzeuge, da lediglich einfache, rotationssymmetrische Werkzeugformen hergestellt werden müssen.
In einer weiteren, gleichfalls bevorzugten Ausgestaltung ist der Rahmen (1) als elliptischer Ring ausgebildet. Die Griffelemente sind diametral an den Nebenscheiteln angeordnet. An der Unterseite (1u) des Rahmens (1) befinden sich an gleicher Stelle die Kontaktflächen (2). Die Hauptachse des elliptischen Rahmens (1) liegt in der Biege- bzw. Rollinie, um die die Griffelemente aufeinander zu bewegt werden.
Die elliptische Form verleiht dem Rahmen (1) größere Elastizität und reduziert die aufzubringenden Biegekräfte bei der Betätigung der Entnahmevorrichtung. Damit wird die Bedienbarkeit der Entnahmevorrichtung, z. B. für Kinder, signifikant verbessert.
Auch die Wanddicke bzw. der Querschnitt des Rahmens (1) kann im Bereich der Biege­ linie reduziert werden, um ein leichte und definierte Abroll- oder Abwälzbewegung der Entnahmevorrichtung in diesem Bereich zu realisieren.
Aufgrund der hohen Haftkraft der mikroporösen Kontaktflächen (2) ist ein sicheres Haften der CD an der Entnahmevorrichtung und eine nahezu verformungsfreie Entnahme aus dem Transportgehäuse möglich.
Dazu wird die Entnahmevorrichtung vorzugsweise mittig auf der CD aufgesetzt. Die optionale Ausnehmung (5) des Rahmens (1), die im Sinne eines Fensters zugleich als visuelle Orientierungshilfe beim Aufsetzen der Entnahmevorrichtung auf die Oberfläche der CD dient, umschließt beim mittigen Aufsetzen die kranzförmige Sicherungsverzah­ nung, ohne sie jedoch zu berühren.
Anschließend wird die Entnahmevorrichtung am Kragen (3) in Höhe der Haftflächen (2) mit Daumen und Finger einer Hand erfaßt und die CD mit einer vertikalen Bewegung der Entnahmevorrichtung abgehoben. Dabei gleitet die CD bei gleichmäßi­ ger Druckverteilung durch die Sicherungsverzahnung sanft von dieser herab.
Ein weiterer Vorteil der Entnahmevorrichtung besteht darin, daß bei ihrer Anwendung die konstruktive Gestaltung der Transporteinrichtung der CD stark vereinfacht werden kann. So kann der gießtechnisch schwer beherrschbare Sicherungskranz aus ringförmig angeordneten, elastischen Zähnen entfallen. Er wird ersetzt durch eine einfache, radiale Lagefixierung, wie einen Hohlzylinder, der ggf. leicht konisch ausgebildet sein kann, um zentrierend zu wirken. Der radiale Abstand zwischen dem Außendurchmesser des Hohlzylinders und der Aufnahmebohrung der CD ist vorteilhaft als Spielpassung gestaltet. Dadurch wirken keine radialen Spannungen auf die Aufnahmebohrung der CD, so daß die Compact Disc ohne Widerstand vom Plattenträger abgehoben werden kann.
Zur axialen Lagefixierung der CD in der geschlossenen Transporteinrichtung wird die Entnahmevorrichtung mittig auf die CD-Oberfläche aufgesetzt und der Gehäusedeckel geschlossen.
Durch den Wegfall des konstruktiv aufwendigen Sicherungskranzes können vorrangig die Werkzeugkosten für die Herstellung der Spritzgieß-Dauerformen reduziert und die Ausschußquote beim Urformen des Plattenträgers gesenkt werden.
Für diese Gestaltungsform des Transportgehäuses kann bevorzugt eine Entnahme­ vorrichtung verwendet werden, deren Rahmen (1) eine Außenkontur in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit abgerundeten Ecken aufweist. Jede Seite des Dreiecks weist mittig eine muldenförmige Einschnürung auf. Diese symmetrischen, gleich großen Fingermulden erlauben ein sicheres Erfassen der Entnahmevorrichtung mit Daumen, Ring- und Zeigefinger einer Hand und eine feindosierte Krafteinleitung. Die mittige Ausnehmung des Rahmens (1) weist eine analoge Form auf. Dadurch besitzt der Rahmen eine hohe Elastizität und läßt sich wegen seiner konstanten Wanddicke günstig im Plastspritzgußverfahren herstellen.
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Ausführungsbeispiel 1 zeigt eine Entnahmevorrichtung mit kreisringförmigem Rahmen.
Es zeigen
Fig. 1 die Unterseite (1u) der Entnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
Fig. 2 die Oberseite (1o) der Entnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
Fig. 3 die Entnahmevorrichtung in geschnittener Darstellung.
Die Vorrichtung besteht aus dem elastischen, kreisringförmigen Rahmen (1), der am äußeren Rand in einen umlaufenden Kragen (3) übergeht. Der geschlossene Rahmen (1) weist eine kreisförmige Ausnehmung (5) auf, die das mittige Aufsetzen der Entnahme­ vorrichtung auf der Oberfläche der CD erleichtert. Gleichzeitig wird dadurch die aufzubringende Biegespannung für die elastische Verformung der Entnahmevorrichtung beim Ablösen von der Oberfläche der CD reduziert.
An der Unterseite (1u) des Rahmens (1) befinden sich zwei diametral angeordnete, rechteckige, mikroporöse Kontaktflächen (2), die aus dem Artikel 4656 der Firma Scotch® gefertigt sind. Die längeren Seiten der rechteckigen Kontaktflächen (2) sind den Rändern des kreisringförmigen Rahmens (1) zugewandt.
An den äußeren Rand des Rahmens (1) schließt sich eine umlaufende, kreisringförmige Lippe (4) an, die eine Berührung der CD-Oberfläche beim Absetzen und Aufnehmen der Entnahmevorrichtung sicher verhindert.
Rahmen (1), Kragen (3) und Lippe (4) sind als einstückiges Spritzgießteil ausgebildet.
Die bestimmungsgemäße Benutzung der Entnahmevorrichtung geschieht wie folgt:
Die Entnahmevorrichtung wird an den Griffelementen (8) erfaßt und unter leichtem axialen Druck mittig auf der CD-Oberfläche aufgesetzt. Die Lippe (4) verhindert dabei eine Berührung der CD-Oberfläche. Nun wird die Entnahmevorrichtung mit der daran fixierten CD an den Griffelementen (8) vertikal angehoben und auf dem Plattenteller eines CD-Lese- oder Schreibgerätes abgelegt.
Durch leichten, in Richtung der pfeilförmigen Markierungen (9) gerichteten Druck auf die diametral angeordneten Griffelemente (8) wird die Entnahmevorrichtung elastisch verformt. Durch die resultierende Rollbewegung lösen sich die Kontaktflächen (2) von der Oberfläche der CD ab. Abschließend kann die Entnahmevorrichtung platzsparend im Transportgehäuse aufbewahrt werden.
Die Aufnahme der CD aus dem Wiedergabegerät und das Einlegen in das Transport­ gehäuse erfolgen in umgekehrter Reihenfolge.
Ausführungsbeispiel 2 zeigt eine Entnahmevorrichtung mit elliptischem Rahmen (1) und Falte (6).
Es zeigen
Fig. 4 die Unterseite (1u) der Entnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
Fig. 5 die Oberseite (1o) der Entnahmevorrichtung in einer Draufsicht.
Der Rahmen (1) ist als biegeelastischer, elliptischer Ring mit kreisförmiger Ausneh­ mung (5) ausgebildet. Entlang der Hauptachse des elliptischen Rahmens (1) befindet sich eine durchgehende Falte (6), die damit der Biege- bzw. Rollinie entspricht, um die die Griffelemente (8) beim Ablösen der Entnahmevorrichtung von der CD aufeinander zu bewegt werden.
Die Griffelemente (8) sind diametral an den Nebenscheiteln des elliptischen Rahmens (1) angeordnet. An der Unterseite (1u) des Rahmens (1) befinden sich neben der Falte (6) zwei diametral angeordnete Kontaktflächen (2). Auf der Oberseite (1o) des Rahmens (1) sind an gleicher Stelle zwei Aufnahmepunkte (7) markiert.
Die bestimmungsgemäße Benutzung der Entnahmevorrichtung geschieht wie folgt:
Die Entnahmevorrichtung wird am umlaufenden Kragen (3) erfaßt und mit leichtem axialen Druck auf die Aufnahmepunkte (7) in der Nähe des Randes der CD außermittig auf der CD-Oberfläche aufgesetzt. Die Lippe (4) verhindert dabei eine Berührung der CD-Oberfläche. Nun wird die Entnahmevorrichtung mit der daran fixierten CD an den Aufnahmepunkten (8) vertikal angehoben und auf dem Plattenteller eines CD-Lese- oder Schreibgerätes abgelegt.
Durch leichten radialen Druck auf die diametral angeordneten Griffelemente (8) wird die Entnahmevorrichtung elastisch verformt. Durch die resultierende Rollbewegung lösen sich die Kontaktflächen (2) von der Oberfläche der CD ab. Abschließend kann die Entnahmevorrichtung platzsparend im Transportgehäuse aufbewahrt werden.
Die Aufnahme der CD aus dem Wiedergabegerät und das Einlegen in das Transport­ gehäuse erfolgen in umgekehrter Reihenfolge.
Bezugszeichenliste
1 Rahmen
1u Unterseite
1o Oberseite
2 Kontaktfläche
3 Kragen
4 Lippe
5 Ausnehmung
6 Falte
7 Aufnahmepunkt
8 Griffelement
9 Markierung

Claims (10)

1. Entnahmevorrichtung für eine Compact Disc, insbesondere für eine beidseitig lesbare oder überschreibbare Compact Disc, mit einem Rahmen (1), dessen äußerer Rand an der Oberseite (1o) einen Kragen (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entnahmevorrichtung einen flachen, biegeelastischen Rahmen (1) aufweist, der auf seiner Unterseite (1u) mehrere, vorzugsweise zwei, diametral angeordnete Kontaktflächen (2) trägt,
daß die Kontaktflächen (2) aus einem dauerelastischen, mikroporösen Haftmittel, wie dem Haftmittel 4656 der Fa. Scotch®, 3M® oder aus einem gleichwirkenden Mittel bestehen,
daß am äußeren Rand des Rahmens (1) oder am Kragen (3) eine oder mehrere elastische Lippen (4) angeordnet sind.
2. Entnahmevorrichtung für eine Compact Disc, insbesondere für eine beidseitig lesbare oder überschreibbare Compact Disc, mit einem Rahmen (1), dessen äußerer Rand an der Oberseite (1o) einen Kragen (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entnahmevorrichtung einen flachen, biegeelastischen Rahmen (1) mit einer Falte (6) aufweist, die dem Verlauf der Rollbiegekante bei der elastischen Verformung des Rahmens (1) entspricht,
daß der Rahmen auf seiner Unterseite (1u) mehrere, vorzugsweise zwei, diametral angeordnete Kontaktflächen (2) trägt, die neben der Falte (6) angeordnet sind,
daß die Kontaktflächen (2) aus einem dauerelastischen, mikroporösen Haftmittel, wie dem Haftmittel 4656 der Fa. Scotch®, 3M® oder aus einem gleichwirkenden Mittel bestehen,
daß am äußeren Rand des Rahmens (1) oder am Kragen (3) eine oder mehrere elastische Lippen (4) angeordnet sind.
3. Entnahmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (3) als umlaufender Ring ausgebildet ist.
4. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lippe (4) als umlaufender Ring ausgebildet und stoffschlüssig mit dem Rahmen (1) verbunden ist.
5. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Rahmen (1), Kragen (3) und Lippe (4) einstückig ausgebildet sind und aus spritzgießfähigem Kunststoff bestehen.
6. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflächen (2) eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken aufweisen oder als Kreisflächen ausgebildet sind.
7. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1) muldenförmige Ausnehmungen (5) aufweist, in denen die Kontaktflächen (2) eingebettet sind.
8. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (3) Griffelemente (8) aufweist.
9. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (1) als Kreisring oder elliptischer Ring oder als Dreieckrahmen mit konstanter Wanddicke ausgebildet ist.
10. Entnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Rahmens (1) entlang der Biegerollinie verringert ist.
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